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Produktseiten optimieren: 18 Tipps für Dich und Deinen Online Shop

Anika AppelSEO-Expertin

Produktseiten, Produktdetailseiten, Produktinformationsseiten, Produktdarstellung – das sind viele Bezeichnungen für die Präsentation einzelner Produkte, das Herz Deines Online Shops. Daher stehen viele Betreiber*innen vor der Entscheidung, wie sie ihre Produktseiten gestalten – sowohl im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) als auch User Experience (UX). SEO Produktseiten sollen nämlich nicht für die Suchmaschine erstellt werden, sondern Nutzer*innen einen echten Mehrwert bieten. Du möchtest Deine Produktseiten optimieren? Dann bist Du hier genau richtig! In diesem Blogbeitrag erfährst Du 18 Tipps wie Du Deine Produktdetailseiten verbesserst.

optimierte Produktseiten für SEO

Das zeichnet Produktdetailseiten aus

Die Produktübersichtsseiten sind der Kern Deines Online Shops. Hier entscheiden die Kund*innen, ob sie das Produkt in den Warenkorb legen und kaufen, oder ob sie es doch nicht brauchen oder woanders kaufen. Produktdetailseiten sollen zwei Bedürfnisse Deiner Nutzer*innen abdecken: informieren und überzeugen. Auf diesen Seiten sollen Deine Nutzer*innen alles Wissenswerteüber das Produkt erfahren. Waren sollen übersichtlich, anschaulich und leicht verständlich abgebildet werden.Im besten Fall sind Deine Produktinformationsseiten auch für Suchmaschinen relevant und führen die User*innen zu Deinem Shop. Umso wichtiger ist es also, dass Deine Produktseiten ansprechend gestaltet und sowohl inhaltlich als auch technisch optimiert sind.

Eine Seite, die das gut macht, ist Zalando:

Zalando Schuhe als Beispiel für eine Produktseite

Bei Produktseiten von Zalando können die Nutzer*innen sofort die Ware, die Varianten, Preis, Versand, Größen und mehrere Ansichten des Produkts erkennen.

Darum solltest Du Deine Produktseiten optimieren

Ein guter Online Shop hält für seine Besucher all das bereit, was ihnen auch ein gutes stationäres Geschäft in der Fußgängerzone bieten würde: umfassende Informationen zum Produkt und fachkundige Beratung.

Das Ziel einer Produktseite ist es, zu verkaufen. Damit das gelingt, muss sie Nutzer*innen in seiner/ihrer Kaufabsicht bestärken. Dabei helfen aussagekräftige Produktbeschreibungen, die den Nutzer*innen vor Augen führen, warum sie genau dieses Produkt benötigen.

Doch nicht nur die Produkttexte sind entscheidend, wenn es darum geht, mehr Conversions zu erzielen. Es gilt, Deinen Seitenbesucher*innen eine rundum gelungene User Experience zu bieten.

Wie steht es um Deine Produktseiten? Welche Aspekte könnte man optimieren? Sieh sie Dir einmal mit kritischem Blick an und stelle Dir folgende Fragen:

  • Sind die Produkttexte einzigartig?
  • Bieten Deine Produktseiten den Nutzer*innen ausreichend Informationen zum Artikel, aber auch zu Versandkosten und Lieferzeit?
  • Welche ähnlichen Produkte gibt es in Deinem Shop, die für die Nutzer*innen relevant sein könnten – und werden ihnen diese auf der Produktseite vorgestellt?
  • Sind Deine Produktseiten (bzw. Dein Online-Shop insgesamt) mobil optimiert?

Nun kommen wir zum spannensten Teil des Blogbeitrags. In diesem Abschnitt erfährst Du ganz konkret, wie Du Deine Produktseiten optimieren kannst. Dazu habe ich Dir 18 Best Practices aus SEO und UX mitgebracht.

1.  Einzigartige und aussagekräftige Produktbeschreibungen

Gerade bei einem großen Sortiment scheint es einfacher, die vorgefertigten Produktbeschreibungen der Hersteller zu verwenden. Das bringt Dich bei Google in die Bredouille – Stichwort: Duplicate Content! Doppelte Inhalte mag Google gar nicht und straft im schlimmsten Fall Deine Seite ab. Langfristig können Produkttexte, die es so auch auf zig anderen Seiten gibt, Deinem Shop aus SEO-Sicht schaden; beispielsweise können Indexierungsprobleme oder Schwankungen in den Rankings auftreten.

Doch auch aus Sicht der User Experience sind Herstellertexte Gift für die Conversion Rate: Warum sollten User*innen sich dazu entscheiden, ein Produkt genau in Deinem Shop zu kaufen, wenn er denselben Produkttext schon in drei anderen Shops gelesen hat?

Verzichte auf Herstellertexte. Setze auf einzigartige Produkttexte! Aber wie sollten diese auf der Produktseite gestaltet sein, um die bestmögliche Wirkung zu entfalten?

Das macht eine gelungene Produktbeschreibung aus:

  • Sie macht präzise und treffende Angaben zum abgebildeten Produkt.
  • In der Kürze liegt die Würze: Lange Texte werden im Web selten gelesen, also halte die Produkttexte kurz. Trotzdem sollen sie alle relevanten Informationen enthalten.
  • Der Text ist gut lesbar: Achte auf eine ausreichende Schriftgröße und unterteile den Text gegebenenfalls in Absätze. (Mehr dazu liest Du in diesem UX-Beitrag unter Punkt 6.)
  • Typische Fragen zum Produkt werden beantwortet (Wie groß fällt das Kleidungsstück aus? Wird ein Bilderrahmen mitgeliefert? Welches Zubehör wird benötigt?).
  • Biete Deinen User*innen Mehrwert: Ergänze die Produktbeschreibung zum Beispiel um nützliche PDFs (Produktblatt, Montageanleitung, Informationsbroschüre…) oder biete passende Content-Stücke an (z. B. eine Kaufberatung, Tipps zum richtigen Maßnehmen…).

In der Regel stehen im sichtbaren Bereich relativ knappe Produktinformationen in Form eines Textes oder einer Liste. Die ausführliche Produktbeschreibung folgt im unteren Bereich der Seite. Sprungmarken à la „Details anzeigen“ oder „Weitere Informationen zu diesem Produkt“ sind eine gute Möglichkeit, um die User*innen zur Produktbeschreibung zu führen.

Die Marke Bergfreunde bietet informative, übersichtliche und aussagekräftige Produktbeschreibungen zu ihren Wanderschuhen an. Die wichtigsten Fragen, wie beispielsweise das Material, Höhe, Gewicht und Einsatzbereich, werden beantwortet; der Text ist gut lesbar und bietet User*innen einen Mehrwert:

Produktbeschreibung von Bergstiefeln

Bei dieser Produktbeschreibung der Bergfreunde finden Nutzer*innen alle Informationen zu der Ware, die sie für eine Kaufentscheidung benötigen.

2.  Ansprechende & optimierte Produktbilder und -videos

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! So abgedroschen der Satz klingt, so wahr ist er auch. Produkte werden neben der klassischen Werbung auch über Social Media und Influencer beworben. Somit haben Produktbilder sowie -videos noch mehr Bedeutung. Denn was nützt Dir eine tolle Zusammenarbeite mit Influencer*innen oder eine coole Social-Media-Kampagne, die Follower*innen auf Deine Website schickt, wenn Deine Produktbilder nicht passen?Du hast es erraten, nichts. Aus diesem Grund solltest Du, anstatt irgendein Produktbild zu verwenden, unbedingt auf die Qualität und den Informationsgehalt achten. Denke immer daran: Deine Produktfotos müssen das haptische Erlebnis beim Einkauf im Geschäft so gut wie möglich ersetzen!

Achte auf folgende Aspekte:

  • Ist das Bild ansprechend? Wird das Produkt im besten Licht präsentiert?
  • Eine hohe Auflösung und die Größe des Bildes sind wichtig – die User*innen sollen darauf schließlich etwas erkennen können! Wichtig ist eine Zoom-Funktion, um Bilder bei Bedarf zu vergrößern.
  • Zeige das Produkt aus mehreren Perspektiven! Wie sieht es von hinten, wie von der Seite aus? Wie wirkt es im Gebrauch? (Letzteres ist zum Beispiel bei Möbelstücken und Kleidung relevant.)
  • Gibt es das Produkt in mehreren Farben, dann zeige auch davon Bilder!
  • Setze im Bereich „Above the fold“ (das ist der Bereich, der beim Aufrufen der Seite direkt ohne zu scrollen sichtbar ist) auf ausreichend Weißräume, damit das Produktbild gut für sich wirken kann. Vermeide eine visuelle Überfrachtung der Bildumgebung mit Text und bunten grafischen Elementen.

Bei manchen Produktarten bieten sich zusätzlich zu Produktfotos auch Videos an, um den Einsatz und die Wirkung eines Artikels zu verdeutlichen. Wer online Kleidung shoppt, möchte möglichst genau erkennen können, ob das Hemd oder das Kleid gut sitzt, bei Bewegungen mitgeht, im Licht schimmert oder Ähnliches.

Ein gelungenes Beispiel für gute Produktbilder und Videos ist der Daunenschlafsack von Bergfreunde. Hier wird neben einem Produktvideo auch ein Referenzbild verwendet, das Kund*innen zeigt, wie groß der zusammengefaltete Schlafsack im Verhältnis zu einer Wasserflasche ist:

Aussagekräftige Produktbilder mit Vergleich

Mit vergleichenden Produktbildern und -videos gewinnen Kund*innen einen Eindruckvon Deiner Ware machen.

Nachdem Du passende Produktbilder ausgewählt hast, sollst Du sie zusätzlich optimieren. Nutze optimierte Dateinamen und Alt-Textfür Deine Bilder. Zudem empfehle ich Dir mit WebP Bildern zu arbeiten. Das kann Dir dabei helfen, längere Ladezeiten zu vermeiden. In diesem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein, mit LazyLoading zu arbeiten. Dadurch werden nur die Bilder gleich geladen, die sich im Above-the-Fold-Bereich befinden. Mehr zum Thema WebP Bildern und wieso Du damit arbeiten solltest erfährst Du im Blogbeitrag „WebP-Bilder: Alles was Du wissen musst“.

3. Vergleichsmöglichkeiten anbieten

Die Kund*innen sind möglicherweise nicht ganz überzeugt von dem Artikel, den sie gerade angeklickt hat. Mache es ihnen leicht und schlage ihnen unterhalb der Produktbeschreibung ähnliche Angebote aus Deinem Shop vor! Womöglich spricht sie der Rasentraktor mehr an als der Elektro-Rasenmäher oder die buntgemusterte Tagesdecke trifft ihren Geschmack eher als die in schlichtem Grau.

Gerade beim Kauf von komplexen Artikeln wie elektronischen Geräten stellt eine Vergleichsmöglichkeit eine große Erleichterung für die Kund*innen dar. Im Online Shop von Globetrotter werden sowohl ähnliche Produkte für das ausgewählte Zelt angezeigt, als auch ergänzende Ware:

Produkte mit Vergleichsprodukten und Zubehör

Eine Vergleichsmöglichkeit auf Produktdetailseiten hilft Deinen Kund*innen das für sie beste Produkt zu finden.

4.  Relevantes Zubehör und ergänzende Produkte

Machst Du User*innen am Ende der Produktseite auf weitere relevante Produkte und Zubehör aufmerksam, muss das nicht wie aufdringliche Werbung wirken. Wichtig ist, dass Du ihnen Dinge zeigst, für die sie sich in diesem Moment wirklich interessieren könnte.

Achtung:
Manche Shopsysteme, deren Module oder Drittanbieter bieten automatisch an, verwandte Produkte aufzulisten. Prüfe auf jeden Fall die Qualität, mit der diese verwandten Produkte ausgesucht werden. Manchmal passen sie nämlich gar nicht zu ausgewählten Produkt und sind dann eher störend als hilfreich.

5.  Rezensionen & Kundenbewertungen

Laut einer  aus 2021 legen über 50 % der Online-Käufer*innen Wert auf eine gute Bewertung vor dem Produktkauf.

Daher ist es empfehlenswert, auf Deinen Produktseiten Kundenbewertungen einzubinden. Waren andere Kund*innen mit einem Artikel zufrieden, dann steigt die Bereitschaft der User*innen, ihn ebenfalls zu bestellen. Im Saturn Online Shop erscheinen die Bewertungen bereits auf der übergeordneten Kategorieseite. Sie werden über dem jeweiligen Produkt dargestellt und sind klickbar:

Produktrezensionen und Produktbewertungen der PS5

Wenn Du nach Produktbewertungen suchst, dann findest Du sie bei Saturn direkt beim Produktnamen.

Mehr zum Thema Produktrezensionen liest Du in Steffis Beitrag Kundenbewertungen im E-Commerce: Wie Du mit ihnen umgehen solltest – und wie nicht.

6.  Unverwechselbare Produktseiten mit Branding

Wolltest Du schon mal ein bestimmtes Produkt kaufen und hast dazu unterschiedliche Online Shops verglichen? Dann ist Dir vielleicht aufgefallen, dass sich Produktseiten häufig zum Verwechseln ähnlich sehen. Das liegt in der Natur der Sache – aber für Deinen Erfolg ist es wichtig, dass Deine Produktseiten den User*innen in Erinnerung bleiben.

Dabei helfen ein einzigartiger Header sowie ein auffälliges Logo, aber auch eine starke Corporate Identity, die sich konsequent durchzieht (Schriftart, Buttonfarbe, Tonalität der Texte). Nur, wenn sich Deine Produktseiten von denen Deiner Wettbewerber optisch (und inhaltlich) abheben, werden die User*innen sich daran erinnern. Und auch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ihre Kaufabsicht größer geworden sind, wieder zu Deinem Shop zurückfinden.

So sind beispielsweise Amazon Produkte durch die Corporate Identity, die sich wiederholenden Farben, die Produktdarstellung und das Menü unverkennbar:

Unverwechselbare Produktseiten auf Amazon

Die spezifischen Produktseiten von Amazon erkennt vermutlich Jede:r wieder.

7.  Trust Symbole und USPs

Bekannte Marken haben es leichter, denn die User*innen wissen, was sie erwartet. Das heißt aber nicht, dass ein wenig bekannter Online Shop nicht ebenfalls überzeugen kann. Dazu ist es wichtig, klar zu kommunizieren, welche Vorteile die Nutzer*innen erwarten. Nenne den Nutzer*innen die Alleinstellungsmerkmale (USPs) Deines Shops – etwa kostenloser Versand (immer ein starkes Argument), hohe Qualität oder eine besonders kurze Lieferzeit.

Außerdem solltest Du auf der Produktseite auf Trust-Symbole setzen. Durch TÜV- oder Trusted-Shop-Zertifikate, den Verweis auf SSL-Verschlüsselung oder eine hohe Zahl an Bewertungssternen stärkst Du das Vertrauen der User*innen in Deinen Shop.

Bergfreunde zeigt die USPs auf der Produktseite gut platziert direkt unter dem „In den Warenkorb“-Button:

Trust Siegel und USPs auf Produktseiten

Mache es wie die Bergfreunde und zeige Deinen Kund*innen mit aussagekräftigen Trust-Signalen und USPs, wieso sie sich ausgerechnet für Dich und Dein Produkt entscheiden sollen.

8.  Angaben zu Versand- und Lieferzeit

Wie schnell ist das Produkt lieferbar? Gibt es eine Expressoption für Kund*innen, die das Produkt besonders dringend benötigen? Wie hoch sind die Versandkosten? Solche Fragen sind für die User*innen höchst relevant. Deine gute Produktseite liefert die Antworten.

Mache auf der Produktseite also klare Angaben. Diese sollten im sichtbaren Bereich der Seite im Umfeld des Warenkorb-Buttons zu finden sein. Besteht Erklärungsbedarf, etwa zu den Versandkosten, kannst Du auch einen Link zu einer Seite mit weiterführenden Informationen bereitstellen.

Amazon löst das sehr gut, indem der Shopping-Gigant die Informationen direkt über dem Button „In den Einkaufswagen“ darstellt:

Lieferung und Lieferzeit bei Produkten auf Amazon

Bildbeschreibung: Amazon teilt den Nutzer*innen direkt über dem Call-to-Action-Button mit, wie lange die Lieferung dauert.

9.  Angabe zu den Zahlungsarten

Für viele Kund*innen sind die angebotenen Zahlungsarten ein entscheidendes Kriterium. Wenn es nur eine oder sehr wenige gibt, springen viele potenzielle Kund*innen ab. Aus diesem Grund solltest Du Deinen Kund*innen nicht nur mehrere Optionen anbieten, sondern diese bereits auf der Produktseite angeben. Das erleichtert Deinen Nutzer*innen die Kaufentscheidung. Das sind die meistgenutzten Zahlungsarten für Online Shops:

  • Kauf auf Rechnung
  • Bezahlung mit Kreditkarte: Hier kannst Du alle Kreditkarten abbilden, die Du akzeptierst
  • Bankeinzug
  • PayPal
  • Amazon Pay

MediaMarkt stellt seinen Kund*innen die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten im Footer vor:

Zahlungsarten in Onlineshops

Damit Kund*innen nicht zu Warenkorbabbrecher*innen werden ist es wichtig, dass Du ihnen frühzeitig mitteilst, welche Zahlungsmöglichkeiten Du anbietest.

10.  Mobile Optimierung Deiner Produktseite

Dass die meisten Nutzer*innen (auch) mobil einkaufen, ist allgemein bekannt. Prüfe Deinen Shop und Deine Produktseiten unbedingt dahingehend, ob sie auch auf dem Display von Smartphones gut zu bedienen sind. Das heißt konkret: ausreichend große Bedienelemente, Vermeidung von horizontalem Scrollen, Reduktion aufs Wesentliche und vieles mehr. Andernfalls werden die User*innen schnell das Weite suchen. Mehr zum Thema liest Du in Steffis Beitrag Mobile Usability: So vermeidest Du 10 typische Probleme mobiler Webseiten.

11.  Aussagekräftige Call-to-Action-Buttons

Wie wichtig aussagekräftige und auffällige Call-to-Action-Buttons sind und wie man sie gestaltet, liest Du in Steffis Artikel über den Einsatz wirkungsvoller Calls to Action (CTA). Auf der Produktseite ist der „In den Warenkorb“-Button ein entscheidendes Element. Zeige ihn unbedingt im sichtbaren Seitenbereich; die User*innen sollen nicht erst scrollen müssen, um ein Produkt in den Warenkorb zu legen.

Neben dem primären Call-to-Action-Button („In den Warenkorb“) ist auch ein sekundärer Call to Action sinnvoll, etwa, um ein Produkt „auf die Merkliste“ zu setzen.

Bei MediaMarkt lassen sich die Produkte entweder direkt in den Warenkorb legen oder über das Herz auf die Merkliste setzen:

Aussagekräftige Call to Action Buttons auf Produktseiten

Zeige Deinen Kunden konkret durch geläufige CTAs, wie das Produkt in den Warenkorb gelegt werden kann.

12.  Zeige den User*innen, dass das Produkt im Warenkorb gelandet ist

Ist das Produkt jetzt im Warenkorb gelandet oder nicht? Manchmal klicken die Nutzer*innen zwei- oder dreimal auf den Button, weil sich scheinbar nichts tut. Rufen sie dann den Warenkorb auf, stellen sie fest, dass das Produkt mehrfach darin liegt und müssen erst mal löschen.

Wesentlich nutzerfreundlicher ist es, wenn Du durch ein optisches Signal oder ein PopUp anzeigst, dass das ausgewählte Produkt nun im Warenkorb liegt.

Im Online Shop von Siemes Schuh Center erscheint ein kleines Popup-Fenster, sobald das Produkt in den Warenkorb gelegt wird:

Produkt im Warenkorb mit Popup

So zeigst Du Deinen Kund*innen, dass das ihr Produkt im Warenkorb gelandet ist.

13.  Korrekte Auszeichnung von Varianten

Viele Produkte in Online Shops haben mehrere Produktvarianten. So können T-Shirts in verschiedenen Farben und Größen angeboten werden. Die einzelnen Seiten der Produktvarianten sind, abgesehen von dem Unterschied in der Größe, identisch. Damit kein Duplicate Content entsteht, wird eine Variante als die kanonische Version festgelegt. Bei T-Shirts kann das beispielsweise die sich am besten verkaufende Größe sein. Alle anderen Größen zeigen per Canonical auf die kanonische Version des T-Shirts.

Google unterstützt mittlerweile auch strukturierte Daten für Produktvarianten. So können diese in den Suchergebnissen besser berücksichtigt werden. Mit den neuen strukturierten Daten des schema.org Typs ProductGroup kannst Du Deine Produktvarianten auszeichnen. Laut Google Search Central können Deine verschiedenen Produktversionen potenziell bereits in den optimierten Suchergebnissen angezeigt werden.

So kannst Du die strukturierten Daten nutzen:

Du kannst Deine Produktvarianten mit dem Typ ProductGroup gruppieren mit den folgenden Properties:

  • hasVariant (Damit kannst Du Produktvarianten der übergeordneten ProductGroup zuweisen.)
  • variesBy (Hiermit kannst Du die Properties auflisten, mit denen Deine Varianten eindeutig zu identifizieren sind, beispielsweise die Größe.)
  • productGroupID (Das ist die übergeordnete SKU, also eine Nummer, durch die das Produkt eindeutig identifizierbar ist von Deiner ProductGroup.)

So kann diese Auszeichnung im Code aussehen:

[

{

„@context“: „http://schema.org“,

„@type“: „Product“,

„@id“: „#baseProduct“,

„name“: „T-Shirt Kurzarm Grün“,

„color“: „Grün“,

„sku“: „T21-5664“,

„mainEntityOfPage“: „https://www.Dein-shop.de/tshirt-kurzarm-gruen“,

„url“: „https://www.Dein-shop.de/tshirt-kurzarm-gruen“,

„offers“: {

„@type“: „Offer“,

„availability“: „https://schema.org/InStock“,

„price“: „30.00“,

„priceCurrency“: „EUR“

}

},

{

„@context“: „http://schema.org“,

„@type“: „Product“,

„name“: „T-Shirt Kurzarm Blau“,

„color“: „Blau“,

„sku“: „T21-5586“,

„isVariantOf“: {

„@id“: „#baseProduct“

}

},

{

„@context“: „http://schema.org“,

„@type“: „Product“,

„name“: „T-Shirt Kurzarm Schwarz“,

„color“: „Schwarz“,

„sku“: „T21-5585“,

„isVariantOf“: {

„@id“: „#baseProduct“

}

}

]

14.  Einzigartige Snippets

Der Title Deiner Produkte ist ein direkter Rankingfaktor. Aus diesem Grund solltest Du ihn nicht außer Acht lassen. Deine Meta Description trägt auch dazu bei, dass die Nutzer*innen Deine Seite nicht nur sehen, sondern auch darauf klicken. Sie ist ein indirekter Rankingfaktor.

Je nach Online Shop kann es schwierig sein, alle Titles und Descriptions für Produkte manuell zu pflegen. Aus diesem Grund gebe ich dir eine Template Version für ein Snippet mit, welches Du für Deine Produkte verwenden kannst und eventuell nach Rücksprache mit Deiner IT sogar zu dynamischen Snippets (also Snippets, die sich basierend auf Deiner Vorlage automatisch anpassen) umwandeln.

So kann Dein Title aussehen:

Farbe, Produktname, für wen, Modell, Marke

Beispiel: Schwarze T-Shirts für Damen in S | Markenname

So kann Deine Description aussehen:

Produktname, für wen, Farbe, „online kaufen“, USPs, Call to Action

Beispiel: Hochwertige T-Shirts für Damen in schwarz online kaufen von MARKENNAME ✓ Größen XS-XXL ✓ reine Baumwolle ✓ kostenlose Lieferung ► Jetzt kaufen

Wenn ein dynamisches Snippet für Dich keine Option ist, dann kannst Du auch mit Deinen sich am besten verkaufenden Produkten starten und ein optimiertes Snippet einpflegen. Anschließend kannst Du beobachten, ob die Klicks steigen und Du mehr Besucher*innen auf Deiner Website verzeichnest.

15.  Breadcrumb Navigation

Schon bei Hänsel und Gretel kam die Brotkrumen-Taktik zum Einsatz. Auch im Online Shop kannst Du mithilfe von Brotkrumen (sprich: Breadcrumbs) transparent machen, welchen Weg die User*innen bis zu einer Produktseite zurückgelegt haben: Mit einem Klick können sie so ganz einfach in eine andere Kategorie zurückspringen.

AboutYou zeigt ihre Breadcrumb Navigation auf der rechten Seite an:

Breadcrumbs Struktur auf Produktseiten

Mit den Breadcrumbs können Deine Kund*innen ganz einfach wieder zurück zur Kategorie und wissen, wo in Deinem Shop sie sich befinden.

16.  Sprechende URLs

Achte bei Deinen Produktseiten darauf, dass Du sprechende URLs verwendest. Standardmäßig sind viele Produkt-URLs meist sehr kryptisch und lauten in etwa so: www.Dein-shop.de/product/123456.

Das ist nicht aussagekräftig und kann unseriös wirken. Vergib daher lieber konkrete (also sprechende) URLs mit dem Produkttitel, wie beispielsweise www.Dein-shop.de/product/uebergangsjacke-schwarz.

17.  User Generated Content

Der nächste Tipp, den ich Dir mitgeben will, ist, User Generated Content zu verwenden. Diese Art von Content von Deinen Kund*innen geht weit über eine normale Bewertung raus und kann Deinen zukünftigen Kund*innen einen Eindruck geben, wie das Produkt passt oder wirkt. Ein tolles Beispiel für das Einbinden von User Generated Content sind die Produkte von Charlotte Tillbury. Hier können Besucher*innen der Website gleich sehen wie die Makeup-Produkte in der Anwendung aussehen und erhalten einen authentischen Eindruck:

User Generated Content auf Produktseiten

User Generated Content auf Produktseiten

User Generated Content auf Produktseiten lässt Deine Produkte noch authentischer wirken.

Wenn Du noch mehr zu User Generated Content und dessen Mehrwert erfahren möchtest, dann empfehle ich Dir den .

18.  Strukturierte Daten

Neben der neuen Auszeichnung von Produktvarianten gibt es noch weitere Typen von strukturierten Daten, die Du verwenden kannst. Insbesondere aus den Bereichen Product, Review und Offer gibt es einige Möglichkeiten Deine Inhalte auszuzeichnen, damit sie von Suchmaschinen besser verarbeitet und in den SERPs dargestellt werden können.

Folgende Auszeichnungen empfehle ich Dir für Deine Produkte:

  • Produktvarianten
  • Bewertungen: Durch Bewertungen und Rezensionen kannst Du die Darstellung Deiner Produkte in den SERPs erweitern, sodass diese bereits dort als Bewertungssternchen dargestellt werden.
  • Versand: Hier kannst Du Deine Versandkosten oder den kostenlosen Versand angeben.
  • Verfügbarkeit: Hier können Deine Kund*innen gleich erkennen, ob das Produkt auf Lager und somit schnell verfügbar ist.

Ich empfehle Dir Deine neuen strukturierten Daten vor dem Einfügen mit dem Test für Rich-Suchergebnisse Tool von Google zu testen, damit keine Fehler vorkommen.

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Das sollte in den Above-the-Fold-Bereich Deiner Produktseiten

Der Above-the-Fold-Bereich Deiner Produktseite beschreibt den Bereich, den Deine Nutzer*innen als erstes sehen, ohne zu scrollen. Aus diesem Grund ist das einer der wichtigsten Bereiche Deiner Website. Hier hast Du die Chance die User*innen direkt abzuholen und von Deinem Produkt zu überzeugen. Daher sollten dort folgende Punkte platziert werden:

  • Produktname
  • Produktbilder (und Videos, falls vorhanden)
  • Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit
  • Call-to-Action-Button wie „In den Warenkorb“
  • Rezensionssternchen mit Verlinkung zu den Bewertungen
  • Breadcrumb Navigation
  • Verlinkung der anderen Varianten des Produkts
  • Die wichtigsten USPs Deines Produkts

So gelingt Dir die optimale Produktseite

Großartige Produktseiten erfordern einiges an Arbeit, aber die Mühe lohnt sich: Deine User*innen werden zufriedener sein, die Conversion Rate wird sich erhöhen und Google wird Deine Produktseiten besser ranken lassen.

Hier findest Du die wichtigsten Tipps aus diesem Artikel noch einmal im Überblick:

  1. Verwende ansprechende Produktbilder in hoher Auflösung
  2. Nutze die Vorteile von Videos & Co.
  3. Verwende einzigartige und aussagekräftige Produkttexte
  4. Setze Call-to-Action-Buttons gezielt ein
  5. Zeige den User*innen an, dass ihr ausgewähltes Produkt im Warenkorb gelandet ist
  6. Mache den Weg der User*innen per Breadcrumb-Navigation sichtbar
  7. Biete den User*innen Vergleichsmöglichkeiten
  8. Empfiehl relevantes Zubehör und ergänzende Produkte
  9. Zeichne Deine Produktvarianten korrekt aus
  10. Verwende Trust Symbole & USPs
  11. Integriere Informationen zur Versand- und Lieferzeit
  12. Mache Angaben zu Deinen akzeptierten Zahlungsarten
  13. Achte auf die mobile Optimierung Deiner Produktseiten
  14. Zeige Rezensionen und Bewertungen früherer Kund*innen, bestenfalls User Generated Content
  15. Informiere über Liefertermin, Verfügbarkeit, Versandarten und mehr.
  16. Verwende einzigartige Snippets
  17. Benutze sprechende URLs
  18. Arbeite mit strukturierten Daten

Wenn Du mehr darüber lesen willst, wie Du die User Experience und SEO in Deinem Online Shop umsetzen kannst, dann empfehle ich Dir folgende weiterführenden Blogbeiträge von uns:

Oder auch unser Video zum Thema Bekanntheit steigern im Online Shop:

Jetzt interessieren mich Deine Erfahrungen. Welche Maßnahmen haben bei Deinen Produktseiten gut funktioniert? Welche nicht? Ich freue mich von Dir in den Kommentaren zu lesen.

Wenn Du Unterstützung bei den Produktseiten in Deinem Online Shop brauchst oder bei anderen SEO-Themen, dann nimm gerne Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns von Dir zu hören!

Bildnachweise: Titelbild:Stanisic Vladimir/stock.adobe.com, Bild 1: Screenshot Zalando, Bild 2: Screenshot Bergfreunde, Bild 3: Screenshot Bergfreunde, Bild 4: Screenshot Bergfreunde, Bild 5: Screenshot Saturn, Bild 6: Screenshot Amazon, Bild 7: Screenshot Bergfreunde, Bild 8: Screenshot Amazon, Bild 9: Screenshot MediaMarkt, Bild 10: Screenshot MediaMarkt, Bild 11: Screenshot Siemes Schuh Center, Bild 12: Screenshot AboutYou, Bild 13: Screenshot Charlotte Tilbury

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    Julian Dziki
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