SEO-Checkliste: 56 Maßnahmen für Deine Seite

2018-04-27
Seokratie
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27. Apr 2018 SEO Schreibe einen Kommentar

SEO ist ein weites Feld. Damit Du bei all den Optimierungsmaßnahmen und möglichen Fallstricken nicht den Überblick verlierst, haben wir Dir eine SEO-Checkliste zusammengestellt, die Dir den Weg durch den Suchmaschinen-Dschungel erleichtert.

Keywords und Landingpages

Bevor es ans Technische geht, gilt es erst einmal zu überprüfen, ob hinter den Inhalten Deiner Seite eine Strategie liegt. Stell Dir dazu folgende Fragen:

  1. Gibt es überhaupt eine Keyword- und Landingpages-Strategie?
  2. Welche Seiten sind SEO-relevant oder könnten potenzielle SEO-Landingpages werden?
  3. Welche Keywords sind für diese Seiten geeignet?
  4. Was sind die wichtigsten Seiten-Bereiche (unabhängig von SEO)?
  5. Ist jedes Keyword nur einer URL zugeordnet?
  6. Passt die Suchintention der festgelegten Keywords auch zu Deiner Seite?

 Jede Seite profitiert von einem SEO-Plan, der besagt, welche Seiten für welche Keywords optimiert werden sollten. Am besten legst Du Dir dazu eine Keywordmap an, die Du regelmäßig pflegst, um den Überblick zu behalten. Dabei empfehlen wir, dass jedes Keyword nur einer Seite zugeordnet ist, um Keyword-Kannibalismus zu verhindern.

Keywordmap

Eine Keywordmap hilft Dir dabei, den Überblick über die Keywords Deiner Seite zu behalten.

Achte dabei darauf, dass Deine Keywords auch wirklich passend gewählt sind. Zur Verdeutlichung habe ich ein Beispiel für Dich: „Schuhe“ hat zwar ein höheres Suchvolumen als „Badeschuhe“, wenn ich jedoch nur Badeschuhe in meinem Online-Shop anbiete, macht es keinen Sinn auf „Schuhe“ zu optimieren. 1. Wirst Du mit einem reinen Badeschuh-Shop nicht für „Schuhe“ ranken können. 2. Selbst wenn Du es tätest, wären die Nutzer enttäuscht, wenn sie auf Deine Seite gelangen, nachdem sie „Schuhe“ gesucht haben und nur Badeschuhe finden. Das erzeugt dann wiederum schlechte User Signals und Deine Rankings fallen.

Bietest Du nur geschlossene Badeschuhe an, würde ich bei der Wahl des Keywords sogar noch spezifischer werden und auf „geschlossene Badeschuhe“ optimieren – denn genau dafür kannst Du das beste Suchergebnis werden.

Suchvolumen badeschuhe

Das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen muss nicht immer auch das beste sein!

  1. Gibt es Keyword-Kannibalismus?

Über die Google Search Console oder Sistrix kannst Du überprüfen, ob Deine Webseite bereits Probleme mit Keyword-Kannibalismus hat. Von Keyword-Kannibalismus spricht man immer dann, wenn zwei oder mehr Deiner Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren. Das passiert häufig dann, wenn Du dieselben Keywords im Title hast und die Seiten sich thematisch sehr ähnlich sind. Google kann sich dann nicht entscheiden, welche der beiden für dieses spezielle Keyword relevanter ist. Das hat dann oftmals zur Folge, dass Google zwar beide Seiten rankt, allerdings auf schlechteren Positionen, als wenn es nur eine der beiden Seiten gäbe.

  1. Sind die Snippets optimiert?

Die Optimierung der sogenannten Snippets – also Title und Description – ist nach wie vor ein wichtiger Rankingfaktor. Klickstarke Snippets, die Deine Keywords enthalten, wirken sich auf Deine CTR aus, was wiederum Deine Rankings verbessert. Bei den Snippets solltest Du auf folgende Punkte achten:

  1. Gibt es identische Snippets für unterschiedliche Seiten?
  2. Haben die Snippets die richtige Länge?
  3. Sind sie auf das korrekte Haupt- und Nebenkeyword ausgerichtet?
  4. Sind sie ansprechend gestaltet und enthalten Deine USPs?
  5. Werden Rich Snippets verwendet?

Wenn Du Dir beim richtigen Vorgehen zur Snippet-Optimierung unsicher bist, lege ich Dir Felix' Blogpost zur Snippet-Optimierung ans Herz.

Inhalte

Die beste Keywordstrategie hilft Dir nichts, wenn Deine Inhalte nicht stimmen. Dabei geht es nicht nur darum, ob Deine Keywords auch im Text enthalten sind (ich spreche bewusst nicht von Keyword-Density oder WDF*IDF!), sondern vielmehr um die Qualität und ein paar technische, auf den Inhalt bezogene Details.

Duplicate Content

  1. Gibt es Duplicate Content auf der Seite?
  2. Gibt es wiederkehrende Textbausteine?

So findest Du wiederkehrende Textbausteine:

  1. Schaue Deine Seite ohne CSS an – zum Beispiel mit dem WebDeveloper Tool
    Css ausschalten

    Mit dem Browser Add On "Web Developer" kannst Du unter dem Punkt "CSS" --> "Disable All Styles" kannst Du Deine Seite ungestylt ansehen.

  2. Prüfe den Quellcode von verschiedenen Seitenarten auf wiederkehrende Texte
  3. Untersuche den Google Cache Deiner Seite als „Textversion“.
    Google Cache

    Wenn Du bei Deinem Suchergebnis auf den kleinen grünen Pfeil und dann auf "Im Cache" klickst, kannst Du Deine Seite im Google Cache betrachten-

Typische wiederkehrende Textbausteine sind zum Beispiel versteckte Informationen zu den Versandkosten oder ausgeblendete Hinweise zu Datenschutz. Statt diese auf jeder Seite aufzuführen, ist es sinnvoller, eigene Seiten dafür zu bauen und diese dann zu verlinken.

  1. Bei unvermeidbarem Duplicate Content: Sind die Canonicals korrekt auf die Orignalressource gesetzt ?
  2. Verweisen Canonicals einzigartiger Seiten auf sich selbst?
  3. Es gibt für jede URL nur eine Schreibweise?

Grundsätzlich ist das Mittel der Wahl bei Duplicate Content auf der eigenen Seite immer eine 301-Weiterleitung des doppelten Inhalts auf das Original. Wenn das nicht möglich ist, empfiehlt Google den Canonical-Link des Duplikates auf das Original zu setzen. Häufige „Quellen“ von Duplicate Content sind zum Beispiel Parameter-URLs, Session-IDs oder verschiedene Schreibweisen Deiner URLs, zum Beispiel mit und ohne „www.“.

Duplicate Content

Du siehst doppelt? Dann bekämpfe den Duplicate Content Deiner Seite mit 301-Redirects und Canonicals.

Qualität

Auch die Qualität Deiner Inhalte spielt natürlich eine sehr große Rolle. So mag Google zum Beispiel sogenannten „Thin Content“ nicht – das sind Seiten, die über wenig bis keinen Mehrwert für den Nutzer verfügen. Das bedeutet nicht, dass Du auf jeder Produktdetailseite Text brauchst – auch das Produkt selbst bietet ja bereits Mehrwehrt. Allerdings solltest Du Dir bei jedem Deiner indexierbaren Seiten kritisch hinterfragen: Ist es diese Seite wert im Index zu bleiben?

  1. Gibt es Thin Content?
  2. Ist der Content aktuell?
  3. Ist der Content strukturiert?
    • Werden Listen verwendet?
    • Ist er mit Absätzen unterteilt?
    • Werden Zwischenüberschriften verwendet?
  4. Enthalten die Inhalte die wichtigsten Keywords?
  5. Sind nur wertvolle Seiten indexierbar?

In diesem Video erklärt Dir Julian wie Du mit Thin Content am besten umgehst – und gibt Dir sogar Insights, was uns dieses Vorgehen bei Seokratie gebracht hat:

Bilder

Auch Bilder sind ein wichtiger Teil Deines Contents – und zwar gleich zweifach: Zum einen unterstützen gute, optimierte Bilder Deine Inhalte dabei, in der Textsuche gut zu ranken, zum anderen können Deine Bilder selbst in der Bildersuche gefunden werden.

  1. Hast Du passende ALT-Attribute für Deine Bilder hinterlegt?
  2. Sind Deine Bilder korrekt benannt?
  3. Ist der bildumgebende Text relavant zum Bild?
  4. Optional (falls die Bildersuche für Dich relevant ist): Hast Du in GSC eine Sitemap für Deine Bilder hinterlegt?

Mehr Informationen darüber, wie Du Bilder für Dein Content Marketing nutzt, gibt Dir Silja in ihrem Blogpost zu Bilder im Content Marketing. Wenn Du ganz tief ins Bilder-SEO einsteigen möchtest, empfehle ich Dir das 170-Seiten-E-Book vom „Bilder-SEO-Guru“ Martin Mißfeldt.

Die Wahrheit über 28 SEO-Mythen

Gute Bilder werten Deinen Content auf!

Überschriften

Zu einem gut strukturierten Inhalt gehören auch Überschriften und auch auf SEO haben Überschriften einen Einfluss. Wenn auch meiner Meinung nach einen deutlich geringeren als häufig angenommen. Du solltest also vor allem auf folgende Punkte achten:

  1. Hat jede Seite nur eine H1?
  2. Sind Deine Überschriften ansprechend gestaltet?
  3. Enthalten Deine Überschriften Deine Keywords?
  4. Ist Deine Überschriftstruktur stringent?

Antworten auf die Fragen und mehr findest Du im Artikel zum Thema SEO & Überschriften.

Seitenarchitektur

  1. Verwendest Du die für Dich beste Domainendung?
  2. Passt Deine Domainstrategie zu Deiner Internationalität?
  3. Ist Deine URL-Struktur logisch – für Nutzer und Suchmaschine?
  4. Verwendest Du sprechende URLs?
  5. Verfügen alle Seiten über eine vernünftige Klickpfadlänge?

Idealerweise liegen alle Seiten maximal 3 Klicks von der Startseite entfernt. Das ist aber natürlich auch abhängig von der Größe Deiner Seite. Hilfreich ist dabei der Report zur Klickpfadlänge von RYTE, der Dir genau sagt, wie viele Klicks von der Startseite entfernt Deine Seiten liegen:

RYTE screenshot klickpfadlänge

Der Report zur Klickpfadlänge von RYTE zeigt Dir, wie viele Klicks Deine Seiten von der Startseite aus entfernt sind.

Interne Verlinkung

  1. Sind alle internen Links dofollow?
  2. Werden Breadcrumbs verwendet?
  3. Werden intern Keyword-Links verwendet?
  4. Verlinken themenrelevante Seiten aufeinander? (z.B. verwandte Blogbeiträge, ähnliche Produkte)

So visualierst und wertest Du die interne Verlinkung Deiner Seite aus. Du weißt nicht was „dofollow“ bzw. „nofollow“ bedeutet? Dann schau Dir am besten Julians kurzes Video dazu an:

Crawling

Auf einer SEO-Onpage-Checkliste darf der Punkt „Crawling“ natürlich nicht fehlen. Dafür empfehle ich Dir, Deine Seite mit einem Crawler – zum Beispiel dem Screaming Frog oder Ryte einmal komplett zu crawlen.

  1. Fallen im Crawl eine große Anzahl „seltsamer“ URLs auf?

Häufige Gründe für „seltsame“ URLs sind zum Beispiel:

  • Verursacht durch JavaScript
  • Druckversionen
  • Parameter-URLs, zum Beispiel bei Filtern
  • Session-IDs
  • und vieles mehr!

Rund um JavaScript und SEO empfehle ich Dir den ausführlichen Blogpost von Artur Kosch. Wie Du JS-Webseiten einem SEO-Audit unterziehst, erklärt Dir Irina Hey von RYTE.

  1. Werden alle wichtigen Seiten regelmäßig vom Google Bot gecrawlt?
  2. Crawlt der Google Bot wichtige und unwichtige Seiten in einem gesunden Verhältnis?
  3. Existiert eine aktuelle Sitemap?
  4. Ist die Sitemap fehlerfrei?
    1. Keine in der robots.txt gesperrten Seiten?
    2. Nur Seiten mit dem Statuscode 200?
    3. Keine „noindex“ Seiten?
  5. Ist die Sitemap in der Google Search Console eingereicht?
  6. Ist die Sitemap in der robots.txt Deiner Webseite eingetragen?
  7. Wird bei Paginierungsseiten die Anweisung rel=prev und rel=next (korrekt) verwendet?
  8. Sind Suchmaschinen nicht über die robots.txt ausgeschlossen?

Um zu überprüfen, welche Seiten Google tatsächlich crawlt (Punkt 37 und 38) – Google neigt dazu URLs zu „erfinden“, zum Beispiel bei der Verwendung von JavaScript – hilft Dir nur eine Logfileanalyse.

Crawlingfehler

Über RYTE oder den Screaming Frog kannst Du außerdem feststellen, ob Deine Webseite „gesund“ ist:

  1. Gibt es keine Links auf 4xx-Seiten?
  2. Gibt es keine Links auf 3xx-Seiten?
  3. Gibt es keine Serverfehler?
  4. Gibt es keine Weiterleitungsketten?
  5. Sind keine über die robots.txt gesperrten Seiten intern verlinkt?
  6. Gibt es keine Soft 404 Fehler?

Soft 404-Fehler kannst Du zum einem über die Google Search Console finden, zum anderen empfehle ich Dir aber auch, eine erfundene URL im Browser aufzurufen, über RYTE oder Screaming Frog zu crawlen und Folgendes zu prüfen:

  • Es sollte eine Fehlerseite angezeigt werden
  • Der Statuscode der erfunden URL sollte 404 lauten
  • Die URL sollte keinesfalls auf die Startseite weiterleiten
soft 404 finden

Über die Google Search Console lannst Du sehen, ob Google einige Deiner Seiten als Soft 404er erkennt.

Meine 11 Tipps zum Screaming Frog helfen Dir beim ersten Umgang mit einem externen Crawler und zeigen Dir unter anderem, wie Du Weiterleitungsketten oder Links auf 4xx identifizierst.

Unentschlossene Punkte

Diese Punkte lassen sich nicht so recht in die oberen Bereiche einsortieren, sind aber nichts destotrotz wichtig:

  1. Ist Deine Seite SSL-verschlüsselt?
  2. Ist Deine Seite mobil bedienbar?
  3. Ist Deine Ladezeit ok?
  4. Besitzt Deine Seite keine gefährlichen Backlinks?
  5. Ist der Quellcode so schlank wie möglich?
  6. Bei internationalen Seiten: Sind die Hreflangs korrekt?
Schon seit 2014 gilt https als ein Rankingfaktor. Ab Juli 2018 wird Google mit dem Chrome 68 alle nicht SSL-verschlüsselten Seiten als „nicht sicher“ kennzeichnen. Höchste Zeit für den Umstieg!

Der Kopf raucht? Kein Problem, drucke Dir einfach unsere Checkliste aus und gehe sie Punkt für Punkt durch. Du hast Fragen zu einzelnen Punkten? Dann schreibe gerne einen Kommentar oder melde Dich bei Seokratie hilft! Und natürlich führen wir auch gerne einen SEO Audit für Deine Seite durch.
Hier findest Du die komplette Checkliste als interaktives PDF zum Download:

Bilder: Eulen: © Getty Images / paulafrench

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