Das musst Du als guter Webtexter drauf haben

19. November 2014  |   , ,  |  27 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Guter Content ist wichtig, das haben manche vielleicht schon mitbekommen. Aber wie schreibe ich „guten Content“ als Texter? Was ist der Unterschied zu Content auf Textbörsen für 3 Cent? Was gilt es zu beachten? Heute schreibe ich einmal nicht aus Auftraggebersicht, sondern aus der Sicht eines Redakteurs.

„SEO-Texter“

Wenn ich etwas von „SEO Texten“ oder auch einem SEO-Texter höre, dann ist meine Reaktion meistens Folgende:

seo-texte-katze

„SEO Texte“ sind meistens einfach nur schnell dahingeschriebene Keyword-Ansammlungen. So ähnlich sehe ich oft aus, wenn ich das Wort „SEO Texte“ höre.

Der Dumpingmarkt

Es gibt im Netz einen riesigen Markt mit Dumpingpreisen. Meistens liegt der Preis pro Wort bei etwa 3 Cent. Dafür gibt es diverse Plattformen, aber mittlerweile auch einige Facebook Gruppen, in denen Auftraggeber und -nehmer zusammenfinden. Meistens werden so sinnvolle Auftragsbeschreibungen wie „Ich suche 20 Texte à 300 Wörter zum Thema ‚Geldanlage'“ vergeben und bei Annahme sollte man diese Texte dann innerhalb kürzester Zeit liefern.

Bei 300 Wörtern sind das neun Euro, die man als Texter für einen ordentlichen Text bekommt. Gehen wir einmal von wirklich knappen 20 Minuten pro Text aus, kommt man mit Glück auf einen Stundenlohn von 27 Euro. Acht Stunden täglich hält man das allerdings nicht aus. Recherche ist bei 20 Minuten pro Text auch nicht drin. Die meisten der Texter sind daher Hausfrauen, die von zu Hause aus arbeiten und Schüler oder Studenten, die sich bequem etwas dazu verdienen wollen.

„Text zum Thema Kredit à 300 Wörter“

Wieso werden solche Texte in der heutigen Zeit überhaupt noch nachgefragt? Meistens geht es dabei um drei Arten von Texten:

  • Texte in „Mini-Projekten“, die für Linktausch oder -verkauf herangezogen werden
  • Texte, die gekaufte Links enthalten
  • Landingpage-Texte von Online Shops oder Projekten mit vielen Landingpages

Googles Panda Algorithmus existiert mittlerweile schon sehr lange und trotzdem kommen solche Texte noch massenhaft in den Google Index. Da werden solche Texte für die eigene Seite bestellt und mit ähnlichen schlechten Texten werden dann auf ähnlich schlechten Projekten Links aufgebaut. Also wird versucht, Müll durch Müll zum Ranken zu bekommen. Dass ein richtig guter Text heute viel weniger Links braucht, ist bei vielen noch nicht angekommen.

Als Texter solltet Ihr Euch am besten gar nicht erst in solchen Kreisen aufhalten.

Der echte Textmarkt

Wer einzigartige Texte haben möchte, der muss mehr als drei Cent pro Wort ausgeben. Mit „einzigartig“ meine ich übrigens nicht nur „kein duplicate Content“, sondern einen Text mit eigenem Charakter und eigener Herangehensweise. Einen Text wie diesen gibt es dann kein zweites Mal im Netz.

Fernab von Textbörsen und diversen Facebook-Gruppen gibt es da noch „echte“ Textagenturen. Die Texte von hoher Qualität  liegen bei 60-120 Euro, bei verschiedenen Anbietern. Das sind 15-33 Cent pro Wort und damit bis zu elf Mal (!!!) so viel wie in der Dumpingkategorie. Dabei ging es nicht einmal um wissenschaftliche Abhandlungen, sondern um ganz normale Texte.

Was ist der Unterschied zwischen Dumpingtexten und guten Texten?

  • Einen guten Text liest man auch selbst gerne
  • Ein guter Text hat eine einzigartige Story oder Herangehensweise
  • Gibt es den Text, den ich produzieren will irgendwo schon in ähnlicher Weise?
  • Falls ja: Ist mein Text besser als der Rest?
  • Traue ich mir zu, zu sagen: “Das ist das beste HTML Dokument zum Thema X, was es im Netz gibt?” oder zumindest eines der besten Dokumente?
  • Würde ich diesen Artikel meinen Freunden oder Verwandten empfehlen?
  • Würde ich meinen Namen unter diesen Artikel setzen oder würde ich mich dafür schämen?
  • Ist der Text einfach geschrieben? Versteht der Leser, was man ihm sagen möchte? Oder ist der Textstil unnötig verschachtelt, unstrukturiert und kompliziert?
  • Stecken in dem Artikel eigene, lange Recherchen oder wurde nur lieblos von anderen Quellen zusammengefasst?
  • Bietet die Seite neuartige Informationen, die nicht allgemein bekannt sind?

Mehr Infos findet Ihr im Artikel gute Texte für SEO.

Meiner Erfahrung nach sind es im Kern aber drei Punkte, die einen guten Text ausmachen

  1. Der Schreibstil: Liest sich der Text flüssig und geht runter wie Öl? Oder holprig und mit sinnlosen „Wortfüllern“?
  2. Die Recherche: Sind im Text Informationen enthalten, die nicht allgemein bekannt sind? Oder bin ich nach dem Lesen des Textes so schlau wie zuvor?
  3. Die Herangehensweise ans Thema und die Gliederung: Wird kreativ ans Thema herangegangen und ist der Text in sich gegliedert? Hat der Text eine Aussage? Ein Fazit? Einen Zweck?

Hervorheben sollte man noch, dass bei SEO Texten in der „3-Cent Klasse“ viele Sätze redundant sind.

„Jeder Mensch braucht ein Bett zum Schlafen. Irgendwann braucht man auch einmal ein neues Bett. Ein Bett sollte möglichst bequem sein. „

Wer sich einige Beispiele ansehen will, kann sich das ehemals bekannteste Artikelverzeichnis, beziehungsweise dessen Texte zu Gemüte führen. Der rot-geschriebene Hinweis auf der Startseite ist bezeichnend.  -> Fachwissen-Katalog.de

Interessant und gut zu lesen (!!!) ist auch der recht neue Artikel „Selbstversuch: Ich bin die SEO-Sklavin“ über die Erfahrungen einer Redakteurin mit Textbroker.

Links

So kommt es einem manchmal vor: Links: Texter – Rechts: SEO. © nuvolanevicata / Istock

Was sollte ich als Texter tun?

Ich glaube nicht, dass alle Texter zu Recht in der Preiskategorie 3 Cent arbeiten. Sie haben es nur nicht anders gelernt. Jemand der bei Mc Donalds in der Küche arbeitet, kann auch kein Sterne-Essen zaubern. Wenn er allerdings in eine Sterne-Küche zum Lernen geht, wird er es bald können (außer er ist unfähig, aber das sind die wenigsten).

Bei den Anforderungen an 3-Cent Texte geht es meistens nur um vier Sachen

  1. Der Text ist von nirgendwo geklaut
  2. Es sind keine Rechtschreibfehler enthalten
  3. Er ist logisch einigermaßen korrekt
  4. Keywords, WDF*IDF und diverser „SEO Kram“ wird dagegen sehr ernst und wichtig genommen.

Bei 15-30 Cent Texten wird überprüft, wie der Text bei den Lesern ankommen wird. Wie gesagt findet Ihr hier einige Anhaltspunkte. Das Briefing ist meistens ein völlig anderes und man bekommt meistens auch ziemlich genaue Angaben über die Leserschaft. SEO, also Keywords werden in solchen Briefings in der Regel überhaupt nicht erwähnt. Die logische Gliederung ist aber meistens sehr wichtig. Seht Ihr, wie schön mein Text heute gegliedert ist? So kann man ihn super auf dem Monitor lesen und dorthin springen, was einen interessiert.

Mein Text ist aus einigen Gründen gut (zumindest denke ich,  dass er es ist)

  1. Erfahrung im Themengebiet
  2. (sieben Jahre) Erfahrung im Schreiben
  3. Vier Stunden Zeit
  4. Vier Leute, die ihn Korrektur lesen

In einer Stunde kann ich keinen guten Text schreiben. Das kann niemand! Ok, vielleicht einmal einen Glückstreffer, wenn man ein super Thema hat. In der Regel kostet ein guter Text aber eher zwei, manchmal auch vier Stunden Zeit. Lieber schreibe ich aber ein Mal die Woche einen Text, bei dem ich mir viel Mühe gebe, als jeden Tag einfach irgendeinen Standard-Text. Wer ständig auf niedrigem Niveau „schnelle“ Texte schreiben muss, der kann natürlich auch nicht lernen, wie ein richtig guter Text geht. Wer aber ständig auf hohem Niveau schreibt und einfach gute Texte machen will, der lernt es auch mit der Zeit.

Pricing

Eine super Seite, um angemessene Preise herauszufinden ist der Honorarspiegel von Journalismus.com. Auf der gleichen Seite gibt es übrigens auch einen Diskussionsthread und eine Umfrage über „3-Cent pro Wort“-Texte, in denen 75 % der Befragten meinten, dass solche Angebote gar nicht erst veröffentlicht werden dürften.

So bekommt Ihr Aufträge

  • Verkauft am besten keine Texte! Verkauft Ideen und gute Geschichten! Hebt Euch von anderen Textagenturen / Textern ab!
  • Zeigt Euer Können in einem Blog oder in öffentlich einsehbaren Beispieltexten
  • Viel läuft im Textbereich über Mund-zu-Mund Propaganda. Lasst Euch von zufriedenen Kunden weiterempfehlen.
  • Bewegt Euch nach Möglichkeit nicht im SEO-Umfeld. Dort ist der Dumpingmarkt vor allem zu Hause, auch wenn es einige Ausnahmen gibt.
  • Spezialisiert Euch, wenn es geht
  • Produkttexte -> Newstexte -> Ratgeber -> Content Marketing ( je weiter rechts, desto höher die Vergütung)

Fragen, Kommentare?

 

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27 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

    • Wahre Worte Julian! Ich hätte nur noch eine Ergänzung, m.E. nach ist es auch sehr wichtig den Text gut zu strukturieren – das hast Du gemacht, jedoch nicht genannt 😉

      Denn es ist wie wenn man Essen geht, wenn das Essen sehr gut schmecken würde, es aber nicht appetitlich aussieht, wird es nicht gegessen… So ist es auch mit den Texten: Die Inhalte müssen natürlich korrekt und sinnvoll sein, jedoch auch schön aufbereitet sein, damit sie einfach aufgenommen werden können.

      Cheers
      Max

    • Und siehe da… gerade heute vormittag ein Dialog in einer Eltern-Facebook-Gruppe – von einer jungen Mutter, ob jemand Erfahrungen mit Textbroker hätte. Ob „sich das lohnt“. Habe die Illusionen zertreut, hoffe ich.

      Deinen Artikel werde ich da mal noch verlinken. Für den erweiterten Blick über den Tellerrand.

    • Zu mindestens bei mir ist es so, dass wenn ich mich für einen neuen Texter entscheide, dieser Texter von mir

      a) ein Briefing bekommt, auf was ich achte
      b) eine Vorlage bei z.B. Produktbeschreibungen
      c) eine Einweisung in WDF*IDF Tools
      d) Aufbau und Struktur(Überschriften,H1,H2 etc)
      d) Gegenprüfung von einem Mitarbeiter

      fast alle Texter sagen, ja WDF*IDF Tools kenne ich gut(haben Sie jedoch niemals benutzt, so meine Erfahrung), all diese Punkte mache ich bei allen Texter auch bei Textern die angeblich schon lange Jahre dabei sind, man weiß nie was man sonst erhält auch bei Cent Preisen die höher liegen.

    • Julian, ich will ein Kind – ääähhh, einen Text – von Dir. gern auch gleich mehrere. Wo finde ich Dich?

    • Malte G.

      Sehr guter und wahrer Artikel.

      Hättest aber noch den Klassiker bei der Auftragsübermittlung erwähnen können: „Der Text muss journalistische Qualität haben!!!111“.

      Aber keine Vorwürfe an solche SEOs. Schließlich darf man für satte 3 Cent auch ordentlich Gegenleistung verlangen.

      🙂

    • Hallo
      ein sehr schöner und interessanter Beitrag.

      @Stefan Kehrer
      „“ fast alle Texter sagen, ja WDF*IDF Tools kenne ich gut(haben Sie jedoch niemals benutzt, so meine Erfahrung), all diese Punkte mache ich bei allen Texter auch bei Textern die angeblich schon lange Jahre dabei sind, man weiß nie was man sonst erhält auch bei Cent Preisen die höher liegen. „“

      Meine Meinung

    • Stimme dem Autor in den meisten Punkten zu. Allerdings sind im Dumping-Markt 3 Cent noch gut. Es gibt wahnsinnig viele Texter die für 1 Cent pro Wort und sogar noch darunter arbeiten. Was das für Aufträge sind, kann man in den Textbörsen wie Textbroker und Content.de im Open-Order Bereich sehen oder auch in den Job-Portalen wie machdudas. Keineswegs ist es so, dass einfache Artikel erwartet werden.. wie es der Autor hier beschrieben hat. Auch die Zeit der Artikelverzeichnisse ist ja vorbei. Eher ist es so, dass von den Textern hochkarätige Arbeit für nen Appen und nen Ei erwartet wird. Ellenlange Briefings und Vorgaben sind auch keine Seltenheit. Viele Texter lassen sich ausbeuten und wissen nicht, was eine solche Arbeit wert ist.
      Man muss sich einen Überblick über den Markt verschaffen und versuchen sich selbst zu positionieren, als Webtexter. Nicht als Werbetexter, da ist eh alles anders.
      Aber danke, dass Ihr das Thema noch mal aufgegriffen habt. Schon der Artikel mit der Seo-Sklavin, den ihr verlinkt habt, war interessant und kontrovers.
      Was übrigens lustig ist: Der Autor warnt davor, im Seo-Bereich zu arbeiten, aber wir befinden uns doch hier auf der Seite einer Seo-Agentur!! Meine Erfahrung; Gute Seo-Agenturen geben auch mal mehr Geld für gute Texte aus.. sind nicht alle gleich.
      Grüße, J. Florence

    • Malte G.

      J. Florence: Absolut richtig.
      Die Ansprüche seitens der Auftraggeber sind parallel zu Googles Entwicklung in den letzten zwei Jahren drastisch gestiegen. Folglich wird auch eine ganz andere Textqualität verlangt als damals.

      Nur bei den Preisvorstellungen hat sich nichts geändert. Immer noch suchen etliche SEOs nach Dumping-Preisen, von 3 Cent ist da nur selten die Rede. Und immer noch finden sie genug Texter, die für diese Preise arbeiten, obwohl sich die Arbeit wegen der gestiegenen Anforderungen überhaupt nicht mehr lohnen kann. Zumindest nicht in Relation zum Aufwand.

      „Schuld“ daran sind leider vor allem die Texter selbst, da sie den Dumping-Markt durch ihre Schreibbereitschaft weiter existieren lassen. Denn niemand gibt 50 Euro für einen Text aus, den er an anderer Stelle „fast“ genauso gut für 10 Euro schreiben lassen kann.
      Auch dieser Markt reguliert sich im Endeffekt selbst. Die Marktteilnehmer definieren den Rahmen, in dem sie sich bewegen.

    • Sehr guter und wahrer Artikel, danke dafür. Natürlich ist es so, dass die meisten zunächst gern zu billigen Textern gehen. Jahrelang beobachte ich, dass der AG dort schlechte Erfahrungen sammelt und häufig dann doch lieber mehr bezahlt, denn schließlich ist die Korrektur grottiger Texte auch aufwändig. Es wird immer wieder in Börsen und auch außerhalb erwartet, dass „journalistische Qualität“, „anspruchsvolle Texte“, „Texte mit Mehrwert“ usw. für einen Appel und ein Ei geschrieben weden. Und nach wie vor bieten sich z. B. bei Abakus im Forum, in einschlägigen Texter- oder SEO-Börsen bzw. auf Portalen selbst gestandene und gute Texter zu übelsten Dumpingpreisen an. Fragt man nach, warum diese so wenig verlangen, reichen die Antworten von „Ich habe sonst keine Aufträge“ bis hin zu „ich texte nur nebenbei, mein Kerngeschäft (Webdesign, Studium, Familienmanager) liegt woanders, dort verlange ich natürlich mehr“ (Webdesigner u. ä.). Und dann gibt es noch die qualitativ so schlechten Texter, die nicht einmal 3 Cent pro Wort wert sind. Übrigens gebe ich zu, dass ich trotz meiner bisherigen 8-jährigen Tätigkeit als Texterin bisher nur einen wdf-idf Text zustande gebracht habe, weil das nicht meine Vorliebe ist. Keywords hab ich jetzt auch bei meinen aktuellen Aufträgen – Webseitentexten. Aber die schüttel ich auch nicht aus dem Handgelenk, denn da ist man richtiggehend aufgrund der Zielgruppe zu Kreativität und Einzigartigkeit verdonnert. Deshalb schreibe ich diese Texte auch so gern – hier kann man sich richtig austoben und immer wieder neue Ideen einfließen lassen. Gar nicht so einfach, wenn man wie ich dieses Jahr schon etwa 5 Hotel- und Restaurant-Seiten betextet hat und sich nicht wiederholen möchte. Stichwort USP. Aber das ist wenigstens anspruchsvoll und auch nicht für 3 Cent machbar. Da sitze ich an 100 Wörtern oft schon eine halbe Stunde und länger, einfach, weil ich die Infos aus Briefing und bestehenden Webseiten verarbeite und nach den idealen Formulierungen suche. Auch SEO-Texte können Spaß machen, wenn das Briefing passt und die Zusammenarbeit harmonisch verläuft. Faire SEO-Partner erhöhen von sich aus die Wortpreise, sobald ein Projekt Gewinn abwirft. Mit sehr guten Texten sollte das schnell der Fall sein, deshalb lohnt es sich, mehrmals hinzuschauen als AG und als Texter auch lieber noch Korrektoren zwischenzuschalten, Texte mindestens eine Nacht ruhen zu lassen usw. An manchen Tagen erschrecke ich, weil ich am Vortag nicht die optimalen Formulierungen gefunden oder geschusselt habe. Letzteres lässt sich mit einer guten Korrektorin bzw. einem Korrektor recht gut vermeiden.

    • Hallo Julian,

      Ich finde es klasse, das du dich als „Robin Hood der WEB-Texter“ aufmachst, für eine bessere Bezahlung einzutreten. Doch irgendwie wird hier Wunsch mit Wirklichkeit vermischt.

      15-30 €-Cent pro Wort: Diese Auftraggeber befinden sich im Bereich bekannter Webseiten, online Magazine und Zeitungen. Ein bekanntes (ja, genau das) Auktionshaus hat z. B. 11 Cent pro Wort gezahlt.

      Auch im von dir verlinkten Honorarspiegel sehe ich zum Thema Texte eigentlich überwiegend nur weiterführende Arbeiten wie Layout verfassen, „Rede verfassen“ oder auch eine Komplettbetreuung, die gut bezahlt werden. Was heraussticht sind dort die Schwetzinger Zeitung mit 0,20 € pro Zeile (!) und auch der Newsletter mit 11 € in der Stunde. Diese Texter wären über drei Cent wohl froh.

      Kleinere Webseiten und Online-Shops können und werden sich keine 3,00 € für 10 Worte leisten, weil die Webseite dann am Ende in der Preisklasse eines guten Mittelklassewagen liegt, wenn da etwas Content geplant ist.

      Der Artikel von Birthe klingt für mich eher wie eine Produktbeschreibung im „Günter-Wallraff-Stil“, aus dem, wie ich schon auf tn3 kommentierte für mich die Arroganz der Texterin herausklingt.

      Ich schaffe bei passendem Thema rund 500 Wörter die Stunde und es ist dann kein Problem rund fünf Artikel am Tag zu verfassen. Den Texter welcher 500 x 0,30 €-Cent x 5= 750 € am Tag oder bei 24 Arbeitstagen 18.000 € im Monat verdient habe ich noch nicht gesehen (womöglich Herr Wagner von der Bild?!). Und selbst bei 0,15 Cent pro Wort ist das noch ein Stundenlohn von 75 €.

      Klar, bei Texten zwischen 0,15 und 0,30 €-Cent werden doch noch andere Maßstäbe angesetzt. Wo liegt aber mein Vorteil, wenn ich aufgrund stundenlanger Recherche einen 500 Wort Artikel á 0,15 €-Cent an einem Tag (5 Stunden) schaffe? Im Endeffekt ist dann mein Lohn derselbe, als wenn ich fünf Artikel in fünf Stunden für 3 Cent pro Wort schreibe.

      Nun muss ich mich aber sputen, denn ich habe hier für über 90 € Kommentar hinterlassen… 😀

      Liebe Grüsse

      Nancy Bautista

    • Sascha

      Im grossen und ganzen ein sehr gut geschriebener Text. Konnte ihn definitiv bis zum Ende lesen und war auch sehr informativ. Das Einzige was etwas gestört hat, war der eine Satz mit dem Eigenlob. Das macht keinen Eindruck.

      Freue mich auf weitere spannende Texte von Euch 🙂

      Viele Grüsse
      Sascha

    • Magdalena

      >> Als Texter solltet Ihr Euch am besten gar nicht erst in solchen Kreisen aufhalten.

      Ja, sollten wir. Die Realität sieht allerdings oft so aus, dass sogar Kollegen zu einem kommen und verlangen „Schreib einen Text mit so und so vielen Wörtern, am besten mit WDF*IDF“ (Und ja, ich weiß, wie es funktioniert und wie ich recherchieren muss, um passende Begriffe dazu einzuarbeiten). Anfänglich habe ich versucht, dagegen zu argumentieren, aber in der Zwischenzeit habe ich aufgegeben, mache meine Arbeit und hoffe darauf, dass Google bei diesen Praktiken endgültig irgendwann einmal den Riegel vorschiebt … Dass sie noch funktionieren (zumindest bei bestimmten Märkten) sehen wir leider tagtäglich, ob es uns nun passt oder nicht.

      Trotzdem bin ich optimistisch und denke, dass sich das irgendwann zum Besseren wenden wird. Dass meine Texte irgendwann wieder etwas wert sind und auch gelesen werden. Bis dahin experimentiere ich privat gerne mit Texten zu Themen, die mir etwas bedeuten und wo ich meinen eigenen Stil einbringen kann. Ein Blog habe ich nicht, weil ich dafür nicht regelmäßig genug schreibe. Gott sei Dank gibt es aber auch verschiedene andere Portale wie Medium, wo man gelegentlich veröffentlichen und trotzdem mit wirklich interessierten Lesern in Kontakt kommen kann.

    • Textbroker

      Hallo Julian,

      danke für den interessanten Beitrag. Wir würden dazu gerne einige Dinge ergänzen.

      Im Durchschnitt verdient ein Autor bei Textbroker in der DirectOrder und TeamOrder zwischen 3 und 5 Cent pro Wort. Hier werden viele Texte von Experten mit Fachwissen geschrieben. Die Texte unserer Autoren in dieser Preiskategorie sind unserer Erfahrung nach durchaus hochwertig und keinesfalls als qualitativ minderwertige „Dumpingtexte” zu bezeichnen.

      Wir stimmen dir aber zu, dass für Texte in journalistischer Qualität, etwa Blogartikel oder Whitepaper, höhere Wortpreise angebracht sind. Da der Trend weiterhin zu Texten in höherer Qualität geht, haben wir viele Kunden, die bereit sind, solche Texte zu weitaus höheren Wortpreisen zu kaufen.

      Wie bereits in einem der Kommentare erwähnt, variiert die Qualität der benötigten Texte je nach Website, Content-Zielen und verfügbarem Budget. Um die vom Markt geforderten und vielfach sehr individuellen Leistungsansprüche an Content bedienen zu können, bieten wir im Rahmen unseres Portfolios Texte und Services in verschiedenen Qualitätsstufen an. So stellen wir sicher, dass Auftraggeber abhängig von ihren
      Content-Anforderungen Texte in der Qualität erhalten, die sie bestellt haben.

      Um die gestiegenen Anforderungen an gute Webtexte weiterhin bedienen zu können, haben wir den Managed-Service ins Leben gerufen, in dem wir Kunden von der ersten Idee bis zum fertigen Text individuell betreuen.

      Viele Grüße aus Mainz

    • Julian Dziki

      Hallo Isabel,

      Der Blogposts war ja kein persönlicher Angriff an Euch, sondern generell an die Branche.
      Aber wenn Du schon mal hier bist: Wieso bietet Ihr denn nicht Texte für 20 Cent pro Wort an? Einfach so, als „Open Order“ und dann habt Ihr eben 6-Sterne oder auch 7-Sterne Texter?

    • Susann

      Warum sind da alle so gereizt?
      Die Texter, die gewohnt sind höhere Preise zu verlangen, haben Angst, dass sich die Preisspirale nach unten dreht. Dabei sollte doch in dem Artikel klar geworden sein, dass sich Qualität durchsetzt, und man an einem guten Artikel etwas länger sitzt und er auch etwas teurer sein muss. Andererseits gibt es viele Texter – hohe Konkurrenz.

      Allerdings werden hier oft auch Äpfel mit Birnen verglichen.
      Einen Bericht von zB einer Pressekonferenz, bei dem man nen halben Tag unterwegs ist, wird man auch nicht für 10 Ct/w. bekommen.
      Ob ein Artikel, den man bequem von Schreibtisch aus schreiben kann, 20 Cent kosten muss / wert ist muss der Käufer entscheiden. Und es gibt auch Texte für die 3 Cent zu viel ist …

      Übrigens ist trotz des günstigen Preises von Rotkäppchen und Aldi-Sekt die Produktion von Veuve Clicquot noch nicht eingestellt worden;-)

    • Patrick Berger

      Inspirierender Beitrag Julian…

      hier ganz im Sinne postmoderner Betrachtung heir die Kritik über deine Kritik

      http://www.pb-internetdienstleistungen.at/die-kritik-uber-die-kritik-postmodern-zu-webtexter/

      <3 Julian :p

    • Mike

      Gut geschrieben, Julian. Generell gilt halt auch bei Webtextern: das Angebot und die Nachfrage entscheiden über den Preis. Klar verstehe ich, wenn sich „professionelle“ Texter über Dumpingpreise beschweren. Aber hey, so funktioniert der Markt nun mal. Es gibt immer Leute, die für weniger Geld arbeiten. Positioniert euch „einfach“ anders.

      Diese Diskussion um Content finde ich generell immer wieder erschreckend, daher muss ich mal etwas ausholen, denn es kann einfach nicht sein, dass unerfahrenen SEOs und Seitenbetreibern vorgegaukelt wird, dass „guter“ Content zwingend nötig ist, um eine Seite damit zum ranken zu bekommen.
      Das ist – gelinde gesagt – Quark! Denn Content muss – aus Sicht von Google – lediglich die Anfrage eines Suchenden lösen. Gut muss er damit zwar schon irgendwie sein. Er muss aber per se weder super geschrieben sein noch extrem lang sein. Textqualität wird nämlich von vielen gerne auch an der Länge der Inhalte festgemacht. Das ist aber falsch.

      Leute: fragt euch doch mal, was Google will. Die wollen die „besten“ Ergebnisse on top. Und um das zu erreichen muss ein Text in den seltensten Fällen weder überdurchschnittlich gut geschrieben sein noch unendlich lang sein. Eine von Google präsentierte Seite/Text muss nur die Fragestellung des Suchenden lösen. Was macht Google also? Deren Algo pickt aus der Gesamtheit eines Branchenclusters die relvantesten Dokumente heraus und garniert damit die Top 10. Im Laufe der Zeit wird durch bouncen, springen und hüpfen weiter getunt.
      Im Kern kommt es beim Content eigentlich nur auf die Branche/Konkurrenz an. Gibt es also in meiner Branche nur Webseiten mit toll recherchierten, ellenlangen Texten, die im Übrigen eh nur die wenigsten komplett lesen, sollte man sich auch mit den eigenen Texten „bemühen“ und zusehen, dass sie konkurrenzfähig sind.
      Und hier kommt dann u.a. auch WDF*IDF ins Spiel – ein nettes Spielzeug – aber auch nicht mehr, denn niemand außer Google selbst weiß, wie die Relevanz von Content im Google-Universum genau bestimmt wird.

      Es gibt aber so unendlich viele Bereiche/Branchen, wo mega lange, ach so toll recherchierte, Texte so was von unwichtig sind und trotzdem jede Menge Geld verdient werden kann.

      Leute, geht eure Webseiten einfach mit Verstand und jeder Menge Herzblut an und sorgt dafür, dass sie Probleme und Fragen eurer Besucher lösen – MEHRWERT bieten.
      Kein Mensch braucht Webseiten, deren Unterseiten allesamt perfekt getextet und mit 1.000senden von Wörtern garniert sind.

      Sorry, wenn ich etwas am Thema vorbei bin, aber irgendwie musste ich das gerade mal loswerden…

    • Lieber Julian,
      ich gehöre der schreibenden Zunft auch schon seit einigen Jahren an, auch wenn ich nicht immer Texte gezielt fürs Internet verfasst habe … Ich weiß nicht, ob ich die Texte auf meinem Blog als „gut“ im klassischen Sinn bezeichnen will, aber ich mache mir in der Regel zu jedem Text, den ich schreibe, meine Gedanken. Zu manchen Themen muss ich recherchieren, manches geht mir auch so gut von der Hand, aber ich bemühe mich immer, gute Inhalte zu produzieren. In diesem Zusammenhang trifft es Wolf Schneiders Spruch „Einer muss sich plagen – entweder der Leser oder der Autor“ recht gut, finde ich 😉 .

      Und ich gebe dir recht, dass gute Texte wirklich Zeit brauchen: an einem Beitrag, der in meinem Blog erschienen ist, habe ich mit Pausen sogar sechs Wochen gearbeitet – dafür habe ich auch keine Scham, meinen Namen darunter zu setzen. Das Schreiben kommt somit für mich immer zuerst, aber danach kann man durchaus noch ein, zwei Optimierungen einflechten, um Google zu helfen, den Text richtig zu bewerten. Darin sehe ich persönlich nichts Verwerfliches, wenn man neue Leser bekommen möchte.

      Dass das Netz immer noch vor Dumping-Texte strotzt, sehe ich für mich persönlich als Herausforderung. Nämlich, gute Inhalte zu produzieren, um dem „Müll“ (wie du es nennst) etwas entgegenzustellen. Den von dir zitierten Text der SEO-Sklavin hab ich übrigens ebenfalls gelesen, es hat mich im Grunde nur darin bestärkt, dass es eigentlich jetzt nur an uns Textern selbst liegt, aus dieser Abwärtsspirale auszusteigen und uns und unsere Arbeit nicht unter Wert zu verkaufen.

    • Ich schließe mich der Meinung von Mike an.
      Es ist eine Plage nach WDF*IDF Texte zu schreiben. Ich habe in meiner Weiterbildung (Online Redakteur/ SoMe) auch nach journalistischen Regeln geschriebene Texte anschließend im WDF*IDF kaputt „optimiert“ (hier noch ein Keyword rein gequetscht und da) – das las sich hinterher nicht mehr so schön flüssig.

      Und als Webdesignerin (eigentlich Mediengestalterin, aber damit auch eine Passion zu SEO) habe ich schon einige webseiten mit Inhalt gefüllt (u.a. seit 10 Jahren meine eigenen) und kann daher zu einigen Themen nur sagen, dass sie ein Mythos sind bzw. viel zu sehr aufgebauscht werden.

      Übrigens gibt es diese Dumpingpreise und dieses sich gegenseitig die Preise kaputt machen auch in der Grafikbranche. Letztendlich bekommt der Kunde hier auch nur Ware „von der Stange“ bzw. 2. Wahl.

      Ich sag da nur: wer billig kauft, kauft zweimal! 😉

    • Robin

      Interessanter Beitrag.

      Wenn man sich die Liste von Journalismus.com mal etwas genauer ansieht, fällt auf, dass z. B. unsere kommunistischen Freunde von der Jungen Welt (angeblich) noch weniger zahlen, als so mancher SEO bei Textbroker: 10 € für eine Seite? O.o

    • Interessanter Kommentar von Steffi. Das Problem ist doch in der jeder Branche vorhanden. Ob es sich um Webdesign, Texte oder Programmier Arbeiten handelt – dumpings gibt es überall. Und am Ende kommt der Kunde zweimal und zahlt zweimal.

      Das Phänomen hast du ja auch in der Industrie. Kauf ein Auto aus China oder eins aus Stuttgart. Qualität ist keine Frage. Und außerdem: wer wünscht sich schon einen Kunden, der meiner Meinung nach beim wichtigsten Rankingfaktor sparen möchte?!

      Gute Texte haben einfach seinen Preis

    • Lisbeth

      sowas bekommt man dann für 5 Cent :

      „Nichts ist doofer als Hannover“ heißt der Song der Gruppe „Die Schläger“. Meine Stewardess summte das immer wenn sie Inland fliegen musste. Na ja, das Mädel war sehr blond. Denn Hannover ist eine interessante Stadt mit prima Einkaufsmöglichkeiten und vielen Kulturellen Angeboten. Die CEBIT mit ihrem Mega Auftrieb an Nerds und solchen die es werden wollen ist jedes Frühjahr seit nunmehr 28 Jahren ( geschrieben 2014) der Treffpunkt zur Sichtung der neuesten Produkte in der Informationstechnologie.
      Anfang 2013 ereignete sich ein Kriminalfall ganz besonderer Art in der Niedersächsischen Hauptstadt. Der goldene Leibnizkeks an der Frontseite des Firmensitzes der Keksfirma Bahlsen wurde entwendet. Wollten die Diebe das Gold verkaufen? Dass Goldschmuck oder Silberschmuck von Einbrechern gerne mitgenommen wird ist ja, leider, weitgehend bekannt. Aber es bringt doch niemand einen 20 Kilo schweren vergoldeten Keks zum Altgold Ankauf.
      „Wie bitte ist der tagesaktuelle Ankaufspreis beim Goldankauf für Kekse heute?“ Aber die Diebe hatten anderes im Sinn. Der Keks wurde am Niedersachsen Pferd vor der Leibniz Universität, mit einer schönen roten Geschenkschleife festgemacht, aufgefunden. Als „Lösegeld“ spendete die Firma Bahlsen ca. 50 Tausend Packungen Kekse an soziale Einrichtungen. Ich hoffe ich bin Ihnen mit der Geschichte nicht auf den Keks gegangen.
      Das Ganze war ein riesiger Werberummel für Bahlsen. Die Berichterstattung in Medien jeglicher Art war gewaltig. Die Keksfirma war im entsprechenden Zeitraum ca. 30 ( !!! ) Mal so oft in den Meldungen als in normalen Zeiten. Böse Zungen munkeln es wäre ein sehr geschickter und für das Ergebnis ausgesprochen preiswerter Fall von Guerilla-Marketing.
      Ja, viele Firmen geben Unsummen für Werbung aus und versprechen einem das Blaue vom Himmel. Nehmen wir den Goldankauf. Es gibt Goldhändler, Ankäufer von Edelmetallen, welche recht aufwändig Fernsehwerbung betreiben. Das muss doch eine Menge Geld kosten? Wirkt sich das am Ende nicht beim Goldankaufspreis aus? Sie suchen unter Goldankauf Hannover eine seriöse Firma welche einen anständigen, fairen Preis …

      und so geht es noch 176 Worte weiter

    • bernd

      Ich knechte bei textbroker als 3-Sterneautor für 0,95€ / Wort. Meine Artikel sind meistens eine Art Zusammenfassung von wikipedia und noch ein oder zwei anderen Seiten. Dann verbessere ich alle Fehler, bis Word nichts mehr anzeigt, anschliessend lasse ich den Text noch durch die Online-Duden-Kontrolle laufen. Fertig ist die Laube! Die Kunden sind begeistert! Wenn man in der Woche so 2-3 Artikel schreibt (Zeitansatz 3-4 h), hat man am Ende des Jahres 500€! Aber eigentlich bin ich so ein “Walraff des Internets“, der sich dort eingeschlichen hat, um über die schlimmen Arbeitsbedingungen der Textsklaven zu recherchieren.

    • Warum kostet ein Werbetext, Flyertext, Broschürentext, PR-Artikel oder Anzeigentext ein Vielfaches eines Webseitentextes? Sind Inhalte auf der Website nicht so wichtig? Und ist es nicht so, dass User-Signale wie Lesedauer, Absprungrate und Klickverhalten für den Website-Erfolg immer wichtiger werden. Warum investieren erfolgreiche Websites viel Geld in eine gute Usability? Webseiten, die den User durch leicht erfassbare Informationen einen hohen Nutzen bieten, werden auf Dauer erfolgreicher sein und mehr Kunden gewinnen, als Billig-Texte, die uninteressant sind.
      Es gibt in manchen Branchen zahlreiche Websites mit massenhaft Billig-Seo-Text-Seiten, wovon kaum eine einzige Seite bei Google unter die ersten 20 SERPs kommt. Das ist hinausgeworfenes Geld und schadet auch noch dem Firmen-Image (wenn die Texte doch mal einer liest)
      Gute Webseitentexte mit interessanten Überschriften, spannenden, überzeugenden Argumenten, erklärenden Bildern/Grafiken, Call-to-action-Elementen – die zusätzlich semantisch suchmaschinenoptimiert sind – kann „KEINER“ im Schweinsgalopp entwerfen und schreiben.

    • Ich als Webmaster schreibe natürlich auch Texte für mich und meine Kunden und ich finde es unmöglich, das diese Aufgabe durch das Netz so derbe gedrückt wird. 0,03 Cent pro Wort nehme ich zum Beispiel nicht, den ich muss mich im Internet selbst erst einmal belesen bei vielen Themen bevor ich schreibe um dann einen ordentlichen Text zu liefern. Das alles ist nun mal nicht in 20 Minuten erledigt wenn es gute Qualität sein soll. Auch die 200 bis 300 Wörter finde ich schon wieder überholt, bei mir sind es bei guten Seiten mindestens 1000 Wörter und das funktioniert auch gut.

      Viele Grüße und wirklich schönes Thema hier im Blog

      Daniel

    • Robert Brettschneider

      Interessanter Beitrag. Besonders der Satz:
      „Fernab von Textbörsen und diversen Facebook-Gruppen gibt es da noch „echte“ Textagenturen. Die Texte von hoher Qualität liegen bei 60-120 Euro, bei verschiedenen Anbietern.“ erregt meine Aufmerksamkeit.

      Wo gibt es solche Textagenturen?
      Für konkrete Infos bin ich dankbar.
      Mit freundlichem Gruß
      Robert Brettschneider

    • Julian Dziki

      Hallo Robert,

      Einfach nach Werbetexter, Textagentur oder professioneller Texter googlen. 🙂

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