Content Marketing Artikel und Bilder: Warum (W)Einhörner füttern verboten ist

15. Januar 2015  |   ,  |  14 Kommentare
Ein Beitrag von Silja

Toller Content ohne Bilder ist einfach undenkbar. Das ist auch das Ergebnis einer Studie von Buzzsumo und Okdork.com: Wenn ein Artikel über mindestens ein Bild oder eine Grafik verfügt, wird er doppelt so oft geteilt, wie ein Artikel ohne grafische Elemente. Unsere Content Marketing Artikel (meist etwa 1200 Wörter) verfügen im Durchschnitt über 5 Bilder, je nach Thema manchmal mehr, selten aber weniger. Aus eigener Erfahrung können wir auch sagen, dass vor allem Bilder mit echten Personen oder wahlweise zusammen mit Fabelwesen Wunder wirken können. 😉Seokratie Mitarbeiter

Doch woher die Bilder nehmen, wenn nicht stehlen? Denn nicht alle Bilder, die frei im Internet zugänglich sind, dürfen wir in unseren Artikel verwenden. So ärgerlich das auch oft ist. Zum Glück gibt es Bildagenturen, auf die wir zurückgreifen können, aber nicht immer sind Stockfotos unsere erste Wahl. Welche anderen Bildquellen wir nutzen, worauf ihr bei der Bildersuche und der Verwendung achten müsst, verraten wir euch im folgenden Beitrag.

Bildquellen

Eine der einfachsten Methoden, Lizenzen von Bildern zu erwerben, ist sie bei einer der zahlreichen Bildagenturen zu kaufen. Doch auch wenn ihr für die Lizenz bereits bezahlt habt, bedeutet dies nicht automatisch, dass ihr das Bild für alle erdenklichen Zwecke benutzen könnt. Einige Agenturen verbieten so beispielsweise eine Unterlizensierung, ihr dürft dementsprechend das Bild also nicht bei Facebook & Co verwenden. Seriöse Bildagenturen untersagen auch die Verwendung im Zusammenhang mit erotischen und pornografischen Inhalten oder politischen Aussagen. Lest euch also immer genauestens die AGB’s der Bildagenturen durch, sonst drohen bei Verstoß teure Abmahnungen oder Schadensersatz- und Unterlassungsansprüche.

Eine kleine Übersicht über die bekanntesten Bildagenturen, die wir auch schon genutzt haben:

 

I Stockphoto

Angebot: über 4 Millionen Fotos, Illustrationen, Videos und Audiodateien.

Preis : Essential Abo 134 Euro /Monat, Signature Abo 267 Euro, oder Preis nach Credits (von 1- 300 Credits, Preis varriert)

 

Shutterstock

Angebot: über 40 Millionen Mehr Fotos, Vektorgrafiken, Videos und Musik

 

Preis: einzelne Bildpakete zwischen 39- 179 Euro je nach Downloadanzahl, Basislizenz mit 25 Bilder / Tag zwischen 199- 2049 Euro, Erweiterte Lizenz zwischen 159- 1359 Euro je nach Downloadanzahl

 

Panthermedia

Angebot: 30 Millionen lizenzfreie Bilder, Vektoren und Illustrationen

Preis: unterschieden wird nach Bilderpaket und einem Bilderabo mit monatlichem und jährlichem Kontigent. Das Bildpaket variiert preislich zwischen 38- 660 Euro, das Abo mit monatlichem Kontigent zwischen 80- 4085 Euro und das Abo mit einem Jahreskontigent zwischen 99- 594 Euro.

Panthermedia ist eine deutsche Bildagentur, die daher auch besonders viele Bilder auf den deutschen Markt zugeschnitten hat. Wir waren mit der Auswahl der Bilder allerdings nicht zufrieden, da man oft nicht das Passende gefunden hat.

 

Bilder unter Creative Commons Lizenzen

Eine kostenlose Alternative zu Bildagenturen, sind Bilder, die den Creative Commons Lizenzen unterliegen. Diese findet ihr natürlich bei Wikimedia Commons und oftmals auch bei Flickr.com. Um jedoch sicher zu sein, dass man das gewünschte Bild auch wirklich bearbeiten und verbreiten darf, benutzt ihr am besten die Google Bildersuche. Setzt das Häckchen bei „Zur Wiederverwendung und Veränderung gekennzeichnet“.faultier google suche

faultier wikimeadia commons

So wird’s angegeben: Hoffmann’s two-toed sloth by Geoff Gallice, licensed under Creative Commons licence CC BY 2.0.

Die gefundenen Bilder unterliegen der „CC BY“ Lizenz, die besagt, dass man das Werk beliebig nutzen und vervielfältigen darf, solange der Urheber des Bildes genannt wird.

Die CC BY ist jedoch nicht die einzige Lizenz, die man unter den Bildern bei Wikimedia Commons oder Flickr findet. Ebenso häufig findet man CC BY-SA, die besagt, dass man das Bild nur beliebig nutzen kann, solange man es unter der gleichen Lizenz zur Verfügung stellt und den Urheber (von dem man es bezogen hat) nennt. Insgesamt gibt es sechs Standardlizenzen, die es euch unter bestimmten Auflagen erlauben, die Bilder zu nutzen. Einen super Überblick über die Lizenzen, findet ihr in der Infografik von Martin Mißfeld.

Findet ihr Bilder, die keiner der sechs CC Lizenzen unterliegen, müsst ihr euch beim Urheber des Bildes eine Einwilligung für die Verwendung holen.

Achtung: Natürlich ist es auch möglich, dass jemand ein Bild unter eine CC Lizenz stellt, wenn er selbst nicht die Rechte hat. Eine 100%ige Sicherheit hat man also nicht.

Blogs/Websites:

Bevor ihr Bilder von Blogs oder anderen Websites auf eurer Seite im Artikel einbindet, müsst ihr bei den Bloggern/Betreibern eine urheberrechtliche Einwilligung einholen. Denn nur, wenn ihr vom Urheber des Bildes die Einwilligung habt, dürft ihr das Bild auch rein rechtlich verwenden. Klärt aber unbedingt vorher noch ab, in welcher Art und in welchem Umfang ihr das Bild verwenden dürft und wie der Verweis gesetzt werden soll. Im besten Fall findet ihr so zusätzliche Multiplikatoren für euren Content. Die Urheber der Bilder freuen sich natürlich auch, dass wir ihre Ideen und Bilder verwenden wollen und wenn ihnen der Artikel gut gefällt, kann es passieren, dass sie den Content Artikel entweder auf ihrer Website oder Social Media Kanälen wie Facebook oder Twitter teilen.

 

Eigene Bilder:

Mit eigenen Bildern seid ihr auf der sicheren Seite, solange ihr euch an die Urheberrechte haltet und keine Persönlichkeitsrechte verletzt. Das Beste daran ist, ihr könnt das Bild so gestalten wie ihr es für euren Artikel braucht. Wir nutzen eigene Bilder häufiger bei Bastelanleitungen und Rezeptideen. Das ist zwar zeitintensiv und mit viel Aufwand verbunden, aber das Ergebnis ist es wert.

Seokratie Bastelstunde

Für gute Bilder legt die Redaktion schon mal eine Bastelstunde ein.

 

YouTube:

youtube shot

YouTube AGBs: Jeder Nutzer der Webseite erhält eine weltweite, nicht-exklusive gebührenfreie Lizenz.

YouTube-Videos sind zwar keine Bilder, können aber auch eingebunden werden. Laut YouTube AGBs erklären sich die Nutzer von YouTube bereit, dass die Inhalte der Videos, von denen sie die Urheber sind, geteilt werden dürfen.

Bilder von Social Media Plattformen:

Auf Facebook, Pinterest, Twitter, Instagram und Co können Bilder oder Videos mit anderen Nutzern innerhalb des Netzwerkes geteilt werden. So verlockend es sein mag, die Bilder einfach auf der eigenen Website zu verwenden: Auch hier gilt, ihr braucht immer eine urheberrechtliche Einwilligung, um Bilder auf eurer Website einbinden zu können. Sonst handelt es sich um das Kopieren fremder Inhalte und kann abgemahnt werden. Eine Alternative könnte die Embedding-Funktion, die das Teilen durch Einbinden ermöglicht darstellen (siehe dazu Kommentar zu, EuGH-Beschluss). Zu 100% sicher vor einer Abmahnung seid ihr aber unserer Meinung nach auch hier nicht. Habt ihr Erfahrungen mit der Embedding-Funktion?

Bildarten

 

Memes

boromir meme

Illustrationsbild einer Meme.

Neben den Standardbildern, gibt es natürlich noch andere Optionen, mit denen ihr eure Texte optisch gestalten könnt. Ein über die Jahre immer beliebter werdendes Netzphänomen sind Memes und eignen sich wunderbar für kleine humoristische Einlagen. Doch wie sieht es bildrechtlich damit aus, darf man millionenfach geteilte, bearbeitete Bilder einfach weiterteilen? Jein!

Gerade bei Memes ist es nur noch sehr schwer nachzuvollziehen wer eigentlich der Urheber ist. Auf Know Your Meme.com findet man zwar Infos über den Ursprung der entsprechenden Meme, doch wird als „Origin“ meist nur Reddit, 4 Chan oder 9 Gag angegeben. Dass dies natürlich nicht die eigentlichen Urheber sind, ist klar. Nutzt ihr also Memes für eure Beiträge, ist es dennoch theoretisch nicht ganz sicher. Es kann passieren, dass doch noch rechtliche Schritte gegen die Memes erhoben werden – doch wahrscheinlich ist dies nicht. Wir lieben Memes, nutzen sie selbst gern für unsere Blogbeiträge (offensichtlich), gehauen hat uns dafür noch keiner. Wenn ihr speziell nach Seo Memes sucht, surft doch mal hier vorbei oder werdet einfach selbst kreativ.

 

Infografiken

Dino Infografik

Dienliche Informationen über unser Lieblingshaustier kurz und kompakt mit Hilfe einer Mini Infografik. Dinofoto: Artush/ Shutterstock.com

Neben den Memes, haben wir natürlich noch die guten alten Infografiken. Manchmal lassen sich die Dinge einfach besser anhand von aneinandergereihten Bildern und Grafiken darstellen. Und damit sind wir schon beim Punkt: Wie sieht es da mit den Bildrechten aus? Prinzipiell gilt auch hier: Benutzt ihr Bilder innerhalb von Infografiken, müsst ihr die Rechte dafür haben. Bilder unter der Creative Commons Lizenz, Memes oder ausdrücklich von Bloggern zur Verfügung gestellte Bilder sind kein Problem. Nutzt ihr Bilder von Bildagenturen müsst ihr zunächst in die AGBs schauen, ob ihr deren Bilder problemlos für Infografiken und deren Verbreitung nutzen könnt. Wir selbst nutzen momentan I Stockphoto und können daher die Stockphotos auch für Infografiken verwenden.

Möchtet ihr nur selbsterstellte Grafikelemente, wie z.B. in Julian’s Infografik über Linkbuilding in Deutschland, verwenden, dann ist dies natürlich auch rechtlich völlig unbedenklich. Es muss übrigens nicht immer eine riesenlange Infografik werden. Mit Hilfe von Minigrafiken lassen sich oft besonders zahlenlastige Textabschnitte besser darstellen und lockern das Textgerüst nebenbei noch wunderbar auf. Ein klasse Tool zum Erstellen von Infografiken ist übrigens Piktochart.

SEO und Bilder

Bilder sind, wie auch Martin Mißfeldt in seinem Artikel Website-Bilder optimieren – SEO für Bilder von 2011 schon schreibt, das Salz in der Internetsuppe. Und genau aus diesem Grund sollten sie auch optimiert werden, um weiter vorne zu ranken. Was es dabei genau zu beachten gilt, könnt ihr in Martin Mißfeldts Artikel nachlesen. Er beschreibt ausführlich, und übersichtlich wie wichtig richtige Bildgröße, Bildformat, Dateiname u.v.m. sind. Sein Fazit:

Seo und Bilder

Bilder im 4:3-Querformat sind klar im Vorteil.

 

Neben der Suchmaschinenoptimierung müssen die Bilder natürlich auch für den Leser optimiert werden. Ein Artikel, in dem sich Bild und Text homogen ineinanderfügen, ist für den Leser deutlich attraktiver und wirkt professioneller. Vermeidet in euren Content Marketing Artikeln unbedingt weiße leere Bereiche. Bilder sollten entweder über die volle Breite gehen oder so eingebunden sein, dass sie der Text umfließt. Sonst ist das Leseerlebnis nur halb so schön.

 Unsere Bilder beziehen wir aus diesen Quellen

  • Blogs und andere Websites (ausschließlich mit urheberrechtlicher Einwilligung)
  • Mit viel Liebe selbstgeknipste Bilder
  • Bildagenturen
  • Memes (no risk no fun 🙂 )

Alle anderen potenziellen Bildquellen sind uns zu heikel. Wie seht ihr das?

P.S. Unser (W)Einhorn darf nur im Mondschein des Weinmondes gefüttert werden! Sonst kann sich das negativ auf die gesamte Weinlese auswirken.

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14 Kommentare

  • Wie ist Eure Erfahrung mit pixelio?

  • Robin

    Auf Pixelio sind leider einige Fotografen unterwegs, die nur auf eine Gelegenheit warten, nicht gekennzeichnete Bilder auf Webseiten abzumahnen. Ein lukratives Geschäft.
    Die meisten Fotografen dort betrifft das natürlich nicht, aber wenn man Bilder von Pixelio verwendet, sollte man schon peinlich genau darauf achten, auch alle Lizenzbedingungen einzuhalten. Sonst kann es sehr teuer werden.

  • Sebastian

    Sehr cool zusammengestellt, danke Euch beiden für die Infos?
    Meine „Bibel“ für die Bildersuche gebe ich euch im Gegenzug für den tollen Artikel natürlich auch gerne weiter: http://www.wordstream.com/blog/ws/2014/11/17/creating-blog-images

    Nutzt ihr denn keine lizenzfreien Plattformen wie diese hier?
    http://pixabay.com/ oder http://allthefreestock.com/ – sehr schöne und ästhetische Fotos, komplett lizenzfrei (sogar commerical use).

  • Julian

    Hey,
    vielen Dank für die super Informationen. Haben mir sehr weitergeholfen. Auch Danke an Sebastian, hier aus der „comment-section“. Die Seiten werden genauer begutachtet 🙂

    Grüße

  • SilLy

    Hej Mario!
    Mit Pixelio haben wir bisher keine Erfahrungen gemacht, daher können wir dir keine konkreten Tipps geben. Allerdings sind uns schon ganz ähnliche Dinge zu Ohren gekommen wie sie Robin beschrieben hat.

    Danke dir, Sebastian, für deinen Link! Da werden wir uns gleich mal umsehen. Wir nutzen bisher keine lizenzfreien Plattformen, da diese uns zu heikel sind. Welche Erfahrungen hast du denn damit gemacht? Kann man dort nicht auf einfach nach Belieben abgemahnt werden?

  • Kurze Info zu lizenzfreien Plattformen wie Pixabay:

    Ich nutze Pixabay schon sehr lange, bisher noch nie Probleme damit gehabt und die Qulität ist wirklich sehr gut. Man sollte sich einfach genau ansehen, welcher Nutzer das entsprechende Bild hochgeladen hat, ob negative Kommentare vorhanden ist, etc.

    Auf der sicheren Seite ist man – wie ihr schon so schön schreibt – nie wirklich zu 100 %, wenn man seine Fotos nicht komplett selber schießt 😉

    LG

  • Servus und Hallo,

    ich nutze ebenfalls Pixabay und bin extrem zufrieden. Da ich aber nicht immer dort etwas passendes finde kaufe ich meist dann bei istockphoto nach.

    In einem Blogartikel habe ich schon mal über 70 verschiedene Bilderdatenbanken aufgelistet. http://foto-lichtzelt.de/liste-stockagenturen-bilddatenbanken/

    Viele Grüße
    Johannes

  • Wow eine super geniale Zusammenfassung. Vielen Dank für diese Bildhinweise. Dieser Blogpost ist Goldwert.

    Was haltet ihr von pixabay und co? Sollte man davon die Finger lassen?

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