Wie viel darfs denn sein?
Wer als Firma einen Webdesigner beauftragt, der wird sehr bald in Erfahrung bringen dass die Preise für Webseitenerstellung von klein bis unendlich groß reichen. Der Preis wird natürlich meist am Umfang der Seite und den Möglichkeiten (Kontaktformular? Blog? Forum? CMS) fest gemacht.
Für so etwas empfiehlt es sich auf die direkte Konkurrenz ihrer Firma im Netz zu achten. Ich persönlich würde immer versuchen die direkte Konkurrenz im Internet zu übertrumpfen. Das kommt natürlich auf die Branche an, wie umfangreich das dann aussehen muss. Internetaffine Branchen wie Marketing, Consulting oder generell Firmen, die den Anspruch haben andere zu beraten, sollten auch im Internet möglichst repräsentativ herüberkommen. Haben alle Konkurrenten lediglich statische (sich nicht verändernde) Seiten – dann würde ich etwas Dynamisches machen, also Seiten mit sich aktualisierenden Inhalten und News.
Warum nicht ein Firmenblog? Bloggen macht Spaß und ist gut für Suchmaschinen. Heutzutage bloggen viele Firmen im Netz. Das Gute an einem Blog – wie zum Beispiel von WordPress ist: Er ist einfach zu installieren und vor allem bei der richtigen Einrichtung wahnsinnig einfach zu bedienen. Auch die Internetfeinde unter den Firmen können nach kurzer Einarbeitung ziemlich einfach das Bloggen lernen und sind danach auf den Webdesigner kaum mehr angewiesen.
Man muss auch nicht jeden Tag etwas Neues auf den Firmenblog stellen. Es reicht, wenn man einmal im Monat Neuigkeiten postet – natürlich aus der Branche. Der Vorteil: Wer jetzt nach Neuigkeiten aus dieser Branche sucht, kommt unter Umständen auf ihren Firmenblog. Damit hat man gleich dezent das Image einer Spezialisten-Firma.
Bei dynamischen Inhalten gilt generell: Sie sind mit ständiger Arbeit verbunden. Wer eine Seite “Aktuelles” hat und der letzte Eintrag aus dem Jahr 1997 stammt, macht keine gute Figur im Internet. Dann sollte man lieber ganz zeitlos bleiben und keine Daten nennen.
Seitenanzahl
Wenn man nur statische Seiten hat dann stellt sich die Frage ob man eine Seite, fünf oder hundert Seiten macht. Das kommt auf die Information an, die man Kunden bieten will. Eine einzelne Seite sollte genug Inhalt bieten, damit sie sich rechtfertigen kann. Haben sie nicht viel über die Firma zu erzählen dann bringt es auch nichts den Inhalt auf 100 Unterseiten zu verteilen und für jeden Satz eine extra Seite zu machen.
Mehr als eine Seite würde ich aber generell empfehlen. Der Internetnutzer will einfach klicken. Wenn er nur eine platte Homepage wie eine Buchseite vor sich hat, dann ist das in der heutigen Zeit eher suboptimal. Fünf bis sieben Seiten genügen aber völlig. Ich bin ja bei meinem Was muss auf die erste Seite Thread auf sieben Themengebiete – unabhängig von der Branche gekommen – die man dann als einzelne Detailseiten ausbauen sollte. Wenn man einen Webdesigner beauftragt, ist es preislich meist kein großer Unterschied ob man eine oder sieben Seiten erstellen lässt. Hat man als Webmaster einmal ein Menü und das Grunddesign erstellt, dann ist der Aufwand für einzelne Seiten minimal.
Wer also vor der Entscheidung stehen welchen Umfang seine Firmenseite haben soll, der sollte sich überlegen, wieviel er denn an Inhalt bieten kann – der nicht auf anderen Seiten schon steht. Je mehr exklusiven Inhalt man bieten kann desto besser für die Firmenseite. Suchmaschinen lieben einzigartigen Text! Eine Newsrubrik oder ein Blog lohnt nur wenn man auch bereit ist ständig neue Inhalte einzustellen.
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In etwa 12 Jahren Internet habe ich noch niemals eine Internetseite gesehen, die aus lediglich einer Seite besteht… Ok, vielleicht schon, aber das waren trotzdem annähernd 0%.
Weil die ja nicht gefunden werden.
Und klar gibt es die sogenannten “Visitenkarten” im Netz, die tatsächlich nur aus einer Seite bestehen. Zumindest bieten einige Webdesigner solche “einseitigen” Seiten an. Meist beeinhalten sie nicht mehr als das Impressum. Sie werden eben nicht gefunden – deswegen hast du vielleicht noch nicht so viele gesehen…