Anchortexte: Wie macht man es denn nun wirklich?

29. November 2011  |     |  59 Kommentare
Ein Beitrag von Julian

Diese Erkenntnisse sind Teil meines Vortrags bei der Seokomm gewesen. Das meiste werde ich nicht veröffentlichen, aber diese Sache liegt mir ehrlich gesagt schon sehr am Herzen. Wir merken leider immer noch, dass viele Webmaster und SEOs sich mit Money-Keywords verlinken. Ist das denn noch gut? Die Meinungen gehen auseinander. Während manche meinen, dass man überhaupt keine Moneykeyword-Anchortexte benötigt, bauen andere nach wie vor ihre Projekte mit Linktexten à la “Kredit” und Co. auf.

4 Varianten von Linktexten

Die Anchortexte haben wir in unseren Untersuchungen mit den Linkresearchtools herausgefunden. Dort kann man sie in vier Kategorien einteilen:

  • Brand: Dieser Anchortext ist beisipielsweise BMW, oder auch BMW.de, wenn also mit dem Markennamen oder der URL verlinkt wird.
  • Money: Wer ein Kreditvergleichsportal hat, der nimmt jeweils die Begriffe, die bei Adwords sowohl ein hohes Suchvolumen und auch einen hohen CPC haben, zum Beispiel: „Kredit“, „Darlehen“ oder „Kreditvergleich“. Im Modebereich dann so etwas wie “Strickjacken” oder “Pullover”. Dazu zählen auch Keywords mit zwei Wörtern wie „günstiger Kredit“ oder „Kredite vergleichen“.
  • Compound: Bei mehr als zwei Wörtern nehmen wir eine neue Kategorie, Beispiel ist etwa „günstigen Kredit vergleichen“, “schicke Strickjacken kaufen” oder eben lange Phrasen, die aber auch ein Keyword enthalten.
  • Sonstige: Das letzte Beispiel sind sinnlose Linktexte wie „hier“, „Webseite“ und ähnliches, was weder mit der Marke, noch mit dem Keyword etwas zu tun hat.

Unsere Untersuchung

Wir haben Domains aus den unterschiedlichsten Branchen genommen und deren Linktexte jeweils in diese vier Kategorien eingeteilt. Wie wir das gemacht haben? Per Hand, anders geht es leider noch nicht. Insgesamt haben wir mittlerweile einige hundert Domains untersucht. Von Branchenüberblicken bis hin zu Konkurrenzanalysen war “immer wieder mal” was dabei. Es wird Zeit, das mal in einem Blogartikel zu verarbeiten. Im Folgenden zeige ich mal drei unterschiedliche Reporte, wie man sie erstellen kann. Anschließend noch einen kleinen Branchenüberblick.

Domainset 1

Diese Domains verlinken sich sehr oft mit Moneykeywords wie “Kredit” und anderen Begriffen aus dem Finanzbereich. Nur selten wird der Domainname verlinkt, fast nie kommen Compound Links vor. Auch “Sonstige” Links (z.b. Bilderlinks ohne Alt-Attribut) gibt es so gut wie keine.

Domainset 2

Dieses Domainset (ebenfalls Finanzbereich) wird sehr oft mit dem Markennamen oder der URL verlinkt. zwar sieht man auch einige Domains mit vielen Money-Keyword-Links, aber die grundsätzliche Tendenz ist klar.

Quizfrage

Welches Domainset zeigt Domains, die in den Top 10 Ergebnissen für “Kredit” stehen und welches zeigt Domains, die zwischen Platz 60 und 90 für “Kredit” stehen? Die Lösung: Das zweite Domainset sind die Top 10 für “Kredit“, das erste Domainset befindet sich in der Regel zwischen Platz 60 und 90. Ich habe ausschliesslich “größere Domains” verwendet, ebenso Domains, die eine Intention auf diese Plätze haben – also keinen Spiegel Artikel auf Platz 62 oder sonstige unrelevanten Domains.

Fazit

Ich könnte jetzt noch Dutzende solcher Grafiken hier einfügen, aber ich denke, dass die Zusammenfassung auch reicht.

  • Domains, die als häufigsten Linktext ein Moneykeyword hatten, waren in der Regel gerade in letzter Zeit von Rankingabstürzen betroffen
  • Domains mit zu vielen Moneykeyword-Links haben keine guten Karten bei Google
  • Am besten schneiden Domains ab, die viele Brandlinks haben und auch viele der sogenannten “Compound”-Anchortexte (beste Kombination)
  • Domains mit vielen “Sonstiges” Links waren überraschenderweise oft sehr spammy

Auffälligkeiten

Eine Auffälligkeit vorab, die besonders interessant war: Seokratie.de hat ausschließlich natürliche Links (kein Witz!). Daher kommt es, dass wir fast gar keine Moneykeywords haben. Wir stehen bei Google aktuell nicht einmal in den Top100 (!!!) für den Begriff “SEO”. Nicht, dass wir das wollen würden, aber ich habe uns dann doch mal mit den Top10 für den Suchbegriff “SEO” verglichen:

Seokratie.de (Grün) hat also das natürlichste Linkprofil von allen, und wie wird es uns gedankt? Da kann ich nur eines sagen: Von wegen “Natürlicher Linkaufbau bringt am meisten”! Ich mache den anderen gar keinen Vorwurf, denn wir sind ja selbst schuld. Allerdings segeln viele dort hart am Wind, denn bei so vielen Moneykeyword-Links heisst es oft “Hop oder Top”: Innerhalb eines Tages kann man plötzlich zu viele Keyword-Links haben und es ist aus mit (allen!) guten Rankings. Aber Seokratie funktioniert auch super als Beispiel: Es gibt eben auch Domains mit zu wenigen Moneykeyword-Links!

Branchen

Hier mal ein paar Branchen im Vergleich (jeweils ca. 10 Domains). Am meisten Moneykeyword-Links haben die SEO Blogs, direkt danach kommen die (abgestraften!) Kreditportale. Preisvergleiche haben am wenigsten Keyword Links, wobei sie sehr stark mit Compound Keywords arbeiten wie z.B: “Günstige LCD Fernseher bei Preisvergleich XY”. Es gibt also durchaus unterschiedliche Arten der Verlinkung in unterschiedlichen Branchen. Lustigerweise schmieren nicht so viele Preisvergleiche ab wie Kreditportale, aus zwei Gründen:

  1. Verlinken Preisvergleiche (logischerweise) öfter mit Compound Links als Kreditportale, da auch die “Canon XY 500D” ein recht langer Linktext ist
  2. Verlinken sie öfter auf unterschiedliche Landingpages mit unterschiedlichen Keywords, weil sie auf viel mehr Keywords optimieren und ihr Keyword-Horizont aufgrund der Produktpalette viel größer ist

Die SEO Blogs schmieren übrigens aus gutem Grund nicht ab, obwohl sie am meisten Keyword Links haben: Die Linktexte werden sehr oft variiert, was ihnen dadurch letztendlich oft den Hals rettet. Man optimiert auf “Suchmaschinenoptimierung Hamburg”, “Suchmaschinenoptimierung Bremen” und das Ganze geht auch mit SEO. Es macht einen sehr großen Unterschied ob man nur ein Moneykeyword verlinkt, oder 20 verschiedene. Bei letzterer Methode ist die Gefahr einer Abstrafung deutlich geringer.

Sonstige Auffälligkeiten bei einzelnen Domains (in verschiedenen Branchen)

  • Es gibt Domains auf Platz 60+, die v0n der puren Domainanzahl mehr Links haben, als in den Top10. Wenn man bedenkt, was man sich also an Links sparen könnte, indem man ordentliche Linktexte nimmt – hui!
  • Der Grad zwischen optimaler Ausnutzung von Keywordlinks und zu vielen Links ist sehr schmal -> im Zweifel sollte man (meiner Meinung nach) lieber zu wenige als zu viele Keyword Links aufbauen. Bei zu wenigen kann man lediglich etwas Power nicht mitnehmen, bei zu vielen kann die gesamte Domain darunter leiden
  • Compound Links sind (gefühlt) der absolute Renner, werden aber von manchen völlig ignoriert und nie benutzt
  • Die Abweichungen von den Standardwerten sind oft immens – kaum jemand hat wirklich eine Ahnung, wie er sich verlinken soll

 Disclaimer

Die Untersuchungen haben zwar Zahlen hervorgebracht, was aber letztendlich etwas bringt, das steht nicht in den Zahlen. Meiner Meinung nach ist der Anteil an Money Keywords durch die Bank zu hoch und ich würde nicht (wie der Durchschnitt) 28 % meiner Linktexte darauf bauen.

Nach dem Motto, “Bloß weil es jeder macht, muss ich es nicht auch machen” eröffne ich mal die Diskussion und freue mich über eure Kommentare!

Übrigens könnt Ihr bei Seo-United die Top-SEO-Blogs Deutschland nominieren und ich würde mich sehr über eine Nominierung freuen! :-)

Das war jetzt ein Compound Link, damit Gretus & Co auch mal mehr davon bekommen! ;-)

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Über den Autor

Julian Dziki ist SEO, Online Marketer und Affiliate seit 2007. Suchmaschinenoptimierung München

59 Kommentare

  • danke für die analyse und das teilen mit der SEO-Community! .-)

  • Sehr aufschlussreicher Artikel. Besonders die “Auffälligkeiten” im Bezug auf natürlichen Linkaufbau vs. Money Keywords waren sehr interessant und verwerfen so manche These.

  • Super Interessanter Artikel. Werde ab morgen mal Anchortexte genauer befrachten und analysieren ob ich nicht zu denjenigen gehöre die noch zuviel Moneykeys verwenden! Schönen Abend noch und danke für den Artikel!

  • Super Artikel! Die Frage “Was ist denn nun eine natürliche Linktextverteilung” beschäfftigt mich auch schon eine Weile. Ich hab dazu eine ähnliche Analyse durchgeführt: http://www.stefan-koehn.de/blog/2011/11/wie-man-eine-naturliche-linktextverteilung-aufbaut/
    Dazu habe ich mir einige Backlinks zu bestimmten Keywords von Wikipedia angesehen. Erschreckenderweise kam ich auf eine Moneykeywordverteilung von 51%. Sicherlich wesentlich zu hoch!

  • Hi Julian, danke für den interessanten Artikel. Ich sehe es ähnlich wie Du und würde auch eher auf Compound Links bauen, da dies einfach natürlicher aussieht. Welcher normale User linkt mit “Kredit” auf eine Kreditseite? Die wenigsten. Die meisten User nutzen i.d.R. einen längeren Anchortext.

    Interessant wird es, wenn man eine Vielzahl Unterseiten mit verschiedenen Keywords hat. Reicht es aus, wenn man Unterseite a zum Thema “SEO Hamburg” mit einigen “SEO Hamburg” Anchors befeuert, Unterseite b zum Thema “SEO Berlin” mit einigen “SEO Berlin” Anchors …? Meiner Meinung nach nicht. Man sollte jede Unterseite mit einer Vielzahl verschiedener Anchortexte verlinken und dabei eigentlich auf SEO nicht so sehr achten. Je mehr Variationen im Anchortext, umso natürlicher sieht es aus und umso besser klappt es im Longtail.

  • Danke für die Ausführungen – genau das selbe (ca. 30% Money-Keywords) sind mir erst letzte Woche bei in einem Keyword aus dem Bereich Geschenke/Deko auch aufgefallen. Unser Kunde hat nur ca. 10% Money-Keywords als Anchor, stehen dabei auf Pos. 3 – die Pos. 1 & 2 werden von recht frischen Domains mit ca. 30% Monkey-Anchors überrannt… Ich glaube, dass es sich hierbei um eine magische Grenze des verträglichen handelt, sofern andere Rankingsignale nicht deutlich was anderes als Branchendurchschnitt sprechen.

    Thx,
    Martin

  • Sehr gelungene und schlüssige Analyse. Tendenz für mich jedenfalls: Klarer Fokus auf Brandlinks und danach schön mischen.

  • Der Artikel hat mir sehr gefallen – sehr interessant! Wieder etwas neues gelernt!

  • SEO richtig

    Gebt mal bei Google.de den Begriff “Kroatien Urlaub” ein.

    Wär steht vorne?

    Eine Domain die mit wievielen Money-Keywords vorne steht??????

    Aber hat keine Abstrafung… dann stimmt doch der ganze Artikel nicht…

    Kann gerne noch mehr so Beispiele liefern.

    Was sagt ihr dazu????

  • Hi Julian,

    klasse Artikel!

    Spannend wäre mal eine Analyse, wie das mit Keyword-Domains ausschaut. Die haben ja i.d.R. keinen Brand, sofern nicht Firma x dahinter steht.

  • Danke, dass es mal wieder gesagt wird: Linkmasse ist nicht immer ausschlaggebend!

    Der Branchenvergleich dürfte sehr spannend sein… Julian, gibt es dazu noch mehr?

  • Interessanter Einblick, wie es bei den anderen läuft. Ich persönlich finde ja auch ein ausgewogenes Wachstum hilfreich und würde versuchen es gerade bei den harten moneykeywords nicht zu übertreiben.

    Compound Links sind natürlich hilfreich, um ein bisschen Vielfalt rein zu kriegen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, das gerade in diesem Bereich Halbwissen Gefahren birgt.Wenn der Chef oder Kunde weiß, dass Achortexte wichtig sind und druck macht, weil nach ein zwei gut gesetzten auch der Sprung kommt, ist es oft nicht ganz einfach zu erklären, warum wir auch andere Links brauchen und warum er evtl. dafür auch zahlen muss, damit es ein ausgewogenes Wachstum bleibt

  • Hallo Julian, danke für den super Artikel. Es hat mich auch sehr gefreut, mit dir kurz auf der SEOkomm Party ins Gespräch gekommen zu sein.

    Also dieser fundierte SEO-Artikel von dir bringt es echt auf den Punkt auf was es im Linkbuilding derzeit ankommt!

    Lg aus Wien,
    Markus

  • Julian

    @SEO Richtig: Dir ist klar, dass in diesem Fall “Kroatien Urlaub” eher als Brand von Google gewertet wird, weil die Keywords im Domainnamen enthalten sind, oder?

  • Cooler Artikel Julian!

    Ich seh das genauso, am besten nutzt man Compound Anchortexte, da hat man meistens auch den größten Spielraum für Variationen, trotz Keyword.

    Hier kann man z.B. auch “gebrandete” Links ala “professionelle Mountenbeikes von XYZ / XYZ.de” erzeugen. Was sich dann auch noch ein wenig besser auswirkt als reiner Compound (erfahrungsgemäß)

    Trotzdem ist es eben auch wie Eintopf kochen, man braucht auch ein Paar Money Keys und auch ein bischen sonstiges Zeug :)

    Grüße

    Maxim

  • Moin Julian,

    vielen Dank für den Artikel und den Aufwand den du mit der Clusterung gemacht hast (leider liefern die LRT´s das ja noch nicht automatisch).

    Ich glaube, der Branchendurchschnitt spiel zusätzlich eine große Rolle. Gerade SEOs wissen im Vergleich zu z.B.: Häckelliebhabern (nichts gegen Häcklliebhaber, nur ein Beispiel) WIE man Links setzt. Wir achten eher auf Anchors etc.

    Lg

  • Hallo Julian,

    super Beitrag, echt! Sehr geil umgesetzt! Dennoch wundert es mich, wie VIELE Leute noch harte Money Keys als LT nutzen ! Besonders cool zu lesen ist der Abschnitt über Seokratie.de und den natürlichen Links! Gleiches musste ich ebenso bei zwei Projekten festsellen. Da kam NICHTS. Es geht halt immer noch nix über den gesunden MIX.

  • Sehr schön geschrieben. Congrats :)

  • “kaum jemand hat wirklich eine Ahnung, wie er sich verlinken soll”

    Meinen Kollegen versuche ich das immer anhand folgender Analogie zu verdeutlichen: Wie (damals) beim Familienduell auf RTL haben wir hundert beliebige Personen auf der Straße gefragt, wie sie unser Projekt http://www.XYZ.de verlinken würden. Darauf wurde wie folgt geantwortet:

    xx %
    yy%
    zz%
    etc.

    Wäre es da sehr wahrscheinlich, dass 28% der befragten Passanten auf der Straße die Domain http://www.kostenlose-kredite-schnell-vergleichen.de mit dem Anchor „Kredit“ verlinken? Wohl kaum…

    Ein bisschen gesunder Menschenverstand schadet also bei der Wahl des Anchortextes nicht. Einfach mal die SEO-Brille/Scheuklappen ablegen ^_^

  • Christian

    @Sebastian

    Eine derartige Analyse unter der Berücksichtigung von Keyworddomains wäre in der Tat spannend.

    Ich persönliche stelle mir die Frage, ob bei Keyworddomains die Links mit dem Keyword auch als “Brand” Link bewertet werden…

  • Julian

    @Christian,
    Ja, werden als Brand-Links gewertet. Das Keyword “Kredit” wird also für Financescout als Money, für Kredit.net aber als “Brand”. Wird übrigens auch von Google so gehandhabt… deswegen haben Keyworddomains einen enormen Vorteil (aber eben nur bei einem einzigen Keyword).

  • SEO richtig

    @Julian

    Google sieht garantiert nicht, das oben genannten Beispiel, als Brand an!

    Natürlich ist die Bevorzugung von Keyworddomains noch einer der größten Bugs die Google im Moment hat – aber das ist nicht der Grund. Dies wird ja im Moment auch schon auf den US Markt stark verbessert und wird auch in Deutschland bald oder besser zu sehen sein…

    Der Grund ist, dass Moneykeywords immer noch den größten Einfluss auf das Ranking haben und wenn der Linkfluss konstant gehalten wird, ist es immer noch möglich damit zu sehr gut zu ranken!

    Natürlich ist Kombination von Other-Links, Compound-Links usw.. wichtig, aber diese werden meist automatisch aus Foren usw. gesetzt – somit wird die Domain vor einer Penality bewahrt. Aber mal ganz ehrlich bei großen Portalen sind sowieso genug davon vorhanden (Ich spreche jetzt nicht für kleinere Domains mit einer Domainpop unter 1000 Links).

    Ich habe mal eine 2jährige Studie zu diesen Thema gemacht und kann Sie dir mal gerne zeigen…. du siehst ja meine Emailadresse und gerne kannst du mich kontaktieren. Dann siehst du wirklich mal ein konkretes Beispiel.

    Dein Bericht ist eigentlich gut, aber man muß auch konkrete Studien vorweisen können, wenn man solche Vermutungen in den Raum wirft.

    Nichts desto trotz sind deine Artikel immer sehr gut und es macht Spaß auf deiner Seite zu lesen :-). Ist eigentlich alles richtig beschrieben für kleinere und mittelständige Domains :-).

  • “Es gibt Domains auf Platz 60+, die v0n der puren Domainanzahl mehr Links haben, als in den Top10. Wenn man bedenkt, was man sich also an Links sparen könnte, indem man ordentliche Linktexte nimmt – hui!” Wie kommst du denn darauf? Die Qualität der Backlinks ist doch nicht gleich sodass man sagen kann, dass es an dem Ankertext liegt.

    MfG

  • Vielen Dank, das ist ein klasse Artikel. Eine Frage:

    Handelt es sich dabei um die Anchortexte die irgendwo auf die Domain linken, oder auf die spezifische Seite, die in Google auftaucht?

    Irgendwelche Infos ob die Anchortexte mit dem Brand Name auch auf tiefere Seiten angewendet weden sollen? Mein Gefühl sagt mir ja.

    Würde mich über Antworten freuen.
    Danke!

  • Sehr schöner Artikel, lässt mich meine Linkstrategie überdenken. Dass man es mit den Moneywords nicht übertreiben sollte, habe ich bei einigen Konkurrenten erlebt, die von jetzt auf gleich im Nirvana verschwunden sind.
    Aber welches Gewicht haben denn die “sonstigen” ?

  • Hallo Julian,

    danke für den gut geschriebenen Artikel. Der Artikel bestärkt eigentlich genau das “Gefühl”, was ich so habe bzgl. diesem Thema.

    Ich denke, man braucht durchaus einige Money-Keyword-Links, wenn man zu ebendiesen Money-Keys gut ranken möchte. Andererseits muss man schauen, dass man insgesamt eine gewisse Anzahl an Links aufbaut, um die Linktexte gut durchvariieren zu können, d.h. es geht m.E. weniger um die “absolute” Anzahl an Links, sondern vielmehr um die prozentuale Aufteilung…d.h. je mehr Brand-Links und sonstige Links ich habe, desto mehr Money-Links kann ich mir “erlauben”, ohne dass google das als unnatürlich ansieht und das bringt m.E. dann den Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

    Auch deine Einschätzung bzgl. Keyword-Domains aus den Kommentaren (Kredit wird als Brandlink für Kredit.net gewertet z.B.) teile ich absolut…ich denke auch, dass der große Vorteil der Keyword-Links aus genau diesem Zusammenhang herrührt…

    Viele Grüße

    Maximilian

  • Hallo Julian,

    schöner Artikel. Musst du immer so ausführlich schreiben? Das raubt immer soviel Zeit. ;-)
    Was mir beim Lesen noch eingefallen ist und was ich eigentlich noch erwähnenswert finde: einer der Speaker auf der SEOkomm (Markus Tandler?, Jonas Weber? ein anderer? – ich weiß es nicht mehr) meinte auch, dass man vorsichtig sein sollte und jetzt nicht auf einmal nur noch Brand Links aufbauen sollte oder nur noch Compound Links. Weil Google die Konferenzen und Blogs ja auch im Auge hat und da evtl. auch Schlüsse draus zieht und sich auch die Entwicklung der Linkprofile ansieht. Das klingt zwar leicht paranoid, aber generell auch logisch. Da könnte schon was dran sein. Was meinst du dazu?

    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo zusammen, das ist ein wirklich guter Artikel. Vielen Dank für die tollen Fakten und unterschiedlichsten Betrachtungsweisen. Werde mir mal unsere Seiten daraufhin Analysieren.

  • Vielen Dank für die informative Analyse. Ich denke Brand-Links sind die dankbarsten die man bekommen kann, da viele dem Brand automatisch einen Key dazugeben.

  • @Julian echt gelungener Beitrag und bringt wieder mal ein paar mehr Erkenntnisse es richtig gemacht zu haben. Dies manuell auszuwerten, stelle ich mir sehr aufwändig vor. Hast du dies mit einer Excelliste gemacht? Es wäre auch noch schön gewesen, wenn du bei den ersten beiden Grafiken die Farben erklärt hättest, aber wahrscheinlich möchtest du das nicht machen :)

  • Wirklich tolle Analyse, ich bin selber auch großer Fan von Brand Links und Compound links. Dein SEO-Blog ist echt klasse :) Weiter so!

  • Wie sieht es denn mit Anchortexten aus die sowohl Brand als auch Moneykeyword vereinen, also sowas wie “BRAND Gutscheine” oder “Brand Kredite” ? Zählen die nun zu Money oder Brand? Oder gar Compound?

  • @ Christoph
    das ist eine sehr gewagte These und ich glaube nicht, dass Google nach jeder Konferenz seinen Algorithmus an Aussagen der Redner anpasst.

    Total paranoid!

    Viele Grüße

  • Julian

    @Christoph: Ich denke auch, dass das in diesem Fall zu weit führt. In anderen nicht unbedingt…

  • @Dave: Wie gesagt, das stammt ursprünglich von mir, ich weiß nur leider nicht mehr welcher Speaker das erwähnt hatte, aber generell denke ich, dass das durchaus sehr gut sein kann. Denn was liegt näher, als diejenigen, die einen am stärksten beobachten, nämlich die Suchmaschinenoptimierer, ebenfalls zu beobachten und deren Vorgehen ebenfalls zu analysieren? Man muss sich ja auch mal vor Augen halten, dass 90% aller Webseitenbetreiber (Zahl ist jetzt einfach mal aus der Luft gegriffen) sich nicht oder nur sehr oberflächlich mit SEO beschäftigen. Und dann gibt es da diese SEOs, die Google und die anderen Suchmaschinen sehr genau beobachten und analysieren. Das heißt für mich im Umkehrschluss, dass 90% (vielleicht auch deutlich weniger, wie gesagt, ich nehm einfach mal ne Zahl) aller Webmaster sich nicht um ihre Backlinkstruktur etc. kümmern. Dadurch entstehen dann ja, die sogenannten “natürlichen Backlinkprofile”, die Google gerne sehen würde. Diese enthalten dann logischerweise sehr häufig den “Brand” bzw. eben die URL der Seite. Ist ja auch logisch. Wenn ich mir keinen Gedanken über SEO mache, verlinke ich eine Seite meist mit http://www.eineschoeneseite.de. So, jetzt haben aber vor einigen Jahren findige SEOs herausgefunden, dass sogenannte Keyword-Linktexte ganz schön gut funktionieren können und haben massenweise solcher Links aufgebaut. Jetzt heißt es aber auf einmal: “Passt mal lieber auf und baut nicht zuviele solcher Links auf…” also was passiert… jetzt bauen auf einmal alle SEOs “Brand-Links” auf. Ganz ehrlich: Google ist doch nicht bescheuert und soetwas kann man doch total einfach (vor allem mit der Power von Google) analysieren… das geht vollautomatisch. Also als “Total paranoid!” würde ich das mal nicht abtun. Aber gut… muss jeder für sich wissen, was er jetzt tut. Aber ich finde, dass der Kollege auf der SEOkomm da durchaus einen sinnvollen Einwurf gebracht hat.

    @Julian: Wieso denkst du, dass das in diesem Fall zu weit führt? Klar, etwas paranoid ist das vielleicht schon, aber ich denke wenn wir das mit Hilfe von Tools herausfinden können, dann kann Google das auch. Und wenn man sich das dann mal als Graphen vorstellt, in dem von 200X – 2011 Keyword-Links aufgebaut wurden und dann von 2011 – 201X hauptsächlich Brand-Links… dann finde ich, wird das auf einmal sehr schön sichtbar. Aber klar… kann auch sein, dass das ne Nummer zu paranoid ist. Aber nicht “total paranoid”. Was denkst du?

  • Mir ist aufgefallen, dass in letzter Zeit öfters mit der URL als Ankertext verlinkt wird (wobei aber meist eine Keyword-Domain im Spiel ist).
    Das würde ja die Bedeutung von Keyword-Domains nur unterstreichen und nicht in Frage stellen, wie zuletzt oft zu lesen war,

  • Hallo Julian,
    Vielen Dank für den Beitrag. Habe mir schon ein paar mal die Frage gestellt und nun endlich die Lösung. Freu mich immer mehr darüber zu Erfahren. Grüße

  • Andy

    Sehr interessanter Artikel, vielen Dank dafür!
    Ich sehe das sehr ähnlich, es gibt unterschiedliche Branchen und eben auch ganz unterschiedliches Linkbild der Top 10 Seiten.

    Was ich mich frage, wenn überhaupt keine Moneylinks aufgebaut werden und keine Compound, sondern nur Brandlinks und jetzt ist in dem Domainnamen noch nicht einmal ein Keyword enthalten, wie stuft Google dann die Relevanz einer Seite zum Content der Seite ein?

    Ich habe so eine Seite gefunden, das ist nicht einmal gescheites deutsch was auf der Seite steht, Domain kein Keyword, nur Brandlinks und steht mit den wichtigsten Keywords ziemlich weit vorne :-( komisch

  • Hallo,

    ich beschäftige mich seid längerem mit den Verhältnissen der Linktexte, die Tendenz ist klar, daß immer weniger Hauptstichwörter, hier Money Keywords, genannt, relativ gesetzt werden. Aber deine Studie sagt, nichts über die Quantität ,die Qualität und Ziele der Backlinks aus, also weitere wichtige Faktoren, daher kann man leicht die falschen Schlüsse ziehen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Ratio der Anzahl der Backlinks zu Frontpage/Deeplinks.

    Hat jemand dazu Research betrieben? Laut meinen Beobachtungen, kann ein zu hoher Anteil an Backlinks zur Frontpage auch einen Absturz verursachen. Dies hat dann mit den Textattributen der Links nichts zu tun.

    Grüße aus Hamburg,

  • Julian

    Hi Hans,

    Natürlich – aber man kann einfach keinen Blogpost über “Links insgesamt” schreiben. :-)

  • Ich finde es sehr schade, dass man mit natürlichem Linkaufbau beziehungsweise wenn man nicht persönlich nach hilft nicht sonderlich weit kommt. Bestes Beispiel ist euer Blog. Super informativer Content und recht viele Verlinkungen. Trotzdem sind andere weniger informativere Blogs bei Google und Co. vor euch.

  • Auch wenn der Artikel schön älter ist, ich schuae öfter noch drauf um gewisse Dinge in das Gedächtnis zurückzuholen. Heute kam mir dabei die Frage, wie handhabt ihr das mit den Linktexten für die interne Verlinkung?
    Compound, oder Money Keyword? Was sind eure Erfahrungen?
    Gruß

  • jetzt mal ehrlich was sagt mir denn der Artikel eigentlich, wenn ihr es als Profis auch nicht hinkriegt. Kommt mir irgendwie wie in der Politik oder in der Bekämpfung von Wirtschaftskrisen vor. Jeder weiss was aber doch nichts Richtiges. Analysen, Einschätzungen aber keine Rezepte.

    Vielleicht ist es auch das auch was Google will. Undurchsichtig bleiben.
    Trotzdem tolle Arbeit Jungs

  • Wenn man sich die Linktexte einiger Kommentatoren genauer anschaut, denkt man aber auch, die haben den Artikel zu genau gelesen!?

    @carsten

    Interne Links werden natürlich auch gemischt. So wie es am besten passt und je nachdem um was für eine Seite es sich handelt :) Die Mischung machts!

  • Sehr interessanter Artikel, aber irgendwie bleibt es, zumindest für mich, immer bei der Erkenntnis, das es ein dauerhaftes Suchen bleibt, mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten und doch sehr unterschiedlichen Ansätzen…

  • Durch Zufall bin ich auf diesen Artikel gestoßen und bin begeistert. Hoffentlich behält diese Erkenntnis auch in Zukunft (nach den vielen Google-Tierchen-Updates) seine Gültigkeit. Wie immer gilt halt: die Mischung machts.

  • Wow, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Irgendwie darf man Google auch nicht alles glauben.

  • Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel, der ja schon etwas älter ist, aber wahrscheinlich auch heute nicht an Bedeutung verloren hat.

    Gibt es neue Erkenntnisse darüber, ob Google tatsächlich den zeitlichen Faktor in Bezug auf die Anchor-Texte mit in den Algo einfließen lässt?

    Grüße,
    Benjamin

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