So optimierst Du gezielt Landingpages

5. April 2017  |     |  4 Kommentare
Ein Beitrag von Felix

„Was können wir tun, damit wir für Thema XY bis zur Saison vorne stehen?“ Schon viele Male wurde uns diese Frage gestellt. Die Aufgabe ist nicht leicht: Es geht schließlich um die gesamte Domain und nicht um einzelne URLs. Aber gibt es Wege und Möglichkeiten? Durchaus!

1. Zielgerichtet optimieren

Du kannst noch so viel optimieren, wenn Du nicht relevant für die Suchbegriffe bist, für die Du gefunden wirst. Sei Dir bewusst, welche Keywords Du fokussierst und vermeide bewusst Phrasen, für die Du nicht relevant bist! Deine Landingpage muss zu allen Suchbegriffen 100% performen.

Suche dafür Deine Suchanfrage in Google. Beispielsweise ist „Landingpage-Optimierung“ das Thema dieses Blogposts. Wer das allerdings sucht, interessiert sich meist für Conversion-Optimierung – das implizieren die ersten vier Suchergebnisse. Ich bin also nicht relevant und sollte nicht dafür gefunden werden:

suchergebnisse für "landingpage-optimierung"

2. Snippets optimieren

Ich werde nicht müde es zu betonen: Optimiere Deine Snippets! Ein gesunder Mix aus Suchbegriffen und Alleinstellungsmerkmalen beziehungsweise Klickreizen im Title ist das absolute A und O für ein gutes Ranking. Bessere Klickrate, bessere Rankings. Hier musst Du daher unbedingt als nächstes ansetzen. Wie Du das genau angehst, erfährst Du in meinem Beitrag über Snippet-Optimierung.

3. Aktionen und Rabatte starten

Wer lieber mit dem Rammbock durch die Tür möchte, der kann auf Rabatte setzen. Bei einem unserer Kunden konnten wir davon besonders stark profitieren. Mit USPs und Klickreizen allein konnten wir schon einige Positionen gut machen. Als wir dann aber etwas Ähnliches wie „-50% auf Laptops – XY-Aktion bis 30. April“ im Title stehen hatten, ging unser Ranking durch die Decke:

snippet-optimierung mit rabatten

Warum das funktioniert? Weil Google die verbesserten Nutzersignale registriert:

  1. Die Klickrate wird deutlich besser
  2. Die Nutzer setzen sich intensiver mit der Seite auseinander
  3. Die Besucher werden sich die Seite merken und vermutlich wiederkehren

Wie genau Google Usersignale misst, spielt dabei keine Rolle. Schließlich sind die Besucher ja tatsächlich zufriedener und das honoriert Google – trotz diverser Dementis. Warum also nicht in der Vorsaison eine große Rabatt-Aktion starten? Das kann Dir eine gute Ausgangsposition für die Hauptsaison sichern.

4. Thema holistisch abdecken

Google sagt es in den Quality Rater Guidelines (Link zum PDF) sehr deutlich. Für sie sind „the most important factors to consider when selecting an overall Page Quality rating„: Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness („E-A-T“). Zeig also Deine Expertise und werde zu einer Autorität in Deinem Bereich! Dazu solltest Du das Thema holistisch abdecken, also wirklich alles (alles alles) zum Thema behandeln und beantworten.

Du willst ein Beispiel? Dann kriegst Du Whisky! Nehmen wir „Bunnahabhain“. Das ist eine schottische Whisky-Destillerie. Wer für diese Suchanfrage oben ranken möchte, sollte wirklich alles zum Thema bieten. Was zum Thema gehört, verrät Google über die ähnlichen Suchanfragen am Ende der Suchergebnisliste:

bunnahabhain verwandte suchanfragen

Dein Shop sollte also den Bunnahabhain in allen Altersstufen und Sondereditionen anbieten und die Aussprache erklären (am Rande bemerkt ist die ungefähr so: Bunnahäwen).

Auch semantisch relevante Keywords bieten Inspiration. Hier sind einerseits WDF*IDF-Tools (z.B. von OnPage.org) und andererseits die verwandten Keywords von Semager hilfreich:

semager verwandte keywords

Du solltest also auch Single Malts ganz grundsätzlich behandeln und über die Insel Islay und deren anderen Destillerien alle Infos auf Deiner Website haben.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch Google Suggest. Entweder über die Suche selbst oder zum Beispiel über Hypersuggest.org (um Himmels Willen, so gebt dem Mann doch ein Bier!).

bunnahabhain google suggest

Auch hier finden sich schöne Nischen, über die Du Dich mit Deiner Expertise langsam aber sicher als Autorität beweisen kannst. (Psst, Geheimtipp: Das nennt sich Content Marketing!) Whisky.de macht das seit Jahren. Sie beantworten (fast) alle diese Suchanfragen irgendwo auf ihrer Seite. Sie stehen daher zu recht für „Bunnahabhain“ ganz vorne – auch wenn sie in Sachen Struktur noch deutlich Luft nach oben haben:

Die Inhalte müssen und sollen übrigens nicht alle auf einer URL sein. Deine Landingpage muss nur die Themen behandeln beziehungsweise verlinken, die für die dortige Suchintention relevant und hilfreich sind. Um den Überblick über alle Themen und URLs zu behalten, empfehle ich Dir, eine Keywordmap zu verwenden.

5. Vertrauen stärken

Expertise, Authoritativeness und was war da noch…? Genau, Trustworthiness! Zeige also, dass Kunden Euch vertrauen können und binde sie dadurch. Hier hast Du viele Möglichkeiten zur Auswahl, nutze sie:

  • Kundenbewertungen (auch als Rich Snippets)
  • Siegel
  • Referenzen
  • Marken
  • Testimonials
  • Garantien
  • Informationen über den Betreiber oder den Autor

6. Onpage-Hausaufgaben machen

Keine Lust auf SEO-Hausaufgaben? Wir machen sie gern für euch! 🙂

Natürlich sollte die Landingpage auch allen Onpage-SEO-Anforderungen standhalten:

  • Gibt es eine ordentliche Hauptüberschrift und ist das Thema der Seite eindeutig?
  • Steht die Suchintention auf der Landingpage im Vordergrund?
  • Sind sinnvolle Inhalte auf der Seite vorhanden und sind diese sinnvoll strukturiert?
  • Ist die Seite möglichst individuell und auf das Thema zugeschnitten?
  • Ist der Code sauber?
  • Ist die Ladezeit der Seite wirklich schon perfekt?

Alle Faktoren führen hier zu weit, daher sei an dieser Stelle auf Julians Beitrag zu Rankingfaktoren für URLs verwiesen.

7. Traffic bringen

Wenn alles inhaltlich und technisch sauber ist, wird es Zeit die Seite unter die Leute zu bringen. Zuallererst solltest Du von allen themenrelevanten Inhalten auf Deiner Seite sinnvoll und mit aussagekräftigem Anchortext auf die Landingpage verlinken. Das gibt Deiner Landingpage schon rein mathematisch ein stärkeres Gewicht.

Auch externe Verweise unterstützen Deine Seite. Es geht hier nicht nur um Links, sondern vor allem um Trafficströme, die Google auch wahrnimmt. Social-Media-Marketing ist kein SEO-Gold, aber ein guter Weg, Deine Seite mit Leben zu füllen und bekannter zu machen.

Sorge ganz einfach dafür, dass Du nicht der einzige bist, der weiß, dass Deine Landingpage und die Inhalte drum herum die besten zum Thema sind!

Treffer, versenkt!

volltreffer

Gezielte Optimierung ist also möglich, ohne einfach nur „mehr!“ zu machen. Ganz auf eine URL beschränken darfst Du Dich dabei allerdings nicht und es ist viel Arbeit. Der Weg zum Ziel führt über SEO, Content Marketing, User Experience, Social Media und vieles mehr. Da fällt mir auf: Das sind ja alles Leistungen, die wir als Agentur anbieten. Na so was Praktisches aber auch! 😉

Bildquellen: Bogenschützin © myshkovsky / istockphoto.com; Hausaufgaben-Kind © BrianAJackson / istockphoto.com; Zielscheibe © STanth / istockphoto.com

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