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Drei Goldene Regeln zum Geld verdienen mit Affiliate Seiten

2009-11-18
Seokratie
Seokratie GmbH
Main address: Blutenburgstr. 18 D-80636 München, Deutschland ,
Tel:089 - 219098411 , E-mail: mail[@]seokratie.de
von Julian Dziki 18. Nov 2009 13 Kommentare

Eine Seite X hat die Besucherzahl Y und das Thema Z – wie macht man damit am besten Geld? Ich versuche mal einige Do’s and Dont’s aufzulisten. Ganz im Gegensatz zu dem Bild im Blogpost hat es bei mir leider nur für drei Regeln gereicht…
Goldene Regeln

Oberste Regel: Relevanz!

Wenn ihr eine Seite über Grafikkarten habt, dann bindet Werbemittel zum Thema „Grafikkarten“ ein, nicht zum Thema „Computer“! Nichts ist schlimmer, als unrelevante Werbung zu zeigen. Hier fällt auf (leider) schon ein Großteil von Merchants weg, die es einfach nicht fertig bekommen, passende Werbemittel für ihre Webseiten bereitzustellen. Kleiner Tipp: Wenn es sich lohnt, dann baut einfach eigene Werbemittel – natürlich in Absprache mit dem Merchant. Oft bauen sie auch für euch eigene Banner, sofern ihr nachfragt.

Seht euch einfach die momentan erfolgreichsten Firmen im Netz an: Google arbeitet mit Relevanz (Adsense, Adwords, normale Suchergebnisse). Ohne Relevanz wäre Google nichts! Andere Erfolgsbeispiele sind die Wikipedia (relevante Artikel), Gutefrage (relevante Fragen), das Amazon Partnerprogramm (relevante Werbemittel) und viele mehr. Je relevanter eure Anzeigen sind, desto mehr werdet ihr verdienen. Auf einer Unterseite zum Thema „High End Grafikkarten“ sollten daher im Idealfall auch nur Werbemittel für „High End Grafikkarten“ stehen. Relevant genug gibt es eigentlich nie – man kann immer mehr Relevanz herausholen.

Zweite Regel: Der richtige Merchant

Die Auswahl des richtigen Merchants ist ein hochkomplexes Thema. Fragen, die ich mir regelmäßig stelle, sind etwa:

  • Wie hoch ist die Conversionrate des Merchants (in etwa)
  • Ist der Merchant bekannt und genießt einen hohen Trust bei den Nutzern?
  • Welche Art von Tracking bietet der Merchant an (Cookie-Tracking, Session-Tracking, Cookieless-Tracking)?
  • Wie lange ist die durchschnittliche Conversionzeit? Vor allem wichtig ist das in Zusammenhang mit der Frage ob Cookies eingesetzt werden.
  • Wie groß ist der durchschnittliche Warenkorb?
  • Welchen Merchant binden die Top-SEO-Affiliates ein? Haben diese Premiumkonditionen?
  • Wie vertrauenswürdig ist der Merchant gegenüber Affiliates?
  • Gibt es ein direktes Partnerprogramm ohne Netzwerk?
  • Werden Sales vernünftig getrackt? Testbestellungen machen!
  • Bei welchen Netzwerken ist der Merchant angemeldet?
  • Welche Werbemittel stellt der Merchant zur Verfügung? Welche davon sind konversionstark?
  • Merkt man, dass dem Merchant Affiliate-Marketing wichtig ist oder ist es nur ein Kanal, der 2001 aufgemacht wurde und immer noch die gleichen Werbemittel hat?
  • Wie schnell antwortet der Merchant bei Fragen?
  • Wie dynamisch reagiert der Merchant in Hinblick auf Vorschläge und neue Ideen?
  • Wie viele Sales werden storniert, wann werden sie storniert und ist die Storno-Rate realistisch?

Das sind nur einige Fragen und dadurch sieben sich die meisten Merchants selbst aus.

Dritte Regel: Conversionorientierte Webseiten bauen

Auf eurer Seite müssen die Leute zum Klicken auf Werbmittel animiert werden. Das funktioniert nicht durch Einbindung eines Banners in eure Webseite! Bietet einen Überblick über verschiedene Angebote und streicht hiervon die Besten heraus. Ihr braucht das Vertrauen des Users. Im Idealfall klickt er auf das Werbemittel und tätigt danach sofort den „Kaufen“ Button, weil er auf eurer Seite schon alles Wissenswerte erfahren hat. Er muss bereits eine Kaufabsicht haben, je konkreter desto besser. Bewerbt daher nicht Grafikkarten allgemein, sondern einzelne Produkte! Ich will mir auch kein „Auto“ kaufen, sondern einen „Jaguar“, „BMW“ oder „Fiat“.  Wenn mir dann irgendwer erzählt, wie ein Auto funktioniert, dann interessiert mich das nicht! Ich will wissen ob der Jaguar X besser ist als der Jaguar Y und wie diese beiden im Vergleich zu einem BMW X stehen und insgesamt ob sie denn einen Kauf wert sind.

Statistiken sind dafür super. Haltet das Ganze dabei so einfach wie möglich. Niemand liest ganze Romane, sondern die Leute wollen kurz und knapp informiert werden. Benutzt Balken, Sternchen, Prozentpunkte als Wertungen – oder schlichtweg bunte Farben.

Amazon Partnernet:

  • Hohe Conversionrate
  • Hoher Trust bei den Benutzern
  • Session-Tracking: Kein Streuverlust durch Postview
  • Niedrige Stornoraten
  • Tolle Werbemittel
  • Affiliate Support für Standard-Affiliates nicht berauschend
  • SEM-Tracking funktioniert nur eingeschränkt
  • Lässt einen bei rechtlichen Problemen im Stich

Schon habe ich einen besseren Überblick, ob ich das Produkt haben will bzw. mich als Affiliate dort anmelde. Der User klickt nun entweder auf das Werbemittel oder (wenn ihm der Test / die Zusammenfassung) gefallen hat, klickt auf eurer Webseite einen anderen Artikel an. Wichtig ist, dass er im Idealfall eure Seite erst verlassen sollte, wenn er die Kreditkarte gezückt hat oder definitiv die Conversion ausführen will. Daher ist es auch unnötig, dem User etwas vorzugaukeln: Ihr braucht Vertrauen und das bekommt ihr nicht, wenn ihr euch wie ein Gebrauchtwagenhändler aufführt. Bietet dem User das beste Angebot und er wird es kaufen!

Bild: © fotofrank – Fotolia.com

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Über den Autor
Wie andere Fussballprofi werden wollten, so wollte Julian immer schon im Online Marketing arbeiten. Den Blog Seokratie.de startete er 2008 neben seinem Studium. Aus dem Hobby wurde sein Beruf: Heute ist er Geschäftsführer und Inhaber der Online Marketing Agentur Seokratie mit über 20 Mitarbeitern. Er ist Autor von "Suchmaschinen-Optimierung für Dummies", das 2018 im Wiley Verlag erschienen ist. Hier findest Du alle Beiträge von .

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13 Kommentare
  1. Marco 18. November 2009

    Guter Artikel,

    Es ist schwierig gute Merchants zu finden. Das Problem ist meist nicht das das Tracking etc. nicht funktioniert sondern vielmehr das Problem das die Seiten zum teil einfach nur Grottenschlecht Konvertieren. Leider gibt es nur wenige Merchants die es zum Beispiel ermöglichen Waren direkt in den Warenkorb zu laden und dann nur noch den Kaufprozess abwickeln. Amazon bietet natürlich die Ausnahme wegen des hohem Trust/Usability. Aber leider kann man gerade bei Nischenprodukten meist nur auf 2-3 Merchants zurückgreifen.

  2. Themenmixer 18. November 2009

    Sehr schöne Zusammenfassung der Probleme, mit denen man sich als Publisher konfrontiert sieht.

    Gerade im Moment „kotzen“ mich die Werbemittel vieler Merchants einfach nur an. Die sind dermaßen an der Wirklichkeit vorbei konzipiert, dass sie unbrauchbar sind. Stichwort: Weihnachten. Ich sehe sehr oft Klickibuntibanner, aber gescheite Textlinks sind nicht zu bekommen.
    Produktlisten interessieren mich nicht, aber ich habe auch keine Chance auf Produktrubriken zu verlinken! Mitunter wäre das sehr, sehr sinnvoll. Anbieten tut es keiner (außer Amazon).

    Von den Stornoraten will ich gar nicht sprechen. Ich habe da nur negative Erfahrungen gemacht. Plausible Antworten der Merchants gibt es nicht. Hier muss einfach mehr Transparenz her. Ich will wissen, wie und warum Stornos gemacht wurden. Nur dann ich mich darauf einrichten und ggf. mein Angebot besser auf den Merchant ausrichten.

    Doch wohin wendet man sich als „kleiner Affiliate“? Manchmal habe ich den Eindruck, dass man unter einer gewissen Größe Kritik am Besten auf ein Blatt Papier schreibt und dieses in den Papierkorb wirft.

    Daher gibt es ein wichtiges Merkmal, das jeder Affiliate haben sollte: Unendliche Geduld und Frustrationsresistenz.

    Grüßle vom Bodensee
    Jörg – der Themenmixer

  3. Walter 18. November 2009

    Hallo,

    ein paar Fragen:

    1. Wo picke ich denn am Besten die Werbemittel heraus? Die Suchfunktionen, die die Partnernetzwerke bereitstellen, erscheinen mir oft etwas umständlich.

    2. Wie finde ich als „kleiner Affiliate“ ohne direkten Merchantdraht den durchschnittlichen Warenkorb der einzelnen Partnerprogramme heraus?

    3. Darf man eigentlich auf Begriffe wie „Iphone“ in Adwords bieten? (Ohne weitere Erwähnung im Anzeigentext)

    Danke Dir für den hilfreichen Artikel!

  4. Julian 18. November 2009

    @Walter: Da musst du selbst suchen. Es gibt aber z.b. http://www.Affilixx.com oder http://www.100partnerprogramme.de .
    2. Anrufen kann man auch als kleiner Affiliate – ob sie dir den (wahren) durchschnittlichen Korb sagen, weiß man allerdings nie.
    3. Nein, damit bekommst du richtig Ärger.

  5. Walter 18. November 2009

    Wenn jetzt z.B. ein Handyshop uneingeschränkt SEM erlaubt, dürfte man dann SEM auf die Handys, die darin vertrieben werden, machen? (zb Iphone)

  6. Julian 18. November 2009

    Nein.

  7. Walter 18. November 2009

    Was bringt denn dann uneingeschränktes SEM überhaupt?
    Nur, dass ich die Display-URL des Shops nutzen darf?

  8. Julian 18. November 2009

    Und dass du direkt auf den Shop leiten kannst, anstatt noch eine eigene Landingpage zu schalten.
    Was du meinst (mit den Marken) ist sogenanntes „Brand Bidding“. Du kannst ja mal versuchen, die Erlaubnis von Apple zu bekommen. 😉

  9. Walter 18. November 2009

    Darf denn ein Shop, der selbst Ipods führt, „Ipod“ bewerben?

    Irgendwie ist mir das Rechtliche sehr unklar, finde da auch keine umfassenden Infos

  10. Julian 18. November 2009

    Grundsätzlich solltest du davon dann eher Abstand nehmen. Wenn ich mir rechtlich unsicher bin, dann mache ich es lieber nicht.
    Eingetragene Marken bei Google Adwords zu bewerben ist wettbewerbswidrig – zumindest noch im Moment. Wenn du Näheres wissen willst, dann frag doch mal bei einem Jura-Forum nach.

  11. Andreas 25. November 2009

    Ich habe eine Frage zum Amazon Partnernet:
    Du schreibst „Lässt einen bei rechtlichen Problemen im Stich“. Wie ist das gemeint? Geht es da um Urheberrechte der Produktfotos und Texte? Gibt es da einen Fall wo es Probleme gab?

    Gruß,
    Andreas

  12. Dennis 14. Dezember 2009

    Klasse Artikel.

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