ChatGPT im Content Marketing nutzen: Chancen, Beispiele & Tipps
Alle reden und schreiben über KI im Content Marketing – und ich jetzt auch! Künstliche Intelligenz wird derzeit von vielen als radikale Revolution bejubelt und als Untergang des „klassischen“, menschengemachten Content Marketings beschworen. In diesem Blogbeitrag gebe ich Dir Tipps, wie Du ChatGPT im Content Marketing zu Deinem Vorteil nutzt und Fallstricke vermeidest.
Inhalt
Wie funktioniert ChatGPT?
Lass uns kurz klären, was ChatGPT eigentlich ist und wie es funktioniert, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. GPT (generative pre-trained transformer) ist ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Sprachmodell. Der KI-Textgenerator wurde von OpenAI entwickelt und kann auf eine riesige Menge an Informationen zugreifen, um Antworten auf Fragen oder Aufforderungen, sogenannte Prompts, zu geben. Mit GPT-4 hat OpenAI im März 2023 sein bisher fortschrittlichstes System vorgestellt. Da diese neueste Version jedoch nur für Benutzer von ChatGPT Plus verfügbar ist, beziehe ich mich in diesem Beitrag auf GPT-3.
Die Arbeitsweise von ChatGPT basiert auf verschiedenen Konzepten der künstlichen Intelligenz. Dazu gehören Algorithmen, Machine Learning und Big Data. Die Kombination dieser Elemente ermöglicht es ChatGPT, aus Daten zu lernen, sie zu analysieren sowie Muster und Wahrscheinlichkeiten zu erkennen und daraus automatisch Antworten auf Fragen zu generieren. Dabei kann das Modell auf eine breite Palette von Informationen zugreifen, um umfassend und genau zu antworten. Die Antworten können je nach Thema und Komplexität variieren und dem jeweiligen Nutzer helfen, eine Frage zu beantworten oder ein Problem zu lösen.
ChatGPT – Vor- und Nachteile der künstlichen Intelligenz
Es versteht sich von selbst, dass die KI Vor- und Nachteile mit sich bringt. Gerade im Content Marketing gleichen sich die Stärken und Schwächen von ChatGPT aus.
ChatGPT – Vorteile für das Content Marketing
Ganz klar bietet ChatGPT im Content Marketing folgende Vorteile:
- Personalisierte Inhalte: Die KI kann personalisierte Inhalte für einzelne Zielgruppen erstellen, um die Relevanz und Wirksamkeit von Inhalten zu erhöhen. Dafür musst Du ChatGPT allerdings möglichst genaue Informationen zur Zielgruppe zur Verfügung stellen.
- Datenanalyse: KI-Tools wie ChatGPT können durch maschinelles Lernen große Datenmengen analysieren und Trends erkennen, um bessere Entscheidungen über die Erstellung und Verbreitung von Inhalten zu treffen.
- Effizienzsteigerung: Automatisierte Prozesse ermöglichen eine effizientere Erstellung und Verbreitung von Inhalten.
- Zeitersparnis: Dieselben automatisierten Prozesse können Zeit für andere Aufgaben freisetzen.
- Kosteneinsparungen: Durch den Einsatz von menschlichen Mitarbeitenden durch KI-Tools kannst Du Personal und Gehälter einsparen.
Das klingt zunächst verlockend, oder? Wenn Du jetzt in Versuchung gerätst, solltest Du die folgenden Nachteile bedenken.
ChatGPT – Nachteile im Content Marketing
Allerdings bringt ChatGPT im Content Marketing die folgenden Nachteile mit sich:
- Verlust der menschlichen Kontrolle: Die Besorgnis über die potenziellen Gefahren der KI wächst, und die Rufe nach einer gesetzlichen Regelung werden lauter.
- Datenschutzbedenken: Welche Daten werden von KI-Tools wie ChatGPT gesammelt und gespeichert, und wofür genau werden sie verwendet? Wer besitzt das Urheberrecht an den von der KI generierten Texten oder sogar Bildern?
- Bedrohung von Arbeitsplätzen: Einige Arbeitsplätze könnten von der KI übernommen werden. Was für den einen ein Vorteil ist, ist für den anderen ein Nachteil.
- Fehleranfälligkeit und Unvollständigkeit: Wer garantiert bei KI-basierten Analysen und ChatGPT-Texten, dass sie umfassend sind und keine Fehlinformationen enthalten?
- „Blasenbildung“: Die übermäßige Verwendung der immer gleichen Daten kann zu einer „Bubble“, also einer einseitigen Informationslage führen. Die KI greift auch nur auf bestimmte, bereits vorhandene Informationen zurück. Wenn diese immer die gleichen Daten oder Aussagen enthalten, wird der ChatGPT-Text diese reproduzieren. Neue Perspektiven oder eine kritische Betrachtung entstehen explizit nicht.
- Unzureichende Kreativität und Emotionalität: Die letzte Bastion der Menschheit sind schließlich Phantasie und Gefühle. Im Gegensatz zu menschlichen Mitarbeitenden kann ChatGPT keine kreativen Ideen hervorbringen oder Gefühle ausdrücken. Aber genau das sind wichtige Bestandteile jeder Marketingmaßnahme.
ChatGPT-Texte verwenden: eine Revolution – oder doch nicht?
KI kann eine Vielzahl von Aufgaben automatisieren und beschleunigen. Letztlich hängt es von der Art und Weise ab, wie Du die künstliche Intelligenz im Content Marketing einsetzt, ob sie tatsächlich eine Revolution mit sich bringt oder nicht. Ist ChatGPT-Content also die Zukunft des Online Marketings? Sicher wird die KI in Zukunft eine große Rolle bei der Content-Erstellung spielen.
Tools wie ChatGPT können Dir helfen, schnell Inhalte zu erstellen, die auf bestimmte Zielgruppen und Anforderungen zugeschnitten sind, und diese Prozesse automatisieren. Doch im Content Marketing ausschließlich ChatGPT-Texte zu nutzen, wäre aus meiner Sicht ein großer Fehler. Chat GPT ist nicht in der Lage, kreative Inhalte zu produzieren, die die menschliche Leidenschaft und den Einfallsreichtum erreichen, die für ein erfolgreiches Content Marketing erforderlich sind.
In Zukunft könnte die Kombination aus menschlicher Kreativität und KI-Unterstützung zu einem noch besseren und effizienteren Content Marketing führen.
Beachte: Veröffentliche NIE KI-generierte Texte so, wie sie ChatGPT ausspuckt. Lasse den Content IMMER von menschlichen Redakteuren überarbeiten, um Fehler zu vermeiden und die Qualität zu gewährleisten.
Agiles Arbeiten mit ChatGPT im Content Marketing
Der wichtigste Ratschlag, den ich Dir aus meiner Erfahrung mitgeben kann, ist: Erwarte nicht, dass KI Dir einen gebrauchsfertigen Text liefert, den Du direkt so veröffentlichen kannst. Wenn Du mit ChatGPT im Content Marketing arbeitest, gehe dabei ganz im Sinne des agilen Arbeitens vor. Das bedeutet:
- Inkrementell: Lass ChatGPT nur einzelne Komponenten („Inkremente“) für Deinen Text erstellen, zum Beispiel eine Überschrift, einen Teaser, einen Absatz, ein Fazit und so weiter.
- Iterativ: Nutze die Wiederholung („Iteration“) bei der Content-Erstellung mit ChatGPT, indem Du die Prompts verfeinerst und die KI die gelieferten Ergebnisse optimieren lässt.
Durch dieses Vorgehen hast Du besser die Kontrolle über die KI-Texterstellung und kannst ein gutes „Endprodukt“ entstehen lassen. Schließlich lernt die KI durch Deine Eingaben dazu, kann also im weiteren Prozess Informationen wie beispielsweise die Zielgruppe beim nächsten Schritt miteinfließen lassen. So wird ChatGPT im Content Marketing zum praktischen und produktiven Assistenten.
Wie wird ChatGPT im Content Marketing eingesetzt?
Als KI-basiertes Chatbot-System kann ChatGPT auf verschiedene Weise im Content Marketing eingesetzt werden. Beispielsweise kann es Unternehmen dabei helfen, personalisierte Inhalte für ihre Zielgruppen zu erstellen, indem es auf Fragen und Anfragen von Kunden und Interessenten antwortet und sie mit relevanten Informationen versorgt. ChatGPT kann auch als automatisierter Chatbot im Kundenservice eingesetzt werden, der Fragen von Kunden beantwortet und ihnen bei der Lösung von Problemen hilft.
Darüber hinaus kann ChatGPT als Datenerfassungs- und Analysewerkzeug verwendet werden, das Informationen über Kundenpräferenzen, Verhaltensmuster und Feedback sammelt und auswertet, um bessere Entscheidungen über die Erstellung und Verteilung von Inhalten zu treffen.
Tipps und Beispiele für ChatGPT im Content Marketing
Wie, wo und wann kann ChatGPT im Content Marketing eingesetzt werden? Die KI kann Dich entlang des ganzen Content-Prozesses unterstützen. Werfen wir einen Blick auf ChatGPT-Beispiele für die einzelnen Prozesse im Content Marketing. Dabei gebe ich Dir außerdem wichtige Tipps für den Einsatz von ChatGPT im Content Marketing.
Keywords und Themenbereiche recherchieren
Erfahrungsgemäß ist ChatGPT gut für die Themenrecherche geeignet. Im nächsten Screenshot siehst Du eine relativ einfache Abfrage. Ich habe nach Unterthemen für den Bereich „Gartengestaltung“ gesucht. Mit dem Ergebnis könnte ich direkt etwas anfangen, zum Beispiel als Grundgerüst für die Strukturierung eines Content Hubs.
Zu jedem vorgeschlagenen Thema können nun wieder (iterativ) weitere Unterthemen aufgelistet werden. Übrigens kann ChatGPT die Ergebnisse auch als Tabelle mit zusätzlichen Informationen anzeigen.
Du kannst ChatGPT auch bitten, relevante Keywords für die Themen aufzulisten. Hier muss ich sagen, dass die Ausbeute eher dürftig ist: Die aufgelisteten Keywords sind alle zu generisch oder sogar irrelevant.
Wie Du die richtigen Keywords findest, erklärt Felix in seinem Blogpost zur Keyword-Recherche.
Gliederung entwerfen lassen
Für eines der in den vorherigen Schritten recherchierten Unterthemen kannst Du nun ChatGPT bitten, eine Gliederung zu entwerfen. Mit dem Ergebnis kannst Du weiterarbeiten, wie das Beispiel im folgenden Screenshot zeigt.
ChatGPT Texte schreiben lassen
Möchtest Du die künstliche Intelligenz Texte schreiben lassen? Dann bedenke bitte, dass Du keinen vollständigen, qualitativ hochwertigen Text erwarten kannst. Besser ist es, in Einzelschritten (inkrementell) vorzugehen und zum Beispiel einzelne Absätze erstellen zu lassen.
Tipp: Lass Dir von ChatGPT direkt mehrere Varianten vorschlagen, wie bei einem Brainstorming. So hast Du die Wahl oder kannst beliebig kombinieren.
Das nächste Beispiel zeigt, wie Du ChatGPT eine Einleitung schreiben lassen kannst. Führe dafür wichtige Hintergrundinformationen im Prompt auf (im Screenshot rot umrahmt). So kann ChatGPT die Anforderungen, die Du als Content Marketer an einen Text hast, besser erfüllen.
ChatGPT Texte umschreiben lassen
Eine praktische Möglichkeit, KI im Content Marketing einzusetzen, ist, ChatGPT Texte umformulieren zu lassen. Lass Dir von dem Tool einfach einen Satz oder Absatz in verschiedenen Varianten umschreiben. Nimm zum Beispiel Deine USPs und lass sie von ChatGPT neu formulieren. So bringst Du Deine Verkaufsversprechen und Alleinstellungsmerkmale an den Kunden, ohne sogenannte wiederkehrende Textbausteine zu verwenden – diese könnte Google nämlich als Duplicate Content identifizieren und Deiner Website negativ anrechnen. Diese Funktion eignet sich auch für Produktbeschreibungen und ähnliche Texte.
ChatGPT Texte zusammenfassen lassen
Wenn Du für einen Ratgeberartikel oder einen Zeitschriftenartikel recherchierst, kann es sehr hilfreich sein, Informationen aus Texten zu sammeln. ChatGPT kann Dir dabei helfen, indem es Quellen für Dich zusammenfasst.
Im folgenden Beispiel habe ich ChatGPT gebeten, einen Artikel zusammenzufassen. Dazu habe ich den gesamten Text in die Eingabeaufforderung kopiert. Das Ergebnis ist nur teilweise brauchbar, ohne Überprüfung würde ich dem Inhalt nicht trauen.
Vorsicht! ChatGPT kann keine Websites crawlen!
Daher ist es nutzlos, dem Tool eine URL zum Zusammenfassen zu geben. Im folgenden Screenshot siehst Du zwar ein Ergebnis. Dieses hat aber nichts mit dem Originaltext zu tun, sondern wurde nur mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten aus den Begriffen in der URL generiert. In gewisser Weise liefert ChatGPT seine eigene Anleitung, anstatt einen vorgegebenen Text zusammenzufassen.
Noch mehr Vorsicht! ChatGPT kann unter Umständen völlig falsche Zusammenfassungen erstellen.
Also habe ich das Tool gebeten, einen Artikel für mich zusammenzufassen – unter einer URL, die nicht existiert. Wie Du auf dem Screenshot siehst, fasst ChatGPT den Artikel mühelos zusammen – oder besser gesagt, es generiert andere Inhalte auf der Grundlage der Begriffe in der URL. Darüber hinaus weist das Tool nicht einmal darauf hin, dass es überhaupt nicht auf die URL zugreifen kann. Nicht gerade sehr vertrauenswürdig, oder?
Zum Beweis: Es gibt noch keinen Artikel zu dem gesuchten Thema auf der Website. Das hatte ChatGPT nicht gestört.
Überschriften von ChatGPT
Mit dem richtigen Prompt liefert ChatGPT durchaus brauchbare Titel. Lass Dir immer direkt mehrere Vorschläge machen, dann kannst Du nach Belieben auswählen und kombinieren.
Wenn Du Deine Überschriften lieber von Hand schreibst, gibt Dir Maike in ihrem Beitrag 15 Tipps für schöne Überschriften.
FAQs mit ChatGPT
Häufig gestellte Fragen lassen sich mit ChatGPT sehr gut recherchieren und beantworten – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um zu spezifische Inhalte. Konkretisiere in Deinem Prompt die Zielgruppe und den Detaillierungsgrad sowie das Thema oder Keyword und los geht’s.
Snippets schreiben mit ChatGPT
Bei der Optimierung der Snippets lässt ChatGPT erfahrungsgemäß noch viel zu wünschen übrig. Du musst sehr genaue Anweisungen in die Prompts schreiben, um halbwegs brauchbare Titles und Descriptions zu erhalten: maximale Länge, Thema, Keywords, Call-to-Action – je genauer, desto besser. Hier ist ein erfahrener Content Marketer oder SEO wahrscheinlich deutlich schneller.
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Welche Möglichkeiten Du als SEO hast, ChatGPT in Deiner täglichen Arbeit zu nutzen, verrät Dir Nora in diesem Video:
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KI und ChatGPT – Ende der Content-Marketing-Agenturen?
Das menschengemachte Content Marketing ist tot, es lebe der KI-Content! Doch Totgesagte leben oft länger, die Berichte über den drohenden Tod der Content-Marketing-Agenturen sind stark übertrieben.
Aus meiner Warte sind KI und ChatGPT (noch) kein vollwertiger Ersatz für Content-Marketing-Agenturen. Sie können Dich bei bestimmten Content-Marketing-Aufgaben unterstützen, zum Beispiel bei der Automatisierung von Prozessen oder der Erstellung von Texten. Allerdings können sie menschliche Kreativität, kritisches und strategisches Denken sowie Interaktion mit der Zielgruppe nicht ersetzen.
Content-Marketing-Agenturen bieten ein breites Spektrum and Leistungen sowie ein tieferes Verständnis für die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse, was für eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie unerlässlich ist. ChatGPT, Jasper, Neuroflash & Co. können im Content Marketing als Hilfsmittel zur Unterstützung dienen; dazu müssen diese Tools aber richtig eingesetzt und „gepromptet“ werden, um die Effizienz zu steigern. Auch dafür sind Fachwissen und Erfahrung erforderlich.
Bist Du auf der Suche nach einer Content-Marketing-Agentur mit breiter Expertise und langjähriger Erfahrung aus vielen erfolgreichen Kundenprojekten? Dann nimm doch unverbindlich Kontakt mit uns auf!
Oder arbeitest Du schon lange mit KI-Tools und hast sogar Dein ganzes Content-Marketing-Team damit ersetzt? Wir würden uns freuen, Deine Erfolgsgeschichte zu lesen: Teile sie mit uns in den Kommentaren!
Bildnachweis: Titelbild: besjunior / stock.adobe.com; Screenshots: Seokratie / ChatGPT
Vielen Dank für den sehr informativen Artikel.
Was für mich noch sehr wichtig wäre ist, ob Google KI-generierte Texte wirklich erkennt und schlechter rankt als Original-Texte. Ich habe das jetzt schon oft gelesen, konnte es aber nicht verifizieren. Habt ihr dazu Infos?
Spannender Artikel. Vor allem schön mal etwas über das Thema zu lesen, dass weder verdammt noch in den Himmel lobt. Vielen Dank dafür.
Ein großer Vorteil, den ich sehe: Für die inhaltliche Recherche von möglichen Unterthemen ist ChatGPT wirklich unschlagbar schnell. Die Inhalte dann aber zu erstellen und mit „Leben“ zu füllen, gelingt der KI nicht sonderlich gut. Aber besonders im Sinne der Analyse und groben Recherche für einen holistischen Blogartikel absolut hilfreich und sinnvoll. 🙂
Wenn man allerdings, wie ich, versucht seine Zielgruppe mit seiner eigenen Persönlichkeit anzusprechen, greife ich lieber selbst zur Tastatur.
Hallo Julia,
vielen Dank für deinen Kommentar! Tatsächlich scheint Google KI-generierte Inhalte generell nicht mehr so zu verteufeln, wie das noch im letzten Jahr der Fall war. Ob die Suchmaschine zuverlässig erkennt, dass ein Text von der KI stammt, hängt stark von der Qualität des Textes ab. Wichtig ist und bleibt für Google, dass die Inhalte für den Nutzer hilfreich sind und ihm einen echten Mehrwert bieten.
Was Google gar nicht leiden kann, sind automatisiert erstellte Inhalte, die hauptsächlich dazu dienen, das Suchranking zu manipulieren. Laut Google Qualitätsrichtlinien (https://developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies?hl=de) sind das:
– Von einem automatisierten Tool übersetzte Texte, die vor der Veröffentlichung nicht manuell überprüft oder zusammengestellt werden
– Texte, die durch automatisierte Prozesse ohne Berücksichtigung der Qualität oder Nutzerfreundlichkeit generiert wird
– Texte, die mit automatisierten Techniken zur Synonymisierung, Umschreibung oder Verschleierung generiert werden
Als Faustregel denke ich, dass ein Text, der mit Hilfe von KI-Tools erstellt wurde, nicht funktionieren kann, wenn er keinen Mehrwert bietet und für den Nutzer nicht hilfreich ist. Wenn Nutzer mit dem KI-Content, den sie bei Google finden, nicht zufrieden sind, schlägt sich das schnell in negativen Nutzersignalen nieder – die Rankings dürften nicht lange gut bleiben. Wenn ein KI-Text die Intention des Nutzers trifft und einen entsprechenden Mehrwert liefert, kann er auch nach den Richtlinien von Google gut funktionieren. Das ist aber meiner Meinung nach (noch) nicht möglich, ohne dass Du als SEO oder Content Marketerin Aufwand und Zeit in sorgfältiges Prompting, Strukturieren und Redigieren investierst.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter!
Viele Grüße
Simon
Hallo Konrad,
danke für Deinen Kommentar! ChatGPT kann tatsächlich eine große Hilfe bei der Erstellung von Inhalten sein. Es ist ein sehr praktisches Tool zur Inspiration, Recherche, Strukturierung und Formulierungshilfe. Du selbst kannst am besten Deine Zielgruppe menschlich und persönlich ansprechen, weil Du sie eben kennst. Texten Emotionen und Leben einzuhauchen, ist nach wie vor uns Menschen vorbehalten – Content von Menschen für Menschen.
Viele Grüße
Simon
Das ist eine nette Geschichte. Meine Erfahrungen mit ChatGPT seit Januar sind andere. Einziger Vorteil: neue Ideen und Tipps zwischen Falschaussagen.
Nutze ein Prompt mit einer Frage nach 10 Zitaten von verschiedenen Auroren zu einem Thema mit Name des Autor. Dann prüfe das, mache ein Prompt mit einem der zehn Zitate und frage von welchem Autor das kommt, Das nächste Prompt, „wo hat … (Autor) das … (Zitat) geschrieben“.
Die Fehlerquote von ChatGPT bei mir über 70%.
Meine Fragen betrafen das Thema meines E-Books zu Facebook.
PS: gleiches passiert bei der Frage nach Gerichtsurteilen.
PPS: Wenn es zwei Menschen mit gleichen Namen gibt, werden die Lebensläufe gemixt.
Hallo Heinz,
danke für deinen Kommentar! In der Tat ist die Fehlerquote bei ChatGPT sehr hoch. Deshalb habe ich in meinem Beitrag mehrfach darauf hingewiesen, dass die Inhalte dringend überprüft werden müssen, bevor sie online gestellt werden. Wenn der „Faktencheck“ am Ende länger dauert als das Schreiben des Textes selbst, ist ChatGPT als Werkzeug nicht geeignet. Hier liegt die Verantwortung beim Autor, dessen müssen wir uns als Content Marketer bewusst sein. Leider tauchen immer häufiger Seiten auf, bei denen am Ende des Textes sogar noch der Buttontext aus ChatGPT, also „Regenerate Response“, zu lesen ist. Für KI-Textgeneratoren gilt das Motto des amerikanischen Informatikers Grady Brooch: „A fool with a tool is still a fool“. Du tust also in jedem Fall gut daran, die generierten Inhalte kritisch zu hinterfragen.
Viele Grüße
Simon
Guter Beitrag für den Einstieg mit ChatGPT.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Texten von ChatGPT machen dürfen.
Wir haben eine relativ große Nische zum Thema Haustiere besetzt und veröffentlichen hierzu täglich 2-3 Ratgeberartikel mit jeweils über 2.000 Wörtern.
Die Artikel ranken ausnahmslos.
Wichtig:
– Mehrere Prompts für die Erstellung eines Textes verwenden
– Spannende Contentformate einbauen (Listen, Tabellen, etc.)
– Menschen „drüberschauen“ lassen, damit keine groben Schnitzer verbaut werden
– interne Verlinkung ganz wichtig
Wir haben hier ein Testprojekt laufen und unser Ziel ist es in den nächsten Wochen den Output zu erhöhen und so auf 5-8 Texte am Tag zu kommen.
Hallo Sergej,
danke für deinen Kommentar. Täglich 2-3 bzw. 5-8 Texte, wow, das ist schon ein enormer Output! Da ist ein KI-Textgenerator wirklich hilfreich, vor allem wenn man weiß, wie man damit umgeht. Halte uns gerne (auch über LinkedIn) auf dem Laufenden halten, wie Euer Testprojekt läuft.
Viele Grüße
Simon
Hallo Simon,
sehr guter Beitrag! Danke! Habe die gleiche Frage wie Julia: Inwieweit erkennt Google KI-Inhalte und bewertet das negativ?
Die uns momentan zugänglichen KI Erkennungstools sind offensichtlich noch dabei zu lernen … Außer https://copyleaks.com/de/ai-content-detector … Genial, der findet alles :-)!
Was mir bei deinem Beitrag gefehlt hat, ist die „Moral“. Ist es richtig, wenn Texter KI einsetzen, ohne dies dem Kunden mitzuteilen? Verdirbt KI die Preise? Müssen wir Content- und Text-Lieferanten künftig „maschinell erstellt“, „maschinell erstellt und lektoriert“ und „von einem echten Menschen erstellt“ differenzieren?
Wo geht es da gerade hin?
Hallo Sabine,
vielen Dank für Deinen Kommentar! Wir alle stellen uns alle diese sehr wichtigen Fragen, auf die es meines Erachtens derzeit noch keine abschließenden Antworten gibt. Dieser Blogpost ist vor allem als Anleitung für Inhouse Marketer zum Umgang mit ChatGPT gedacht.
Meines Wissens kann Google KI-Texte nicht immer sicher erkennen. Das hängt von der Qualität der Texte ab. Google verfügt über Algorithmen, die unter anderem Faktoren wie sich wiederholende Formulierungen und Strukturen, geringe Satzvariationen und ungewöhnliche Wortkombinationen erkennen. Diese Merkmale allein lassen aber noch nicht auf einen KI-Text schließen: Auch ein menschlicher Autor könnte Inhalte aus den obersten Suchergebnissen „abschreiben“ oder „unschön“ formulieren. Das würde Google auch nicht gefallen.
Tatsächlich bin ich davon überzeugt, dass man mit ChatGPT gute Inhalte erstellen kann, wenn man es richtig einsetzt. Ganze Texte unredigiert aus dem Tool zu übernehmen, ist auf keinen Fall zielführend.
Ich denke, es ist wichtig, ChatGPT & Co. als Werkzeug und Sparringspartner zu sehen und nicht als Ersatz für menschliche Redakteure. Wie sich KI-Tools letztendlich auf die Content-Branche auswirken werden, ist meiner Meinung nach noch nicht absehbar. Ich denke aber, dass sich auch langfristig hohe Qualität gegenüber niedrigen Preisen durchsetzen wird.
Viele Grüße
Simon