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Wie bekommst Du Trust bei Google?

2021-06-23
Seokratie
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von Julian Dziki 22. Jun 2021 Schreibe einen Kommentar

Du machst SEO-mäßig alles richtig und rankst trotzdem nicht wie die Großen? Dann könnte es sein, dass Dir Google nicht genug vertraut. Wieso kommen „die großen“ oft vor „den kleinen“ Websites und welche Mechanismen stecken hinter TrustRank, Google-Autorität -Popularität oder auch Vertrauen? Neben wilden Theorien gibt es in diesem Blogbeitrag auch Praxistipps: Wie kannst Du dafür sorgen, dass Deine Website mehr Trust und bessere Rankings bekommt? 

Vertrauen

Vertrauen ist manchmal schwer – aber ein Grundstein von Googles Algorithmus.

Disclaimer: Sämtliche hier vorgestellten Algorithmen sind nur Vermutungen und Theorien meinerseits, die ich mir in über 13 Jahren als SEO zusammengetragen habe. Während Google selbst über Backlinks zwar selten, aber immerhin manchmal redet, wird dieser Teil des Algorithmus vollkommen totgeschwiegen. Ich weiß aber, dass es ihn in dieser oder einer ähnlichen Form geben muss – das bestätigen einfach meine Beobachtungen aus mehr als einem Jahrzehnt SEO. 

Konkret gibt es den Trustrank als Patent bereits seit 2004. Im Patent ging es damals darum, dass es ausreicht, wenn man händisch die 200 vertrauenswürdigen Seiten im Web auswählt. Anschließend sieht man sich an, worauf diese „Trusted“ Websites verlinken. In Theorie und Praxis ist der so etablierte Trustrank höchst effektiv und sortiert den allergrößten Teil des Webspams aus. Denn eine trusted Website verlinkt normalerweise nicht auf eine Spamseite. Trust ist aber meiner Meinung nach heute viel mehr als der linkbasierte Trustrank von 2004.

Warum braucht Google Trust?

Google möchte seinen Nutzern die besten Suchergebnisse liefern, denn davon hängt der Erfolg der Suchmaschine entscheidend ab. SEOs wissen natürlich, dass hinter den Rankings Algorithmen stecken, die man optimieren oder auch manipulieren kann. Es ist also entscheidend, dass Google hier die Kontrolle behält und keine Domain plötzlich ungerechtfertigt große Rankings bekommt. Denn wenn die Suchergebnisse sich verschlechtern, dann kostet das Google Reputation und Geld – messbar.

In den Anfangszeiten von Google gab es noch diverse Tricks, um schnell gute Rankings zu bekommen. So weiß ich noch aus Urzeiten den Trick eines SEOs, dass früher neue Domains automatisch ein paar Tage gute Rankings bekamen, den sogenannten Newbie-Bonus. Außerdem wurden frische Domains von Google grundsätzlich extrem schnell indexiert, egal wie viele. Besagter SEO (ich kenne nur die Geschichte, nicht seinen Namen) fand heraus, dass das auch für neue Subdomains galt, also beispielsweise für News.Seokratie.de oder Purzelbaum.Seokratie.de. Subdomains muss man im Unterschied zu einer Domain nicht kaufen, sondern kann sie registrieren und kann aus einer Domain Milliarden Subdomains machen. Gesagt, getan und so verdiente sich dieser SEO ein goldenes Näschen mit rund fünf Milliarden (!) Subdmains. Die machten dann damals zeitweise ein Viertel des Google Index aus, bis diese Lücke im Algorithmus geschlossen wurde. Das dauerte allerdings schon gut einen Monat. Google ist mittlerweile sehr vorsichtig damit, dass solche Ergebnisse überhand nehmen und möchte unbedingt vermeiden, dass der Index mit Spam geflutet wird. Dafür wurden verschiedene Sicherheitsmechanismen installiert.

Zwei Hauptmechanismen gegen Spam

  • Flags: Sogenannte Flags gehen immer dann hoch, wenn etwas Ungewöhnliches passiert. Stellt Euch das als Programm vor, das sich wie ein Linienrichter verhält. Sobald er etwas sehr Ungewöhnliches bemerkt, hebt er die Flagge als Signal, das ist das Flag. Anschließend sieht ein Search Quality Mitarbeiter oder ein Ingenieur sich das Ganze genauer an. Unregelmäßigkeiten im Userverhalten, seltsame Ergebnisse, Häufungen und alles Unbekannte bekommt ein Flag. Sofern möglich, versucht der entsprechende Mitarbeiter diese Anomalie so zu bearbeiten, dass sie grundsätzlich nicht mehr auftauchen kann. Auf die Weise wird nicht nur der Einzelfall gelöst, sondern alle künftigen Fälle gleich mit.
  • Trust: Eine Domain muss nicht nur faktisch die Voraussetzungen für ein gutes Ranking haben, sie muss darüber hinaus auch ein gewisses Vertrauen besitzen. Vertrauen kann man – wie im richtigen Leben – nicht von heute auf morgen erreichen, man muss es sich verdienen.

Wie verdient man sich Vertrauen?

Wenn Amazon, MediaMarkt oder ein anderer großer Elektronikhändler das IPhone in deren Shops aufnimmt, dann ranken sie in den Top 10. Manchmal bekommen wir bei Seokratie die Anfrage, warum denn MeintollerOnlineShop.de (eben der eigene Shop) nicht vorne mit dabei steht. Selbst wenn in Sachen SEO und auch Usability alles prima wäre – was es meistens nicht ist – man hat es als große Marke eben leichter zu ranken. Manche Online-Marketing-Verantwortliche geben dann entnervt auf und wenden sich von SEO ab. Aber ist das auch so? Es kommt darauf an! Vielleicht ist es wichtig, sich einmal das echte Leben als Beispiel heranzuziehen, um den Trust-Algorithmus zu verstehen.

Wem vertraut man im realen Leben?

  • Kontakt: Man muss die Person kennen.
  • Dauer: Je länger man die Person kennt, desto mehr vertraut man ihr.
  • Intensität: Vertrauen wächst außerdem in Krisen schneller und stärker (oder geht kaputt). Wer einer Person vertraut und damit Recht behält, der vertraut hinterher stärker.

Auch im normalen Leben vertrauen wir einigen Menschen mehr als anderen.

Je häufiger und je intensiver diese Vertrauensbeweise stattfinden, desto schneller baut sich Vertrauen auf. Personengruppen, die sich in Ausnahmesituationen kennengelernt haben und beispielsweise nach einem Flugzeugabsturz zwei Wochen lang ums Überleben auf einer einsamen Insel gekämpft haben (ich übertreibe leicht), vertrauen sich vermutlich mehr als entfernte Kollegen in einer Firma, die sich seit fünf Jahren nur einmal pro Woche auf dem Gang begegnen. Es ist wichtig, diesen menschlichen Mechanismus zu verstehen, denn genau so arbeitet der Google Algorithmus.

Dadurch ist es möglich, dass sowohl kleine Marken mit wenigen Berührungspunkten über Jahre hinweg in den Rankings nach oben kommen – aber auch große Websites mit internationaler Marketingkampagne innerhalb weniger Monate. Je mehr Kontakt, Dauer oder Intensität, desto besser.

Wie kann Google konkret messen ob meine Website vertrauenswürdig ist?

Wichtig zu wissen ist, dass eine solche Messung nicht ausreicht, sondern das Google sämtliche positiven Signale wiederholt „wahrnehmen“ muss. Denn nur wenn man sich öfter gesehen hat, vertraut man sich auch wirklich – wie im richtigen Leben. Es reicht also nicht, wenn die Suchanfragen nur im Juni 2021 in die Höhe schnellen. Ideal ist, wenn Sie dann auch monate- oder gar jahrelang weit oben bleiben oder kontinuierlich steigen.

Die folgenden Faktoren werden sicher nicht alle ausgewertet – aber das sind meine Vermutungen, was Google sich alles ansehen könnte.

Externe Faktoren

  • Suchanfragen nach der Marke oder dem Domainnamen sind ein einfaches Signal um die Bekanntheit einer Marke zu messen.
  • Vertrauensvolle Websites werden oft erwähnt – in Foren, Social Media, auf anderen Websites und auch sonst im Web.
  • Vertrauensvolle Websites werden oft verlinkt – und hier auch wiederum von vertrauenswürdigen Websites. Je mehr Trust die verlinkende Seite hat, desto besser für Dich.
  • Gute Websites werden viel direkt besucht, mit sogenannten Type Ins – also wenn jemand direkt Seokratie.de eingibt um zu sehen ob es etwas Neues bei uns gibt. Google kann das mit Chrome und Android super auswerten.
  • Ähnlich kann Google auch den Trafficfluss Deiner Website beobachten – wenn hier viel Traffic aus den sozialen Medien oder auch aus E-Mails oder WhatsApp kommt, dann sieht Google das (via Chrome und Android).
  • Die CTR (Click-Through-Rate) in der Google Suche spielt eine sehr große Rolle. Je bekannter Du in einem Bereich bist, desto höher ist Deine CTR.
  • Der Websitename ist auch eine UG, AG, GmbH oder ein eingetragenes Markenzeichen.

Onsite-Faktoren

  • Guter neuer Content und das regelmäßig und über einen sehr langen Zeitraum – Meiner Meinung nach neben den externen Faktoren einer der Wichtigsten überhaupt.
  • Gute Usersignale, die mit Chrome und Android gemessen werden. Nicht Absprungrate, sondern ein wenig komplexere Signale.
  • Die kompletten Core Web Vitals sind natürlich auch ein Vertrauensfaktor. Nicht nur die neuen Faktoren davon, sondern auch ob HTTPs benutzt wird oder ob die Seite gehacked wurde.
  • Links, die von Deiner Website wegzeigen werden sicher auch angesehen. Linkst Du auf gute Websites oder nur auf Schrott?
  • Anzahl und Häufigkeit von 404-Fehlern oder Serverfehlern. Wenn Du super rankst aber alle drei Tage Dein Server ausfällt, dann frustriert das die User – und letztlich auch Google. Ist die Website jedes Mal erreichbar, wenn der Googlebot vorbeikommt? Ist die Ladezeit immer gut oder geht der Server des Online Shops Sonntagabend regelmäßig in die Knie?
  • Ratings von Quality Ratern – Google bestreitet zwar, dass die Ratings direkt mit in das Ranking miteinfließen – aber ich würde einen solchen manuellen Score von einem Experten vielleicht in den Trustscore einfließen lassen? Das ist aber schon sehr spekulativ, um ehrlich zu sein.
  • Badges, Siegel und Zertifikate (etwa TÜV oder Trusted Shops)
  • Vorhandensein von bestimmten URLs, die Vertrauen erzeugen (Datenschutz, Impressum, Pressebereich)

Topic-Faktoren

Eine große Rolle spielt, zu welchem Thema Du Vertrauen erlangen möchtest. Meine persönliche Einschätzung ist, dass es umso schneller geht, je mehr Du Dich spezialisierst. Wenn Du eine Ratgeberseite für USB-Kopfhörer erstellst, dann kannst Du damit schneller gute Rankings bekommen als mit einer Ratgeberseite für „Technik“. Google liebt spezialisierte Websites. Einige wenige Domains haben grundsätzlich für alle Themen Vertrauen, etwa die Wikipedia oder große Tageszeitungen. Aber auch bei den Zeitungen gibt es die Finanzzeitungen und die Boulevardzeitungen, wo Google durchaus unterscheidet. Die Financial Times hat es schwerer für Themen rund um das englische Königshaus zu ranken als Gala.de. Umgekehrt kann Gala.de vermutlich nicht zu den neuesten Börsenentwicklungen ein so gutes Ranking erhalten wie die Financial Times.

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Die Faktoren für Vertrauen in einem bestimmten Topic könnten meiner Meinung nach sein:

  • Links von Hubseiten aus dem entsprechenden Topic. Wenn Du im Gartenbereich tätig bist, dann sollten die bekannten Gartenwebsites idealerweise auf Dich verlinken.
  • Stringenz Deines Contents: Schreibst Du immer über das gleiche Thema oder bist Du stark spezialisiert?
  • Häufige Erwähnung Deiner Website oder URL auf Seiten mit gutem Trust im entsprechenden Topic.
  • Autorennamen als Entitäten im entsprechenden Topic (besonders bei medizinischen Themen oder auch beim Thema Finanzen)
Themen

Je nach thematischer Ausrichtung hast Du Vertrauen für bestimmte Topics – das kann sich im Laufe der Zeit allerdings auch ändern.

Wie bekommst Du mehr Trust bei Google?

Indem Du die oben genannten Punkte verbesserst. Hauptsächlich funktioniert das mit dem alten Credo vom Search Quality Team „Bauen Sie eine Website, die den Usern gefällt.“ Wörtlich steht auf der Seite Richtlinien für Webmaster: „Webmaster, die unsere Richtlinien einhalten, bieten nutzerfreundlichere Websites und werden folglich durch ein besseres Ranking belohnt als diejenigen, die ständig nach Schlupflöchern suchen.“ Wenn ich Dir einen ganz wichtigen Tipp geben darf: Versuche eine wirklich gute Website zu bauen – und versuche sie unter Deiner Zielgruppe bekannt zu machen. Wenn Du Dich darauf fokussierst, dann kommt der Trust von Google oft ganz alleine.

Versuche, etwa die CTR zu manipulieren oder Suchanfragen vorzutäuschen sind normalerweise nicht wirkungsvoll aber eigentlich nie von Dauer. Stattdessen ist es sehr wirkungsvoll, wenn Du beispielsweise mit einer guten Marketingkampagne ein echtes Interesse für Deine Marke weckst – dann hast Du neben den positiven SEO-Effekten auch wirklich eine bekannte Marke!

Haben auch einzelne URLs Trust?

Da bin ich mir sehr sicher. Du kennst sicher die ein oder andere URL, die fest zementiert seit Jahren auf der gleichen Position steht. Ich denke, dass es sowohl einen Domaintrust gibt wie auch einen URL-Trust, der einzelnen URLs Vertrauen zuweist. Ob hierbei die URL oder vielleicht doch eher das Topic ausschlaggebend sind, das weiß ich natürlich nicht – beides wäre möglich.

Wann bekommst Du mehr Trust bei Google?

Das ist eine sehr gute Frage! Natürlich bist Du gerade als frischer Websitebetreiber ungeduldig und willst möglichst schnell gute Rankings haben. Ich gehe stark davon aus, dass Websites, die sehr viel sehr schnell richtig machen auch sehr schnell einen hohen Trustscore bekommen. Wer mit einer riesigen Marketingkampagne gleich von Beginn an Unmengen an Traffic aus anderen Quellen auf die Website schaufelt, der wird schneller die Kriterien erfüllen als jemand, der jahrelang nur mäßigen Traffic hat. Auch scheint es auf die Größe des Topics anzukommen. Wer in den Reihen von Amazon, Media Markt und Saturn fischt und sämtliche Elektronik verkauft, der muss deutlich mehr Vertrauen aufbringen als jemand, der nur USB-Kopfhörer anbietet.

Also: Fange fokussiert an, verdiene Dir dort den Trust von Google und Nutzern, und stell Dich dann Schritt für Schritt breiter auf. Oder gehe gleich von Anfang an in die Breite – aber dann mit der nötigen Marketingpower.

Was sind Deine Gedanken zum Thema Trust? Siehst Du das ähnlich oder nicht?

Foto 1 und Foto 2: Klaus Vedfelt / Gettyimages.de – Foto 3 Ezra Bailey / Gettyimages.de 

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Über den Autor
Wie andere Fussballprofi werden wollten, so wollte Julian immer schon im Online Marketing arbeiten. Den Blog Seokratie.de startete er 2008 neben seinem Studium. Aus dem Hobby wurde sein Beruf: Heute ist er Geschäftsführer und Inhaber der Online Marketing Agentur Seokratie mit über 20 Mitarbeitern. Er ist Autor von "Suchmaschinen-Optimierung für Dummies", das 2018 im Wiley Verlag erschienen ist. Hier findest Du alle Beiträge von .

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