Pinterest für Unternehmen: 7 typische Fehler und wie Du sie vermeidest

26. Juli 2017  |     |  Schreibe einen Kommentar
Ein Beitrag von Neele

Damit Dein Unternehmen Pinterest effektiv nutzen kann, solltest Du diese typischen 7 Fehler bei der Arbeit mit Pinterest vermeiden. Die Tipps dagegen helfen Dir außerdem Pinterest systematisch zu nutzen, damit Dein Profil nicht im Chaos versinkt.

Pinnwand mit Pinterest Zetteln

Kennst Du das auch: Eine vermeintlich spärliche Suchanfrage führt Dich zu ungekannten Themen und Du tauchst ab in die Tiefen der scheinbar unendlichen kreativen Vielfalt auf Pinterest – und Stunden später realisierst Du: Du hast 394 neue Pins hinzugefügt, sieben neue Boards kreiert und vollkommen den Überblick verloren. Da hilft nur Aufräumen und neu sortieren – aber das wirst Du sowieso nicht machen. Du wirst fleißig weiter pinnen und das Chaos mit jedem neuen Fundstück stetig vergrößern.

Falls Du das nicht kennst, dann verpasst Du etwas – denn die Pinterest-Welt ist einfach wunderbar! Für so ziemlich jeden Bereich finden sich auf Pinterest originelle Ideen und Inspirationen. Aber das Beste ist: Mit Pinterest kannst Du effektiv relevanten Traffic auf Deine Webseite holen.

Wenn Du Dein privates Profil im ungeordnetem Chaos versenkst, riskierst Du, das tolle Rezept für die Blaubeertorte genau dann nicht zu finden, wenn die Verwandtschaft ihren Besuch ankündigt. Wenn Du das Unternehmensprofil ins Chaos stürzt, verschenkst Du dagegen wertvolle Webseitenbesuche und den Kontakt zu potentiellen Kunden. Was also tun gegen den verlockenden Sog der Pinterest-Welt? In diesem Artikel erfährst Du, wie Du die typischen Fehler vermeidest und Boards sinnvoll zusammenstellst. (Keine Angst, mit dieser Herangehensweise macht Pinterest immer noch Spaß.)

Vermeide diese 7 Fehler, um nicht in der großen weiten Pinterest-Welt verloren zu gehen

Fehler 1: Einfach drauf los pinnen

Bevor Du loslegst: Überlege Dir, welche Themen Deine Zielgruppe interessieren könnten und welche Inhalte dazu passen. Sobald sich Pinterest öffnet, warten so viele interessante Dinge darauf, gemerkt zu werden – wer kann da schon widerstehen?

Das Problem dabei ist: Es geht nicht darum, was Dir gefällt, sondern was zu Deinem Unternehmen passt und was für Deine Zielgruppe einen Mehrwert darstellt. Erstelle Dir also vorher einen groben Plan, welche Themen Dein Profil abdecken soll.

Fehler 2: Ungeordnet Boards erstellen

Nun hast Du schon einen Überblick zu den passenden Themen. Doch das zweite Fettnäpfchen, dass Dein Profil chaotisch wirken lässt, wartet schon: ungeordnet Boards zu erstellen. Du hast entschieden, dass Du zeigen möchtest, wie Deine Produkte kreativ eingesetzt werden können. Dazu legst Du ein Board zu DIY-Ideen und ein weiteres zu Tipps und Tricks an. Im Laufe der Zeit wirst Du jedoch so viele Ideen dazu finden, sodass sie Deine Boards sprengen. Es wird zudem sehr unübersichtlich werden, da die Boards allgemein gehalten sind und ganz unterschiedlichen Ideen dazu passen.

Besser ist es, sich im Vorfeld schon Unterkategorien zu überlegen und die Boards spezifischer anzulegen. Dadurch wird einerseits nicht der Umfang gesprengt (und Du willst ja auch mehr als zwei, drei Boards erstellen) und andererseits werden die Pins und Boards besser gefunden. Denn zu DIY-Ideen gibt es auf Pinterest so viele Pins, dass Deine schnell darin untergehen werden. Bei DIY-Deko-Ideen in Regenbogenfarben sieht das sicherlich schon anders aus.

Suchergebnisse zu Regebogendekoration auf Pinterest.

Deko-Ideen in Regenbogenfarben gibt es auf Pinterest schon – aber hier ist noch Platz für mehr!

Fehler 3: Ohne Keywordrecherche arbeiten

Falls Du Dich jetzt fragst, ob es überhaupt Leute gibt, die sich für Deko in Regenbogenfarben interessieren: Natürlich sollte bei der Erstellung von Boards auch immer beachtet werden, wonach überhaupt gesucht wird. Um herauszufinden, wonach gesucht wird, gibt es zwei Möglichkeiten:

Gehe den Weg des Nutzers

Auf Pinterest wird eine Guided Search genutzt. Das bedeutet, dem Nutzer werden zu seinen Suchbegriffen konkrete Vorschläge angezeigt, um detailliert weiterzusuchen. Dies hat den Effekt, dass ein Nutzer eventuell Schlagwörter auswählt, auf die er ohne Hinweis eventuell nicht gekommen wäre.

Die beim Tippen in der Suchzeile eingeblendeten Begriffe sind unabhängig von den bevorzugten Themen eines Profils einheitlich.

Vorgeschlagene Wörter für Einhorn

Zu dem Begriff “Einhorn” werden auf drei thematisch vollkommen unterschiedlichen Pinterest-Profilen die gleichen Vorschläge angezeigt.

Die vorgeschlagenen Begriffe in den Suchergebnissen sind je nach gesuchtem Thema mehr oder weniger stark personalisiert. Dabei verändert sich häufig jedoch nur die Reihenfolge, ein Großteil der Begriffe stimmt überein.

Vorgeschlagene Begriffe von drei Pinterest Profilen

Vorgeschlagene Begriffe in den Suchergebnissen bei drei unterschiedlichen Pinterest-Profilen – in diesem Test war jeweils das vierte Schlagwort individuell, die restlichen 16+ Begriffe stimmten überein.

Selbst wenn die eigentliche Suchintention „Einhorn Dekoration“ ist, klingt der Vorschlag „Einhorn Torte“ doch sehr verlockend. Selbst wenn der Nutzer nie von selbst danach gesucht hätte – weil er vielleicht gar nicht wusste, dass es sowas gibt. Die vorgeschlagenen Begriffe solltest Du Dir regelmäßig anschauen, sie verändern sich nämlich je nach Saison und aktuellen Trends.

Nutze Tools für die Keywordrecherche

Es lohnt sich außerdem, einen Blick in die Tools zur Keywordrecherche zu werfen, die normalerweise für die Google-Keywordrecherche genutzt werden, wie Hypersuggest oder der Google Keyword Planner. Pinterest ist eine Suchmaschine für Bilder und oft lassen sich Parallelen zu den Suchanfragen auf Google erkennen. Zudem ist Pinterest auch in der Google-Bildersuche stark vertreten – es lohnt sich also, die Begriffe im Blick zu haben, für die Du auf Google gefunden werden möchtest.

Ergebnisse der Google Bildersuche für Einhorn

Bei der Google-Bildersuche nach „Einhorn“ finden sich einige Ergebnisse von Pinterest.

Wenn Du ein Board anlegst, prüfe zunächst die Keywords. Damit kannst Du die passende Sparte für Dein Board finden. Damit Dein Board auch gefunden wird, solltest Du Deine Keywords in den Beschreibungen der Boards und der Pins verwenden.

Sobald Dein Profil schon einige Boards und Follower hat, kannst Du Dir dann auch die Statistiken zu einzelnen Boards und Pins ansehen, um herauszufinden, was gut ankommt – und was nicht.

Fehler 4: Keine oder nur Bilder von Deiner Webseite nutzen

Das tolle an Pinterest ist, dass Du damit Besucher auf Deine Webseite holen kannst – aber natürlich nur, wenn Du auch Bilder von Deiner Webseite pinnst oder Bilder hochlädst und mit einem Link zu Deiner Webseite versiehst. Andererseits ist es auch nicht sehr spannend für Deine Zielgruppe, wenn Du nur Bilder von der Webseite pinnst. Denn die Boards werden dann sehr einseitig und bieten wenig Mehrwert. Außerdem erzielen Deine Pins und Boards weniger Reichweite, weil sie nicht gut verknüpft sind.

Ergebnisse für Einhorn Torte

Einige der besten Ergebnisse für „Einhorn Torte“. Auch diese Ergebnisse sind personalisiert und saisonabhängig, wie beispielsweise der Pin mit den Wassermelone-Cookies zeigt. (Ideen mit Wassermelone sind ein Sommertrend)

Achte auf einen guten Mix aus eigenen Pins, trendigen Pins (die weit oben in den Suchergebnissen auftauchen) und neuen Pins von anderen Webseiten. Versuche, die Bilder von Deiner Webseite auf Deinen Boards in einen neuen Kontext zu setzen. Zeige, was man mit Deinen Produkten machen kann, oder auch, was zu Deinen Produkten passt. Gleichzeitig sind Deine Boards so viel aufregender und zeigen neue Ideen, die es auf Deiner Webseite so nicht zu finden gibt – indem Du das Board auf Deiner Webseite verlinkst, kannst Du die Ideen Deinen Nutzern trotzdem näherbringen. Vielleicht dachten Deine Nutzer bisher, dass ihnen Dein Produkt in Grau reicht, wenn Du ihnen jedoch die passende Deko in Regenbogenfarben dazu zeigst, wollen sie es vielleicht auch noch in Pink, Lila, Grün und Gelb besitzen.

Fehler 5: Keinen Unique Content erstellen

Wenn Du das erste Mal Bilder von einer Webseite pinnst, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen: Mist, die meisten Bilder sind im Querformat – und das sieht auf Pinterest gar nicht gut aus! Es bringt wenig, alle Bilder der Webseite zu pinnen, obwohl sie das falsche Format haben, nur damit Pins auf Deine Webseite leiten. Wenn die Inhalte nicht für Pinterest aufbereitet werden, haben die Nutzer auch keine Lust, darauf zu klicken.

Ergebnisse für Einhorn

Bilder sehen auf Pinterest am besten im Hochformat aus. Je länger ein Pin, desto mehr Platz nimmt er ein. Bilder im Querformat können als Collage im Hochformat zusammengestellt werden.

Die Inhalte für Pinterest sollten im Hochformat sein, am besten 735px x 1102px oder länger. Dummerweise werden die meisten Bilder für Webseiten und andere Social Media Netzwerke in ganz anderen Formaten angelegt. Deshalb solltest Du unbedingt Inhalte speziell für Pinterest erstellen. Nicht nur wegen des Formates, sondern auch weil Du zusätzliche Informationen hinzufügen kannst, zum Beispiel den Titel des Artikels, aus dem das Bild stammt. Damit wissen die Nutzer, was sich hinter dem Link verbirgt, und werden zum Klicken angeregt. Wenn Du viele Informationen auf Deiner Webseite hast, bietet es sich an, diese als Infografiken aufzubereiten – mit einem Verweis für mehr Informationen auf Deiner Webseite. Neue und einzigartige Inhalte haben außerdem viel bessere Chancen, sich weiterzuverbreiten und so eine große Zielgruppe zu erreichen.

Wenn Du Fettnäpfchen Nummer 4 und 5 vermeidest, solltest Du wunderbare Boards zusammenstellen, die zum einen Deiner Zielgruppe Mehrwert liefern, Deine Produkte in neuem Kontext darstellen, Deine Reichweite steigern und relevanten Traffic auf Deine Seite bringen. Blöd nur, dass Pinterest einem ständig neue tolle Sachen zeigt, und ein Board irgendwie nie abgeschlossen ist.

Fehler 6: Einzelne Fundstücke beliebig zu Boards hinzufügen

Zufällig bist Du über eine DIY-Anleitung für ein gehäkeltes Einhorn gestolpert und hast sie gleich gepinnt. Dummerweise passt sie weder zu Deinem Board über DIY-Ideen mit Deinen Produkten noch zu Deinem Board mit den schönsten Einhorn-Bildern. Also hast Du sie einfach in Deinem Board zu DIY-Deko-Ideen in Regenbogenfarben gemerkt – obwohl es mit Deko wenig zu tun hat und das Einhorn – ausnahmsweise – keinen Regebogen kotzt. Einmal vermischt, hast Du noch mehr DIY-Anleitungen in das Board gepackt und jetzt lässt sich kaum noch ein roter Faden erkennen.

Gehäkeltes Einhorn und verwandte Pins

Einmal die DIY-Anleitung für gehäkelte Einhörner angeklickt und schon zeigt Pinterest noch viele weitere Häkelanleitungen an.

Merke Dir einzelne Fundstücke in einem geheimen Board, dann kannst Du später entscheiden, wo der Pin dazu passt, oder ob Du vielleicht ein ganz neues Board erstellst. Auf diese Weise musst Du nicht nach einem „Ich muss das alles pinnen“-Anfall gleich X Boards aufräumen, sondern nur die Pins eines Boards neu verteilen. Außerdem solltest Du noch ein weiteres geheimes Board für Ideen und Inspirationen für Dein Unternehmen und Deine Produkte anlegen.

Fehler 7: Die Zielgruppe aus den Augen verlieren

Dein Pinterest-Profil strotzt nur so voller wunderbarer Inspirationsbilder, doch Deine Zielgruppe repinnt viel lieber Deine einzigen zwei Infografiken? Dann solltest Du unbedingt den Fokus auf die visuelle Aufbereitung von Informationen legen und mehr Pins zu Infografiken und weiterführenden Informationen erstellen. Die Informationen dazu, was Deiner Zielgruppe gefällt, welche Bilder häufig von Deiner Webseite gepinnt werden und welche Pins aus Deinem Profil am häufigsten repinnt werden, findest Du in den Pinterest Analytics.

Pinterest Analytics zeigt die Zielgruppenreichweite und Themen, für die sich die Zielgruppe interessiert.

In den Pinterest Analytics gibt es auch Informationen zu den Themengebieten, die Deine Zielgruppe interessieren.

Passt Pinterest zu Deinem Unternehmen?

Nach Diesem Artikel hast Du einerseits Hunger auf Einhorn-Torte und andererseits fragst Du Dich, ob auch Dein Unternehmen Pinterest nutzen kann, obwohl Deine Produkte nichts mit Einhörnern zu tun haben? Probiere es doch einfach mal aus, indem Du nach einem relevanten Stichwort auf Pinterest suchst – Du wirst überrascht sein, wie vielfältig die Pinterest-Welt ist.

Falls Du noch eine zündende Idee brauchst, um Deine eigenen Inhalte auf Pinterest zu vermarkten, helfen wir Dir natürlich gerne dabei. Du willst selbst zum Pinterest-Profi werden? Dann kommt zu meinem Seminar „Pinterest für Unternehmen“ bei 121WATT.

Bilder: Bild 1: © iStock.com/ MerveKarahan, Bild 2-4: Screenshots Pinterest.com, Bild 5: Screenshot Google.de, Bild 6-9: Screenshots Pinterest.com,

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