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Content Marketing

7 Kreativitätstechniken für Content Marketing: Sei und bleibe kreativ!

2019-01-24
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von Josefine17. Jan 2019 4 Kommentare

„Ich bin nicht kreativ“, „Mir fällt nix ein“, „Ich kann das nicht“ — Mimimi: Schluss damit! Du kannst kreativ sein, wenn Du willst oder wenn Du musst. Kreativität auf Knopfdruck kannst Du üben und ich zeig Dir wie. In meinem Blogpost erfährst Du, wofür sich Kreativitätstechniken eignen, welche Techniken Du ganz allein oder in der Gruppe anwenden kannst und wie Du Deiner Kreativität für noch besseren Content auf die Sprünge hilfst.

kreativitaet-ist-lernbar-mit-kreativitaetstechniken

Gleich zu den Kreativtechniken:

„Ich bin nicht kreativ“

Du bist im Moment nicht davon überzeugt, kreativ zu sein? Du bist es trotzdem. Besser gesagt, Du kannst es auf jeden Fall sein, auch wenn es sich gerade noch nicht so anfühlt. Weil: Alle Menschen können kreativ sein. Aber jeder auf seine Art und Weise. Das liegt daran, dass in jedem Menschen verschiedene Talente schlummern, auf denen er aufbauen kann. Und diese Kreativität lässt sich laut Experten mit Kreativitätstechniken trainieren und verbessern. Du kannst Deine Kreativität zwar steuern und beeinflussen, aber verschiedene Faktoren wie Dein Umfeld oder Dein Gemütszustand wirken sich ebenfalls auf Deine Kreativität aus.

Gezeichnete verzweifelte Frau symbolisiert Gefühl wenn jemand nicht kreativ sein kann.

Wenn Dir mal nichts einfällt: Kein Grund zur Panik. Mit der richtigen Kreativitätstechnik klappt’s.

4P-Modell: Person, Process, Press, Product

Das 4P-Modell zeigt anschaulich auf, dass Kreativität von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird und abhängt.

Person: Die Werte, Einstellungen sowie Denk- und Verhaltensweisen von Dir als Person beeinflussen die Kreativität.

Process: Das Vorgehen, also zum Beispiel die Anwendung einer bestimmten Kreativitätstechnik, wirkt sich ebenfalls auf die Kreativität aus.

Press: Der Rahmen, in dem Kreativität entstehen soll, kann positive oder negative Auswirkungen haben. Dazu zählt das Umfeld oder der Raum, in dem Du kreativ sein willst oder sollst.

Product: Damit ist das Ergebnis gemeint, wie beispielsweise eine brillante Idee. Die von den drei anderen Ps (Person, Process, Press) beeinflusst wird.

4P-Modell von Mel Rhodes zur Verdeutlichung von Einflussfaktoren auf die Kreativität.

4P-Modell nach Mel Rhodes nachgebaut aus Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation, Florian Rustler, Midas Management Verlag 2018, 8. Aufl., Seite 22-24.

Voraussetzungen, um Kreativitätstechniken anzuwenden

Arbeitest nur Du allein kreativ an einer Problemlösung, wird es leichter sein, passende Voraussetzungen für Dich zu schaffen. Soll eine Gruppe gemeinsam kreativ sein, solltest Du vorab herausfinden, was für Deine KollegInnen wichtig ist.

Der Ort spielt beim Kreativsein eine große Rolle. Ist der Raum, in dem Ihr die Techniken einsetzt, inspirierend für alle? Herrscht eine angenehme Atmosphäre oder fühlen sich einige Teilnehmer dort nicht so wohl?

Der Zeitpunkt sollte auf die Gruppe abgestimmt gewählt werden. Jeder Mensch hat zu unterschiedlichen Tageszeiten seine Hochphasen. Manche Menschen erbringen vormittags ihre Höchstleistung, andere können nachts besser arbeiten.

Teamplayer und/oder Einzelkämpfer? Finde heraus, ob Du oder Leute in Deinem Team allein bessere Ideen haben als im Team. Manche Menschen arbeiten allein besser als in der Gruppe, bei anderen ist es umgekehrt und manchen kommen die Ideen sowohl in der Gruppe als auch allein.

Entspannung oder Anspannung? Hoher Stress ist eigentlich schlecht für die Kreativität. Eigentlich deswegen, weil auch dies von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Einige Leute laufen erst bei erhöhtem Druck zu Höchstleitungen auf. Sie brauchen ein gewisses Maß an Stress. Bei anderen geht dann gar nichts mehr. Wichtig ist in jedem Fall, dass weder eine Unter- noch eine Überforderung entsteht.

Kreativität ist…

Bevor Du Dir überlegst, wie Du mit verschiedenen Kreativitätstechniken arbeiten und kreativ sein kannst, lohnt es sich mal kurz darüber nachzudenken, was Kreativität überhaupt ist. Versuch mal in einem Satz für Dich zu definieren, was Kreativität ist – ohne Suchmaschine oder Ratgeber zu bemühen.

Glühbirne symbolisch für das Licht, das einem beim Anwenden der Kreativitätstechnik aufgeht.

Jeder definiert Kreativität anders, ein neuer Gedanke gehört aber immer mit dazu.

Was ist Kreativität?

Googelst Du das Wort „Kreativität“ wird sie ganz einfach mit zwei Worten beschrieben: „schöpferische Kraft“ oder „kreatives Vermögen“. Wikipedia definiert Kreativität als „die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist“ und siehst Du Dir einige Ratgeber zum Thema an, wird schnell deutlich: Es gibt nicht die eine richtige Definition, was Kreativität eigentlich ist, es existieren nur Ähnlichkeiten. Zum Beispiel, dass Kreativität immer etwas Neues beinhaltet oder als Prozess zu sehen ist, der bewusst betrieben werden kann und im besten Fall zu einem brauchbaren Ergebnis führt. Das ist zumindest meine Quintessenz, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Endgültigkeit erhebt.

Florian Rustler, der Autor des Buches „Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation“, schreibt zur Definition von Kreativität: „Leider gibt es nicht die eine, von allen Forschern akzeptierte Definition der Kreativität. Definitionen gibt es so viele, wie es Wissenschaftler gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen“ und Bachmeier, der selbst Coachings zur Kreativität anbietet, schreibt in seinem Buch zu Kreativitätstechniken, es gäbe nicht die eine Definition, weil jede eigene Definition von Kreativität richtig sei. Jeder Autor, Wissenschaftler oder derjenige, der sich mit dem Thema beschäftigt, legt Kreativität anders aus.

Für die Vorstellung der nachfolgenden Kreativtechniken habe ich hauptsächlich mit den Büchern

Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation — Das kleine Handbuch der Innovationsmethoden“ von Florian Rustler, Midas Management Verlag 2018, 8. Auflage

und

Kreativitätstechniken —Wie du deine Kreativität fördern kannst und dadurch geniale Ideen bekommst“ von Richard Bachmeier, 1. Auflage 2018, Selbstverlag

gearbeitet. Die beschriebenen Kreativtechniken sind auch in diesen Büchern zu finden.

Kreativitätstechniken anwenden: Kreativitätskiller adieu!

Leichenumrisse mit Klebeband symbolisieren die durch Kreativitätskiller gestorbene Idee.

Kreativitätskiller vermeiden: Sie können die besten Ideen verhindern oder abwerten.

Um die Kreativitätstechniken erfolgreich anwenden zu können, solltest Du darauf achten „Kreativitätskiller“ von vorneherein auszuschließen. Dazu zählen

  • Denkblockaden
  • blockierende Aussagen
  • äußere Umstände

Denkblockaden können durch eine falsche Haltung gegenüber Problemen, zu wenig Mut oder Selbstvertrauen, Ungeduld oder Angst im Falle von Gruppenzwang entstehen. Auch eine gewisse Verschlossenheit gegenüber Neuem und Zeitmangel können Denkblockaden fördern. Das gleiche gilt übrigens auch beim Schreiben. Von meiner Kollegin Maike gibt es dazu einen hilfreichen Blogbeitrag, wie Du Schreibblockaden lösen kannst.

Als blockierende Aussagen können Sätze wie „eine gute Idee, aber…“, „das haben wir schon immer / noch nie so gemacht…“ oder „das fällt nicht in unseren Aufgabenbereich“ den ganzen Kreativprozess negativ beeinflussen. Daher muss bei Kreativitätstechniken gelten: Am Anfang ist alles erlaubt!

Äußere Umstände wirken sich dann nicht zielfördernd aus, wenn zum Beispiel die Regeln der Technik nicht eingehalten werden, eine Bewertung der Ideen zu früh einsetzt, sich einzelne Teilnehmer nicht wohlfühlen oder Du völlig übermüdet bist. Auch einzelne Personen, die die Diskussionen überlagern oder in der Firmenhierarchie über der Masse der Teilnehmenden stehen, können sich gegebenenfalls negativ auf den Kreativprozess auswirken.

Verzweifeltes Maedchen steht symbolisch dafür, dass Kreativitätstechniken helfen auf Knopfdruck kreativ zu sein.

Du musst jetzt kreativ sein? Genau dafür eignen sich Kreativitätstechniken.

Wofür eignen sich Kreativitätstechniken?

Für jegliche Art der Ideenfindung gibt es eine geeignete Technik und viele der bereits bestehenden Kreativitätstechniken können dann noch ergänzt werden. Es gibt so viele verschiedene Kreativitätstechniken, dass ich Dir die vorstellen möchte, die ich für die Arbeit im Content Marketing als schnell umsetzbar und sinnvoll einstufe.

Kreativitätstechniken anwenden: 7 Techniken für Content Marketing

In den meisten Marketing-Abteilungen ist Zeit Geld und für Kreativitätstechniken gibt es höchstens mal im Rahmen eines Workshops ausreichend Zeit, sich auszuprobieren. Genau deswegen eignen sich vielleicht folgende Kreativtechniken für Dich.

Brainwriting als 6-3-5-Methode


Als „stille Brainstorming-Technik“ zählt die 6-3-5-Methode zu den Brainwriting-Techniken. Der Name der Technik, die von Bernd Rohrbach entwickelt wurde, ist auf 6 Personen, 3 Ideen und 5 Zyklen zurückzuführen und wird folgendermaßen durchgeführt:

  1. Schritt: Das Problem oder die Ausgangslage wird formuliert.
  2. Schritt: Auf das Arbeitsblatt trägt jeder Teilnehmer seine ersten drei Ideen in die nebeneinanderliegenden Spalten ein. Damit das nicht zu viel Zeit frisst, kannst Du auch eine zeitliche Begrenzung setzen und für das Aufschreiben der Ideen beispielsweise jeweils fünf Minuten zur Verfügung stellen.

Das Wichtigste bei diesem Schritt: Die Ideen müssen selbsterklärend sein.

Auf ideenfindung.de kannst Du Dir passende Arbeitsblätter runterladen:

  1. Das Blatt mit den ersten drei Ideen wird von allen Teilnehmern in die gleiche Richtung an den Nachbarn weitergegeben.
  2. Jetzt versucht Ihr auf den bereits vorhandenen Ideen im darunterliegenden Feld aufzubauen, sie zu ergänzen oder weiterzuentwickeln.
  3. Nach fünf Minuten wird das Blatt wieder weitergegeben, so lange, bis 5 Zyklen vorbei sind oder das Blatt voll ist.
  4. Jetzt hast Du einen Haufen Ideen, die Du auswerten und zur Problemlösung heranziehen kannst.

Die größte Gefahr dieser Methode ist zu viel Zeit. Sehr langes Überlegen kann dazu führen, dass erste, spontane Ideen wieder verworfen werden. Daher kann die oben bereits erwähnte Zeiteinschränkung hilfreich.

Gut zu wissen: Die ideale Gruppengröße beträgt zwar 6 Personen. Die Kreativitätstechnik ist aber auch mit mehr Teilnehmern und weniger Zyklen umsetzbar. Wir haben beispielsweise mit 11 Teilnehmern und drei Zyklen ebenfalls tolle Ergebnisse erzielt.

5 Warums?


Die Kreativitätstechnik der 5 Warums wurde von dem Toyota-Produktsystementwickler Tachii Ōno erfunden, um Problemlösungen offensichtlich und möglich zu machen. Tachii Ōno war der Meinung, dass Probleme meist nur nicht gelöst werden können, weil zu wenige oder die falschen Fragen gestellt werden. Seine Idee: Frage fünf Mal hintereinander „Warum“ und die Lösung wird offensichtlich.

Mann mit fünf Fragezeichen steht für die 5 Warums der Kreativitätstechnik.

Mit den 5 Warums von Taichii Ōno kommst Du vielleicht auf die Lösung Deines Problems.

An einem Beispiel wird es vermutlich leichter nachzuvollziehen, wie die Technik funktioniert:

Problem: Ich weiß nicht, wie ich einen Beitrag verfassen soll, der sich für den Valentinstag eignet.

Warum?

  • Weil ich noch nie etwas für den Valentinstag geschrieben habe.

Warum?

  • Weil ich mich damit nicht beschäftige

Warum?

  • Weil es meiner Meinung nach ein überflüssiger Tag ist

Warum?

  • Weil es nur Geldmacherei der Blumenläden und Pralinenindustrie ist.

Warum?

  • Weil dieser Tag gemeinsam mit dem Muttertag die Haupteinnahme-Quelle darstellt.

Die Lösung könnte also sein, einen Beitrag über die Umsätze der Blumenhändler und Chocolatiers am Valentinstag zu schreiben.

Gut zu wissen: Diese Technik erfordert ein bisschen Übung, aber dann geht es ratzfatz. Sie lässt sich allein auf Papier, zu zweit im direkten Dialog oder in der Gruppe moderiert durchführen.

Assoziationen/ Reizwörter


Übungen mit Reizwörtern oder Assoziationen sind ganz leicht umzusetzen. Dafür sucht Ihr Euch beispielsweise ein Wort aus einem Buch, einer Zeitung oder einem Lexikon und schreibt alles auf, was Euch dazu einfällt und was Ihr mit diesem Wort assoziiert. Wenn Ihr als Reizwort einen Teil Eures „Problems“ nehmt, bekommt Ihr viele tolle Ideen zu eurem Problem. Beispielsweise sollt Ihr eine Online-Kampagne für einen Schokokuchen To-Go entwickeln, dann könntet Ihr das Problem in drei Worte, nämlich „Schokokuchen“, „To-Go“ und „Online-Kampagne“ aufteilen und zu allen Wörten assoziieren, was das Zeug hält.

Das Ganze funktioniert auch, wenn Ihr Euch verschiedene Begriffe ausdenkt, sie auf einzelne Zettel schreibt, diese Zettel mischt und einen davon zieht.

In der Gruppe könnt Ihr verschiedene Techniken anwenden. Ein Begriff wird gezogen oder vorgegeben und dann muss reihum jeder einen Begriff nennen, den er unmittelbar mit dem Reizwort verbindet oder der auf der Assoziation des Vorgängers aufbaut.

Kreativitätstechniken schulen auch die Assoziationsfähigkeit wie hier exemplarisch an der Grafik (von Meer zu Muschel, Schwimmen und Koffer) zu sehen.

Jeder Mensch assoziiert andere Dinge mit bestimmten Wörtern. Probier‘ es mit Deinen KollegInnen aus!

Beispiel 1:

Reizwort: Meer

Teilnehmer 1: Schwimmen

Teilnehmer 2: Muscheln

Teilnehmer 3: Urlaub

–> Assoziiert mit dem Reizwort

Beispiel 2:

Reizwort: Schwimmbad

Teilnehmer 1: Eis

Teilnehmer 2: Erdbeergeschmack

Teilnehmer 3: Omas Geburtstagskuchen

–> Assoziiert mit der Assoziation des Vorgängers.

Gut zu wissen: Je schneller Ihr in der Gruppe die Assoziationen aussprecht, desto spontaner sind die Antworten. Mit ein bisschen Übung wird Eure Assoziationskette dann immer schneller.

Verbindungszwang


Bei dieser Kreativitätstechnik handelt es sich um eine weiterführende Technik, die hilfreich ist, um für bestimmte Ideen weiterführende Ideen zu entwickeln.

  1. Schritt: Das Problem ist bekannt, definiert und formuliert.
  2. Schritt: Suche Dir ein Bild oder einen Gegenstand, der überhaupt gar nichts mit dem Problem zu tun hat und in keinerlei Zusammenhang steht.
  3. Schritt: Schreibe jetzt drei bis vier Eigenschaften von dem Gegenstand oder von dem Bild auf.
  4. Schritt: Versuche diese Eigenschaften in Verbindung mit Deinem Problem zu setzen und einen Zusammenhang zwischen Deinem Problem und den Eigenschaften zu erzwingen und Lösungsansätze zu erhalten.

Gut zu wissen: Das Bild oder der Gegenstand soll als Inspiration und Grundlage für konkrete Ideen dienen.

Unpassende Dinge wie Banane und Telefon werden mit dieser Kreativitätstechnik zwanghaft verbunden.

Zwei Dinge verbinden, die eigentlich nicht zusammenpassen? Kreativitätstechniken helfen anders zu denken.

Beispiel: Wie können wir unsere Waschmaschine verbessern?

Als Zwangsverbindung wird ein Strohhalm gewählt

  • Dünn
  • Klein
  • Trinken
  • Plastik
  • Cocktails

Ideen für die Verbesserung der Waschmaschine könnten dann beispielsweise so aussehen:

  • Eine besonders dünne Waschmaschine entwickeln für schmale Nischen,
  • eine besonders kleine Waschmaschine zu entwickeln für kleine Küchen und Bäder
  • eine Waschmaschine, bei der das Abwasser durch eine Wiederaufbereitungsanlage direkt wieder zu Trinkwasser wird
  • eine Waschmaschine ganz ohne Plastik produzieren
  • eine Waschmaschine, die einen Waschgang speziell für Cocktailflecken besitzt, auf den Markt bringen

Gut zu wissen: Suchst Du weiteren Input zu Kreativität und Ideenentwicklung, findest Du in Siljas Blogbeitrag zum Themenfindungsprozess im Content Marketing viele hilfreiche Tipps.

Wunschdenken


Hierbei kannst Du tolle Ideen finden, wenn Du noch nicht richtig im Thema bist. Daher eignet sich diese Technik vor allem am Anfang von Projekten. Sie dient dazu Probleme, Ziele, Herausforderungen und Wünsche ausfindig zu machen Und so funktioniert’s:

Erstelle eine Liste mit Wünschen, Herausforderungen und Zielen und fange jeden Satz mit

  • „Es wäre toll, wenn…“
  • „Ich wünsche mir, dass…“
  • „Wäre es nicht super, wenn…“

an.

Auf das Problem bezogen, können so schnell Ziele oder Probleme identifiziert werden.

Die Wunschlampe steht exemplarisch für die Wünsche für die Kreativitätstechnik.

Formuliere alle Deine Wünsche nicht für den Dschinn, sondern in einer Liste und finde so mögliche Herausforderungen und Ziele heraus.

Beispiel: Das Problem Eures Shops ist die Webseite.

  • „Ich wünsche mir, dass die Seite schneller lädt.“
  • „Es wäre schön, wenn wenigstens die Hälfte der Warenkorbabbrecher zu Käufern werden würde.“
  • „Ich wünsch mir, dass die Startseite moderner und zeitgemäßer gestaltet ist.“
  • „…“

Gut zu wissen: Die Liste kann entweder allein oder gemeinsam während einer Gruppenarbeit erstellt werden. In der Gruppe kann auch jeder erst einmal für sich selbst eine Liste zusammenschreiben und im Anschluss werden die Ergebnisse verglichen. Letzteres kann in der Auswertung deutlich zeigen, wo eventuell mehrere Teilnehmer der Kreativitätstechnik die gleichen Herausforderungen sehen oder ähnliche Ziele verfolgen möchten.

Morphologischer Kasten


Mit dieser Technik wird ein Problem nicht nur ganzheitlich betrachtet, sondern in verschiedene Parameter aufgeteilt. Für jeden dieser Parameter gibt es dann unterschiedliche Alternativen beziehungsweise Möglichkeiten:

  1. Formuliere eine konkrete Herausforderung oder ein Problem, das Du lösen möchtest.
  2. Erstelle eine Tabelle mit mindestens vier Spalten. Die erste Spalte wird als „Parameter“ benannt, die weiteren drei als „Möglichkeit 1“, „Möglichkeit 2“, usw.

tabellarische-darstellung-parameter-kreativitaetstechnik-morphologischer-kasten

  1. Dann überlegst Du Dir welche Parameter Du benötigst.

tabelle-eingetragene-parameter-kreativitaetstechnik-morphologischer-kasten

  1. Jetzt sammle zu den Parametern Alternativen.

ausgefuellte-tabelle-kanaele-kreativitaetstechnik-kreativtechnik-morphologischer-kasten

Am Ende hast Du eine Tabelle voller Möglichkeiten, die sich nach Belieben kombinieren lassen und Dir neue Perspektiven eröffnen können:

ausgefuellte-tabelle-mit-moeglichen-perspektiven-kreativitaetstechnik-morphologischer-kasten

Dann kannst Du über Blogger-Kooperationen ein Video mit unterhaltendem Inhalt promoten (grün) oder via Facebook einen Artikel über einen integrierten Test für Deine Zielgruppe bewerben.

Gut zu wissen: Eine Tabelle, die ein wiederkehrendes Problem in Parameter unterteilt, kann, einmal erstellt, immer wieder zur Inspiration genutzt und bei Bedarf überarbeitet werden.

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Zukünftiger Zeitungsartikel


Du erstellst einen imaginären Zeitungsartikel aus der Zukunft mit dem Ziel, Deine Gedanken zu konkretisieren und einen zukünftigen Idealzustand eines Projektes, Deines Lebens, Deiner beruflichen Zukunft oder Ähnlichem zu formulieren. Diese Technik eignet sich für das Content Marketing vor allem am Anfang von großen Projekten.

  1. Stell Dir vor, Du bist ein Zeitungsjournalist und springst von heute fünf Jahre in die Zukunft.
  2. Schreibe einen Artikel von maximal einer Seite, der beschreibt, wie das Problem gelöst bzw. Dein Ziel erreicht wurde. Dabei muss die Ausgangssituation am Anfang und das Ergebnis nach einigen Jahren berücksichtigt werden.
  3. Beim Schreiben wirst Du immer detaillierter und erklärst, was genau passiert ist und wie das Ziel erreicht wurde und was die einzelnen Personen dazu beigetragen haben.
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Deine Zukunftsvisionen in einem Zeitungsartikel? Das hilft Gedanken, Ideen und Ziele zu konkretisieren.

  1. Ausgedachte Zitate von Kunden oder Testimonials zeigen die externe Sicht auf das Ergebnis auf.
  2. Benutze Bilder, um aus Deinem Artikel einen echten Artikel zu machen.
  3. Am Ende liest Du Deinen Artikel durch und fühlst in Dich hinein, ob Du Lust hast mit der Arbeit zu beginnen und er Dir Motivation gibt.

Gut zu wissen: Der Artikel darf so oft wie gewünscht überarbeitet werden. In der Gruppe kann erst jeder einen Artikel schreiben und am Ende wird daraus ein gemeinsamer Artikel verfasst.

Weitere Infos zu Kreativitätstechniken

Alle beschriebenen Kreativitätstechniken lassen sich sowohl allein als auch in der Gruppe für den Content Marketing Prozess anwenden. Vielleicht brauchst Du und Dein Team für die eine oder andere Technik ein bisschen Übung, das ist völlig in Ordnung. Um die Regionen, die in Deinem Gehirn für die Kreativität zuständig sind, im Training zu halten, empfiehlt Bachmeier zwischendurch einfach mal eine sinnlose Tätigkeit auszuüben. Zum Beispiel sich ein Blatt Papier und einen Stift zu nehmen und drauflos zu malen, ohne zu wissen, was Du eigentlich malst. Auch Musik hören und genießen sowie sich auf einzelne Instrumente innerhalb eines Songs zu konzentrieren und dazu zu tippen, tanzen oder wippen nennt er als Trainingsmöglichkeit zur Verbesserung der Kreativität.

Was machst Du, wenn Du das Gefühl hast, Du bist nicht kreativ? Wenn Du Tipps hast, Tricks oder Kreativtechniken kennst, die Du und Deine KollegInnen vielleicht sogar regelmäßig nutzen, dann schreib sie für unsere LeserInnen gern in die Kommentare!

Bildnachweis: Titelbild: © Seokratie GmbH; Bild 1: © gettyimages.de / VasjaKoman; Bild 2: © Seokratie GmbH, 4P-Modell nach Mel Rhodes nachgebaut aus Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation, Florian Rustler, Midas Management Verlag 2018, 8. Aufl., Seite 22-24; Bild 3: © gettyimages.de / HAKINMHAN; Bild 4: © gettyimages.de / ilbusca; Bild 5: © gettyimages.de / laflor; Bild 6: © Atelier für Ideen AG, Screenshot Arbeitsblatt; Bild 7: © gettyimages.de / anyaberkut; Bild 8: © Seokratie GmbH; Bild 9: © gettyimages.de / THEPALMER; Bild 10: © gettyimages.de / FelixRenaud; Bild 11: © gettyimages.de / izzetugutmen; Bild 12-15: © Seokratie GmbH;

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Über den Autor
Josefine arbeitet seit 2018 als Senior Content Marketing Managerin bei Seokratie. Die Arbeit an individuellen Marketing-Strategien, zielgerichteten Marketing-Kampagnen und -Analysen mag sie am liebsten. Hier findest Du alle Beiträge von .

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4 Kommentare
    1. Peter 17. Januar 2019

      Wow, das ist ja eine wahre Fundgrube! Spitze!

    2. Bruno Mayer 18. Januar 2019

      Habe besonders gekichert beim BANANEN-TELEFON

    3. Katrin 24. Januar 2019

      Klasse Strategien, toll geschrieben, exzellente Beispiele – einfach top! Einige gleich mal ausprobiert, haben meine aktuelle Projektaufgabe gerettet. Danke!

    4. Josefine 28. Januar 2019

      Hallo zusammen,
      freut mich, dass euch mein Beitrag gefallen und weitergeholfen hat.
      Viele Grüße,
      Josefine

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