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SEO

Meine SEO Trends 2022

2021-11-11
Seokratie
Seokratie GmbH
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Julian DzikiSEO-Experte

Das sind meine persönliche SEO Trends 2022. Heute werfe ich einmal einen Blick in meine Glaskugel und zeige Dir, wie Du 2022 die Konkurrenz chancenlos hinter Dir lässt!

Man auf Treppe guckt in die Zukunft

Disclaimer – das ist meine Meinung zu „Trends“

Als Online-Marketing-Agentur probieren wir natürlich immer gerne neue Trends aus. Ich bin kein Freund von kurzfristigen Trends, sondern sehe das Wort „Trend“ eher im Sinne von langfristigen Entwicklungen, auf die man so früh wie möglich aufspringen sollte, die aber bleiben werden. Das unterscheidet meinen Artikel von den meisten anderen zu diesem Thema, die leider oft kritiklos jede Neuerung gleich als Trend aufsetzen. Hier kann ich natürlich nicht immer richtig liegen, denn auch ich verschätze mich mal. Daher nehmt das Ganze als Hilfestellung, aber beachtet, dass die Trends vielleicht nicht eintreffen werden wie prognostiziert! Meine Liste ist nicht wahnsinnig lang, weil ich mir eher die sicheren Trends herausgesucht habe. Außerdem gehe ich bei meiner Bewertung von der Wirkungskraft auf Dein Online Marketing aus, nicht davon, was der allgemeine Trend ist.

Google Core Web Vitals

Die Google Core Web Vitals sind das sicherste Zeichen, um zu zeigen, wohin Google auch 2022 bezüglich Search marschiert: Schluss mit schlecht bedienbaren Websites, keine Gnade für Usability-unfreundliche Websites mehr! Damit man endlich auch den letzten SEO davon überzeugt, hat das Google Search Quality Team versucht, Nutzerfreundlichkeit in Zahlen auszudrücken, die den Webmastern deutlich und objektiv sagen: „Deine Werte sind zu schlecht.“ Seit diesem Jahr wurden die sogenannten Search Signals for Page Experience mit in das Google Ranking einberechnet. Google hatte offiziell angekündigt, dass es im Mai soweit sein würde, letztlich wurde es dann Ende August.

Die Search Signals for Page Experience zusammengefasst (Grafik von Google). Neu hinzu kamen die Core Web Vitals.

Auch 2022 werden die Core Web Vitals wichtig sein – zudem wurden vor einigen Tagen bereits zwei neue Werte angekündigt. Mit Responsiveness soll bald gemessen werden wie schnell eine Website insgesamt auf Anfragen reagiert (also nicht nur der FID / First Input Delay nach dem Laden, sondern auch danach).  Mit Smoothiness will man messen wie glatt Animationen animiert wurden – um ruckeln und dergleichen zu vermeiden.

Strukturierte Daten

Rich Snippets halten seit Jahren immer mehr Einzug in die Google Suche. Featured Snippets sind mittlerweile in sehr vielen Suchergebnissen zu sehen. Dieser Trend wird 2022 anhalten. Google versucht zum Einen, die Webmaster dazu zu bewegen, dass sie mehr Content mit strukturierten Daten auszeichnen. Zum anderen holt sich Google auch selbst die Daten und präsentiert sie dann schön aufbereitet. Wenn Du 2022 punkten willst, dann bleibe hier am Ball und setze neuartige Rich Snippets möglichst rasch um, wenn sie vielversprechend sind. Oftmals ist es besonders zu Beginn so, dass Neuerungen besonders prominent in den SERPs platziert werden, damit die Umsetzungsfreudigkeit der Webmaster steigt. So war es beispielsweise mit den FAQ-Rich-Snippets.

Ich glaube, dass politisch bei Google die Segel weiter voll auf Featured Snippets beziehungsweise Structured Data gesetzt sind. Hier wird noch deutlich mehr kommen als bisher. Ich halte strukturierte Daten für so wichtig, dass ich im März auf der SMX München sogar einen Vortrag nur darüber halte. Ich habe so in den Knochen, dass wir hier 2022 die meisten und interessantesten Änderungen sehen werden.

Hier eine kurze Video-Einführung zum Thema strukturierte Daten

YouTube

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Voice Search ist kein Trend

Dieser Text ist 1:1 aus meinen SEO-Trends für 2021 und ich habe dem nichts hinzuzufügen: Ich weiß nicht, ob es nicht langsam peinlich wird, wenn mancher Trendforscher jedes Jahr aufs Neue Voice Search als den Trend des kommenden Jahres sieht. Ich besitze zwei Amazon Echos und benutze aktiv sowohl Alexa wie auch die Google-Sprachsuche. Letztere ist übrigens technologisch der Amazon-Lösung um Jahre voraus. Davon abgesehen ist und bleibt Voice Search ein Trend dort, wo man die Hände nicht frei hat. Vor allem im Auto mit Android Auto oder beim Kochen nutze ich Sprachassistenten. Das mache ich zum Navigieren oder zum Hören von Musik, Hörbüchern und Nachrichten. Dabei wird es auch auf absehbare Zeit bleiben. Dass man tatsächlich Produkte bestellt, davon ist der Durchschnittsuser noch sehr weit entfernt – wenn er jemals dazu kommen wird. Sprachsuche nimmt zu – aber der kommerzielle Nutzen für uns Websitebetreiber, B2B-Unternehmen oder Online Shops hält sich in Grenzen. Wie sich das ändern sollte, das weiß ich bisher nicht.

Auch 2022 wird die Sprachsuche sich nicht großartig weiterentwickeln. Ich bleibe bei meiner Meinung! 🙂

YouTube und Video

Die Nutzung von YouTube ist in der Corona-Krise in Deutschland um 15 % gestiegen. Stell Dir einmal vor, die monatlichen Suchanfragen bei Google wären insgesamt um 15 % gestiegen. Ich weiß nicht, wie man deutlicher zeigen kann, wie wichtig der Kanal ist. Google-intern werden schon seit Jahren viele Weichen auf Video ausgelegt. 47 Millionen Erwachsene in Deutschland nutzen jeden Monat YouTube titelte die Internetworld im September 2020 unter Berufung auf Zahlen der GfK. Knapp 70 Millionen Erwachsene gibt es, das sind 67 %. Bei den unter 18-Jährigen ist der Anteil mit Sicherheit noch deutlich höher. Trotzdem sind auch 2021 die meisten Unternehmen auf Facebook unterwegs, während sie YouTube eher meiden.

Facebook geht den Bach runter?

Während YouTube innerhalb eines Jahres ein zweistelliges Wachstum zeigt und nach gutem Content regelrecht giert, sowie richtig super auch organisch wachsen kann, sieht es bei Facebook anders aus: Hier wird  die organische Reichweite von Unternehmen seit Jahren immer mehr beschnitten, die Nutzerzahlen schrumpfen und alle paar Monate gibt es regelmäßig Datenskandale. Seit über drei Jahren hat Facebook keine Zahlen mehr zu einzelnen Ländern und deren Usern veröffentlicht – vermutlich, weil die Zahlen in Deutschland stetig sinken. Gehen wir von 32 Millionen (registrierten) Nutzern aus, dann ist das, salopp gesagt, wenig verglichen mit 47 Millionen tatsächlich aktiven Erwachsenen auf YouTube – wobei die Minderjährigen in der Statisitik ja nicht mitgezählt wurden. Ich gehe davon aus, dass Facebook mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Vielleicht nicht gleich 2022, aber das langsame Sterben hat schon eingesetzt. Ich wurde neulich gefragt, was denn dann als neue Plattform kommt? Ich bin recht sicher, dass es erst einmal keine neue Plattform braucht. Die Welt ist Facebook-müde. Zumindest die Art von Social Media, wie sie auf Facebook praktiziert wird, ist den meisten Menschen mittlerweile zuwider. Die meisten User gehen so vor: Content konsumiere ich mit Google, Videos auf YouTube, Bilder auf Instagram und Nachrichten schreibe ich mit WhatsApp. Facebook ist vom Konzept her einfach veraltet.

2021 habe ich gesehen, dass besonders kleine und mittelständische Unternehmen YouTube endlich für sich entdeckt haben. Ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr und die Jahre darauf eine wahre Glanzzeit für YouTube kommen wird. Wir können Dir da gerne weiterhelfen, wir betreiben seit mittlerweile 3 Jahren YouTube Marketing! Ach ja – nicht vergessen darf man, dass die Sichtbarkeit von Videos in der Google Suche ständig zunimmt. YouTube ist also nicht nur für YouTube interessant, sondern auch für die „normalen“ Google Suchergebnisse. Denn auch hier werden Videos immer prominenter.

Kommunikation des Search Quality Teams

Ich glaube kein Team wird extern so oft kritisiert wie das Search Quality Team – und nie gelobt. Hier ist jetzt einmal die Stelle dafür. Ich komme noch aus der Ära mit Matt Cutts und hier war die Kommunikation zwar vorhanden, aber sie war fast immer Top-Down. Es war schon wirklich eine Seltenheit, dass Matt Cutts sich zu einer konkreten Frage via Twitter geäußert hat. Nach seinem Weggang entstand ein großes Loch, das erst einmal gefüllt werden musste. Problematisch war vor allem zu Beginn, dass Matt Cutts sehr engen Kontakt zu den Algorithmus-Entwicklern gehabt hatte und hier auch Feedback von Webmastern weitergeben konnte. Diese Verbindung brach direkt nach seinem Weggang ein wenig ab.

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Heute jedoch ist aus meiner Sicht die Kommunikation deutlich offener. Nicht nur durch Videos auf YouTube, Podcasts und den Webmaster-Hangouts. Auch sonst äußern sich die Googler öfter und konkreter gegenüber der Webmaster-Gemeinde. Es passiert eine Menge in der Google Search Central, dieses Portal wird geradezu aufgebohrt momentan. Du willst wissen, welche Änderungen Google 2021 eingeführt hat? Dann schaue Dir diese Seite einmal an. Cool, oder? Dort siehst Du alle Änderungen, die dieses Jahr von Google durchgeführt wurden. Sieh Dir gerne einmal an, wie viel dort mit strukturierten Daten, Core Web Vitals & Co. zu tun hat, dann merkst Du vermutlich wohin die Reise geht.

Daher hier von mir an dieser Stelle mal: Vielen Dank, liebes Search Quality Team, Ihr macht das super so. Die neue Offenheit ist toll und hilft besonders vielen Einsteigern eine Menge.

Als Trend wünsche ich mir, dass es so weitergeht – und ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch so sein wird.

Ganz neu ist die SEO lightning round, wo John Müller kurz und knapp Fragen von SEOs beantwortet:

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Neu SEO-Unternehmen starten 2022 durch

Aufgrund der Corona-Krise haben 2020 viele Unternehmen einen gewaltigen Digitalisierungs-Nachhol-Marathon begonnen. Wir haben einige dieser Unternehmen begleitet und tun das bis heute. Die wenigsten haben im März 2020 direkt mit SEO gestartet, sondern sind nach und nach hineingewachsen. Bei vielen geht es erst jetzt richtig los, 2022 werden sie auf dem Markt präsenter. Besonders in den klassischen B2B- und Industriebranchen ist Online Marketing deutlich mehr angestoßen worden und wird hier abseits von Messen auch deutlich zunehmen. Der klassische SEO-Kunde einer Agentur ist längst kein Online Shop mehr, sondern ein Laser-Hersteller oder Dichtungsfabrikant.

Hier wird 2022 und darüber hinaus mehr Bewegung in den Markt kommen. Die Zeiten von „Wir haben 2.000 Mitarbeiter, aber unsere Website ist eine Katastrophe“ sind vorbei. Zwar kann man auch noch in Zukunft seine Website vernachlässigen, es wird umsatzmäßig aber deutlich mehr weh tun als zuvor – wer keine gute Online-Marketing-Strategie hat, der verliert gegenüber jemanden, der es tut. Und das betrifft auch die letzten „Offline“-Branchen mittlerweile.

So, das waren meine SEO Trends für 2022. Siehst Du sie ähnlich oder gibt es Unterschiede? Siehst Du etwas komplett anders? Ich freue mich über Deinen Kommentar!

Foto: nirutft / Adobe Stock

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6 Kommentare
  1. Wolfgang Jagsch 11. November 2021

    Wichtig wird vor allem in Bezug auf die Content-Suchmaschinenoptimierung auf einen entsprechende Lesefreundlichkeit zu achten. Die meisten Textabschnitte, die Google direkt in den SERPS ausspielt, sind so um die 50 Wörter lang. Die Sprache entspricht dabei einer nüchternen und erklärenden Sprache. Ähnlich wie bei Wikipedia. Man sollte Wichtiges am Textanfang schreiben und auch entsprechende Definitionen von Konzepten liefern. Das erhöht die Chance auf Plartz 0 in den Snippets angezeigt zu werden.

  2. Maike 11. November 2021

    Hi Julian, mega gut beobachtet. Du siehst das große Ganze. Danke für den Beitrag und liebe Grüße, Maike

  3. Evelin Left 12. November 2021

    Hallo Julian,

    ich lese gerne deine Artikel – verständlich, erfrischen, offen – vielen Dank dafür!

    Wir optimieren regelmäßig Seiten unserer Kunden auf technisch einwandfreie Seiten. Leider habe ich nicht den Eindruck, dass das angemessen belohnt wird. Wäre daher schön, wenn dein Trendgespür stimmt 😉

    Habt ihr es erlebt, dass die Verbesserung der Core Web Vitals-Parameter auch tatsächlich in den Rankings etwas bringen?

  4. Viviane 15. November 2021

    Hi Julian,

    schöner Überblick, aber ich denke, den wichtigsten Punkt für 2022 hast du vergessen: Die viel zitierte und von Google immer wieder verlangte „Awesomeness“. Das möchte ich hier etwas ausführen, also Sorry schonmal für die Länge.

    Seit Juli 2022 gibt es auf allen Kanälen hitzige Diskussionen über nicht indexierte Inhalte. Googles Indexierungspolitik scheint sich seit einigen Wochen grundlegend geändert zu haben.

    Dass der Indexierungsstand einer Webseite schwankt, ist nichts neues, mittlerweile werden teils aber bis zu 100% neuer Inhalte gar nicht mehr gecrawlt und infolge dessen auch nicht indexiert. Weder die URL Submission, noch stärkere interne Verlinkung, noch die Publikation des nicht indexierten Inhalts auf einer neuen URL ändern das. Die Seiten bleiben im Nirvana, auch nach Wochen und Monaten (siehe Diskussionen im Google Search Central Hilfeforum, Twitter, diversen Seo-Foren & Agenturseiten).

    In meiner eigenen OM-Blase gibt es mittlerweile niemanden, die/der nicht mindestens ein Unternehmen betreut, das davon nicht betroffen ist. Inhalte verschiedenster Art (Blogartikel, neue Produkte, Eventankündigungen, Immobilienlistings etc.) werden einfach nicht mehr angeschaut, sie sind in der SC als „Gefunden, nicht indexiert“ gelistet.

    Google selbst äußert sich dazu wie meist sehr kryptisch und verweist darauf, dass nur Inhalte mit „lots of awesomeness“ eine Chance haben, indexiert zu werden.

    Hier beginnen sich für mich jede Menge Fragen zu stellen, im Hinblick auf wie wir zukünftig Inhalte produzieren aber auch im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit/-verzerrung.

    Zwei kurze Beispiele:
    1) Weihnachtsdeko-Shop veröffentlicht einen Artikel zum Thema „Weihnachtsdeko – Das sind die Trends 2021“. Artikel ist gut recherchiert & strukturiert, verfügt über viel Content sowie Produkteinbindungen aus dem eigenen Shop und externe Medieneinbindungen. -> Artikel geht Anfang Oktober online und ist bis heute (6 Wochen später) nicht indexiert. Jetzt kommt die direkte (größere) Konkurrenz: Schreibt exakt den gleichen Artikel mit exakt der gleichen Überschrift „Weihnachtsdeko – Das sind die Trends 2021“. Alle anderen inhaltlichen „Kennzahlen“ sind ebenfalls vergleichbar, von der Strukturierung bis hin zur Art der Bild- & Produkteinbindung. -> Artikel ist nach 12h indexiert und rankt.

    2) Kleiner Immobilienhändler veröffentlicht verfügbare 3 Zimmer 75qm-Wohnung in der Auestraße. -> Seite wird indexiert. 2 Wochen später zieht er eine weitere vergleichbare 2 Zimmer 75qm-Wohnung zum Verkauf in der nahe gelegenen Bergstraße an Land -> Seite wird nicht indexiert, weil mutmaßlich „zu ähnlich mit der Auenstraße“ obwohl andere Bilder etc. Platzhirsch am Markt hat diese Probleme nicht, die Bergstraßen-Wohnung wird innerhalb kurzer Zeit zusätzlich zur Wohnung in der Auenstraße indexiert.

    Wieso genau sind die neuen Seiten der Konkurrenz, die inhaltlich komplett vergleichbar sind, „more awesome“, als die nicht indexierten der kleineren Konkurrenz? Sind die Seiten der Konkurrenz wirklich wie John Mueller sagt, „…something the web has been waiting for?“.

    Hier wird es dann leider unübersichtlich. Es gibt zu wenige definitive Aussagen von Google dazu, wie genau sie die nicht gecrawlten Seiten im Hintergrund bewerten. Mueller sagt einzig dazu: „Wenn Google entscheiden muss, ob eine Seite gecrawlt wird oder nicht, spielt die Einbindung der Seite in die gesamte Website und in das Web eine Rolle.“ (Übersetzung von SEO-Südwest)

    Passen die Inhalten also nicht zu den übrigen Inhalten der Webseite? Gab es das Thema schon x-mal auf der Seite? Oder ist das Thema im Web generell schon zu oft vorhanden? Falls ja, wieso wird dann die Konkurrenz mit exakt den gleichen Themen dennoch gecrawlt und schließlich indexiert? Mehr E-A-T? -> Beim Thema Weihnachtsdeko oder Immobilien vermutlich eher nicht so relevant? Und falls doch, wie kann man überhaupt noch positive Nutzersignale aufbauen und weiterkommen, wenn man mit seinen Hauptthemen nicht mehr indexiert wird? Fragen über Fragen, einfach mal wild gebrainstormt. Das ist sicherlich ein komplexeres Thema, das uns in 2022 begleiten wird.

    Mein Fazit also: Die Web Vitals können noch so gut sein, die strukturierten Daten noch so tidy implementiert, dass nutzt uns scheinbar allen nichts, wenn wir nicht mit deutlich besseren/anderen Inhalten ums Eck kommen. Google gab ja in den letzten Jahren schon oft Hinweise in diese Richtung, aber jetzt scheinen sie ernst zu machen, aber so richtig. Das bedeutet auch: SEO wird (zumindest für hart umkämpfte Branchen) m.M. deutlich teurer werden, denn Analyse-, Recherche- und Produktionsaufwand für Inhalte erhöhen sich nochmal wahrnehmbar. Und wenn dann selbst diese Inhalte nicht mehr im Index landen, bleibt auch die Frage, bei welcher Art des Unternehmens wir überhaupt noch „klassische“ Inhalte aufbauen werden und wie man in Zukunft über welche Inhalte überhaupt noch organischen Traffic generieren kann.

    Offensichtlich beschäftigt mich das Thema sehr, wie ist es bei euch? Und bei allen anderen Kolleg*innen da draußen?

    Viele Grüße, Viviane

  5. Julian Dziki 22. November 2021

    Hi Viviane,

    Danke Dir erstmal für Deinen super-ausführlichen Kommentar. „Awesomeness“ ist eher die Grundstimmung, in der man SEO und vor allem Content heutzutage machen sollte. Da hast Du absolut Recht. Das ist seit Google Panda 2011 ein Trend, der nie gestoppt wurde. Die Crawling-Problematik ist mir auch bekannt (wenn auch nicht so dramatisch). Ich gehe davon aus, dass hier gerade irgendwas im Argen liegt beim Googlebot und er nicht so gut crawlen kann wie bisher. Auch das „an den Index senden“ funktioniert nicht mehr richtig, da hast Du Recht. Ich gehe aber nicht davon aus, dass seitens Google eine Absicht dahinter steckt. Eher ein technisches Problem. Crawling ist mit das Schwierigste, was Google so tut – und auch extrem ressourcen- und kostenintensiv.

    Viele Grüße
    Julian

  6. Julian Dziki 22. November 2021

    Hi Evelyn,

    Nur dadurch bringt es nur etwas, wenn man vorher schlecht war. Was man auch noch beachten sollte, das ist die Gesamtqualität der Website – und die wird ja damit nicht gemessen.

    Viele Grüße
    Julian

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