SEO

Die drei wichtigsten Screaming-Frog-Analysen für Deinen SEO-Erfolg im B2B

Sandra WeberSEO-Expertin

Der Screaming Frog Crawler gehört zu den wichtigsten Tools im technischen SEO – besonders im B2B, wo Websites komplex und fehleranfällig sind. In diesem Artikel zeige ich Dir drei konkrete Analysen, mit denen Du schnell echten Impact auf Rankings und Leads erzielst. Du lernst, wie Du Relaunch-Risiken minimierst, Deine interne Verlinkung optimierst und bestehendes Traffic-Potenzial besser nutzt. Der Fokus liegt dabei auf pragmatischen Maßnahmen mit wirksamem Hebel statt aufwendiger Content-Produktion. Ideal für alle, die mit begrenzten Ressourcen maximale Ergebnisse erzielen wollen.

Frosch im Gras mit aufmerksamem Blick – Sinnbild für klaren Überblick in der B2B-SEO mit dem Screaming Frog

Wie der Frosch seine Umgebung genau im Blick hat, sorgt ein SEO-Crawler wie Screaming Frog für den nötigen Überblick über Deine Website – die Grundlage für erfolgreiche B2B-SEO.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der größte SEO-Erfolg im B2B entsteht nicht durch mehr Content, sondern durch saubere Technik, klare Struktur und bessere Nutzung vorhandener Potenziale.
  • Crawl-Vergleiche sichern Deine Sichtbarkeit, indem sie technische Fehler und Veränderungen frühzeitig aufdecken – besonders wichtig nach Relaunches.
  • Interne Verlinkung ist ein zentraler Ranking- und Conversion-Hebel, vor allem bei komplexen B2B-Websites mit vielen Unterseiten.
  • Crawl-Tiefe und Inlinks zeigen Dir schnell, welche wichtigen Seiten zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
  • Quick Wins durch GSC-Daten + Crawling helfen Dir, bestehende Top-Seiten gezielt zu optimieren und mehr Traffic herauszuholen.

Warum Crawling im B2B-SEO unverzichtbar ist

Der Screaming Frog Crawler ist für viele SEOs – mich eingeschlossen – eines der Haupt-Tools. Es vergeht fast kein Tag, an dem ich ihn nicht verwende. Eine detaillierte Erklärung zum Screaming Frog mit seinen Vor- und Nachteilen findest Du in unserem Screaming Frog Guide. Aber es gibt natürlich auch andere SEO Crawler auf dem Markt. Zuerst klären wir nachfolgend kurz die Frage:

Was macht ein Crawler und wieso ist das Crawling einer Website so wichtig?

Der Screaming Frog Crawler simuliert, wie Suchmaschinen eine Website sehen. Er durchsucht sie wie ein Suchmaschinen-Bot und erfasst alle URLs, Inhalte und technischen Elemente. Er sammelt Daten zu Statuscodes, Titles, Überschriften, internen Links und vielem mehr. Dadurch bekommst Du einen Überblick über die Struktur und den technischen Zustand Deiner Website und Fehler werden schnell sichtbar.

Vor allem im B2B gibt es oft komplexe Websites mit vielen Unterseiten, bei denen Fehler schnell übersehen werden. Durch Crawling erkennst Du, welche wichtigen Seiten Fehler aufweisen. Es bietet Dir die technische Grundlage, Probleme gezielt zu identifizieren und hilft, Inhalte zu priorisieren und zu optimieren. Das ist die ideale Basis, um den Fokus auf Lead-Gewinnung zu legen.

Spätestens nach dem Crawling offenbart sich einer der Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Websites:

  • B2B-Websites haben meist komplexere Seiten mit einer tieferen Seitenstruktur und mehr Unterseiten, da die Produkte und Dienstleistungen oft erklärungsbedürftiger sind und die Customer Journeys länger. Die Zielgruppe ist kleiner, was sich in geringeren Suchvolumina und weniger Traffic auswirkt. Dafür sind einzelne Leads deutlich wertvoller.
  • Im B2C stehen Unterhaltung und schnelle Conversions im Vordergrund, die Kaufentscheidung ist im Regelfall „emotionaler“.

Möchtest Du tiefer in das komplexe Thema „Crawling“ einsteigen? Meine Kollegin Kim hat einen Crawler-Guide für Dich erstellt. Oder Du näherst Dich dem Thema hands-on an und holst direkt mit unseren 11 allgemeine Anwender-Tipps mehr aus Deinen Crawls heraus!

Im Folgenden werde ich Dir zeigen, wie Du den Screaming Frog Crawler clever für Dich nutzt und einen echten Mehrwert daraus ziehst, statt nur eine Vielzahl an Daten.

Illustration einer Frau mit Laptop vor SEO-Dashboard – visualisiert die Nutzung von Screaming Frog für mehr SEO-Mehrwert.

Nutze den Screaming Frog clever und erhalte einen echten SEO-Mehrwert.

1. SEO Quick Win: Crawl-Vergleich im B2B – nicht nur wichtig nach einem Relaunch

Ein Crawl-Vergleich vergleicht zwei Crawls einer Domain miteinander. Dieser ist besonders wichtig, weil es vor allem nach einem Relaunch viele Risken geben kann. Ein technisch nicht einwandfreier Relaunch führt zu Traffic- und Ranking-Verlusten und bewirkt, dass Leads wegbrechen. Das möchte niemand. Unabhängig von einem Relaunch sollte eine Website regelmäßig gecrawlt werden, um technische Änderungen zu kontrollieren. Nur so kann schnell gegengesteuert und die Sichtbarkeit gesichert werden.

Vor allem im B2B ist das Risiko besonders hoch, da einzelne Seiten viel Umsatzpotenzial haben.

Typische Fehler nach einem Relaunch

Es gibt ein paar typische Fehler, die sich in Teilen in so gut wie jedem Relaunch wiederfinden:

  • Fehlende oder falsche Weiterleitungen: frustrierend für Nutzer*innen und aufwändig für Crawler
  • Weiterleitungsschleifen: Blähen die Ladezeit künstlich auf und verringern das Crawl-Budget.
  • „noindex“-Tag vergessen: URLs werden nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt.
  • Defekte interne Links: frustrierend für Nutzer*innen und aufwändig für Crawler
  • Geänderte Snippets: „Vorschau“ aus den Suchergebnissen stimmt nicht mehr mit den Inhalten der Seite überein, frustrierend für Nutzer*innen.
  • Verlorene Inhalte: Erschwert es Crawlern, die Seite zu verstehen. Vor allem relevant in Bezug auf LLMs.
  • Geänderte Hreflang-Tags: Erschwert es Crawlern, die Zusammenhänge der verschiedenen Sprachversionen zu verstehen. Das ist höchst relevant für B2B-Seiten, da sie international oft verschiedene Versionen der Seite bereitstellen.

Um diesen und weiteren Fehlern vorzubeugen, empfehle ich Dir dringend, vor dem Relaunch eine Relaunch-Checkliste zu nutzen.

Wie Du konkret mit dem Screaming Frog arbeitest

Wie gehst Du nun konkret bei einem Crawl-Vergleich vor? Wir machen es zusammen am Beispiel eines Relaunches.

Wichtige Voraussetzungen: Du musst eine Lizenz für den Screaming Frog Crawler besitzen und in den Einstellungen des Screaming Frog Crawlers die „Datenbankspeicherung“ ausgewählt haben.

Screaming Frog Einstellungen: Datenbankspeicherung im Speichermodus aktiviert.

Wähle in den Einstellungen des Screaming Frog Crawlers „Datenbankspeicherung“ als Speichermodus aus.

Zuerst benötigst Du einen Crawl der Seite VOR dem Relaunch. Diesen speicherst Du Dir lokal ab. Nach dem Relaunch erstellst Du eine Kopie der Crawl-Datei und öffnest die Kopie. Dann klickst Du in Screaming Frog auf „Start“. Das hat den großen Vorteil, dass Deine alten Einstellungen übernommen werden und Du die Seite exakt so crawlst wie im ersten Durchgang. Auch diesen Crawl speicherst Du Dir ab.

Dann wechselst Du bei „Modus“ von der normalen Einstellung „SEO Spider“ in „Vergleichen“. Dort wählst Du bei „Aktuelle“ und „Vorherige“ die beiden Crawls aus. Bei “aktuell“ der neue Crawl, bei „vorherige“ der ältere Crawl.

Wenn Du aus Deiner Screaming-Frog-Datenbank beide Crawls ausgewählt hast, klickst Du auf „Vergleichen“ und die Magie passiert.

Modus „Vergleichen“ auswählen und Crawls zum Vergleich laden.

Stelle den Modus auf „Vergleichen“ um und wähle Deine Crawls aus.

In der „Übersicht“ siehst Du einen ersten Vergleich:

  • Wie viele URLs gab es im vorherigen und im aktuellen Crawl?
  • Wie sind die Änderungen in Prozent?
  • Wie hat sich die Anzahl der Bilder, PDFs, Java Script-Elemente etc. verändert?

 

Screaming Frog Crawl-Vergleich: Übersicht über Änderungen bei URLs, Inhalten und Dateitypen.

In der Übersicht siehst Du eine erste Vorschau der Änderungen zwischen den Crawls.

Neben der ersten Zusammenfassung findest Du beim runterscrollen eine detaillierte Aufstellung in gewohnter Screaming-Frog-Manier. Hier findest Du alle Änderungen nach Anzahl der URLs, Veränderung (in %), Hinzugefügt, Entfernt etc. basierend auf den wichtigsten SEO-technischen Elementen: Interne Antwortcodes, Seitentitel, H1, Inhalte, Bilder, Canonicals, hreflang-Tags, etc.
Diese Kennzahlen gehst Du nach und nach durch und überprüfst sie, beginnend bei den relevantesten Problemen. (Das sind in der Regel Statuscodes, Canonicals, Sicherheit, Snippet/H1, Bilder und weitere).

 Screaming Frog Crawl-Vergleich: Detaillierte Analyse von Statuscodes, Seitentiteln, H1 und Bildfehlern.

In der detaillierten Übersicht siehst Du weitere Informationen zu Änderungen bei einzelnen Elementen.

Du interessierst Du Dich für bestimmte Informationen, wie beispielsweise Microdata-URLs oder bestimmte API-Kennzahlen? Dann musst Du das vor dem ersten Crawl in der Konfiguration entsprechend einstellen bzw. bei beiden Crawls die entsprechende API verbinden.

Im Reiter „Probleme“ bekommst Du wie gewohnt eine Übersicht über die technischen Probleme, ebenfalls inkl. Veränderung absolut und in Prozent. Diese kannst Du Exportieren, nach Problemtyp filtern oder durch Klick auf das Problem direkt in die entsprechende URL-Übersicht springen.

Screaming Frog: Übersicht über SEO-Probleme, Warnungen und Optimierungspotenziale im Crawl-Vergleich.

Erhalte eine Übersicht über die Probleme und die Veränderungen zwischen den verschiedenen Crawls.

In der URL-Übersicht kannst Du filtern, welche Daten Du bei genau diesem Problem sehen will. Beispielsweise alle URLs aus dem aktuellen oder dem vorherigen Crawl oder hinzugefügt, neu hinzugekommene, entfernte oder fehlenden URLs.

In diesem Beispiel möchtest Du nur die 41 neu hinzugekommenen Bilder über 100 KB sehen. Diese kannst Du beispielsweise für die Technik exportieren.

 screenshot_sf-crawl-vergleich-filter-datenansicht

Durch Filter kannst Du Dir genau die Daten anzeigen lassen, für die Du Dich interessierst.

So kannst Du die Crawls Schritt für Schritt vergleichen, die Probleme aufdröseln und zur Weiterverarbeitung direkt exportieren.

Anmerkung: Du willst tiefer in den Crawl-Vergleich einsteigen? Direkt bei Screaming Frog findest Du eine detaillierte Anleitung mit weiteren Funktionen.

Konkreter Nutzen für den Anwender

Du hast auf einen Blick eine schnelle Übersicht über Änderungen vom vorherigem zum aktuellen Crawl. Das hilft, Probleme zu erkennen und rasch gegenzusteuern, sodass Du Ranking-Verluste aufgrund technischer Probleme vermeiden und Deinen gewohnten Traffic sichern kannst.

2. SEO Quick Win: Interne Verlinkung und warum sie im B2B wichtig ist

Die nächste Analyse dreht sich um die interne Verlinkung auf der Website. Die interne Verlinkung ist ein Dauerbrenner, da sie Suchmaschinen zeigt, welche Seiten wirklich relevant sind. Vor allem große und komplexe B2B-Websites mit vielen Inhalten profitieren von einer optimierten internen Verlinkung. Sie sorgt dafür, dass wichtige Produkt- und Leistungsseiten intern gestärkt, besser gefunden und gecrawlt werden. Indem Linkjuice innerhalb der Website weitergegeben wird, stärkt sie gezielt die Rankings. Für Nutzer*innen verbessert sie die Orientierung und trägt dazu bei,

  • den Fokus auf Conversion-Seiten zu legen und
  • mehr qualifizierte Leads aus bestehendem Traffic zu generieren.

Typische Probleme bei B2B-Seiten

Typische Probleme bei der internen Verlinkung im B2B sind, dass wichtige Produkt- oder Leistungsseiten zu wenige interne Links haben und dadurch schlecht ranken. Gleichzeitig werden irrelevante Seiten zu oft verlinkt, sodass der Linkjuice falsch weitergegeben wird. Außerdem sind relevante Seiten oft zu tief in der Seitenstruktur versteckt und werden von Google seltener gecrawlt. Dazu kommt, dass Blogartikel oft nicht gezielt auf conversionstarke Seiten wie Leistungen oder Produkte verlinken. Auch unklare, fehlende oder generische Ankertexte („hier klicken“) sind ein häufiges Problem. Dadurch wird sowohl die SEO-Wirkung als auch die Nutzer*innenführung und Leadgenerierung deutlich eingeschränkt.

So analysierst Du die interne Verlinkung mit dem Screaming Frog

Für die Prüfung der internen Verlinkung gibt es verschiedene Stellschrauben. Im Folgenden stelle ich Dir die aus meiner Sicht zielführendsten Wege mit dem Screaming Frog vor. Damit siehst Du mit wenigen Klicks, ob die interne Verlinkung Deiner Seite ausbaufähig ist.

Crawltiefe

Die Crawltiefe einer URL gibt an, wie viele Klicks eine URL von der Startseite entfernt ist. Sie zeigt also, wie leicht eine Seite für Nutzer*innen und Suchmaschinen erreichbar ist. Eine geringe Crawltiefe (z. B. 1–3 Klicks) deutet auf eine wichtige und gut verlinkte Seite hin. Eine hohe Crawltiefe bedeutet oft, dass die Seite schwer auffindbar ist und seltener gecrawlt wird.

Im SEO ist die Crawltiefe wichtig, um zu erkennen, ob zentrale Seiten ausreichend sichtbar und strukturell gut eingebunden sind.

Voraussetzung: Stelle sicher, dass die Crawltiefe in den Einstellungen nicht begrenzt ist (Konfiguration > Spider > Einschränkungen).

Screaming Frog Crawl-Konfiguration: Crawltiefe-Einstellungen im Bereich Einschränkungen.

Bei begrenzter Crawltiefe wird der Crawler daran gehindert, tiefer in die interne Linkstruktur Deiner Website einzutauchen.

Nach dem Crawling der Website sortierst Du im Tab „Intern“ absteigend nach „Crawltiefe“.

Screaming Frog: Analyse der Crawltiefe durch absteigende Sortierung im Intern-Tab.

Durch die Sortierung nach Crawltiefe findest Du schnell Deine tief verborgenen URLs.

Dann kannst Du die URL-Liste exportieren und die URLs nacheinander durchgehen. Beginnend ganz oben bei der höchsten Zahl. Frage Dich bei jeder URL: Wie relevant ist diese URL für mich? Muss sie bereits früher gecrawlt werden?

In einem nächsten Schritt kannst Du zusätzlich im Tab „Intern“ aufsteigend nach einzigartigen Inlinks sortieren.

Analyse einzigartiger Inlinks zur Bewertung der internen Verlinkung.

Mit den einzigartigen Inlinks siehst Du auf einen Blick, welche Seiten intern schlecht verlinkt sind.

Schlecht verlinkte Seiten fallen im Regelfall nicht sofort auf. Wenn jedoch neuere Seiten selbst nach einiger Zeit nicht so viel Traffic erhalten wie ältere, solltest Du Dir das genauer anschauen. Diese neuen Produkte brauchen gegebenenfalls eine aktive interne Verlinkung. Durch die „Einzigartigen Inlinks“ kannst Du diese Seiten schnell identifizieren.

Sind wichtige Seiten unter Deinen URLs mit wenigen einzigartigen Inlinks? Dann kannst Du direkt Handeln: Suche gezielt nach Möglichkeiten, die Seiten intern stärker zu verlinken.

Erfassen von internen Verlinkungspotenzialen

Mit dem Alle-Inlinks Export (Massenexporte > Links > Alle-Inlinks) sowie dem (händischen) Seitentypen-Mapping kannst Du Dir in Excel eine Pivot-Tabelle bauen, die das Verlinkungsmuster zwischen Deinen Seitentypen visualisiert:

Pivot-Tabelle zur internen Verlinkung: Visualisierung von Verlinkungsmustern und Potenzialen zwischen Seitentypen

Bei der Visualisierung der internen Verlinkung erkennst Du schnell, wo es Verlinkungssilos gibt und welche Bereiche besser verlinkt werden sollten.

Daraus kannst Du dann u.a. die folgenden Erkenntnisse ziehen:

  • Wo gibt es Verlinkungssilos? (in diesem Beispiel z.B. Newsroom -> Newsroom, Anwendungen -> Anwendungen)
    • ToDo: Aufbrechen durch Cross-Verlinkungen
  • Wo gibt es Potenziale für mehr Cross-Verlinkungen? (in diesem Beispiel z.B. Newsroom -> Produktlinien, Produktlinien -> Anwendungen)
  • Welche Seitentypen haben Verlinkungslücken? (in diesem Beispiel z.B. Engineering -> Anwendungen, Wiki -> Produktlinien)

Im Anschluss daran gehst Du tiefer in die Recherche und ermittelst händisch thematisch passende Verlinkungsmöglichkeiten zwischen den Seitentypen. Wenn Du Dir dabei von KI unter die Arme greifen lassen möchtest, ist die Ermittlung von Verlinkungspotenzialen mittels Vector Embeddings vielleicht etwas für Dich.

Wie Anfangs angeschnitten, gibt es noch weitere Möglichkeiten, die interne Verlinkung zu analysieren, z.B. mittels verwaisten Seiten, nichtssagender Ankertexte oder mit den Video-Tipps zur internen Verlinkung von meiner Kollegin Nora:

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Mehr Informationen

Konkreter Nutzen für den Anwender

Eine verbesserte interne Verlinkung sorgt für bessere Rankings, da wichtige Seiten gezielt gestärkt werden – das ist übrigens auch ein relevanter Faktor für LLMs! Dadurch steigt die organische Sichtbarkeit und mehr qualifizierter Traffic gelangt auf relevante Seiten. Gleichzeitig können Nutzer*innen gezielter zu Leistungen oder Produkten geführt werden, was die Conversion Rate erhöht. Zudem wird das Crawl-Budget effizienter genutzt, sodass Google wichtige Inhalte häufiger erfasst.

Insgesamt führt das für Dich zu mehr Leads aus bestehendem Content.

3. SEO Quick Win: Top-Traffic-Seiten mit SEO-Problemen

Bei der letzten Analyse geht es um einen Quick Win, der Dir schnell viel bringt. Hier arbeitest Du mit bestehenden Traffic-Daten. Ziel ist es, schnell die Probleme auf den wichtigsten Seiten zu identifizieren, um mit kleinen Änderungen einen möglichst hohen Hebel zu haben. Das ist perfekt für schnelle Ergebnisse ohne hohen (Content-)Aufwand. Dafür benötigst Du die Einbindung der Google Search Console-API im Screaming Frog.

Die API verbindest Du in den Konfigurationen > API-Zugang > Google Search Console > Sign in with Google. Unter Suchanalytik kannst Du den Zeitraum anpassen (voreingestellt: 30 Tage), die Dimensionen filtern (Gerät, Land, etc) und allgemeine Änderungen vornehmen. Im Regelfall reichen hier die Standard-Einstellungen aus. Im Video findest Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anbindung der API.

Screaming Frog: Verbindung zur Google Search Console über die API herstellen

Verknüpfe die GSC-API in den Konfigurationen vom Screaming Frog und individualisiere die Einstellungen unter „Suchanalytik“.

Nach dem Crawl scrollst Du im Tab „Intern“ bis zu den GSC-Daten (oder verwendest den Tab „Search Console“), sortierst nach Klicks absteigend – und bekommst Deine klickstärksten Seiten aufgelistet.

 Screaming Frog: Sortierung nach Klicks zur Identifikation der wichtigsten Seiten aus der Google Search Console.

Erhalte eine Übersicht über Deine Traffic-Zahlen im Intern-Tab des Screaming Frogs.

Diese Liste exportierst Du und springst in die einzelnen Probleme-Tabs. Nun ist es ein bisschen Fleißarbeit.

Erste Möglichkeit:

Exportiere die URL-Übersichten der einzelnen Probleme und überprüfe in Excel mittels S-Verweis, ob Deine Top10-Top20 klickstärksten URLs in diesen Übersichten auftauchen.

Wenn nicht, super – Deine klickstärksten Seiten haben keine relevanten technischen Probleme.

Wenn ja, kannst Du Dich gezielt an die Behebung der Probleme machen.

Zweite Möglichkeit:

Wir bleiben im Tab „Intern“. Dort filterst Du nach Deinem gewünschten Thema und erstellst konkrete Regeln. Dadurch kannst Du Dir händisch die Problemstellungen nacheinander zusammenfiltern.

Screaming Frog: Erstellung einer Regel für Statuscodes ungleich 200 zur Identifikation von Fehlerseiten.

Durch die Regeln kannst Du im Tab Intern über einen Umweg ebenfalls Deine Probleme abbilden.

Dann scrollst Du in diesem Tab nach hinten, bis Du bei den Traffic-Daten angekommen bist und sortierst wieder absteigend nach Klicks. Diese Liste kannst Du ebenfalls exportieren. Auch hier prüfst Du wieder, ob Deine Top10-Top20 klickstärksten URLs in diesen Übersichten auftauchen.

Wenn nicht, super – Deine klickstärksten Seiten haben keine relevanten technischen Probleme.

Wenn ja, kannst Du Dich gezielt an die Behebung der Probleme machen.

Hier habe ich keinen besseren Workaround gefunden. Ich konnte die Traffic-Daten nicht in die einzelnen Tabs integrieren, sodass ich den Traffic direkt übersichtlich in der jeweiligen Problem-Tabelle sehe. Aber hey, @Dan (Co-Founder von Screaming Frog), if you read this: Would be a great feature for the future! ???? 😊

Übrigens: Da wir alle wissen, dass durch die Zero Click Search die Aussagekraft von Klicks abnimmt, kannst Du hier natürlich auch die Impressionen als Traffic-Indiz verwenden.

Kleine Optimierungen für schnelle Wirkung

Aus diesen Analysen ergeben sich meist kleinere Optimierungen, die im Regelfall schnell Wirkung zeigen. Diese sind unter anderem Änderungen von Weiterleitungen, Snippet-Optimierungen, Anpassungen der H1 oder der internen Verlinkung sowie kleine Content-Erweiterungen.

Konkreter Nutzen für den Anwender

Der große Vorteil für Dich ist, dass der bestehende Traffic besser ausgenutzt wird und Du keinen neuen Content im Sinne von ganzen Landingpage-Texten oder Blogposts erstellen musst.

Durch die Optimierung wichtiger Seiten steigen Rankings, Traffic und damit die allgemeine Sichtbarkeit Deiner Seite. Es werden gezielt die Seiten verbessert, die bereits Leads oder Umsatzpotenzial haben.

Das führt zu schnell messbaren Ergebnissen bei vergleichsweise geringem Aufwand.

Fazit

Diese drei Analysen sind ideal für B2B mit begrenzten (Zeit-)Ressourcen. Sie setzen den Fokus auf schnell umsetzbare Tasks und wirken so stark, weil sie direkt an den größten B2B-Hebeln ansetzen:

  • Crawl-Vergleich: schützt Deine Sichtbarkeit und verhindert, dass wertvoller Traffic und Leads verloren gehen
  • Interne Verlinkung: sorgt dafür, dass Dein bestehender Content gezielt auf wichtige Leistungs- und Produktseiten einzahlt.
  • Top Traffic Seiten Check: holt mit minimalem Aufwand mehr aus Deinen bereits erfolgreichsten Seiten heraus

Im B2B-SEO gewinnst Du nicht, wenn Du am meisten Content produzierst. Du gewinnst, wenn Du technische Risiken minimierst, interne Strukturen optimierst und vorhandenes Potenzial konsequent ausschöpfst.

Du benötigst dabei Unterstützung? Wir begleiten Dich gezielt, nimm gern Kontakt mit uns auf!

Häufige Fragen zum Thema

In diesem Abschnitt beantworten wir oft gestellte Fragen zum Thema.

Welche Screaming-Frog-Funktionen sind wirklich wichtig?

Basierend auf Deinen Anforderungen bzw. auf den Ergebnissen, die Du brauchst, sind verschiedene Funktionen relevant für Dich. Neben den Grundlagen (u.a. Status-Codes, Inlinks, Crawling) und der OnPage-Optimierung (u.a. Meta-Daten, Überschriften, Content-Analyse) gehören die technische Optimierung (u.a. Sitemap, robots.txt-Analyse, Canonical Tags, strukturierte Daten) sowie Performance- und weitere spezifische Analysen (u.a. Ladezeit-Analyse, Custom Extractions, Interne Verlinkung, Integration von APIs) zu meiner täglichen Arbeit.

Welche Screaming-Frog-Analysen bringen im B2B wirklich Ergebnisse?

B2B-Nutzer*innen suchen nach spezifischen Lösungen für komplexe Probleme. Dafür ist es essenziell, dass Deine Landingpages exakt auf die Suchintention zugeschnitten sind. Das erreichst Du unter anderem durch eine strukturierte Keyword Map und darauf aufbauend die Optimierung Deiner internen Verlinkung (siehe oben). Eliminiere zusätzlich mit dem Screaming Frog und einem regelmäßigen Crawl-Vergleich (siehe oben) Deine technischen Fehler. Dabei kann Dir auch eine umfangreiche technische SEO Analyse helfen.

Wo sollte ich als B2B-Unternehmen anfangen, wenn ich wenig Ressourcen habe?

Wenn die Ressourcen knapp sind, stelle sicher, dass Deine relevantesten Seiten perfekt funktionieren. Untersuche dafür in einem ersten Schritt die Crawltiefe Deiner wichtigsten Seiten (siehe oben) – müssen manche Seiten in der Hierarchie weiter nach oben gezogen werden? Schaue Dir in einem nächsten Schritt die Statuscodes der Seiten an (Tab Antwort-Codes). Gibt es relevante Seiten, die einen 404-Fehler ausgeben oder (unbeabsichtigterweise) weiterleiten? Behebe diese Fehler schleunigst. Prüfe den Keyword-Fokus Deiner relevantesten Seiten (Tab Seitentitel > Fehlende, Duplikate bzw. Tab H1 > Fehlende, Duplikate). So stellst Du sicher, dass das Hauptkeyword der Seite im Title steht und die H1 genau das Problem beschreibt, das Dein Kunde lösen will.

Wie oft sollte man einen Crawl durchführen?

Allgemein gilt: Führe so oft wie nötig, nicht so oft wie möglich einen Crawl durch. Es hat sich bewährt regelmäßig, circa alle 8 Wochen, einen allgemeinen Check durchzuführen. Nach Relaunches oder größeren Updates startest Du immer einen Crawl. Crawle die Seite außerdem sofort, wenn es Probleme gibt und Traffic oder Rankings unerwartet sinken.

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Lohnt sich Screaming Frog für kleinere B2B-Websites?

Ja – gerade für kleinere B2B-Websites lohnt sich Screaming Frog. Im B2B zählt nicht die Menge an Traffic, sondern die Qualität: Schon wenige Deiner Seiten können entscheidend für Leads und Umsatz sein. Mit Screaming Frog erkennst Du schnell technische Fehler oder ungenutztes Potenzial auf den wichtigen Seiten. Der Aufwand ist überschaubar, der Impact oft hoch – gerade weil kleine Seiten oft schneller optimiert sind.

Wie kombiniere ich Screaming Frog mit der Google Search Console?

Die Kombination aus Screaming Frog und Google Search Console ist besonders im B2B extrem wertvoll, weil Du technische Daten mit realem Nutzer*innenverhalten verknüpfst:

Schritt 1: Google Search Console in Screaming Frog integrieren: Unter Konfiguration > API-Zugang > Google Search Console verbindest Du Deinen Account und wählst Property + Zeitraum aus.

Schritt 2: Crawl durchführen: Nach dem Crawl siehst Du in Screaming Frog zusätzliche Daten wie Klicks, Impressionen, CTR und Position pro URL.

Schritt 3: Nach Klicks/Impressionen priorisieren: Sortiere z. B. nach Klicks, um Deine wichtigsten Seiten zu identifizieren – genau dort solltest Du mit der Optimierung beginnen.

 

Bildnachweis: Titelbild: C. Schüßler/stock.adobe.com; Bild 2: erstellt mit ChatGPT/seokratie.de; Bild 3-11: Screenshots Screaming Frog SEO Crawler/seokratie.de; Bild 12: Screenshot Microsoft Excel Pivot-Tabelle/seokratie.de; Bild 13-15: Screenshots Screaming Frog SEO Crawler/seokratie.de

Über Sandra Weber
Sandra ist Mitglied im Onpage-Team bei Seokratie. Neben der Entwicklung von SEO-Maßnahmen für unsere Kunden unterstützt sie Susanne bei allen Themen rund um bezahlte Anzeigen. Ihr gefällt vor allem, dass viele unterschiedliche Einzelmaßnahmen in Summe zu weitreichenden Resultaten führen können. Hier findest Du alle Beiträge von .
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