Penguin Update: Soll man Links abbauen?

11. Mai 2012  |     |  37 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Heute beschäftige ich mich einmal mit der Frage, was man machen sollte, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Positionen Eurer Domain vor Kurzem extrem gefallen sind.

Großes Update: Penguin

Schuldzuweisungen bringen (meistens) nichts

Eine einzelne Person ist selten schuld an so einer Misere. Meistens liegt das an der Einstellung aller Verantwortlichen, sich 1.) nicht richtig mit dem Thema SEO auseinandergesetzt zu haben und 2.) sehr viel in sehr kurzer Zeit erreicht haben zu wollen. SEO Blogs in aller Welt haben seit Längerem (seit Jahren!) auf die Gefahren von Money-Keyword-Linktexten hingewiesen. Das Problem war, dass ein aggressives Vorgehen nie wirklich abgestraft wurde, außer man hatte es wirklich stark übertrieben. Man muss im SEO Bereich nicht up-to-date sein, man muss dem Algorithmus voraus sein. Obwohl Keyword-Anchortexte mehr gebracht hatten, haben wir schon lange davon abgelassen. Das bedeutete für uns weitaus mehr Arbeit als für andere. Und jetzt? Jetzt haben wir profitiert, während die “aggressiven” SEOs abgestraft wurden.

Aber: Wenn der Chef, der Kunde oder die Firma schnelle Erfolge sehen will, dann musste man bisher eben so aggressiv vorgehen. Oder man hatte den Mumm sich dem entgegenzusetzen, weil man wusste, dass diese Strategie zwar weniger effektiv, dafür aber nachhaltiger war. Ich will damit sagen: Nicht immer ist es Unwissenheit, sondern oft auch pure Absicht gewesen. Wenn jetzt das Ranking abschmiert, dann sollte sich nicht nur der Linkbuilder damit beschäftigen, sondern auch der Kunde oder der Chef.

“No quick fix”

Man kommt aus einer Penguin-Penalty nicht so einfach heraus. Denn in vielen Fällen liegt es an einem schiefen Verhältnis von Money-Keyword Linktexten (“Kredit”, “Tagesgeld”, neu auch: “Kredit online vergleichen”) zu Brand-Linktexten (“Domain.de”, “Domain”, “Firmenname”, “Marke”). Jetzt hat man drei Möglichkeiten:

  1. Alles so lassen und das Ranking wird nie wieder zurückkommen
  2. Die bestehenden Linktexte umwandeln
  3. Neue, bessere Links aufbauen

Ich persönlich würde die dritte Methode vorziehen.

Änderung bestehender Anchortexte

Google ist nicht blöd. Was viele immer ignorieren ist, dass Google historische Daten hat und diese historischen Daten in den Algorithmus miteinbezieht. Sie wissen also, dass der Link X mit dem Anchortext “Kredit” am 11.10.2009 erstmalig gefunden wurde. Sie erfahren dann auch, wenn der Link am 09.05.2012 plötzlich in “Domain.de” umgewandelt wurde und sonst nichts anderes passiert ist. Wenn das für teilweise hunderte Links gilt, dann würde ich an Googles Stelle die Seite trotzdem nicht aus der Penalty herausheben, außer sie ändert zusätzlich noch ihre Linkbuilding Strategie.

Ich würde es in erster Linie positiv bewerten, wenn das Linkbuilding ab sofort sauber vonstatten geht. Google besitzt eine “Strafakte” für jede Domain. Auch mit einer “Vorstrafe” kann man bei Google immer noch etwas werden. Wichtig ist, dass man sich ändert. Anstatt also jetzt schon wieder zu versuchen den Algorithmus zu betrügen (durch Ändern der Linktexte), würde ich meinen Blick in die Zukunft wenden und ab sofort eben sauberer arbeiten. Und ändert nicht die Linktexte, sondern löscht die Links einfach – denn bei diesen Links ist das Kind schon in den Brunnen gefallen! Die wurden schon entdeckt und eine Änderung des Linktextes macht sie auch nicht besser!

Ich kann es aber auch verstehen, wenn man aktiv abbauen will – vor allem, wenn es sehr viele Links sind. Die sollten den Beitrag vom Björn lesen.

Gefährliches Halbwissen

Professionalisierung der Branche? Sorry, davon kann ich momentan aber auch überhaupt gar nichts sehen. In Sachen Vertrieb professionalisieren sich manche SEO Dienstleister vielleicht. Aber wer nimmt sich denn die Zeit und schaut sich regelmäßig Projekte anderer SEOs und deren Rankings an? Die Kommentare in meinem letzten Artikel waren teilweise wirklich “erhellend” für mich. Da schließen manche Leute auf das gesamte Update, weil Ihre drei Quark-Projekte von 5 auf 2 Besuchern pro Tag heruntergegangen sind. Vielleicht haben sie dann auch nur einen ihrer drei Links verloren? Entschuldigung, aber so etwas muss einmal gesagt werden. Wir haben auch nicht (wie so mancher annimmt) “Mega-Projekte” und hunderttausende von Besuchern, aber wir schauen uns eben nicht nur unsere Domains, sondern viele viele unterschiedliche (fremde!) Seiten an und analysieren dann, was diese Seiten gemeinsam haben. So einfach ist das! Aber man braucht eben eine statistisch relevante Zahl. Wer also meint, dass das Penguin Update nichts mit Anchortexten zu tun hat, weil dem Bauer Hubert seine Ferienhaus-Seite ja 10 mal mit “Ferienhaus” verlinkt ist (von insgesamt 15 Links), der soll doch bitte etwas anderes machen!

SEO ist nicht mehr einfach

Gott sei Dank wird SEO immer schwieriger. Der Trend geht ganz klar hin zum Thema “Digitales Marketing”. Neben den technischen Anforderungen (Onpage) ist gutes SEO mehr “allgemeines” Marketing als irgendwelche Links zu kaufen. Mario hat in einem neuen Blogpost die aktuell “schlechten Signale” super zusammengefasst: Das Penguin Update von Google, der “SEO-Filter”

SEO ist aber nicht “Hop oder Top”

Eines muss ich aber noch loswerden: Der Algorithmus von Google ist sehr gerecht. EIN Signal reicht in der Regel nicht aus, um eine Abstrafung zu kassieren. Nur wenn mehrere Faktoren zusammentreffen, dann kann es knallen. Als Beispiel nehme ich mal Spiegel.de her: Der Spiegel könnte niemald in einen Filter mit “harten” Anchortexten kommen. Warum nicht? Weil sie so viele freiwillige Links bekommen, dass sie ein riesiges SEO-Team bräuchten, um den natürlichen Links “entgegenzuwirken”. Das würde natürlich keiner machen. Und selbst dann würde Google noch sehr viele natürliche Links sehen. Wer aber

  1. Nur gekaufte
  2. mit Moneykeywords versehene
  3. Links aus Linknetzwerken

Hat und ansonsten noch nie ein Hahn nach der Webseite gekräht hat, der braucht sich nicht wundern. Hier übrigens noch eine Stellungnahme von Matt Cutts zu dem Thema.
Bild Copyright: kwest / Shutterstock.com

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Über den Autor

Julian Dziki ist SEO, Online Marketer und Affiliate seit 2007. Suchmaschinenoptimierung München

37 Kommentare

  • guter beitrag, volle Kraft auf Punkt 3 – neue, bessere Links aufbauen

  • SEO ist nicht mehr einfach – Wie oft habe ich das in den letzten 10 Jahren schon gelesen? Keine Ahnung, aber jedes mal ist es einmal zu viel. Neue und bessere Links sind natürlich das A und O, aber vorhandene Links abzubauen ist verschwendete Arbeitszeit (Außer sie sind gekauft und müssen bezahlt werden). Daher würde ich empfehlen die alten Links einfach mal links liegen zu lassen und auf neue Links zu setzen. Es ist so schon Arbeit genug, neue Links zu bekommen. Wenn man sich nun auch noch darum kümmern muss, diese wieder los zu werden ….
    Auch gut gefallen hat mit der Abschnitt zu “Gefährliches Halbwissen”. Das ist besonders bei SEOs eine ganz gefährliche Angelegenheit, denn SEOs haben immer nur Halbwissen und keiner weiß was morgen passiert. Ich möchte einen SEO sehen, der von sich sagen kann, dass er alles weiß. Manchmal muss man einfach das Halbwissen mal testen und hoffen, dass das eigene Halbwissen ungefährlich ist :-).

  • Halbwisser

    “Gefährliches Halbwissen” – richtiger Ausdruck! Woher weißt du, dass Google eine Strafakte von jeder Webseite hat?

  • Der Trend zum Thema “Digitales Marketing” bzw. Online Marketing gefällt mir persönlich sehr gut. Nur wer das gesamte Aufgabenfeld versteht, kann sich in einem speziellen Bereich durchsetzen, da sich mittlerweile viele Schnittmengen ergeben.

  • glycid

    Gibt es Leute, welche die These vertreten, ein vogeliges Anti- SEO Algorithmus Update beschäftigt sich nicht mit Ankertexten ? Pff… Freilich gibt es immer noch Seiten, die fast nur mit Keyword- Links bestens ranken. Siehe die aktuelle Nr. 1, bzw. 2 (wechselt öfters) zum Suchbegriff “Kredit”. Fast nur Money Key Links oder Phrasen welche selbige enthalten. Platziert im Footer oder in Sidebar Boxen fragwürdiger Seiten. Aber: besagte Seite hat nichts von dem sonstigen Selbstbedienungsmist wie AV’s, SB, WK, Profile und anderweitige künstliche Methoden.

    Ich habe mir in den letzten beiden Wochen die Mühe gemacht, einige Seiten, die sicher erst nach dem 25.04 abgeraucht sind, eingehend zu analysieren. Onpage war nichts auffälliges zu erkennen. Offpage war all diesen Seiten gemein, dass sie mindestens drei üble Faktoren in Kombination aufweisen. Viele und harte Keywordlinks aber sind immer im Spiel.

    Aber mal zum eigentlichen Thema. Wäre ich von einem Penguin Absturz betroffen, würde ich vorsichtig aber kontinuierlich fragliche Links zurückbauen und mich vermehrt um Links aus hochwertigen Quellen kümmern. Da es sich bei einem Algorithmus- Update nicht um eine bestimmte verhängte Penalty handelt, sollte sich das Problem dadurch bereinigen lassen, die verantwortlichen Ursachen zu beseitigen.

  • Im vorletzten Artikel steht es: “Digitales Marketing”, “allgemeines” Marketing oder wir könnten schlicht und ergreifend MARKETING sagen.

    SEO = Marketing

    Alles andere ist nicht mehr zeitgemäß und die Onpage Optimierung ist wahrlich kein Hexenwerk.

  • sehr guter artikel!
    allerdings würde ich Punkt 3 nicht neue, bessere Links aufbauen nennen.
    Denn das impliziert bereits wieder bloßes Linkbuilding (zumindest bei vielen)
    Vielmehr sollte man an content und kommunikationsstrategie arbeiten, um in Zukunft Links aufgrund der Qualität/Mehrwert der Seite zu bekommen!

  • André

    Also mich hat es erwischt und das mehrfach. Und selbst wenn ich um meine Existenz bangen muss, muss ich sagen, dass der Algo schon fair ist. Sicherlich mag es Ausnahmen geben, das sehe ich auch an der direkten Konkurrenz, was mich schon ein wenig ärgert, aber ich für meinen Teil habe eben Fehler gemacht, die ich jetzt aufarbeiten muss…

    Ich versuche mich dadurch jetzt zu verbessern, ich werde mich noch mehr mit SEO auseinandersetzen und auf die Profis hören, dafür bin ich u.a. Sekoratie sehr dankbar, denn das hier ist fundiertes Wissen durch jahrelange Erfahrung, danke dafür!

    Ich werde keine Links abbauen, das ist auch gar nicht möglich, höchstens die eigenen Verlinkungen auf eigene Webseiten, doch das macht den Braten nicht fett. Ich werde versuchen bessere Links zu bekommen. Wie, das weiß ich derzeit noch nicht, ich muss mir da etwas einfallen lassen und eben mehr arbeiten, um mein Unternehmen aufrecht erhalten zu können…

    Ich verliere zwar sehr viel Geld, aber kann vom Pinguin auch profitieren, nämlich dann wenn ich mich mehr in die Materie SEO einarbeite und überhaupt mal ein wenig mehr arbeite, denn hätte ich das schon immer getan, dann hätte ich heute einige Sorgen weniger…

    Also, Arsch zusammenkneifen, viel lesen und viel arbeiten, nur dann kann es aufwärts gehen!

  • “Wichtig ist, dass man sich ändert. Anstatt also jetzt schon wieder zu versuchen den Algorithmus zu betrügen (durch Ändern der Linktexte), würde ich meinen Blick in die Zukunft wenden und ab sofort eben sauberer arbeiten. Und ändert nicht die Linktexte, sondern löscht die Links einfach – denn bei diesen Links ist das Kind schon in den Brunnen gefallen! ”

    Seh ich auch so.

    Was die Analyse angeht, bin ich der Meinung, dass so etwas nie nur von 1 Faktor abhängt. Google bezieht viele verschiedene Faktoren mit ein. Einige Webmaster haben es auch über eigene Analysen bestätigt, und berichteten, dass es nicht nur die Keyword-Links mit über 65% gewesen sein können.
    Also spielen hier viele Faktoren zusammen eine Rolle.

  • Susann

    hm, wenn das jetzt ne Penalty ist, die 3% aller Seiten betrifft dann haben die Seos jetzt aber mächtig Arbeit die Links wieder zu entfernen. G. Mitarbeiter müssen Unmengen an Reinclusions bearbeiten.
    Und wer jetzt massiv Links entfernt / ändert ist doch schon wieder auffällig, oder?

  • marie

    die ursachen-analyse ist sicher richtig. auch die lösungsansätze

    aber dieses moralinsaure. diese “amerikanische” nummer sich öffentlich zu bekennnen, sich zu entschuldigen und besserung zu versprechen …

    “… Wichtig ist, dass man sich ändert. Anstatt also jetzt schon wieder zu versuchen den Algorithmus zu betrügen …”

    ” … und ab sofort eben sauberer arbeiten.”

    ethikunterricht für seos? was jahrelang prima funktioniert hat kann nicht “unsauber” gewesen sein. jetzt, post penguin, funktioniert es halt leider nicht mehr.

    na ja, …

    @ André

    ” Ich werde versuchen bessere Links zu bekommen.”

    was ist ein “besserer” link? es gibt nur bls welche was bringen und welche nichts bringen.

    “Ich verliere zwar sehr viel Geld, aber kann vom Pinguin auch profitieren, nämlich dann wenn ich mich mehr in die Materie SEO einarbeite und überhaupt mal ein wenig mehr arbeite, denn hätte ich das schon immer getan, dann hätte ich heute einige Sorgen weniger…”

    auf in den g – scientology fan club american style! ;)

    g ist unser fairer partner, mehr noch unser freund! LOL

  • Max

    Hallo Julian, zu dem Thema mit den Brand und Keyword Links habe ich eine Frage: angenommen man hat ein Moneykeyword in der Url und somit ist das Moneykeyword auch Teil des Brand also z.b. Keyword-center.de oder so ähnlich, dann ist es doch nicht so gut sich ständig mit Keyword-Center.de, Keyword-Center zu verlinken also es wird doch dann nicht als Brand sondern als Keywordlink eingestuft oder liege ich da falsch?

  • Das Update mag in Googles Augen seinen Sinn erfüllt haben, nämlich SEO zu erschweren – mehr aber auch nicht.

    Das Ziel (wenn es denn eines war), die Ergebnisse für den Suchenden in Google zu verbessern, spielte m.E. bei diesem Update absolut keine Rolle.

    Es sagt ja absolut nichts über die Qualität einer Website aus, ob sie mit vielen Brand-Linktexten oder mit vielen Money-Linktexten verlinkt wurde…

    Mir hat es eine Seite aus guten SERP-Positionen gehauen, die wirklich gute Inhalte bietet, hübsch aufgemacht ist und keinerlei Werbung o.Ä. beinhaltet. Für den User wäre diese Seite auf guten SERP-Positionen ein Gewinn…

    Ich habe lediglich den Fehler gemacht, zu viele Money-Links zu setzen…die waren zwar gut variiert, aber halt zu wenig Brand-Links…

    Google erschwert mir hier als SEO zwar das Leben, erweist aber dem User (um den es lt. Google ja gehen sollte) einen Bärendienst, da die Seite gute Inhalte bot. In den Top10 tummeln sich jetzt Seiten von annodazumal, die zwar teilweise Inhalte bieten, aber optisch und usabilty-technisch weit hinter den momentanen Standards hinterherhinken…

    Update erfolgreich oder nicht?

    Viele Grüße

    Maximilian

  • Carsten

    Hallo Maximilian,

    es ist eben das unnatürliche verhalten das google bei dir wohl bemängelt hat, sieh es doch mal so, keine userschaft der welt würde so verlinken wie du es vielleicht getan hast. Ich kenn das Problem selbst auch und ich bin mir sicher, ich werde schnell herr der Lage werden in dem ich einfach nun ein wenig “dümmer” an die Sache gehen werde. Punkt 3 trifft genau mein Nerv, so und nicht anders sollte die Strategie nun aussehen.

    gruß alias edelnerd

  • Hallo Carsten,

    das ist mir schon klar :-)

    Natürlich ist es ärgerlich für google, wenn ein “guter SEO” einen “schlechten Content” mit einfachen Methoden in den SERPs schnell nach oben pushen kann.

    Gut…google setzt dann einfach hier an und sagt, SEO gib dir mehr Mühe mit dem Ziel, dass Site-Betreiber mit “schwachen Inhalten” sich weniger Mühe geben als Site-Betreiber mit “guten Inhalten”…

    Viel smarter wäre es allerdings, wenn google andere Faktoren finden würde, um guten von schlechtem Content zu unterscheiden (psst…das können sie offenbar nicht so gut, sonst würden sie es tun :-)

    meine Seite wird nicht besser / schlechter / relevanter / irrelevanter wenn viele Money-Keyword-Texte drauf sind, oder?

    Dieses Update hat somit meiner Meinung nach nur wenig (positive) Auswirkung für den User…

    Wie man an meinem vorhin genannten Beispiel sieht, kann PENGUIN sogar negative Auswirkungen auf die Suche des Users haben, wenn weniger relevante Seiten in den SERPs hochkommen, nur weil sie ein “natürlicheres” Linkprofil haben…das kann doch wahrlich nicht googles Zielsetzung sein??

  • Carsten

    Ich kann dich und deine Erfahrung absolut verstehen und auch leider nachvollziehen ;) Ich bin auch der Meinung das nur die Links nicht das Kriterium für eine gute oder schlechte Seite sein kann, demnach muss es auf der Seite noch Dinge geben, die im Zusammenspiel mit den Links ein wenig negativ aufstoßen. Ich für meinen Teil habe an den Links nichts geändert, nur eben an der Seite vom Content, denn bin ich mal ehrlich, so war dieser schon ein wenig auf ein bestimmtes Keyword optimiert. Abwarten und Tee trinken, wenn man die Zeit hat.

  • Wir wurden nicht abgestraft! HURRA! Es lohnt sich, wenn man vieles selbst macht :) Geht zwar nicht so schnell voran, oben wir auch gemeckert, aber dafür sauber und ohne Abstrafungen :) Ein guter Artikel, danke!

  • Hallo Carsten,

    na dann schau mal drüber und sag mir, ob dir irgendwie sonst was einfällt, was der Grund für die Penguin-Penalty sein könnte (ist die Seite, die ich verlinkt habe)

    Viele Grüße

    Maximilian

  • Schnipsel

    @Julian

    ich versteh garnicht warum du oben von einer Penguin Penalty redest. Niemand hat eine Penalty bekommen – es war ein Algoritmus Update, oder?

  • Zitat Maximilian “Das Update mag in Googles Augen seinen Sinn erfüllt haben, nämlich SEO zu erschweren – mehr aber auch nicht.”

    Hast du nicht etwas wichtiges vergessen? :-)
    Sehr viele Webmaster haben die Message verstanden – zwar mit dem Holzhammer, aber die hat gesessen; nämlich, dass man sich nicht von Google abhängig machen soll – und schon gar nicht den kompl. Lebensunterhalt davon bestreiten wollen.

    Google möchte nicht, dass wir abhängig von sind. Google möchte, dass wir auch andere Werbewege nutzen, um an Kunden zu kommen. z.B. Social Media, Printwerbung, TV usw. usw.

    Also ich hab die Message verstanden

  • Ich würde keine Links abbauen. Soll doch Google einfach die bösen Links entwerten. Wenn jemand tatsächlich nach dem Abbau von bösen Links wieder im Google steigt, dann wäre das ein schöner Beweis dafür, dass man in Zukunft andere Webseiten mit bösen Links abschiessen kann. Will das Google – die angeblich DIE GUTEN sind – wirklich? Baut euer Geschäft so auf, dass ihr auf Suchmaschinen-Positionen nicht angewiesen seit. Wenn ihr dazu nicht in der Lage seit, dann am besten einen anderen Job suchen. Wenn man sein Geschäft auf Suchmaschinen-Positionen aufbaut, kann es einen jeden Tag erwischen. Google könnte auch jeden Tag komplett andere Webseiten in die Top 10 machen. Dem Normal-User wird es wohl ziemlich egal sein was in der Top 10 ist. Da kann dann jeder mal ein paar Euros verdienen.

  • André: “Ich verliere zwar sehr viel Geld,” -> Hat dein Geldsackerl etwa ein Loch und es fliegt Geld heraus, wenn du mit dem Sackerl durch die Gassen ziehst? Du verlierst kein Geld. Man kann nur etwas verlieren, dass man vorher besessen hat. Richtig ist: Du verdienst weniger Geld.

  • Also bei aller Idealisierung von Googles Intentionen, ich glaube nicht, dass Google will, dass wir andere Werbewege nutzen. Google will vielmehr, dass wir auf Nummer sicher gehen und gleich Adsense Werbung schalten, um so einen sicheren Platz unter den Top3 Ergebnissen zu bekommen.

    Am Ende vom Tag will Google nämlich doch nur Geld verdienen und das geht ja wohl kaum, wenn man auf andere Medien umsteigt.

    Diese Message habeb ich jedenfalls verstanden. : )

  • Jan Mueller

    Ioannis, genau den selben Gedanken hatte ich auch ad-hoc. Da erste Gedanken meist nie falsch sind und Googles Ziel immer ist, mehr Kohle zu machen ist genau das m.E. die Intention dahinter. Don’t be evil, just pay us ;-)

  • @Max: Der Pinguin ist doch nur ein Bausteinchen der letzten Jahre gewesen – und eines mit langer Ansage. Es ging dieses Mal darum, dem unnatürlichen Selfmade-Linkaufbau nen ordentlichen Dämpfer zu geben. Klar ist auch, dass manche tolle Inhalte sich aus Themengründen nicht so gut von selbst verlinken – aber das weiß Google auch selbst und hat nun eine Möglichkeit eingebaut, diesem unsäglichen hochgezüchteten Wettrennen zu begegnen.

    @Julian: Weiser Artikel im angemessenen Ton.

  • Max

    Bin heute erst zum Lesen gekommen, musste arg Schmunzeln über Bauer Hubert und Quark Projekte ;-)… Schöner Start in einen Montag morgen!

    Bis die Tage!
    Max

  • Philipp

    Grundsätzlich stimme ich den genannten Argumenten zu; sehr interessanter Artikel! Da ich selbst Opfer des Pinguins bin, kann ich bestätigen, dass die Keyword-Links bzw. die fehlende Diversifikation der Linktexte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hauptgrund für die Rankingverluste darstellen.

    Vereinzelt zweifel ich jedoch auch noch daran: beispielsweise wenn ich mir die hier angesprochene Kredit-Domain und deren Backlinkprofil ansehe.

    Gibt es bereits Projekte die sich erfolgreich, oder zumindest zum Teil, vom Pinguin erholen konnten? Geschätzt dürften erste Projekte erst in wenigen Monaten zurückkommen, denn in 14 Tagen massiv “natürliche Links” aufzubauen dürfte auch nicht auf Dauer helfen.

  • Alex

    Hey Julian,
    dein Artikel ist in gewohnter Weise gut, jedoch unvollständig…
    du hast Punkt 4 vergessen:-)
    4. die schlechtesten Links indentifizieren, langsam nach Zeitplan abbauen /löschen, und für neue natürliche Links sorgen.
    Ahoi:-)

  • Malte

    “Man muss im SEO Bereich nicht up-to-date sein, man muss dem Algorithmus voraus sein.” Man muss nicht, man kann. Es mag durchaus sinnvoll sein, agressiv das auszunutzen, was gerade funktioniert um damit den großtmöglichen Profit zu realisieren. Wer die letzten 3 Jahre darauf gewartet hat, das Google Moneykeywordlinks bestraft und Profit auf der Strasse gelassen hat, hat seinen Job nicht richtig gemacht. Wer mit seinen Projekten flexibel ist, dem empfehle ich es sogar, es genau so zu machen. Für große Brands, die ihre Projekte nachhaltig betreiben sieht die Sache sicher etwas anders aus. Aber jahrelang auf Profit zu verzichten, nur weil man annimmt das etwas irgendwann nicht mehr funktioniert ist für mich kein Weg. Achtet lieber darauf flexibel zu bleiben und schnell auf Änderungen reagieren zu können.

  • Da muss ich mich Malte anschließen, klar habe ich durch Penguin ein paar Einbußen gemacht und einige meiner Projekte sind richtig in den Keller geschossen, während andere unerwartet aufgestiegen sind. Trotzdem, im Endeffekt, auch auf die Arbeitszeit bezogen habe ich mehr gewinn in den Vergangenen Jahren gemacht, als ich verloren hätte. Wäre ich starr einem System gefolgt und hätte die verschiedenen Möglichkeiten die SEO bietet nicht ausgenutzt.

    lg Horst

  • Ich möchte hier mal eine Provokante Theorie aufstellen, was ist wenn man dieses

    Nur gekaufte
    mit Moneykeywords versehene
    Links aus Linknetzwerken

    für die Konkurrenz anwendet?? Laut Google schadet ja kein Link, aber ist dieses den wirklich so?

  • Vor dem Abbauen von Links rate ich in jedem Fall ab. Wir haben eine Webseite ohne den Abbau von Links wieder aus dem Penguin-Update geholt, hier der gesamte Artikel http://www.linkhammer.de/fallstudie-der-weg-aus-dem-pinguin/

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