14 Fragen und Antworten über Linkbuilding im Jahr 2016

2016-04-12
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12. Apr 2016 SEO 52 Kommentare

Felix wurde neulich in einem Artikel bei Hubspot mit dem Titel "Bleibt Linkbuilding eine Dienstleistung und ein Teil von SEO?"  um seine Expertenmeinung gefragt. Er war dabei der Einzige von fünf Experten, der meinte: "Nein, für mich gehört Linkbuilding nicht mehr fest zu SEO.” Warum sind wir dieser Meinung? Heute möchte ich einmal der Frage nachgehen, wie es im Jahr 2016 mit Linkbuilding aussieht, stelle 14 wichtige Fragen und gebe Antworten dazu.

Schöner als Links

Schöner als Links: Echte Kunst! :-)

1. Sind Links überhaupt noch wichtig?

Links sind immer noch ein wichtiger Bestandteil des Google-Algorithmus. Meiner Einschätzung nach ist es dabei nicht so, als würde Google Links nicht mehr richtig werten. Aber: Es sind viele neue Faktoren hinzugekommen, die vor wenigen Jahren noch nicht im Algorithmus verankert waren. Userzufriedenheit etwa kann man nicht – oder nur sehr schwer – faken, und Google hat hier große Fortschritte gemacht, diese Userzufriedenheit zu erkennen.

Im Gegenzug hat Google unzählige Maßnahmen unternommen, manipulierte oder gekaufte Links zu erkennen und Webseiten abzustrafen, die sich nicht an die Google-Richtlinien halten. Erst letzten Freitag gab es eine größere Abstrafungswelle in den USA. Google wird immer besser bei der Erkennung manipulierter Links.

Also: Ja, Links sind noch wichtig. Aber Links sind nicht mehr so wichtig wie früher, und manipulierte Links sind heute sehr gefährlich.

2. Wie komme ich 2016 an Links?

Tja, gute Frage. Viel wichtiger ist für mich die Gegenfrage: "Wieso willst Du 2016 noch Links?". Ich betreibe den Blog hier seit über acht Jahren. Wenn ich früher einen guten Artikel geschrieben habe, der den Leuten gefallen hat, dann habe ich viele Trackbacks bekommen – also Links von anderen Blogs. Gute Artikel bekamen bis zu 40 Links. Heute bekommen selbst die allerbesten Beiträge nicht mehr als zwei oder drei Links. An der Qualität kann es nicht liegen – die hat seit 2008 zugenommen und nicht abgenommen.

Was ist also passiert? Wenn ich heute einen Beitrag gut finde, dann teile ich ihn auf Facebook oder Twitter. Ich würde nicht mehr extra darüber bloggen, außer das Thema würde mich so interessieren, dass ich einen Co-Artikel dazu verfassen will. Das kann ich aber besser mit einem Kommentar auf dem jeweiligen Blog erreichen (solange es nichat ausufert wie bei oben genanntem Hubspot-Artikel).

So sehen wir das überall im Netz: Gute Inhalte werden geteilt und manchmal auch kommentiert, aber nicht mehr verlinkt. Mit Sicherheit hat Google das auch bereits mitbekommen.

3. Brauche ich überhaupt noch Linkbuilding?

Von mir gibt es hier ein klares Nein. Nicht, weil ich finde, dass Linkkauf kein Linkbuilding ist. Sondern weil – wenn man "sauberes" Linkbuilding betreiben will – es mittlerweile so dermaßen aufwendig ist, dass sich die Arbeit und Mühe nicht lohnt. Jeder, der anderes behauptet, betreibt kein sauberes Linkbuilding. Das ist meine Meinung, nachdem ich viele "natürliche" Links anderer gesehen habe. Jedes Mal, wenn ich Linkbuilding oder "Seeding" sehe, das im größeren Stil forciert wurde, handelt es sich dabei um Spam, gekaufte Links oder Produkttests mit Hobby-Bloggern. Saubere Links sind nicht skalierbar und immer schwerer zu bekommen.

Es geht zwar noch – aber die Zeit, um einen Link zu bekommen, kann man weitaus besser investieren, indem man gute Inhalte erstellt, sich um die Nutzerfreundlichkeit seiner Seite kümmert oder sonstiges Marketing betreibt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist einfach nicht mehr gegeben, außer man „cheatet“ und greift eben doch zu weniger guten Links.

Eine Ausnahme ist, wenn eine Seite bereits ein sehr hohes Niveau hat und alle anderen Online-Marketing-Strategien optimal umgesetzt sind. Dann kann Linkbuilding das Zünglein an der Waage sein. Allerdings trifft das nur auf einen Bruchteil aller Webseiten zu, und selbst dann erachte ich Linkbuilding nicht als zwingend nötig.

4. Verlinken Blogger meine Produkte nicht freiwillig?

Wir leben im Jahr 2016. Jeder, der heute einen noch so kleinen Blog betreibt, bekommt unzählige Anfragen von SEO-Agenturen und Online-Marketern, ob er/sie nicht einen Link platzieren möchte. Entweder geht man darauf ein und lässt sich bestechen, oder man macht einen weiten Bogen darum.

Denn selbst wenn der Blog absolut sauber ist und bisher noch keine Links enthält: Sobald Ihr dem Blogger Geld für die Verlinkung zahlt, passiert folgendes: Er/sie merkt, dass man mit einem Blog nebenbei gutes Geld verdienen kann. Als nächstes wird er/sie sich darum kümmern, mehr Links zu verkaufen, um mehr Geld zu bekommen. Gleichzeitig wird aus dem Hobby ein Nebenberuf, wodurch das Bloggen nicht mehr so viel Spaß macht. Nachdem der Blogger einige Links verkauft hat, hört er/sie auf mit dem Bloggen und postet nur noch neue Dinge, wenn ihm mal wieder eine E-Mail von einer SEO-Agentur gutes Geld bietet.

5. Was ist mit Links von großen Zeitungen und Magazinen mit "Trust"?

Wir bekommen oft Links von großen Tageszeitungen und Magazinen angeboten, meist von eigens geschaffenen Vertriebsabteilungen dieser Zeitungen. Meine Meinung dabei ist: Gekaufte Links sind gekaufte Links – egal, wie viel "Trust" eine Seite hat. Gerade dabei wird das Wort Trust ja noch ad absurdum geführt. Wenn ich besser Links verkaufen kann, weil Google meiner Seite vertraut – was denkt Ihr, passiert, wenn Google herausfindet, dass dieses Vertrauen missbraucht wurde?

Viele SEOs denken, dass sie Penalties vermeiden können, wenn sie "starke" Links kaufen. Das stimmt nicht. Die Quality Rater von Google kennen diese Links sicher schon beim Namen der URL. Auch mir geht es so: Viele dieser Zeitungen kenne ich seit 2008 als Linkverkäufer beim Namen – ob aus Sachsen oder Osnabrück, sie tauchen in jedem Netzwerk auf. Auch wenn Google die Zeitungen selbst nicht abstraft: Die Links können trotzdem gefährlich sein.

6. Und wenn ich guten Content erstelle und dann nett frage, ob man ihn verlinkt?

Habt Ihr das schon einmal im größeren Stil versucht? Niemand verlinkt Euch heutzutage noch, wenn Ihr ihn darum bittet – außer, Ihr kennt die betreffende Person im echten Leben oder zahlt dafür Geld. Selbst wenn Ihr den besten und tollsten Content habt, dann twittert und facebooked man ihn vielleicht – aber darüber schreiben?

7. Wieso betreibt die SEO-Branche noch Linkbuilding?

  1. Wir sind mit Linkbuilding aufgewachsen, früher war es der absolut wichtigste Teil von SEO.
  2. Linkbuilding lässt sich leicht verkaufen und ist (wenn gekauft) gut skalierbar.
  3. Auch Kunden haben das Gefühl, dass Linkbuilding noch wichtig ist.

Ich will Euch einmal ein Experiment vorschlagen, das vielleicht zu denken gibt: Fragt in Eurem Bekanntenkreis die Inhouse-Leute, ob sie noch Linkbuilding betreiben. Ich würde behaupten, dass die allermeisten es heutzutage nicht mehr tun.

8. Gehört Linkbuilding/Seeding nicht zu Content Marketing?

Nein. Beim Seeding geht es darum, dass meine Zielgruppe oder Influencer auf meinen Content aufmerksam werden – nicht, dass sie ihn verlinken. Wer unter Seeding versteht, dass der Content verlinkt werden sollte, der meint damit in Wahrheit Linkbuilding.

9. Erstelle ich guten Content nicht, um gute Links zu bekommen? Ist Content Marketing nicht eigentlich dafür gedacht?

Ihr solltet guten Content für Eure User erstellen und nicht, um Links zu bekommen. Die Konsequenz von gutem Content können Links sein, doch es ist wahrscheinlicher, dass es Likes und Shares sind. Google sieht zudem anhand von Nutzersignalen und RankBrain mittlerweile sehr deutlich, wie gut Euer Content ist.

10. Wenn ich kein Linkbuilding mache, wie bekomme ich dann mehr Traffic?

  • Durch eine gute Webseite und gute User-Experience
  • Durch eine Marketingstrategie und gute Inhalte
  • Durch die unzähligen Social-Media-Kanäle, die es gibt

11. Wieso ranken dann Spamseiten noch so weit oben? Und so lange?

Oft kommt das Argument, dass eine Seite für ein bestimmtes Keyword (vor kurzem war es noch "Kredit") schon sehr lange auf Platz 1 ranken würde. Das funktioniert auch 2016 noch erstaunlich gut! Aber wollt Ihr mit einer solchen Methode Euer Unternehmen aufbauen? Das einzige, was man nämlich machen muss, ist einen Spam-Report an Google zu schicken: Meistens ist die Seite daraufhin nach wenigen Tagen verschwunden. Wer weiß, wie es geht, kann natürlich die nächste Seite bauen und nach oben bringen – aber würdet Ihr das mit Eurem eigenen Unternehmen machen?

Diese Methode ist nur sinnvoll für Leute, die ihr Geschäftsmodell auf das schnelle Hochranken und Verbrennen ausgelegt haben. Ich persönlich nehme mir lieber zwanzig Mal so viel Zeit und baue eine Marke auf. Das dauert viel länger und ist viel aufwendiger, aber man hat länger etwas davon. Aber jedem das Seine!

12. Warum bist Du so gegen Linkbuilding?

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich sehr heftig gegen Linkbuilding argumentiere. Zunächst einmal muss ich klarstellen, dass ich hier in der Minderheit bin und meine Meinung sicherlich radikal für die SEO-Szene ist.

Mein ganz persönlicher Grund liegt darin, dass

  1. Linkbuilding unglaublich aufwendig geworden ist, es
  2. keinen so großen Impact mehr hat wie früher und es
  3. mittlerweile so unendlich viele andere Dinge gibt, die man außer Linkbuilding tun kann.

Zudem sehe ich die gute Arbeit vieler, vieler SEO-Agenturen in Deutschland und freue mich, dass das Niveau im SEO-Bereich mittlerweile im Durchschnitt sehr hoch ist. Aber wenn ich dann die Linkbuilding-Bestrebungen ansehe, dann sieht man die Schattenseiten von SEO.

Ohne Linkbuilding wäre SEO eine geachtete und seriöse Branche. Aber wer sich diese Beispiele ansieht, der muss das bezweifeln. Forenlinks sind sogenannte Schleichwerbung, und der Linkbuilder macht sich strafbar, wenn er das betreibt. Richtig, nicht (nur) die Agentur, sondern auch Ihr persönlich seid haftbar. Laut §4 Nr 3 UWG ist auch der Kauf von Links wettbewerbswidrig und kann abgemahnt werden. Viele der Linkbuilding-Taktiken verstoßen also nicht nur gegen die Google-Richtlinien, sondern gegen geltendes Recht.

13. Wieso wird das Thema so heiß diskutiert?

Interessant finde ich, dass die Meinungen mittlerweile nirgendwo sonst so weit auseinandergehen wie beim Thema Linkbuilding – und trotzdem schreibt oder redet keiner mehr darüber. Ich möchte hier ein wenig den Finger in die Wunde legen. Es gibt ganz klar zwei Lager: Diejenigen, die so denken wie ich und kein Linkbuilding mehr betreiben. Und diejenigen, die es tun. Die einen merken, dass es mittlerweile auch ohne Links super läuft. Die anderen machen noch Linkbuilding und sehen, dass auch das noch (teilweise) funktioniert. Der Algorithmus lässt eben mehrere Wege zum Ziel zu.

Die Frage ist für mich, was langfristig erfolgreicher ist. Und da bleibe ich beim Thema "Alles andere". Denn es geht auch um die Praxis: Wenn ich erst in zwei Jahren mit Content Marketing anfange, dann könnte der Abstand zu meiner Konkurrenz uneinholbar groß geworden sein. Zwei Jahre gutes Content Marketing kann man nicht einfach so aufholen.

14. Was sind die anderen Meinungen zum Thema?

Auch wenn ich mit einigen nicht übereinstimme, sind hier trotzdem auch einmal Links zu anderen Meinungen querbeet durch die SEO-Szene:

Eure Meinung?

Was ist Eure Meinung zum Thema?

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52 Kommentare
  1. Thorsten 12. April 2016, um 12:02 Uhr

    Hallo und danke für den Beitrag,
    die ganzen „SEO-Spezies“ vergessen bei der ganzen Thematik „SEO“ leider immer noch, das es zumindest Basis-Wissen im Marketing braucht, um ganzheitliche eine „Vermarktung“ zu fahren.
    SEO ist nur eine kleiner Bestandteil von Marketing und auch nicht immer entscheidend, wenn das Ziel (Conversion auf der Webseite) nicht erfüllt wird.
    Hier ist es leider in 80-90% der Fälle so, das „SEOs“ keinerlei Ahnung von Marketing geschweige denn Imagebuilding und Markenführung haben.
    So verpuffen viele „Links“ und „SEO-Maßnahmen“ im Sande.

  2. Markus 12. April 2016, um 12:26 Uhr

    Wow, das ist ja mal eine Ansage an die mittlerweile große Linkbuilding-Industrie. Zum Thema Linkkauf gab und gibt es ja nach wie vor genügend Plattformen. Einige der Plattformen wurden ja abgestraft, auch wenn es dies von den Machern oftmals dementiert wurde. Interessanterweise starten diese Plattformen nach einer Roten Karte aus Moutain View unter anderen Domains minimal modifizierte Dienstleistungen.

    Ja ich sehe es auch so, Social-Media hat das Web verändert. Jedoch sollte guter Content nach wie vor auf der eigenen Webseite positioniert werden. Denn FB, Twitter & Co. sind doch Traffic-Lieferanten, womit diese ja selbst hadern und versuchen ihre eigenen Subuniversen zu etablieren. Die einzige Konstante die (bis jetzt) bleibt ist die große Suchmaschine aus den USA.

  3. Michael 12. April 2016, um 12:37 Uhr

    Danke für den guten Artikel, Julian. Ich finde du gehörst mit deiner Meinung zu den fortschrittlicheren SEO´s die ihr Gehirn benutzen und versuchen SEO in das Gesamtbild des Marketings einzubeziehen und dabei auch die „Denkweise“ von Google mit einbeziehen. >Meiner Erfahrung nach gibt es wenige SEO´s, die deine Meinung teilen, diese publizieren und gleichzeitig nicht hintenrum doch auf gekaufte Links setzen.

  4. Marco 12. April 2016, um 12:53 Uhr

    Danke Julian. Ich bin total deiner Meinung und das nur, weil es so auch einfach in der realen Welt läuft. Echte Empfehlungen fruchten und begeistern viel mehr als gekaufte. Manch einer denkt jedoch immer noch, man kann sich alles erkaufen. Jedoch spielt das Preis/Leistungsverhältnis, wie bereits angesprochen, nicht mehr mit.

  5. Alex 12. April 2016, um 13:16 Uhr

    Danke. Der beste Artikel 2016. Artikel geteilt.
    Durch die ganzen Updates werden viel weniger Blogs oder interessante Artikel verlinkt. Die Angst, durch die Empfehlung abgestraft zu werden hat sich irgendwie in die Köpfe gesetzt und es wird lieber per Social geteilt.

    Grüße.

  6. Oliver Marquardt 12. April 2016, um 13:20 Uhr

    Woher nimmt man die Gewissheit, dass Links kein bedeutender Rankingfaktor mehr sein sollen? Durch testen? Viele Suchergebnisse sprechen da eine andere Sprache, wie auch in dem Artikel erwähnt. Und die Aussage, dass ja „noch“ so viele oben stehen würden, das aber nicht mehr lange so sein würde, die wurde auch schon vor 3 Jahren getätigt. Faktisch hat sich aber nur sehr wenig bei Google geändert. Oder warum ranken so viele Seiten noch oben, die teilweise durch starkes Linkbuilding nach oben gepusht wurden? Social Signals sind durchaus wertvoller als Links, sie sind die „neuen Links“ wenn man so will. Aber ist das wirklich so? Ich habe manchmal das Gefühl, Google ist kein modernes Suchinstrument mehr. Womit ich übrigens 100%ig übereinstimme ist, dass ein solider Unterbau gut ist und man sich nicht nur auf vermeintliche „Trends“ verlassen sollte, sondern systematisch unter Einbindung sämtlicher Werkzeuge einem klaren Ziel folgen sollte 😉

  7. Jens 12. April 2016, um 14:18 Uhr

    Im Gegensatz zu den anderen Kommentaren will ich dir nicht nur einfach Recht geben.
    Jeder braucht seine Zeit um bestimmte Veränderungen zu erkennen. Du hast für dich erkannt, ob Linkbuilding 2016 noch funktioniert, bzw. wie. Andere Anbieter benötigen eben noch etwas Zeit. Aber :

    Zitat: „Ohne Linkbuilding wäre SEO eine geachtete und seriöse Branche.“
    Du warst auch ein Teil davon, denn das was du hier beschreibst, hast auch du noch vor wenigen Jahren betrieben. Deine Blogs standen auf vielen Linkbuilding Listen.

  8. Julian Dziki 12. April 2016, um 15:05 Uhr

    Hallo Jens,

    Vor wenigen Jahren hat jeder Links aufgebaut, das haben damals alle SEOs so gemacht. Ja, ich war ein Teil davon, das habe ich ja nie abgestritten. Es ging mir aber nicht darum, Schuldzuweisungen zu machen, sondern vor allem für Unerfahrene und Neulinge die Risiken von Linkaufbau darzulegen. Und nebenbei vielleicht ein paar alte Hasen zum Nachdenken anzuregen, ob Ihre Strategie noch aufgeht. Kann ja sein, aber zum Nachdenken anregen darf ich ja – oder?

  9. Jens 12. April 2016, um 15:25 Uhr

    Hallo Julian,

    es ging einzig darum zu zeigen, dass wir alle das Problem waren/sind. Ich kenne kaum Ausnahmen und der Artikel klingt so, als ob du nie Teil dieses Problems warst, aber jetzt belehren kannst.

  10. Dr. Elmar Basse 12. April 2016, um 17:05 Uhr

    Hallo, vielen Dank für den interessanten Artikel. Da findet sich sehr viel Bedenkenswertes drin.

    Gruß
    Elmar Basse

  11. Wolfgang 12. April 2016, um 18:17 Uhr

    Hi Julian,

    mir gefällt sehr gut, wie Du Widersprüche offen legst. Für mich fängt der Widerspruch schon an, wenn es darum geht, einen „natürlichen Linkaufbau“ zu forcieren. Eine Plantage ist nunmal kein Urwald :-). Plus: Stimme zu, dass Linkaufbau-Versuche via PR und mit gutem Content, der auch im Kontext anderer einen Gewinn für die (hoffentlich kongruente) Zielgruppe darstellt, ein sehr hoher Aufwand ist. Good post, man!

    LG
    Wolfgang (Online-Marketer)

  12. Alexander 12. April 2016, um 20:19 Uhr

    Sag mir mal, wie du im Finanz- und Versicherungsbereich ohne Links was reissen willst ? Unmöglich.

  13. ONMA 12. April 2016, um 20:52 Uhr

    Hallo Julian,

    wie immer ein sehr kluger Beitrag, diesmal wohl um das besondere Interesse bei allen SEO Experten zu ködern und um deren Kommentierfreudigkeit zu buhlen 🙂

    Ja, ich gebe zu, Du hast es geschafft. Und zwar melde ich mich mal nur zu deinem dritten Kapitel „Brauche ich überhaupt noch Linkbuilding?“

    Von mir gibt es hier ein klares Ja. das ist mein Kerngeschäft. Alle Kunden profitieren durch meine Backlinks. Alle meine Kunden generieren Top Rankings und Top Leads.

    Ja, Linkbuilding hat sich gewandelt. Und wer auf qualitativ hochwertige, themenrelevante, diversifizierte, und, und, und Backlinks setzt, sowie das in Kombination mit geilem Mehrwert-Content erarbeitet, der erhälst als Google Dankeschön die besten Rankings.

    Oder einfache Lösung -> einfach zu den Profis kommen 🙂

    Das machen wir. Das machen die ganz Großen. Und alles andere ist aktuell Marketing.

    Und ja ich liebe deinen Blog und bewundere deine Firma und dein Standing.

    Ganz lieben Gruß aus Hannover,

    Winni

  14. Ed 12. April 2016, um 21:00 Uhr

    Du hast Recht, du brauchst keine Backlinks für die Seite, du hast schon 15000 BL von 425 Domains (laut Ahrefs) seit 2008 🙂

  15. Johannes 12. April 2016, um 21:34 Uhr

    Bei großen, etablierten Projekten stimme ich dir zu. Solche Seiten profitieren von ihrem starkem Linkprofil (das über Jahre, Jahrzehnte aufgebaut wurde). Hier ist es auch möglich neue Inhalte durch interne Verlinkung schnell zu ranken.
    Bei neuen Seiten ist manueller Linkaufbau zu Beginn immer noch unabdingbar.

  16. Matthias Thier 13. April 2016, um 08:58 Uhr

    Ich unterstreiche hier ausnahmslos jeden einzelnen Punkt! 🙂

  17. Julian Dziki 13. April 2016, um 09:31 Uhr

    Hallo Winni,

    Vielen lieben Dank für das Kompliment! Ich habe auch nie behauptet, dass wir Recht haben – zum Glück gibt es ja im Algorithmus mehrere Wege zum Ziel!

    Viele Grüße
    Julian

  18. Patrick 13. April 2016, um 09:44 Uhr

    In Sachen Social muss ich sagen, hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht: Wir haben aufgrund unseres Contents enorm viele Shares und Likes bekommen und damit einhergehend viele andere positive Signale wie lange Aufenthaltsdauer, geringe Absprungrate, häufige wiederkehrende Nutzer. Ohne Linkbuilding haben wir im Laufe der Zeit fortlaufend auch gute Rankings aufbauen können. Wenn du bei wichtigen Keywords jedoch monatelang trotz vieler positiver Signale und internem Linkbuilding auf Seite 2 oder 3 fest hängst, wage ich zu sagen: Ohne Links kommen wir nur schwer auf das nächste Level.

  19. Patrick Müller 13. April 2016, um 10:22 Uhr

    Moin Julian,

    Gutes, sauberes und kontinuierliches Linkbuilding zahlt sich langfristig immer aus, das sehe ich bei vielen Projekten. Dabei rede ich nicht von schlagartigem Linkspam, sondern von themenrelevanten , sorgfältig ausgewählten Links die kontinuierlich und langsam aufgebaut werden. Von daher kann ich dir nicht zustimmen. Fakt ist aber, wie du schon angesprochen hast, dass es neben dem Linkaufbau viel anderes zu tun gibt. Ohne eine saubere Onpage und Content Optimierung funktioniert auch Linkbuilding nicht. Das hat meine Kollegin Natalie Platero in ihrem Blogbeitrag bereits prima beschrieben. Jedoch kommt man irgendwann an einen Punkt an dem es ohne Linkaufbau einfach nicht vorangeht.

    Viele die Linkbuilding anprangern haben bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad und werden daher selbstverständlich häufiger von selbst verlinkt bzw. via Social Media geteilt. Jedoch musst du diesen Grad erst einmal erreichen, damit es zum größten Teil mit Content funktioniert. Viele erreichen diesen Punkt auch über Google Adwords, FB Ads und Co. mit der Aufwendung von Zeit und Budget. Das macht es für die „kleinen“ natürlich auch schwieriger.

    Mein Fazit: Linkaufbau ist und bleibt weiterhin unabdinglich und ist neben gutem Content weiterhin einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Es geht nicht in allen Branchen ohne und ist gerade am Anfang essentiell.

    Viele Grüße aus Stuttgart,
    Patrick M.

  20. Marc 13. April 2016, um 10:32 Uhr

    Hi Julian,

    Super Artikel und wichtiges Wissen für ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Das ist für mich umunstritten.
    Wer ein Strohfeuer haben will soll weiter Links kaufen…

  21. P. David 13. April 2016, um 10:54 Uhr

    Wundert mich, dass viele Leser hier der Meinung des Verfassers sind.
    Es ist ja nicht nur so, dass Google über Backlinks sagt, dass diese eine der wichtigsten Ranking-Faktoren sind, es kann denke ich so gut wie jeder SEO bestätigen, dass Beiträge die gut verlinkt sind schneller und besser ranken als Beiträge oder Webseiten die weniger Links haben. Natürlich gibt es immer Ausnahmen und natürlich ist Linkbuilding nicht mehr vergleichbar mit dem Linkaufbau vor ein paar Jahren – es ist einfach viel zeitaufwendiger geworden und somit kein einfacher „Praktikanten-Job“ mehr.
    Ich rede hier auch nicht (nur) von Links kaufen, mieten usw. – empfehle das auch nicht, aber wer sich nicht darum kümmert, dass seine Seite gut verlinkt wird indem er wertvolle Inhalte schafft, „die Werbetrommel rührt“ oder wie auch immer, der wird es schwer haben sich bei Google gut zu positionieren.

  22. Marcel 13. April 2016, um 11:10 Uhr

    Sehe ich im Prinzip auch genau so. Links sibd immernoch enorm wichtig, das will ich auch nicht abstreiten aber es ist enorm schwer an welche ran zu kommen. Die Zeit kann man besser investieren.

    Ich habe zum Beispiel eine Seite mit 10 bis 15.000 Aufrufen pro Monat wo die meisten über die Google Suche kommen. Ganze 11 Links hat die Seite jetzt in 2 Jahren bekommen. Es geht also wirklich auch ohne.

    Schade ist es dass viele sehr linkgeizig sind. So bekam ich mal auf einer anderen Seite von Focus.de vor 1 1/2 Jahren eine Link. Habe gerade mal nachgeschaut – die Quelle ist noch angegeben aber der Link wurde entfernt. Hach ja, tut ja auch so doll weh sowas drauf zu lassen…

  23. Gerhard 13. April 2016, um 11:13 Uhr

    Hallo Julian,
    Top Artikel … „wenn man „sauberes“ Linkbuilding betreiben will – es mittlerweile so dermaßen aufwendig ist, dass sich die Arbeit und Mühe nicht lohnt. “ – ich kann dieser Meinung nur zu 100% zustimmen und halte es genauso!

    Viele Grüße
    Gerhard K.

  24. tobi 13. April 2016, um 13:05 Uhr

    Hallo Julian,

    Du sagst hier viel Wahres und Wichtiges.

    Allerdings haben die meisten Unternehmen nicht den Luxus, zu den hochwertigsten und bekanntesten Anbietern der Branche zu gehören. Seokratie ist eine der wichtigsten deutschen SEO-Infoseiten. Aus so einer Position der Stärke heraus ist manuelles/forciertes Linkbuilding sicher weniger attraktiv.

    Viele Unternehmen krebsen aber auf niedrigerem Niveau herum und kommen da auch so leicht nicht weg. Da hat einigermaßen sauberes Linkbuilding einen größeren Impact. Was ist mit all den Unternehmen, die in ihren Branchen nicht in den Top 5 sondern auf den Plätzen 6-50 sind? Niemand kennt die, niemand linkt von alleine.

    Linkbuilding ist auch nicht binär sauber oder unsauber (wie Du auch sagtest). Man muss nicht perfekt saubere Links haben, um das Risiko auf einem *sehr* geringen Maß zu halten. Immer, wenn ich Beispiele von abgestraften Seiten sehe, dann kommt mir deren Verhalten geradezu fahrlässig vor. Einigermaßen normales Linkbuilding scheint sehr sicher. Macht ja auch jeder, Google kann nicht das halbe Internet bestrafen.

  25. Julian Dziki 13. April 2016, um 13:12 Uhr

    Hallo Tobi,

    Ich würde mich zwar jetzt nicht so als eine der wichtigsten Seiten sehen, aber selbst wenn: Wie sind wir denn da hingekommen? Nicht durch Linkbuilding, sondern durch Content Marketing, Social Media und Markenbildung. Das Ganze haben wir z.B: mit http://www.Pressengers.de erst vor kurzer Zeit wiederholt – wenn auch nicht mit dem gleichen Aufwand, so doch trotzdem mit dem Konzept „Guter Content zahlt sich langfristig aus.“

    Google bestraft viele Linkbuilding-Seiten nicht, das ist richtig. Aber diese „Geht-schon-noch-Links“, wirken die denn überhaupt?

  26. tobi 13. April 2016, um 13:30 Uhr

    Ja, aber was, wenn Du der 6tgrößte Schraubenhersteller im Markt bist mit einem Marktanteil von 5% oder so. Niemand kennt dich, niemand linkt. Ich wüsste auch nicht, wie man linkwerte Artikel über Schrauben aufbaut, wenn alle Infos über Schrauben schon im Netz vorhanden sind. Man könnte jetzt nur versuchen, den vollständigsten und poliertesten Artikel zu machen um inkrementell besser zu sein als die Konkurrenz. Dann die Daumen drücken, dass Google das algorithmisch erfasst.

    Was ich täte, wäre in der Tat ein paar sehr gute Artikel machen und dann darauf Linkbuilding. Man braucht beides zusammen. (Linkbuilding alleine ohne linkenswertes Linkziel geht auch nicht, oder nur durch sehr gefährliche Methoden).

    Solche Unternehmen sind ganz schwierige Fälle, weil nur mit Content alleine sich rein gar nichts tut. Und es stimmt: Die Links sind der schwierigste Anteil dieser Vorgehensweise! Da hilft nur Brainstorming und Mails senden.

  27. Wolfgang 13. April 2016, um 14:09 Uhr

    Wenn Du der sechstgrößte Schraubenhersteller im Markt bist: Warum nicht (Schrauben-)Muttern zum Muttertag verschenken, die Aktion online bewerben und … damit ggf. einen Backlink eines eCommerce Magazins verdienen, weil es vielleicht geil gedacht – geil gemacht ist? Manchmal liegt die Antwort einfach auf anderer Ebene, denke ich. In diesem Fall greift die Argumentation: Stecke Deine Energie doch woanders hin als in forcierte Links – in andere Ideen!

  28. Olaf Kerner 13. April 2016, um 20:28 Uhr

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Google mit seiner riesigen Datenbasis nicht absolut jeden gekauften Link sehr schnell entzaubert. Wenn überhaupt, dann sind nur noch die Links wertvoll, welche echte Besucher auf die verlinkte Seite bringen (und keine Links in alten Blogpostings)…

  29. Malte Helmhold 14. April 2016, um 10:12 Uhr

    Hallo Julian,

    Der Beitrag von Johannes Beus ist absolut daneben. Schon wegen des Provokanten „Dummkopfes“ in der Überschrift.

    https://www.sistrix.de/news/nur-dummkoepfe-ignorieren-linkbuilding/

    Johannes Beus: „Links sind (mindestens) der zweitwichtigste Rankingfaktor“ — DAS KANN NICHT SEIN!

    Eventuell habe ich aber noch einen weiteren Denkansatz der deinen Unterstützt:

    Es ist wirklich ein interessantes Thema! Wirklich. Meine Meinung: in Johannes Beus‘ Beitrag wurde nicht beachtet, dass Linkbuilding überhaupt nicht gutes Ranking hervorruft, sondern einfach nur das Ungleichgewicht des „extrem schlechten Contents“ ausgleicht. Der Hilferuf von Google zu bestimmten Themen weil der Algorithmus nicht weiß wer ausgeliefert werden soll bei 99% Müll im Internet. Natürlich liefer ich dann den „bekanntesten“ Content, wenn der Rest einfach für die Tonne ist. Man kann hier nicht von „zweitwichtig“ sprechen sondern lediglich von einem immernoch vorhanden Hilfeschrei an Qualitätssignalen. Vor allem weil momentan immer mehr und mehr Leute Dreck an die Wand klatschen können… Denn irgendwas wird schon hängen bleiben… Oder? Links werden vor allem keinen Falls wichtiger denn je. Links haben ein ganz wichtiges Merkmal: Sie sind nur wichtig, wenn sie geklickt werden. Die Klicklust der Leute wächst nämlich auf keinen Fall exponentiell. Auch wenn wir uns eventuell schaffen exponentiell zu vermehren und dann auch proportional dazu Smartphones zulegen. Ich glaube, irgendwann klickt keiner mehr, weil 99% der Links in der Vergangenheit gekauft wurden. Und daran gewöhnen sich die Internetbenutzer. Im Gewöhnen sind wir nämlich alle echt gut. Wer heute noch an den Link glaubt, glaubt ist so naiv, dass er auch glauben könnte, dass die Welt eine Platte ist. Schon allein weil Links in der Vergangenheit gekauft wurden! Und weil der User nicht nach Seiten mit den meisten Links sucht.
    Es sind User Signals die Google Analysiert. Und eine kleine Teilmenge davon sind sicherlich organisch generierte Backlinks die auch wirklich geklickt werden.

    Also bitte: Keine Linkpartnerschaften auf unrelevanten Seiten machen, keine Links kaufen!

    ——–

    Allerdings kann Johannes Beus KEIN bisschen nachvollziehen, wie er auf so einen qualitativen Beitrag wie deinen mit einem solch originell aufbereiteten Artikel antworten kann. Ich vermute Johannes Beus hat verpasst, dass Google im Jahr 2001 noch sehr „uncool“ war und im Jahr 2016 schon cool von uncool unterscheiden kann.

    Heutzutage zählt schon was in der Schule gezählt hat: Wer uncool ist wird gemobbt! (und das war Anfang der 2000er nicht so) Heute ist das aber so. Es gehört zu gutem SEO dazu: Freshness & Empathie (sich in Google und Menschen hineinversetzen können, sich mit Menschen und Google befreunden können, die Liebe der Masse auf seine Seite ziehen)

    Und das zählt auch beim Linkbuilding! – Deswegen kann man es auch lassen. Und einfach machen lassen. (von der Masse, auf organischer Basis)

    Aber eins (und das weißt du sicherlich auch, auch wenn du es nicht schreibst) ist wichtig: Dass Links das Internet wesentlich formen. Und ohne Hyperlinks das Internet „nicht Internet“ wäre. Und deswegen bleiben Links „die geklickt werden“ immer wichtig. Aber ich bin mir sicher, dass du das einfach nur nicht erwähnt hast;) Deswegen kann ich eigentlich sagen: Ich stimme DIR zu:)

    Und die Meinung von Johannes Beus… TZZZZ:
    Ich hab mir schon etwas länger vorgenommen kein Geld mehr für Sistrix auszugeben.

    Aber noch mal zum Beispiel zum Beitrag von ONMA:
    Von mir gibt es hier ein klares Ja. das ist mein Kerngeschäft. Alle Kunden profitieren durch meine Backlinks. Alle meine Kunden generieren Top Rankings und Top Leads.
    — Fragt sich wie lange noch:D Es ändert sich gerade VIEL bei Google. Das Rankbrain beeindruckt mich z. B. JEDEN TAG!

    Und zu tobi:
    Macht ja auch jeder, Google kann nicht das halbe Internet bestrafen.
    — Doch, Google kann auch das halbe Internet bestrafen!

    viele liebe Grüße,
    Malte

  30. Andreas 14. April 2016, um 10:30 Uhr

    Hallo Julian,
    in vielen Punkten stimme ich mit Dir überein. Eine gute Onpage-Optimierung und kontinuierliches und hoch qualitatives Content-Marketing, bringen einen sehr weit nach vorne. Allerdings, unterscheidet sich die Strategie vom jeweiligen Markt des Kunden. Ich denke, als SEO sollte man stets flexibel handeln. Im Finanz- und Versicherungsmarkt sind Linksetzungen (auch wenn Du es als unsauber empfindest) nach wie vor entscheidend für den Erfolg.
    Lieben Gruß,
    Andreas

  31. Dominik 14. April 2016, um 10:47 Uhr

    Ein sehr guter Beitrag. Ich sehe es so ähnlich. Bei meinem privaten Blog habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass viele renommierte Agenturen auf ihren Websites zwar predigen, dass sie keine Links mehr aufbauen, es dann hinterum aber dennoch versuchen. Weil es einfach schneller geht, mit Backlinks Rankings zu generieren. Gleichwohl verstößt auch ein mühsam aufgebauter Link gegen die Regeln von Google, sofern hier aktiv eingegriffen wird.

    Wer sagt denn, dass Google nicht irgendwann auch diese Links identifizieren kann und sie bestraft? Wer kein Risiko eingehen will und etwas langfristig aufbauen möchte, sollte auf Linkaufbau verzichten.

    Ich arbeite für einen großen Onlineshop, der in der Branche eine gewisse Bekanntheit hat und einiges ins Marketing steckt. Da klappt es ganz gut mit gutem Content und Onpage-Optimierung. Wir bekommen kaum freiwillig gesetzte Backlinks, dennoch sieht uns Google wohl als Marke so stark an, dass wir auch für umkämpfte Keywords gute Resultate erzielen.

  32. Jan 14. April 2016, um 11:05 Uhr

    Linkbait ist doch auch eine Art Backlinkaufbau, oder? Du verdammst im Grunde jede Art des Backlinkaufbaus nutzt aber im selben Zug diese Möglichkeit um auf ein kontroverses Thema aufmerksam zu machen.

    Da du ja keine Backlinks mehr benötigst hast du das eigentlich gar nicht nötig, warum also dann so einen leckeren Köder auswerfen?

    Ich denke damit kriegst du ( wie überraschend ) aus der ganzen Szene dann doch welche.

  33. Julian Dziki 14. April 2016, um 11:29 Uhr

    Hi Malte,

    Vielen Dank für Deine Meinung. Ich lasse das mal so stehen. Wegen dem „Dummkopf“: Johannes und ich kennen uns schon über 8 Jahre und verstehen und sehr gut. Ich habe früher gerne sehr reisserische Titel für meine eigenen Blogposts gewählt, das war wohl eine Anspielung daran. Also halb so wild. 🙂

  34. Sebastian Prohaska 15. April 2016, um 20:57 Uhr

    Ich habe mir deinen Artikel extra abgespeichert um diesen in Ruhe lesen zu können. Sehr interessanter Ansatz. Laut aktuellen Statistiken machen Links noch immer 42% des Rankings aus. Vor allem Unternehmen mit größeren Budgets können die Sichtbarkeit Ihrer Webseite noch stark erhöhen.

    Was eine super Methode ist wenn Webseiten auch über Blogs verfügen ist es Gastartikel zu schreiben. Finde ich die schöne Form von Linkaufbau. Was meinst du dazu?

    Liebe Grüße aus Wien,
    Sebastian

  35. Remo 17. April 2016, um 04:16 Uhr

    Zitat: „Nachdem der Blogger einige Links verkauft hat, hört er/sie auf mit dem Bloggen und postet nur noch neue Dinge, wenn ihm mal wieder eine E-Mail von einer SEO-Agentur gutes Geld bietet.“

    Dazu: Also naja, das Internet ist voll von Blogs, die eingestellt wurden. Und ich bezweifle mehr als sehr sehr stark, daß das daran liegt, was oben geschildert wurde.

    Sicher gibt es einige Blogger, bei denen das so ist. Aber: Wer vorher einen Blog mit Herzblut betrieben hat, der nimmt auch nicht Schrott-Anfragen von SEO-Agenturen an. Und achtet im Gegenteil darauf, daß sein Blog Sinn ergibt und nicht themenfremde, für Geld bezahlte, Werbung krampfhaft – des Geldes wegen – vorkommt.

    Wenn Blogs eingestellt werden, liegt das in den meisten Fällen doch nur daran, daß der Blogger einfach keine Lust mehr hat zu bloggen oder an anderen Gründen, aber sicher nicht an Werbeanfragen oder an Anfragen von SEO-Agenturen.

    Was ich persönlich beobachtet habe in den letzten Jahren, ist, daß viele Blogger das Bloggen gelassen haben und nur noch twitterten und auf FB posteten. Im Moment glaube ich, daß der Trend etwas gegenläufig ist.

    Aber das ist ein Thema für sich, woran das beides liegt. Und ein anderes Thema.

  36. Dennis 18. April 2016, um 11:51 Uhr

    Bei großen Projekten die auch eine gewisses Alter haben und bereits seid einiger Zeit indexiert. Solche Seiten profitieren von ihrem starkem Linkprofil (das über Jahre, Jahrzehnte aufgebaut wurde). Hier ist es auch möglich neue Inhalte durch interne Verlinkung schnell zu ranken. Besonders aber lokale Partnerlinks und Themenbezogene Forumeinträge können helfen ein erfolgreicheres Ranking-Ergebniss zu erzielen.
    Bei neuen Seiten ist besonders in der Startphase, manueller Linkaufbau unabdingbar für das Ranking.

  37. Julian Dziki 18. April 2016, um 11:55 Uhr

    Hallo Sebastian,

    42 % des Rankings kann nicht stimmen. Google veröffentlicht diese Daten nicht, außerdem kann man eine algorithmische Bewertung von Links nicht in Prozentangaben machen – dafür ist die Berechnung zu komplex. Wo hast Du die Zahl her?

    Viele Grüße
    Julian

  38. Tobi 19. April 2016, um 11:40 Uhr

    2013 machte die russische Suchmaschine Yandex einen Versuch, indem Suchanfragen aus dem Raum Moskau ohne jeglicher Berücksichtung der Backlinks angezeigt wurden, ein Jahr später hatte sich das ganze wieder erledigt. Was darauf schliessen lässt das es ohne Backlinks nicht geht, es scheint aktuell keine bessere Metrik zu geben die ohne Backlinks auskommt. Das Ziel ist bekannt, der Weg dahin noch weit.

  39. Florian 19. April 2016, um 13:22 Uhr

    Interessante Sichtweise und bestimmt steckt da eine Menge Wahrheit drin. Ich glaube auch, dass Linkbuilding und die Bedeutung von Links nicht mehr so wichtig sind. Sie bleiben aber über die Zeit bestehen. Ansonsten haben wir ein Henne-Ei-Problem, denn nur aufgrund guter Texte weit oben zu ranken, wird nicht funktionieren. Das wäre am Zeitgeist vorbei und Google müsste stets seinen eigenen Algorithmus anpassen – deutlich häufiger als jetzt, um Interessensströmungen der Nutzer abzubilden. Den Content ist nur in einem Kontext gut und der kann sich ändern. Aus meiner Sicht wird dieser Linkkontext durch die Nutzer und Webseitenbetreiber gepflegt und bildet dann eben diese zeitlich begrenzten Interessen ab.

  40. Alexander 22. April 2016, um 21:00 Uhr

    Hallo Julian,

    WOW! ich war erstmal fassungslos über Deinen Beitrag und mußte ihn dreimal lesen. Das ist ein sehr interessanter Standpunkt und ich denke ich kann mich gut in Deine Aussage reindenken. Allerdings glaube ich auch das ohne ein gewisses Maß an Linkbuilding nicht immer etwas zu reißen ist. Ich werde mir mal ein Nischenprojekt schnappen und Deine Ausführungen dafür einmal testen. Bin gespannt wie sich das entwickelt. Vielleicht ist es doch der Ansatz für die Zukunft einiger andere Projekte.

    Grüße

    Alex

  41. Tino Rahn 23. April 2016, um 01:32 Uhr

    Spannende Diskussion, vor allem hier im Kommentarbereich. Ganz unabhängig von Google und dem Glaskugel-Ranking-Boost finde ich Links nach wie vor wichtig – weil anders komme ich als menschlicher (!!!) User nicht von A nach B und ganz bestimmt nicht nach C 😉

  42. Andreas 23. April 2016, um 19:32 Uhr

    Hmm…der Artikel bringt durchaus zum Grübeln. Ich frage mich allerdings, ob es auch für den Aufbau von kleinen Nischenblogs sinnvolle Alternativen zum Linkbuilding gibt, denn wenn man nicht vor hat täglich mehrfach neue Artikel rauszuhauen dauert es nicht nur sehr lange, bis man eine Marke aufgebaut hat, sondern man erreicht es vielleicht nie. Da frage ich mich dann wiederum wie es von statten gehen soll, dass man in google ranked, wenn erst gar nicht genug Leute auf der Website landen und google entsprechend nicht wirklich realisiert, dass man überhaupt da ist.

  43. Jonas 24. April 2016, um 21:20 Uhr

    Ich finde auch, wenn man eine neue Seite hat sollte man sich zumindest um ein paar Gastbeiträge oder Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Blogs bemühen. In Foren posten, sofern es wirklich vom Thema her passt und aktuell ist. Kein Spam! So haben die User was davon, wenn die Beiträge gut sind, die Kooperationspartner und die eigene Seite durch den Backlink. Wenn die Seite aber schon etliche Jahre läuft, erachte ich Linkbuilding als nicht mehr so Maßgebend wichtig. Hier sollte man OnPage hin und wieder einiges verbessern und natürlich auch für aktuellen Content sorgen. Allerdings finde ich auch, dass man nicht abrupt mit dem Linkbuilding aufhören sollte, sofern man schon damit begonnen hat.

  44. August Manser 27. Mai 2016, um 09:07 Uhr

    Im Internet gibt es vieles zum Thema Linkaufbau zu lesen und bisher, war ich auch der Meinung, dass vieles, was dort steht auch gut ist und der Wahrheit entspricht. Doch dieser Artikel bringt mich zum Nachdenken und Umdenken. Gute Inhalte sind das A und O, das ist mir/ uns auch vorher bewusst gewesen. Doch mittlerweile gibt es so viele Wege und Möglichkeiten, so dass Linkbuilding tatsächlich in vielen Fällen wohl nur noch Nebensache ist oder gar nicht mehr betrieben werden muss. Die einzige Sache: Das müssen auch die Leute bzw. Firmen da draußen verstehen. Und genau hier liegt glaube ich das Problem. Viele wollen nicht für ein einfaches Content Seeding sooo viel Geld ausgeben, wenn dabei auch nicht etwas „rausspringt“ in Form von Backlinks. Bin gespannt, wie sich das ganze entwickelt.

  45. Marc 27. Juli 2016, um 10:08 Uhr

    Erst einmal vielen Dank für diesen äußerst ausführlichen Beitrag, der mir dann doch ein wenig Hoffnung gibt. Bin noch relativ neu in der Branche und versuche mit meinem Hobby nebenbei etwas im Netz zu verdienen. In diesem Zusammenhang habe ich hunderte von Artikeln zum Thema SEO etc. gelesen. Ich investiere seeeeehr viel Zeit in meine Webseite und bekam in der letzten Zeit immer mehr den Eindruck, dass alles für die Katz ist, da die Konkurrenz in gewissen Branchen (unter anderem in meiner) schlicht und ergreifend zu mächtig ist und dann doch zig Tausende von Euros für Backlinks ausgibt. Ich werde erst einmal weitermachen und versuchen jede Menge guten Content zu erstellen und bin echt gespannt, ob sich das irgendwann tatsächlich lohnen wird ohne das drum herum. Ich hoffe du behältst Recht Julian, nochmals danke für diesen Post.

  46. Reent Köster 11. November 2016, um 16:35 Uhr

    Ich kann dir da nur zustimmen. Eine Seite die gerade mal ein paar Tage alt ist und schon 10 Backlinks aufweist, ist doch schon etwas auffällig. Google ist schon extrem raffiniert und verbessert sich mit jedem Update. Ich denke man sollte vorsichtig sein und nicht sofort die dicke Kohle erwarten(obwohl, dicke Kohle ja eher nie :D), sonst riskiert man ein Penality und landet am Ende der Suche. Somit lässt sich definitiv eher schlecht Traffic generieren. Content ist heutzutage alles! Und genau das räumt das ganze wieder auf. Niemand steht mehr auf Platz 1, wenn der Content einfach nur schlecht ist. Daher kann ich nur jedem „Nischenbauer“ Empfehlen: Schaut euch die Mitbewerber-Seiten an. Oft sind es Seiten mit gerade einmal 1-2 Unterseiten. Auch der Content ist eher mager und man kann gut angreifen! Habe gerade selbst http://www.durchlauferhitzer-und-warmwasserspeicher.de/ am laufen und ja…es dauert bis man überhaupt geranked wird und meine Hauptkeywords sind nach 3-4 Wochen immer noch nicht geranked. Nie aufgeben!

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