SEO & SEA Guide

Link Velocity einfach erklärt

Kristin RuhsSEO-Expertin

Die Link Velocity beschreibt die Geschwindigkeit des Backlink-Wachstums für eine bestimmte Website oder Domain. Sie misst, wie viele Links eine Seite in einem bestimmten Zeitraum (z. B. pro Monat) erhält oder verliert. Google zieht die Link Velocity zur Bewertung der Natürlichkeit eines Linkprofils heran. Sie kann außerdem Einfluss auf das Ranking nehmen.

Was ist Link Velocity im SEO-Kontext?

Link Velocity ist ein wichtiger Aspekt der Offpage-SEO-Optimierung. Sie beeinflusst die Wahrnehmung von Google und anderen Suchmaschinen, wie „organisch“ oder „unnatürlich“ das Linkprofil einer Website ist. Sie wird normalerweise in „Links pro Monat” oder „verweisende Domains pro Monat“ gemessen.

Ein natürlicher und gleichmäßiger Anstieg der Linkanzahl ist dabei ideal, da er darauf hinweist, dass die Website kontinuierlich an Autorität gewinnt. Abrupte und ungewöhnliche Veränderungen, wie plötzliche Zuwächse oder Verluste an Links, können hingegen als Manipulation oder unnatürliches Wachstum interpretiert werden. Dies kann sich negativ auf das Ranking der Website auswirken.

Folgende Aspekte deuten auf ein natürliches Linkwachstum hin:

  1. Neue Domains bekommen nicht viele Backlinks auf einmal:
    Neue Domains bekommen anfangs normalerweise wenige Backlinks. Wer mit tonnenweise neuen Links loslegt, macht sich verdächtig.
  2. Verhältnismäßigkeit von großen und kleinen Websites:
    Im Normalfall bekommst Du Links von großen und kleinen Websites in einem bestimmten Verhältnis.
  3. Backlinks wachsen kontinuierlich und gleichmäßig:
    Links wachsen normalerweise kontinuierlich über einen längeren Zeitraum, z. B. durch die Verlinkung hochwertiger Inhalte, die organisch geteilt und verlinkt werden. Es ist unwahrscheinlich, dass man in einem kurzen Zeitraum Hunderte erhält und kurz danach wieder keine.

Wie beeinflusst Link Velocity das Google-Ranking?

In der SEO-Branche ist es umstritten, inwieweit die Link Velocity das Ranking wirklich beeinflusst. Manche SEOs sind der Meinung, dass sie sogar ein direkter Rankingfaktor ist, andere behaupten, dass sie das Ranking überhaupt nicht beeinflusst. Bedenke auf jeden Fall, dass eine zu schnelle Linkzunahme, zum Beispiel plötzliche Zuwächse von hunderten Links innerhalb weniger Tage, als unnatürlich und manipulierend interpretiert werden könnte.

Ohne einen bestimmten Auslöser, zum Beispiel eine umfangreiche Content-Promotion oder ein virales Ereignis, ist es unwahrscheinlich, dass eine Website innerhalb kurzer Zeiträume eine große Anzahl von Backlinks erhält. In einem solchen Fall können Suchmaschinen das Linkprofil der Website genauer prüfen und – je nach Ergebnis – manuelle oder algorithmische Abstrafungen verhängen.

Positive Auswirkungen einer stabilen Link Velocity:

  • Zeigt Suchmaschinen ein kontinuierliches und organisches Wachstum.
  • Unterstützt den langfristigen Aufbau von Domain-Trust und Autorität.
  • Verringert das Risiko von Abstrafungen durch unnatürlichen Link-Aufbau.

Negative Auswirkungen einer ungleichmäßigen Link Velocity:

  • Kann Suchmaschinen auf mögliche Link-Kauf-Praktiken oder andere manipulative Taktiken hinweisen.
  • Erhöht das Risiko von Abstrafungen und Ranking-Verlusten.
  • Beeinträchtigt den Aufbau von Vertrauen und Domain-Autorität.

Ist eine hohe Link Velocity besser?

Vor einigen Jahren wurde eine hohe Link Velocity mit höheren Rankings belohnt. Damals hat die Quantität der Links noch mehr gezählt als deren Qualität. Ziel war es also, möglichst schnell möglichst viele Backlinks zu erhalten. Das änderte sich mit dem Penguin Update. Mittlerweile ist es viel wichtiger gute, relevante Backlinks zu erhalten.

Manche Websites erweitern ihr Backlink-Profil langsam, aber stetig. Andere gehen hingegen „viral“ und erhalten in kurzer Zeit zahlreiche Backlinks und danach geht das Linkwachstum wieder stark zurück. Keines dieser beiden Szenarien ist problematisch, solange der Link-Aufbau organisch bzw. natürlich geschieht.

Als Websitebetreiber hat man wenig Einfluss darauf, wer auf die eigene Website verlinkt. Google geht es aber auch nicht per se um die Anzahl der gewonnenen Links oder die Geschwindigkeit, mit der sie entstanden sind. Es geht darum, Websites abzustrafen, die über längere Zeiträume hinweg unnatürliche Muster von plötzlichen Anstiegen aufweisen, also voraussichtlich versuchen, zu manipulieren.

Hinweis: Achte auf die Qualität der Backlinks, nicht auf die Geschwindigkeit, mit der Deine Website zufällig Backlinks erhält. Sorgen wegen möglicher Abstrafungen musst Du Dir normalerweise nur machen, wenn Du im Black-Hat-SEO unterwegs bist, also auf manipulative Linkbuilding-Taktiken oder gekaufte Links setzt. Fokussierst Du Dich stattdessen auf den natürlichen Aufbau relevanter, hochwertiger Links, kannst Du grundsätzlich nichts falsch machen. Prüfe die Link Velocity am besten trotzdem hin und wieder, bzw. mache regelmäßige Backlinkchecks für den Fall, dass es zu technischen Fehlern oder einem Anstieg aufgrund von Spam-Links gekommen ist.

Faktoren, die die Link Velocity beeinflussen

Es gibt mehrere Faktoren, die die Link Velocity einer Website beeinflussen können:

  1. Content Marketing-Kampagnen: Hochwertiger Content, der über soziale Medien oder Pressemitteilungen verbreitet wird, kann zu einem Anstieg der Link Velocity führen. Dieser Anstieg ist positiv, wenn er durch organische Verlinkungen erfolgt.
  2. Backlink-Käufe: Ein plötzlicher Zuwachs an Links von vielen Websites kann als unnatürlich gewertet werden. Solche Muster entstehen oft bei Linkkäufen oder übermäßiger Nutzung von Gastbeiträgen.
  3. Technische Fehler: Wenn Links aufgrund von technischen Problemen entfernt werden, kann dies die Link Velocity negativ beeinflussen. Überprüfe daher regelmäßig das Backlink-Profil.
  4. Negative SEO-Angriffe: Unnatürliche Zuwächse an minderwertigen Links von Spam-Websites können absichtlich durch Mitbewerber generiert werden, um die Link Velocity negativ zu beeinflussen.

Maßnahmen zur Optimierung der Link Velocity

Um eine stabile und natürliche Link Velocity aufzubauen, solltest Du folgende Maßnahmen ergreifen:

  1. Kontinuierlichen Content erstellen: Regelmäßig hochwertigen und themenrelevanten Content veröffentlichen, um organische Verlinkungen zu fördern.
  2. Natürliches Linkwachstum fördern: Backlinks durch echte Beziehungen aufbauen, z. B. durch Content Marketing, PR und Zusammenarbeit mit Influencern.
  3. Technische Fehler überwachen: Regelmäßige Überprüfung des Backlink-Profils, um sicherzustellen, dass keine plötzlichen Änderungen durch technische Fehler oder negative SEO-Angriffe erfolgen.
  4. Vermeidung von Linkkäufen: Backlinks sollten stets organisch generiert werden, um eine natürliche Link Velocity zu gewährleisten.

Was tun, wenn Du viele Spam-Links erhalten hast?

Erkläre unnatürliche Links für ungültig: Mache regelmäßig Backlinkchecks und bewerte Deine Links. Hast Du Spam-Links erhalten, kannst Du versuchen, Kontakt zu den Website-Betreibern aufzunehmen, sodass diese sie wieder entfernen. Im Beitrag Links entwerten findest Du außerdem eine Anleitung, wie Du solche Links mithilfe des Disavow-Tools selbst entwerten kannst. Dadurch werden diese bei der Bewertung Deiner Website nicht mehr berücksichtigt.

Weiterführende Links:

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