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Content Marketing

Alleinstellungsmerkmale für Online Shops & SEO

2015-09-30
Seokratie
Seokratie GmbH
Main address: Blutenburgstr. 18 D-80636 München, Deutschland ,
Tel:089 - 219098411 , E-mail: mail[@]seokratie.de
von Julian Dziki23. Jan 2014 9 Kommentare

Was macht Euch besonders? Das ist eine Frage, der ich heute ganz detailliert auf den Grund gehen möchte. Denn seltsamerweise haben wir Deutschen für diese einfache Frage keinerlei Gespür und das regt mich unglaublich auf! In den USA ist das anders. Jeder Geschäftsmann, auch meistens jeder Mitarbeiter kennt die Vorteile seines Unternehmens. Warum ist das hierzulande nicht so?

Bietet Euren Kunden etwas Einzigartiges!

Bietet Euren Kunden etwas Einzigartiges!

USP

Weißt Du, was diese drei Buchstaben bedeuten? Nein? Dann musst Du diesen Artikel unbedingt zu Ende lesen. Wikipedia sagt:

„Als Alleinstellungsmerkmal (engl. unique selling proposition oder unique selling point, USP) wird im Marketing und in der Verkaufspsychologie das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt“

Was ist Dein Alleinstellungsmerkmal? Es ist für mich unfassbar, dass geschätzte 95 % der kleinen bis mittelgroßen Online Shops es entweder nicht wissen oder mit immer der exakt gleichen Antwort kommen:

  • „Qualität und günstiger Preis“.

Das ist kein Alleinstellungsmerkmal, sondern nur der definitive Hinweis darauf, dass man sich mit seinem USP überhaupt nicht befasst hat.

Was ist ein USP (Alleinstellungsmerkmal)?

So gut wie jeder Online Shop hat eines oder mehrere Alleinstellungsmerkmale, man muss sie nur finden. Es müssen auch keine wirklich einzigartigen Alleinstellungsmerkmale sein, andere Shops können ähnliche Merkmale haben. Die Summe der eigenen Alleinstellungsmerkmale ist dann das, was den Shop auszeichnet. Ein USP hilft beim Marketing ungemein, denn es gibt die Richtung vor.

Brauchst Du Hilfe? Suchst Du eine gute Online-Marketing-Agentur? Wir sind für Dich da! Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.
089 | 219 09 84 11 kontakt@seokratie.de Oder kontaktiere uns über das Formular: Jetzt kontaktieren

Deutsches Bier ist nach dem Reinheitsgebot gebraut

Was wäre unser gutes, deutsches Bier, wenn es nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut wäre? Wäre es dann weltweit genauso bekannt, wie es das heute ist? Niemals.

Lush Cosmetics

Ích kenne die Firma nicht wirklich, aber Lush Cosmetics haben gute Merkmale herausgearbeitet, die sie auch gleich auf der Startseite zeigen:

  • 100% vegetarische Kosmetik ohne Tierversuche
  • fairtrade
  • von Hand gemacht
  • in verspielten Formen
  • die an Süßigkeiten erinnern

Diese Eigenschaften machen die Firma aus, das ist ihr Profil. Und somit hat Lush Cosmetics (ohne, dass Ihr auf der Seite wart) sofort ein Bild bei Euch erzeugt, richtig? Man denkt eher nicht an die großen Schmink-Firmen, sondern an eine kleine Truppe von Leuten, die mit Liebe Eure Kosmetik herstellen (bzw. die Eurer Freundinnen und Frauen).

Wie bekomme ich einen USP?

Das geht einfacher, als man denkt! Fragt Euch selbst und fragt Eure Kunden! Eure Kunden wissen am besten, warum sie bei Euch einkaufen!

  • Was könnt Ihr besonders gut?
  • Warum habt Ihr den Online Shop eröffnet?
  • Was gefällt Euch an Eurer Branche?
  • Welches Lob bekommt Ihr oft von Kunden (wenn Ihr Lob bekommt)?
  • Wie werden Eure Produkte produziert?
  • Wo werden Eure Produkte produziert?
  • Was unterscheidet Eure Produkte von anderen?
  • Wie gut ist Euer Service im Vergleich zu anderen?
  • Was bietet Ihr Euren Kunden exklusiv an?
  • Was steht auf Eurer „Über uns“ Seite? Ihr habt keine „Über uns“ Seite? Dann kasteit Euch drei Stunden mit einem Flegel und baut hinterher Eure „Über uns“ Seite!!! Jeder Shop braucht so etwas.

Wer partout nichts findet, was ihn von anderen Shops unterscheidet, der sollte sich dringend etwas zulegen. Ohne Alleinstellungsmerkmale ist jegliches Marketing für Euren Shop viel schwerer. Stellt Euch vor, Ihr trefft einen alten Bekannten zufällig auf der Straße. Wenn Ihr ihm erzählt, Ihr macht einen Online Shop zum Thema X, dann reisst das niemanden vom Hocker. Wenn Ihr aber dann noch anhängt „Unser Shop ist der einzige, der … “ oder „… der mit dem besten Service, sogar Sonntags“ etc., dann fängt man an stolz zu werden.

Was ist der Vorteil eines Alleinstellungsmerkmals?

  • Ihr bekommt viel leichter Links! Wenn Ihr der einzige Online Shop für Zwerghamsterrollkragenpullover in Deutschland seid, dann habt Ihr einen trifftigen Grund, warum „Zwerghamster Aktuell“ über Euch schreiben sollte. Nicht nur, dass Ihr dann wirklich einfach auf diese Magazine (oder ähnliche…) zugehen könnt, oft melden sie sich sogar proaktiv bei Euch!
  • Ihr könnt Euer komplettes Marketing an diesen Merkmalen ausbauen. Das betrifft auch beispielsweise das Buzzword „Content Marketing“. Wenn Ihr einen Sonntags-Service anbietet, dann schreibt doch einmal über Eure Erfahrungen in Eurem Unternehmensblog! Findet andere Firmen, die so etwas auch anbieten und tauscht Euch mit ihnen aus!
  • Ihr könnt Eure USPs in Produkt- und Kategoriebeschreibungen auf Eurer Webseite einbinden. Am besten, Ihr baut sie sehr zentral ein. Bei Zalando sind die das alleroberste Element . Schaut auch mal bei Holidayinsider – Dort findet Ihr eigentlich nur USPs auf der Startseite und kaum etwas anderes. So etwas verringert die Absprungrate ungemein und erhöht die Conversionrate! Die zwei sind nur Beispiele, es gibt viele Shops, die Ihre USPs gut erkennbar machen, meist direkt auf der Startseite.
  • In Gesprächen mit potenziellen Kunden, aber auch mit Kooperationspartnern könnt Ihr definitiv erläutern, warum Ihr der Richtige seid und nicht die Konkurrenz
  • Eine echte Markenbekanntheit funktioniert gar nicht ohne USPs und Unternehmensmerkmalen. Ikea: „Günstige Möbel“, BMW: „Teure, tolle Autos“
  • Storytelling ist dann der nächste Schritt und geht auch nicht ohne USPs (Beispiel: Duracell – lange Laufzeit von Batterien – Hase, der ewig läuft)

 Weiterführende Links

Vielleicht merkt Ihr, dass auch ich kein absoluter Fachmann bin, was Alleinstellungsmerkmale angeht. Hier daher einige Quellen:

Foto: Valentina Photos / Shutterstock.com

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Über den Autor
Wie andere Fussballprofi werden wollten, so wollte Julian immer schon im Online Marketing arbeiten. Den Blog Seokratie.de startete er 2008 neben seinem Studium. Aus dem Hobby wurde sein Beruf: Heute ist er Geschäftsführer und Inhaber der Online Marketing Agentur Seokratie mit über 20 Mitarbeitern. Er ist Autor von "Suchmaschinen-Optimierung für Dummies", das 2018 im Wiley Verlag erschienen ist. Hier findest Du alle Beiträge von .

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9 Kommentare
  1. Jan Saarmann 23. Januar 2014

    Super Artikel, das Thema steht bei mir schon länger im Blog unter den Entwürfen. Es ist kaum zu glauben, wie oft ich bei Gesprächen beim Kunden merke, wie weit unten in der Pyramide ich eigentlich ansetzen muss. Vielfach unterscheidet sich das „Unser Unternehmen macht/ist/will…“ extrem von Manager zu Manager. Und ich rede nicht von kleinen Shops, sondern von gestandenen Mittelständlern. Eigentlich für SEO gerufen, läuft das Projekt dann schnell in eine grundsätzliche Marketing-Richtung.

  2. SEOCouch - Heiko 24. Januar 2014

    Eine Möglichkeit einen USP für sein eigenes Geschäft zu identifizieren, bietet die „Blue Ocean Strategy“. Dahinter steckt der Gedanke, dass Unternehmen sich nicht am allgemeinen Wettbewerb orientieren, sondern eigene kreative und innovative Wege suchen und gehen, um sich darüber neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen, wodurch man seine eigene Attraktivität steigern kann, wie im oben genannten Beispiel von „Lush Cosmetics“.

  3. tom 26. Januar 2014

    eine der ersten fragen wenn wir marketing für unsere kunden starten. die antwort ist tatsächlich oft „service“ 🙂

  4. Oliver Krumes 26. Januar 2014

    Danke für den tollen Artikel zu einem Thema, das leider zu oft untergeht und dann erst wieder auftaucht, wenn die Seite schon steht…
    Nicht nur, aber besonders das „Warum“, das hinter einem Shop oder einer anderen Webseite steht, halte ich für ausschlaggebend für den Erfolg. Wenn mehr hinter einem Projekt steht als „Geld verdienen wollen“ sondern etwas mit Identifikations- und Anknüpfungpotential,also an die Emotionen der potentiellen Kunden apelliert, dann sind auch Erwähnungen in der Presse, ob online oder offline, in greifbarer Nähe.

  5. Maxim Kozyuk 25. Juli 2019

    Erst mal besten Dank für den Artikel. An der Stelle bin ich skeptisch:
    – „Eure Kunden wissen am besten, warum sie bei Euch einkaufen!“
    Wenn wir uns z. B. an das Experiment mit Coca Cola und Pepsi erinnern… bei dem Gehirnaktivität bei der Branderwähnung gemessen wurde… wurde ganz klar gezeigt, dass CC als Brand viel intensivere Gehirnaktivität verursacht… ABER! ich bin mir nicht sicher, ob einer davon richtig sagen kann, warum er CC kauft und nicht Pepsi… (geschmacklich gibt es wohl kaum Unterschiede;).

  6. Julian Dziki 13. August 2019

    Hi Maxim,

    Da hast Du natürlich Recht, immer funktioniert das nicht immer.

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