„The Inbounder“ – Inbound Marketing Konferenz in Valencia

19. Mai 2016  |     |  Schreibe einen Kommentar
Ein Beitrag von Julian Dziki

Ich bin auf die The Inbounder Konferenz nach Valencia geflogen und berichte live davon. Neben wunderbaren 25 Grad ist The Inbounder alleine wegen des Line-Ups bereits interessant: Wil Reynolds, Rand Fishkin, Marcus Tandler, Aleyda Solis, Bas van den Beld und Wil Critchlow speaken neben vielen spanischen Größen über die (R)evolution im Online Marketing vor über 1.000 Teilnehmern.

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Die Konferenzlocation in der Ciudad de las Ciencias y las Artes in Valencia, Spanien.

Für jeden von euch, der noch einmal nachlesen will, worum es im Inbound Marketing eigentlich geht, habe ich hier etwas darüber geschrieben: Was ist Inbound Marketing? Ich bin gespannt, wie die Konferenz verläuft, denn ich glaube, es gibt noch keinen echten Konsens darüber, was man unter Inbound Marketing versteht. Der Bereich fängt erst jetzt richtig an zu wachsen.

Marcus Tandler

  • Google ist längst auf dem Weg dorthin, eine künstliche Intelligenz zu erzeugen.
  • Google ist dabei keine Search Company mehr, sondern eine Machine Learning Company.
  • Früher war Google dabei, den größten Index zu bekommen heute wollen sie den relevantesten Index.
  • Im Team von Google gab es einen Shift Machine Learning ist mittlerweile sehr wichtig geworden.
  • Man muss daher heute seine Content-Strategie anpassen. Nicht mehr so viel Content wie möglich, sondern weitaus weniger, dafür aber guten Content.
  • „Wenn Dein Content aus dem Netz verschwinden würde würde ihn jemand vermissen?“
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Diese Kriterien sollte jedes Dokument erfüllen, um gut zu ranken.

Félix Muñoz

digitale Transformation

Große Firmen der Vergangenheit und Ihre Gegenbilder in der digitalen Transformation.

Fernando Macià

Customer Journey

So sieht heute eine Customer Journey aus.

  • Der richtige Content zur richtigen Zeit ist das Ziel.
  • Bei SEO geht es nicht mehr (nur) um Keywords, sondern darum, den Kunden an verschiedenen Stellen der Customer Journey abzuholen.
  • Man sollte sich vor allem die Bedürfnisse, Wünsche und Ängste des Kunden ansehen und dazu Content erstellen.
Customer Journey

Eine typische Customer Journey beim Autokauf.

Valentina Falcinelli

In Valentinas Vortrag ging es darum, dass Content Design fast genauso wichtig ist wie der Content selbst.
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  • Einfachheit bedeutet, die Extras zu beschneiden, nicht die wichtigen Dinge.
  • Ihr solltet die Bedürfnisse eurer Leser erkennen und erfüllen.
  • Priorisiert die Informationen visuell.
  • Benutzt echte Fotos statt Stockfotos.
  • „There is no reading where there is no love“ 🙂

Jennifer Sable López

Jennifer

Jennifers Vortrag ging mehr um Human Ressources als um Inbound Marketing

  • Kenne Deine Ziele
  • Find Deine Stärken mit dem Gallup Strength Finder heraus
  • Man sollte sich eine Love / Like / Hate Liste machen
  • Und dann für jeden Bereich eine Vertretung haben, wenn man mal in den Urlaub geht.

Will Critchlow

  • Man sollte sich in Zukunft nicht nur auf bestehende Suchanfragen spezialisieren, sondern auch auf die, die es bisher noch nicht gibt.
  • Vor allem geht es um personalisierte Suchergebnisse. Die Suche nach einer „Paris Reise“ kann enorm unterschiedlich sein, je nachdem, wer danach sucht.
  • Vor allem haben viele Suchanfragen eine monatelange Geschichte.
  • Google kann daher teilweise bereits wissen, wonach man suchen wird bevor man selbst es weiß.
TheInbounder Will Critchlow

Will Critchlow: Google könnte wissen wonach Du suchst – bevor Du selbst es weißt.

  • In den Quality Rater Guidelines gibt es keine Bewertung mehr für „Helpful supplementary Content“. Mehr Details gibt es hier.
  • Bei Suchanfragen sollte man sich nicht nur das explizite Wort ansehen, sondern auch, was damit in Verbindung steht. „London U-Bahn Stationen“ etwa kann implizit dann bedeuten, dass der User nach der nahesten Station sucht oder einen bestimmten Weg benötigt. Diese impliziten Signale werden immer wichtiger.

Wil Reynolds

  • Eine Stunde, nachdem Wil in Boston einen Vortrag hielt, war „Wil Reynolds Slideshare“ auf Platz 2 bei den Google Suggest Vorschlägen. In Philadelphia (und überall sonst) blieben die Ergebnisse gleich.
  • Hinter jeder Suchanfrage sollte man den User Intent verstehen und sich die Suchergebnisse ansehen. Bei „Cloud Computing“ suchen viele nach PDFs, Learnings, Tutorials kaum eine Firma wird hier nur mit einem Sale-Angebot gute Ergebnisse schaffen.
  • Er zeigt eine PPC-Landingpage von Dell, bei der sehr viele Fachbegriffe benutzt werden, aber nirgends das eigentliche Bedürfnis befriedigt wird nämlich, was Cloud Computing ist und was es kann. Alle anderen Adwords-Landingpages von anderen Unternehmen wollen verkaufen, erklären den Unterschied ihrer Cloud zu anderen Clouds aber zeigen keine Definition.
  • Sieht man sich hingegen die organischen Suchergebnisse an, so sind alle Unternehmen hier daran interessiert, dem User zu zeigen, was Cloud Computing ist mit Grafiken und einführenden Artikeln.
  • Takeaway: Seht Euch Eure Suchergebnisseite an und überlegt, was der User zu diesem Keyword genau sucht ohne ein Tool zu benutzen.
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Die organischen Ergebnisse sind voller Inhalte, die Adwords-Anzeigen nicht.

Wil Reynolds

Ein Blick aus dem Publikum: Wil Reynolds auf der Bühne.

Bas van den Beld

  • Wir haben ein Problem: Wir haben „Content is King“ zu ernst genommen.
  • Wir erstellen viel zu viel Content und der meiste ist nicht hochwertig.
  • Aufmerksamkeit ist eine Währung es ist heute sehr schwer, die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe zu bekommen.
  • Wir erstellen immer mehr Content aber das Engagement der User geht zurück.
  • Was man machen kann, um neue Trends zu entdecken, ist: Freunde fragen, Leute beobachten.

Kieran Flanagan

  • Hubspot war (wie viele vielleicht wissen) eine der ersten Firmen, die als eine der ersten Content Marketing betrieben hatten und dabei einen „Unfair Advantage“ gegenüber ihren Mitbewerbern schafften.
  • Hubspot sieht selbst nicht nur die Conversionrate, sondern auch, wie aktiv die User nach der Conversion sind. Eine Landingpage kann zwar eine höhere Conversionrate haben, aber weitaus weniger aktive User.
  • Laut Kieran sind Experimente sehr wichtig in seinem Inbound Marketing Team.
  • Man sollte sich eine Growth-Mentalität im Team aufbauen: Probiert ständig neue Dinge aus, versucht immer einen Schritt voraus zu sein!
Kieran Flanagan

Kieran Flanagan, Vice President Marketing bei Hubspot

Fazit

Die Konferenz hat bisher gehalten, was sie versprach. Erstklassige Speaker, interessante Themen, da kann nicht viel falsch gehen. Die Location ist ein Traum, da kann wohl niemand weltweit mithalten. Ich bin sehr froh, hingefahren zu sein – nicht nur wegen der höheren Temperaturen. Die meisten Vorträge waren auf Englisch, manche auch auf Spanisch. Es sitzen Simultanübersetzer im Raum, man kann sich kostenlos Kopfhörer ausleihen – und so ist die Sprachbarriere weg. Eine großartige Idee, vielleicht auch für deutsche Konferenzen? Abgesehen von der Sprachbarriere gilt aber: Besonders die Teilnehmer haben hier viel Ahnung, das Niveau ist hoch und die Gespräche während der Pausen sind sehr interessant. Ich freue mich auf den zweiten Tag!

So, das war es von The Inbounder für heute – ich hoffe, der erste kleine Recap hat Euch gefallen!

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