Was bringt Social-Media-Marketing? 10 Gründe, weshalb Du Social Media nutzen solltest

20. April 2017  |     |  4 Kommentare
Ein Beitrag von Neele

Alles nur „nice to have“? Facebook, Instagram, Pinterest und Co. – ist das verschwendete Zeit und rausgeschmissenes Geld, oder bringt das wirklich etwas? Dieser Frage möchte ich auf den Grund gehen. Kleiner Spoiler: Social-Media-Marketing wirkt! Aber schauen wir uns lieber die Zahlen und Fakten an.

Aus einem glücklichen Kunden werden über Social-Media-Netzwerke viele glückliche Kunden.

Aus einem glücklichen Kunden werden über Social-Media-Netzwerke viele glückliche Kunden.

Der Erfolg durch Social Media lässt sich aus zwei Gesichtspunkten betrachten: Zum einen der indirekte Erfolg, der nur schwer messbar ist, und auf der anderen Seite der nachvollziehbare Marketingerfolg mit klar messbaren Kennzahlen. Beide Aspekte habe ich einmal für Dich aufgedröselt: Für das nächste Mal, wenn jemand behauptet, Social-Media-Maketing wäre überflüssig, sind hier 10 handfeste Gründe, warum die Nutzung von Social Media für Unternehmen sinnvoll ist.

Zahlen und Fakten

Zuerst die harten Fakten: Diese positiven Effekte sind mit Zahlen belegbar.

1.    Social Media bringt Traffic zur Webseite

Ein Blick in Google Analytics beweist: Social-Media-Marketing steigert den Traffic. Warum warten, bis ein Nutzer über Google auf Deine Webseite gelangt? Social-Media-Plattformen sind mittlerweile alternative Trafficbringer – dieses Potential solltest Du unbedingt nutzen. Selbst ein Webseitenbesucher über Dein Social-Media-Profil ist immer noch mehr als kein Webseitenbesucher. Als Trafficbringer eignen sich Facebook und Pinterest besonders gut.

Beweisstück 1: Entwicklung des Traffics über Pinterest bei einem neu erstellten Profil (saisonale Schwankungen). Vor weniger als einem Jahr angefangen bei 0, kommen mittlerweile über 10.000 Besucher pro Monat von Pinterest auf die Webseite. Tendenz weiterhin steigend. Der Arbeitsaufwand liegt in diesem Fall bei circa 8 Stunden pro Monat.

Beweisstück 1: Entwicklung des Traffics über Pinterest bei einem neu erstellten Profil (saisonale Schwankungen). Vor weniger als einem Jahr angefangen bei 0, kommen mittlerweile über 10.000 Besucher pro Monat von Pinterest auf die Webseite. Tendenz weiterhin steigend. Der Arbeitsaufwand liegt in diesem Fall bei circa 8 Stunden pro Monat.

2.    Wirkungsvolles (und vergleichsweise günstiges) Remarketing

Ein großer Vorteil von Remarketing über soziale Netzwerke ist, dass Du nicht warten musst, bis der Nutzer das nächste Mal auf der Suche ist, sondern Du aktiv Deine Zielgruppe ansprechen kannst.

Beweisstück 2: Diese Kampagne richtet sich an Webseitenbesucher, die bisher noch nichts gekauft haben. Über Facebook-Remarketing-Ads wurden sie wieder zur Webseite zurückgeführt. Bei dem erneuten Besuch der Webseite haben sie dann ein Produkt in den Einkaufswagen gelegt – die Kosten pro „In den Einkaufswagen“-Handlung lagen dabei zwischen 0,04 und 0,20 Euro. Die Kosten pro Handlung sind vom jeweiligen Thema (Mode, Technik, etc.) abhängig und schwanken daher stark – für Deine Kampagne kann also ein ganz anderer Preis als günstig gelten.

Beweisstück 2: Diese Kampagne richtet sich an Webseitenbesucher, die bisher noch nichts gekauft haben. Über Facebook-Remarketing-Ads wurden sie wieder zur Webseite zurückgeführt. Bei dem erneuten Besuch der Webseite haben sie dann ein Produkt in den Einkaufswagen gelegt – die Kosten pro „In den Einkaufswagen“-Handlung lagen dabei zwischen 0,04 und 0,20 Euro. Die Kosten pro Handlung sind vom jeweiligen Thema (Mode, Technik, etc.) abhängig und schwanken daher stark – für Deine Kampagne kann also ein ganz anderer Preis als günstig gelten.

3.    Mehr Conversions und Leads

Social-Media-Marketing lohnt sich auch nachweislich finanziell: Der Traffic über Facebook und andere soziale Netzwerke trägt dazu bei, Leads zu generieren und Deine Produkte zu verkaufen. Denn die Besucher, die über Social-Media-Profile auf Deine Webseite gelangen, sind durchaus gewillt etwas zu kaufen. Das Verkaufspotential bzw. die Kaufintention ist je nach Plattform unterschiedlich. Welche Plattform sich am besten eignet, um Deine Produkte zu verkaufen, erfährst Du in dem Artikel zur richtigen Wahl der Social-Media-Plattform.

Beweisstück 3: Anteil der Conversions über den Facebook-Traffic. Die Facebook-Nutzer wollen nicht nur unterhalten werden, sie interessieren sich wirklich für die Produkte – und wenn ihnen gefällt, was sie sehen, dann kaufen sie auch!

Beweisstück 3: Anteil der Conversions über den Facebook-Traffic. Die Facebook-Nutzer wollen nicht nur unterhalten werden, sie interessieren sich wirklich für die Produkte – und wenn ihnen gefällt, was sie sehen, dann kaufen sie auch!

4.   Bessere Auffindbarkeit

Auch die bessere Auffindbarkeit eines Unternehmens und eines Produktes ist leicht nachzuweisen. Bei der Bildersuche auf Google ist Pinterest stark vertreten, in den Suchergebnissen erscheinen aber auch Social-Media-Profile. Wer Red Bull googelt, erhält als fünftes Suchergebnis die Facebook-Seite von Red Bull – und das noch vor der Webseite des Red Bull Media House und der Webseite des Formel 1 Teams Red Bull Racing.

Beweisstück 4: Die Suchergebnisse für Red Bull. An 5. Stelle rankt die Facebook-Seite von Red Bull.

Beweisstück 4: Die Suchergebnisse für Red Bull. An 5. Stelle rankt die Facebook-Seite von Red Bull.

Nun könnte man natürlich auch argumentieren, dass durch die Facebook-Seite die beiden Webseiten eine Position nach hinten geschoben werden. Jedoch wird Google die Reihenfolge natürlich nicht ohne Grund so gewählt haben – wahrscheinlich erwarten und suchen auch viele Personen nach der Facebook-Seite. Ob die Facebook-Seite nun den anderen die beste Position weggeschnappt hat und nur so gut rankt, „weil es eben Facebook ist“, oder ob die Suchintention der Nutzer dahintersteckt, lässt sich natürlich nur vermuten. Was uns zu den weniger leicht nachweisbaren positiven Effekten des Social-Media-Marketings bringt.

Positive Effekte

Kommen wir zu den „weichen“ Gründen, die aber nicht weniger wirksam sind, sondern die Effekte sind einfach nur schwerer nachzuweisen – dabei sind sie vielleicht sogar effektiver als die messbaren.

Es wird viel Geld in die Erforschung der Werbewirkung gesteckt, doch nur wenige Effekte konnten wirklich wiederholt nachgewiesen werden. Die meisten Ergebnisse sind eher „unter bestimmten Umständen könnten die Maßnahmen wirken – oder auch nicht“-Aussagen. Ein jedoch in Studien sehr gut nachgewiesener Effekt ist, dass Empfehlungen von Freunden und Bekannten einen positiven Einfluss auf die Kaufentscheidung haben. Social Media ist optimal, um diesen Effekt zu nutzen. Wirklich messbar ist dieser Effekt jedoch kaum. Auch der Effekt des Social Proof kann über Social Media wunderbar genutzt werden – jedoch ist dies ebenfalls kaum nachvollziehbar. Indirekt sind solche positiven Wirkungsweisen natürlich am Ende feststellbar: durch mehr Likes, Shares, Traffic, Umsatz… Nur leider ohne nachweisbare Handlungsketten oder Traffic-Ströme.

Wie will man nachweisen, dass jemand sich bei der Wahl zwischen zwei Produkten schlussendlich durch den Like oder positiven Kommentar eines Freundes zum Kauf eines Produktes entschieden hat? Es ist den Käufern an sich sicherlich nicht einmal vollkommen bewusst, auf welcher Grundlage sie ihre Entscheidung getroffen haben. Doch dies sind Themen, mit denen sich die Werbewirkungsforschung weiter beschäftigen darf. Im Bereich Social-Media-Marketing sollten wir diese Effekte einfach im Hinterkopf behalten und unsere verfügbaren Kennzahlen und Merkmale nutzen.

5.    Social-Media-Profile lassen Unternehmen authentisch wirken

Eine Social-Media-Präsenz lässt Deine Produkte authentischer wirken. Zum einen durch den direkten Kontakt und zum anderen durch Kundenbilder, Erfahrungsberichte, Bewertungen und Reaktionen auf die Beiträge. Du kannst Social Media nutzen, um den Kunden mehr über Dein Unternehmen und Deine Produkte zu erzählen. Mit authentischen Inhalten können sich die Kunden besser vorstellen, wer Du bist und was sie von Deinen Produkten erwarten können. Dadurch schaffst Du Vertrauen, welches im besten Fall dazu führt, dass die Kunden lieber bei Dir kaufen als bei der Konkurrenz.

6.   Social Media nutzt das Prinzip der Empfehlungen von Freunden

Studien zum Vertrauen in Werbeformen zeigen wiederholt, dass persönlichen Empfehlungen am meisten vertraut wird. In einer Studie von 2015 folgen direkt danach Verbrauchermeinungen im Internet. Über Social Media kannst Du beide Effekte nutzen: Du erhältst authentische Meinungen zu Deinen Produkten und erreichst außerdem die Freunde Deiner Kunden. In den meisten Sozialen Netzwerken ist sichtbar, was die Freunde kommentieren, liken oder teilen. Ein Kunde, der einen Beitrag zu Deinem Produkt teilt – das ist fast so gut wie eine persönliche Empfehlung!

Über Social-Media-Netzwerke sind Personen miteinander verknüpft und erhalten Informationen darüber, mit welchen Unternehmen ihre Kontakte interagieren. Im besten Fall sehen sie die positive Bewertungen eines Kontaktes zu einem Produkt, an dem sie selbst interessiert sind.

Über Social-Media-Netzwerke sind Personen miteinander verknüpft und erhalten Informationen darüber, mit welchen Unternehmen ihre Kontakte interagieren. Im besten Fall sehen sie die positive Bewertungen eines Kontaktes zu einem Produkt, an dem sie selbst interessiert sind.

7.    Social Media stärkt die Kundenbindung

Mit einem Social-Media-Profil stärkst Du die Kundenbindung, denn es fällt leichter Kontakt zu halten. Gib der Konkurrenz keine Chance im Suchradar Deines Kunden aufzutauchen: Denn selbst wenn ein Kunde zufrieden ist, könnte es sein, dass er beim nächsten Kauf gerade nicht an Deinen Shop denkt und eine neue Suchanfrage startet. Social Media löst dieses Problem und stellt eine Verbindung her. Einmal geliket, taucht Dein Profil immer wieder im Newsfeed auf.

Auch die einfache und zeitnahe Kommunikation über Social Media kommt den Kunden entgegen. Die meisten von uns nutzen jeden Tag Social Media. Wir sind den Umgang damit gewöhnt und daher fällt es sehr leicht, Social Media auch als Kommunikationsweg mit Unternehmen zu nutzen. Social Media ist mittlerweile häufig der Kommunikationsweg der Wahl, da es für den Kunden keine großen Hürden bei der Kontaktaufnahme gibt. Der direkte Kontakt auf Augenhöhe stärkt wiederum ebenfalls die Kundenbindung.

8.   Imagebuilding durch Social-Media-Marketing

Social-Media-Marketing eignet sich großartig um Imagebuilding zu betreiben. Die verschiedenen Plattformen bieten Dir eine große Spielwiese, um Dein Unternehmen im besten Licht darzustellen und den Unternehmenscharakter zu formen.

Imagewandel gewünscht? Mit Social-Media-Marketing lässt sich das leicht umsetzen. Erinnerst Du Dich noch an den viralen Superhit Supergeil? Erinnerst Du Dich auch noch an das Image von Edeka vor dieser Kampagne? Eine Supermarktkette von vielen.

9.   Feedback & Marktforschung über Social Media

Über die Social-Media-Kanäle bekommst Du außerdem direktes Feedback und Impulse von Deinen Kunden. Du kannst einfach herausfinden, welche Produkte gut ankommen, wo es Verbesserungspotential gibt oder ob Marktlücken vorhanden sind. Natürlich wird über Facebook und Co. auch gerne Kritik geäußert – doch wenn auch Dein Unternehmen dort präsent ist, kannst Du wenigstens mitreden und die Probleme lösen.

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Du wirst kritisiert? Yay, du bist relevant und dir wird Aufmerksamkeit geschenkt!

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Ideen Deiner Kunden. Über Kundenbilder und Erfahrungsberichte kannst Du ganz neue Anregungen zur Verwendung oder Kombination Deiner Produkte erhalten.

10. Warum nicht?

Was hast Du zu verlieren? Das gängige Argument gegen Social-Media-Marketing ist die Angst vor einem Shitstorm. Aber mal ehrlich, willst Du wirklich auf all diese positiven Effekte des Social-Media-Marketings verzichten, weil eventuell jemand etwas Böses über Dein Unternehmen sagen könnte?

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Wer nun sagt, das sei alles schön und gut, würde aber nicht für das eigene Unternehmen funktionieren oder die Zielgruppe sei nicht in den sozialen Netzwerken vertreten, dem empfehle ich, einen Blick auf die Facebook-Seite von Hubert Laubach Bestattungen zu werfen. Selbst mit einem schwierigen Thema ist es möglich, effektives Social-Media-Marketing zu betreiben und konkrete Erfolge zu erzielen.

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Damit sich der Arbeitsaufwand für die Betreuung der Social-Media-Plattformen auch lohnt (und Du all diese Effekte ausnutzen kannst), ist die richtige Strategie notwendig. Natürlich muss – wie in so gut wie jedem anderen Bereich auch – erst einmal investiert werden, bis der Arbeitsaufwand in Relation zum Erfolg steht. Doch lass Dich davon nicht abschrecken, denn das Schöne ist, dass es ja nicht umsonst soziale Netzwerke sind – mit etwas Glück bekommst Du Unterstützung durch die Community und Deine Marketingmaßnahmen werden zum Selbstläufer.

Falls Du Social-Media-Marketing nutzen möchtest, aber nicht weißt, wie Du das am besten angehst, erstellen wir für Dein Unternehmen eine effektive Social-Media-Marketing-Strategie, mit der Du Dein Potential ausschöpfen kannst.

Bilder: Bild 1: © iStock.com/ phototechno, Bild 2-5: Screenshots, Bild 6: © iStock.com/ P2007; GIFs: © giphy.com;

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4 Kommentare

  • Danke für den Artikel! Woher kommt das Bild von „Beweisstück 3“? Die Oberfläche kommt mir sehr bekannt vor, weiß aber nicht, wo ich sie zuletzt gesehen habe. Ist das ein Bestandteil von Google Analytics? Kann man damit etwa Facebook-Seiten verknüpfen? Ich bin verwirrt.

  • Neele

    Hallo Kia,

    genau, der Screenshot ist aus Google Analytics. Unter Akquisition findest du den Traffic und die Conversions über die sozialen Netzwerke.

    Viele Grüße,
    Neele

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