Die ultimative Social-Media-Checkliste

16. Februar 2017  |     |  Schreibe einen Kommentar
Ein Beitrag von Neele

Jedes Social-Media-Netzwerk hat andere Besonderheiten. Um den Überblick über die wichtigsten Punkte des Social Media Marketings zu behalten, hilft eine Checkliste. Mit dieser Checkliste bekommst Du Struktur in Deine Social-Media-Aktivitäten! Runterladen, umsetzen & abhaken.

Social Media Keywords- Like, Tweet, Share

Hier geht es direkt zur Infografik.

Checklisten sind kein Wundermittel, sie eignen sich eher für die Überprüfung, ob die grundlegenden Arbeitsschritte erfüllt sind. Doch sie sind auch furchtbar praktisch. Meine Checkliste soll Dir einen Überblick zur strategischen Ausrichtung und den Inhalten geben. Wenn Du Dir allerdings konkrete Zahlen wünschst, muss ich dich leider enttäuschen. Diese Checkliste beinhaltet keine konkreten Angaben zur Anzahl der zu erledigenden Aufgaben oder zur Häufigkeit der Wiederholungen. Die Gründe dafür sind Folgende:

Frequenz der Beiträge: Die Frequenz, in der gepostet werden sollte, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, weshalb verallgemeinernde Angaben in den Checklisten oft nicht passend sind oder unnötigen Arbeitsaufwand bedeuten. Definiere zunächst Deine Social-Media-Marketing-Strategie – anhand derer kannst Du die Frequenz der Beiträge festlegen.

Timing der Arbeitsschritte: Wie oft und wann bestimmte Arbeitsschritte erledigt werden sollten, ist abhängig von der Aktivität der Fanbase, dem Marketing-Team und der Strategie. Du tust Dir keinen Gefallen, wenn Du dreimal täglich die Benachrichtigungen prüfst, obwohl Deine Zielgruppe nur einmal am Abend aktiv ist. (Wessen Ziel es ist, Experte zu bestimmten Themen zu sein und zeitnah zu informieren, muss häufiger Beiträge zu relevanten Keywords prüfen; Wessen Ziel es ist, Social-Media-Plattformen für den Kundenservice zu nutzen, muss besonders schnell auf Nachrichten reagieren.) Es gibt verschiedene Tools, mit denen Du analysieren kannst, wann und wie oft Deine Zielgruppe aktiv ist. Mithilfe dieser Informationen, dem verfügbarem Zeitbudget und unter Berücksichtigung der festgelegten Frequenz der Beiträge, kannst Du Deine Aufgaben planen.

Kontext der Anweisungen: Vorsicht bei Anweisungen wie „Nutze mindestens 3 Hashtags“. Solch ein Hinweis kann hilfreich sein, damit Dein Beitrag gefunden wird – jedoch das Gegenteil bewirken – zum Beispiel wenn Du einen spannenden Link twitterst, aber niemand darauf klickt, weil sie lieber über Deine Hashtags – die nicht relevant sind – vom Beitrag wegnavigieren. Eine Checkliste verleitet zum reinen Abarbeiten der Anweisungen – prüfe die Anwendbarkeit und passe die Checkliste für Dich an.

Strategische Vorgehensweise: Aussagen wie „Finde und Like 5 Seiten; Kommentiere auf 2 Seiten.“ sind alles andere als zielführend! Inhaltslose Kommentare auf beliebigen Seiten holen Dir die falschen Besucher auf Deine Seite. Besser wäre: Lege eine bestimmte Zeit fest, die Du Dir nimmst, um nach geeigneten Seiten zu suchen und passende Beiträge (sinnvoll) zu kommentieren. Damit erreichst Du Personen, die sich wirklich für Deine Seite interessieren. Wie viele Kommentare letztendlich dabei herauskommen, kann ganz unterschiedlich sein. Je nachdem, wie Deine ausgerichtet ist, solltest Du außerdem bestimmten Aufgaben einen höheren Stellenwert und mehr Zeitbudget zuweisen.

Die Social-Media-Checkliste

Es kursieren bereits unzählige Social-Media-Checklisten im Netz und einige davon sind wirklich gut – ich habe dennoch eine eigene Checkliste erstellt: Bei dieser Checkliste geht es vorwiegend darum, welche Kriterien erfüllt sein sollten.

Social Media Checkliste Headline

Definition der Strategie

  • Ziel der Social-Media-Nutzung festlegen: Zu welchem Zweck sollen die Social-Media-Kanäle genutzt werden? Anhand der festgelegten Ziele lassen sich die groben Schwerpunkte für die Betreuung der Netzwerke festlegen. Liegt der Fokus auf dem Kundenservice, Imagepflege, Traffic-Steigerung, Neukundenakquise oder möchtest Du einfach mehr über Deine Zielgruppe erfahren?
  • Zielgruppe definieren (Personas erstellen): Alter, Geschlecht, Interessen, Wohnort, Ausbildung, Lebenssituation, etc.
  • Relevante KPIs festlegen: Welches sind die wichtigen Indikatoren für Dich? Traffic, Reichweite, Interaktionen, Fanzahlen etc.
  • Konkurrenz analysieren: Auf welchen Plattformen ist die Konkurrenz vertreten? Was und wie oft posten sie? Welches Feedback erhalten sie von den Fans?
  • Social-Media-Plattformen auswählen: Die Social-Media-Kanäle auswählen, mit denen die Ziele am besten erreicht werden können.
  • Ressourcen ermitteln und Budgets festlegen: Wie viel Zeit kannst Du in die Betreuung der Social-Media-Kanäle investieren? Wer kann welche Inhalte erstellen?
  • Frequenz der Beiträge festlegen: In welchen Abständen soll gepostet werden?
  • Vernetzung der verschiedenen Marketing-Aktivitäten: Social Media Marketing sollte nicht für sich alleine stehen – verknüpfe sowohl Deine online und offline Marketingaktivitäten damit.

Mehr Informationen zur Zieldefinition und Umsetzung auf den einzelnen Social-Media-Plattformen.

Positionierung und Image

  • Positionierung und Image festlegen: Es ist wichtig festzulegen, wie sich ein Unternehmen auf den Social-Media-Profilen darstellen möchte: Zum Beispiel, ob das Unternehmen auf den Social-Media-Profilen eher als ein Unterhalter, Berater oder Experte auftritt?
    • Markenmerkmale festlegen (Design, Wording etc.): Ein einheitliches Design und Ansprache wirkt professionell und steigert den Wiedererkennungswert.
    • Fahrplan zum Umgang mit kritischen Beiträgen & Hatern: Eine Impulsreaktion auf einen negativen Beitrag kann das Image schädigen – ein festgelegter Fahrplan erleichtert eine angemessene Reaktion in kritischen Situation erheblich.

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Aufbau der Präsenz

  • Vollständige Profilangaben: Nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern auch aus rechtlichen Gründen sind die Profilangaben wichtig. (Impressum!)
  • Verlinkung der Profile auf der Webseite: Der spannendste Social-Media-Auftritt nützt wenig, wenn er nicht gefunden wird.
  • Offline Erwähnungen der Profile: Insbesondere am Anfang sind Erwähnungen in Infobroschüren, im Gespräch oder auf Events beim Aufbau der Profile sehr hilfreich.

Regelmäßige Checkpunkte:

Inhalte

  • Strategische Planung der Inhalte: Format, Reihenfolge und Zeitpunkt der Inhalte festlegen. Die notwendige Informationen dazu erhälst Du mit Analysetools.
  • Crossmedia posten: Durch gegenseitiges Verlinken und Teilen können Deine verschiedenen Profile voneinander profitieren.

Damit es interessant ist, Deinen Social-Media-Profilen zu folgen, solltest Du für alle Kanäle einzigartige Inhalte erstellen (=unique Content), die es nur dort zu finden gibt. Natürlich sind solche Inhalte deutlich zeitaufwendiger zu erstellen – versuche dennoch, den Anteil dieses unique Contents so hoch wie möglich zu halten. Um Abwechslung zu bieten, kannst Du außerdem bestehende Inhalte für die jeweilige Plattform anpassen, zum Beispiel durch ein anderes Bild oder einen individuellen Teasertext.

Facebook

  • Reaktion auf Interaktionen: Anworte zeitnah auf Nachrichten und Kommentare, auch ein Like ist eine nette Geste, wenn jemand einen Beitrag von Dir teilt.
  • Nutzung unterschiedlicher Medien: Verschiedene Medien bieten den Fans Abwechslung und erzielen zudem unterschiedlich hohe durchschnittliche Reichweiten und Interaktionsraten.
  • Reichweitenstarke Beitragsart: Bilder, Videos und Live-Videos erzielen typischerweise besonders hohe Reichweiten.
  • Interaktionsstarke Beitragsart: CTA oder interaktive Möglichkeiten (z.B. eine Abstimmung zwischen zwei Varianten) regen die Nutzer zum interagieren mit dem Beitrag an, was wiederum die Reichweite steigert.
  • Zielführender Beitrag (laut festgeleten KPIs): Die Beitragsarten mit hohen Reichweiten oder vielen Interaktionen sind nicht zwangsläufig die Art von Beiträgen, die Deine Ziele unterstützen. Links haben typischerweise eine deutlich geringere Reichweite als Bilder oder Videos, bringen aber Traffic auf die Webseite.
  • Interaktion mit anderen Seiten: Um bekannter zu werden, kannst Du andere Seiten taggen, Beiträge kommentieren und teilen.
  • Unique Content: Biete unterhaltsamen Mehrwert durch besondere Inhalte wie Angebote, Hintergrundinformationen oder interne Einblicke.

Kaum eine Plattform bietet so viele unterschiedliche Beitragstypen wie Facebook. Jedoch sind die auf Facebook besonders gut funktionierenden Beitragsarten nicht gleichermaßen effektiv, bzw. zielführend für ein Unternehmen. Für einen Online Shop ist beispielsweise besonders relevant, wie viel Traffic über die sozialen Kanäle auf die Webseite kommt – der Traffic wird über Links generiert, jedoch haben diese meist eine deutlich geringere Beitragsreichweite als andere Beitragstypen. Deshalb empfiehlt sich ein Mix der Beitragstypen: In diesem Fall könnte das ein reichweitenstarkes Live-Video sein und eine Grafik, die zum Teilen und Interagieren anregt – und dazwischen ein Beitrag der Traffic auf den Online Shop fördert.

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Pinterest

  • Board zu gesuchten Keywords oder aktuellen Trends anlegen: Damit Deine Boards und Pins dazu in den Vorschlägen auftauchen.
  • Vorgeschlagene Keywords in den Beschreibungen der Pins und Boards nutzen: Erhöht die Chance, bei der Suche gefunden zu werden.
  • Pinnen von vorgeschlagenen und beliebten Pins in eigenen Boards: Um in den Vorschlägen aufzutauchen (es wird angezeigt, auf welchen Boards ein Bild gepinnt wurde).
  • Bilder von der eigenen Webseite pinnen: Um die Pinterest Nutzer auf Deine Webseite zu leiten.
  • Unique Content: Biete interessanten, kreativen Mehrwert, der auf Deine Webseite verlinkt. Wichtig ist die grafische Aufarbeitung der Inhalte!

Auf Pinterest ist die Auffindbarkeit besonders wichtig – deshalb solltest Du die wichtigen Keywords und häufig gepinnte oder ähnliche Pins mit in Deine Boards einbeziehen. Mehr dazu erfährst Du hier.

Pinterest: Verwandte Pins und Boards mit diesem Bild.

Auf Pinterest wird angezeigt, auf welchen Boards ein Bild gepinnt wurde und welche verwandten Pins es dazu gibt.

Twitter

  • Zeitbudget ausreizen: Sei regelmäßig aktiv – lege Dir ein Zeitbudget für die Aktivitäten auf Twitter fest.
  • Regelmäßige Interaktion mit Influencern und anderen Profilen: Um an öffentlichen Gesprächen teilzunehmen und Deine Reichweite zu erhöhen.
  • Reagiere zeitnah auf Interaktionen mit eigenen Tweets: Twitter ist sehr schnelllebig – die Nutzer erwarten deshalb eine schnelle Reaktion. Mit zeitnahen Antworten kannst Du ein Gespräch entwickeln und so das Interessse der Nutzer aufrecht erhalten.
  • Beitrag mit Medien oder Umfrage teilen: Das regt die Interaktion mit Deinen Tweets an.
  • Monitoring wichtiger Hashtags: Dadurch kannst Du relevante Gespräche entdecken und Dich einschalten.
  • Tweets zu relevanten Hashtags: Um von der Zielgruppe gesehen zu werden und die Reichweite zu erhöhen.
  • Unique Content: Biete spannenden Mehrwert, der zu Gesprächen anregt.

Es gibt verschiedenen Wege, Dich ins Gespräch einzubringen. Da Twitter sehr schnelllebig ist, ist hier eine gewisse Regelmäßigkeit von Vorteil. Um nicht Gefahr zu laufen, mit unpassenden oder schlechte Inhalten zu interagieren, solltest Du nicht versuchen eine Quote zu erfüllen, (x Retweets, x Antworten) sondern Dich an einem festgelegtem Zeitbudget orientieren.

Instagram

  • Interaktion mit Influencern und anderen Profilen: Um Deine Zielgruppe zu erreichen und die Reichweite zu erhöhen.
  • Reaktion auf Interaktionen mit Deinen Beiträgen: Dadurch stärkst Du die Bindung mit Deiner Zielgruppe.
  • Beitrag zu wichtigen Hashtags: Um von Deiner Zielgruppe gesehen zu werden und die Reichweite zu erhöhen.
  • Markiere den Standort, wenn Du einen Beitrag teilst: Denn so finden andere Nutzer aus der Umgebung Deinen Beitrag.
  • Erstelle einen Beitrag mit CTA: Damit kannst Du die Interaktionen mit Deinem Beitrag fördern, was wiederum Deine Reichweite erhöht.
  • Unique Content: Biete optisch schönen/positiven Mehrwert – da die Bilder „geherzt“ werden, sollten Deine Follower dem Beitrag zustimmen können. Für negative oder kontroverse Beiträge gibt es auf Instagram keine passende Reaktionsmöglichkeit (außer einem Kommentar).

Nicht durch das, was Du postest, sondern auch durch das, was Du likest und kommentierst, wirst Du für Deine Follower sichtbarer. Mach Deinen Account sichtbar durch Beiträge zu Deinen relevanten Hashtags, wichtigen Standorten oder durch Interaktionen mit anderen Profilen oder durch Interaktionen von anderen mit Deinen Bildern. Deine Bilder sollten einen positiven Tenor haben, damit es Deinen Followern leicht fällt, ein Bild zu liken. Wie Du nicht nur mit hübschen Bildern auf Instagram erfolgreich sein kannst, erfährst Du im Artikel über erfolgreiche Instagram Accounts.

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Natürlich wäre es praktisch, wenn ein Beitrag alle Kriterien erfüllt – in der Praxis lässt sich das jedoch nicht immer vereinen. Um kein einseitiges Social Media Marketing zu betreiben, ist es deshalb sehr hilfreich, diese Checkpunkte regelmäßig zu überprüfen. Wie oft Du diese Checkliste durchspielst kommt darauf an, wie hoch die Frequenz der Beiträge ist: Wenn Du beispielsweise zwei Mal pro Woche etwas auf Facebook postest, solltest Du diese Checkliste monatlich abarbeiten – wenn Du täglich etwas postet, solltest Du diese Checkliste wöchentlich abarbeiten.

Evaluation:

  • Treffen die Inhalte die Bedürfnisse der Zielgruppe?
  • Haben die Beiträge die erwarteten Reaktionen ausgelöst?
  • Sind die genutzten Inhalte dem Erreichen der gesetzten Ziele förderlich?

Analyse und Anpassungen

  • Tracking der Ergebnisse: Nutze Tracking-Möglichkeiten (Google Analytics, Facebook Pixel) und Analyse-Tools, um Deine Ergebnisse zu überprüfen. Hierbei solltest Du immer Deine festgelegten Ziele im Blick haben und Deine Strategie gegebenenfalls anpassen.
  • Tests von unterschiedlichen Inhalten, Beitragsarten, Zeiten: So kannst Du Deine Zielgruppe noch genauer kennenlernen und Deine Inhalte optimal aufbereiten.
  • Analyse der Ergebnisse und Anpassung der Strategie: Nutze die verschiedenen Informationen um Deine Strategie kontinuierlich anzupassen und zu verbessern.

Letzter Checkpunkt: something special

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Hier kannst Du die Checkliste als Infografik herunterladen. Du kannst diese Checkliste gerne an Deine Bedürfnisse anpassen.

Wenn Du Deine Social-Media-Aktivitäten lieber in professionelle Hände abgeben möchtest, dann kümmern wir uns gerne darum.

Umfassende Social Media Checkliste zur Strategie, Aufbau, Analyse und Inhalte für Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest

 

Bilder: Bild 1: © iStock.com/ sodafish, Bild 2:  Seokratie, GIFs: © giphy.com, Infografik: © Seokratie;

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