SEO Ranking Faktoren 2013 von Searchmetrics

2018-11-07
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14. Jun 2013 Content Marketing 12 Kommentare

Alle Jahre wieder gibt es die Analyse von Searchmetrics bezüglich Rankingfaktoren. Und auch heuer haben Marcus Tober und sein Team keine Mühen gescheut, danke dafür!

kopfbild-ranking-faktoren-2013

Mit Vorsicht genießen!

Zunächst einmal vertraue ich Marcus, dass er gewissenhaft und ohne Voreingenommenheit die Daten ausgewertet hat. Trotzdem ist es nur eine Analyse eines Anbieters und keiner von uns weiß über die genaue Erhebung oder auch Datenfehler Bescheid. Ein wenig misstrauisch bin ich bei den Linkdaten, denn Searchmetrics findet bekanntlich nicht so viele Links wie z.B: die Linkresearchtools. Aber Searchmetrics als Tool findet erheblich mehr Links als letztes Jahr – vielleicht ist deswegen der Rankingfaktor „Links“ auch wichtiger geworden?

Nichtsdestotrotz: Insgesamt traue ich niemandem in Deutschland mehr zu, diese Daten zu erheben als dem Team von Searchmetrics, wobei die anderen Toolanbieter so etwas ja meines Wissens auch gar nicht machen, außer Moz zuletzt im Jahr 2011. Die Daten scheinen für mich auch Sinn zu ergeben, also rein in „meinen Senf“:

Social: Korrelation, nicht Kausalität!

Auch wenn Facebook, Twitter und Google+ bei der Studie ganz oben stehen, ist es wirklich nicht so, dass sie eine Auswirkung aufs Ranking haben. Vielmehr haben gute Seiten in der Regel auch gute Rankings und eben nebenbei oft auch viele Shares, Tweets und Google+1s. Wer mir nicht glaubt, der tut es vielleicht bei Matt Cutts. Erst vor drei Tagen gab er diese Aussage bei der SMX Advanced in Seattle:

„Danny Sullivan: What’s the most overrated thing out there in SEO?

Matt Cutts: Short-term social data. Longer-term, though, will be different.“

In diesem Interview bestätigte er auch (wieder), dass Google+1s (bisher) gar keine Auswirkungen auf das organische Ranking haben. Also bitte: Wer eine gute Seite macht, der bekommt Facebook Likes und Shares. Ich sehe es eher als Indikator für eine gute Webseite als ein wirkliches Rankingsignal, auch wenn die indirekten Auswirkungen (lange Verweildauer etc.) definitiv spürbar sind.

Onpage: Existenz H1

Das hat mich am meisten überrascht. Ich wusste bereits, dass es nur sehr geringen Unterschied macht, ob man H1 oder H2 verwendet, aber nun scheint es Google mittlerweile vollkommen egal zu sein. Das lässt sich damit erklären, dass viele Seiten das H1-Attribut für ihr Logo benutzen, während Artikelüberschriften dann mit H2 ausgestattet sind. Außerdem wird mit H1 auch viel gespammt, wie bei einigen großen Zeitungen etwa, bei denen die (winzige) Breadcrumb als H1 definiert ist, während die große Leser-Überschrift manchmal überhaupt keine Auszeichnung hat.

Keyword-Domains

Ja, hier hat sich einiges getan. Ich kenne noch Zeiten, als eine Handvoll schlechte Links für einen trafficstarken Begriff reichten, um mit einer guten Keyword-Domain in die Top10 zu kommen. Die guten Keyworddomains (vor allem „gut“ im Sinne von guten Inhalten) haben auch heute noch gute Rankings. Schlechte Inhalte + wenige Links funktionieren allerdings überhaupt nicht mehr. Bevor die Domainer mich jetzt umbringen: Ich denke aber insgesamt schon noch, dass man einen Vorteil mit Keyworddomains hat, vor allem wenn es sich um ein ordentliches Projekt handelt.

Content

Marcus schreibt:

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„Es ist zu erkennen, dass anscheinend ausnahmslos alle [Content] Faktoren- teilweise sehr deutlich – aufgewertet wurden. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung des Faktors „Anzahl der Worte im Text“.“

Das finde ich auch erstaunlich. Seiten mit mehr Wörtern im Text ranken demnach besser. Letztes Jahr war es noch umgekehrt. Das könnte mit der Verweildauer auf einem HTML-Dokument als Rankingfaktor zusammenhängen. Ich habe so das Gefühl, dass man mittlerweile viel bessere Rankings (verglichen mit früher) bekommt, wenn die User viel scrollen und Inhalte länger ansehen. Auch andere Onpage Faktoren (Anzahl der Bilder) etc. haben enorm zugewonnen – ein Trend, den ich aus dem Bauchgefühl heraus bestätigen kann.

Links: Qualität zählt!

Links sind insgesamt nicht nur gleich wichtig geblieben, sondern sogar wichtiger geworden. Allerdings zählt hier auch die Qualität sehr stark. Schade, dass Marcus letztes Jahr noch keine Daten zur durchschnittlichen SEO-Visibility genommen hat. Hier wäre ich aber insgesamt auch sehr vorsichtig. Dinge wie „Anteil an gekauften Links“ oder Ähnliches kann man eben nicht auswerten, so etwas kann nur Google. Mich würde interessieren, ob die „Anzahl an Backlinks“ wirklich das ist, was es heißt oder ob Marcus die Anzahl an Backlinks von unterschiedlichen Domains gemeint hat? Die Anzahl an Backlinks ist nämlich überhaupt kein großer Rankingfaktor, schon seit Jahren nicht mehr.

So, zu den anderen Faktoren sage ich jetzt einmal nichts mehr, aber ich frage Euch:

  • Was hat Euch am meisten überrascht?
  • Mit welchen Ergebnissen stimmt Ihr nicht überein?
  • Wie aussagekräftig findet Ihr die Studie?

Hier noch einmal der Link: http://www.searchmetrics.com/de/services/ranking-faktoren-2013/

PS: Schaut Euch einmal unsere tolle neue Team Seite an.

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12 Kommentare
  1. Ranking Faktoren 2014: Onpage und Content 10. September 2014, um 14:13 Uhr
  1. Adam 14. Juni 2013, um 19:58 Uhr

    Hallo Julian,

    Danke für deine Sicht der Dinge.

    Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass Keyworddomains nach wie vor TOP sind. Zumindest in kleineren Nischen. Da reicht immer noch eine Keyworddomain mit ein paar einfachen Backlinks für GUTE Rankings.

  2. Andreas 14. Juni 2013, um 21:32 Uhr

    @Adam:
    Ist das wirklich so?
    Dachte durch das EMD-Update ist der Bonus von Keyworddomains mehr oder weniger weg.

  3. Mario Jung 15. Juni 2013, um 08:40 Uhr

    Wirklich überrascht bin ich, dass Google bis heute die Social Signs so gut wie gar nicht berücksichtigt.
    Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht überrascht, dass sie laut der Studie noch nicht berücksichtig werden, weil auch ich kann deren Einfluss bis heute nicht wirklich nachweisen. Noch nicht mal gefühlt…
    Ich bin aber schon etwas länger „überrascht“, dass Google es trotz der Einführung von Google+ ein paar Monate (gefühlt einige Jahre) später immer noch nicht berücksichtigt.

    Ich bleibe aber dabei… das wird kommen! Und lieber jetzt schon SM in seiner Strategie berücksichtigen, als zu spät…

  4. Dominik 15. Juni 2013, um 21:42 Uhr

    Finde auch komisch, dass social media noch nicht berücksichtigt wird. Gerade hier hat man doch einen eindeutigen Hinweis auf den Autor… Naja wie Mario schon sagte, glaube nicht, dass das noch lange auf sich warten lässt.

  5. Adam 16. Juni 2013, um 19:36 Uhr

    @Andreas
    Ja es ist wirklich so! Wie gesagt in Nischen funktionieren Keyworddomains noch sehr gut. Aber du solltest nicht alles glauben was jemand sagt oder schreibt um am besten alles selber testen und eigene Erfahrungen sammeln!

  6. Julian 17. Juni 2013, um 08:04 Uhr

    Ja, @Andreas und @Adam. Ich bin auch nicht perfekt…

    @Mario: Social Signals sind eben (noch) relativ einfach zu spammen, deswegen.

  7. Lothar Seifert 17. Juni 2013, um 08:55 Uhr

    Man kann auf vielen Seiten lesen, wie wertvoll das + bei Google+ sei. Auch der Bericht stellt einen Zusammenhang von gutem Ranking und vielen + her. Aus eigenen Vergleichen verschiedener neuer Seiten und dem Posten bei Google+ kann ich das nicht unbedingt bestätigen. Vielleicht wird die Seite schneller von der Suchmaschine aufgenommen, die brandneu gepostet wird. Als Unterschied zu Facebook für den gleichen Post kann ich nur weniger Likes als + feststellen, dafür aber mehr Besucher, die über den Beitrag bei Facebook die eigene Seite besuchen.

  8. Michael 18. Juni 2013, um 09:38 Uhr

    Danke für diesen Kommentar zur Studie!

    Sehe das ähnlich: Social Signals haben noch keine direkte Bedeutung für das Ranking – vermutlich wegen ebendieser Spam-Überlegung – denke aber auch, dass die in Zukunft eine große Rolle spielen werden. Vor allem in Hinblick auf Google+.

  9. SEOCouch - Heiko 18. Juni 2013, um 11:44 Uhr

    Mich persönlich hat das Argument der HTML-Länge irritiert bzw. tut es immer noch. Bezieht es sich jetzt ausschließlich auf den Content, weil ja auch eine Code-Text Ratio ermittelt werden kann und ehrlich gesagt ist mehr HTML-Code in meinen Augen kein positives Merkmal. Gerade wenn man den Aspekt der Semantik und somit die bedeutungsrelevante Auszeichnung von Inhalten berücksichtigt, was im Idealfall zu weniger HTML-Code führt und auch gut für die Performance ist, verwundert mich diese Feststellung doch etwas. Es sei denn, Marcus meint damit etwas anderes, als ich es momentan darunter verstehe.

  10. SeoNorbert 2. Juli 2013, um 17:09 Uhr

    Man liest ja überall wie wichtig die Social Signals angeblich in Zukunft werden solle. Das werden Google u Co allerdings nicht mitspielen, da viele dann massenweise Accounts anlegen um Liks zu generieren.

  11. Ray 16. August 2013, um 10:01 Uhr

    Ich kann so einige Details der Studie nicht ganz nachvollziehen, vielleicht bin ich allerdings zu wenig Experte. Jedenfalls mache ich z.B. mit Keyword-Häufungen im Text sehr gute Erfahrungen. Und ich kenne eine ganze Menge sehr gut rankender Websites, deren Sozialleben so gut wie nicht funktioniert.

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