Kauft Google Links?

2015-09-30
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3. Jan 2012 SEO 11 Kommentare

Erst einmal frohes Neues Jahr euch allen, das gleich mit einem Knüller startet: Aaron Wall von SEOBook hat etwas Unglaubliches entdeckt: Google hat Sponsored Posts für seinen Webbrowser Google Chrome gekauft. Das ist wirklich nicht ohne!  Und es stimmt übrigens auch nicht.

Wie steht Google zu gekauften Links?

Google sagt ganz klar:
"Der Ankauf oder Verkauf von Links, die PageRanks weitergeben, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google, der sich negativ auf das Ranking einer Website in den Suchergebnissen auswirken kann." Zitat Quelle

Letztes Jahr hat es vor allem JCPenny getroffen, auch Google.jp wurde einmal wegen gekaufter Links auf Pagerank 4 herabgestuft. Matt Cutts sprach ebenfalls gezielt über Sponsored Conversations und verurteilte Sponsored Posts. Man solle diese mit rel="nofollow" ausstatten, um den Suchmaschinen zu erkennen geben, dass es sich hierbei um Werbung handelt.

"This Post is Sponsored by Google"

Nach einiger Recherche muss ich sagen: Es handelt sich bei der Kampagne nicht um eine SEO Kampagne des Google Chrome Teams oder deren Agentur.  Vor langer Zeit bereits wurden Blogger und auch diese größeren Blognetzwerke gezwungen, werbliche Blogposts  mit "Nofollow" auszustatten (Hier ein Bericht darüber). Danny Sullivan hat einen regelrechten Shit-Storm auf Google losgelassen, den ich allerdings nicht bestätigen möchte. Im ersten Beispiel, dem angeblichen "Dofollow" Link, ist die gesamte URL in den Meta-Robots auf "nofollow" gestellt. Das ist zwar ungewöhnlich, hat aber den gleichen Effekt.

Allerdings ist der laut Danny Sullivan angeblich existierende Link auch nicht vorhanden: War er nie da, oder wurde er entfernt? Wurde die Webseite erst nachträglich auf Nofollow gestellt?

In anderen Blogposts ist Google Chrome nicht verlinkt, sondern lediglich das Video eingebettet. Obwohl der Content darüber wirklich oft sehr armeselig ist, verstößt so etwas nicht gegen die Google Richtlinien. Außerdem scheint das Video von der Sits-Girl Community und darüber über genau so einen Sponsored-Posts Anbieter gebucht worden sein. Dieser Anbieter vertreibt jedoch keine Posts, wie Danny Sullivan meint, sondern lediglich Videos.

Nun ist es soweit: Auch Techcrunch berichtet schon darüber und referenziert diesen besagten Blogpost, der Nofollow im <head> stehen hat.

Kauft Chrome Links?

Für mich sieht es derzeit nicht danach aus. Sollte jemand jedoch einen Blogpost finden, der mit "follow" verlinkt, dann würde die Sache anders aussehen. Ich denke aber, dass es um die Promotion des Videos ging. Wenn (und auch das ist nicht sicher) diese Kampagne von Google sein sollte, dann wäre es erst dann dramatisch, wenn wirklich aktiv Follow-Links enthalten wären.

Foto: Jojje / Shutterstock.com

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11 Kommentare
  1. ChillBoy 3. Januar 2012, um 15:01 Uhr

    \o/
    Garnicht so einfach aus Google-Sicht eine große Kampagne zu fahren wo auch Blogposts gesponsort werden. Da müssen die echt strikt drauf achten das auch ja alles nofollow ist. Aber bei besagten Fällen sind tatsächlich die Seiten auf noindex, da sehe ich also keinen Linkjuice-Flow.
    Auch cool dass die eh schon eine ihrer eigenen Seiten abgestraft haben 🙂

  2. Sebastian 3. Januar 2012, um 15:34 Uhr

    Beim angesprochenen Beispiel aus den US-Blogs scheint man schnell noch den Link entfernt zu haben, über Umwege und den Cache kann man den Link noch finden, vgl. http://goo.gl/KFcDq . Mindestens auf den Tagseiten war der Link dann auch dofollow, und es steht zu vermuten dass der Blogpost auch mal auf follow stand (zumal der Post ja anscheinend auch ein paar mal hin- und hergeschoben wurde zwischen http://www.humphriesnation.com/2011/12/27/helping/ und http://www.humphriesnation.com/2011/12/27/google-chrome/)

    Sicherlich hat z.B. das Chrome-Team die Aktion nicht mit dem Ziel des Linkkaufs gestartet, perfekt wurde aber auch nicht kontrolliert ob keine dofollow-Links gesetzt wurden – zumindest nicht, bis der SEO Shitstorm losging.

    Letztendlich ist „Wir wollten nur Buzz erzeugen, Links haben wir nie aktiv nachgefragt“ ja auch eine beliebte Verteidigungstaktik wenn SEOs Posts kaufen, sodass ich schon nachvollziehen kann dass Google selbst wegen nur einem Link in 30+ Artikeln durch den Kakao gezogen wird. Übertreiben sollte man es nun aber auch nicht, denn letztenlich wollen wir ja alle noch auf Jahre hinaus unser Geld durch und mit Google verdienen 😉

  3. Peter 3. Januar 2012, um 18:04 Uhr

    Ich denke, dass Google und Firefox getrost auf Links verzichten können..so wie jede Oma Tempos kennt, kennt jeder Internetnutzer diese Browser mittlerweile und irgendwie müssen die Firmen ja Marketing betreiben aber es geht halt nicht immer um olle Links (SEOs sind da mE etwas beschränkt in der Sicht)

  4. Hanns 4. Januar 2012, um 01:31 Uhr

    Ich glaube auch nicht, dass Google die Absicht hatte Links zu kaufen, aber Sponsored Post sind nicht gerade Qualitätscontent und passen somit auch nicht zu den Zielen von Google.

    Google hat aber heute reagiert und seine Chrome-Seite offenbar herabgestuft:

    http://searchengineland.com/google-chrome-page-will-have-pagerank-reduced-due-to-sponsored-posts-106551

  5. ChillBoy 4. Januar 2012, um 11:39 Uhr

    Hey Julian,

    hier ein Update:
    http://searchengineland.com/google-chrome-page-will-have-pagerank-reduced-due-to-sponsored-posts-106551
    Google räumt tatsächlich einen Verstoß gegen Webmaster Guidelines ein und „bestraft“ sich selber 😀

  6. Hans Braumüller 4. Januar 2012, um 17:00 Uhr

    Hallo,

    hier ein Link zu einem schon entfernten Sponsored Blogpost: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache%3Awww.telecommutingmommies.com/2011/12/google-chrome-benefits-small-business.html

    Das was den Autor im folgenden Artikel wundert, ist das Google so einen Junk überhaupt sponsort: http://www.webpronews.com/google-promotes-chrome-at-cost-of-search-quality-2012-01#comment-176750

    Grüße aus Hamburg,

  7. Thomas Janssen 5. Januar 2012, um 16:11 Uhr

    @ chillboy, was ist das denn:

    Die Kriminalpolizei weist auf Folgendes hin:
    Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen.

    Mehrere Betreiber von CHILLBOY.DE wurden festgenommen.

    Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

  8. Andreas 12. Januar 2012, um 17:34 Uhr

    Da ich ja ein Freund von Verschwörungstheorien bin, halte ich es für wahrscheinlich, dass Google im Markt vom „Greyhat“ SEO unterwegs ist. Wer kann heute schon einwandfrei sagen, welche Unternehmen und Beteiligungen die Google hat sauber arbeiten?

  9. maki 13. Januar 2012, um 19:00 Uhr

    Mal ehrlich: Google braucht doch keine Links kaufen!
    Aus welchem Grund? Bessere Sichtbarkeit?
    Das wohl eher nicht. die pushen die webseite einfach in den SERPs nach oben, fertig. Das dürfte wohl das geringste Problem sein.

  10. Mathuseo 18. Januar 2012, um 15:37 Uhr

    Hat da grad jemand „Guerilla Marketing“gesagt? 😉

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