Einfache Facebook Ads Anleitung für Einsteiger

2017-11-27
Seokratie
Seokratie GmbH
Main address: Blutenburgstr. 18 D-80636 München, Deutschland ,
Tel:089 - 219098411 , E-mail: mail[@]seokratie.de
27. Nov 2017 Social Media 2 Kommentare

Wer auf Facebook erfolgreich sein möchte, kann kaum noch auf Facebook Ads verzichten. Doch der Einstieg kann ganz schön verwirrend sein: So viele Optionen, ein unübersichtlich wirkendes Menü und was ist eigentlich mit den Hilfeseiten von Facebook los? Diese Anleitung begleitet Dich Schritt für Schritt beim Erstellen Deiner ersten Werbeanzeige.

Grundsätzliche Hinweise

Facebook-Werbung ist ein sehr umfangreiches Thema und die Möglichkeiten sind gefühlt unbegrenzt. In dieser Anleitung beschränke ich mich auf einfache Kampagnen und werde Dich nicht mit den unterschiedlichen Varianten verwirren (zumindest versuche ich es). Im ersten Teil findest Du allgemeine Information zu Facebook Ads, im zweiten Teil eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachmachen. Bevor wir starten, einige grundlegende Hinweise, die Du beachten solltest.

Bevor es losgeht: Werbekonto einrichten

  • Falls Du am Anfang befürchtest, aus Versehen zu viel Geld auszugeben, kannst Du ein Ausgabenlimit für das gesamte Werbekonto einrichten. (Es begrenzt das Gesamtbudget aller Kampagnen – solltest Du irgendwo ein zu hohes Budget ansetzen, kann das Ausgabenlimit Deines Werbekontos trotzdem nicht überschritten werden). Die Funktion ist unter dem Menüpunkt Rechnungen unter Zahlungseinstellungen versteckt.
  • Ein Werbekonto ist nicht eindeutig einer Facebookseite zugeordnet – falls Du mehrere Seiten betreust, kannst Du mit einem Werbekonto Anzeigen für mehrere Seiten schalten. (Achte dabei unbedingt auf eine übersichtliche Bezeichnung!)
  • Facebook überarbeitet derzeit den Werbeanzeigenmanager – eventuell besitzt Du noch das alte Interface. Der grundsätzliche Aufbau und die Funktionen sind gleich; wesentlicher Unterschied ist die neue Funktion für das gesammelte Überprüfen und Veröffentlichen von Änderungen.
  • Im Werbeanzeigenmanager wird oft mit „Mehr dazu“ auf weitere Informationen verwiesen – diese Links führen (derzeit) alle nur zum Business Manager. Wer die Hilfeseiten dennoch findet: Nicht alle sind auf Deutsch verfügbar. Außerdem gibt es allgemeine Hilfeseiten und Informationen für Werbetreibende. Viel Spaß beim Suchen!
  • Es gibt mehrere Wege, um Werbeanzeigen zu erstellen – je nachdem sieht das Menü teilweise unterschiedlich aus und einzelne Schritte werden übersprungen; als Orientierung, wo Du Dich befindest, hilft es, sich die drei Ebenen einer Anzeigenkampagne zu verdeutlichen (dazu erkläre ich mehr im Abschnitt „Aufbau von Facebook Kampagnen“).
  • Die Option, eine Anzeige über den Button „Beitrag bewerben“ zu erstellen, solltest Du nicht benutzen – dabei werden sehr ungenaue Einstellungen verwendet und Du gibst unnötig Geld aus. (Falls es in Ausnahmefällen doch mal sein muss: Nutze vorab gespeicherte Zielgruppen und nicht die automatisch von Facebook festgelegten Einstellungen.)
  • Du kannst ein Werbekonto anderen Personen freigeben, damit Ihr gemeinsam damit arbeiten könnt.
  • Durch verschiedene Einstellungen in den Werbeanzeigen kann sich der ursprüngliche Seitenbeitrag (optisch) verändern (es erscheint ein Pop-up-Hinweis).
  • (Vorschau-) Bilder sollten nicht mehr als 20 Prozent Text beinhalten, sonst kann die Ausspielung der Anzeigen eingeschränkt sein. (Zwar hat Facebook diese Regel eigentlich abgeschafft, sie scheint dennoch aktiv zu sein und ruft Fehlermeldungen hervor.)
  • Die Kosten für Facebook Ads ergeben sich durch das Auktionsprinzip, d.h. die gleiche Anzeige kann je nach Einstellungen und Konkurrenz unterschiedliche Kosten hervorrufen; ebenso ergeben sich dadurch deutliche Branchenunterschiede (Konkurrenz und Zielgruppe!).

Realistische Gebote und sinnvolle Budgets

Eine der wichtigsten Fragen: Wie viel Geld benötigte ich? Es gibt zwei Werte, die Du festlegen musst: Dein Gebot pro Ergebnis und Dein Gesamtbudget für die Kampagne. Für beides wird Facebook Werte vorschlagen – diese sind selten realistisch. Besonders am Anfang solltest Du verschiedene Einstellungen ausprobieren und Erfahrungswerte sammeln. Als Orientierung kann Dir der Durchschnittspreis Deiner Branche helfen, beachte jedoch, dass die Preise stark abweichen können.

Dein Budget

Das Budget wird auf der Ebene der Anzeigengruppe festgelegt, dabei kannst Du zwischen Laufzeitbudget und Tagesbudget wählen. Optional kannst Du außerdem sowohl für das Werbekonto insgesamt ein Limit festlegen, als auch ein Kampagnenlimit. Die Limits müssen nicht mit den Budgets der Anzeigengruppen übereinstimmen.

Laufzeitbugdet

Bei einem Laufzeitbudget legst Du fest, wie viel Geld Du maximal bis zu einem bestimmten Datum ausgeben möchtest. Facebook wird das Budget automatisch über den Zeitraum verteilen. Das bedeutet, dass es deutliche Unterschiede geben kann, wie häufig Deine Anzeigen pro Tag ausgespielt werden und wie viel Du ausgibst.

Tagesbudget

Bei einem Tagesbudget legst Du einen Betrag fest, der durchschnittlich pro Tag ausgegeben werden soll. Der tatsächlich ausgegebene Betrag pro Tag kann leicht darüber oder darunter liegen (meist nur um Centbeträge) – insgesamt wird sich das im Verlauf der Zeit ausgleichen, sodass Du nicht mehr oder weniger als Dein Budget pro Tag ausgibst. Bei dieser Option werden Deine Anzeigen deutlich gleichmäßiger ausgespielt.

Dein Gebot

Du kannst das Gebot automatisch von Facebook festlegen lassen oder es manuell festlegen. Außerdem kannst Du wählen, ob Du je Ergebnis bezahlst oder je Kontakt (Impressionen).

Das Gebot ist nicht fix, sondern der Betrag, den Du maximal bereit bist auszugeben – der tatsächliche Preis kann darunterliegen. Wird das Gebot zu niedrig angesetzt, werden die Anzeigen eventuell weniger häufig ausgespielt, weniger Ergebnisse erzielt und das Budget wird nicht ausgeschöpft.

http://www.futurebiz.de/artikel/facebook-anzeigen-benchmarks-branchenvergleich-infografik/

Hier findest Du eine Infografik zu den durchschnittlichen Preisen je Branche (international).

In dieser Infografik sind die durchschnittlichen Preise je Branche zusammengefasst (international). Wir haben festgestellt, dass die tatsächlichen Preise meistens darunterliegen. Die Preise können daher besonders am Anfang ein guter Orientierungspunkt für Dein Gebot sein.

Aufbau von Facebook-Kampagnen

Eine Facebook-Kampagne ist in 3 Ebenen aufgebaut: Kampagne, Anzeigengruppen und Werbeanzeigen. Die 3 Ebenen entsprechen den Reitern im Menü des Werbeanzeigenmanagers.

3 Ebenen: Kampagnen, Anzeigengruppen, Werbeanzeigen

Eine Kampagne kann verschiedene Anzeigengruppen beinhalten, diese können wiederum mehrere Werbeanzeigen beinhalten. Je nach Ebene lassen sich bestimmte Einstellungen festlegen, die sich teilweise auf die Auswahlmöglichkeiten der nächsten Ebenen auswirken.

Wählst Du im Menü der Kampagnenebene eine Kampagne aus, werden in den folgenden Tabs der Anzeigengruppen und Werbeanzeigen nur die dazugehörigen Inhalte angezeigt. Es ist auch möglich, mehrere Kampagnen oder Anzeigengruppen auszuwählen.

Sind eine oder mehrere Kampagnen, Anzeigengruppen oder Werbeanzeigen ausgewählt, lässt sich am rechten Bildrand unter dem Pfeilsymbol ein weiteres Menü aufklappen. Darin finden sich die Statistiken, der Aktivitätsverlauf (zu Änderungen der Einstellungen) und die Einstellungen, die direkt bearbeitet werden können. Die Einstellungen (Stiftsymbol) zeigen das gleiche Menü wie bei der Erstellung, nur in einem anderen Format.

1.    Ebene: Kampagne

Auf der Kampagnenebene wählst Du das Marketingziel für Deine Werbung aus: Bekanntheit, Erwägung oder Conversions. Dazu gibt es jeweils verschiedene Optionen: Erwägung kann zum Beispiel das Ziel Traffic zur Webseite sein oder Interaktionen (Like, Share, Kommentar) mit einem Beitrag. Je nachdem, welches Ziel Du hier auswählst, solltest Du auf der nächsten Ebene die Anzeigenschaltung auf dasselbe Ziel optimieren.

Auf dieser Ebene kannst Du folgende Einstellungen festlegen:

  • Ziel

Optional:

  • Kampagnenlimit

2.    Ebene: Anzeigengruppe

Wichtig ist, dass Du Anzeigen, die an die gleiche Zielgruppe ausgespielt werden sollen, in die gleiche Anzeigengruppe packst. Ansonsten überschneiden sich die Zielgruppen der Anzeigengruppen und Du machst Dir damit selbst Konkurrenz – und dadurch erhöhen sich die Kosten!

Auf dieser Ebene kannst Du folgende Einstellungen festlegen:

  • Spezifische Einstellungen je nach ausgewähltem Ziel
  • Zielgruppe
  • Platzierung
  • Zeitplan
  • Budget & Gebot
  • Optimierung der Anzeigenschaltung
  • Auslieferung

Optional

  • Angebot

Die Zielgruppe

Die richtige Definition der Zielgruppe ist entscheidend für den Erfolg Deiner Werbung und zudem ausschlaggebend für die Kosten. Je besser Du Deine Zielgruppe kennst, desto gezielter kannst Du sie auf Facebook ansprechen. Ist die Zielgruppe schlecht definiert, werden die Anzeigen Personen angezeigt, die sich nicht dafür interessieren, die Relevanzbewertung sinkt und die Kosten steigen. Da Facebook-Anzeigen nach dem Auktionsprinzip geschaltet werden, kannst Du mit einer geschickten Definition der Zielgruppe außerdem die Kosten beeinflussen – wenn weniger Werbetreibende auf Deine ausgewählte Zielgruppe bieten, zahlst du natürlich weniger.

Es gibt verschiedene Optionen, um eine Zielgruppe festzulegen: Im Menü unter Elemente lassen sich Zielgruppen anlegen, die dann später in verschiedenen Kampagnen genutzt werden können. Beachte: Wenn Du eine gespeicherte Zielgruppe veränderst, wird sie auch in allen Kampagnen, die diese gespeicherten Zielgruppe nutzen, geändert. Du kannst die Zielgruppe aber auch während Du eine Kampagne anlegst, festlegen. Wenn Du willst, kannst Du diese dann auch für andere Kampagnen speichern – falls Du die Zielgruppe abspeicherst, findest Du sie dann ebenfalls im Menü „Elemente“ unter Zielgruppen.

Optional kannst Du für Deine Zielgruppe Custom Audiences und Lookalike Audiences nutzen.

Eine Custom Audience beinhaltet Personen, die in irgendeiner Form schon einmal mit Deinem Unternehmen oder Deiner Facebook-Seite zu tun hatten. Beispielsweise kannst Du eine Custom Audience erstellen, indem Du eine Kundendatei hochlädst (Datenschutz beachten!), die Webseitenbesucher bzw. Besucher bestimmter URLs über den Facebook-Pixel trackst oder auch alle Personen, die mit Deiner Facebook-Seite interagiert haben, auswählst.

Möglichkeiten, um eine Custom Audience zu erstellen.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Lookalike Audience. Eine Lookalike Audience sind Personen, die einer ausgewählten Personengruppe ähnlich sind. Auf welchen Merkmalen diese Ähnlichkeiten basieren verrät Facebook allerdings nicht. Als Quelle lassen sich beispielsweise die Fans der Facebook-Seite auswählen oder auch eine Custom Audience.

Erstellen einer Lookalike Audience.

Facebook-Pixel

Der Facebook-Pixel wird in der Website eingebunden. Mit dem Facebook-Pixel kannst Du tracken, welche Handlungen Personen auf Deiner Seite ausführen (zum Beispiel, wenn sie etwas in den Einkaufswagen legen oder kaufen). Diese Daten können genutzt werden, um den Personen, die bestimmte Seiten besucht oder bestimmte Handlungen ausgeführt haben, die passenden Anzeigen zu zeigen.

Um Deine Werbeanzeigen der richtigen Zielgruppe zu zeigen, ist die Einrichtung des Facebook-Pixels sehr hilfreich. Es lassen sich Custom Audiences anhand des Facebook-Pixels erstellen. Darauf basierend können außerdem Lookalike Audiences erstellt werden.

Beispielsweise kannst Du alle Personen, die etwas in Deinem Shop gekauft haben zu einer Custom Audience hinzufügen. Dann wählst Du diese Custom Audience als Quelle für eine Lookalike Audience aus – dadurch erhältst Du eine neue Zielgruppe, die den Personen, die bereits bei Dir eingekauft haben, sehr ähnlich sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit interessieren sich diese Personen auch für Deine Produkte. Solche Zielgruppen zu nutzen, ist meist deutlich effektiver als eine Zielgruppe anhand der verfügbaren Merkmale zusammenzustellen.

3.    Ebene: Werbeanzeigen

Auf der 3. Ebene geht es um den eigentlichen Inhalt Deiner Werbung. Als Werbeanzeige kannst Du entweder bereits bestehende Seitenbeiträge nutzen (auch unveröffentlichte Beiträge) oder neue Werbeanzeigenbeiträge erstellen. Die Werbeanzeigenbeiträge sind ausschließlich in Deinen Anzeigen zu sehen und werden nicht auf der Timeline Deiner Facebookseite auftauchen. (Es ist jedoch geplant, dass aktive Werbeanzeigen demnächst öffentlich einsehbar sein werden.)

Auf dieser Ebene kannst Du folgende Einstellungen festlegen:

  • Identität (= welche Facebook-Seite soll die Werbung anzeigen)
  • Format
  • Inhalt (Bilder, Videos, Text, Links etc.)
  • Conversion-Tracking

Bestehende Beiträge

Du kannst einfach einen Beitrag, den Du bereits gepostet oder geplant hast als Deine Werbeanzeige auswählen. Ab und zu kommt es vor, dass nicht alle Beiträge zur Auswahl angezeigt werden – in diesem Fall kannst Du einfach die Beitrags-ID eingeben (das ist die letzte Zahlenfolge in der Beitrags-URL). Für bestehende Beiträge gibt es einige zusätzliche Optionen, beispielsweise kann Bildern ein Call-To-Action-Button hinzugefügt werden.

Werbeanzeigenbeiträge

Natürlich kannst Du auch einen neuen Beitrag für Deine Werbeanzeige anlegen. Im Prinzip kannst Du Deine Werbeanzeige genau wie einen normalen Beitrag zusammenstellen, dabei werden im Menü alle Optionen einzeln aufgeführt. Dazu gibt es einige zusätzliche Möglichkeiten, wie Call-To-Action-Buttons oder die Markierung von Branded Content. Außerdem kannst Du kostenlose Standardbilder nutzen, falls Du keine eigenen Bilder hast (das wirkt natürlich recht unpersönlich).

Im Menü werden Schritt für Schritt die verschiedenen Optionen zur Gestaltung des Beitrags angezeigt.

So legst Du Deine erste Kampagne an

Für Deinen ersten Versuch beginne mit einer einfachen Kampagne zum Bewerben von Seitenbeiträgen. Als Beispiel habe ich eine Kampagne mit dem Ziel Traffic zur Website gewählt. Hier siehst Du eine der Varianten, um eine Kampagne anzulegen. Auf einige der ausgewählten Optionen werde ich nicht genauer eingehen. Einerseits, weil es keine allgemeingültige Empfehlung zu den besten Einstellungen gibt, andererseits, weil es teilweise nicht relevant ist oder zu weit führt.

1.     Schritt: Seitenbeitrag erstellen

Erstelle wie gewohnt einen Seitenbeitrag. Achte darauf, dass nicht zu viel Text im Bild ist. Ob auf Deinem Bild zu viel Text enthalten ist, kannst Du mit dem Overlay-Tool von Facebook austesten.

2.     Schritt: Kampagne erstellen und Ziel festlegen

Öffne den Werbeanzeigenmanager und klicke im Tab Kampagnen auf Erstellen. Nutze anfangs nicht die Quick-Creation-Option, um mit den einzelnen Schritten und Einstellungsmöglichkeiten vertraut zu werden.

Links: Übersicht über die Ebenen. Rechts die aktuellen Einstellungsmöglichkeiten auf der jeweiligen Ebene.

Lege einen aussagekräftigen Kampagnennamen fest. Klickst Du auf weiter, springst Du zur nächsten Ebene: Die Anzeigengruppe.

3.     Schritt: Werbeanzeigengruppen erstellen und Einstellungen vornehmen

Es ist deutlich einfacher und schneller, mehrere Anzeigengruppen gleichzeitig zu erstellen. Bei dieser Option werden für bestimmte Einstellungen Varianten hinzugefügt, alle anderen werden für alle Anzeigengruppen übernommen.

Beim Punkt Traffic sollte Webseite vorausgewählt sein. Den Punkt Angebot kannst Du in diesem Fall überspringen.

Zielgruppe

Falls Dein Facebook-Pixel noch nicht aktiviert ist, kannst Du mit einer Zielgruppe basierend auf den Personen, die mit Deiner Seite agiert haben und einer Lookalike Audience damit beginnen (zwei unterschiedliche Zielgruppen = zwei Anzeigengruppen).

Zuerst erstellst Du die Custom Audience: Unter Custom Audiences Neu erstellen auswählen – in dem Fenster, das sich öffnet, nochmal Custom Audience auswählen (ja, das klingt doppelt gemoppelt).

Nachdem die Custom Audience erstellt wurde, dauert es meist einen Moment, bis diese aktualisiert ist und die Zielgruppengröße sichtbar ist. Bis dahin erscheint rechts neben dem Menü die Fehlermeldung: Zielgruppe zu klein. Danach wird eine Schätzung der potentiellen Reichweite angezeigt.

Als nächstes eine Custom Audience Variation hinzufügen (= für die zweite Anzeigengruppe).

Hier erneut Neu erstellen auswählen, aber dieses Mal eine Lookalike Audience.

Hier erneut Neu erstellen auswählen, aber dieses Mal eine Lookalike Audience.

Im neuen Fenster als Quelle entweder Deine Facebook-Seite oder Deine neu erstellte Custom Audience der Personen, die mit Deiner Facebook-Seite interagiert haben, auswählen. (Natürlich kannst Du auch drei Variationen angeben und beides nutzen.)

Die restlichen Einstellungen kannst Du wie hier auf den Screenshots übernehmen. Mit der Zeit wirst Du Deine Zielgruppe immer besser kennenlernen und genauer rausfinden, welche Einstellungen für Deine Anzeigen am besten funktionieren.

Bei der Nutzung von Custom Audiences und Lookalike Audiences ist es nicht immer notwendig, weitere detaillierte Targeting-Optionen anzugeben. Falls Du natürlich spezielle Inhalte bewirbst, die höchstwahrscheinlich nur einen Teil Deiner Zielgruppe interessieren (in unserem Fall wären das beispielsweise sehr ‚nerdige‘ SEO-Themen) solltest Du hier unbedingt spezifischer werden. Du kannst entweder nach Schlagwörtern suchen oder aus Vorschlägen auswählen. Beachte, dass Auswahlmöglichkeiten auf unterschiedlichen Daten basieren: Manche basieren auf Profilangaben – wer die Angaben nicht ausgefüllt hat, fällt aus Deiner Zielgruppe heraus. Andere basieren auf Handlungen wie besuchte Veranstaltungen oder Webseiten oder auch auf den mit Gefällt-mir markierten Seiten. Beim Mouseover wird Dir angezeigt, auf wie viele Personen dieses Merkmal zutrifft.

Platzierung

Wenn Du Deine Facebook-Seitenbeiträge mit Link zu Deiner Webseite bewirbst, solltest Du unter Platzierungen nur den Facebook-Feed auswählen. Bei allen anderen Optionen werden die Beiträge optisch nicht gut dargestellt. Bei manchen Optionen wird mit einem Strich und bei anderen mit einem Häckchen angezeigt, dass sie ausgewählt sind – um eine Option abzuwählen, muss das Kästchen leer sein.

Unter Optimierung und Auslieferung kann seit kurzem auch Landing-Page-Aufrufe ausgewählt werden – diese Option funktioniert allerdings nur, wenn der Facebook-Pixel aktiv ist.

Im nächsten Punkt lege Dein Budget, Dein Gebot und Deinen Zeitplan fest.

Unter Verteilung kannst Du auswählen, wie Facebook Dein Budget auf die verschiedenen Anzeigengruppen verteilt. Beide Optionen nennen sich zwar Gleichmäßige Verteilung (warum, Facebook?), tatsächlich ist die erste Option die gleichmäßige Verteilung (Budget/Anzahl der Anzeigengruppen) und die zweite Option eine gewichtete Verteilung nach Zielgruppengröße (= die größere Zielgruppe erhält mehr Budget). Bei der zweiten Option kannst Du die Beträge aber vorher nochmal überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

4.    Schritt: Seitenbeiträge in die Werbeanzeigengruppe hinzufügen

Im nächsten Schritt wählst Du Deinen Seitenbeitrag aus, den Du am Anfang erstellt hast.

Am Schluss noch einmal alle Einstellungen überprüfen und bestätigen.

5.     Schritt: Kampagne überprüfen und bearbeiten

Du hast jetzt eine Kampagne erstellt, mit zwei Anzeigengruppen, die einen vorhanden Seitenbeitrag bewerben. Es werden jedoch zwei Werbeanzeigen in Deiner Kampagne auftauchen (eine Werbeanzeige je Anzeigengruppe) – auch wenn sich alle Aktionen auf denselben Beitrag beziehen.

Da Du zwei unterschiedliche Zielgruppen erstellt hast, wird es sicherlich Unterschiede bei den Ergebnissen und den Kosten geben: Die Custom Audience kennt Deine Facebook-Seite schon, die Lookalike Audience noch nicht.

Möchtest Du etwas ändern, wähle den entsprechenden Beitrag, die Anzeigengruppen oder Kampagne aus und öffne das Menü am rechten Rand (Pfeilsymbol) oder klicke auf Bearbeiten (erscheint nur bei Mouseover). Falls Du hier etwas änderst, müssen die Änderungen nochmal bestätigt werden. Du kannst mehrere Einstellungen in verschiedenen Kampagnen ändern und dann alle auf einmal prüfen und bestätigen, indem Du rechts oben auf Überprüfen und veröffentlichen klickst.

Testen, prüfen und optimieren

Wahrscheinlich braucht es ein paar Tests, um den Werbeanzeigenmanager kennenzulernen und die richtigen Zielgruppeneinstellungen für Deine Inhalte zu finden. Es ist sehr wichtig, die Kampagnen regelmäßig zu prüfen und zu optimieren und neue Optionen auszuprobieren. Dazu ist es sehr hilfreich, Split-Test-Kampagnen zu nutzen – dazu solltest Du Deine Zielgruppe schon etwas kennen und Dir bewusst sein, welche Variablen Du gegeneinander austestest.

Ich hoffe, Du konntest Dir einen groben Überblick zur Funktionsweise von Facebook Ads verschaffen und mit dieser Anleitung die Hürde der ersten Kampagne meistern.

Falls Du weitere Fragen hast oder Hilfe beim Erstellen Deiner Werbekampagnen benötigst, melde Dich gerne bei uns!

 

Bilder: : Bild 1: © gettyimages.de/ Sitthiphong, weitere Bilder: Screenshots business.facebook.com

E-Book: Der Weg zum erfolgreichen Online Shop
Seokratie E-Book
  • Das 47-seitige E-Book mit 72 konkreten Tipps für Deinen Online Shop
  • Einmal wöchentlich exklusiver Content für das Marketing Deines Shops
  • Unser Newsletter (1-2x pro Woche)
Jetzt kostenlos downloaden
2 Kommentare
    1. Alex 27. November 2017, um 14:34 Uhr

      Zufall!?
      Ich habe gerade angefangen mich mit Facebook Ads zu beschäftigen, da kommt von dir eine schöne, übersichtliche Anleitung.
      Danke Neele! 🙂

      LG Alex

    2. Susanne 27. November 2017, um 16:26 Uhr

      Hallo Neele,
      ich habe mich vor einiger Zeit als Coach selbständig gemacht und benötige jetzt mehr Traffic auf meine Facebookseite sowie die Kurse auf meiner Website. Deine Anleitung kommt mir da genau richtig, da sie für mich als Facebook-Laie klar, verständlich und nachvollziehbar ist.

      LG Susanne

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Willst Du fit in SEO werden?

    Abonniere unseren Newsletter und bleibe in Sachen SEO, Inbound- & Online-Marketing auf dem Laufenden.

    Du kannst den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

    Send this to a friend