Darf Content Marketing Werbung sein? Ich sage nein!

2016-12-14
Seokratie
Seokratie GmbH
Main address: Blutenburgstr. 18 D-80636 München, Deutschland ,
Tel:089 - 219098411 , E-mail: mail[@]seokratie.de
17. Nov 2016 Content Marketing 7 Kommentare

Kommt euch das bekannt vor? Ihr seid auf der Suche nach Informationen und werdet dabei von Produktlinks erschlagen? Diesen Blogpost möchte ich gerne nutzen, um eventuell eine Diskussion anzufachen. Es geht um das Verständnis und vor allem die Zielsetzung von Content Marketing. Die Frage, die ich hier angehen möchte, ist: Soll Content Marketing Werbung sein, d.h. als reiner Sales-Kanal dienen oder darf Content Marketing eben nicht als reines Mittel zum Zweck der Conversion-Steigerung gesehen werden?

junge vergleicht verkaufszahlen

Steigender Traffic ist auf den ersten Blick nicht so attraktiv wie steigende Verkaufszahlen! © iStock/ tatyana_tomsickova

Content Marketing Definitionen

Bevor ich darauf eingehe, wie ich das sehe, möchte ich zunächst auf die Definition(en) von Content Marketing zu sprechen kommen. Wie wird Content Marketing gemeinhin definiert?

Nach der Analyse mehrerer Definitionen lässt sich der Schluss ziehen, dass Content Marketing eine Marketing-Technik ist, mittels der eine gewünschte Zielgruppe mit informierenden, beratenden und unterhaltenden – NICHT jedoch werblichen – Inhalten erreicht wird. Der User beziehungsweise Kunde soll dabei im Mittelpunkt stehen und nicht das Unternehmen oder die Produkte. Das Ziel ist, dem User weiterführende Informationen, Hintergrundwissen und Unterhaltung zu bieten – er soll aber nicht zum Kauf des Produktes gedrängt werden.

 

Unterm Strich laufen alle Definitionen, die ich gelesen habe darauf hinaus, dass Content Marketing dazu dient:

  • Inhalte mit Mehrwert zu schaffen ohne direkt zu werben
  • Organischen Traffic zu steigern, zumindest, wenn es um die Kombination von Content Marketing und SEO / Online Marketing geht
  • Vertrauen und Kompetenz aufzubauen
  • Kunden an das Unternehmen zu binden
  • Markenbekanntheit zu steigern

Content Marketing und die Sache mit der Conversion Rate

Dass es im Endeffekt natürlich auch darum geht, (indirekt) die Verkaufszahlen zu steigern, versteht sich von selbst. Allerdings ist das nicht – wie leider oft fälschlicherweise verstanden – das primäre und ausschließliche Ziel von Content Marketing.

Und dennoch sehe ich mich als Content Marketer oft mit der Einstellung konfrontiert, Content-Marketing-Artikel stärker Conversion orientiert auszurichten und möglichst in jeden Artikel Produktlinks zu platzieren, um die Verkaufszahlen schnellstmöglich in die Höhe zu treiben. Der Wunsch ist nachvollziehbar, denn aus Sicht eines Online-Shop-Betreibers ist der Sales-Gedanke extrem relevant – er bestreitet mit dem Verkauf der Produkte schließlich seinen Lebensunterhalt.

Ein weiterer Aspekt ist die Messbarkeit der Erfolge von Content Marketing. Oder besser gesagt die „Nicht-Messbarkeit“. Denn statt mit steigenden Verkaufszahlen jonglieren Content Marketer vornehmlich mit Trafficzahlen. Und steigender Traffic ist natürlich auf den ersten Blick nicht so attraktiv wie steigende Verkaufszahlen.

Viele Kunden sehen daher die Ergebnisse im Content Marketing mit einem lachenden und einem weinenden Auge:

  • Lachend deswegen, weil der Traffic wächst
  • Weinend, weil die Verkaufszahlen nicht im gleichen Maße wachsen

Wenden wir uns kurz dem vermeintlich weinenden Auge zu. Es ist doch so: Wer einen tollen, informativen Contentbereich mit Mehrwert hat, der hat hier nicht selten das Zehnfache an Besuchern verglichen mit klassischen Verkaufsseiten. Da liegt der Wunsch schnell nahe, diese neu generierte Masse an Usern an die umsatzstarken Seiten weiterzuleiten.

conversion rate_rat race

Steigen die Besucherzahlen und somit der Traffic stark an, "verliert" die Conversion Rat(t)e, da sie verhältnismäßig sinkt. © iStock/ Igor Zakowski

Genau da liegt aber das Problem: Die User wollen vielleicht in diesem Schritt der Customer Journey meistens noch nichts kaufen. Entsprechend schlecht sind die Conversionrates von Inhaltsseiten zu Verkaufsseiten.

Der User kommt auf einen beratenden Inhalt, weil er sich informieren will. Kaufen will er vielleicht im Anschluss daran, aber vermutlich nicht jetzt gleich sofort!

Ergebnis: Besucherzahlen steigen und Conversion Rate sinkt.

Interne Verlinkung vs. Interne Produktlinks

Natürlich ist es als Content Marketer auch meine Aufgabe darauf zu achten, ausreichend interne Links zu setzen. Zum einen ist eine logische interne Verlinkung essenziell für eine gelungene Seitenarchitektur. Zum anderen, damit der User mit einem Klick auf die Links eine relevante Weiterleitung erfährt. Das sind dann je nach Thema und Kontext tiefergehende Detailinformationen, Anleitungen, Erläuterungen, Checklisten und vieles mehr. Oder aber Links auf Produktseiten, damit der schon kaufbereite Kunde ohne große Umwege das Objekt der Begierde in den Warenkorb legen kann.

Allerdings bin ich der Meinung, dass man mit Produktlinks genügsam umgehen muss. Nicht grundsätzlich in jedem Artikel wünscht sich der User, auf Verkaufsseiten verwiesen zu werden. Manchmal, ja sogar in den meisten Fällen, genügt auch ein nicht sales-getriebener Call-To-Action auf eine weiterführende, informationsbasierte Seite. Denn die interne Verlinkung dient in erster Linie der zielführenden Navigation durch die Seite und nicht der maßlosen Verlinkung von Verkaufsseiten. Warum ich das so sehe?

andrea-edwards_CEO of the digital conversationalist _business_linkedin

Aussage von Andrea Edwards CEO of The Digital Conversationalist zum Thema “Content Marketing Is About Giving Not Selling”.

Content Marketing und die User

Betrachten wir das Ganze doch einmal aus Sicht des Users. Nehmen wir an, ihr seid auf der Suche nach einer Quelle, die euch bei der Lösung eures Problems helfen soll. Ihr gebt eure Suchanfrage bei Google ein und klickt auf das Snippet, das euch am hilfreichsten erscheint.

Ist dieser Artikel, so hilfreich er im Grunde sein mag, nun aber mit vielen Produktlinks auf den Unternehmensshop oder mit unzähligen Affiliate-Links versehen, ist der Artikel nicht mehr informationsorientiert, sondern zielt ganz klar auf den Verkauf von Produkten. Dies kann beim User den Eindruck erwecken, dass es euch nur darum geht, den Usern das Geld aus der Tasche zu ziehen und nicht darum, hilfreiche Informationen zur Verfügung zu stellen. Eine mögliche Folge daraus könnte sein, dass die User misstrauisch werden und das Vertrauen zum Unternehmen verlieren, weil sie spüren, dass es euch nicht um sie als User geht, sondern um den Profit des Unternehmens.

bulldoggen beim schlemmen

Wer nach Fleisch sucht, will nicht Fisch bekommen. © iStock/ Lilun_Li

Ein konkretes Beispiel: Ihr möchtet euch online darüber informieren, welche Lebensmittel euer Hund essen darf und welche lebensbedrohlich sein können. Das Suchergebnis, das ihr anklickt, führt euch auf ein Magazin eines Online-Shops für Hundefutter und -accessoires. Die Artikel, bieten euch zwar alle Informationen rund um das Thema, es wird aber versucht, eure Aufmerksamkeit durch auffällig viele Produktlinks auf den Online-Shop zu lenken, beispielsweise Hundeleinen, -halsbänder oder Trockenfutter. Wie reagiert ihr? Seid ihr freudig erregt, weil ihr ja eh noch Trockenfutter kaufen wolltet oder fühlt ihr euch eher gestört, weil euch das Gefühl beschleicht, dass die – zwar informativen – Artikel nur deshalb verfasst wurden, um euch die Shop-Produkte zu verkaufen?

Natürlich wissen eure User, dass ihr auch verkaufen wollt und müsst. Und genau deshalb ist es umso wichtiger, dass ihr es euren Usern und Kunden nicht auf Schritt und Tritt unter die Nase reibt.

Kleiner Exkurs ins Fachgeschäft

Denkt an stationäre Fachgeschäfte Eurer Wahl: Verkäufer, denen es wirklich um euer Wohlbefinden geht, hinterlassen einen positiven Eindruck, nämlich den, dass sie euch in allererster Linie helfen wollen. Hier könnt ihr mit einem guten Gefühl den Laden verlassen – auch wenn ihr beim ersten Mal vielleicht nicht gleich eingekauft habt. Ihr werdet aber mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Laden an Freunde und Bekannte weiterempfehlen. Und ihr werdet zurückkehren und einkaufen.

Umgekehrt ist es bei Läden, in denen es den Besitzern „nur darum geht, möglichst viel zu verkaufen“. Das merkt man als Kunde sofort! Hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ihr den Laden verlasst ohne zu kaufen, ihn nicht weiterempfehlt und nicht wiederkommt.

Content Marketing hilft, die Marke zu stärken

Viel wichtiger ist es, dass ihr Content Marketing dazu nutzt, eure Marke zu stärken, euch von der Konkurrenz abzuheben und Vertrauen aufzubauen, indem ihr eure User weiterbildet, unterhaltet – Stichwort Storytelling – und nur 100 Prozent relevante Links an den richtigen Stellen setzt. Im Content Marketing geht es darum, die Sicht der Users einzunehmen und Emotionen zu wecken. Denn wenn ihr es schafft, abseits von euren Produkten, einen User- bzw. Kundenstamm aufzubauen, der sich mit eurem Unternehmen identifiziert, und diesen dauerhaft an euer Unternehmen zu binden, werdet ihr von der Loyalität eurer User profitieren können – auch ohne euer Produkt in den Mittelpunkt zu stellen.

Einige Unternehmen haben dies bereits begriffen und Content Marketing für sich entdeckt. Drei Beispiele, die es meiner Meinung nach verstanden haben, mit tollen Inhalten zu punkten und ihre Marke somit aufzuwerten, zeige ich euch in meinen Best Practice.

Best Practice

Reebok

Mit der Kampagne Perfect Never und dem Fitnessblog geht es im Content Marketing von Reebok darum, den User in den Vordergrund zu stellen und nicht die Produkte. Deswegen enthalten die Magazinbeiträge auch keine Links zu den Produkten. Es geht eher um Reebok als Marke, Partner und Unterstützer in Sachen Fitness und Selbstwertgefühl, hier besonders von und für Frauen. Übungen aus dem Fitness-Studio werden für den Hausgebrauch neu in Szene gesetzt und vieles mehr. Natürlich gibt Reebok auch Tipps, wie man das Leder der Schuhe reinigt oder die Produkte pflegt– einen Produktlink sucht man allerdings vergebens.

reebok_fitness-blog_content-marketing

HiPP

HiPP setzt mit seinem Ratgeber auf Kundenbindung. Der Blog stellt weiterführende Informationen (auch zum Produkt selbst) sowie Hintergrundwissen zu Themen vor, während und nach der Schwangerschaft zur Verfügung. Außerdem ist HiPP Transparenz wichtig und informiert daher seine Kunden über Bezugsquellen, Nachhaltigkeitsberichte und Umwelterklärungen.

hipp ratgeber-content-marketing

Yellow Strom

Der Yello Strom Blog Yello Bloghaus informiert und bildet seine Nutzer mit spielerisch und optisch gut aufbereiten Artikeln und Videos, rund um Themen wie Energiesparen – damit indirekt auch Geld sparen – sowie Nachhaltigkeit. Auch für Unterhaltung ist gesorgt, mit dieser Infografik zum Geschlechtervergleich „Wer verbraucht mehr Strom?“.

yello-strom_blog_video_content-marketing

Meine Meinung

Content Marketing tut jedem Unternehmen gut – auch in den Verkaufszahlen. Davon bin ich fest überzeugt, sonst hätte ich den falschen Job.

Und gerade deshalb stellen sich mir, als User und beruflich Betroffene in einem, die Nackenhaare auf, wenn Content Marketing mit „redaktionell verpackter Werbung“ verwechseln. Platte Werbung hat in einem Content Marketing Artikel nichts verloren! Auch keine vermeintlich subtil formulierten werblichen Floskeln mit zahlreichen Produktlinks.

Content Marketing Artikel sind nicht dazu da, Produkte zu verkaufen! Bitte verärgert eure User und Kunden nicht, indem ihr sie für dumm verkauft und einen Artikel zu Inspirationsideen mit euren Produkten spickt ohne einen weiteren Mehrwert zu schaffen.

"Sell something and you make a customer today. Help someone and you create a customer for life!"
-
Jay Baer von Convince & Convert.

Ich finde es ja durchaus legitim und manchmal auch notwendig, auch aus einem Inspirationsartikel auf Produkte zu verlinken. Aber nur, wenn es ins Gesamtkonzept passt und es an der Stelle hilfreich für den User sein kann. Funktioniert der Artikel auch ohne diesen Link, plädiere ich dafür, ihn im Zweifel eher weg zu lassen, also das gesamte Produktsortiment zu vewursten.

So funktioniert Content Marketing (im Internet) aus unserer Sicht:

  1. Man beginnt damit, informative und beratende Inhalte zu erstellen.
  2. Man macht diese Inhalte durch verschiedenste Maßnahmen bekannt.
  3. Der Zielgruppe gefallen diese Inhalte. Sie sind aktiver auf Facebook, behalten die Marke positiv im Gedächtnis und (aus SEO-Sicht) senden bessere Usersignale an Google.
  4. Die Inhalte selbst funktionieren in den sozialen Kanälen, auf Google und bei Influencern immer besser. Aus SEO-Sicht steigen die Rankings. Nicht allerdings die Verkäufe, denn vorerst steigen nur die Rankings für informative Inhalte – meist ohne Produktlinks.
  5. Durch diese positiven Effekte auf Markenbekanntheit, Usersignale, soziale Bekanntheit und Bekanntheit bei Influencern steigt das Ranking der kompletten Domain bei Google.

Allerdings braucht Content Marketing Zeit und ist abhängig von mehreren Faktoren. Woran sich die Erfolge von Content Marketing am besten messen lassen, sind die Trafficzahlen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es durchaus ein halbes bis ein ganzes Jahr dauern kann, bis Erfolge messbar sind.

Bis sich Auswirkungen von Content Marketing auf die Verkaufszahlen bemerkbar machen, kann es sogar noch länger dauern. Content Marketing ist ein Instrument, das – richtig eingesetzt – langfristig Erfolge bringt. Manchmal geht es etwas schneller, manchmal muss man einen längeren Atem haben. Aber es lohnt sich!

Wie steht ihr zu dem Thema: Habt ihr dazu eine klare Meinung oder seht ihr das Ganze eher kontrovers?

Hier noch einige Artikel, die sich auch mit der Thematik auseinandersetzen:

Why your content should focus on helping, not selling! , Quuu Promote, Autor Amy Murnan

Why Marketers Can’t Afford to Chase a Silver Bullet Strategy, Convince&Convert, Autor Todd Ebert

Drive Sales and Increase Conversions With These Types of Content, Convince&Convert, Autor Ryan O'Connell

3 Companies Focused on Helping Not Selling, Convince&Convert, Autor: William Smith

Three old-school, real-world ways to think about content marketing, King Content, Autor: Michelle Herbison.

Content Marketing is About Giving – Not Selling, Linkedin, Autor: Andrea Edwards

http://www.relevance.com/the-prologue-to-content-marketing/

The Key to Social Media Success is Just 2 Letters, Convince&Convert, Autor: Jay Baer

Content Roundup: Helping vs. Selling, überflip, Autor: Victoria Hoffman

The Use of Content Marketing Assets to Advance the Sales Process, KnowledgeTree

Content Marketing meet Content Selling, Infografik von KnowledgeTree

 

Ich freue mich sehr über eure Meinung in den Kommentaren und auf eine fruchtbare Diskussion zu dem Thema, gerne auch anhand von Erfahrungsberichten.

E-Book: Der Weg zum erfolgreichen Online Shop
Seokratie E-Book
  • Das 47-seitige E-Book mit 72 konkreten Tipps für Deinen Online Shop
  • Einmal wöchentlich exklusiver Content für das Marketing Deines Shops
  • Unser Newsletter (1-2x pro Woche)
Jetzt kostenlos downloaden
7 Kommentare
    1. Karsten 18. November 2016, um 10:02 Uhr

      Interessant, dass hier der HiPP Ernährungsplan als Best Practice angeführt wird. Dabei ist er Werbung ersten Ranges! Die WHO empfiehlt nämlich Müttern, ihr Kind bis zum 6. Monat ausschließlich zu stillen. Denn unzählige Untersuchungen in verschiedensten Ländern belegen: Stillen ist nicht nur günstig sondern auch für die frühkindliche Entwicklung extrem wichtig. Schlecht nur, wenn das eigene Geschäftsmodell darauf basiert, dass Eltern direkt nach der Geburt beginnen, ihr Kind mit Fertignahrung aus dem Fläschchen zu füttern. In diesem Sinn ist die HiPP Liste keinesfalls uneigennützige Verbraucherinformation sondern knallharte Unternehmenspolitik. Was die Richtigkeit des Beitrags sicher nicht schmälert, nur dieses spezielle Beispiel ist nicht so günstig gewählt…

    2. Silja 18. November 2016, um 11:18 Uhr

      Hallo Karsten,

      danke für deinen Kommentar und deine Meinung.
      Ja, in dem Beispiel geht es tatsächlich mehr um das Produkt an sich als bei den anderen Beispielen.
      Warum ich es doch aufgeführt habe:
      Klar ist es Unternehmenspolitik und es wäre gelogen zu sagen, dass Content Marketing im weitesten Sinne nicht darauf abzielt irgendwann auch Kunden zu gewinnen. Es geht aber eben nicht primär darum, sondern in erstes Linie um Informationen, Weiterbildung, Ratgeber etc., wie oben im Artikel beschrieben.
      Dieser Content in Form einer Infografik richtet sich eher an bereits bestehende Kunden bzw. an User, die bereits gewillt sind, aus welchen Gründen auch immer, Babyfertignahrung zu füttern. In dem Fall kann der Plan eine gute Unterstützung und Hilfe für alle Mütter sein, die dies tun wollen oder müssen.
      Und ich sehe in dem Artikel keinen einzigen Produktlink – korrigiere mich gerne, falls ich ihn übersehen habe. 😉
      Außerdem wird erwähnt, wenn auch nur in einer Überschrift, dass Stillen das Beste für das Baby ist.
      Was das Geschäftsmodell und -gebaren angehen mag, bezieht sich das nicht nur auf den Bereich Content Marketing, sondern, wie du schon meintest, auf die gesamte Unternehmenspolitik.
      Ich hoffe, ich konnte dir meinen Standpunkt, warum ich HiPP dennoch als Beispiel aufgeführt habe, etwas verdeutlichen.

      Viele Grüße
      Silja

    3. Frank Facius 18. November 2016, um 14:08 Uhr

      Besten Dank und Zustimmung für den Artikel. Während des lesens sah man mich regelmäßig kopfnickend.

      Ich hänge noch an dem weinenden Auge, denn ich ich bin überzeugt, dass man eine parallele Schiene befahren darf. Es geht im Content Marketing darum, das Vertrauen der User über den Weg darstellender Kompetenz zu gewinnen. Wie schon gesagt, geschieht das nicht über Nacht. Im Blick des Unternehmens steht der Umsatz im Fokus und das bedeutet, dass es ohne Verkäufe nicht geht.

      Der Weg sieht so aus: Content Marketing als langfristiges Konzept und Anzeigenkampagnen mittels Landingpages. Wichtig ist allerdings, dass der Charakter der Anzeige der einer Anzeige ist und nicht versucht als Ratgeber daher zu kommen. Es gibt meiner Ansicht nach keinen Grund im Stile guter alter Direktmailings dem Kunden zu zeigen, was ein Produkt für ihn im Alltag bedeuten kann. Vorteile und Nutzen bildlich im Kontext des Alltags zu beschreiben – das funktioniert immer noch.

    4. Peter Wender 19. November 2016, um 21:45 Uhr

      „Ich finde es ja durchaus legitim und manchmal auch notwendig, auch aus einem Inspirationsartikel auf Produkte zu verlinken. Aber nur, wenn es ins Gesamtkonzept passt und es an der Stelle hilfreich für den User sein kann“

      Das sehe ich auch so. Meine Erfahrung mit Conversion im Allgemeinen ist es, dass es sich natürlich für den User/Kunden anfühlen muss. Menschen lieben Marketing und sie lieben es zu kaufen. Menschen hassen jedoch Spam und mögen es nicht, wenn ihnen jemand etwas verkaufen will. Content Marketing ist eine großartige Möglichkeit mit potentiellen Kunden eine Beziehung aufzubauen, geht man dabei respektvoll mit ihnen um, wird es sich in jeder Hinsicht auszahlen.

    5. Danilo von PSN Etiketten 29. November 2016, um 22:00 Uhr

      Zunächst einmal vielen Dank für diesen Artikel zum Thema Content Marketing.

      Dieser zeigt in der heutigen Zeit die Wichtigkeit von Inhalten auf Webseiten. Das ist das eine, dass andere ist jedoch und da möchte/muss ich Karsten pauschal zustimmen, ist die Tatsache, dass Hipp zwar in diesem Beitrag nützliche Informationen bereit stellt, jedoch das Template so aufgebaut ist, dass klar zu erkennen ist wo die Reiter sitzen und der User jeder Zeit auf die Produkte und auf weitere Informationslinks klicken kann.
      Das ist eine klare Template Strategie genau wie bei Reebok und dem Beispiel von Yello.

      Ich nehme das Beispiel von Yello:
      Auf der Webseite sind zum Thema Yello Team 4 Personen abgebildet. Wenn ich pauschal die Gehälter der 4 Personen ansetzte bin ich ganz locker bei 10.000€ im Monat. Was muss ich als Unternehmer an Umsatz machen um die geschätzten Kosten zu decken? Ja da geht Umsatz und somit Gewinn drauf.

      Ergo:
      Es können sich so zu sagen wohl nur größere Unternehmen leisten diese Art des Online Marketings anzugehen. Wir von PSN Etiketten wollen einen ähnlichen Weg gehen. Jedoch darf man die Kosten in diesem Zusammenhang nicht aus den Augen verlieren. Eine Firma lebt vom Verkauf und somit vom Umsatz und Gewinn. Seokratie ist ein Unternehmen welches Dienstleistung verkauft und mit diesen Blog Artikeln nicht nur Inhalte schafft, sondern auch SEO betreibt. Als Leser Eures Newsletters (Achtung Outing) sagt mir dies alles sehr zu. Dennoch muss ich als Unternehmer die Kosten für diese Art der Beiträge im Auge behalten.

      ps: Großes Lob von mir an Seokratie für die Content Marketing Strategie!

    6. Alexander 30. November 2016, um 10:29 Uhr

      Hallo, also in dem Sinne wie es hier geschildert wird, stimme ich zu das Content Marketing weniger Werbe- oder Kauffauforderungstexte enthalten sollte. Vielleicht ein gesunder Mix mit odentlicher Untergliederung? Die User merken schnell wenn man das Geld aus der Tasche ziehen will und ja, ich stimme zu es ist ärgerlich wenn man nach der Lösung von Problemen sucht und ständige auf Werbung stößt. Nervend! Toller Artikel.

    7. Silja 8. Dezember 2016, um 13:31 Uhr

      Danke für eure Meinungen!
      Dass es am Ende des Tages ums Verkaufen geht, ist wohl jedem klar. Keiner betreibt aus Altruismus einen Online Shop und dafür Content Marketing – da muss man sich nichts vormachen. Und wie es der Begriff Marketing in Content Marketing schon verrät, geht es auch hier darum, etwas zu vermarkten. Ich denke auch, dass der Endkunde in den meisten Fällen schlau genug ist, das zu wissen. Im Gegenzug ist es ja so, dass der Kunde an sich gerne konsumiert.
      Mir geht es vielmehr darum darauf hinzuweisen, dass Content Marketing nicht mit der Produktlink-Brechstange betrieben werden sollte und ein Content Marketing Artikel keine reine Produktwerbung ohne Mehrtwert für den User sein darf. Dass in Maßen und an der richtigen Stelle auf Produkte aufmerksam gemacht werden darf, das streite ich gar nicht ab. 🙂

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Willst Du fit in SEO werden?

    Abonniere unseren Newsletter und bleibe in Sachen SEO, Inbound- & Online-Marketing auf dem Laufenden.

    Du kannst den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

    Send this to a friend