Webseiteninhalte für Social Media aufbereiten: Ist das aufgewärmter Content, oder was?

8. Juni 2017  |     |  Schreibe einen Kommentar
Ein Beitrag von Neele

Wer Content Marketing betreibt, muss seine Inhalte auch verbreiten. Um dies zu erreichen, helfen die Social-Media-Netzwerke – doch reicht es, dort einfach einen Link zu posten? Wie kann die Arbeit, die in einen guten Content-Marketing-Artikel investiert wurde, auch für die Social-Media-Inhalte genutzt werden? Ich zeige euch Ansätze zur effektiven Verknüpfung von Content und Social-Media-Marketing.

Fressen und gefressen werden - das Krümelmonster in einem neuen Kontext. Was das mit Social Media und Content zu tun hat, erfahrt ihr noch!

Fressen und gefressen werden – das Krümelmonster in einem neuen Kontext. Was das mit Social Media und Content zu tun hat, erfährst Du noch!

Für die meisten Online Shops und andere Unternehmen ist der Hauptgrund zur Social-Media-Nutzung die Vermarktung von Webseiteninhalten (Produkte, Magazinartikel, Informationen etc.) und damit verbunden das Generieren von Traffic auf die Webseite. Die Herangehensweise ist dann in den meisten Fällen folgende: Es gibt einen existierenden Webseiteninhalt zum Thema X und um die Zielgruppe darauf aufmerksam zu machen, wird ein Link zum Inhalt auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen gepostet.

In guten Inhalten, insbesondere in redaktionellen Inhalten, steckt ein hoher Recherche- und Arbeitsaufwand. Nach unserem Verständnis von Content Marketing stehen diese Inhalte für sich selbst und überzeugen aufgrund ihrer Qualität. Doch reicht es, solche aufwendig erstellten und speziell auf die Zielgruppe zugeschnittenen Inhalte zu verbreiten, indem einfach der Link dazu gepostet wird? Es bietet es sich an, hier noch einen Schritt weiter zu gehen, und die Inhalte gezielt für die unterschiedlichen Social-Media-Plattformen aufzubereiten, um den investierten Aufwand optimal auszunutzen und um den Content bestmöglich zu streuen. Wie sollten Webseiteninhalte für Social-Media-Plattformen aufbereitet werden, wenn es eben nicht nur der Link sein soll? Wie funktioniert das – den erstellten Content wieder aufwärmen und noch mal posten?

Die einzelnen Ansatzpunkte zur Aufbereitung der Inhalte sind relativ simple. Wer möchte, kann an dieser Stelle direkt zu den einzelnen Tipps springen. Um jedoch nicht Gefahr zu laufen, zu einseitig zu denken und damit zu riskieren, Deine Follower zu langweilen, hilft es, sich die Herangehensweise zu verdeutlichen.

Verknüpfung von Content Marketing und Social-Media-Marketing

Wer Content Marketing betreibt, sollte es gezielt mit dem Social-Media-Marketing verknüpfen. Das ist nicht optional, sondern essentiell, um das volle Potential beider Bereiche auszuschöpfen. Schon bei der Content-Erstellung ist es hilfreich, die Umsetzung auf Social-Media-Plattformen im Hinterkopf zu haben. Wir halten beispielsweise bereits in unserem Konzept für einen Artikel fest, ob dazu ein Pinterest Board passt oder ob wir eine Infografik zur Verbreitung auf den Social-Media-Plattformen erstellen. Doch die eigentliche Verknüpfung beginnt schon viel früher.

Es ist schon einige Zeit her, dass der Artikel Von Social Media zu Content Marketing: „Wir müssen aufhören, vom Kanal her zu denken!“ veröffentlicht wurde. Die Kernaussage: Im Zentrum des Kreationsprozesses sollten die Idee und die Story stehen – das genutzte Format und der Kanal zur Streuung sollte darauf aufbauen. Die Leitidee, das Thema, mit der die Zielgruppe angesprochen werden soll, steht im Zentrum und diese Idee wird dann – hart ausgedrückt – in die verschiedenen Formate je nach Plattformen gepresst.

Content Marketing steht in diesem Artikel nicht nur für Webseiteninhalte, sondern für die Vermarktung von Inhalten auf den unterschiedlichsten Plattformen – nicht nur Social-Media-Plattformen oder Webseiten, sondern auch Events, Radio, TV etc. bzw. überall, wo Inhalte veröffentlicht werden.

Diese Grundidee ist auch relevant, wenn keine großangelegten, medienübergreifenden Kampagnen geplant werden. Im Zentrum steht eine auf die Zielgruppe ausgerichtete Idee und darauf aufbauend werden unterschiedliche Inhalte für die Webseite, die verschiedenen Social-Media-Plattformen oder auch für den Newsletter etc. erstellt. Was jedoch nicht ausschließt, sich von einer Idee für eine Plattform inspirieren zu lassen.

Warum spielt das eine Rolle? Weil es wenig zielführend ist, beispielsweise Live-Videos zu erstellen, nur weil dieses Format auf Facebook derzeit gut funktioniert. Denn es könnte sein, dass die Zielgruppe gar nicht daran interessiert ist – weil sie in ihrer Arbeitszeit mit der Seite interagiert und keine Zeit für Videos hat, die Aufmerksamkeit fehlt, oder schlicht und einfach das Datenvolumen. Die Gründe können vielseitig sein. Dies kann bei der Herangehensweise, von der Idee und dem Inhalt für die Zielgruppe her zu denken, vermieden werden.

Diese Herangehensweise ist auch umsetzbar für bereits bestehende Inhalte, die auf Social-Media-Plattformen geteilt werden sollen. (Schließlich wurde hierfür – im Idealfall – ebenfalls zunächst eine Idee passend zur Zielgruppe erstellt.) Man nehme einen Webseiteninhalt, extrahiere die Idee und forme dies in ein passendes Format für die sozialen Medien.

Mit etwas Kreativität funktioniert sowieso fast alles. Falls jedoch gerade kein Geistesblitz ein übergreifendes Konzept heraufbeschwört, lässt sich die Verbindung von Content Marketing und Social-Media-Marketing aber auch anhand konkreter Ansatzpunkte ableiten – mithilfe der Sesamstraße.

Wer, Wie, Was?

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Wer ist beteiligt? – Zeit für Interaktionen!

Wer sind die im Content-Marketing-Inhalt eingebundenen Interviewpartner oder Unternehmen? Nutze den bestehenden Kontakt zu Influencern und deren Aufmerksamkeit aus, um verstärkt mit ihnen zu interagieren. Wenn Du bereits in persönlichem Kontakt stehst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie – auch auf andere Beiträge – reagieren.

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Ein Blogger, der als Experte in einem Artikel eingebunden wird, hat sicherlich noch weitere Inhalte, die für Deine Follower interessant sind – also warum nicht etwas davon auf Deinen Social-Media-Plattformen teilen? Du stellst Deinen Followern dadurch Mehrwert zur Verfügung und der Blogger freut sich sicherlich, dass Du Dich intensiv mit dem Blog auseinandersetzt. Er wird im besten Fall Deine Beiträge teilen, was Dir natürlich zu zusätzlicher Aufmerksamkeit verhilft. Nebenbei kannst Du auch in dem weiteren Beitrag auf den Artikel hinweisen, in dem der Blogger als Experte erscheint – so hast Du zwei Beiträge, die auf einen Artikel verweisen, ohne etwas doppelt zu posten.

Auf Twitter funktioniert auch das Retweeten von Interaktionen von anderen mit Deinem Beitrag sehr gut, um erneut darauf aufmerksam zu machen.

Auf Twitter funktioniert auch das Retweeten von Interaktionen anderer mit Deinem Beitrag sehr gut, um erneut darauf aufmerksam zu machen.

Wie wird der Inhalt aufbereitet? – Anpassen an die Plattformen!

Nutze unterschiedliche Formate, je nach Plattform. Nimm die Grundidee und bereite sie neu auf. Jedes Social-Media-Netzwerk hat andere Anforderungen an die Inhalte – um die Beiträge bestmöglich zu verbreiten, sollten die Inhalte in ein passendes Format gebracht werden.

Für Pinterest bieten sich Infografiken an, für Instagram muss es ein Bild oder Video sein. Natürlich ist es einfacher auf Facebook, Twitter, etc. einfach einen Link zu posten oder mit Pinterest ein paar Bilder von der Webseite zu pinnen – aber das ist nicht die effektivste Option!

Das soll natürlich nicht ausschließen, sich von bereits erstellten Inhalten inspirieren zu lassen: Was kann (zusätzlich) für andere Social-Media-Plattformen genutzt werden – oder auch andersherum: Könnten Inhalte, die bereits für die Social-Media-Profile erstellt wurden, im Artikel eingebunden werden?

Gibt es in dem Beitrag beispielsweise eine Bilderstrecke zu möglichen Varianten bietet es sich an, dies in den Social-Media-Netzwerken aufzugreifen oder eventuell auch die Kunden nach eigenen Varianten zu fragen. Eine schöne Möglichkeit ist auch, zuerst die Nutzer zum Posten von eigenen Varianten zu animieren, um dies dann für den Content Beitrag zu nutzen (denk dabei aber an die Klärung der Bildrechte). Dadurch erzielst Du nicht nur mehr Aufmerksamkeit für Deinen Webseiteninhalt, sondern schaffst zusätzlichen Mehrwert und förderst Interaktionen der Kunden.

Was ist der Inhalt? – Gibt das Thema noch mehr her?

Worum geht es eigentlich? Wenn die Grundidee des Themas zur Zielgruppe passt, dann interessiert sie sich bestimmt auch noch für weitere Aspekte des Themas. Häufig bietet es sich an, einzelne Kernpunkte des Inhaltes herauszugreifen und in Social-Media-Beiträgen aufzubereiten.

Beispielsweise interessiert sich die Zielgruppe von Seokratie für hilfreiche Tools, daher haben wir bereits einige Artikel dazu verfasst: 15 Storytelling- und Scrollytelling-Tools, 6 spektakuläre Tools für interaktive Inhalte oder die 90 besten Content Marketing Tools.

Allerdings haben wir noch weitere spannende Tools zu verschiedenen Themen ausprobiert, was jedoch nicht ausreicht, um einen ganzen Blogartikel zu füllen – also stellen wir sie einzeln auf unserer Facebook-Seite vor.

In diesem Beispiel haben wir auf einen direkten Bezug zu einem der Artikel über Tools verzichtet, ein Verweis darauf wäre aber durchaus denkbar.

In diesem Beispiel haben wir auf einen direkten Bezug zu einem der Artikel über Tools verzichtet, ein Verweis darauf wäre aber durchaus denkbar.

Wieso, Weshalb, Warum?

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Wieso, weshalb, warum hast Du Dich für eine Idee entschieden? Was ist das Ziel der Inhalte? Die Art der Aufbereitung der Grundidee ist auch abhängig von der Zielsetzung – und die Zielsetzung kann je nach Plattform unterschiedlich sein.

Unsere Zielgruppe interessiert sich für hilfreiche Tools – daher die Grundidee, von unseren Erfahrungen mit neuen Tools zu berichten. Das Ziel unseres Blogs ist es, unsere Expertise zu zeigen und auffindbar zu sein – also ist ein Artikel speziell zu Content Marketing Tools entstanden – in diesem Bereich kennen wir uns aus und die relevante Zielgruppe könnte danach suchen. Auf Facebook haben wir etwas andere Ziele, es soll zwar ebenfalls Expertise gezeigt werden, aber auch die Aufmerksamkeit der Community gefördert werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand auf Facebook aktiv nach Tipps für Online Marketing Tools sucht, geschweige denn nach einem speziellen Recherche-Tool wie Keeeb. Daher können die Beiträge hier ganz anders aufgebaut sein, schließlich ist ein Beitrag zu einem speziellen Recherche-Tool wie Keeeb für die Zielgruppe dennoch interessant.

Wer nicht fragt bleibt dumm!

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Eine effektive Möglichkeit, Content Marketing und Social-Media-Marketing zu verbinden, ist das interaktive Einbeziehen der Follower. Wenn Du Dich fragst, wie Du ein Thema für Social-Media-Plattformen aufbereiten kannst, dann frag doch einfach mal Deine Follower, was sie zu dem Thema zu sagen haben. Durch die Interaktionen kann zusätzlicher Mehrwert geschaffen werden – sei es durch Abstimmungen, die wiederum auch im Content-Marketing-Artikel aufgegriffen werden können, oder das Beantworten von Fragen der Community. So wird ebenfalls zusätzliche Aufmerksamkeit für einen Inhalt generiert.

Beispielsweise können auf Twitter einfache Umfragen erstellt werden, die sich auch sehr leicht auf der Webseite einbinden lassen.

Für eine optimale Verknüpfung können Tweets und andere Social Media Beiträge direkt auf der Webseite eingebettet werden.

Für eine optimale Verknüpfung können Tweets und andere Social Media Beiträge direkt auf der Webseite eingebettet werden.

1000 tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen

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Lass Dich inspirieren und probiere Neuartiges aus! Für Deine Nutzer ist es schließlich nicht interessant, wenn Du überall das Gleiche veröffentlichst. Insbesondere auf den Social-Media-Plattformen ist es besonders wichtig, immer wieder Neues auszuprobieren, um die Follower nicht zu langweilen. Setze Ideen und Inhalte in einen neuen Kontext – wie die Krümelmonster Cupcakes!

Bei unserer Osteraktion auf Facebook war die Überlegung folgende: Das Thema ist Ostern, an Ostern sucht man Dinge und findet kleine Überraschungen. Also haben wir uns gefragt: Nach was sucht unsere Faceook-Community bei Seokratie? Nach Informationen. Deshalb haben wir die bestehenden Artikel in eine Osterform verpackt und erneut gepostet. Der Aufwand dazu war überschaubar. Unser Aufhänger war dabei: Du musst nicht mehr suchen – wir haben für Dich unsere besten Artikel gefunden. Ostern und Online Marketing scheinen zwar auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben, funktioniert hat es trotzdem! Wenn auch etwas um die Ecke denken notwendig war – aber das ist auf den Social-Media-Plattformen durchaus erlaubt!

Wir haben über Ostern einige Artikel nochmals auf Facebook gepostet, wollten unsere Nutzer aber nicht mit den gleichen oder ähnlichen Facebook-Beiträgen langweilen.

Wir haben über Ostern einige Artikel nochmals auf Facebook gepostet, wollten unsere Nutzer aber nicht mit den gleichen oder ähnlichen Facebook-Beiträgen langweilen.

Manchmal muss man Fragen, um sie zu verstehen.

Natürlich darf auch das übergeordnete Ziel nicht aus den Augen verloren werden: Die Nutzer sollen auf Deine Webseite kommen, sich über Dich und Deine Produkte informieren und irgendwann hoffentlich auch etwas kaufen. Darum sollten nicht die gesamten Inhalte auf den Social-Media-Plattformen zu Verfügung stehen – schließlich ist das übergeordnete Ziel, die Nutzer auf die Webseite zu leiten. Lass daher absichtlich einige offene Fragen und unklare Dinge stehen und verweise für weitere Informationen auf Deine Webseite.

Manche Aufbereitungsformen verleiten dazu, alle Informationen preiszugeben – beispielsweise Infografiken. Natürlich sollten in einer Infografik die wichtigsten Informationen enthalten sein und sie sollte als alleinstehender Inhalt funktionieren, dennoch ist ein Verweis zu weiterführenden Informationen möglich und sinnvoll!

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Ich mag Müll.

Bei der Recherche für einen Artikel wird notwendigerweise einiges herausgefiltert. Gute Fundstücke sind dennoch kein Abfall – nutze dies, um zusätzlich Mehrwert auf den Social-Media-Profilen bereit zu stellen. Durch den Austausch zwischen Content Marketing und Social-Media-Marketing kannst Du Dir doppelten Rechercheaufwand ersparen. Auch hier lässt sich mit sprachlichem Geschick wiederum auf angelehnte Webseiteninhalte verweisen – was aber nicht zwingend notwendig ist. Du kannst Deine Follower dadurch auch erstmal auf das übergeordnete Thema aufmerksam machen, damit sie sich zu einem anderen Zeitpunkt weiter darüber informieren.

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Graf Zahl: Die Planung

Diese aufgezählten Punkte sind weder kompliziert noch ein großes Hexenwerk in der Umsetzung – trotzdem wird häufig nur ein Bruchteil der Möglichkeiten umgesetzt. Warum? Weil es häufig an der Planung scheitert. Es wird ein Artikel veröffentlicht und erst im Nachhinein wird daran gedacht, dass dazu ja auch eine Umfrage gepasst hätte, es dazu tolle Infografiken für Pinterest gibt oder in dem Zusammenhang auch eine Kooperation mit dem Interviewpartner für Facebook toll gewesen wäre. Die Lösung für dieses Problem ist simpel: eine detaillierte Planung der Aktivitäten. Erstelle einen Plan, in dem Du die Grundidee und das Thema festhältst und dann für jede einzelne Plattform festlegst, wie das Thema dort aufbereitet werden soll. Denn ohne Strategie und einer guten Planung laufen die schönsten Ideen ins Leere.

Suchst Du noch nach der zündenden Idee, mit der Du Deine Zielgruppe am besten ansprichst? Wir erstellen für Dich gerne eine Social-Media-Strategie.

Bilder: Bild1: © iStock.com/ beyhanyazar; Bild 2: Screenshot Twitter; Bild 3: Screenshot Facebook; Bild 4: Screenshot Twitter; Bild 5,6: Screenshot Facebook; GIFs: © giphy.com;

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