Fachlich kompetent
Äußerst flexibel
Absolut zuverlässig
Videos

Ask us Anything: Content Marketing und Social Media I

2019-12-13
Seokratie
Seokratie GmbH
Main address: Blutenburgstr. 18 D-80636 München, Deutschland ,
Tel:089 - 219098411 , E-mail: mail[@]seokratie.de
von Neele Hehemann 5. Nov 2019 Ein Kommentar

Neele und Silja beantworten eine Stunde lang Fragen aus dem Bereich Social Media und Content Marketing.

 

Unter anderem werden folgende Fragen beantwortet:

Mit welchen Tools werden Werte wie Instagram-Engagementrate, Post Frequency & Co gemessen?

Welche Möglichkeiten gibt es um bei der Instagram-Recherche Nischen zu finden.

Sollte bei Content Marketing noch auf holistische Landingpages gesetzt werden?

Was sind eurer Meinung nach die wichtigsten KPIs im Content Marketing und wie lassen sich diese messen?

 

Du hast auch eine Frage, die dir unter den Nägeln brennt? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare. Sie wird spätestens in der nächsten Live Ask us Anything beantwortet.

Hier das Video (57:28h)

Hier geht es zu den erwähnten Blogposts:

Facebook Ads: Einfache Schritt für Schritt Anleitung für Einsteiger!

Das richtige Social-Media-Netzwerk für Euer Unternehmen

Emoji Marketing: 7 Tipps für Deine Social-Media-Kampagnen

 

Du willst lieber lesen? Hier das Video als Text:

Max: Wir sagen Servus und Hallo zur neuen Seokratie Live-Fragerunde. Heute geht es nicht um SEO, sondern um Content-Marketing und Social Media. Und wer könnte dazu eure Content Marketing Fragen besser beantworten als unser Content Marketing Troll Silja?

Silja: Wuhu. Hello!

Max: Und für Social Media geht heute die Neele ins Rennen.

Neele: Hi!

Max: Wie ihr sehen könnt sind die beiden absolute Expertinnen auf ihren Gebieten und warten schon sehnsüchtig auf eure Fragen. Schreibt also daher gerne fleißig eure Fragen unten in die Kommentare rein und diese beantworten wir live in diesem Video. Kurz zu meiner Person: Ich bin der Max und wie man sehen kann, komme ich aus dem SEO-Bereich.

Silja & Neele: Buuuh!

Max: Seid ihr bereit?

Silja: Absolut. Los gehts.

Neele: Na klar.

Max: Dann fangen wir heute mit der ersten Frage von der Anja an. Und zwar: „Setzt ihr heute bei euren Content Kunden noch auf holistische Landing Pages? Pillar Pages haben bei mir mehr Erfolg. Mit holistischen Landing Pages lässt es sich für viele Keywords ranken, gezielt aber nur für Haupt- und Neben-Keywords.“

Silja: Ja, das ist absolut korrekt, das sehe ich genauso. Es ist auch so ein bisschen die Frage/ Also, ich komme aus dem Content-Marketing, deswegen wäre ich jetzt eher auf Seiten von Pillar Pages, weil man da einfach, ja, mehr Keywords abgreifen kann. Das Konzept von Pillar Pages ist ja so, dass man eine Hauptseite hat, wo man mehrere verschiedene Themen anreißt. Und das Schöne daran ist, dass man dann einfach von dieser Hauptseite weg verlinken kann auf die anderen Unterthemen und somit einfach auch mehrere Themen gezielt abgreifen kann. Genau. Und bei holistischen Landing Pages ist es eben so, dass man da auch ein Thema komplett abdeckt, aber eben, wie du es auch schon gesagt hast Anja, eben nur gezielt für das Haupt- und das Neben-Keyword ranken kann. Das kommt jetzt ein bisschen drauf an, auf die Branche und auf das Thema, was man eben bevorzugt und wie man es machen möchte. Genau, vielleicht hat der Max aus SEO-Sicht da noch was dazu zu sagen?

Max: Also, in letzter Zeit kommen ja vor allem diese Pillar Pages auf. Dadurch, dass man eben gezielt die Intention des Nutzers abgreift, wirklich nur das was er sucht abzudecken mit einer Seite und da nicht eben diese großen, holistischen Landing Pages hat, wo einfach der Nutzer sich jetzt durchklicken muss, durchschauen muss, wo er wirklich hinkommt. Also, von daher geht auch in SEO der Trend wirklich in die Richtung, zu sagen: Okay, man baut wirklich kleine Seiten auf, mit kurzen Texten, wo der Kunde auch wirklich schnell zu seinem Ergebnis kommt.

Silja: Genau, das ist einfach das Wichtigste. Google achtet ja auch darauf, wie der User sich bewegt. Und der User möchte natürlich schnellstmöglich die Antwort auf seine Frage erhalten. Und deswegen bietet sich das einfach an. Auch gerne mit Sprungmarken arbeiten, dass die User dann einfach direkt zu dem Thema kommen, das sie suchen. Ist meine Empfehlung.

Max: Sehr gut, vielen Dank! Dann wäre auch schon die erste Frage an die Neele. Und zwar: „Mit welchen Tools messt ihr die Instagram Engagement Rate und Post Frequency?“

Neele: Also, ich benutze ganz gerne Fanpage Karma, also das benutze ich jetzt nicht nur für Instagram, sondern auch für Facebook oder Pinterest. Da kann man alle Kennzahlen aus den Instagram Insights sehen. Natürlich auch dann die Engagement Rate, oder auch einfach das Wachstum der Seite. Das finde ich ganz gut, aber es gibt natürlich auch andere Tools. Zum Beispiel Falcon.io oder zum Beispiel Hootsuite. Ich glaube, das ist immer so ein bisschen eine persönliche Sache, was man lieber mag. Ich finde Fanpage Karma ist jetzt von der Usability ganz gut und ganz praktisch, das ist sehr übersichtlich. Es gibt viele gute Tools.

Max: Also, dein Favorit war dann?

Neele: Mein Favorit: Fanpage Karma.

Max: Okay. Sehr gut. Genau. Dann wieder eine Frage an die Silvia. Und zwar: „Wie schaffe ich es, mich mit meinem Unternehmensblog von der ganzen anderen Unternehmensblog-Welt abzuheben?“

Silja: Ja, das ist eine ziemlich komplexe Frage. Die jetzt so schnell zu beantworten wird herausfordernd, ich probiere es jetzt mal. Das Wichtige ist, dass du dich oder dein Thema in den Vordergrund stellst und dich einfach als, ja, Experte positionierst. Das ist eigentlich die Hauptsache. Weil, nur dann kannst du einfach auch, ja, deine Autorität zeigen. Und mit Unternehmensblogs ist es so: Es kommt ein bisschen darauf an, was dein Ziel ist. Aber das Wichtige ist einfach, dass du authentisch bist, dass du deine Expertise zeigst. Ja, und es kommt dann natürlich noch darauf an, ob du selber schreiben möchtest oder ob du ein Team hast, das schreibt.

Max: Gerade im Hinblick auf die Konkurrenten vielleicht: Sollte man dieselben Themen abdecken? Sollte man sich da wirklich seine Nischenthemen abdecken?

Silja: Ja, das ist ein guter Einwand. Tatsächlich beides. Du solltest das, was für dich wichtig ist als Thema, auf deinem Unternehmensblog abdecken. Also, was deinen Unternehmensbereich angeht. Wenn du jetzt irgendwie Software verkaufst, dass du in dem Bereich einfach alles, was wichtig ist, abdeckst. Und auch immer natürlich über den Tellerrand hinausschauen und gucken: Was macht die Konkurrenz? Und das natürlich auch abdecken, solange es zu deiner Kernkompetenz gehört. Also, jetzt nicht nur, weil die Konkurrenz was macht das auch machen wollen. Sondern gucken: Okay, passt das zusammen, was ich vertrete, was ich verkaufe? Und was natürlich noch interessanter ist, tatsächlich, als jetzt das zu bringen, was auch die Konkurrenz macht: Eine Nische zu finden und sich dadurch abzuheben. Also, auch Themen abzudecken, die die Konkurrenz eben gerade nicht anspricht. Also, das ist eigentlich das, womit man sich dann eben auch abheben kann.

Max: Soll man dann auch einfach seinen eigenen Stil reinbringen? Oder, wenn zum Beispiel die ganze Konkurrenz jetzt sehr seriös ist, sollte man seinen Blog dann auch einfach seriös halten, weil es ja anscheinend funktioniert? Oder sollte man vielleicht auch davon wegkommen und sagen „Okay, wir sind eine eigene“/
Silja: Hm, also das kommt tatsächlich ganz auf das Unternehmen an und auf das, wofür du stehst. Wenn du sagst, du bist eher jetzt nicht der 08/15-Softwareverkäufer, sondern du hebst dich ab durch irgendwie Innovation und ein bisschen/ hast Ecken und Kanten und willst auch anecken, dann kannst du natürlich schon auch deine persönliche Note mit hineinbringen. Also, es kommt immer darauf an. Also, eine persönliche Note ist generell immer relevant und wichtig, aber es sollte natürlich jetzt nicht in Klamauk ausarten. Also es sollte schon noch Mehrwert für den User bieten und dann ist man eigentlich auch auf der richtigen Seite.

Max: Okay. Wie ihr sehen könnt sind die beiden schon richtig heiß. Also, kommentiert gerne eure Fragen unten in die Kommentar Spalte und dann beantworten wir die auch. Wir hätten eine nächste Frage schon für die Neele. Und zwar:““Kennt ihr eine Möglichkeit, um bei der Instagram Recherche Nischen auszumachen? Zum Beispiel Mikroinfluencer mit gutem Engagement und Post Frequency rauszufiltern.“

Neele: Also, es geht darum, herauszufiltern: Nischeninfluencer und Mikroinfluencer?

Max: Genau.

Neele: Ja, also ich würde das so angehen, dass ich erst mal zum Beispiel auf Instagram nach Nischen Hashtags suche und dann schaue, wer ist denn da im Top-Rating und sehr erfolgreich? Und das können auch dann kleinere Accounts sein. Die nächste Möglichkeit wäre zum Beispiel über Buzzsumo, das ist auch so ein Tool, nach den bestimmten Schlagwörtern zu suchen und dann zu gucken „Ey, wer ist denn zu diesem Thema irgendwie sehr sichtbar auf Instagram?“ Was man auch machen kann/ natürlich könnte man auch über die Tools gehen, zum Beispiel auf Fanpage Karma zu schauen, wie gut oder wie aktiv dort die Fanbase dieses einen Mikroinfluencers ist. Dafür müsste man den aber natürlich erst mal finden. Also, wenn man den dann mal hat und sagt „Okay, bei dem könnte ich mir das vorstellen, mit dem zusammen zu arbeiten“, dann kann man die Tools auch sehr gut nutzen, um da mal ein bisschen tiefer reinzuschauen. Natürlich kann man über die ganzen Tools nur die Daten einsehen, die auch öffentlich verfügbar sind. Aber wenn ihr euch jetzt überlegt „Okay, ich will mit diesem Influencer tatsächlich zusammenarbeiten“, dann kann man ja auch mal fragen: „Hey, könntest du uns mal Einblick in deine Insights geben?“ Und dann könnt ihr mit den Tools natürlich sehr genau auswerten: Wie gut ist das und wie viel ist das auch wert?

Max: Sollte man dann auf Instagram eher in die Nischenbereiche reingehen oder sollte man auch schon sagen: Okay, man möchte einfach, um eine möglichst breite Masse abzudecken, auch wirklich so die Hauptpunkte abgreifen?

Neele: Wie Silja das ja vorhin auch schon gesagt hat: Das ist immer ganz vom Unternehmen und von der Marke abhängig. Wenn ich natürlich ein sehr großes Unternehmen bin, dann kann ich auch auf die breite Masse gehen. Dann kann ich gucken, dass ich so viele gute Inhalte und so viele interessante Beiträge produziere, dass sie auch viele Menschen ansprechen. Wenn ich jetzt natürlich nur ein kleines Unternehmen bin, dann ist es für mich vielleicht viel, viel effektiver, mich auf meine Nische zu konzentrieren, als jetzt zu versuchen, alle Instagram-Nutzer glücklich zu machen. Aber die vielleicht für mich gar nicht mehr so relevant sind, weil sie zum Beispiel mein Produkt gar nicht kaufen wollen oder können.

Max: Also jetzt mal eine ganz unspezifische Frage, die uns aber im Vorhinein erreicht hat: Wie viel sollte ein Influencer denn (unverständlich 00:08:35). Das ist jetzt natürlich sehr, sehr schwierig, aber…

Neele: Meine Lieblingsfrage. Da würde ich auch noch mal empfehlen, in die Tools reinzugucken. Wenn man die Insights hat, dann wird zum Beispiel in Fanpage Karma ein Werbewert ausgegeben und gesagt „Die Beiträge in der letzten Woche entsprechen einem Werbewert von so und so viel Euro.“ Wenn man die Daten hat, dann kann man das ganz gut machen. Was man auch machen kann: Man kann mit so was arbeiten wie einem Medien-Äquivalenz-Wert. Also, zu sagen „Hey, der Influencer gibt mir eine Reichweite von 100000 Leuten, dafür bekomme ich irgendwie einen Traffic auf meine Seite von was weiß ich wie viel.“ Und dann kann man das vergleichen mit jetzt den typischen Print- und Fernsehmedien, wie viel das dort kosten würde. Das ist eine Möglichkeit. Ich persönlich finde aber, das ist jetzt nicht ganz so/ Die Kamera fällt!

Silja: So, das ist das Schöne bei Live-Sendungen. Es kann schon auch mal was schiefgehen. Wir standen jetzt kurz mal Kopf!

Neele: Jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich war.

Max: Weisst du nicht mehr, wo du warst, okay.

Neele: Ich wollte sagen, der Media Äquivalenz Wert ist ganz cool, um das in Relation zu setzen. Aber ich persönlich finde: Eine Zielgruppe, die man auch über Social Media erreicht, die ist viel aktiver und viel aufmerksamer als jetzt der Fernsehzuschauer, der in der Werbepause mal kurz ins Bad geht. Oder so eine Print-Zeitschrift. Klar, wenn die an 100.000 Haushalte geliefert wird, sind das theoretisch sehr, sehr viele Kontakte. Aber wer guckt da wirklich rein und guckt sich jede einzelne Werbung an?

Silja: Das stimmt, und vor allen Dingen, was ich auch wichtig finde ist, dass man auch immer einfach eher als Ausgangspunkt nimmt: Passt der Influencer eigentlich auch zu meinem Unternehmen?

Neele: Ja, absolut.

Silja: Und zu meinem Produkt. Anstatt sich jetzt an solchen Kennzahlen irgendwie festzuklammern. Also, das ist natürlich hilfreich, um eine Orientierung zu finden, aber man sollte sich im Vorfeld auch einfach überlegen: Was will man erreichen, also was soll das Ziel einer Influencer-Kampagne zum Beispiel sein? Was bin ich selbst jetzt eigentlich bereit dafür auszugeben? Und da kann man dann auch einfach schon mal sehen, in welche Richtung das geht? Und was interessant ist vielleicht für Unternehmen: Je besser man sich mit seinem Influencer versteht und je besser da die Verbindung ist, desto eher hat man auch einfach die Möglichkeit, nicht so viel Geld dafür auszugeben. Nennen wir es mal so.

Max: Wenn wir jetzt schon beim/ Entschuldigung.

Neele: Also, wenn man jetzt zum Beispiel einen Influencer gefunden hat, der vielleicht nur einen ganz kleinen Account hat, aber der einfach für das Produkt brennt und für das Unternehmen und dahintersteht, dann kann man damit ja viel mehr erreichen, wenn man jemanden hat, der authentisch ist und auch bei der relevanten Zielgruppe Vertrauen schafft. Das ist ja vielleicht dann auch einfach viel mehr Wert als jemanden mit einer großen Fanbase, der halt nur einmal das Produkt in einem Beitrag markiert und irgendwie in den nächsten zwei Produkten das Konkurrenzprodukt.

Silja: Genau. Da gibt es ja manchmal so Postings von Influencern, wo dann x verschiedene Produkte dann auch noch vermerkt sind, auf einem Foto. Wo man sich dann auch als User denkt, so: „Hoppala, was ist denn da los?“. Also, der Trend geht ja auch irgendwie immer mehr dazu, dass User das natürlich verstehen oder dass den Usern immer mehr bewusst ist, dass Influencer einfach bezahlt werden und da muss man einfach gucken, dass es sich die Waage hält. Dass es auch authentisch bleibt, weil das finde ich das allerwichtigste.

Max: Okay. Ihr habt es ja jetzt schon bewiesen, was es wirklich ausmacht, als Content Marketing Manager oder Social Media Manager zu arbeiten. Jetzt würde ich gerne mal kurz bitten, zu sagen: Was sind so die typischen Skills, die man haben sollte, um da wirklich ein guter Manager zu sein?

Silja: Das ist eine spannende Frage. Ich finde, was sehr, sehr wichtig ist, weil gerade Content Marketing, Social Media oder generell der Online Marketing Bereich sehr schnelllebig ist. Das heißt, man sollte schon bereit sein, zum einen wissbegierig zu sein, sich auch anzupassen und zu gucken „Okay, wo kann ich noch was rausholen.“ Also, immer irgendwie so auf dem neuesten Stand sein wollen. Kreativität finde ich extrem wichtig und strategisches Denken. Also, dass man halt einfach wirklich zielführend denkt und versucht, alle Kreativität, die man gerade im Kopf hat, einfach strategisch zu bündeln. Und, was ich sehr, sehr wichtig finde, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen platt, aber das ist tatsächlich gesunder Menschenverstand. Und wenn man den hat, dann steht dir nichts im Wege, Content Marketing Manager zu werden. Natürlich sollte man auch noch irgendwie ein gewisses Sprachgefühl haben, für Texte brennen, für sein Thema brennen. Also, das ist sehr wichtig. Und je nachdem, ob man eben in einer Agentur ist oder intern in einem Unternehmen – also, bei einer Agentur hat man immer mehrere verschiedene Themengebiete – da sollte man schon das mitbringen, dass man sich gerne in verschiedene Bereiche einliest, einarbeitet und sich damit, ja, identifizieren kann.

Max: Aber wie schafft man es, sich jetzt zu begeistern für total langweilige Themen?

Neele: Manche Menschen stehen einfach auf langweilige Themen und können sich da total hineinversetzen.

Silja: Wie du mit SEO.

Neele: Ja. Wie schaffst du es, dich für SEO zu begeistern?

Max: Ja, genau dasselbe, was die Silvia gesagt hat. Ich glaube, es ist einfach die tagtägliche Arbeit, ständig am Neuen dranzubleiben.

Silja: So weit sind wir ja auch nicht voneinander entfernt.

Max: Ja, genau.

Neele: Und für Social Media, also ich glaube für Social Media braucht man sehr ähnliche Fähigkeiten. Du hast gerade gesagt: Sprachsicherheit und Textgefühl. Bei Social Media ist natürlich das Visuelle stärker im Vordergrund und es ist relevanter, dass man da so ein Gefühl für optische Sprache hat. Und tatsächlich arbeitet man im Social Media Bereich sehr, sehr viel mit Tools und verschiedenen Funktionen zusammen. Da muss man auch Lust darauf haben. Das ist aber auch ganz cool. Vor allen Dingen: Das sind ja auf jeder Plattform andere Tools und Funktionen.

Silja: Genau, das ist auch was. Man sollte auch nicht davor zurückschrecken, sich mit Reportings und Zahlen auseinandersetzen zu können. Klar, es gibt jetzt mal mehr oder weniger/ also es wird von einem mal mehr oder weniger verlangt. Wenn man jetzt zum Beispiel mit guten Analytikern und SEO´s zusammenarbeitet, dann kann man das Thema vielleicht auch mal auslagern. Genau. Aber das sind schon die Kernkompetenzen, die man haben sollte.

Max: Was mir bei Social Media meistens in Erinnerung bleibt: Dass irgendwelche Posts kommen, wo ganz viele Hater-Kommentare drin sind. Wo ein bisschen Skandal ist. Wie geht man genau mit diesen Posts um oder auch diesen Nutzern um, die viele Hater-Kommentare schreiben? Auch viele Bots, die ja auf Instagram jetzt kommentieren. Wie soll man damit umgehen, als Unternehmen, wenn man damit ein massives Problem hat?

Neele: Also, die Bots würde ich einfach ignorieren und ausblenden, die sind jetzt, ja/ die sind nicht echt, also ist es egal. Mit den Hater-Kommentaren, also: Wenn man so etwas relativ häufig hat oder überhaupt, sollte man sich immer so einen Notfallplan aufstellen und so einen Entscheidungsbaum machen: „Wie gehe ich halt mit unzufriedenen Nutzern um?“ Und in diesem Entscheidungsbaum sollte zum Beispiel drin sein: Ist das jetzt jemand, der einfach nur Bock hat, überall was Böses zu kommentieren und einfach überall herumstänkert? Egal, was man da schreibt, denen wird man es nicht unbedingt recht machen können. Da kann man dann den Kommentar auch mal ausblenden oder sagen „Hey, anscheinend gefällt dir unsere Seite nicht. Treib dich doch mal woanders herum.“ Nicht in der Wortwahl bitte. Und dann sollte man aber auch gucken: Okay, was sind jetzt wirklich unzufriedene Kunden oder Nutzer? Was kann man da machen? Kann man die vielleicht wirklich noch zufriedenstellen? Muss man auf die eingehen? Haben die eine Frage oder ein Problem? Und das sollte man auf Augenhöhe beantworten, das ist ganz wichtig. Auf Social Media gibt es nicht „das große Unternehmen“ und „Der kleine Kunde“, sondern alles ist auf Augenhöhe. Und die Community hat unheimlich viel Kraft. Die hat unheimlich viel negative Kraft, wenn die sich verbinden und sagen „Dieses Unternehmen ist super blöd und wir machen die jetzt fertig!“ Aber sie haben auch eine wahnsinnig große Kraft, wenn sie sagen „Wir finden dieses Unternehmen gut und wir unterstützen das.“ Und was man auch ganz gut sehen kann: Unternehmen, die sich wirklich mit ihrer Community auseinandersetzen, die haben dieses Hater-Problem meistens gar nicht mehr. Weil, wenn dann jemand kommt und da herumpöbelt, dann kommt irgendein richtiger Fan, der sich für das Unternehmen einsetzt und sagt „Was willst du hier? Wir sind alle total glücklich mit diesem Unternehmen. Und wenn dir das nicht passt, dann musst du es gar nicht gut finden.“

Max: Vielen Dank, ja. Schreibt also gerne eure Kommentare und Fragen, alles rund um das Thema Content, rund um das Thema Social Media unten in die Kommentare rein. Wir warten schon sehnsüchtig auf eure Fragen. Also, seid da gerne aktiv und fragt uns einfach los. Weil wir vorhin schon beim Stichwort Kosten waren für Influencer würde ich jetzt gerne einfach mal die Frage der Kosten an dich weiterleiten. Und zwar: Wie erstelle ich gute Inhalte mit möglichst geringem Aufwand? Weil, es haben ja nicht viele/ zum Beispiel, wenn ich jetzt meinen Online-Shop selber mache muss ich ja den Content meistens selber kreieren. Wie schaffe ich es da jetzt mit wirklich kleinem Budget, drei bis vier Stunden, einen super Inhalt zu produzieren?

Silja: Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Aber da gilt eigentlich auch das, was ich vorhin schon gesagt habe: Authentisch bleiben und bei den Leisten bleiben. Also, der Schuster sollte bei seinen Leisten bleiben, also dann auch du bei deinem Produkt. Überlege dir: Was willst du erreichen, was ist dein Ziel? Und du hast ja im besten Fall schon eine Landing Page mit hoffentlich guten Kategorietexten und so weiter, die eben deine wichtigsten Keywords abdecken. Dann würde ich gucken: Okay, was sind die nächstwichtigsten Longtail Keywords? Und dann wirklich gezielt dafür Inhalte erstellen und wenn es jetzt mit wenig Aufwand/ das ist immer so eine Sache. Also, wenn es dir leichtfällt, zu texten und was zu schreiben, dann wird das wenig Aufwand sein. Aber mein Tipp wäre dann einfach sich zu konzentrieren. Also gezielt zu fokussieren: Was ist das wichtigste Thema? Und was kann ich dann relativ kurz abhandeln? Und das sollte dann in drei bis vier Stunden möglich sein. Aber wichtig ist natürlich auch, nicht nur Textwüsten zu erstellen, sondern auch mit Bildern, Grafiken und so zu arbeiten. Genau. Und wenn man dann noch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte, apropos geringer Aufwand, vielleicht im Vorfeld strategisch denken und sich überlegen: Okay, wie kann ich den Text aufbauen, dass ich ihn auch schon für mehrere Kanäle wie zum Beispiel in Social Media verwenden kann. Das ist eigentlich, ja/

Neele: Genau das wollte ich auch sagen. Weil, wenn man seinen Content Inhalt erstellt und sich schon vorher darüber Gedanken macht, „Wie kann ich vielleicht einzelne Elemente daraus auf den Social Media Plattformen verwenden?“, dann spart man natürlich viel Arbeit und Zeit. Und dann ist es auch aus einem Guss.

Silja: Genau. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen enttäuschend, die Antwort, aber es wird nie sein, dass man es komplett ohne Aufwand macht. Also, man muss sich einfach entscheiden: „Möchte ich diesen Schritt gehen? Möchte ich Inhalte meinen Usern bereitstellen? Möchte ich in dieses Haifischbecken springen und sagen: Ich kämpfe gegen die anderen an!“ Und wenn man das mit Ja beantwortet, dann muss man einfach sein Bestes geben. Man muss jetzt nicht immer riesige Kampagnen fahren oder so, sondern es reicht tatsächlich auch, wenn man solide Texte schreibt, in denen man einfach die Fragen der User beantwortet. Also, deswegen ist es auch, wenn man ein kleines oder mittelständisches Unternehmen ist, ja, wichtig mit seinen Kunden in Kontakt zu sein. Also möglichst vielleicht auch über den Kundenservice zu erfahren: Welche Fragen kommen denn immer wieder auf? Und die beantworten.

Max: Jetzt haben wir eine Frage von Mike auf YouTube. Und zwar: „Wenn man mit Social Media ganz neu anfängt“, das ist eine Frage an dich Neele, „was sind eure wichtigsten Tipps um Menschen zu erreichen und bestenfalls auch Leute dazu zu kriegen, die eigene Seite zu liken beziehungsweise ihr auch zu folgen? Reicht es da einfach aktiv zu sein und regelmäßig gute Inhalte zu posten?“

Neele: Leider nicht. Das wäre zu schön, wenn wir einfach irgendwo mit einem Kanal anfangen und dann streuen wir unsere Inhalte in die Welt und dann kommen die Fans schon. Das funktioniert leider gar nicht mehr. Also, wenn man jetzt neu anfängt und sagt „Ich möchte Social Media aufbauen“, das erste, was ich empfehlen würde, sich auf einen oder wenige Kanäle zu fokussieren.

Max: Und welche wären das dann am Anfang, zum Beginn?

Neele: Das kommt ganz auf das Unternehmen an. Dazu gibt es einen Blog Post bei Seokratie, wie man das richtige Netzwerk für sich auswählt. Da einfach mal reinschauen und dann gucken: Was passt am besten zum Unternehmen? Und dann, wenn man jetzt anfangen möchte, seine Community, seine Fanbase aufzubauen, dann kommt man fast nicht mehr an Ads vorbei oder man muss aktiv an die Community herantreten. Also stellen wir uns vor, es gibt zum Beispiel schon ein Ladenlokal und der macht jetzt irgendwie seine Instagram Seite auf, dann wäre natürlich irgendwie der erste Schritt, die Leute, die schon in dieses Lokal kommen zu animieren, auch mal irgendwie einen Beitrag zu teilen oder das Profil zu markieren. Im nächsten Schritt kann man dann sagen „Okay, ich schalte jetzt hier noch ein bisschen Anzeigen und biete einer relevanten Zielgruppe wirklich Mehrwert und interessante Beiträge, dass die dann auch sagen: ‚Hey, das finde ich so cool, dem folge ich jetzt.‘“

Max: Wie komme ich denn jetzt auf meine Zielgruppe genau, wenn ich sage: „Okay, ich kann jetzt Ads schalten, da sind ja tausend Möglichkeiten vorhanden.“ Worauf soll ich da als erstes setzen? Soll ich, keine Ahnung, neue Nutzer oder alte Nutzer, die schon bei mir waren? Wie soll ich da quasi so das Budget aufteilen?

Neele: Ja, die Targeting Optionen in Social Media sind so fantastisch, das ist total super. Da kommt es aber wieder mal auf das Unternehmen darauf an. Aber was man zum Beispiel machen kann: Es gibt verschiedene Targeting Optionen und man kann einerseits nach Interessen targeten. Zum Beispiel „interessieren sich für Eiscreme“, nicht das beste Beispiel. Aber zum Beispiel „interessieren sich für ein Produkt“. Man kann aber auch sagen: „Hey, die Leute, die auf meiner Webseite schon mal waren, die möchte ich wieder ansprechen und denen jetzt zeigen: Hey, ich habe jetzt auch ein Instagram Profil. Und: Hey, hier zeige ich dir noch Besonderheiten zu meinen Produkten oder gebe dir noch irgendwelche Informationen, einen Mehrwert.“ Das ist eine sehr gute Möglichkeit. Dann kann man natürlich auch so statistische Zwillinge bilden. Zum Beispiel: Man hat die Leute, die bereits auf meiner Webseite waren. Und jetzt möchte ich Leute, die auf Instagram sind, die diesen Leuten sehr, sehr ähnlich sind. Und denen kann ich dann meinen Account zeigen. Da gibt es glaube ich auch einen Blog Post dazu. Zum Beispiel Facebook Ads für Einsteiger und die Targeting-Optionen sind auf Instagram relativ ähnlich. Und da steht so ein bisschen was drin, was man da am Anfang beachten sollte und kann. Und wie man damit loslegt.

Max: Sehr gut.

Silja: Absolut. Und was ich auch finde ist, dass man auf jeden Fall loslegen sollte, weil ich so feststelle oft, dass gerade kleinere Unternehmen so ein bisschen zögern, einfach, da mit Instagram loszulegen. Weil sie denken, das ist irgendwie jetzt nicht perfekt genug, oder professionell genug. Meine Empfehlung wäre einfach, das trotzdem zu machen, auch wenn es jetzt nicht perfekt ist vielleicht, wie von einer Agentur gedreht. Es ist aber trotzdem authentisch und es kommt von dir. Und wenn das dann den Fans gefällt ist das nur von Vorteil. Also, ich würde da schon/ dass man da einfach mal Stories dreht oder halt einfach dich einfach als Unternehmen vorstellst, deine Mitarbeiter vorstellst. Und dann eben, wie Neele eben auch schon gesagt hat, wenn es ein Ladenlokal ist, einfach auch deine User vielleicht mit einbindest.

Neele: Und vielleicht auch, weil du gemeint hast, viele scheuen sich davor, das überhaupt anzufangen. Man muss auch nicht irgendwie 100.000 Fans haben. Wenn das halt nur so ein kleines Ladenlokal ist, dann reichen ja auch schon ein paar.

Silja: Genau. Das Wichtige ist eigentlich, dass die aktiv sind, deine Inhalte gut finden und immer wieder zu dir zurückkehren, quasi.

Max: Genau. Und der Mike hat auch schon geantwortet auf Facebook, er hat gesagt „Vielen Dank, Neele! Mega sympathisch!“ Dann mal wieder zurück zu dir, Silja. Die Frage von Martin: „Was sind eurer Meinung nach die wichtigsten KPIs im Content Marketing und wie lassen sich diese messen?“

Silja: Das ist eine Frage, die oft und gerne gestellt wird und sie ist gar nicht so einfach zu beantworten. Also, es kommt auch da wieder drauf an, welches Ziel ich mit Content Marketing verfolge. Am einfachsten und wenn man sagt, man macht Content Marketing, um Reichweite zu erzielen und die Markenbekanntheit zu steigern, ist es ganz klar der Traffic. Und den kann man sich natürlich über Google Analytics oder sonstige Tools ganz einfach anschauen, tatsächlich. Ja, wichtig ist es da einfach, sich im Vorfeld ein Ziel zu setzen und zu sagen „Das und das möchte ich erreicht haben.“, bleiben wir beim Traffic, dass man seinen Traffic vielleicht verdoppeln möchte, oder vervielfachen, wie auch immer. Und dass man das gezielt angeht. Ansonsten, ja klar, gibt es auch noch unterschiedliche KPIs, die man ansetzen kann, aber das ist eigentlich für Content Marketing so der gängigste. Und ich bin auch immer nicht so der Fan bei Content Marketing zu gezielt darauf zu gehen. Aber klar, das muss sein und ich finde es auch wichtig und das wäre dann in dem Fall Reichweite. Oder dann kann man es ja auch gut verbinden mit Social Media auch wieder, und gucken: Okay, wie hat mein Inhalt, den ich dann auch über Social Media seede, wie ist der da angekommen? Das heißt, da kann man dann auch wieder auf Engagement, et cetera pp, eingehen. Oder was würdest du sagen, was da die wichtigsten für Content Marketing Inhalte sind, für KPIs?

Neele: Ja, auf Social Media sieht man das immer ganz gut, wie gut die Content Marketing Inhalte da angenommen werden. Wenn es jetzt natürlich ein Link zu einem Magazin Beitrag ist, dann würde ich immer gucken, die Click-Through-Rate, also wie viele Leute haben den gesehen und dann tatsächlich draufgeklickt? Das ist immer ein ganz guter Indikator. Wenn man den Beitrag bewirbt, dann kann man auch gucken: Wie verhält der sich im Vergleich zu den anderen Beiträgen? Ja, natürlich Kommentare und das Engagement an sich ist natürlich auch wichtig. Wenn es aber jetzt ein Link zu einem Beitrag ist, denke ich, es ist wichtiger, dass der Nutzer halt draufklickt und sich den Beitrag durchliest, als wenn er drunter kommentiert „Hey, coole Headline!“

Silja: Das stimmt. Und was mir noch einfällt und was man auch einrichten kann in Google Analytics, dass man sich zum Beispiel den Magazin-zu-Shop-Traffic anzeigen lässt. Und das ist eigentlich auch eine ganz spannende Sache, wenn man da mit Produkt Verlinkungen arbeitet. Da sieht man dann, wie viele Leute vom Artikel auf den Shop gekommen sind. Richtig, ja.

Max: Genau. Der Andi fragt auf YouTube: „Wo genau muss ich meinen Shop-Besuchern welchen Content anbieten, zeigen? Also, was soll ich am besten auf die Startseite tun, auf die Kategorie Seite? Soll ich auch etwas nach dem Kauf an Content anbieten? Wie geht ihr dabei vor?“

Silja: Setzen wir mal so an: Also das Schöne an Content Marketing ist, wenn man sagt, man hat SEO als Basis und geht dann also mit Content Marketing in die Longtail Keywords rein. Dass man sich da so Schritt für Schritt vorarbeiten kann und das würde ich auch empfehlen. Zum einen braucht man dann eben das SEO-Team, das dann die Inhalte für die Startseite, Kategorie Seiten und so weiter erstellt und auch die Keyword Auswahl. Und dann würde ich von da einen Schritt weitergehen und sagen „Okay, was sind jetzt die nächsten wichtigen Longtail Keywords?“ Und ja, meine Empfehlung ist es anzufangen bei dem Produkt nähere Themen, da kann man dann überlegen, wenn es sehr umfangreich ist, ob man sich einen Ratgeber als zuhause für die Inhalte nimmt und da dann produktnahe Themen abdeckt, die, ja, jetzt nicht direkt transaktional sind, aber doch so informationsorientiert, dass ich sie als Kaufberater baue. Das heißt, dass ich wirklich da gezielt anhand dessen eine Entscheidung treffen kann. Und dann gerne auch noch ein Magazin, wenn man dann da so die weiteren Themen abdeckt, die jetzt nicht unbedingt immer auf bestimmte Keywords ausgerichtet sind, die aber mit DialWise angereichert werden können. Also alles, was wirklich so eine ganze Themenfeld schafft, also das würde ich empfehlen. Das, was produktnäher ist und das dann als Magazin, was man dann so weiterfassen kann. Und was man dann auch eben wieder gut über Social Media streuen kann. Ihr seht schon, wir arbeiten ziemlich gut und eng zusammen.

Max: Was läuft denn besser auf Social Media? Tatsächlich so typische Content-Posts wie ein neuer Blog-Post, oder wirklich so Produkte, dass man sagt „Meine Produkte“?

Neele: Beides nicht so. Nein, so ist es auch nicht. Also, tatsächlich funktioniert das am besten, wenn man die Inhalte direkt auf Social Media teilt. Wenn man direkt ein Video dort macht, oder Bilder direkt auf Social Media teilt. Wenn man natürlich einen Link postet zu irgendwas, dann funktioniert es selten gut. Das funktioniert dann gut, wenn man es zum Beispiel irgendwie als Anzeige spielt und direkt nur den Nutzern zeigt, für die das jetzt in diesem Moment tatsächlich dann auch relevant ist. Content Artikel können aber auch organisch super gut laufen. Da muss man halt gucken, dass man den richtigen Call-to-Action kriegt, damit die Leute dann wirklich da draufklicken und sich das durchlesen. Facebook findet halt Links nicht so super, Facebook möchte halt gerne, dass die Leute auf der Plattform bleiben, das ist einfach so. Tatsächlich Pinterest zum Beispiel findet solche Content Artikel total super, das funktioniert phantastisch und da kann man sehr schön sich den Traffic auf die Seite holen. Produkte, kommt auch drauf an, wo spielt man die gerade? Auf Facebook kann man mit Produkt Markierungen arbeiten. Zum Beispiel in schönen Bildern oder auch auf Instagram. Aber jetzt einfach so ein freigestelltes Produkt zu posten ist wenig zielführend. Also wenn, dann sollte es irgendwie eine Geschichte zu diesem Produkt sein. Also, wie wurde es hergestellt, was ist jetzt das Besondere daran? Ja, so eine Geschichte dazu, damit der Nutzer sich das auch wirklich anschaut. Weil wenn er durch Facebook und Instagram scrollt und er hat in diesem Moment einfach keine Lust irgendwie noch Schuhe zu suchen und dann sieht er einfach mal so einen Schuh-Bild/

Silja: Vor allem so ein Bild, dass dann eins-zu-eins das gleiche ist wie so ein Produktbild. Ja, und nicht irgendwie jetzt schön aufbereitet.

Neele: Ja, und ich meine: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, wenn ihr 500 Schuhe anbietet, dass ihr diesem einen Nutzer genau den einen Schuh anzeigt, den er jetzt kaufen möchte bei euch? Es wäre ja eigentlich schöner, ihm entweder eine Variation von verschiedenen Produkten zu zeigen, um dann zu gucken „Okay, worauf springt er gerade an? Was interessiert ihn?“, oder halt die Geschichte hinter den Produkten, um auch das Unternehmen an sich eher vorzustellen und da Vertrauen in die Verbindung zu schaffen.

Max: Also wirklich eher Social Media wirklich gar nicht versuchen als neuen Traffic-Bringer zu sehen, sondern wirklich eher als Branding?
Neele: Social Media kann ein super Traffic-Bringer sein. Aber Branding funktioniert definitiv besser und wenn man den Traffic haben möchte, dann sollte man das sehr, sehr gezielt angehen. Und da würde ich immer sagen: Wenn, dann Content Marketing Inhalte und Geschichten, Stories und nicht der eine Produkt Post.

Max: Gibt es da eigentlich auch, ich habe mal irgendwas im Hinterkopf gehört etwas davon, dass man immer mal ein paar Posts machen soll, nur auf Facebook. Dann mal wieder einen Link posten. Gibt es diese Regel noch oder wie stichhaltig ist das?

Neele: Ja, diese Regel bezieht sich ja eigentlich darauf, dass man sehr abwechslungsreich seine Inhalte streuen sollte. Und das ist auf jeden Fall immer noch wichtig. Es ist aber natürlich trotzdem grundsätzlich so, dass zum Beispiel Facebook Links jetzt nicht so gut findet. Wenn man das dann natürlich irgendwie streut, man hat irgendwie ein Video und dann einen Link, dann ist das vielleicht für den Algorithmus und für das Profil nicht ganz so dramatisch, aber im Endeffekt steckt man ja nicht drin. Man weiß jetzt nicht, was Facebook da sagt. Aber man kann natürlich/ man muss einfach in seine eigenen Daten gucken. Also, was für das eine Unternehmen funktioniert, muss für das andere Unternehmen nicht funktionieren. Und wenn ihr seht, eure Content Marketing Artikel, da kann ich zehn hintereinander posten und die bringen so viel Traffic auf die Seite, dann macht das doch einfach. Und man kann, das ist super schön zu sehen, also man kann mit den Tools auswerten: Okay, wann wurden Bilder gepostet? Wann wurden Videos gepostet? Und wie verläuft da die Reichweite? Sinkt die irgendwie total ab, wenn man jetzt drei Links hintereinander postet und steigt die, sobald man ein Video postet? Sowas sollte man eigentlich immer auf dem Schirm haben, sich das angucken und dann seine Beiträge ein bisschen mixen und streuen.

Max: Ich glaube, das ist genauso im SEO- und Content-Bereich, dass man immer schauen soll: Okay, wie performen die letzten Beiträge, wie performen die letzten Inhalte? Gibt es da einen Trend, wo man sehen kann: Okay, das hat jetzt besser funktioniert, wenn man wirklich auch mal versucht das auszureizen, diese Punkte. Auch wirklich schauen: Okay, jetzt hat zum Beispiel ein Blog gut, sehr gut funktioniert, mit vielen lustigen Bildern drin, lustig geschrieben. Das sollte man vielleicht einfach weiterverfolgen. Also, wirklich da gerne analytisch ran gehen und fragen: „Ja okay, was funktioniert denn gut für mich? Was hat bis jetzt gut funktioniert?“ Was nicht so gut funktioniert hat. Einfach da ein bisschen zu differenzieren.

Neele: Absolut, ja. Was man auch machen kann: Dass man nicht nach Beitragsart unterscheidet, sondern nach Themen. Dass man einfach die Beitragsarten mal in Themen clustert und das dann auswertet. Und dann sieht man vielleicht: Okay, alle Beiträge, egal, ob Foto, Video oder Link zu Thema XY funktionieren total super. Und das andere Thema funktioniert gar nicht.

Max: Okay. Schreibt auch gerne eure Content Marketing Fragen unten in die Kommentare. Wir haben jetzt relativ viel über Social Media geredet. Wir haben auch schon die nächste Frage für Social Media. Und zwar auf YouTube, von XGamerGirl. Sie fragt: „Was denken Sie ist die beste Werbeform für die einzelnen Social Media Kanäle?“

Neele: Die beste Werbeform im Sinne von Anzeigen schalten?

Max: Ich nehme mal an, ja.

Neele: Und für die einzelnen Kanäle? Ja, das ist auch wieder so eine Frage, die man nicht pauschal beantworten kann. Für Instagram zum Beispiel funktionieren aktuell Stories total super. Also das funktioniert sehr gut. Egal, ob es jetzt Story-Videos sind oder einzelne Slides. Für Facebook sind Videos einfach immer noch mega gut: Hallo Facebook! Für Pinterest sind es dann einfach die Pins, Bilder. Da kann man jetzt neuerdings so Bilder mit so kleinen Animationen machen. Also, man lädt es als Video hoch und dann ist das wie so ein animiertes Bild. Und da kann man aber einen Link hinterlegen und dann bekommt man den Traffic. Und das dann zu bewerben, das funktioniert sehr, sehr gut. Weil dann hat man quasi dieses Bild mit der kleinen Animation und wenn man das als Anzeige benutzt, dann sticht das natürlich sehr hervor. Ich hoffe, ich habe das jetzt einigermaßen beantwortet. Weil man könnte jetzt noch mehr ins Detail gehen? Oder allgemeiner bleiben?

Max: Wenn nicht, kannst du gerne nochmal genauer spezifizieren, dann können wir nochmal genauer darauf eingehen. Stichwort bezahlte Werbung. Der Fabian fragt auf YouTube: „Stimmt das Gerücht, dass man organische Reichweite verliert, sobald man damit begonnen hat, auf seiner Seite Ads zu schalten, um zum Beispiel auch das Profil zu promoten, auf Instagram oder Facebook?“

Neele: Haha, ja, das ist ein sehr schönes Gerücht. Ich glaube, das haben wir auch schon mal irgendwo mal in einem Blog Post aufgegriffen. Nein, in einem Video-Post haben wir das sogar mal aufgegriffen, ja. Also, das ist nicht nur ein Gerücht, das passiert. Aber es ist jetzt keine Absicht. Also, Facebook oder Instagram oder so sagen jetzt nicht „Uh, die haben jetzt Geld gezahlt, jetzt schnappen wir denen die organische Reichweite weg“, sondern das ist eher so ein Nebeneffekt. Also, wenn man zum Beispiel einen Beitrag bewirbt, dann hat man diese bezahlte Reichweite. Und dadurch, dass die Leute damit interagieren, bekommt man natürlich noch ein bisschen organische Reichweite on top. Oder dadurch, dass halt die Leute das teilen, sehen das natürlich wieder weitere Leute, was dann nicht mehr bezahlt ist, was irgendwie in die unbezahlte Reichweite mit hineinspielt. Sobald man diese Anzeigen dann wegnimmt, fällt das, was man on top bekommen hat natürlich auch weg. Und dann, tja, dann hat man plötzlich weniger organische Reichweite, obwohl man nur die Anzeigen gestoppt hat.

Max: Okay. Du hattest vorhin gesagt im Blog, um mal wieder auf das Content Marketing zurückzukommen, im Blog sollte man teilweise, auch einfach um diesen Blog-zu-Shop Traffic zu messen oder Magazin-zu-Blog, wie soll ich da die Produkte einbinden? Also ohne dass es jetzt auch gleich zu werblich ausschaut? Oder klingt? Wie geht man da am besten vor?

Silja: Es sollte natürlich zu dem Thema passen, über das ich gerade schreibe und in dem Moment dem User einen Mehrwert bieten. Das heißt, wenn ich – nehmen wir das Thema Bergwanderungen, wie bereite ich mich darauf vor – da ist es natürlich, also finde ich, an sich logisch, dass man da auch Produkte vorstellt, die man braucht, die man mitnehmen muss auf diese Wanderung. Und da kann man Produkte dann sehr gut einbinden, weil sie in dem Moment dem User, der diesen Artikel liest und vorher danach gesucht hat, die Antwort gibt. In dem man sagt: „Okay, du brauchst gute Wanderschuhe. Du brauchst meinetwegen, wenn man dann auch draußen oder auf einer Hütte übernachten will, du brauchst einen Schlafsack, der bis so und so viel Grad ausgerichtet ist. Et cetera pp.“ Und da kann man dann verlinken, wobei es natürlich schon schöner ist, wenn man die Artikel dann so einbindet, dass man sie auch direkt sieht. Das einfachere ist die Verlinkung, aber man kann das schon auch gerade bei WordPress so einrichten, dass man die Produkte als Bilder einbindet. Und schön ist es natürlich auch, wenn man jetzt nicht nur mit Produktbildern arbeitet, sondern wenn man generell auch mit Bildern arbeitet, die man dann extra für diesen Artikel erstellt hat. Dass man halt vielleicht einfach bei einer Wanderung dabei ist oder irgendwie Bilder von einer Wanderung nimmt, wo das Produkt eben dabei ist. Und so kann man das eigentlich ganz gut verbinden, ohne, dass es zu werblich ist. Also, es muss zum Thema passen und den User dann da abholen. Weil da erhoffe ich mir natürlich tatsächlich auch Produkte. Weil wenn ich da dann kein Produkt kriege, dann habe ich keinen Mehrwert von dem Artikel.

Max: Wie ist das auf Social Media? Vielleicht nochmal: Wie binde ich Produkte möglichst versteckt ein?

Neele: Social Media ist ja eher so ein vorbereitender Kanal. Über Social Media würden wir eher dem Nutzer die Idee geben „Hey, du könntest eigentlich mal wandern gehen, und hier sind übrigens coole Wander-Touren. Und so bereitest du dich auf deine Wanderung vor.“ Über Pinterest könnte man dann aber zum Beispiel ein Pinterest-Board machen zum Thema Wanderausrüstung. Da kann ich, was weiß ich, zum Beispiel einen Pin machen mit so einer ganzen Packliste. Ich kann aber dann auch einzelne Produkte reinnehmen. Oder ich kann zeigen: Wie werden die Produkte genutzt oder wie baue ich dieses Zelt auf? Wie geht das besonders schnell? So kann ich das irgendwie einbinden, dass dieser Gesamtbeitrag irgendwie einen Mehrwert für den Nutzer hat, ohne jetzt irgendwie zu werblich zu sein und die Nutzer am Ende zu verschrecken.

Max: Okay. Übrigens, Feedback von XGamerGirl von YouTube, sie sagt: „Vielen Dank für die Antwort, das war genau, was sie wissen wollte.“ Also, sehr gut. Genau. Habt ihr noch weitere Fragen? Schreibt gerne weiter wieder fleißig auf Facebook oder auf YouTube eure Fragen rein. Wir warten wirklich sehnsüchtig auf eure Fragen. Ich hätte auch eine Frage, die vielleicht an euch beide geht. Und zwar: Welchen Content sollte ich jetzt nicht auf der eigenen Plattform oder der eigenen Webseite verbreiten, sondern zum Beispiel auf Xing oder LinkedIn?

Silja: Naja, Xing und LinkedIn bietet sich immer so an für Sachen zum Thema Employer Branding. Oder halt auch zu zeigen: Warum ist dieses Unternehmen ein guter Arbeitgeber? Das wäre jetzt so der typische Anwendungsfall. Fällt dir noch etwas ein, gerade?

Neele: Oder wenn man zum Beispiel ein Unternehmen hat, was einerseits tatsächlich Kunden hat, aber auf der anderen Seite auch B2B-Kunden oder Geschäftskontakte. Sachen, die vielleicht für den normalen Kunden, der jetzt, was weiß ich, die Schuhe kauft, überhaupt nicht relevant sind, aber vielleicht für die Geschäftskontakte, die Zulieferer. Genau.

Silja: Dass man da sich dann auch als Experte positionieren kann. Da bietet es sich dann natürlich an, solche Inhalte – also korrigiere mich, wenn ich etwas Falsches sage – wie, wenn man auf einer Konferenz war und da Leute kennengelernt hat. Also, es ist eher so eine Networking Geschichte. Und alles, was eben dann da reinspielt auf Xing und LinkedIn.

Max: Also, tatsächlich eher nicht für Online Shops oder sonstiges, sondern wirklich für den B2B-Bereich. Okay. Wie sehr sollten zum Beispiel, jetzt nicht unbedingt in einer Agentur, aber auch in einer typischen Firma, Social Media und Content Marketing zusammenarbeiten? Stichpunkt: Sollte es vielleicht am besten eine Person sein, oder sollte das doch dennoch getrennt sein?

Silja: Es kann eine Person sein.
Neele: Ich würde sagen, das geht beides.

Silja: Ja, genau. Das kommt dann darauf an, wie groß das Unternehmen ist und wie breit das Themenfeld. Das ist natürlich schon knackig, würde ich sagen. Wenn beide Aufgaben in einer Person vereint sind. Es ist durchaus möglich. Also netter, weil es dann auch Team-Arbeit ist, und mehr schaffen tut man natürlich, wenn es zum einen zwei Personen sind oder man halt in Teams arbeiten kann. Oder?

Neele: Ja, das sehe ich genauso. Je nachdem, wie viel man schaffen will, braucht man einen oder mehrere. Aber auf jeden Fall sollten die sehr, sehr eng zusammenarbeiten. Um dann auch zu gucken „Hey, was sind denn Inhalte, die bei euch gut funktionieren?“

Silja: Genau.

Neele: Zum Beispiel: Was sind so Themen, nach denen gesucht wird? Wozu man einen Content Marketing Artikel macht. Dann kann ich das in der Social Media Abteilung aufgreifen und sagen „Hey, vielleicht machen wir dazu noch ein DIY-Video“, was dann vielleicht für die anderen Plattformen sich ganz gut eignet.

Max: Okay. Wer schreibt denn am besten die Teaser für Social Media? Sollte das dann tatsächlich beim Social Media Manager liegen oder soll da schon einfach tatsächlich ein Vorschlag vom Content Manager kommen? Wie teilt man das am besten auf?

Neele: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Also, wenn jemand den Artikel schreibt und dem dann direkt ein guter Social Media Teaser einfällt, dann klar, dann ist das in einem Rutsch. Was wir jetzt glaube ich schon öfters festgestellt haben, ist: Wenn man sehr lange an diesem einen Artikel arbeitet, dann hat man ganz viele Informationen im Kopf, die man dann in diesen Social Media Teaser packen will. Wenn man da aber von draußen drauf guckt, dann kann man das öfters viel kürzer und schlagfertiger in zwei Zeilen packen. Aber das ist auch so ein bisschen eine Gefühlssache. Ich glaube, wenn man es gewohnt ist, dass man Platz hat und längere Texte schreibt, dann schreibt man auch anders, als wenn man es jetzt gewohnt ist „Ich muss jetzt einen Social Media Teaser schreiben.“ Das ist eine andere Sprache.

Max: Wie lange sollte der sein, der Teaser?

Neele: Das kommt darauf an, wo. In Facebook maximal drei Zeilen. Klar, je nachdem, man kann auch ein bisschen mehr schreiben, aber das wird dann irgendwann ausgeblendet. Und bei Instagram sind es eigentlich zwei Zeilen.

Max: Stichpunkt Emojis.

Neele: Yes! Emojis!

Silja: Das gefällt mir!

Max: Wie sollte man da agieren? Sollte man möglichst Emojis verwenden? Dass es auch nicht zu viele sind, auch bei Instagram? Sollte man da mit Hashtags arbeiten? Wie viele Hashtags? Und wie wähle ich die denn aus?

Neele: Ja, also bei Social Media ist es ja so: Man sieht zuerst das Visuelle. Man sieht zum Beispiel das Bild von einem Beitrag. Und dieser Teaser Text, der fällt halt erst später auf. Klar, man nimmt einfach das Bild viel schneller wahr. Und so ein kleines Emoji wird jetzt nicht krass etwas rausreißen, aber ein Emoji ist halt auch so ein mini, mini, mini Bild. Und wenn ich da schon den Emoji mit dem explodierenden Kopf sehe, dann bin ich vielleicht eher gewillt, da kurz den Daumenstopper zu machen und mir kurz den Text durchzulesen. Also, ein Emoji ist halt etwas, wo wir noch mehr Visuelles nutzen können in einem Text.

Max: Aber wie falle ich dann jetzt auf? Du hast gerade gesagt: Stichpunkt Daumenstopper. Wenn das jetzt alle machen? Jeder verwendet Emojis. Ich meine, alle orientieren sich ja daran, wie machen es die anderen und wie falle ich da nochmal zusätzlich auf, dass ich wirklich sagen kann „Okay, da möchte der Nutzer anhalten und nicht bei den tausend anderen.“

Neele: Ausprobieren.

Silja: Da muss das Gesamtpaket stimmen wahrscheinlich auch.

Neele: Ja, es muss definitiv das Gesamtpaket stimmen mit einem ansprechenden Bild oder Video und dann ein ansprechender Teaser. Und ob man jetzt die Emojis an den Anfang setzt oder an das Ende, das ist eigentlich Geschmackssache. Man muss halt irgendwie gucken. Man kann das ja einfach mal selbst ausprobieren, wenn man sich seinen Beitrag nimmt und macht einmal so, und scrollt einmal. Und dann hat man maximal drei Sekunden Zeit. Was bleibt einem davon hängen, von seinem Beitrag? Ist es jetzt das Bild, ist es das Emoji? Wahrscheinlich ist es irgendwie das Bild. Und wenn man einfach merkt „Okay, ich gucke da drauf, aber eigentlich habe ich gar nichts gesehen“, dann muss man noch mal irgendwie nacharbeiten und sich denken „Was kann denn jetzt/ vielleicht sollte ich doch eher ein Video machen und nicht das Stock Foto verwenden.“ Stock Fotos, das ist total krass, wenn man sich die mal anguckt, man blendet die komplett aus. Weil man immer weiß: Das sind einfach gestellte Bilder, die sagen mir nichts. Die sprechen mich überhaupt nicht an.

Silja: Das ist echt faszinierend, gell? Man erkennt die inzwischen automatisch, unterbewusst werden die schon aussortiert.

Max: Emojis im Content Marketing. Wie sinnvoll findest du das?

Silja: Ich glaube das ist eigentlich genauso wie bei Social Media. Also, ich würde jetzt in einem Text selber nicht zwingend mit Emojis, also die Emojis in den Text ballern, weil ich da einfach keinen Grund dazu sehe. Aber wenn man jetzt mal so ein Blog schreibt oder ein sehr persönliches Magazin oder so hat, kann man da natürlich schon arbeiten. Und, ja, es kommt jetzt immer so ein bisschen darauf an, was man unter Content versteht. Wenn man Inhalte macht, die dann für Social Media sind als Content, dann klar: Da hat unsere, die Amelie auch einen schönen Blog Post dazu geschrieben, zum Emoji im Content Marketing.

Max: Passend dazu kam auch die Frage von Patrick auf YouTube: „Eure Erfahrung von Emojis, Icons in den Surbs?“ Ich glaube, da übernehme ich am besten mal. Weil es eher im SEO-Bereich liegt. Du kannst auch gerne dein/

Neele: Also ich habe für meine Social Media Blog-Artikel gerne Emojis eingebaut und es hat mir bisher niemand verboten.

Max: Es ist auch, tatsächlich/ man muss es einfach ausprobieren. Manchmal werden sie angezeigt, manchmal nicht, das ist tatsächlich sehr unterschiedlich. Auf den hinteren Seiten werden sie definitiv nicht mehr angezeigt. Da muss man auch schon aufpassen mit den Icons, die man verwendet. Ob man da jetzt Pfeile einbindet oder solche Sachen. Auf den ersten Positionen meistens noch am ehesten werden Emojis angezeigt, bei den Top-Suchergebnissen werden sie angezeigt. Da wirklich auch schauen: Was bringt mir wirklich was? In der Description werden häufiger diese grünen Häkchen mal verwendet. Die werden auch teilweise mal farbig angezeigt. Also, in den Surbs lohnt es sich immer zu versuchen aufzufallen. Allerdings muss man einfach aufpassen: Es wird teilweise nicht angezeigt und dann muss der Snippet immer noch in sich Sinn machen, damit es wirklich angezeigt wird. Weil, sonst steht da irgendwas, was nicht zusammenpasst.

Silja: Genau, also nicht einfach wild irgendwelche Emojis verwenden, weil man jetzt gerade denkt „Juhu!“, sondern das sollte natürlich dann schon auch passen. Da ist natürlich sowas wie, wenn man Essen verkauft oder Sport oder so was, da ist das ja ganz dankbar. Dann kann man halt versuchen, mal so Bälle oder so einzubinden. Aber auch da stimme ich dem Max zu. Einfach gucken, wie es sich entwickelt, was passiert und nicht einfach mal rein knallen und dann gar nicht mehr draufgucken. Also, ich würde es probieren. Und wenn es bei dir funktioniert, dann ist es ja super. Dann kannst du weiter damit arbeiten. Und wenn nicht, dann würde ich sie wieder rausnehmen.

Willst Du fit in Online Marketing werden? Mit unserem Newsletter bekommst Du automatisch die neuesten Seokratie-Beiträge direkt in Dein Postfach! Hier geht es zum Anmeldeformular.

Max: Wir haben eine Content Frage für Silvia, und zwar von Fabian auf YouTube, der hat gesagt im Hinblick auf Content-Produktion, was ja gerade für Mittelstandunternehmen die große Herausforderung ist: „Welche kreativen Lösungen gibt es da, wirklich günstig an trotzdem guten Content zu kommen?“

Silja: Ja, das ist auch wieder eine Frage, die man pauschal nicht beantworten kann. Das kommt wirklich auch immer auf den Bereich an. Welches Produkt ist es, um welches Thema handelt es sich? Aber wenn ich jetzt sage, ich hätte einen Online Shop und ich habe überhaupt kein Geld und ich muss irgendwie gucken, dass ich da relativ günstig Content erstelle, würde ich, wie ich vorhin schon gesagt habe, gucken: Was sind die wichtigsten Suchbegriffe, wonach suchen die User? Und die einfach versuchen zu beantworten. Da ist es eben die Frage, ob du selber schreibst, das ist natürlich – je nachdem, wie lange du brauchst und ob du noch andere Sachen machen musst – die günstigste Variante. Wobei, wenn man es sich mal durchrechnet, was deine Arbeitszeit kostet und so weiter/ Was natürlich auch immer gerne gemacht wird ist, das an Text-Agenturen auszulagern. Davon bin ich nicht so ein Fan. Ich will jetzt nicht mit Steinen werfen, das kommt immer auf die Text-Agentur an, natürlich. Da gibt es mit Sicherheit auch gute. Ich würde jetzt aber wirklich auch prüfen und gucken: Da kann man auch Texte günstiger herkriegen. Aber wie gesagt, das ist nicht meine favorisierte Möglichkeit. Ansonsten mit Freelancern zusammenarbeiten oder wie gesagt: Das kommt darauf an, wie groß du bist. Vielleicht auch Freunde fragen die gerne schreiben, ob die einfach Themen für dich übernehmen wollen und können, was jetzt Text angeht. Und ansonsten würde ich schauen, dass ich die wichtigsten Themen, die im Text abgebildet werden müssen, textlich erstelle und ansonsten würde ich dann glaube ich eher versuchen, auf kleinere Videos zu gehen und mit Bildern zu arbeiten, die man dann eben auch für die Social Media Kanäle verwenden kann. Und so ein kleines Video kann man ja heutzutage ganz schnell machen, nimmt sein Handy und erzählt irgendwas. Ich glaube, das kommt dann schon immer noch ganz gut an. Wenn du jetzt keine Zeit hast, die ganzen Texte zu schreiben, dass du dann dich auf deine Social Media Kanäle einfach fokussierst. Die kann man dann ja auch irgendwie einbinden, je nachdem, ob man das möchte oder nicht. Und dann musst du keine Texte schreiben, sondern kannst einfach Videos erstellen und dazu sprechen. Klar, die ranken dann vielleicht nicht unbedingt in den Suchergebnissen und bringen über eine Seite Traffic auf deinen Shop, aber es ist trotzdem etwas, womit du deine User erreichst. Und bei YouTube wirst du dann, wenn du es richtig quasi verschlagwortetest, ja, auch gefunden.

Neele: Und du kannst ja auch Untertitel in YouTube einfügen und dann kann Google die ja auch auslesen.

Silja: Ja, stimmt, genau.

Max: Was ich auch immer gerne sage ist einfach: Du bist der Experte für deine Themen. Es kennt sich keiner so gut aus wie du. Das heißt, es fällt für dich am einfachsten, wenn du die Texte einfach selber schreibst. Wenn du jetzt keine Zeit dafür hast, dann schau einfach, dass du dem Schreiber so viele Informationen wie möglich gibst. Also briefe den wirklich, was für Inhalte du an welcher Stelle haben möchtest.

Silja: Ja, unbedingt.

Max: Weil, so verkürzt sich der Aufwand einfach extrem, als wenn sich dieser Texter noch einmal tiefer in die Thematik einlesen muss, muss schauen: „Okay, was ist wirklich wichtig, was ist nicht so wichtig?“ Auch viele Feedback-Schleifen können dadurch einfach verkleinert werden oder gar ganz wegfallen. Wenn du wirklich schaust, was muss rein? Und dann so konkret wie möglich.

Silja: Das ist auch ein interessanter Punkt, wenn man sagt/ also, man kann auch mit Agenturen zusammenarbeiten, die dir dann Texte erstellen. Oft sind das nämlich auch die Rücksprachen und die ganzen Lektorats Ketten und Korrektorats Geschichten, die ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Und wenn du sagst „Okay, das würde ich sowieso selber übernehmen“, dann kannst du das machen. Oder du sagst „Ich texte total gerne, weiß aber jetzt nicht genau, wie ich das so ausrichte, dass ich dann auch gefunden werde in den Suchergebnissen oder ob ich damit wirklich die Userintention treffe“, dann gibt es auch die Möglichkeit zu sagen: Okay, du erstellst den Text und hast eine Agentur, die vielleicht eh SEO für dich macht und auch sich im Content Marketing auskennt, dass die dann das Lektorat übernimmt und guckt: „Okay, passt das jetzt von der SEO-Ausrichtung?“ Also, es gibt da wirklich mehrere Möglichkeiten. Wenn du eine Agentur hast: Sprich mit ihr, was möglich ist und die sollte dann individuell sich auf dich einstellen können. Wenn man alles selber machen muss, würde ich, ja, wie gesagt, wie der Max das sagt, mich auf das Wichtigste konzentrieren, dann vielleicht über Bilder und Videos gehen. Genau.

Max: Genau. Wir haben noch eine SEO-Frage und ich als SEO muss die natürlich dann auch mit hineinnehmen. Und zwar: „Ein Snippet, ist nur eines pro Webseite möglich?“, von Matthias. Und er hat auch geschrieben: „Und auch in dem Zusammenhang nochmal vielen Dank für die Site-Klinik, die Seite läuft.“ Das freut mich natürlich auch ein bisschen. Ja, pro Seite ist immer nur eins möglich. Ob das jetzt wirklich von Google angezeigt wird oder nicht, ist immer eine andere Thematik. Wenn Google dann eine höhere Relevanz darin sieht, andere Inhalte zu zeigen, in deinem Title, in deiner Description, dann wählt Google die selbst. Du kannst wirklich nur eine mögliche Empfehlung geben und sagen „Okay, das wäre mein Snippet, was ich geben würde.“ Ob das jetzt Google anzeigt oder nicht ist wieder eine andere Sache, auch der Stichpunkt mit den Emojis, werden die angezeigt oder nicht? Also, wie gesagt, ein Snippet kannst du nur in der Hinsicht pflegen und sagen „Wir empfehlen das anzuzeigen für das und das Keyword.“ Wenn es nicht angezeigt wird, dann solltest du vielleicht noch einmal drüber gehen, nochmal vielleicht ein bisschen kritisch hinterfragen „Wo kann ich das noch besser anpassen? Stimmt mein Keyword-Fokus?“ Also, da wirklich so gut wie möglich. Aber es ist nur eines möglich. Wir sind jetzt auch schon langsam ans Ende gekommen. Es gibt leider keine neuen Fragen mehr, deswegen würde ich einfach mal euch in die Vorausschau bitten. Was sind so eure kommenden Trends? Jetzt ist das Jahr bald zu Ende, 2020. Was sind so die nächsten Schritte, die man machen sollte?

Neele: Wir gucken mal in unsere Glaskugel.

Max: Die Glaskugel, ja.

Silja: Was sagt sie uns? Also, was ich aus Content Marketing Sicht sagen würde ist, dass es auf jeden Fall einfach immer noch weiter dahin geht, den User Intent zu treffen, also wirklich immer genauer. Weil wir werden ja wirklich überspült mit Inhalten, inzwischen auch wirklich sehr guten Inhalten. Und es ist auch so, dass der Google Algorithmus ja schon auch immer mehr die Inhalte in den Fokus setzt beziehungsweise den User. Das heißt, eine Webseite muss einfach wirklich die beste für ein Thema werden und das ist glaube ich das, wo es auch für mich 2020 einfach hingeht. Und, ja, auf jeden Fall auch mehr wieder in – oder was heißt wieder? – auf jeden Fall mehr in Richtung Video. Inhalte als Videos erstellen. Weil, ja, die Zeitspanne, die User sich mit einem Content beschäftigen, die wird glaube ich immer kürzer werden. Das heißt: Ja, lange Texte sind auf jeden Fall wichtig. Sie müssen informativ wirklich alles abdecken. Aber vielleicht auch mal zwischendurch mit kleineren Texten arbeiten, sodass der User auch mal schneller drüber scannen kann. Und das wichtige ist einfach die Information und den User, beide, in den Mittelpunkt zu stellen. Also, das zusammen zu bringen ist glaube ich das, wo wir auf jeden Fall 2020 hingehen und auch noch die nächsten Jahre.

Max: Und vielleicht noch kurz deine Einschätzung, Neele?

Neele: Das ist eine gute Frage. Was mir so auffällt ist glaube ich, dass die Nutzer viel bewusster einkaufen und dass es für Unternehmen auf Social Media auch viel wichtiger ist, dem Unternehmen einen Charakter zu geben, irgendwie markant zu sein oder, ja, zu zeigen: Was ist das überhaupt für ein Unternehmen? Um Vertrauen zu wecken und irgendwie die Verbindung herzustellen. Und ich glaube, die Nutzer sind immer abgestumpfter gegenüber so plumpen Produkt-Posts und es wird auch immer deutlicher, dass die Nutzer merken: Influencer XY macht jetzt schon für drei verschiedene Müsli Riegel Marken Werbung, das glaube ich dem einfach nicht mehr. Also, die Nutzer hinterfragen das eher und ich glaube, es wird immer wichtiger, dass Unternehmen Charakter zeigen und authentisch sind. Und wirklich auch etwas von sich zeigen.

Max: Okay, sehr gut. Ja, wir kommen dann jetzt auch langsam zum Ende. Wir hoffen, es hat euch gefallen.

Suchst Du eine gute Online-Marketing-Agentur? Der Beitrag hat Dir gefallen und Du möchtest unsere Unterstützung? Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.
089 | 219 09 84 11 kontakt@seokratie.de Oder kontaktiere uns über das Formular: Jetzt kontaktieren
Über den Autor
Neele arbeitet bei Seokratie in den Bereichen Content Marketing & Social Media und spürt am liebsten die neusten Trends auf. Hier findest Du alle Beiträge von .

Kommentiere diesen Beitrag

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 Kommentar
    1. Dominik 8. Januar 2020

      Toller Artikel! Dass Thema Content Marketing ist bei mir auch immer im Gespräch und besonders wichtig, wenn man seine Reichweite erhöhen will. Sprich man steigt somit auch in nischen Bereiche ein „Longtail“. Ich habe mal irgendwo gelesen, das ca. 50% der Suchanfragen, welche in Google und co. eingeben werden, davor noch nie verwendet wurden & neu sind. Da gibt es ja die unterschiedlichsten Keyword Kombinationen und viele Menschen geben einfach direkt ihre Gedanken.

      Viele Grüße
      Dominik

    Willst Du fit in Online Marketing werden?
     Mit unserem kostenlosen Newsletter bekommst Du 2 bis 3 Mal pro Woche unsere besten Artikel & Videos aus den Bereichen SEO, SEA, Content Marketing, Social Media & Usability zugeschickt. Jetzt anmelden! Über 11.000 E-Mail-Abonnenten vertrauen uns bereits.
    Jetzt anfordern
    close-image
    Send this to a friend
    Google Bewertung
    4.8
    Basierend auf 16 Rezensionen
    ×