5 Kurzchecks in Sachen Onpage SEO

2017-03-14
Seokratie
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24. Feb 2014 Usability 16 Kommentare

Mit erfahrenem Blick schaffen SEOs es, ziemlich schnell herauszufinden, ob eine Seite gut in Sachen Onpage SEO optimiert ist oder nicht. Ihr wollt Eure Programmierer oder Euren SEO testen? Dann solltet Ihr folgende Punkte unter die Lupe nehmen.

Checkt Eure Onpage Optimierung!

Checkt Eure Onpage Optimierung!

Ladezeit

Die Ladezeit Eurer Webseite ist ein guter Indikator, ob Ihr gute oder schlechte Programmierer habt. Sie ist nicht nur für SEO wichtig, sondern auch für Eure Conversionrate. Amazon verliert z.B: ein Prozent Conversionrate, wenn die Webseite 100 Millisekunden langsamer lädt. Ein tolles Tool für den ersten Überblick ist Webpagetest.org. Das Tool schlüsselt Euch ganz genau auf, was genau an Eurer Seite langsam ist und was nicht. Google Pagespeed ist bereits im Tool integriert. Vergleicht Eure Seite einfach mit Mitbewerbern und überprüft, ob es hier große Abweichungen gibt. Immer wieder fällt uns auf, dass hier unglaublich geschludert wird und Webseiten eine viel zu hohe Ladezeit haben. Mehr dazu hier.

Ordnerstruktur

Wenn Ihr unnötige Ordner auf Eurer Webseite habt, kann sich das negativ auf das Ranking auswirkend. In einem Schuh-Shop sollte die Struktur so aussehen: /damenschuhe/damenstiefel/produktname und nicht etwa /schuhe/id402/damenstiefel/458/produktname . Im zweiten Beispiel ist nicht nur das "/schuhe/" redundant, denn es gibt im Schuh-Shop ja nichts anderes. auch die Ordner /id402/ oder /458/ sind unnötig und enthalten meistens nur eine Datei, nämlich genau dieses eine Produkt. Als Faustregel gilt:

  • Ein Ordner sollte mindestens zwei Dateien enthalten, sonst braucht man ihn nicht

Oder heftet Ihr im Büro etwa auch nur je ein Blatt Papier in jeden Ordner ab? :)

Duplicate Content

Nehmt Euch eine Produktbeschreibung oder einen Textabschnitt von Eurer Webseite, setzt ihn in Anführungszeichen und kopiert diesen Text in Google. Macht das mit verschiedenen Texten auf Eurer Webseite. Wenn diese Texte oft mehr als ein Ergebnis abwerfen, dann solltet Ihr tätig werden. Nicht nur auf anderen Webseiten, sondern auch auf der eigenen Seite sollte Content größtenteils einzigartig sein. Sogenannte "Wiederkehrende Textbausteine" sind in den Augen von Google unnötig und werden teilweise massiv bestraft. Mehr Infos gibt es hier.

Session IDs & "URL-Anhängsel"

Meistens ist aber nicht nur direkter Duplicate Content das Problem, sondern dass die gleichen Seiten unter mehreren URLs aufrufbar sind. Oft gibt es zu blödsinnigen Ordnerstrukturen dann noch blödsinnige Dateinamen: Etwa /schuhe/damenschuhe/lederstiefel-braun und das gleiche Produkt unter /schuhe/damenstiefel/lederstiefel-234 usw. Farbkombinationen, unterschiedliche Größen, ein- und dasselbe Produkt in unterschiedlichen Kategorien und vieles mehr sorgen manchmal dafür, dass einzelne Produkte viele verschiedene URLs haben. Ehrlich gesagt lag der Rekord sogar bei 75 URLs - pro Produkt! Wer 2.000 Produkte in seinem Shop hat, der hat dann nicht 2.000 URLs, sondern mal eben 150.000!

Genauso verhält es sich mit Session IDs. Im Jahr 2014 sollte es so etwas wie Session IDs eigentlich nicht mehr geben. Aber wenn, dann sollte Euer Programmierer / SEO zumindest etwas von Canonical gehört haben und es korrekt einbauen.

 Titles und Descriptions

An den Titles kann man nicht unbedingt die Programmierer, aber die SEO Agentur entlarven. Folgende Dinge gehen einfach nicht:

  • (regelmäßig) zu lange Titles und Descriptions. Titles: 63-65 Zeichen und Descriptions 150-160 Zeichen. Oft sind die Titles viel zu lange (100 Zeichen und mehr für Titles)
  • Das Keyword steht nicht an vorderster Stelle im Title, sondern der Unternehmensname oder Shopnahme. NO GO!

Wer Zeit hat, kann sich außerdem noch die 56 Onpage SEO Fragen zur Brust nehmen und genauer nachbohren.

Natürlich gibt es noch viel mehr in Sachen Onpage, aber folgende Punkte entlarven meiner Meinung nach am einfachsten eine schlechte Programmier- und SEO Arbeit. Eure Meinung?

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16 Kommentare
  1. Steffen 24. Februar 2014, um 11:28 Uhr

    „Amazon verliert z.B: ein Prozent Conversionrate, wenn die Webseite 100 Millisekunden langsamer lädt.“

    Das habe ich schon häufiger gelesen, aber nie eine Quelle dafür gesehen. Wo kommt das also her bzw. welcher Schlaufuchs hat das in die Welt gesetzt?

  2. Constantine 24. Februar 2014, um 11:55 Uhr

    @Steffen: Mein Prof. meinte zu solchen Fragen immer: Das ist ein einfaches „Isso“-> Is So 😉

  3. Kai 24. Februar 2014, um 12:07 Uhr

    Julian, bist du dir sicher, dass interner DC tatsächlich zu „massiven Strafen“ führen kann ? Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass interner DC sich rankingstechnisch nicht negativ auswirkt, aber wenn möglich vermieden werden sollte.

  4. Julian 24. Februar 2014, um 12:53 Uhr

    @Steffen, hatte mir überlegt die Quelle zu nennen, aber wollte es nicht schon wieder machen, hier! http://www.strangeloopnetworks.com/resources/infographics/web-performance-and-ecommerce/amazon-100ms-faster-1-revenue-increase/

    @Kai, ja ich bin sicher. Ganz sicher!

  5. Steffen 24. Februar 2014, um 13:54 Uhr

    Danke für den Link.

  6. Daniel 24. Februar 2014, um 21:54 Uhr

    @Kai
    DC übt sich meiner Erfahrung nach überhaupt nicht negativ aufs Ranking aus. Je nach „Trust“, wird entschieden welcher der doppelten Texte vorne erscheint.

    Interner DC Schrott wird oft auch gar nicht mehr indexiert. Löst du dein DC Problem nicht, löst es oft die Suma.

  7. A.R.Lahib 25. Februar 2014, um 05:25 Uhr

    Hallo,
    Keyword mit 2000 Städte ? Wie soll einzigartige Text Content sein ?
    Danke für die info !

  8. Julian 25. Februar 2014, um 09:22 Uhr

    @Daniel. Doch. Es wirkt sich negativ auf das Ranking aus. Das was Du behauptest, war noch 2009 der Fall. Aber spätestens seit Panda ist es das nicht mehr.

  9. Martin Friedrich 25. Februar 2014, um 23:34 Uhr

    Das mit dem DC kann ich auch bestätigen! Interessant finde ich das mit dem 1% Conversionrate. Sind ja im Endeffekt nur mickrige Millisekunden. Merkt das überhaupt jemand?

    Gruß Martin

  10. Klaus 28. Februar 2014, um 10:06 Uhr

    100ms sind 1/10s .
    Ungefähr wie eine ultraschnelles Doppelklick.

    Also um einiges schneller als so eine Reaktion:
    „Oh , es dauert mir zu lang , ich kaufe es doch nicht“ –> [Weiterklick] .

    Ich glaube auch nciht das es jemand es merkt, denn so schnell kann man nicht es Wahrnehmen –> im Gehirn verarbeiten und eine Schlussfolgerung treffen.

  11. tom 1. März 2014, um 23:18 Uhr

    DC auf großen Websites in Grenzen sollte nicht überbewertet werden. Auch Google macht das nicht.
    Aber zur generellen Vermeidung gibt es ja Canonical, noindex & Co. Leider bieten gerade Onlineshops nicht immer gute Möglichkeiten. Wir haben oft probiert und angepasst und dann vor ein paar Jahren einfach unser eigenes Shopsystem programmiert!

  12. Oliver 3. März 2014, um 16:15 Uhr

    Sehr gute und wichtige Aufstellung! Doch die 63-65 Zeichen beim Title finde ich etwas eng gefasst. Ich habe den Eindruck, dass man wenn man allzu arg standardisiert vorgeht, auch von Google genauer beäugt wird…

  13. Martin 12. März 2014, um 13:36 Uhr

    Guter Artikel. Man sieht auch hier, der Teufel liegt (gerade bei umfangreichen Web-Projekten) im Detail. Die „Schnell-Schnell“ – Mentalität in Sachen Suchmaschinenoptimierung bringt heutzutage nich mehr viel.

  14. Tobi 8. August 2014, um 11:16 Uhr

    Toller SEO-Blog! Was würdest Du meinen?

    Bei den Kategorien klar und logisch: Erst Hauptkategorie Ebene 1, dann Unterkategorie 2 etc. also beispielshopname.de/hauptkategorie1/unterkategorie2.

    Aber bei den Produktseiten? Was würdest Du bevorzugen, um sowohl mit den einzelnen Artikeln gefunden zu werden, wenn jemand speziell danach sucht, aber zu gleich auch das Kategorieranking nicht vernachlässigen willst? Im Beispiel mit Haupt- und Unterkategorie (also Ebene 1 und Ebene 2):

    beispielshopname.de/hauptkategorie1/unterkategorie2/artikel
    beispielshopname.de/hauptKategorie1/artikel
    beispielshopname.de/artikelname
    beispielshopname.de/artikelname/hauptkategorie1
    beispielshopname.de/artikelname/unterkategorie2
    beispielshopname.de/artikelname/hauptkategorie1/unterkategorie2

    Gruß Tobi

  15. Julian Dziki 11. August 2014, um 09:50 Uhr

    Hallo Tobi,

    Das kommt vor allem auch auf die Anzahl der Produkte an, die in den Kategorien sind.
    Normalerweise:
    beispielshopname.de/hauptkategorie1/unterkategorie2/artikel
    oder
    beispielshopname.de/unterkategorie2/artikel

    Viele Grüße
    Julian

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