Wie viele Links braucht man?

7. Dezember 2012  |     |  48 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Immer wieder sieht man in Anfängerforen die Frage „Wie viele Links sind viele Links?“. Ob es nun 20, 50, 100 oder 1000 sind, das lässt sich laut vielen Meinungen nicht so leicht beantworten. Aber ist es tatsächlich unmöglich? Ich meine, dass man sehr wohl Korrelationen aufbauen kann.

Wie viele Links PRO MONAT braucht man?

Einer der wichtigsten Faktoren beim Linkbuilding und für mich einer der wichtigsten Rankingfaktoren überhaupt ist die Anzahl der neuen Links von unterschiedlichen Domains pro Monat. Der Algorithmus sieht sich sehr genau an: Wie stark wächst die Domainpopularität im Zeitverlauf?

Kontinuität!

Wer ein neues Projekt gleich zu Beginn mit vielen Links beschießt und dann bei guten Rankings nichts mehr unternimmt, der bleibt in der Regel nicht lange auf guten Positionen. Wichtig ist daher ein kontinuierliches Linkwachstum. Rede ich Blödsinn? Nein, denn es gibt sogar ein Tool, dass dieses Wachstum sehr gut zeigt.

Backlink History von Majestic SEO

Hier mal ein paar Beispiele vom Majestic SEO Backlink History Tool.

links pro monat
Domainpop-Wachstum pro Monat (normalisiert)

In dieser Grafik sieht man, von wie vielen unterschiedlichen Domains auf Monate hin gesehen Webseiten wie Zalando oder Baur Links bekommen. Die Grafik sieht erst einmal sehr unübersichtlich aus, deswegen hier die kumulierte Grafik, in der man den Anstieg der Backlinks (von jeweils unterschiedlichen Domains) sieht.

Kumulativer Anstieg an Links

Man erkennt einiges sehr gut:

  • Baur.de hat die meisten Links
  • Zalando.de hat das stärkste Link-Wachstum und bereits fast so viele Links wie Baur.de
  • Ladenzeile hat auch eine recht steile Kurve, mit einem sprunghaften Anstieg etwa Mitte 2012
  • Imwalking und 7Trends haben eine viel flachere Kurve und kaum Linkwachstum

Sichtbarkeitsindex

Seht Euch mal den Sichtbarkeitsindex dazu an, fällt Euch etwas auf?

Sistrix Sichtbarkeitsindex dazu: Rankings im Zeitverlauf.
  • Baur.de hat die meisten Links (blau) aber kaum Wachstum
  • Zalando.de hat das stärkste Link-Wachstum und bereits fast so viele Links wie Baur.de (rot) und auch den stärksten Ranking-Anstieg
  • Ladenzeile hat auch eine recht steile Kurve, mit einem sprunghaften Anstieg etwa Mitte 2012 (braun), ebenfalls steiler Ansteig, aber da gab es wohl eine Penalty
  • Imwalking und 7Trends haben eine viel flachere Kurve und kaum Linkwachstum (gelb und grün ) und auch kaum Wachstum in der Sichtbarkeit

Ist das nicht eine extreme Korrelation?

Ist es und Ihr könnt es an den verschiedensten Webseiten ausprobieren. Hier mal der Bereich „Immobilien“:

Immobilienscout24, Immowelt, Immonet, WG-Gesucht und Immobilio

Bevor Ihr runterscrollt:

  • Immobilienscout24hat die beste Sichtbarkeit und auch Rankingwachstum
  • Immowelt ist auf Platz 2, aber wächst kaum in Sichtbarkeit
  • Immonet belegt den dritten Platz, aber wächst mehr als Immowelt
  • WG-Gesucht schrumpft eher
  • Immobilio hatte leichtes Wachstum, aber ist trotzdem genau auf der Höhe von WG-Gesucht

Und jetzt das Linkwachstum 🙂

Das Wachstum an Links im Zeitverlauf

Ich wollte das hier schon so lange posten: Seht Euch nur die zwei nahe-beeinander liegenden Domainpaare an: Sie liegen auch in Sachen Backlinks (gesamt) sehr nahe beeinander. Wie bei Ladenzeile hat es übrigens auch Immobilio bei einem der letzten Updates erwischt, daher die leichte Abweichung.

Was sagt uns das?

Wer besser als seine Konkurrenten gefunden werden will, der braucht (Trommelwirbel…): Mehr Links als die Konkurrenz. Insbesondere der Zeitverlauf spielt hier eine große Rolle: Wer zwar viele Links hat, aber nicht viele neue Links, der kann auch nicht in Sachen Sichtbarkeit wachsen.

Wie viele Links pro Monat?

Wie viele neue Links pro Monat benötigt man, um diverse Domains „nachzuahmen“? Ich spreche hier ausschließlich von unterschiedlichen Domains, sidewide Links zählen auch nur als ein Link! Dazu muss man sich nur die Graphen ansehen und einen Mittelwert bilden.

  • Zalando: etwa 450
  • ImWalking.de etwa 40
  • Amazon.de etwa 10.000
  • Immobilienscout24.de etwa 800
  • SEO-United.de etwa 100
  • Wikipedia.org etwa 100.000
  • Facebook.com etwa 700.000
  • t3n.de etwa 400
  • Spiegel.de etwa 5.000
  • Bild.de etwa 3.000

Disclaimer

Wer jetzt mal eben die Links von Facebook.com nachbauen will, dem wünsche ich viel Spaß. Bei den obengenannten Domains muss man wissen, dass es sich nicht um LinkBUILDING Zahlen handelt, sondern um das Wachstum. Spiegel oder Bild haben kein SEO-Team, das 5.000 Links pro Monat aufbaut, sondern es sind viele natürliche Links dabei (ich denke, dass fast alle natürlich sind). Bei Shops wachsen die Links in der Regel konstanter als bei Nachrichtenportalen: Insbesondere eine Top-Meldung kann sehr viele Links generieren. Zudem muss ich betonen, dass Majestic SEO besonders bei kleinen Domains sehr ungenau ist. Das Tool muss die „neuen“ Links ja erst einmal finden und der Crawler von Majestics arbeitet nicht so viel wie der Googlebot – aber es gibt eben kein vergleichbares Tool. Und natürlich habe ich alle anderen SEO-Maßnahmen ausgeblendet, die diese Domains veranstaltet haben, ebenso Dinge wie Onpage und Seitenarchitektur. Trotzdem ist es überraschend, wie stark die Korrelation ist.

Meine Erkenntnisse

Ich analysiere auf diese Weise schon sehr lange Domains und bin zu folgenden Schlüssen gekommen:

  • Starkes Linkwachstum ohne „trifftigen Grund“ ist gefährlich: Man sollte eine tolle Webseite haben, sonder schrillen bei Google schnell die Alarmglocken
  • Mehr Links pro Monat heißt in der Regel auch besseres Ranking (vorausgesetzt, es sind die richtigen Links)
  • Abrupter Linkabfall oder Linkstopp wird von Google nach 6-12 Wochen bitterst bestraft
  • Online Shops haben sehr regelmäßiges Wachstum, Unregelmäßigkeiten mag Google nicht
  • Bei Nachrichtenportalen ist unregelmäßiges Wachstum fast die Regel
  • Keine neuen Links mehr (ob natürlich gewachsen oder nicht) ist der Tod für fast jede Domain

So, Eure Meinung?

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48 Kommentare

  • Sehr guter Artikel Julian
    jedoch hast du am Anfang von einer Korrelation gesprochen. In Sachen Linkaufbau (Majestic) stimme ich da mit Dir überein, aber wie siehts mit der Sichtbarkeit aus? Gute Rankings sind ja nicht allein auf Linkaufbau zurück zu führen, auch die technische Optimierung spielt hier ja mit rein.

    Um aber beim Linkaufbau zu bleiben, kann man auch mit „wenigen“ Links gute Ergebnisse erzielen, natürlich nur über einen längeren Zeitraum.
    Ich glaube allerdings auch, dass Links jetzt und auch weiterhin sehr wichtig sind. Die technische Optimierung ist einfach irgendwann beendet und dient als gute Basis. Danach kommt Content und Linkaufbau.

    Interessant wäre wie sich Rankings und Sichtbarkeit bei Domains auf Grundlage von Contentaufbau und nicht Linkaufbau verändern.

  • Hey, mal wieder ein sehr geiler Artikel, hab auch schon vor diesem für SEOkratie.de gestimmt 😉

    Dass man Links zum ranken braucht ist ja wirklich kein Geheimnis, aber die Darstellung hier ist wirklich sehr toll gemacht – bravo!

    -Henry

  • Ich denke, dass es eine Kombination aus allem ist. Konstanz ist auf jeden Fall sehr wichtig. Aber es gibt sicher auch bei Shops außergewöhnliche Dinge, die mal für einen Spike nach oben sorgen. Da wird Goolge nicht gleich mit der Penalty-Keule kommen. Solche Spikes sollten aber eher nicht zur Regel werden, sondern die Ausnahme bleiben.
    Grundsätzlich sollte man Onpage den Grundstock legen und dann mit Linkaufbau beginnen. Denn wenn die Seite Onpage nicht gut optimiert ist, nützen wohl auch viele Links auf die Dauer nicht sehr viel. Sicher ist ein gesunder Linkmix auch entscheidend und natürlich, aber irgendwann kommt es nicht mehr Quantität sondern mehr auf Qualität an. Je größer die Seite desto mehr natürliche Links kommen dazu. Der Großteil Davon wird aber ganz sicher aus dem qualitativ minderwertigen Bereich kommen. Da dieser Grundstock also natürlich gelegt wird, kommt es für den SEO wohl hauptsächlich darauf an, qualitativ hochwertige Links zu bekommen. Ob das dann mit Geld oder kreativen Ideen passiert, ist dann meiner Meinung nach abhängig von Strategie und/oder Philosophie.

  • Mir hat der Artikel sehr gut gefallen, vielen Dank dafür, dass Du uns an deinen Erkenntnissen teilhaben lässt.

  • Du spricht mir aus der Seele. Danke. Meine Stimme in der Kategorie “Bester deutscher SEO Blog” hast Du schon gestern bekommen. Schade, dass es hier keinen Liker-Button gibt, ein Like hätte ich hier auch noch gerne vergeben.

  • Sebastian Döpp

    Kann das sein, dass du dich einmal verschrieben hast?

    Disclaimer:

    „Bei Shops wachsen die Links in der Regel konstanter als bei Nachrichtenportalen: Insbesondere eine Top-Meldung kann sehr viele Links generieren.“

    Muss es nicht heißen: bei Nachrichtenportalen wachsen die Links in der Regel konstanter als bei Shops.

    Grüße

  • Sehr schöner Artikel. Was genau bedeutet Tod für jede Domain. Deswegen wird doch der Inhalt nicht automatisch schlecht.

  • Lennardt

    Schöner Artikel. Für mich stellt sich die Frage, wie machst du es bei eigenen Projekten? Wenn man diese kurz analysiert, sieht man auch, dass du stark auf „Masse“ setzt. Ich rede jetzt wirklich von eigenen Projekten. Was mir auch aufgefallen ist, dass dann auch gerne Mal ein Auslandskommentar reingestreut ist, oder diverse andere Links, die ja momentan alle als „oohhh so schlimm“ hinstellen. Was ist denn nun richtig? Ein Mix, auch von solchen Webseiten, oder dann doch „alles sauber“?

    Lenni

  • Wow, beindruckend. Gleichzeitig aber auch erschreckend, denn wenn man die Geschäftszahlen in Zeitschriften zu einigen der genannten liest, ist zwar klar, warum die so wachsen, aber rote Zahlen bringen dann auch nichts. Will damit niemandem zu Nahe treten, aber in der aktuellen w&v stehen bspw. Zahlen zu denen, die hier am stärksten wachsen.

  • Julian

    Hi Lennardt,

    Wir haben viele eigene Projekte und machen es bei fast jedem anders. Ich würde da nicht auf allgemeine Vorgehensweisen schließen, weil wir viel austesten.

  • Julian

    Hi Sebastian,

    Nein, das war nur etwas komisch geschrieben. Ich meine genau, dass Links bei Online Shops konstant wachsen, während es bei Newsportalen immer mal wieder „Peaks“ gibt.

  • Hi,

    danke für die tollen Tipps. Bin eine echter Fan Deiner Seite.

    Das wird mir in der Zukunft beim Linkaufbau sehr von Nutzen sein. Besonders schon finde ich, dass Du drei unterschiedliche Branchen miteinander verglichen hast.

    Majestics ist mir zwar ein Begriff, aber ich habe noch nicht wirklich damit gearbeitet.

    Am Wochenende habe ich mir mal die Mühe gemacht mich etwas ausführlicher mit Google Analytics zu beschäftigen. Das ist ein wirklich mächtiges Tool. Dabei habe ich festgestellt, dass eine der Webseiten, die auch Google Adwords nutzen beim nichtorganischen Traffic eine Absprungrate von nahezu 100% hat. Da bin ich echt heilfroh, dass ich lediglich organischen Linkaufbau nutze und mein Traffic zu über 25% aus Links kommt.

    Liebe Grüße aus Oldenburg

  • Danke für diesen Artikel. Als Neuling in dem Bereich sind die genannten Erkenntnisse sehr erhellend.

  • Awasi

    @Jens
    Eine Absprungrate von 100% bei paid traffic über AdWords???
    Da würde ich mir aber dringendst mal die Keywords und Anzeigentexte angucken…
    Bei den von mir betreuten Seiten ist es eher so, dass der paid traffic eine geringere Bouncerate und längere Verweildauer hat! Es wäre auch traurig, wenn dies nicht so wäre, da ich ihn ja schließlich „teuer“ einkaufe.

  • Es ist schwer auf so viele Backlinks zu kommen, wie in diesem Fall Baur oder auch Zalando, ohne den notwendigen Kleingeld dafür, ausserdem abgesehen, machen die beide betreiber auch TV-Werbung, was denen auch enorm hilft die Berühmtheit noch weiter zu steigern ohne die Backlinks selber zu produzieren, diese werden duch Mund(Online)-Propaganda automatisch produziert und zwar um einiges schneller und besser als ein anderer Shop ohne die TV-Werbung, den auf den mussen erst mal die Besucher kommen. Mit einem TV Spot werden aber gleichzeitig auch Millionen erreicht, die es dann auch weiter empfehlen. Am sonsten ein schöner Artikel.

  • Wie viele Link? hmmm eine gute Frage.

    Was ich aber mit meiner kurzen Erfahrung bemerkt habe, ist, dass man seine Investition auch auf einem niedrigen Niveau halten kann.
    Links kann man in Maßen kaufen und man hat Erfolg. Oder man sucht gezielt nach Links, die zum Thema passen, und stärkt diese durch eigene Links.

    Wie dem Mitbewerber Links schenken? Kostenlos?

    Klar, aber nur auf der Seite wo auch der Link zu unserer Seite steht. Also stärken wir unseren Link. Mehr nicht.

    Ganze Konzepte Entwickeln und das Budget am besten ausrechnen. Das ist der Klou!

  • Hey Julian,
    das ist ein wirklich guter und vorallem leichtverständlicher Artikel. Auch meine Stimme bekommst Du 🙂
    Gruß
    Andi

  • Top Analyse, habe gleich auch für Dich gestimmt. :-)Spannend wäre auch mal einen Analyse Links + Social und welche Auswirkungen, dass dann auf die SI hat!

  • Ich finde es auch besonders wichtig zu erwähnen, dass es auch entscheidend ist in welcher Nische man sich befindet. Ich hatte schon Projekte, welche nur Temporär für 4 Monate liefen, gutes Geld brachten, sehr speziell waren und die Keywordanalyse auch nicht zu umfangreich. Dann ist es natürlich leichter, als wenn man sich auf einem schon hart umkämpften Markt wie z.B. Kreditvergleich oder ähnlichem bewegt.

  • Daniel

    Leicht Offtopic, aber interessiert mich brennend: Wieso ist Ladenzeile wieder da (siehe Sistrix)? Was haben die geändert?

    lg, Daniel

  • Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Offpage-SEO und bin von dem Artikel sehr angetan. Danke!
    Für SEO benutze ich übrigens market samurai und bin damit recht zufrieden. Allerdings dauert das teilweise Minuten bis die Daten aus den verschiedenen Quellen abgerufen und angezeigt worden sind – geht das Anderen genauso?

  • Ich versuche im Moment meinen Webblog mit Offpage-Seo zu optimieren,durch lesen deines Artikels bin ich wieder ein Stück weiter gekommen Danke. Meine Stimme hast Du.

  • Niklas

    Hallo Julian,

    toller Beitrag über das Linkbuildung und gleichzeitig toller Beitrag
    über einige SEO Tipps beim SEOday.

    Nun, eine Frage habe ich, welche mir wirklich sehr weiterhelfen würde.

    Wenn ich eine neue Webseite erstelle, und baue im Schnitt jede Woche einen neuen Beitrag mit a 300 – 500
    Wörtern ein, habe ich nach einigen Monaten vielleicht meine 20 – 30 Seiten.

    Wenn ich mir die Konkurrenz ansehe, haben die meisten oftmals 220 Seiten o.ä.,
    wobei es auch Niche Blogs sind.

    Frage:
    Ist es wirklich nötig, für kleinere Niche Projekte so viele Seiten mit so
    viel Text zu haben? Bei 100 Seiten á 300 Wörter wären das 300.000
    Wörter – Undenkbar für mich.

    Oder reichen auch ein paar Seiten mit alle 2 Wochen neuen Postings
    und dazu ein Mix von guten, verschiedenen Links?

    Liebste Grüße,
    Niklas

  • Hi Niklas,

    wenn die Blogs mehr Content haben, fahren sie vermutlich auch mehr Traffic ein. Damit kann man mehr Content auch bezahlen (logisch). Da du scheinbar alleine an deinem Projekt arbeitest, vielleicht sogar nur nebenbei, kannst du das natürlich niemals skalieren (Textkauf wäre möglich, auch hier gilt: Mehr Content resultiert in mehr Traffic. Ohne Invest kann auch kein Wachstum kommen.)

    Was du prüfen musst: Lohnen sich die Einnahmen aus dem dazu gekauften Traffic (inkl. Arbeit für Briefing, Einpflege, etc.) oder fährst du mit wenig Aufwand letztlich besser.

    Soviel dazu, meine Meinung

    @Julian, danke für die nette Verbildlichung der Korrelation. Ein wichtiges Thema, was viele vermutlich ignorieren, obwohl doch klar ist, das Google auf „natürliches und langfristiges“ Wachstum wert legt.

    Wer nicht über Tools verfügt, kann das (sehr grob) auch mit Analytics an der eigenen Seite prüfen. Dazu habe ich vor Ewigkeiten auch mal was gebloggt: http://www.netzaffin.de/google-analytics-link-history-tool/

    Viele Grüße und ein Frohes Fest!
    Patrick

  • Schade, dass ich mit meinem Voting zu späte gekommen bin. Ich habe hier so viel gelernt. – Natürlich noch lange nicht genug, weswegen ich diesem Blog auf jeden Fall treu bleiben werde.

  • Julian

    @Daniel: Ich vermute, dass Ladenzeile einen Reinclusion Request gestellt hat und bereits vorher schon Links abgebaut hat.
    @Niklas: Mittlerweile ist es so, dass ich eher auf wenige, dafür aber sehr sehr gute Beiträge vertrauen würde. Es kommt enorm auf die Qualität an – mit massenhaft Content hat man heute keine guten Karten mehr.

  • Sonja

    Das hört sich plauibel an. Ich denk auch man sollte sein Pulver nicht zu früh verschießen. Wenn man gleich viele Links aufbaut, kann man das vielleicht nicht halten.

    Was kann denn eigentlich der Grund für eine Penalty sein. Schließlich betreiben doch alle Linkaufbau. Hat das dann jemand übertrieben, oder waren da nachweislich gekaufte Links dabei? Aber auch das machen ja viele, wie die ganzen Plattformen zeigen, die Blogposts etc anbieten.
    Guckt sich da Google einen willkürlich aus?

    Interessant wäre hier die Penaltyhäufigkeit mit den Ausgaben für Adwords;-)

  • Ich vermute dass Ladenzeile KEINEN RR gestellt hat, warum auch?

    Im übrigen muss man auch ein bisschen recherchieren, wenn man sich zu Deutungen, wie denen im Artikel hinreissen lässt. Ich würde auch nicht behaupten, dass Google keine springhaften Veränderungen des Linkprofil mag. Gerade wenn es um Natürlichkeit geht: Was ist denn „in der freien Wildbahn“ wahrscheinlicher? Dass eine nagelneue Webseite jeden Monat genau 100 neue Links bekommt, oder dass das ganze eher Schubweise abläuft?

    Was ich auch interessant finde: Wie selbst in der SEO-Szene der Begriff „Penalty“ overused wird. Jede negative Ranking-Veränderung wird als Penalty bezeichnet. Früher gab es immerhin noch Everflux, Google Dance oder Algorithmus-Anpassungen. Heutzutage gibt es anscheinend nur noch Wachstum oder Penalty. Dadurch kommt es dann auch zu dem scheinbar einzig logischen Schluss dass nur ein Reconsideration Request helfen kann. Beides war hier ganz klar nicht der Fall.

    Die Frage „wie viele Links braucht man?“ ist tatsächlich eine gute über die man viel schreiben kann. Gerade auch Sichtbarkeitspunkte in Verhältnis zu Links als „SEO-EFfizienz“ kann super spannend sein. Aber hier wurde leider einfach nur quantitativ ausgewertet und wild gemutmaßt. Bie einer Webseite wie BAUR.de liegen die Bestimmungsgründe für die Performance genauso wenig in Links wie bei Ladenzeile…

    (@Julian: bitte nicht persönlich nehmen – bezieht sich in der Form nur auf diesen einen Artikel)

  • Julian

    Hi Pip,

    Ladenzeile hatte bereits mehrere Dämpfer im Ranking – und meiner Meinung nach ist ein guter Teil davon linkbasiert, gerade in letzter Zeit. Aber natürlich sind sie auch massiv von Panda betroffen.

    Für Leute, die nicht so viel Ahnung von SEO haben, habe ich versucht den Artikel so unkompliziert wie möglich zu schreiben. Bei Baur wären mir auch suche.baur.de und diverse andere Onpage-Mätzchen eingefallen. Aber wenn ich über „Wie viele Links braucht man?“ schreibe, dann versuche ich alles andere auszublenden und da geht manches gezwungenermaßen in Pauschalisierungen unter. Aber so versteht man es eben auch einfacher.

  • Hallo,

    ich kann nicht bestätigen, dass wenn wenn Webseiten wachsen wollen, was heißt mehr Besucher bekommen, dass dann zwangsläufig die LInks mitwachsen müssen. Ich betreibe selbt unterschiedliche Projekte, die allerdings nur regelmäßig mit Content befüllt werden und kaum Links entstehen, die Besucher steigen trotzdem an……Bei neuen Domains sicher richtig, bei älteren weniger relevant.

  • Hi, hier hast du einen wirklich interessanten Artikel geschrieben und toll illustriert.
    Linkbuilding ist und bleibt ein wichtiger Faktor. Wovon jeder träumt sind immer noch die berühmt berüchtigten EDU Backlinks, welche alle ein Top Ranking aufweisen.

    Danke dir,
    Alex

  • Martin

    Ich sehe das mit den Edu Links etwas anders. Diese Seiten genießen auch keinen Bonus in der Sichtbarkeit, warum sollten sie einen Bonus bei den externen Links genießen, wo man seit Jahren bei jedem Linkhändler müllige Edu Links einkaufen kann?

    Ein Link ist so gut wie die linkgebende Seite. Eine starke Domain, gute Inhalte, viele Besucher und eine gute Positionierung des Links sorgen für den Juice-Fluss und das wars dann auch schon. OnTopic wirkt immernoch etwas stärker, aber „Edu“ oder nicht wäre mir völlig egal.

    Auch wäre ich vorsichtig über die reinen Zahlen im Linkwachstum Rückschlüsse zu ziehen. Bekomme ich im Januar 100 schlechte Links und im Februar 5 richtig gute, so hätte ich da keine Bauchschmerzen. Dauerhaft wäre das natürlich von Nachteil, da es schon sehr nach Linkkauf stinkt 😉

  • Oh, ich sehe gerade, dass man einige Bereiche der Backlink History von Majestic SEO sogar kostenlos nutzen kann. Vielen Dank für den Tipp.

  • Der Artikel beantwortet meine Fragen, vielen Dank! Aber: Kann es denn im Interesse von Google sein, dass Webseitenoptimierer künstliche Backlinks erzeugen? Der permanente Wachstum kann ja nicht anders gewährleistet werden, oder?

  • Auweia! Da krieg ich ja gleich ein mulmiges Gefühl. Habe eine zeitlang gar keine links gesetzt. Und seit kurzem dann ganz ordentlich. Das dies nach hinten losgehen kann daran hätte ich nun überhaupt nicht gedacht. Aber wer weiß schon wie google wirklich funktioniert?

  • Sehr interessanter Artikel!
    Gute grafische Darstellung der SEO-Entwicklungen bei den Platzhirschen für Mode und Co.! Da sieht man wer sich die Manpower SEO-Service wirklich leisten kann. Soviel Power in die SEO-Optimierung der Shops, Portal zu investieren… Echt beeindruckend. Mehrere 1000 Backlins scheinen ja Standard zu werden, zu sein… Echt heftig.

    „Keine neuen Links mehr (ob natürlich gewachsen oder nicht) ist der Tod für fast jede Domain.“

    Das kann ich nicht in jedem Fall bestätigen. Selbst wenn lange sehr lange Zeit nix gemacht wurden sind SERP nach Jahren auf den vorderen Plätzen, ohne neue Backlinks dauerhaft kontinuierlich aufgebaut zu haben… Wird aber sicherlich nicht für alle Branchen und Angebote gelten. Guter Artikel !

  • Sehr netter Artikel!
    Aber ich dachte, dass die Relevanz von Backlinks immer weiter zurückgeht und mehr die Social Signals zählen bzw. relevanter, frischer Content? Wie beurteilt ihr das? Macht es Sinn weiter klassischen Linkaufbau zu betreiben?

  • Julian

    Hallo Natascha,

    Im Artikel habe ich einfach „blind“ alle anderen Faktoren ausgeklammert, um ein gutes Ergebnis sichtbar zu machen. Natürlich sind andere Faktoren ebenso wichtig, eventuell auch wichtiger – je nach Präferenz! 🙂

  • Mehr als der direkte Wettbewerb, bei Hotels sicher schon eine Wissenschaft für sich, in den meisten Branchen gilt aber noch viel hilft viel. Einfach von allem zu viel reicht doch immer für den ersten Platz mit den wichtigsten Keywords.

  • Sehr guter Artikel und völlig einleuchtend!

  • Wirklich ein interessanter Artikel.
    Vor allem mal etwas von den „Großen“ am Markt mit zu bekommen ist interessant… schon krass von welchen Linkvolumen da im Monat gesprochen wird!

  • Hi

    Sieht das Heute immer noch so aus? Und achtet z.B. Immobilienscout24.de auch immer auf qualitativ hochwertige Links, oder bauen die auch viel Mist auf?

  • Julian Dziki

    Hi Murat,

    Nein, das sieht heute ganz anders aus. Der Artikel ist ja auch schon recht alt.

  • Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel. Wusste gar nicht, dass man so viele Punkte beachten muss. Glaube das ist ohnehin eine Wissenschaft für sich. Hat mich aber auf jeden Fall ein kleines Stück voran gebracht.

  • @Julian: Wie sieht es denn heute aus? Gibt es hier vielleicht auf Seokratie einen guten Artikel zum Status Quo?

  • Ramon

    Guter Artikel, allerdings ist das Fazit nicht ganz vollständig. Eine Seite, die im Laufe der Zeit „Brand“ geworden ist, braucht eine lange Zeit keine Links mehr, zumindest nicht mehr im gleichen Tempo des Aufbaus, um weiterhin vorn zu sein und um die Sichtbarkeit zu halten. Solange keine andere Seite stärker wird, wird die Seite weiterhin vorn sein, so zumindest meine Beobachtung.

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