Wie sich der Google Algorithmus mit der Zeit verändert hat
Heute hat Rand Fishkin auf SeoMOZ einen Artikel veröffentlicht, der seine Meinung widerspiegelt inwiefern sich verschiedene Ranking-Faktoren mit der Zeit verändert haben.
“Harte Faktoren” weg
Das Wichtigste, was in seinem Blogpost durchscheint, ist die Veränderung des “RAW Link Juice”, also der “rohen” Linkpower, die eine Domain hat. War anfangs dieser Linksaft noch viel wert (und einfach zu berechnen), ist es heutzutage viel schwerer geworden. Beispiel: Früher sah man eine PR5 Domain mit vielen Links und hoher Domainpop und wusste: “Hier will ich einen Link”.
Heute muss man unter anderem nachsehen, ob die Domain überhaupt für ihre Keywords rankt, welche Art von Backlinks den PR5 fabriziert hat (Trustseiten oder Kommentarlinks) und ob sie eine gute History hat (frühere Strafen wegen Linkverkauf etc.). Die “herkömmlichen” Tools sind damit mittlerweile völlig überfordert. Der reine Backlinkcheck “Viele Links = Tolle Domain” ist längst Vergangenheit.
Trust ist wichtig!
Mit einigen Tests kann man schon herausfinden, ob eine Domain “aufgebläht” ist oder wirklich gute Links und damit auch Rankings hat. In Rand’s Grafik ist deswegen der Trust in der Wichtigkeit immer weiter nach oben gestiegen – und stellt nun den wichtigsten Wert dar. Trotzdem meint er auch im Text dann, dass man mit unzähligen Backlinks von sehr vielen verschiedenen Seiten (Stichwort: Domainpop) immer noch diesen Faktor umgehen kann. Ich kann also immer noch auf das “Masse statt Klasse” Prinzip setzen und damit auf den Trust mehr oder weniger pfeifen.
Trotzdem: Gerade wegen des kürzlich erfolgten “Brand”-Updates geht SEO immer mehr in Richtung “Markenbekanntheit schaffen”. Und “Trust” ist definitiv ein irrer Rankingfaktor. Mein bestes Erlebnis zum Thema Trust war, als ich bei einer uralten Seite in eine Linkliste mit 50 anderen Seiten aufgenommen wurde. Plötzlich ging mein Traffic unglaublich nach oben – einfach weil diese Linkliste einen hohen “Trustrank” besaß.
Onpage ist Standard
Onpage ist mittlerweile nicht mehr der Faktor schlechthin für ein gutes Ranking (war es auch niemals), aber es ist die Grundlage. Ohne Onpage Optimierung sollte man nie mit dem Linkaufbau anfangen – gerade, weil es so einfach und zeitsparend im Vergleich zum Linkbuilding ist. Es nennt es ein “essentielles” Element, aber “mehr” [Keywords] helfen meist nicht.
Anchortexte lassen nach
Anchortexte waren nach seinen Aussagen anfangs noch “der” Rankingfaktor schlechthin, lassen aber in der Wirkung nach. Ein Beispiel ist eine Domain, die sich nur mit “Preisvergleich” verlinken lässt, aber niemals mit www.domain.de oder anderen natürlich aussehenden Links. Bei Anchortexten muss man sehr vorsichtig sein, ständig variieren und man sollte es nicht übertreiben.
Insgesamt also ein unglaublich guter & richtiger Post, über den man nachdenken sollte.
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