Wie finde ich gute Themen für meine Webseite?

14. Januar 2014  |     |  9 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Heute geht es einmal darum, wie man gute Themen für die eigene Webseite, besonders für den eigenen Blog findet und ich gehe da einen eher ungewöhnlichen Weg. Die normale Keywordrecherche mit den gängigen Tools sollte ja jeder kennen, aber ist das denn auch wirklich das Wahre? Natürlich ist es für einen Online Shop wichtig zu wissen, ob er Pulli, Pullover oder Sweatshirt in den Title schreiben sollte, aber Interessen nach echtem Content lassen sich damit nur schwer aufzeigen.

Wil Reynolds: Don’t hit enter on Google

Die Wil Reynolds Methode finde ich eine der besten, die mir bisher untergekommen ist. Sie ist einfach und kostenlos und erfüllt ihren Zweck oft besser als eine umfangreiche Keywordanalyse. So geht es:

1. Stelle Google eine Frage

Zunächst sollte man sich eine konkrete Frage zum eigenen Themengebiet überlegen. Die Frage sollte also mit „Wer / Wie / Was / Wann“ usw. beginnen und dann das eigene Themengebiet als Keyword beschreiben. Wichtig ist dann „Don’t hit enter on Google“, also man sollte nicht auf Enter drücken, sondern sich die Vorschläge ansehen.

wie seo

Ok, dieses Beispiel ist nicht besonders anschaulich, zeigt aber wie es geht!

Bingo! Als Ferienwohnungsportal habe ich gleich gute Ideen für Content gefunden!

Bingo! Als Ferienwohnungsportal habe ich gleich gute Ideen für Content gefunden!

Besonders das zweite Beispiel ist super. Wäre ich eine Webseite über Ferienwohnungen, ich hätte gleich vier gute Vorschläge gefunden, wonach Leute tatsächlich suchen! Und nehmen wir das Beispiel „Welche Bettwäsche für Ferienwohnung“ und drücken dann tatsächlich auf Enter (jetzt darf man!), dann finde ich dazu nichts, was mich als User befriedigen würde.

2. Befriedige das Suchinteresse

Der nächste Schritt besteht darin, sich zu überlegen, wie man auf seiner Webseite diese Frage beantworten kann. Und zwar so, dass man wirklich alle Aspekte dieser Frage (und Aspekte, die damit zusammenhängen) berücksichtigt.

  • Brauche ich Bettwäsche in einer Ferienwohnung oder wird diese meistens gestellt? Wie ist es üblich?
  • Wenn sie nicht gestellt wird: Welche Größe haben Matratze und Bettdecken normalerweise? King Size (eher nicht), oder Standardgrößen?
  • „Bettwäsche vorhanden“: Bedeutet das, dass auch Bettbezüge vorhanden sind oder nur die blanken Decken und Kissen?
  • usw.

Zugegeben, es sind in diesem Fall nicht gerade viele Informationen, die man bereitstellen kann. Aber das bedeutet auch, dass man nicht viele Infos bereitstellen muss, um bereits die beste Webseite zu diesem Thema zu haben. Für „Ferienwohnung welche Lebensmittel mitnehmen“ gibt es sogar noch mehr Suchanfragen (weil es weiter oben steht) und außer Forenthreads findet man dort nur eine Ferienwohnungsseite, die diese Frage bei genauerem Hinsehen nicht einmal beantwortet. Es ist super-einfach für diesen Begriff zu ranken, denn mit nur wenig Mühe kann man selbst das beste Ergebnis dazu erstellen!

Ubersuggest

Statt der „Don’t hit enter on Google“ Methode kann man auch Tools benutzen, die automatisch Google scrapen und dann die Ergebnisse auswerfen. So sieht das dann aus, bei der Suchanfrage „Wie SEO“ bei Ubersuggest.

wie seo

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wie seo texte schreiben
wie seo lernen
wie seo optimieren
seo wie geht das
seo wieviele keywords
seo wie funktioniert
seo wie lange dauert es
seo wie teuer

wie seo +

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wie seo lernen
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wie seo + a

wie arbeiten seo agenturen
seo wie anfangen
wie arbeiten seo
seo aber wie
wie mache ich eine seo analyse

wie seo + f

wie funktioniert seo

wie seo + i

wie wichtig ist seo
wie mache ich seo
wie werde ich seo
wie teuer ist seo
wie lerne ich seo
wie schreibe ich seo texte
wie sinnvoll ist seo
seo wie wichtig ist die domain
wie schreibe ich seo-optimierte texte
wie optimiere ich seo

Cool, oder? Was Ubersuggest automatisch macht, ich euch aber auch manuell rate, ist den Suchbegriff an erster Stelle zu schreiben und dann erst das Fragewort anzuhängen. Also statt „Wie SEO“ eben „SEO wie“ zu schreiben. So bekommt man oft bessere und vor allem mehr Ergebnisse. Und ich persönlich benutze meistens eher das Keyword-Tool von Kai, weil es mir schlichtweg besser gefällt und man kein Captcha eingeben muss.

Fazit

Ich finde diese Herangehensweise der Keyword-Recherche viel besser als die klassische Recherche. Insbesondere ist sie gut für neue Blogartikel oder um Inhalte auf seiner kommerziellen Webseite unterzubringen, die den Nutzern wirklich helfen und nicht nur verkaufen wollen. Übrigens tauchen solche Phrasen oft in keinem SEO Tool oder beim Google Adwords Tool auf, weil hier keine kommerzielle Kaufabsicht dahintersteckt und Google Probleme mit längeren Keyword-Ketten und Adwords zu haben scheint. Nichtsdestotrotz sind das super Suchbegriffe und meistens hat man bei diesen auch nicht die übliche Konkurrenz. Selbst die kleinste Ferienwohnungsseite kann mit einem guten Text darüber, welche Lebensmittel man in die Ferienwohnung mitnehmen kann, auf Platz 1 stehen. Natürlich ist das Keyword auch sonst nicht besonders gut, denn die meisten, die Lebensmittel einkaufen, haben bereits eine Ferienwohnung gebucht. Aber darum geht es bei diesen Suchanfragen auch nicht: Es geht darum zu informieren, Kompetenz zu zeigen und damit Autorität zu gewinnen. Der Algorithmus merkt so etwas, die User finden solche Informationsseiten auch gut – also ran ans Werk!

Wie findet Ihr die Methode?

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9 Kommentare

  • Constantine

    Nette Tipps, aber auch nicht all zu neu 😉 (Aber hey, vielen Leuten wird das helfen!)

    Mich würde mla interessieren wie es dann weiter geht. Wenn ich nun weiß, ich möchte die Antwort/Lösung für „welche bettwäsche ferienwohnung“ präsentieren, wie geht die eigentliche Recherche und woher kommen die Inhalte?

    Anders gefragt, wenn ich zu einer Phrase gerne einen Ratgeberartikel schreiben möchte und vllt. auch gut ranken möchte, reicht es meiner Meinung nach eben nicht aus die Top 10 Artikel zusammenzufassen? Mein Inhalt kann bei der Quellenlage nicht besser werden.
    Also z.B. durch Literaturrecherche ergänzen und Informationen im Artikel aufbereiten, die noch nicht genannt wurden.

  • Hey Julian.

    Jau, wieder ein Mosaiksteinchen auf dem Weg weg von der Keyworddenke! Allerdings sollte man fairerweise sagen, dass es eben aufgrund mangelnder Daten wenig Hinweise zum Suchvolumen gibt!
    Wir machen das auch immer mehr so/ empfehlen es so, hatten in der Vergangenheit auch tolle Rankings, aber leider auch relativ oft fast keinen Traffic ;o) Daher haben wir das noch etwas ergänzt um die Recherchen, wo wir wie oft auf welchen Plattformen/ Seiten solche/ ähnliche Fragen „antreffen“. Und umso öfter, umso größer die Chance damit eine oft/ öfter gestellte Frage zu beantworten!

  • Hey Julian. Ich nutze eine weitere Variante, bei der man einige relevante Themen finden kann: man sucht nach dem Keyword + Enter und setzt anschließend ein * (Sternchen) vor das Wort im Suchfeld. Beim Beispiel *pflanzen erhält man so eine nützliche Liste relevanter Themen wie: fleischfressende pflanzen, tomaten pflanzen, erdbeeren pflanzen, etc. Die Ergebnisse reichen von total irrelevant bis zu sehr nützlich. Ein Versuch ist es aber immer wert.

  • Stichwort Suchvolumen: Eben, man weiß zum Zeitpunkt der Keyword-Vorschläge noch nicht, wie viele Leute täglich/monatlich nach den Longtails suchen. Das sollte unbedingt abgeklärt werden, bevor man sich die Arbeit macht und Content erstellt.

    Beispielsweise im Google Keyword Planer oder besser: Man nutzt Market Samurai, da es dort gleichzeitig einen kurzen Überblick der Konkurrenz gibt; also wer sich noch in der Nische rumtreibt und wie gut oder schlecht dieser sein Handwerk beherrscht.

  • nicht neu aber ein toller refresh. danke

  • Laura

    Danke für den Beitrag!

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