Bannerwerbung – Welche, wo und wie?
09. Jan 2009
Wer als Affiliate die Performance eines Banners im Gegensatz zu einem Textlink kennt, der will eigentlich gar keine Banner mehr auf seiner Seite einbauen. Banner performen viel schlechter als Textlinks – aber trotzdem sollte man ein paar zumindest einbauen. Nur welche Seiten brauchen welche Banner und wo baue ich sie auf der Seite ein?
Viel Traffic – kein Money-Key
Gehen wir mal vom Worst-Case aus, der aber sehr oft vorkommt: Ihr habt eine Hobby-Seite erstellt und mittlerweile laufen 1.000 Besucher am Tag rüber, mit 3 PI’s im Durchschnitt pro Besucher. In der Regel hat man Adsense eingebaut, aber die Seite ist eine reine Informationsseite über südostasiatische Bergschildkröten und die Anzeigen passen nicht, keiner klickt darauf und wenn mal einer darauf klickt, dann bekommt man 2-5 Cent pro Klick. Insgesamt kommt man so auf 20-50 Cent pro Tag. Wie kann man das erhöhen? Im Prinzip durch drei Methoden:
- TKP-Banner: Findet ein Programm, dass euch nach TKP bezahlt. Natürlich wird euch niemand 10 Euro bezahlen, aber bei Adscale etwa und 3 Werbeflächen pro Seite dürften schon 3 x 1 Euro drin sein. Immer noch besser als nichts. Wer viele Pageimpressions hat, kann versuchen eine Channelbuchung bei einem Vermarkter zu bekommen. Mit 3.000 PIs am Tag braucht man da allerdings kaum antraben.
- Amazon: Amazon geht auf Seiten, die sonst schlecht konvertieren immer recht gut. Bücher gibt es zu jedem Thema und man kann auch andere Produkte oder Self-Optimizing-Links benutzen. Umgerechnet kann bei Amazon ein CPC von 10-30 Cent drin sein (über Banner!). Wenn eure Seite nichts mit Produkten oder “kaufen” zu tun hat, dann performt Amazon natürlich nicht optimal.
- Layer: Layer sind nicht gerade sehr beliebt, aber wenn eure User nicht auf die Werbung klicken, dann haben sie es nicht anders verdient. Für Layer empfehle ich euch Euros4Click (Werbelink) von meinem ehemaligen Klassenkameraden Michael. Bei Layer können allerdings unter Umständen dann die PI’s abnehmen, weil viele User abspringen, sobald sie einen Layer sehen. Trotzdem: Wenn es nicht anders geht – warum nicht? Wir sind ja nicht bei der Wohlfahrt, sondern im Internet.
Bereiche zum Geld verdienen
Content
Alles, was auch im Adsense-Bereich recht gute CPCs bringt, kann man vielfältig bewerben. Nur wo bringt ein Banner das meiste Geld? Meiner Meinung nach genau in der oberen Mitte der Seite, am Anfang des Contents, jedoch nicht im Header. Im oberen Contentbereich klicken die User am meisten auf den Banner – auch wenn sie nicht allzu interessiert sind. Hier sollte daher ein CPC-Programm her. Das beste CPC-Programm ist natürlich Adsense. Außerdem gibt es noch in-Text-Werbung wie z.b. Contaxe (Werbelink). Es ist Einstellungssache, ob man Contaxe nutzen möchte oder nicht. Für den Content-Bereich ist es aber für kleine Publisher das beste Angebot. Ich tendiere aber eher dazu, es ganz wegzulassen: Werbung kann man auch andersweitig unterbringen und zu viel Werbung kann auch nicht gut sein.
Generell gilt natürlich immer: Die Werbung sollte zur Zielgruppe passen! Das ist bei Adsense und kontextueller Werbung bei guten Themen immer der Fall. Bei Affiliate-Programmen sollte man ein wenig Gefühl für seine Zielgruppe haben und nur passende Werbung einblenden.
Header und Seitenleisten
Banner im Header und in der Seitenleiste werden von den Usern sehr gerne ignoriert. Welches Programm baue ich also ein? Zum einen gibt es natürlich auch für Moneykeys die Möglichkeit zu TKP-Werbung. Allerdings wird man unter 500.000 bis 1.000.000 Pageimpressions pro Monat kaum ein gutes Angebot finden. Und selbst dann sind die Aussichten meist nicht so rosig wie sie am Anfang schienen. Wer nicht lange herumprobieren möchte, für den ist Adsense wiederrum das beste Programm. Hier muss man aber auch noch mit Farben, Bannergrößen und Positionierung einige wichtige Zahlen testen und sich dann für das Beste entscheiden.
Wer auf Affiliate setzt. der sollte im Headerbereich und in der Seitenleiste besonders auf die großen und starken Marken in seinem Themenumfeld schielen. Etablierte Firmen machen sich am besten. Unwissende Webuser denken oft auch: Wow, der hat eine “Werbekooperation” mit Firma XY! DAS muss eine tolle Seite sein. Schicke Banner einer großen Marke können auch das Vertrauen in die eigene Webseite stärken und so z.B: die Absprungrate verringern! Natürlich muss man hier ausprobieren und es müssen auch Sales hinter dem Programm stehen. Unter Umständen sind aber bis zu 10 Euro eTKP (=effektiv für 1000 Seitenimpressionen) für einen Banner drin, ohne lästige TKP-Vermarkter-Bedingungen. So geht es mir gerade mit Dell, dank der 70-Euro pro Sale Kampagne. Danke Marcus.
Drei Sachen sollte jeder mit ein bisschen Traffic bei einem guten Thema ausprobieren:
- Adsense: Hier auch mit den Farben spielen!
- Brands: Große, bekannte Marken
- Amazon: Vor allem mit Produkten im Banner konvertiert Amazon richtig gut und ist fast immer zu empfehlen. Jeder kauft bei Amazon.
- Channelbuchung bei TKP-Vermarktern: Wie bereits erwähnt benötigt man dafür haufenweise & guten Traffic.
Footer und schlecht sichtbare Bereiche
Hier gilt: TKP-Vermarktung benutzen, bis man unter Umständen eine Schelte vom Vermarkter bekommt. Klickstarke Footerbereiche gibt es kaum – Den einen oder anderen TKP-Banner kann man allerdings immer einbauen. Kaum ein Advertiser sieht sich jede Webseite an, auf der er TKP-Werbung bucht.
Ich verdiene trotz Besuchern noch kein Geld
Da heißt es nur ausprobieren, testen und seine Schlüsse daraus ziehen. Affiliate zu sein heißt nicht nur massenhaft Besucher auf die Seite zu bringen, sondern auch möglichst viel aus diesen Besuchern zu machen. Egal wie klein oder groß die Seite ist: Es geht immer mehr!
Zu guter Letzt noch ein absoluter Blogpost-Tipp von David Deutsch: Warum sogar unrentable Adwords Kampagnen als (SEO)-Affiliate Sinn machen! Für jeden Affiliate lesenswert.
Habt ihr noch Tipps für die richtige Bannerwahl?
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Kategorie: Werbung
About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.
Comments (8)
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Vor allem den Aspekt, dass Amazon in spezifischen Produktseiten gut konvertiert, kann ich bestätigen!
Adsense hingegen eher nicht..
Super Artikel, in punkto Adsense Werbung zwischen Artikel und Artikelüberschrift kann ich nur zustimmen. Dort liegt eigentlich das meiste Potenzial bei den meisten Webseite/Blogs. Gründe dafür sind der nahe Bezug zum eigentlichen Inhalt und natürlich zu den KeyWords die sich meist in der Überschrift befinden.
Dazu kann ich nur einen Artikel in meinem Blog empfehlen wer es selber testen möchte “Adsense Klickrate erhöhen und optimieren” (einfach suchen).
Also ich habe selber mal bei Adscale Werbung geschaltet und die Klickraten waren lächerlich niedrig, aus Advertiser Sicht lohnt sich das also überhaupt nicht.
Als Affiliate habe ich mit Amazon auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn die Leute bei Amazon sind, kaufen sie immer noch 2-3 andere Sachen ein und man hat die Statistik voll mit allen Arten von Produkten. Außerdem ist die Provision ziemlich hoch (6,5% oder so).
Hihi, Lustige Einstellung zu Layern.
Guter Artikel mit einer tollen Übersicht, das ewige Testen und Ausprobieren kann man leider trotzdem keinem Publisher abnehmen.
[...] Seokratie hat sich mit der Bannerwerbung beschäftigt. Welche Banner sind wirklich sinnvoll? Welche Banner sollte man wo einsetzen u.s.w.? Ein sehr interessanter Artikel, der sicher einigen helfen kann, mehr Geld mit den eigenen Seiten zu verdienen. [...]
[...] Bannerwerbung – Welche, wo und wie? [...]
[...] gerne zur Layer-Werbung, denn “Wir sind ja nicht bei der Wohlfahrt”, wie es Julian von Seokratie einmal treffend formuliert [...]
Ich habe bei Adscale im CPC eine Klickrate von 2.35! und das liegt ganz einfach daran, dass ich mir die Werbekunden sehr gezielt und nur in einem themenrelevanten Umfeld aussuche. Alles andere wird abgelehnt. Im übrigen hatte ich bei Adsense nur 0.8 CTR. Wenn man gut ist, kann man mit AdScale richtig absahnen und Google um weiteren abhängen. Du brauchst natürlich eine gute Seite die viele Bewerber anzieht.