Was kostet SEO?

13. Mai 2014  |     |  51 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Heute möchte ich einmal einer wichtigen Frage nachgehen und zwar der nach den Kosten für SEO. Wie viele vielleicht wissen, gibt es SEO zu monatlichen Budgets von unter 100 Euro bis hin zu fünfstelligen Beträgen. Was aber ist das richtige Budget? Was kostet SEO eigentlich?

Kosten-fuer-SEO

SEO Agenturen haben oft viele Nebenkosten 😉  (Foto vom SEOFM Hörertreffen)

Was kostet SEO?

Ich habe in meiner Zeit als SEO wirklich schon alles mitbekommen. Wer nach „Was kostet SEO“ oder ähnlichen Begriffen sucht, der findet kunterbunte Artikel von verschiedensten Agenturen, die durch diese Keywords Kunden auf Ihre Seite locken wollen. Dann gibt es noch einen sehr guten Beitrag vom Seonauten mit einem Beitrag, der etwa zwei Jahre alt ist. Dort wird auf eine Studie von Moz verwiesen. Mich würde einmal interessieren, wie diese Studie heute aussähe, denn die Zahlen sind teilweise schon seltsam. Aber zurück zum SEOnauten.

In seinem Post erklärt der SEOnaut zwei Modelle:

  • Ein Modell mit 42 Kunden pro Mitarbeiter
  • Ein Modell mit 10 Kunden pro Mitarbeiter

Ich vermute, dass er heute auch schreiben würde, dass auch die Methode „10 Kunden pro Mitarbeiter“ nicht funktionieren würde. Wie ich schon in anderen Beitrag neulich geschrieben habe, hat sich der Manpower-Bedarf im SEO Bereich drastisch erhöht. Während man früher einfach einmal pro Monat bekannte Linknetzwerke abgegrast hat und die Links für den Kunden für einen Monat innerhalb von maximal zwei Stunden zusammen hatte, muss man heute viel mehr Zeit investieren. Wir persönlich haben heute ein Verhältnis von Kunden zu Vollzeitmitarbeitern, das in keinster Weise 10:1 oder gar 42:1 ist.

Wie geht das heute?

Was ich mich wirklich frage ist: Wie kann man heute zeitgemäßes und gutes SEO (inklusive Linkbuilding) anbieten, wenn ein Mitarbeiter 10 oder mehr Kunden betreut? Das ist eine ernste Frage und ich würde mich freuen, wenn Ihr kommentiert. Andersherum werden sich einige bestimmt fragen, wie wir SEO berechnen, wenn wir ein viel niedrigeres Verhältnis haben? Sooo teuer sind wir nicht. Denn wir sparen beim Linkkauf (monatliche Ausgaben: 0 Euro) und stecken das Geld lieber in Mitarbeiter. Das hat Vor- und Nachteile. Weil ich aber auch in fünf Jahren noch SEO machen will, finde ich das eine gute Lösung, auch wenn ich nicht so viel verdiene wie eine 10-Kunden-pro-Mitarbeiter Agentur.

SEO für kleine Beträge

Einen Großteil des schlechten Rufs hat unsere Branche von Anbietern, die SEO im Niedrigpreissektor anbieten. Warum ist das so? Viele Unternehmen haben das Bedürfnis, bei Google weiter vorne zu stehen. Allerdings ist für eine kleine Firma von nebenan der Effekt „Internet“ meistens nicht so wichtig, dass man dafür viel Geld ausgeben wollen würde. Genau hier setzen viele Agenturen an und bieten SEO im Paket für 100 Euro oder weniger pro Monat an.

Wie viel würdest DU für 100 Euro monatlich arbeiten?

Für hundert Euro pro Monat arbeitet ein Selbstständiger höchstens zwei Stunden. Sobald man ein Büro hat, Angestellte oder sonstiges, muss man rein rechnerisch mindestens 75 bis 100 Euro verlangen. Das bedeutet, dass besagter SEO für einen Kunden (ohne Rechnungserstellung und Reporting!) etwa eine Stunde Zeit pro Monat hat. Das kann natürlich auch einen Effekt haben – aber der ist meist so gering, dass man sich das Geld auch sparen kann.

Linkbuilding für kleine Beträge

Ich muss meine Aussagen ein wenig relativieren. 10 Kunden pro Mitarbeiter gehen eigentlich ganz gut, wenn man ausschließlich technisches Onpage SEO anbietet. Dann sind auch Preise von vielleicht 400 Euro pro Monat noch möglich, wobei man gute Onpage SEOs mit diesem Gehalt nicht bezahlen kann. Grantig (bayrisch: sauer) werde ich dann, wenn jemand Kunden Linkbuilding für 400 Euro monatlich anbietet und so etwas dann als hohe Qualität darstellt. Für 400 Euro kann man (siehe Rechnung oben) nicht viel arbeiten.

Wer schon einmal Linkbuilding betrieben hat, der weiß, dass man in ein paar Stunden nichts Ordentliches schaffen kann. Was allerhöchstens noch geht, sind diverse Webkataloge und Social Bookmark Seiten, die dann von den Mitarbeitern teilweise automatisiert erstellt werden. Oder eben Seitennetzwerke, die mittels Software und Contentproducer-API massenhaft erstellt werden. Das sind dann meistens WordPress Installationen, die völlig unterschiedliche Texte auf den „Blogs“ haben, aber keiner zum anderen passt. Google nennt solche Seiten „Blogs for Links“ und wertet diese Links nicht nur nicht, seit ein paar Monaten sind sie dazu übergegangen, solche Netzwerke komplett zu deindexieren.

Oder es werden Links gekauft, à 50 Euro oder weniger das Stück. Das Resultat ist das gleiche: Keine guten Links. Und mittlerweile ist es leider nicht nur so, dass diese Links nicht zählen. Vielmehr schaden sie noch und man muss sie (nach einer Abstrafung) mühsam wieder aufbauen.

Tacheles: Was kostet SEO?

Tja, leider kann ich das so nicht sagen. Das liegt alleine schon an den Abrechnungsmodellen: Stundenbasiert, Pauschalpreis oder Erfolgsbasis sind die gängigen Abrechnungsmethoden. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Optimierungsmöglichkeiten. Von technischem Onpage über Texte, Design und Linkbuilding bis hin zu Social bietet jeder Dienstleister ein anderes Spektrum an. Das Pricing ist daher auch immer unterschiedlich und ändert sich auch innerhalb einer Agentur sehr oft.

Oft ist es auch undurchsichtig, wie der jeweilige SEO dann tatsächlich arbeitet. Ich habe Agenturen gesehen, die „Onpage SEO“ automatisiert aus einem Tool herausgelassen haben und dahinter dann einen Betrag mit drei Nullen schrieben – Für schätzungsweise fünf Minuten Arbeit. Und umgekehrt arbeitet so mancher Freelancer für einen Hungerlohn, aber das tun die meisten nicht sehr lange.

Oft ist es einfach nur…

… die Menge an Arbeit. Wer mehr bezahlt, der bekommt auch mehr. Ein Dienstleister, der 200 Euro pro Monat verlangt, darf aus betriebswirtschaftlicher Sicht einfach keinen großartigen Support bieten. Sicherlich, Wucher gibt es überall. Und gerade weil die Dienstleistung „SEO“ so vielfältig und teilweise undurchsichtig ist, tummeln sich hier viele schwarze Schafe. Aber das ist keine Erfindung der SEO Branche, das gibt es einfach überall. Ich habe neulich ein Webdesign für 15.000 Euro gesehen, das ein Schüler ohne Vorkenntnisse an einem Tag besser hinbekommen hätte.

So und wer unbedingt eine Zahl will: Aus persönlicher, langer Erfahrung beginnen die seriösen Anbieter bei etwa 2.000 Euro monatlich. Das ist meine persönliche Einschätzung. Sicher gibt es Ausnahmen (und zwar in beide Richtungen des Budgets!), aber in meinen Augen gehen bei diesem Budget die seriösen Anbieter los.

Exkurs: Die günstigen Polen

Ein Kunde beauftragte für eine Nischenseite eine polnische SEO Agentur. Die Agentur verlangte ein fixes Budget für High-Traffic Keywords, also Suchbegriffe, die wirklich oft gesucht wurden. Erst in den Top10 zahlte man. Platz 10 kostete Betrag X, je weiter oben man stand, desto mehr bezahlte man. Allerdings selbst auf Platz 1 nicht sonderlich viel. Die Ergebnisse waren erstaunlich: Innerhalb von nur sechs Monaten war die Seite für ihre Keywords in den Top10, später sogar auf Platz 5!

Erreicht hatte das der polnische SEO-Anbieter mit zehntausenden von Spamlinks aus Foren und Blogs der übelsten Sorte. Sistrix kam nach nur drei Monaten auf eine Domainpopularität von 2.500. Allerdings war das sehr guter Spam, der Erfolg war da und der Preis günstig. Allerdings hielt das Ranking nicht lange. Nach drei Monaten verabschiedete sich die Domain ins Nirvana – Sie war nicht einmal mehr bei der site:Abfrage zu finden. Solche Methoden funktionieren auch heute noch. Ich weiß aber nicht, wie der Anbieter das kommuniziert hat. Wenn er ganz klar gesagt hat „Das ist Spam und die Domain wird in ein paar Monaten tot sein“, dann finde ich den Service gar nicht so schlecht. Allerdings bezweifle ich das.

Wie finde ich einen günstigen Anbieter?

Dieser Satz wurde in vielen Artikeln, die ich dazu gelesen habe nur so runtergedroschen. Die Frage ist: Wollt Ihr einen günstigen Anbieter? Oder vielleicht doch lieber einen guten? In meiner Anfangszeit im Internet habe ich auch viel auf „günstig“ geschaut. Günstige Texte gibt es sehr viele und man findet sehr leicht einen. Das Panda Update ist jetzt drei Jahre alt und trotzdem haben viele noch nicht begriffen, dass es nicht um „Texte“ geht, sondern um einzigartige, gute Inhalte. Dinge, die es noch nicht (!!!) im Netz gibt. Dinge, die man auf Facebook & Co. selbst teilen würde.

Heutzutage ist mir in erster Linie die Qualität wichtig, erst in zweiter Hinsicht der Preis. Und das nicht, weil wir unendlich viel Budget haben, sondern weil ich lieber einen guten Text für 5.000 Euro haben will als 1.000 schlechte Texte für das gleiche Geld. Tausendmal schlecht ist immer noch schlechter als ein Mal gut!

1. Lass Dir jemanden (oder mehrere) empfehlen

Zurück zur Frage: Ich gehe bei meiner Suche nach Dienstleistern so vor, dass ich mir Empfehlungen von anderen Online Marketern geben lasse. „Kennst Du einen guten Webdesigner / SEO / Texter?“ Jeder kennt heutzutage jemanden, der im Online Business arbeitet, also sollte das auch gehen.

2. Fühl dem Anbieter auf den Zahn

Frag dem SEO Dienstleister Löcher in den Bauch! Er sollte im Stande sein, alle Deine Fragen zu beantworten.

  • Woher (genau!) kommen die Links?
  • Wer ist der Ansprechpartner? Wie gut ist die Erreichbarkeit?
  • Im späteren Verlauf: Was wäre denn die optimale Strategie für meinen Shop?
  • usw.

Referenzen finde ich persönlich Quatsch. Ich hatte noch nie welche auf der Webseite und werde das wohl auch in naher Zukunft nicht haben. Wären die Referenzen alle echt, dann wären viele große Unternehmen wie z.B: Siemens, die Scout Gruppe oder die Telekom bei dutzenden Agenturen gleichzeitig. Und bloß, weil man 2008 einmal einen Link an ein großes Unternehmen verkauft hat, ist das noch lange keine anständige Referenz.

Mehr zum Finden einer guten (nicht günstigen!) SEO Agentur in diesem Beitrag.

Fazit

Man kann die Frage „Was kostet SEO“ nicht beantworten. Wer denkt, dass er einen dreistelligen Betrag pro Monat zahlt, um fünfstelligen Gewinn zu machen, der hat das Internet zwei Jahrzehnte zu spät entdeckt. Die Goldrauschzeiten sind – zumindest in vielen Fällen – vorbei. Mehr Budget heißt in der Regel auch mehr Leistung, wobei das nicht sein muss. Wer sich vorher nicht genau nach einem guten Anbieter erkundigt, der guckt hinterher in die Röhre.

Eure Meinung?

Jetzt teilen: Share on Facebook87Tweet about this on TwitterShare on Google+52Email this to someoneShare on LinkedIn0

E-Book: Der Weg zum erfolgreichen Online Shop

  • Das 47-seitige E-Book mit 72 konkreten Tipps für Deinen Online Shop
  • Einmal wöchentlich exklusiver Content für das Marketing Deines Shops
  • Unser Newsletter (1-2x pro Woche)
E-Book kostenlos downloaden

51 Kommentare

  • Mario

    Auch wenn Du dir sicherlich viel Mühe gegeben hast aber so ein Blogartikel ist doch käse. Da wird man mit so einem Titel geködert und selbst die Zwischenüberschriften versprechen noch viel und dann kommt da nichts bei rum.

    Exemplarisch dafür steht der Abschnitt: „Tacheles: Was kostet SEO?“

    Und direkt im Anschluss: „Tja, leider kann ich das so nicht sagen.“

    So leid mir das tut, aber ich fühle mich meiner Zeit beraubt. 🙁

  • Julian

    Hi Mario,

    Wenn Du etwas mehr als die Überschrift gelesen hättest, hättest Du gelesen:

    So und wer unbedingt eine Zahl will: Aus persönlicher, langer Erfahrung beginnen die seriösen Anbieter bei etwa 2.000 Euro monatlich. Das ist meine persönliche Einschätzung. Sicher gibt es Ausnahmen (und zwar in beide Richtungen des Budgets!), aber in meinen Augen gehen bei diesem Budget die seriösen Anbieter los.

  • Peter Lustig

    Sorry Julian, aber 2000 Euro monatlich ist für das ein oder andere Unternehmen im regionalen Umfeld eine Menge Kohle. Viele werde es sich gar nicht leisten können.

    Fazit: Wer also nicht mindestens 2000 Euro auf den Tisch legt bekommt demnach 1. keine seriöse Agentur und 2. gar kein SEO ?!?!?! Sorry aber bissl arg pauschal, meinst du nicht…..????

    Diese Aussage ist genauso Mist, wie der ganze Artikel. Tut mir leid, aber ich bin anderes gewohnt von dir..

  • Hi Julian,

    lol, ein Bild für die Geschichtsbücher 😉

    Grüße

    Gretus

  • Julian

    Gretus, das Bild ist schon über fünf Jahre alt. 🙂

  • Julian

    @Peter, das ist nun einmal meine Meinung. Wenn jemand das Geld nicht hat, ist es meiner Meinung nach besser, das in eine Teilzeitkraft zu stecken. Dieser Mitarbeiter kann sich SEO dann selbst beibringen. SEO ist für mich keine Aufgabe, die an einem Tag pro Monat erledigt werden kann – auch nicht für regionale Unternehmen. Von daher ist da meine Aussage schon: Lieber kein SEO als schlechtes SEO.

  • Hab mich grad auch erst mit der Frage beschäftigt. Ich find in dem Zusammenhang den Artikel auf Andre.fm „9 Gründe warum „sehr gute“ SEO-Beratung auch einen sehr guten Preis haben muss“ sehr nützlich.

    Zum Peter würd ich sagen: es gibt immer noch viele Firmen die jedes Jahr viel Geld (drei Nullen) für Einträge im Telefonbuch und den Gelben Seiten ausgeben ohne wirklich davon zu profitieren. Für kleine Handwerksunternehmen reicht möglicherweise auch nur einmal 2000 Euro für eine gute Beratung zu investieren um jede Woche 2-3 Neukunden zu bekommen. Leider sind aber viele durch schlechte Beratung skeptisch ob sich „Online“ überhaupt lohnt. Meiner Erfahrung nach kann selbst ein wenig Optimierung ein riesigen Unterschied auch für Regionale- und Kleinst-Unternehmen machen.

  • Hallo Julian, wirklich ein guter Beitrag, der sich auch mit den Zahlen deckt, die wir täglich bei unseren Kundengesprächen analysieren. Um wirklich seriöses und sinnvolles SEO durchführen zu können, kann man sagen, sind mind. 1.500 EUR und aufwärts notwendig.

    Ist das Budget des Kunden geringer und man weiß genau, dass man dafür nichts erreichen kann, sollte man als Agentur auf das Geschäft verzichten.

    Gruß
    Horst

  • Gute Frage! Dazu müsste man in der Tat definieren, welcher Teilbereich von SEO gemeint ist. Welche Teilbereiche es gibt. Und da Optimierungsprioritäten wiederum fallabhängig anders verteilt werden…

    Was kosten gute Ideen? Was kostet Kunst? Was kostet ein „Image“?

  • Wir sind auch ein kleines Unternehmen.Für uns wären 2000 € im Monat einfach zu viel.
    Aber die Idee mit der Teilzeitkraft die dann Seo macht kling gut.

  • Find den Beitrag gut! Besonders mal die Meinungen der anderen zu hören was so als SEO Dienstleistung berechnet wird. Ich sag mal so, unter 500 / Monat ist es, meiner Meinung nach, schwer eine halbwegs gute Arbeit als (rein technischer) onpage seo abzuliefern oder man legt (mal wieder) drauf … Dann würde ich auch eher die 1000er marke anpeilen um guten Gewissens für ein mittelständiges, regionales Unternehmen eine gute Leistung anzubieten. Nach oben hin ist bekanntlich keine Grenze 🙂

  • Hey Julian,

    wie ich finde mal wieder ein Spitzenartikel von Dir. Das im „Internet“-Markt die Preisspanne jedoch sehr weit auseinander klafft, ist ja nicht nur im SEO-Bereich so, sondern ebenfalls was Design, Programmierung etc. angeht (auch hier in beide Richtungen).

    Zu Peter: Ein regionales Unternehmen braucht ja nicht zwangsläufig ein hohes monatliches Budget, sondern dort reicht evtl. eine einmalige Optimierung, die sich mehr auf den Wissenstransfer und Onpage/Places Optimierung fokussiert. Ich denke, dass Julian eher sagen möchte, dass die 150 EUR / Monat besser in anderen Dingen angelegt sind als in einer nicht-hochwertigen Suchmaschinen-Optimierung.

    VG,

    Caspar

    PS: Starkes Bild Julian, musste zweimal hingucken um Dich unter dem „Haufen“ zu erkennen 😉

  • Markus

    Hallo Julian,

    ich bin da anderer Meinung: wenn jmd mit regionalem Aspekt zu mir kommt und sich für einen SEO optimierten Webauftritt interessiert empfehle ich ihm erst mal WordPress. 10 Minuten Installation, 5-10 Standard Plugins für Seo installieren, dann ubersuggest und kW-planner aufrufen und lokale KWs suchen (1 Std). Content bei Textbroker ordern für die 5-10 stärksten KWs – mit Bildern ergänzen und einfügen (1-2 Std).
    Dann monatlich 5-10 Seiten für jeweils 150.- Euro ergänzen. Und das rechnet sich nicht ? Mache das nur mit 10 Kunden/Monat – das sind dann 1500.- Euro für Outsourcing (Textbroker) von Texten und einfügen. Und dann rechne das mal mit 50 Kunden. Und der Kunde hat eins sicher: eine garantiert um mindestens 300% sichtbarere Webseite in Google verglichen mit annähernd Null vorher. Oder liege ich da so falsch ?

  • Hi Julian,

    ich möchte mich an dieser Stelle mal bei dir bedanken. Ich nehme für mich in Anspruch inzwischen selbst ein anständiger SEO zu sein. Offen gesagt habe ich aber vieles von dir gelernt, indem ich schon längere Zeit deinen Blog verfolge. Ich wollte dich auf der letzten Campixx ansprechen aber als ich dich sah, warst gerade in ein Gespräch vertieft – vielleicht beim nächsten Mal.

    Nochmals vielen Dank. Ich finde es richtig gut was du hier machst. Dein Blog bietet echten Mehrwehrt für alle, die sich für das Thema SEO interessieren.

    Beste Grüße,

    Chris

  • @Markus: Deinen Ausführungen fehlen mir die Worte. „10 Minuten Installation“… Kein kundenorientiertes Design? Keine Beratung? Alles 08/15 von der Stange? Das ist doch genau das, was ein profi-SEO NICHT sein / machen sollte!
    Normales SEO für anspruchsvolle ab 2.000 kann ich mich fast anschließen. Möchte sogar ab 2.500 sagen.
    Der Rest des Artikels sind tatsächlich leere Worthülsen. Sorry!

  • Sehr richtig der Artikel.
    Ich biete meinen Kunden günstige Links aus Frageportalen an. Aber das sind dann eben auch nur die Links aus Frageportalen. Händisch bearbeitet. Aber man merkt eben den preislichen Unterschied.

    Wer mehr will, der muss auch mehr bezahlen. Mir ist auch unverständlich, wie man Forenlinks für 5 € / Stück setzen kann. Recherche nach Foren (selbst eine Forenliste will gepflegt werden), Registrierung, Verwaltung der Accounts und bla bla… Ach was schreib ich dir das… Kennste sicherlich 😀

    Dazu kommt natürlich noch ein gewisser Risikoaufschlag. Denn während man OnPage die Maßnahmen halbwegs kalkulieren kann (zeitlich), hat man beim Linkbuilding immer das Risiko, dass die Links wieder gelöscht werden und man damit weitere Stunden verplämpert. Hier hilft natürlich Erfahrung ungemein weiter.

    Aber es kommt natürlich auf den Leistungsumfang an. Ein regionaler Handwerker ohne Konkurrenz im Web braucht keine 30-40 Stunden Seo im Monat. Für den reichen die 1-3 Stunden vielleicht vollkommen aus. Verknüpft mit einem 12-36-Monats-Vertrag kann das durchaus ein lukratives Geschäft sein. Man muss halt vorher genau vereinbaren, was gemacht wird, damit der Kunde nicht böse wird oder überrascht ist.

  • Bei einem regionalen Handwerker ist es das beste die Internetseite groß aufs Auto zu schreiben. Bei der Gewerbeausstellung sinnvolle Giveaways, ebenfalls mit Internetadresse, verteilen.

    Mehr braucht es für einen 5-Mann Maurer Betrieb nicht. Außer natürlich gute Arbeit, denn ohne die nützt das ganze SEO nix.

  • Stimmt. Gute Arbeit ist das A und O. Dennoch gibt es genug Betriebe, deren Homepage ist grottig… Warum sollte man diesen Kunden nicht sinnvolle Arbeit anbieten? Immerhin steigert das ihren eigenen Wert (höhere Auslastung = höhere Stundenlöhne… Angebot & Nachfrage…)

  • @Michael, ja, viele Seiten sind grottig. Das aber ist je eher nicht SEO sondern erstmal die Einsicht dass es Corporate Idendity und dergleichen gibt. Das ist dann auch Optimazion nötig, aber keine Search Engine 🙂

    Wenn man allerdings eine aussagekräftige und benutzerfreundliche Seite unter SEO bucht, dann brauchen viele SEO, aber nicht in dem Sinne von monatlichen Verträgen um in Suchmaschinen ganz nach oben zu kommen. Da würde ich lieber bei Google Suchbegriffe kaufen wie „Fliesenleger XY-Ort“

    Off Topic
    Vielleicht lebe ich auch in einer sonderbaren Gegend. Hier hat z.B. der größte Baustoffhändler weder eine Internetseite oder Webvisitenkarte. Es gibt ihn nicht im Internet. Es gibt auch nur einen Standardeintrag im Telefonbuch. Trotzdem ist er derjenige der hier im ganzen Bereich mit mehreren LKWs alle beliefert. Er hat ein Logo, eine Firmenfarbe, ist Zuverlässig und tut viel für Vereine.
    (Ich weiß gar nicht ob jedes Dorf hier überhaupt vernünftiges Internet hat und googeln könnte)
    /off Topic

  • Ja im handwerklichen Bereich muss man sagen: Da zählen eher Kontakte und MundzuMund-Propaganda.

    Wer kennt es nicht => Kennste nen guten Holzlieferanten… Klar der und der…
    Kenne das selbst aus dem Bekanntenkreis so. Die größeren Handwerker haben kaum eine Website

  • Guten Tag lieber Julian,

    ich lade dich herzlich ein bei uns einen Tag einmal mit im Büro zu arbeiten, damit du siehst, dass 75% deines Artikels reiner Blödsinn ist und das meine ich ehrlich.

    1) Du kannst die Summe des Geldes nicht mit der Qualität gleich setzen.
    Wenn eine kleine Handwerker Bude regional besser gefunden werden möchte, da brauche ich keine 2000 € aufwärts im Monat. Nein da kann ich mit einem Budget von 500 Euro sehr gut arbeiten.

    Auch wir haben Stundensätze zwischen 75-100€. Und in 5-7 Stunden kann ich genug Lokal SEO betreiben um ihn in Google Local/Places oben zu positionieren, ihm vorab eine fundierte Keywordrecherche zu machen und einfache größere Onpage Schnitzer zu bearbeiten. Ggf. machen wir bei Notwendigkeit vorab eine große Onpage Analyse die kostet aber auch nur 500€ für Kunden einmalig.

    Hier brauche ich keinen großen Aufwand oder gar Budget.

    Ja ich halte es sogar für grob fahrlässig so eine Äußerung abzugeben! Bei 2000€ monatlich gibt es Kundenanfragen, wo ich so eine Seite mit dem Budget fast schon abschießen würde. Es gibt tausend verschiedene Ideen die ich beim Lesen deines Artikels hatte, wo ich dachte ne so pauschal kann er das doch nicht sagen.

    Ich selber habe in den letzten drei Jahren gut fünf mal von mir aus einem Kunden geraten das Budget kleiner zu wählen, weil es zu groß ist.

    Für mich ist es zu schauen was BRAUCHT der Kunde und danach das Budget auszuwählen und nicht andersherum.

    2) Stundenkraft einstellen
    Bitte zeige mir eine Stundenkraft mit den Möglichkeiten einer Agentur? Wenn wir ein Budget von 500€ nehmen, wo hast du da Sistrix, Xovi, Linkresearch Tools, Searchmetrix usw., wo hast du da das Wissen das ein SEO gesammelt hat von diversen Blogs oder Fachmessen die er besucht.

    Sry also auch diese Aussage halte ich so in dieser Form für schädigend, zu mal hier schon welche gesagt haben Sie wollen das ggf. mal so machen. Wer bildet die neue Person aus? Woher soll die Ihr Wissen haben? Und jetzt kommt mir nicht damit dass nen SEO sich als 450 € Kraft irgendwo bewirbt…

    3) Unseriöse Firmen gibt es oben wie unten
    Sry aber was mich am meisten stört ist dieses, wir sind ja so toll und seriös weil wir ab 2000€(Summe X) arbeiten. BULLSHIT. Ich kann dir so viele Storys von angeblichen super dupa Agenturen sagen, dir Links zeigen die für mehrere hundert € vermietet werden und einfach nur zum kot…. sind usw.

    Viele größere Agenturen wollen die kleinen Budget nicht weil es dort eben noch viel mehr Arbeit ist, da muss ich mir eben den Arsch aufreißen um an gute ( und gut ist für mich ein Link dann wenn er den Kunden weiter hilft nicht wenn er viel Geld kostet ) zu kommen. Ich habe egal ob der Kunde 500 € Budget oder 2000€ Budget ist den gleichen Verwaltungsaufwand usw. usw..

    Wichtig ist dass man den Kunden die Möglichkeiten und Grenzen aufzeigt, fair und ehrlich zum Kunden ist und eben mit dem Kunden zusammen arbeitet.

    Und wie gesagt, ich lade dich gerne zu uns ein wenn du der Meinung bist das sei nicht möglich gut und seriös zu arbeiten. Wir haben 40 Kunden alle im Bereich bis 2000€…

  • Julian

    @Markus und @Michael:
    Lokales SEO und das Beispiele mit den „kleinen Handwerksbetrieben“ kenne ich sehr gut. Ich sage es mal so: Es ist da schon wirklich möglich mit einem sehr kleinen Budget etwas zu machen, das Wirkung zeigt und das seriös ist.
    Wer allerdings die Webseite installiert, designt und Texte bei Textbroker bestellt, der ist nicht nur SEO, sondern eben ein günstiger Tausendsassa, der auf Masse arbeitet. Ich bin eben einfach der Meinung, dass das ein professioneller Webdesigner, ein professioneller Texter und ein SEO machen sollte – oder man macht es eben selbst. Aber wenn die Kunden damit zufrieden sind, dann ist doch alles gut?
    Allerdings finde ich, sobald es in Richtung „deutschlandweit“ geht, hört das für mich auf. Linkbuilding kann man einfach nicht für 250 Euro pro Monat anbieten.
    Ich bitte Euch um etwas weniger Kraftausdrücke und Emotionalität. Das hier ist ein Blog, da darf auch mal meine persönliche Meinung rein. Wenn Ihr anderer Meinung seid, dann sagt das gerne – aber lasst bitte persönliche Beleidigungen.

  • Hallo in die Runde!
    Blogposts wie „Was kostet SEO“ locken immer wieder eine Menge an Suchenden an. Kein Wunder, denn das Thema wird nicht besonders transparent gehandhabt.
    Hier meine Meinung dazu:
    * Eine Flatrate von € 500,-/Monat bei 6-monatiger Laufzeit finde ich für Klein(st)-Unternehmen sinnvoll. Hier kann man eine Gegenleistung erwarten und sollte diese nach den 6 Monaten auch erkennen. Fokus: Beratung (On-Page wie Off-Page) aber mit nur moderatem operativen Elementen. Contenterstellung ist nur beispielhaft machbar, daran kann sich dann der Kunde orientieren und das so weiterentwickeln. Ebenso im Linkbuilding. Alternativ sind noch einmalige Zahlungen möglich (reine Strategieerstellung und Hilfe bei groben On-Page-Fehlern)
    * Bei € 2000,- sollte sollte dann eine Komplettbetreuung drin sein (wenn wir von mittelgroßen Websites reden), also aktives Linkbuilding, Contenterstellung, Multilanguage, … Ich orientiere mich da immer flexibel am Kundenwunsch (der sich mit zunehmendem SEO-Know-How während der Betreuung oft ändert) und dokumentiere die erbrachte Leistung stundengenau, damit der Kunde sieht, das etwas gemacht wurde – außer Rechnungen erstellen. 🙂
    * Polen – Outsourcing nach Osteuropa muss ja nicht zwangsweise etwas mit SPAM zu tun haben… Und so eine automatisierte Lösung (die nicht zwangsweise spammig sein muss) ist vielleicht doch besser als gar keine SEO. Wobei – frei nach dem bekannten Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick: Man kann gar nicht nicht SEO betreiben!
    Greets,
    Dirk

  • Hallo an alle,
    der Artikel hat mich in erster Linie aufgebracht, weil die 2000 Euro/Monat überhaupt keine Rücksicht auf die Branche/Nische des Kunden nehmen. Allerdings hat sich das ja zum Glück im Zuge der Diskussion wieder etwas geklärt. Dass es für einen lokalen Betrieb ausreicht, seine Domain auf das Auto zu kritzeln, dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Ich habe ein paar Kunden im regionalen Bereich, die unter „Dienstleistung Ort“ gefunden werden möchten/müssen. Bei 4-stelligen Suchanfragen/pro Monat bringt eine top Platzierung für viele hier einiges ein.
    Was mir bei der ganzen Diskussion fehlt, ist der Blick auf den Nutzen für unsere Kunden. Mein Ansatz ist folgender: SEO (oder jede andere Marketing-Maßnahme) sollte immer mehr einbringen als sie kostet. Dann sind die Kunden zufrieden (weil es ihnen ja wiederum Kunden bringt) und man kann auf eine langfristige Zusammenarbeit hoffen. Es gehört – wie ich finde – auch zur seriösen SEO-Beratung dazu, einem Kunden zu sagen, dass die top Position unter einem bestimmten Keyword extrem viel Kosten wird, weil z. B. die Konkurrenz seit Jahren bereits fünfstellige Beträge (oder mehr) jährlich „hineinbuttert“. Bei einem anderen Keyword, dass weniger Konkurrenz aufweist, aber dem Kunden auch noch viele Kunden einbringt, ist die SEO-Leistung natürlich günstiger. Schließlich kostet es auch mich weniger Arbeit (und ev. auch Geld) meinen Kunden nach vorne zu bringen…
    Daher halte ich wenig von Pauschalpreisen und auch nicht von Sätzen wie, da geht es hier los. Fix sollte sein, dass man seine Arbeit zu einem vernünftigen Stundensatz anbietet (oder bei monatl. Gebühren darauf kommt). Schließlich sollen unsere Kunden und auch wir etwas davon haben.
    Beste Grüße, Manuel
    P.S.: Interessant, wie sich eine Diskussion immer sehr schnell und dynamisch entwickelt, sobald es ums Geld dreht.

  • @Manuel
    es liegt wohl immer an der Struktur vor Ort.
    Klassischer Weise: Für einen Maurerbetrieb gibt es zwei oder drei wichtige Dinge
    – Ausschreibung
    – Kontakte
    – Empfehlung
    Für diese existenziellen Dinge braucht es kein SEO. Eine gute Homepage (nicht grottig) reicht aus. Und die Adresse sollte sichtbar sein, vielleicht sogar auf die Arbeitskleidung gedruckt sein.

    Die Erfahrung zeigt dass die schlechtesten Kunden aus dem Internet kommen. Die schreiben ein paar Firmen an und fragen Preise ab. Viel Arbeit für meistens nix.

    Eine Ausschreibung geht nach Angebot, regionale Ausschreibungen sind nicht nur nach dem günstigsten Anbieter, daher gehört noch Leumund dazu, aber es geht doch stark über den Preis. Daher ist es unter Umständen sinnvoller die 2000 Euro Seomaßnahmen lieber in die Ausschreibung zu stecken.

    Architekten verlassen sich nicht auf das Internet, die suchen sich ihre Partner auf andere Art und Weise zusammen.

    Beim Frisör ist es ähnlich. Arbeitet er bescheiden dann nützt ein Platz 1 in Google nichts.

    Die beste „SEO-Maßnahme“ hier in unserer Gegend ist es bei den Multiplikatoren bekannt zu sein. Darunter fällt zum Beispiel auch der Dorfkaufmann. Da kann man auch Flyer auslegen und gut ist es. Eine Internetadresse ist von Vorteil.

    Nun gebe ich aber zu dass regional für den Berliner etwas anderes ist als für den Ostfriesen.

  • Der Artikel regt zum nachdenken an und Reaktionen gibt es auch. Ich finde es gut. Was ich etwas grenzwertig und nicht wertschätzend finde, ist die Beurteilung von SEO im Bereich unter 2000 Euro. Es gibt so viele kleinere mittelständische Geschichten die 1. gar nicht so viel Geld (übrig) haben und 2. auch die Notwendigkeit einer so großen Investition gar nicht erkennen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es schon ab 300 Euro pro Monat wertige Geschichten gibt und sei es nur eine strukturelle Pflege oder eine Anleitung zur Selbstinitiative. Der SEO Bereich ist doch eine Blase die künstlich gepuscht wird. Es gibt genügend Anleitungen wie was wann getan werden sollte. Am Ende ist es nur eine Berechnung von Zeit die man investiert. Sicher würde jeder gern Kunden haben die 2000 Euro investieren aber die hat nicht jeder. Ich lese zwischen den Zeilen eine leichte Abwertung, der SEOs die keine „super“ Kunden haben und dennoch etwas in einem für sie möglichen Rahmen tun und die sind nicht alle aus Polen. Jeder hat auch mal angefangen und keiner hat am Anfang 2000 Euro verlangt? Es ist gewagt Dinge nach dem Preis zu bewerten bzw. abzuwerten.

  • @ Manuel
    „SEO (oder jede andere Marketing-Maßnahme) sollte immer mehr einbringen als sie kostet.“
    Simmt wohl! Aber eine gute Beratung wirkt auch dann noch, wenn keine Kosten für eine SEO-Agentur mehr anfallen, idealerweise noch ein paar Jahre. So lässt sich der Wert, den die SEO-Beratung gebracht hat, also nur schwerlich einschätzen, zumal üblicherweise ja noch eine Qualifizierung des Kunden erfolgt und der Kunde viele Dinge dann selbst erledigen kann, wenn er möchte.

    Wobei das der Kunde natürlich unter dem Gesichtspunkt zu entscheiden hat, ober er wirklich selbst SEO-Aufgaben übernehmen möchte (und hier weniger produktiv ist) oder dafür einen Dienstleister engagiert. Kommt immer auch darauf an, wie er seine eigene Arbeitskraft „kalkuliert“. M.E. macht es für eine internetaffinen und preisbewussten Kunden Sinn, das Budget nach einer gewissen Zeit runterzufahren und die SEO-Agentur nur für Aufgaben zu bezahlen, die er selbst nicht erbringen kann (da keine Tools vorhanden, spezielles Know-How notwendig, usw.).

    @ Roland
    Ein Mini-Frisör braucht vielleicht gar keine Website, sondern nur ein Facebook-Profil (macht Sinn!) und ein Google+-Profil (für lokale Listung). (Beratung, Umsetzung, Einweisung: bis max. 1 Tagessatz)

    Und wenn Website, dann eine One-page-Website für € 400 mit Logo, paar Fotos und Kontaktdaten sowie Kontaktformular / Preisliste als PDF – fertig!

  • Frank

    Wer hier eine konkrete Zahl erwartet hat, dem ist doch nicht zu helfen oder der hat das Thema nicht verstanden. Genauso gut kann man fragen: „Wie viel kostet ein Auto?“ Wie bei allen Kostenfragen gibt es auch hier Unterschiede… Also bitte nicht erwarten, dass diesem Artikel die Frage beantworten kann.

  • Martin

    Also Preise würde ich an dem jeweiligen Kunden festmachen.
    eine große Seite zu betreuen oder einen Webshop mit 3000 Produkten ist aufwändiger als sine Seite für den Rechtsanwalt Meier aus Onsabrück.

    Kleinstunternehmen wären wirklich besser beraten sich eine Aushilfe zu suchen und diese Gegebebenenfalls schulen zu lassen Durch eine Agentur die das anbietet. Da ist der einmalige Betrag vielleicht hoch, aber die laufenden Kosten dann weitaus geringer.

  • Amin

    Einige wollen es einfach nicht wahr haben, dass SEO Geld kostet und heut zu Tage nicht mehr von der Stange geht.

  • Vielen Dank für für diesen Artikel!
    Dem Vorwurf der leichten Pauschalität stelle ich mal entgegen, dass sich ohne diese eine Preisfrage ja nie beantworten ließe.
    Eine Dienstleistung, deren Zeitaufwand von zig Faktoren abhängt, deren Erfolg besonders stark von der Kooperation des Kunden und auch dessen Mut zur Veränderung (oder auch nicht) beeinflusst wird und deren Teilgebiete bei falscher Ausübung sogar die Zukunft von Arbeitsplätzen (auf beiden Seiten) gefährdet, sollte in Meinen Augen niemals zu niedrig gepriced werden.

    Ja auch mir ist bewusst das für manche Firmen 500-1000€ durchaus eine Summe sind aber je nach Größen-Fokus der Agentur gilt es da ja nun auch eine gewisse Infrastruktur zu unterhalten.

    Interne Tools/Server/Crawler, festangestellte Entwickler, die ganzen gängigen externen Tools dazu, Account Manager, Spezialisten für jeden Bereich, PR Leute, Redaktion, Webdesigner, Linkbuilder und dann war man noch nicht auf Messen, Konferenzen oder auch mal beim Kunden vor Ort. Das alles benötigt man eben, wenn man auch mit den großen Kindern spielen möchte – um Wissen zu sammeln, auszubauen und dann auch hoch performant und immer sofort zu liefern. So eine Maschine braucht Treibstoff.

    Wir sind knapp über 30 Leute, kein einzige/r Mitarbeiter/in hat mehr als 4 Kunden, manche sogar nur einen, dafür stehen wir aber auch 24/7 in mehreren Zeitzonen für alles was anfällt parat, das kostet eben Geld, daher finde ich die Untergrenze eines pauschalen Startpreises von 2K für einen Kunden, der wirklich im Netz Geld verdient/verdienen möchte und nicht nur local SEO für seinen „offline“ Betrieb macht echt nicht zu hoch.

    Natürlich kann man auch 2K fürs Rumsitzen verlangen, aber das merkt ja auch ein Kunde und dann ist er weg. Wer aber mal mit einem mehrköpfigen Team an einem manuellen Linkaudit mit über 4000 Ref Domains oder einem 100k SKU Shop Keyword mapping gessessen hat, der weiß wie lange 2K reichen. Und das auch jeder einzelne Link, besonders seit Beginn diesen Jahres immer teurer wird, sollte bekannt sein.

    „Arschaufreißen“ (wie es hier schon genannt wurde) ist bei seriösen SEOs auch und besonders bei 2-20K nötig, je höher der Preis, desto höher eben auch der Anspruch, den der Kunde an einen stellt.

  • @Andreas: Ich würde hier nicht von Abwertung der SEOs mit Kunden weit unter 2K reden (hoffentlich!), schon alleine weil genau wie du sagst ja jeder „kleiner“ angefangen hat. Meiner Erfahrung nach brauchen gerade viele kleinere Kunden an einfachen Punkten/Basics sehr viel mehr Aufmerksamkeit als zum Beispiel ein größerer Shop, bei dem es mehr spezialisierte Mitarbeiter gibt und da kann eine größere Agentur manchmal einfach nicht wirtschaftlich arbeiten, auch wenn sie solche Projekte gerne machen würde.

  • Julian

    Hallo alle zusammen. Als ich den Artikel schrieb, wollte ich eigentlich keinen konkreten Preis für SEO nennen. Andererseits kann ich keinen Artikel „Was kostet SEO“ schreiben und dann letztlich keine konkrete Zahl nennen.

    Ich habe ja auch schon in den Kommentaren erwähnt, dass es für manche regionale (!) Nischen ausreichen kann, wenn man nur ein wenig Onpage Optimierung macht. Dann sind auch kleinere Beträge möglich. Aber ein Online Shop, der ernsthaft Geld verdienen will, der braucht eben auch ernsthafte SEO Anstrengungen. Und da sage ich, dass 400 Euro pro Monat lieber in Content / Offline Werbung oder sonstiges investiert werden sollten.

    Es gibt sicher viele Ausnahmen, aber ich meinte in dieser Preisklasse die „alten Bekannten“, die mit teilweise 900 Mitarbeitern in der Telefonakquise sitzen. Das ist eben mengenmäßig der große Teil, aber es wird sicher Agenturen unterhalb der 2.000 Euro Marke geben, die gute Arbeit leisten.

    Ich finde die Diskussion trotzdem super hier und möchte allen danken. Hat mich auch ein wenig in meiner Meinung umgestimmt, ich kann ja nicht immer Recht haben! 😉

  • Hallo Alle,
    generell finde ich den Artikel lesenswert. Was bei aller Liebe zu SEO leider immer wieder und immer mehr vergessen wird: SEO ist nur TEIL einer Online Vermarktung. Wir machen seit knapp 18 Jahren die Erfahrung, dass selbst mit „schlechteren“ Rankings jedoch gutem Netzwerk und Kooperationen SEO (nur) ein „i-Tüpfelchen“ sein kann/muss. Der größte Fehler ist aus meiner Sicht Google zuviel Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir in unseren Google Seminaren Unternehmer fragen „Wie würden Sie Ihre Webseite vermarkten, wenn es Google & Co. nicht geben würde?“ kommt erstaunlicherweise immer „Printanzeigen, Hauswurfsendung, Advertorials, Flyer, etc.“. Mit dem „Ausblendung von Google“ existiert für viele das Internet nicht mehr. Dies ist eine gefährliche Situation für Vermarktungsagenturen, wie auch wir eine sind.
    Ist eine „reine SEO Agentur“ in der heutigen Zeit noch wirtschaftlich? Was denkt Ihr?

  • Hallo Julian,
    ja, die Diskussion ist interessant, auch dein Artikel ist dazu ist interessant, sonst würde er nicht diskutiert werden.

    Ich habe halt meine kleine Welt die mit der Welt der echten SEOisten nichts zu tun hat.
    Ich weiß nicht einmal wie Keywordrecherche genau geht.
    SEO ist für mich ein Überraschungsei das immer wieder etwas anderes enthält. Kommt halt drauf an was Google reinsteckt. Darum dreht sich SEO im Grunde.

    Was aber für „euch“ SEO ist, ist für mich das CI. Auch da kann man mit 300 Euro viel kaputt machen aber wenig gewinnen. Für ein gutes Ergebnis (dabei muß abgesteckt werden was man will) muß man natürlich ausreichend Geld in die Hand nehmen.

  • Michael

    Ich finde die Kommentare großteils sehr amüsant und als erschreckende Offenbarung mancher „SEO“-Denkweisen.

    Julian hat mit seinem Artikel klare Aussagen aufgestellt, die man so eigentlich nur unterschreiben kann
    1. Qualität kostet Geld
    2. Nachhaltigkeit ist eine Frage der Qualität
    3. SEO für kleines Geld ist möglich, es ist aber immer eine Frage der Qualität und damit der Nachhaltigkeit
    4. Eine klare Evaluierung über Ziele und Horizonte seitens des Auftraggebers ermöglicht eine Allokation zwischen Qualität und Quantität

    Ist wirklich jemand bereit für einen Stundensatz unter 100,- € zu arbeiten, der nachweislich gute Erfolge im SEO / Online Marketing hat? Ich wäre es nicht. Für einen Stundensatz darunter baue ich lieber eine weitere Seite auf und verdiene durch RefShare Modelle mindestens das gleiche, langfristig betrachtet deutlich mehr.

    Was hier viele auch nicht erkannt haben, man muss den Adressaten / die Zielgruppe unterscheiden. Berate ich den kleinen lokalen Handwerksbetrieb, Einzelhändler, etc oder einen überregionalen Anbieter / Dienstleister? Es ist doch natürlich, dass alleine hier die Budgets und Bedürfnisse drastisch unterschiedlich sind. Natürlich kann man auch mit monatlichen Budgets von unter 1000,- € saubere Arbeit abliefern im lokalen Bereich, aber hier wird dabei komplett ignoriert, der lokale Markt ist oftmals deutlich wettbewerbsärmer und die Methodiken für gute Platzierungen einfacher. Hier braucht man nicht wochen- oder monatelang an einen highquality Link baggern, im lokalen Bereich bekommt man diese oftmals von selbst.

    Ich vermeide nun die Nennung von Namen, aber manche Kommentatoren sind mir aus Abakus und anderen Foren einschlägig bekannt, und einige derer Kunden haben mich kontaktiert und um eine Bewertung deren Arbeiten gebeten. Mein Rat wäre hier eindeutig, bitte mehr Selbstreflektion und Realismus!

  • Ich weiß nicht, ob 2000 € eine glücklich gewählte Zahl war 🙂
    Die Frage ist doch auch von welcher Dimension wir reden. Welche Ranking Entwicklung in welchem Zeitraum kann der Kunde denn erwarten? Und ist das dann überhaupt noch klassisches SEO?

    Ich denke ohnehin, dass sich SEO nicht mehr so abgrenzen lässt wie vor Penguin und der Ansatz allgemeiner wird. Ist eine Agentur, die informativen zielgruppenorientierten Content (der organisch verlinkt wird) erstellt in erster Linie noch SEO Agentur oder wo liegt dann der Unterschied zu einer klassischen Werbeagentur (mal abgesehen vom technischen Aspekt)? Eines ist klar: ganzheitliche kreative Seo´s sind sicher teurer als Linkbuilder

  • Stephan

    Manche Kommentare sind mir ebenfalls zu emotional. Ich bin froh um den Artikel, führt er doch offensichtlich zur regen Diskussion. Und die Wahrheit steckt wie immer irgendwo zwischen und Kommentaren. Also, vielen Dank Julian für die Preisgabe deiner Meinung!

  • Seoloki

    Hi Julian,

    cooler Artikel. Die Frage „Was kostet Seo“ hast Du sehr gut beanwortet.

    Die Skeptiker zu diesem Artikel sind alle zusammen herzlich eingeladen sich die ganz besondere Frage zu stellen: “ Was kostet ein Auto?“

    Antwort:
    -> Ja – ganz genau das.

    Viel Lieb wünscht Dir
    Seoloki

  • Roland

    @Seoloki,
    die viel interessantere Frage ist: Brauche ich ein Auto? Gibt es Alternativen um von A nach B zu kommen? Erreiche ich damit mein Ziel? Und was kostet das?

  • Johannes

    Lieber Julian,

    vielen Dank für Deinen Eintrag!
    Wie schätzt Du die Quote vom eingesetzten Kapital für Content-, Linkbuilding etc.
    zu den gesamten monatlichen Budget einer Agentur ?
    Gibt es da eine Faustregel oder Schätzungen ?

    z.B. Bei Kapitaleinsatz der SEO Agentur von €200/ monat für Content- und Linkbuilding kann eine SEO Agentur €2000 verlangen
    Ist so eine 1:10 Quote üblich ? Dies habe ich vor kurzem von jemanden gehört.

    Was meinst Du ? Kannst Du das bestätigen ?

    Vielem Dank!

  • Julian Dziki

    Hi Johannes,

    Wie meinst Du das? Das z.B: wir 200 Euro ausgeben, wenn ein Kunde 2.000 Euro bezahlt? Das wäre schön! 🙂 Nein, aber im Ernst, da muss man eben gucken und das kommt auch stark auf die Agentur an. Ich kann das überhaupt nicht bestätigen, nicht im Geringsten. Allerdings kenne ich schon auch Agenturen, die so arbeiten. Nur eben nicht lange, weil jemand, der Mitarbeiter und Kunden vernachlässigt und nur für sich selbst Kohle einstreicht, der macht so etwas nicht lange.

  • Johannes, du meinst vermutlich Kosten für externe Partner? Also an Linkmiete, Kosten für Designer für Infografiken, usw., oder? Meine Antwort: Das lässt sich schwer quantifizieren, da es ja davon abhängt, wie viel die Agentur in-house machen kann bzw. will. Wenn jemand als Agenturleistung z.B. nur Projektmanagement anbietet, also nur koordiniert und alles über Dritte machen lässt (Outsourcing), dann gibt er vielleicht 75 Prozent des Budgets weiter, behält also 25 Prozent. Andere Agenturen machen vielleicht ALLES ohne externe Partner, behalten 100 Prozent.

  • Johannes

    Lieber Julian und Dirk,

    vielen Dank für eure Antworten zu der Frage!
    Dann ist es also doch nicht so krass, wie mir erzählt wurde! Sehr bruhigend :)!!!

    Ich meine die Quote/ Aufteilung bei outgesourcten Contentbuilding und Kosten für einsetzen des Artikels plus Backlink bei einer onlinepresenz (oft muss man ja doch leider dafür bezahlen), ansonsten alles andere in-house.
    Kannst Du (Julian) Dirk in seiner Aussage bestätigen?

    Vielen Dank für Euer Feedback!

  • Julian Dziki

    Hi Johannes,

    Also wir arbeiten nur mit internen Mitarbeitern und haben keine externen. Die Kosten sind bei uns natürlich auch enorm hoch. Es kommt immer darauf an, wie viel Arbeit man in einen Text oder Link steckt.

  • Aus meiner Sicht ist der Beitrag halb richtig halb falsch :). Richtig gutes SEO für sehr viel Traffic ist natürlich entsprechend teuer. Da gehts dann wirklich sagen wir mal bei 1.500 los. Aber wir haben für kleinere bisher tatsächlich auch linkbuilding in den „Standardzielen“ (Social Bookmark etc. angelegt … also die „unguten“ sozusagen … bislang wurde noch nicht ein einziges Projekt dafür abgestraft. Die Links sind natürlich nicht so EXTREM wertvoll …. aber meist sind es lokale Kunden, die auch nur lokal oder regional ranken wollen. Da reicht das dann und das ist dann entsprechend erschwinglich. also wie gesagt … der Artikel ist aus meiner Sicht HALB richtig 🙂 Lieben Gruss, Marcel

  • Hi Marcel, ich sehe Social Bookmarks als nicht nur „nicht extrem wertvoll“ an, sondern als reine Zeitverschwendung. Nutze ich seit drei Jahren nicht mehr.

  • Hi, Social Bookmarks bringen zwar nicht viel beim Ranking, aber ich würde schon ein paar aufbauen, um eine ausgewogeneres Linkprofil zu haben.

  • Andi

    Ich hätte mir auch ein bisschen mehr konkrete Infos erhofft. Aber der Bericht über 100 Euro pro Monat SEO, den fand ich sehr amüsant. Es gibt ja auch verschiedene Vergütungsmöglichkeiten, angefangen vom monatl. Budget bis hin zum Prämienmodell (Keyword x auf Platz y). Ich finde Stundensätze bei selbstständigen SEO`s zwischen 35 € – 90 € fair (je nach Projekt, differenziert auch nach Schwierigkeit der Aufgabe, Auftraggeber und Länge des Vertragsverhältnisses), bei Agenturen 75 € – 120 € /je Stunde (oder 1500 – 3000 € pro Monat). Bei Dumping Preisen unter 20 €/ Std. sollte man vorsichtig sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Willst Du fit in SEO werden?

Abonniere unseren Newsletter und bleibe in Sachen SEO, Inbound- & Online-Marketing auf dem Laufenden.

Du kannst den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.