Warum ich nicht mehr so viel blogge

10. Januar 2010  |     |  41 Kommentare
Ein Beitrag von Julian

Nun ist mein letzter Beitrag ja schon einige Zeit her und irgendwie will ich einmal versuchen zu erklären, warum ich nicht mehr so viel blogge. Es liegt auf jeden Fall nicht daran, dass ich nur auf der faulen Haut liege. Im Gegenteil arbeite ich momentan so viel wie wohl noch nie zuvor (nicht mal in den Anfangszeiten). Aber es gibt einen Grund und ich glaube, dass ich den mal erläutern sollte

Die SEO-Blog Szene

Jetzt kommt auf jeden Fall kein “die SEO-Szene ist schlecht geworden”-Blogpost. Das kann man überhaupt nicht sagen. Viele meiner Freunde sind SEOs und ich fühle mich insgesamt immer noch sehr wohl in der Szene. Besonders die Bloggerszene ist eigentlich noch besser geworden als früher, auch wenn ich neulich selber zu Unrecht herumgetrollt habe. Ich will aber ausdrücklich betonen, dass es keinen in der SEO-Bloggerszene gibt, den ich nicht mag und ich im Prinzip alle Blogs gerne und oft lese.

Die SEO-Agenturen Szene

Anders sieht es bei den SEO-Agenturen aus. Mein Blog ist für SEO-Einsteiger gedacht, auch z.B. für Online-Shop Betreiber, die sich keinen externen SEO leisten können. All diesen Leuten wünsche ich das Beste und würde ihnen gerne jeden Tipp geben, den ich auf Lager habe. Bei SEO-Treffen und auch den SEO-Nomaden zähle ich mich auch eher zu den Leuten, die gerne konkrete “geheime” Tipps geben, gerade für Neueinsteiger.

In letzter Zeit fallen mir allerdings viele Agenturen unangenehm auf, bei denen es ausschliesslich um Neukundengenerierung geht. Ist man einmal bei einer solchen Agentur Kunde, dann war es das mit der Dienstleistung. Jeder Kunde hat das Problem, dass er oft nicht weiß was sein SEO eigentlich macht – aber wir (drei) arbeiten wirklich konstant und regelmäßig in Handarbeit an jeder Webseite. Diese Massendienstleister (nicht alle, aber viele!) machen enorm viel Werbung für SEO, aber die Arbeit sieht dann ganz anders aus. Teilweise werden vierstellige Beträge im Monat in Rechnung gestellt und nach fast einem Jahr sind dafür 100 Social Bookmarks gesetzt worden.

Ich mache überhaupt keine Werbung (nehme auch niemanden mehr an), biete dann aber auch echte Arbeit, so dass keiner meiner Kunden bisher wegen mangelnder Leistung gekündigt hat. Ich gehöre bestimmt nicht zu den besten SEOs Deutschlands, aber ich versuche mit dem Geld was man mir gibt, möglichst das Beste zu erreichen.

Leute, denen ich es nicht gönne

Ich könnte hier viele sehr gute Tipps schreiben, die gerade in der letzten Zeit sehr gut funktionieren. Aber ein kleiner Tipp kann für eine große Agentur mit Dutzenden von Kunden sehr viel wert sein. Diese Tipps gönne ich manchen Leuten einfach nicht. Wer seine Kunden abzockt, nie auf SEO-Treffen, Stammtischen, Seminaren, oder Messen ist, nichts zurückgibt und sich dann die Tipps von einem 24-jährigen Studentenblog holen muss um zumindest die Hälfte seiner Kunden dauerhaft halten zu können, der soll sich bitte zum Teufel scheren.

Als Beispiele: Ich (!!!) sollte einmal Linkbuilder einer anderen Agentur schulen, wahrscheinlich weil der Geschäftsführer seinen Kontostand minütlich überprüfen musste. Nicht, dass ich das nicht gekonnt hätte – aber ich wollte eben einfach nicht. Ebenso wurde ich leider sogar von mehreren Agenturen gefragt, ob ich nicht ihre SEO-Agentur Seite optimieren will. Bei so etwas kann man nur den Kopf schütteln.

Ich will jetzt keine Grundsatzdiskussion über SEO-Dienstleister. Es gibt gute und schlechte SEO-Firmen, die man als Kunde leider überhaupt nicht von aussen erkennen kann, aber das ist in vielen Branchen so. Abzocker gibt es überall. Solche Leute muss man aber nicht durch gratis Tipps zusätzlich stärken. Es gibt eben einige schwarze Schafe, die nur konsumieren, selbst nichts hergeben (können) aber dann ihre SEO-Kunden nicht einmal mehr aufzählen können weil es zu viele sind.

Auf der anderen Seite wird man beschimpft und kritisiert. Ich verweise einfach mal auf diesen Kommentar, der gerade während der Erstellung meines Blogposts hereingeschneit ist. Bei so etwas vergeht mir einfach komplett die Lust am Bloggen.

Die SEO-Blog Szene kommt auch ohne mich ganz gut aus. Ich bin mir aber sicher, dass bereits einige meinem Beispiel gefolgt sind (sieht man sich die “alten” Blogs einmal an, die nicht mehr fortgeführt werden) und noch mehr diesem Beispiel folgen werden. Ich werde definitiv nicht aufhören zu bloggen, weil ich mir solche Leute letztendlich sonstwo vorbeigehen. Aber ich habe immer versucht, kaum News sondern vor allem konkrete Tipps zu geben. Diese Tipps werden definitiv weniger werden. Google liest natürlich auch mit (wobei ich nichts gegen meine Google Leser habe, ich fühle mich sogar geehrt), was ein weiterer Kontra-Punkt ist.

Den Versuch von Alan, dem Abflauen von öffentlichen Tipps entgegenzuwirken finde ich super. Ich denke aber nicht, dass hier großer Erfolg zu sehen sein wird. Es sind letztlich nur rund 5-10 SEOs, denen ich uneingeschränkt vertraue und denen ich alles sage. Die meisten anderen SEOs, die ich kenne, handhaben das genauso. Ich werde auch in Zukunft versuchen, möglichst viele Tipps zu geben – nur solltet ihr einmal erfahren warum ich einfach nicht mehr so viel blogge und nicht alles laut herausposaune. Man hat ja auch Verantwortung gegenüber Tipps, die andere SEOs einem gegeben haben. Würde ich alles sofort öffentlich machen, würde ich auch keine guten  Tipps mehr bekommen.

Ich hoffe dass ihr das versteht.

Bild (ziemlich passend): © Stefan Körber – Fotolia.com

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Über den Autor

Julian Dziki ist SEO, Online Marketer und Affiliate seit 2007. Suchmaschinenoptimierung München

41 Kommentare

  • Ich finde Deine Entscheidung sehr sehr schade, kann sie jedoch absolut nachvollziehen.

    Alternativ könntest Du ja ein sehr kleines aber feines Forum mit einem geschlossenem Forum aufziehen, in diesem entscheidest Du wer rein kommt und wer nicht…

  • Mit Sicherheit verständlich. SEO wird nun viel zu oft bei irgendwelchen Webdesign – “Firmen” nebenbei als Service angeboten. Das kann bei manchen funktionieren, tut es aber in den wenigsten Fällen.
    Bin nun gespannt was du so in Zukunft bringen wirst und ob wir uns vielleicht einmal auf einem Treffen über den Weg laufen.

    Bis dahin: viel Erfolg und liebe Grüße, Martin

  • Wieder mal excellenter Lesestoff von Dir Julian – würde ich genauso unterschreiben bzw. hätte der Post 1-zu-1 so auf meinem Blog zu finden sein können!

    Gerade wegen solcher Posts & Deiner generell hervorragenden Einstellung, bist Du ja mittlerweile auch zu einem integralen Bestandteil dieser unserer “SEO-Szene” geworden!

    Ich freue mich auf jeden Fall immer, wenn wir zusammen ein Bierchen kippen gehen!

    Oh, und kommt als nächstes ein Post -> “Warum ich nicht mehr so viel twittere”… ?! Dein letztes Twitter Update war ja noch 2009 ;-)

  • Sehr schönes Statement.

    Ich muss zugeben ich verstehe das vollkommen. Leider habe auch ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, was das Tipp rausgeben betrifft.
    Leider ist es dann so, dass die Leute kein Maß mehr kennen und gleich alles auf diesen Tipp setzten.

    Bei Tipps die Links betreffen wissen wir ja alle wie schnell die zugespammt sind und deswegen sollte man sowas auch nur Personen anvertrauen die man kennt.

    Ich bin der Meinung, dass man in Foren mehr zurück bekommt als auf einem SEO-Blog. Lassen wir mal Abakus weg, denn da sind einfach zu viele.

    Ich spreche von den kleinen Foren, wo man richtig Spaß am diskutieren und austauschen hat.

    Das ist jedenfalls meine Meinung. Und schlechte SEO-Agenturen die nach jedem Trick suchen um sich gegenüber den Kunden zu erklären hasse ich auch!

    Mirco

  • Gerade jetzt, wo die ganzen nervigen Vertriebsleute SEO entdeckt haben, ist es wichtig, dazu einen Gegenpol zu bilden – und dafür ist ein Blog gut geeignet. Es geht ja gar nicht darum, irgendwelche “SEO-Geheimnisse” (davon gibt es sowieso fast keine mehr) zu verraten, sondern klar und offen anzusprechen, wie sauberes und zukunftsorientiertes SEO aussehen kann.

  • Da ich SEO überhaupt noch nicht als Dienstleistung anbiete, kenne ich mich in der Agentur-Szene fast überhaupt nicht aus. Ich kann aber gar nicht glauben, dass es sooo viele schwarze Schafe gibt. Das müsste der Markt doch – mindestens via SEO-Blog-Szene – bereinigend eingreifen können. Vielleicht wäre es gut, mehr über “SEO-Qualität” und “Seriösität” zu bloggen. Und ein Problem mit “Anecken” hast Du ja nicht (was ich sehr gut finde ;-)

    Gruß, Martin

  • Also ich bin immer noch ein Freund davon Gelerntes zu teilen. Jemanden der nicht erklären will wie er arbeitet wirkt nicht sehr vertrauenswürdig wie in jedem Handwerk und wenn das in der SEO-Branche so üblich ist, muss man davon ausgehen das die ganze Branche mit Dubiosen Mitteln arbeitet.

    Ein ‘Trick’ den sonst niemand kennt und der nicht mehr funktioniert wenn ihn zuviele kennen als Geschäftsmodell ? Das halte ich für mehr als nur dubios und unseriös.

    Jemand der langfristig wirklich erfolgreich sein möchte darf keine Angst davor haben zu erklären was er tut, mit dem wissen das er noch genug kreative Energie und wirkliche Fertigkeiten besitzt um besser zu sein als seine Konkurrenz. Ein Business das auf ‘Tricks’ aufbaut ist in erster Linie kein ordentliches Business.

  • Deine Gesichtspunkte sind verständlich und nachvollziehbar.Jedoch teile ich die Meinung meiner Kollegen hier und denke das es schade ist wenn Du Deine Blogging-Aktivität weiterhin “kurz” hältst denn gerade weil so viele Leute in den Markt drängen ist es wichtig einen Gegenpol zu bieten. Denk doch einfach noch mal drüber nach. :-)

  • Da SEO wissenschaftliches Arbeiten und eine saubere Methodik benötigt, können die von Dir beschriebenen Agenturen mit Deinem Post nicht viel anfangen. Arbeit, vor allem solche, skaliert nur über Personal und nicht über CallCenter.

    Sprich, diese Agenturen werden Deine Posts nicht verstehen, noch damit was anfangen können. Ärgere Dich also nicht über solchen Mist. Hab lieber Spaß an der fachlichen Diskussion mit denen, die wissen was sie schreiben.

  • Ich kann da Jens Meinung eigentlich nur unterstreichen. Auf der anderen Seite kann ich deinen Schritt genau so gut nachvollziehen. Ich hab mir selber schon überlegt das Bloggen sein zu lassen (was da an Zeit fürs Recherchieren, Testen sowie Schreiben drauf geht wissen wohhl die wenigsten) und mich noch mehr aufs Arbeiten zu stürzen.

  • Verstehen kann ich Dich auch sehr gut – vorallem da ich auch für Agenturen berate und auch Consultingtermine bei Kunden wahrnehme. Manchmal schon sehr putzig, was eingen da für antiquierte Strategien vorschweben.
    Wirklich erfahren was ich mache tun die aber glaube ich auch nicht, dafür fehlt das Wissen. :-).
    Schreiben kannst Du also über allgemeine Tipps und Strategien weiterhin. Über die wirklich interessanten Dinge unterhalten wir uns doch eh wenn die nicht dabei sind…

  • Update:
    Kannst Du vielleicht noch zu dem ersten hinzufügen?

    Wir brauchen umso dringender einen “SEO-Zertifikat” /Nachweis – freue mich da schon auf die Diskussion mit Stefan auf der Campixx.

  • Der Kommentar von dem sog. “Seo Blogger” ist so lächerlich, dass er fast schon wieder zur Erheiterung beiträgt…lass Dich doch von so einem Müll nicht entmutigen;) Aber ich kann es durchaus verstehen, wenn Du weniger bloggst (auch weniger Insider-Tipps gibst). Werde mich aber nach wie vor auf jeden Artikel von Dir freuen!

  • Valentin

    Sehr guter Post Julian! Mittlerweile hast du dich ja echt zu einem entwickelt… schon aufgrund meiner Erziehung kann ich einfach keine Leute “abziehen” in dem Sinne. Würde ich SEO als Dienstleistung anbieten, würde ich mit Sicherheit alles für eine gute Reputation tun, gute Leistungen selbstverständlich.

    Tipps würde ich hier öffentlich auch ungerne hinausposaunen, per Mail oder ähnlichem aber gerne. Auch bei meinen Projekten habe ich den Ergeiz, möglichst großen Nutzen zu erschaffen.

  • Schade, dass Du weniger bloggen wirst (auch wenn ich Deine Gründe nachvollziehen kann). Ich habe mich immer über Deine Posts (und den ein oder anderen Tipp) gefreut.
    Ebenso freue ich mich immer auf die Treffen der SEO-Nomaden. Das letzte Treffen ist schon einen Monat her ;-)
    Habt Ihr schon den nächsten Termin geplant?

  • Wieder einmal ein wirklich guter und “augen öffnender” Artikel. Ich muss gestehen, dass ich mit SEO eher weniger am Hut habe. Das liegt aber auch daran, dass ich in der Hinsicht gerade erst in diese Thematik eingestiegen bin.
    Sucht man etwas genauer im Netz nach SEO und SEM spezifischen Themen, dann stößt man über kurz oder lang auf deinen Blog. Sehr zum zukünfitigen Leidwesen aller Neueinsteiger, die mit deinen Tipps wirklich etwas anfangen können.

    Vielleicht klingt es etwas übertrieben, aber ich sehe deine Einträge als besondere an. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass du dich mit deinen Artikeln von der breiten Masse abhebst. Deine Artikel beinhalten nicht nur Fakten, Daten und natürlich auch Tipps, sondern sie leben, als Leser erkennt man eine gewisse Euphorie, die zwischen den Zeilen steckt.

    Schlussum – es ist schade, dass in Zukunft weniger von dir zu lesen ist, aber nichtsdestotrotz werde ich diese artikel lesen. Vielen Dank für schöne Artikel bis dato und hoffentlich weitere schöne …

    Lg Patrick

  • Echt schade aber recht haste!

    Ein wenig verteidigen möchte ich allerdings alle Firmen die Webdesign und SEO anbieten!

    Ich meine damit nicht die profesionelle Offpage-Optimierung aber die eigentliche Onpage muss von Webdesignfirmen gemacht werden!

    In meinen Augen ist das heutzutage eine muss aber Meinungen sind verschieden und das ist auch gut so!

    Also viel Spaß weiterhin beim bloggen

  • Gretus

    Hallo,

    kann mich Sistrix nur anschließen. Was SEO braucht ist Transparenz, Dein Beitrag bewirkt alles andere als das…

    Grüße

    Gretus

  • Schade, wirklich sehr schade.

    Zum Thema “Geheimwissen” und Tipps bitte ich dich deine Entscheidung nochmal zu überdenken.

    Das Netz lebt schließlich davon Wissen zu veröffentlichen, zu tauschen und voneinander zu lernen und somit profitieren alle.

    Wenn alle so handeln würden, gäbe es letztlich keine Inhalte mehr und das Netz würde vollends zum Konsumkanal der Mainstream-Medien a la “Mehrwertdienste” verkommen, wie es zur Zeit von BTX schon niemand haben wollte.

    Klar kann man bei persönlichen Treffen und im Bekanntenkreis “sensiblere” Daten oder besondere Tricks und Ansätze besser Diskutieren, aber Einsteigern wird es dadurch schwer gemacht rein zu kommen. Auf Veranstaltungen und Stammtischen ist die Kommunikation meist erschwert / eingeschränkt weil man nur mit sehr wenigen Leuten gleichzeit sprechen kann. Und Elitenbildung (Stichwort: geheimes SEO Forum) ist doch auch nichts, das man sich wünschen möchte.

    Gerade WEIL wir mehr Transparenz im SEO brauchen finde ich es so wichtig sich zu öffnen, sein Wissen zu teilen, zu diskutieren und gerade damit unseriösen Anbietern den Kundenfang zu erschweren.

    Lass dich doch von solchen Trollen und Möchtegern-SEOs nicht ärgern. Sowas unqualifiziertes wie der Kommentar beim Trustschub solltest du getrost ignorieren. Der Typ wollte doch bestimmt nur irgendwas sagen um einen nofollow Link zu bekommen :D Ist doch kein ernsthafter Beitrag zur Diskussion.

    lG Kai

  • Julian

    @Spreadinator: Ein kleines, geschlossenes Forum würde ich machen wenn ich mehr Zeit hätte.
    @Mediadonis: Twittern ist fast das Gleiche, wobei man da viele News weiterreichen kann. Twitter ist nur aus Zeitgründen ein wenig hinterher.
    @Mirco: Welche kleinen SEO-Foren meinst du denn? Ich kenne da keines.
    @Johannes: Für dich (und viele andere hier) sind das vielleicht keine Geheimnisse, aber auch die offenkundigen Sachen sind für solche Leute noch fremd. Mich würde auch mal interessieren, wie sauberes SEO aussehen kann. Hast du da denn ein konkretes Beispiel von einem deiner Kunden? Ist nicht böse gemeint, aber genau deshalb ist Transparenz einfach nicht möglich. Den eigenen Kunden gegenüber ja, aber fremden Leuten – nee.
    @Missfeld: Dann beanspruche ich ja für mich automatisch seriös und qualitativ gut zu sein. Das will ich nicht behaupten.
    @Stereophone: Mit meinen Freunden und guten Kontakten teile ich sehr gerne. Ich kenne auch keinen SEO der alle seine Optimierungen ohne schlechtes Gewissen online stellen könnte und trotzdem Erfolg hat. Sonst hätte ja jeder seine Kundenliste völlig offen auf der Webseite stehen.
    @Jens: Die fachlichen Diskussionen gibts ja noch auf Veranstaltungen und Stammtischen. Und diskutieren will ich auf meinem Blog auf jeden Fall noch.
    @Marcus SEO-Nomaden Stammtisch – denke mal Anfang oder Mitte Februar.
    @webmatr1x: Wenn dem so wäre, würdest du deinen Title ein wenig aussagekräftiger gestalten.
    @Kai: Ich bin keine gemeinnützige Organisation. Soweit es geht, gebe ich Tipps preis. Letztendlich handle ich aber in Interesse meiner Ziele und derer meiner Kunden. Hier gibt es eben momentan eine große Kluft zwischen öffentlichem “Blog-SEO” und den SEO-Diskussionen unter befreundeten SEOs.

  • @Julian: mein title ist auf meine keywords richtig angepasst!?!

  • Julian

    Nein ist er nicht. Willst du jetzt streiten? :)
    Deine Keywords sind enthalten aber falsch angeordnet. Würzburg gehört viel weiter vor, direkt hinter “Webdesign”. Nach originell, clean und funktionell sucht auch niemand, zumindest gibt es da naheliegendere Wörter. Und hier http://www.webmatr1x.de/webentwicklung.php ist der Title ja wohl total daneben. Hier: http://www.google.de/search?q=site:http://www.webmatr1x.de/referenzen/zylinder-ziegler/&hl=de&safe=off&rlz=1B3GGGL_deDE298DE298&filter=0 habt ihr Duplicate Content für euren Kunden verursacht.
    Es gibt Schlimmeres, aber “muss von Webdesignfirmen gemacht werden” würde ich überhaupt nicht unterschreiben.

  • Jetzt sag ich am besten nixmehr :-)

    dank dir

  • @Julian, schade aber absolut zu verstehen!

    @Gretus, ich bin auch für Transparenz und lebe diese auch. Unsere Kunden wissen jederzeit was und warum wir was tun! Das Problem ist ein anderes: diese Transparenz senkt die Markteintrittsbarrieren für “SEO Dienstleister” ungemein. Das Problem haben wir alle ja schon seit geraumer Zeit. Dadurch, dass SEO “verständlicher” geworden ist, versuchen viele auf den Zug aufzuspringen und sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden! Leider allzu oft unberechtigter Weise durch echte Abzocke! Deshalb sehe ich diese “Transparenz” auch mit Zwispalt: für unsere Kunden immer und auf jeden Fall zu 100% Transparenz, als Unternehmer am Markt gegenüber dem Wettbewerb aber eher eingeschränkt, es sei denn man kennt sich und weiß die korrekte und gute Arbeit des SEO-Kollegen zu schätzen, dann helfe ich gerne und gebe gute Tipps weiter, oder helfe hier und da mit guten Linkquellen aus!

    ich schätze mehr als 50% unserer Kunden sind quasi “Überläufer” und SEO-geschädigt, weil sie eben genau auf diese Abzocker-Agenturen reingefallen waren! Ich könnte jetzt Stunden über dubiose Methoden und nicht erfolgte Leistung schreiben und wenn ich sehe, wie viel Kohle da schon in den Sand gesetzt wurde, wird mir schlecht.

    Ich bin auch absolut der Meinung, dass das Netz von KnowHow-Sharing lebt, aber wenn das Wissen (aus)genutzt wird, um schnelles Geld zu machen und Leute abzuzocken, werde ich vorsichtig!

    Und der Trend geht leider dahin, nicht nur in Blogs, vor allem auch in Foren & Communities. Da sind sehr viele dieser Abzocker unterwegs! Ich sehne mich oft nach den guten alten Zeiten zurück, als die “SEO-Szene” noch kleiner war (z.B. nach dem Forum auf suchmaschinentricks.de) und nicht jeder poplige Webmaster als Zusatzleistung auch noch “SEO” angeboten hat.

    @Johannes, ich stimme Dir auf alle Fälle zu bei Deiner Aussage:

    “Es geht ja gar nicht darum, irgendwelche “SEO-Geheimnisse” (davon gibt es sowieso fast keine mehr) zu verraten, sondern klar und offen anzusprechen, wie sauberes und zukunftsorientiertes SEO aussehen kann.”

    Allerdings spreche ich das lieber klar und offen gegenüber einem (möglichen) Kunden aus, als die Arbeitsweise im Detail in irgendwelchen Blogs oder Foren zu exponieren!

    @Julian, mach weiter so, ich habe gerne mitgelesen und ab und an auch meinen Senf hier hinterlassen! ;-) ich werde trotz verlängerter Postingfrequenzen immer mal wieder bei Dir reinlesen…

    Grüße
    Nico

  • Also ich lese nun schon eine ganze Weile fleissig mit und muss sagen das mir der eine oder andere Tipp sehr geholfen hat. Aber ein pischen kann ich Dich verstehen. Werde aber wie bestimmt viele andere bei Dir dran bleiben.

    Noch allen ein gesundes neues jahr…

  • Die Argumentation kann ich absolut verstehen, was ich nicht verstehe sind manche Kommentare die scheinbar bedauern das du hier weniger an konkreten Tipps verrätst…seinbar sehen diese gerade ihre Felle wegschwimmen…Warum sollte ein Koch, Bäcker, Patentinhaber, Arzneimittelhersteller (die Liste lässt sich beliebig weiterführen) seine Rezepte oder Herstellungsprozess öffentlich für jeden abrufbar ins Netz stellen?

  • Ich kann das schon sehr gut nachvollziehen, was Julian da schreibt, weil es mir seit Langem ähnlich geht. Ich denke aber das man aus dem Spagat zwischen persönlicher Empfindung und allgemeinem Reputationsgedanken nicht rauskommt. Wenn du dich nicht qualitativ hochwertig von den Anderen absetzt, ist auch schnell Gras über deine Person gewachsen. Das geht ganz schnell.

    Und mal ernsthaft. Deine Geheimnisse schreibst du doch garnicht auf ;-)

  • Hallo! Ich habe den Blog auch sehr gerne gelesen. Ich sehe es ähnlich wie die meisten hier, dass sich SEO schon lange in professionelle SEOs und in zweifelhafte unwissende SEOs gespalten hat.

    SEM kann man mittlerweile fast schon mit Google Adsense gleichsetzen. Man schaltet ein paar Keywords, bekommt von Google eine genaue Statistik und bekommt eine genaue Abrechnung. Man zahlt genau das, was man auch bekommt.

    Wenn ich noch von befreundeten SEOs höre, dass Kunde X angerufen hat und meinte, ob er nicht seine Seite für das Keyword Y bei Google eintragen könnte, brauch ich mich nicht über den Erfolg von zweifelhaften SEO-Agenturen wundern.

    SEO lebt primär von Links und Linkverkauf ist Manipulation von Google und verboten. Aber es ist zwingend notwendig, also muss man Linkbuilding vertuschen und kann es damit schwer offensichtlich abrechnen. Ich kann noch viele Punkte aufzählen, die die Intransparenz fördern.

    Wie dem auch sei, ich glaube nicht dran, dass sich die Transparenz bald erhöhen wird und es wird immer noch mehr schwarze Schafe geben. LEIDER!

    liebe Grüße
    Sebastian

  • Michael

    Ich kann dich ganz und gar verstehen, finde es aber schade da sich deine Posts immer gut lesen liessen. Ein internes Forum in dem sich alle User beteiligen müssen fände ich eine gute Idee. Besonders wenn man aus Standorten kommt wo es keine Stammtische gibt.

    Vor allem weil vernünftige Diskussionen in den größeren Foren so gut wie nicht möglich sind.

    Falls du so was planst, würde ich mich über eine Mail freuen :)

  • @Julian: Die Entscheidung in allen Ehren, diese Einstellung bringt allerdings niemanden weiter – auch Dich nicht. Die Goldsucher versuchten früher in gleicher Manier ihre Claims vor anderen zu schützen – nur nix sagen… außer denen, die mir trauen und denen ich traue.

    @all: Die SEO-Szene ist in einem Umbruch, der Mediadonis-Post bezüglich mehr Transparenz hinsichtlich erbrachter Leistungen gegenüber Kunden ist mehr als nötig gewesen, diesbezüglich zog ich sofort nach und biete meinen Kunden ebenfalls die Liste der erzeugten BLs – warum auch nicht? Meine Werkstatt zeigt mir schließlich auch – was am Auto repariert werden musste – ohne dass ich das ansatzweise in der Quali nachahmen könnte. Es war schon immer so – dass wenige Vorreiter den Weg zu Neuem bereiteten – und dann sozusagen von der eigens angezettelten Revolution gefressen wurden. SEO wird eine mainstream-Dienstleistung – nicht mehr – und nicht weniger. Nur derjenige – der sich den einen Meter mehr voraustraut als der übliche Standard und kreativer im Geschehen agiert, wird am Markt weiter seine herausgehobene Position verteidigen und behaupten können. Der Rest wird nur den Standard abfackeln, was wiederum Chancen für die wirklich Kreativen birgt…

  • seb

    ich finde stereophones statement sehr zustimmungswürdig.
    leider auch die grundaussage mit den unseriösen agenturen – ich hatte schon mehrere am höhrer, die mit bauernfängerei (direkte kontakte zu google, position 1 garantie, etc.) ins geschäft einsteigen wollten. wird genug geben, die darauf reinfallen…

  • Sehr gutes, klares statement. absolut nachvollziehbar, wenn auch schade

  • gute entscheidung, julian! wer wissen von dir will, soll dafür einen angemessenen preis bezahlen – nämlich genau den preis, der den WERT der leistung für das unternehmen abbildung.

    wenn du das wissen kostenlos mit anderen seos teilen willst und ein echter austausch stattfindet, dann ist der stammtisch wie du schon geschrieben hast der bessere ort. hier sieht man schnell, ob es ein faires uns ausgewogenes geben und nehmen ist, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber offensichtlich bei vielen unternehmen nicht mehr ist. wer nimmt und nicht gibt, maximiert mit diesem vorgehen hoffentlich nur kurzfristig den profit. es liegt an den seos, wem sie welches wissen geben.

    zum glück gibt es aber noch genug leute da draussen, die ihre arbeit nicht nur wegen der kohle sondern mit viel leidenschaft machen. ich habe definitiv nichts gegen gutes geld für gute arbeit, aber wenn geld alleine im fokus steht, sieht man ja was passiert. dann sollte man die notbremse ziehen.

    orientier dich also an denen mit herzblut und du wirst weiterhin viel spaß an deinem job haben.

  • ääähhh…der den WERT der leistung für das unternehmen abbildet…:-)

    den rest der rechtschreibfehler könnt ihr behalten. noch viel zu früh hier…:-)

  • nobody

    @All: Die Entscheidung schade, aber voll richtig.
    Ich mach SEO für große Seiten, seit etwa 12 Jahren.
    Bloge nicht. Verkaufe auch kein SEO, es ist mein JOB.

    Jede Woche bekomme ich Anrufe wie “wollen Sie nicht auf Platz 1 bei Google stehen?” Nach ein paar Rückfragen kommt dann raus, das da ein paar “grün Ohren” mir “Bookmist” verkaufen wollen.

    In allen Branchen würde man sein Wissen als Betriebsgeheimnis behandeln. Bei Internetberufen wird immer davon ausgegangen, das jeder alles erzählt und wenn nicht dann ist man der “Buhman”.

    Mach ein geschlossenes Forum. Oder wie ich, lass es.

    (…dieser Post wird nicht weiter beantwortet…)

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