Test: Sistrix Premium Tools
21. Okt 2008
Mit einem Paukenschlag in der SEO-Welt hat Sistrix seine Toolbox erweitert. Das neue Angebot ist kostenpflichtig – und lohnt sich trotzdem für fast jeden SEO. Ein derartigiges Tool gab es in Deutschland noch nie öffentlich zugänglich.
Kurzinfos
Wer wissen will, was das Premium Paket kann – das bis Ende des Jahres 400 Euro kostet, danach wohl pro Tool 100 Euro im Monat – der sollte auf den Blog von Sistrix schauen, auf dem er die Tools erklärt. Eine Demoversion gibt es leider nicht. Das würde ich persönlich aber auch nicht machen, weil mit Demoversionen absolut immer Schindluder betrieben wird.
Interessante Rankings
Bei bisherigen Keyword-Tools konnte man seine Keywords eingeben, dann automatisiert überwachen ob sie steigen oder fallen und daraus Rückschlüsse ziehen. Wohlgemerkt: Man musste sie vorher eintippen und dem Programm mitteilen, also seine “guten Keywords” bzw. Suchwörter mit wahrscheinlich viel Traffic herausfinden und den Traffic abschätzen. Keywords mit viel Traffic zu finden und das Ranking dafür zu überwachen waren also (bei mir zumindest…) zwei verschiedene Schritte.
Sistrix’ ultimative Datenkrake überwacht nach eigenen Angaben etwa 250.000 deutsche Begriffe (bisher nur in Google.de) und weiß selbst, welche Begriffe oft gesucht werden und welche nicht. Das heißt, dass man nicht mehr selbst die Keywords eintippen muss, auf die man optimiert, sondern Sistrix findet sie selbst (sofern man nicht irgendwo im Nirvana rankt).
Jeder SEO kennt wahrscheinlich die Situation dass man plötzlich irrsinnig viele Besucher über Keywords bekommt, die man überhaupt nicht im Auge hatte und quasi einen “Glückstreffer” erzielte. Vorher kannte man das Keyword gar nicht, weil auf Seite 2 ja bekanntlich nicht viel los ist.
Mit Johannes’ Tool gehört das der Vergangenheit an: Man gibt seine URL ein und bekommt auf Wunsch automatisch Keywords serviert bei denen man auf Platz 11-15 steht. 11-15 ist meist eine “filterfreie Zone”, außerdem schon kurz vor dem Ziel der Top 10: Man kann oft durch ein paar Links innerhalb weniger Wochen einige gute Rankings erreichen. Das kommt natürlich auf das Keyword an – aber im Groben sind sicher einige “leichte” Top10 Rankings bei jeder Domain dabei.
Was das Tool noch braucht
Folgendes wäre wünschenswert: “Sie sind auf Position 11. Bitte setzen sie auf www.domain.de einen Link mit dem Anchortext “Keyword” auf die Unterseite www.eigenedomain.de/unterseite.htm . Sie werden per E-Mail benachrichtigt, wenn sie das Top10-Ranking erreicht haben.” Am besten liefert das Tool dann noch den Linkcode und schreibt automatisch eine Linkanfrage an den Webmaster der anderen Seite. Dabei crawlt Sistrix’ Bot das Impressum durch (auch GIFs werden erkannt) und setzt den Namen in der Begrüßung automatisch ein.
Das war natürlich nur Spaß – ein bisschen arbeiten sollten SEOs schon noch.
Ganz im Ernst: Das Tool ist eine unglaubliche Bereicherung für die deutschsprachige SEO-Welt und lohnt sich sicher für viele dort draussen. Wenn auch nicht für alle – 400 Euro sind recht happig. Meiner Meinung nach ist das Tool trotzdem sein Geld wert – da besteht kein Zweifel. Wer nur eine kleine Seite sein eigen nennt wird es sich wohl kaum zulegen (man kann aber die Konkurrenz überwachen!!!) – für SEOs mit ein paar mehr Seiten oder einem großen Portal lohnt es sich allemal.
SISTRIX Sichtbarkeitsindex
Der Sistrix Sichtbarkeitsindex bietet eine schöne Möglichkeit die Konkurrenz mal ordentlich unter die Lupe zu nehmen. Vorstellbar ist das beispielsweise bei einer neuen Seite im eigenen Themenbereich, die man genauer beobachten will. Linkpartner, deren Ranking in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen ist sollte man sich sichern auch wenn sie bisher nicht so gut ranken.
Das Tool umfasst auch das Monitoring für sehr viele Keywords. Die kann man seinen Kunden präsentieren mit der Konkurrenz vergleichen und dann glücklich sein – oder auch nicht.
Auch wenn man vorher nicht gemonitored hat, Sistrix hat die Rankings gespeichert.
Natürlich sind auch die anderen Tools empfehlenswert, wie z.B: das SEM-Tool und das Backlink-Tool. Die Toolbox SEO ist jedoch aus meiner Sicht mit Abstand die beste Toolbox: Alleine schon die Möglichkeit gute Keywords mit Traffic zu sehen, für die man mit wenig Aufwand in die Top10 kommen kann, sind das Geld auf jeden Fall wert.
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Kategorie: Tools
About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.
Comments (13)
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Die Toolbox mag für Menschen, die SEO als Hobby oder Nebengeschäft betreiben, recht interessant sein. Ich persönlich finde jedoch, dass 250.000 deutsche Keywords sehr wenig sind.
Also du musst ja auch die Möglichkeiten sehen. Viel mehr Keywords sind wohl momentan nicht drin. Und ich bin mir relativ sicher, dass Sistrix bald mehr Keywords kontrolliert.
Etwas Besseres gibt es momentan einfach nicht.
Ich habe das eigentlich genau andersherum geshen. Wer Hobby- oder teilzeit SEO ist wird kaum 100 Euro für ein solches Tool ausgeben wollen.
Bei einem Punkt bin ich im übrigen nicht ganz einverstanden:
Keywords mit denen man gut rankt bekommt man genauso über die Webmaster Tools, Analytics oder andere Tracking-Programme serviert. Ein Mehrwert mag da schon eher die Analyser der Konkurrenz sein.
Aber als HobbySEO wagt man sich sowieso weniger in hart umkämpfte Bereiche…
Markus | tekka, 250k Keywords gehen in die Berechnung des Sichtbarkeitsindex ein, überwacht werden mehr und diese Zahl wird auch laufend erweitert. Allerdings glaube ich, dass du die “Keyword-Vielfalt” in Deutschland da eher falsch einschätzt. Bereits nach den 250.00 geht es schon deutlich in Richtung “Schrott-Tail” …
Jetzt warte ich nur noch drauf, dass ich auch als Österreicher Zugang bekomme
Was man mit den Daten macht bzw. wie man die Tools nützt, muss wohl jeder selbst für sich entscheiden.
250.000 Keywords sind 250.000 potentielle Rankinginformationen über eigene und Mitbewerber .. das sollte zum Arbeiten ausreichen
… nur um es mal angesprochen zu haben – die Anzeige der Keywords auf der zweiten Google Treffer-Seite für beliebig viele Domains liefert 103bees.com auch … und das für 15$ jährlich oder so, weiß es gerade nicht genau, da der Betrag dort vernachlässigbar ist …
Danke für den Beitrag Julian. Ich will auch noch drüber schreiben. Die Tools sind echt toll und meiner Meinung nach das Geld absolut wert.
Natürlich gibt es noch searchmetrics, die Software ist auch sehr stark. Natürlich auch dementsprechend hochpreisiger.
[...] der Tools (der Preis ist fair, vor allem durch die Chancen der Keywords, die auch Julian bei seinem Test der Premium Tools erwähnt hat) , viele natürlich aufspringen werden, und somit das ständige [...]
@Frank: Wie groß ist dort die Datenbasis? Ist ja für sowas immer relevant
@ David
Mein Comment war nicht in Bezug auf die allgemeine Datenbasis gemünzt (die gibt es so meines Wissens nicht noch mal “öffentlich verfügbar”), sondern bezog sich auf den oben als relevanten Vorteil herausgestrichenen Punkt “interessante Rankings” – Zitat:
“Wohlgemerkt: Man musste sie vorher eintippen und dem Programm mitteilen,”
“Man gibt seine URL ein und bekommt auf Wunsch automatisch Keywords serviert bei denen man auf Platz 11-15 steht.”
Das zeigt für angelegte Domains eben z.B. 103bees auch – natürlich auch ohne die Keywords zuvor anzulegen, da einfach die Referrer ausgewertet werden & man dann ne schicke Auswertung bekommt …
Ich denke auch, dass die Tools eine gute Hilfe sind aber kein allheilmittel sind. Leider für viele Hobby-SEO’s oder wie auch immer man das nennen mag ist der Preis leider für den Anfang nicht erschwinglich. Aber es stimmt schon, das Traffic und Speicherplatz, sowie die richtige Rechenpower einiges kosten.
Ich kann mich getrost als Hobby-SEO bezeichnen und da sind 400 Euro einfach zu viel. Cool wäre z.B. ein Testmonat zu Beginn um 50 euro oder eine Testwoche.
Conclusio: Ein zusätzliches kleineres Paket (z.B. Limit der Projekte) wäre ein gutes Mittel die Userbasis zu verbreitern.
Das hier viel zutierte 103bees benutze ich auch, ist billig und sehr gut. Zeigt an – sogar mit Grafik – von welcher Ergebniss-Seite der Klick kommt, also auch 11-20. Aber genau: “Klick”.
Und wenn kein Klick erfolgt, weiss man auch nicht, dass man auch auf der 2.Seite steht.
Meine Longtail-Grafik zeigt zumindest, dass ca. 95 % der Klicks (6stellig pro Monat) von der 1.Seite kommt. Deshalb probiere ich das sistrix-tool mal aus
Danke Julian für deine Analyse hier.