Social Media Conference meets Content Marketing – Recap

12. Oktober 2015  |     |  1 Kommentar
Ein Beitrag von Nadine

Heute und morgen berichten Neele und Nadine von der ‚Social Media Conference‘ aus Hamburg. Die Konferenz findet direkt um die Ecke von der Reeperbahn statt – aber wir sind ja nicht zum Feiern hier, sondern für neue Impulse und die aktuellsten Trends zu Facebook, Twitter, YouTube und Co. Wir haben für Euch die spannendsten News. Seid gespannt – wir sind es auch!

Gestern schon gelesen? Hier geht es zu Tag zwei

Tag 1

Motiviert und gut gelaunt schlendern wir morgens zur Konferenz im Empire Riverside Hotel, vorbei am SM Club und dubiosen Spielunken, einen ersten Blick auf die Elbe können wir auch erhaschen. Hamburg heißt uns spießige Münchner Mädels willkommen!

Social Media Club

Afterparty im ‚Social Media‘ Night Club? 😉

Mehr Normalität und Autorität im Social Media Marketing

Bob Seeger startete mit einer hervorragenden Keynote und machte mit seinem super sympathischen Wiener Dialekt und Anekdoten über professionelle Twerker klar, dass guter Content wichtiger ist als reines Branding.

Bei über 1 Mrd. Inhalten, die täglich in sozialen Netzwerken geteilt werden muss man sich von der Masse abheben, eine Führungsrolle übernehmen und eine Autorität werden. Er hat dazu ein sehr passendes und einprägsames Zitat geäußert:

„Alles kannst du kaufen, außer Aufmerksamkeit – die musst du dir verdienen!“

Hierzu seine 5 wichtigsten Punkte:

  1. Daumenstopper statt Drüberwischer: So schnell wie möglich durch neue Technologien, Methoden und Funktionen die Aufmerksamkeit der User erlangen.
  2. Raus aus der Komfortzone: Auch neue Kanäle nutzen, nicht nur Facebook und Co. Nur „weil man sich dort schon auskennt“. Hierzu bereits ein Einblick in eine von ihm neu erhobene Studie zur Nutzung sozialer Netzwerke.
  3. Brandstifter sein statt Geld verbrennen: Nicht die Masse sondern die Klasse der Inhalte ist wichtig! Lieber wenige, wichtige Influencer der Zielgruppe ansprechen als die breite Masse.
  4. Ernst nehmen statt wichtigmachen: Guter Content ist manchmal wichtiger als das Branding.
  5. Be somebody‘s Lover and not everybody‘s Darling: Ihr müsst nicht jedem gefallen, auch anzuecken ist okay – Gegner erzeugen Fans!

Best Practice: Content Marketing bei DaWanda

Elke von Borckes Vortrag war besonders durch die Beispiele und Zahlen, die sie präsentierte sehr interessant. DaWanda verfolgt mit dem gezielten Streuen des Contents über alle Kanäle ein Pull-Marketing. Dabei gehen sie sehr segmentiert vor, wobei die einzelnen Puzzleteile eine umfassende Strategie ergeben. DaWanda greift dabei hauptsächlich auf eigenen Content zurück: von Seller Stories, DIY-Videos über Text-Bild Anleitungen (bis zu 200 im Monat!). Besondere Erfolge bezüglich des Traffics werden mit saisonalen Themen erreicht. Hier ein paar Auszüge aus ihrer Präsentation:

Dawanda-SMConference5

Die Bereiche des Content Marketings bei DaWanda.

Dawanda-SMConference3

Die Content Kriterien finden wir besonders interessant!

Dawanda-SMConference4

Die Markenbestandteile von DaWanda.

Die Luft hängt voller Geschichten – Storytelling bei Lufthansa

Carolin Bierbrach betonte bei ihrer Präsentation, dass das Marketingmotiv im Hintergrund und die Geschichten – nicht nur in den großen Kampagnen, sondern in jedem einzelnen Beitrag – im Vordergrund stehen. Bei Kooperationen mit Influencern sind ihnen die Perspektiven und Inspirationen wichtiger als die Reichweite: Spannende Leute finden, die zur Zielgruppe passen. Ein paar Beispiele zur Umsetzung bei der Lufthansa: City of the Month – Nicht die Stadt selbst steht im Vordergrund, sondern die Geschichten, die sie erzählt.

Flashback Friday – Eine Zeitreise auf den Social Media Kanälen der Lufthansa

Lufthansa-SMConference2

Das Fazit des Lufthansa Vortrages.

Lass den Content frei! Was moderne Markenführung für den real existierenden Content tun kann.

In diesem Vortrag hat Frank Vogel sehr anschaulich erklärt, wie sich die Markenführung verändert hat. Im Unterschied zur klassischen Markenführung führt heute die Haltung, ein kohärentes Verhalten und Aneignung durch die Nutzer zum Erfolg. Kurz gesagt: keine leeren Werbeversprechen, sondern echte Werte und Geschichten.

moderne-Markenführung2

Klassische Markenführung im Vergleich zur modernen Markenführung.

moderne-Markenführung

Ein Statement, das man sich merken sollte!

Facebook Ads – Targeting – Status Quo

Die Präsentation von Thomas Hutter könnt ihr in voller Länge auf seiner Seite abrufen.

Social Video Advertising – Case Study Sky Deutschland

Ein sehr anschaulicher, informativer und lustiger Vortrag von Selena Gabat. Den muss man selbst gesehen haben, denn die Quintessenz ist etwas schwierig wiederzugeben. 😉 Nur so viel: Weder das Budget noch die Meinung der Chefabteilung ist wichtig, solange die Idee und Umsetzung die Zielgruppe anspricht. Man kann Klicks kaufen, aber keine positiven Emotionen.  

Erfolgreiche Verkäufe über Twitter generieren – Semantic EYE

Ein etwas unglücklicher Vortrag, der, zumindest wenn man Twitter glaubt, bei den Besuchern nicht besonders gut ankam. Es sei ihr verziehen, denn sie war nur die Vertretung für ihre kranke Kollegin. Problem war, dass das vorgestellte Tool sich noch in der Testphase befindet und die dargestellten Beispiele rechtlich etwas fraglich sind. Das Tool filtert Tweets nach relevanten Keywords, per drag and drop kann man vorgeschlagene Antworten senden und am Gespräch teilhaben. Ein Problem stieß den Besuchern sauer auf. In den vorgestellten Beispielen wurde:

  1. mit dem Profil einer privaten Person getwittert
  2. Links zu nicht besonders gut passenden Produktseiten empfohlen.

Anders umgesetzt bestimmt ein tolles Tool um den Nutzer im richtigen Moment zu erreichen, aktuell aber noch nicht ausgereift.

Das Ganze erinnerte uns ein bisschen an Kommentarspam.

Mehr Infos von der Social Media Conference aus Hamburg folgen morgen! Darauf ein Astra. Schönen Abend noch!

Tag 2

Weiter geht’s! Nach einem spannenden ersten Konferenz-Tag und einer netten Afterparty (wieso wird die eigentlich verschwiegen wenn man die Tickets bucht? Die war super!) ging es weiter mit dem zweiten Teil. Hier präsentieren wir Euch unsere favorisierten Vorträge.

Instagram, Pinterest und die Macht der Bilder im Content Marketing

Worauf kommt es bei der Markenführung heute und morgen an? Die Kernaussage des Vortrages von Dr. Andreas Bersch: reine Werbebotschaften funktionieren in sozialen Medien nicht mehr, weil Sie nicht zu Interaktionen animieren. Der Nutzer ist ‚always on‘ und hat dabei die Kontrolle über seinen Medienkonsum. Wer etwas vermitteln möchte, muss zurück zur Mundpropaganda, da er die Nutzer nicht einfach mit seinen Botschaften beschallen kann.

Das Problem für Firmen, die Instagram und Pinterest nutzen möchten ist, dass sie mit sehr starken Bildcontent konkurrieren. Einfache, lieblose Schnappschüsse reichen dafür nicht mehr aus. Daher seine Schlussfolgerung, dass Firmen entweder etwas Geld in die Hand nehmen müssen, um qualitativ hochwertigen Bildercontent zu erstellen, oder sich aber mit Influencern zusammentun um deren Content zu nutzen. Ein weiterer sehr wichtiger Tipp: Bilder SEO vor allem für Pinterest! Marken haben nicht immer die Kontrolle, was User von den Webseiten aus pinnen, deswegen muss eine Keywordoptimierte Bildbeschreibung hinterlegt sein, sodass der Content anschließend auch gefunden wird.

Außerdem hat er noch ein paar konkrete Ansatzpunkte für erfolgreiche Instagram und Pinterest Profile:

Der Nutzen von Pinterest für Marken – auch Traffic und Abverkauf gehören dazu.

Bei Instagram können keine Links eingefügt werden – aber besonders für Kampagnen und ein positives Image ist dieser Kanal nützlich.

Was motiviert die Influencer zu einer Zusammenarbeit? ‚Gratispröbchen‘ sind es jedenfalls nicht 😉

Wie geht man an Influencer Marketing heran? Diese fünf Schritte hefen Euch dabei, von Anfang an alles richtig zu machen.

Dos und Don’ts im Influencer Marketing.

Storytelling bei RTL II

Ein wunderbarer Vortrag von Yasmin Akay, die mal wieder klarmachte, was auch wir immer predigen: Kenne deine Zielgruppe und biete ihr das, was sie gerne sehen will!

Storytelling-rtl2

Das sollte man sich dringend merken: Ausdrucken und unter das Kopfkissen legen!

Am Beispiel der Serie ‚Berlin Tag & Nacht‘ zeigte sie ein 360°-Format, das auf allen Ebenen bzw. Plattformen für die User erlebbar ist. Ganz ehrlich? Uns war gar nicht bewusst wie allumfassend das Storytelling dieses Formats ist – unglaublich! Sie bieten den Fans der Sendung auf den Social Media Kanälen echten Mehrwert durch zusätzliche Hintergrundinfos zu den Charakteren und deren Alltag. Dabei versuchen sie die Mechanik von beispielsweise Facebook so zu nutzen, wie es auch ‚normale‘ Nutzer in der Regel tun. Auf diese Weise werden die Charaktere zu echten Freunden und Bekannten der Fans. Yasmin Akay betonte, dass jede Plattform unterschiedliche Anforderungen an den Content stellt und andere Zielgruppen anspricht. Dass diese Art von crossmedialem Marketing sehr erfolgreich ist, zeigte sich besonders bei der Sendung ‚Köln 50667‘: Ein Charakter aus Berlin Tag & Nacht zieht nach Köln und erzählt schon vor Sendestart die Story auf einem eigenen Facebookprofil. Bereits vor dem Launch der Sendung hatte die Seite über 300.000 Fans! Somit wurde erreicht, dass die Zielgruppe das Produkt von selbst verbreitet hat – ohne zusätzliches Budget!

Storytelling-rtl2-b

Bei RTL II unterscheidet sich die Zielgruppe sogar zwischen TV und Facebook.

Ein zusätzlicher Vorteil: Das direkte Feedback der Fans kann für die Weiterentwicklung der Story verwendet werden und gibt dieser somit auch im TV genau das, was sie sehen will.

Storytelling-rtl2-e

Mit der richtigen Umsetzung führen diese Punkte zum Erfolg.

Erste Erfahrungen mit WhatsApp als Service- und Marketingkanal in der Sparkassen-Finanzgruppe

Ist WhatsApp als Marketingkanal ein relevanter Kontaktpunkt oder nur nice to have? Das ist die Frage, die Ansis Schön vom Sparkassen-Finanzportal versuchte zu beantworten.

Möglichkeiten:

One to One: Direkter Dialog zwischen Kunden & Marke bzw. Nutzung als Servicekanal

One to Many: Push Notifications, Liveticker, Newsletter

Many to Many: Moderierte Gruppenchats für Recruiting oder Events

Die Folien sprechen für sich:

WhatsApp-servicekanal-marketing6

WhatsApp wird aktuell noch unterschätzt – dabei bietet das Medium viele Möglichkeiten für Marken!

WhatsApp-servicekanal-marketing7

Diese Tipps helfen bei der Einführung und der Umsetzung von WhatsApp-Marketing.

Dabei sollte die No-Ad Policy von WhatsApp unbedingt beachtet und die Nutzung wirklich nur auf den Service und Dialog beschränkt werden. Um Datenschutz-Probleme zu vermeiden, hat Ansis Schön außerdem AGBs zur Nutzung des WhatsApp-Services empfohlen, die vom Kunden vorab bestätigt werden müssen (durch Link zur Website, nicht direkt in WhatsApp). Diese klären unter anderem, dass keine sensiblen Informationen und Daten über WhatsApp gesendet werden.

WhatsApp-servicekanal-marketing

Ein treffendes Fazit von Ansis Schön.

Do-it-yourself Erfolgskontrolle: Individuelle Social Media Dashboards entwerfen

Ein sehr informativer Vortrag, inklusive DIY-Anleitung von Hendrik Unger. Besonders interessant für kleinere Unternehmen, die sich kein Analytics-Tool leisten können oder wollen, und diejenigen, die einen direkten und individuellen Einblick in ihre Daten wünschen.

WhatsApp-servicekanal-marketing3

Datenerfassung, Verarbeitung und Auswertung – so funktioniert individuelles Social Media Tracking.

Das Prinzip ist eigentlich einfach: Die Rohdaten von dem gewünschten Social-Media-Kanal herunterladen, diese Daten in Excel exportieren und individuelle Dashboards erstellen. Das erfordert zwar einige Excel-Skills, eröffnet aber auch neue KPIs, Vergleiche verschiedener Kanäle und Aufteilung in unterschiedliche Storylines z.B. innerhalb von Kampagnen.

WhatsApp-servicekanal-marketing5

Manche Korrelationen lassen sich erst dadurcherkennen lassen und liefern wertvolle Grundlagen für Euer Marketing.

Glaubenskrise Social Media? Wie Sie den Wert Ihrer Social Media Initiativen in harter Währung nachweisen

Roland Fiege hat sich mit einem schwierigen Thema auseinandergesetzt: Wie misst man Social Media Erfolg und wie kann man dies mit anderen Marketingkanälen vergleichen?

Hierzu hat er das Tool Performly vorgestellt, was jedoch nicht im Mittelpunkt seines Vortrages stand. Viel mehr hat er auf interessante Weise vermittelt, wie man Social Media Erfolg messbar und vergleichbar macht und weshalb das überhaupt notwendig ist.

Earned-Media-Value-Social-Media3

Wie misst man den Erfolg von Social Media Marketing als Rechtfertigung des Media Budgets?

Der Mediaäquivalenzwert oder Earned Media Value beschreibt, welchen Wert die Interaktionen auf Social Media Kanälen im Vergleich zu anderen Kanälen (wie etwas Printwerbung) haben. Vernachlässigt werden dabei jedoch die qualitativen Aspekte, wie Prägung des Markenimage.

Auch hat er Beispiele für die Korrelation zwischen paid und earned Value gezeigt: In den meisten Beispielen konnten Ads den tatsächlich‚verdienten Wert‘ noch einmal um 20-30% steigern. Jedoch gab es auch ein Beispiel, in dem die Ausgaben für Ads den erreichten Wert überstiegen.

Earned-Media-Value-Social-Media2

Ein positives Beispiel für den Einsatz von Mediabudget.

Der nächste Schritt ist die Berechnung des ROMI (Return on Media Investment). Hierbei wird der Medienwert mit den internen Kosten verrechnet, also der erreichte Medienwert pro insgesamt in der Abteilung investiertem Euro.

Earned-Media-Value-Social-Media

Hier erkennt man die Bedeutung des ROMI – eine wirklich aussagekräftige Kennzahl.

Fazit

Unser Fazit: Die Konferenz ist für Einsteiger wie Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Die Speaker und Themen waren gut ausgewählt: Große Bandbreite an Themen und gut aufbereitete Vorträge mit interessanten Cases.

Wir kommen wieder!

Bye, bye Hamburg – bis zum nächsten Mal!

Jetzt teilen: Share on Facebook24Tweet about this on TwitterShare on Google+3Email this to someoneShare on LinkedIn0

E-Book: Der Weg zum erfolgreichen Online Shop

  • Das 47-seitige E-Book mit 72 konkreten Tipps für Deinen Online Shop
  • Einmal wöchentlich exklusiver Content für das Marketing Deines Shops
  • Unser Newsletter (1-2x pro Woche)
E-Book kostenlos downloaden

1 Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    Willst Du fit in SEO werden?

    Abonniere unseren Newsletter und bleibe in Sachen SEO, Inbound- & Online-Marketing auf dem Laufenden.

    Du kannst den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.