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Zeitmanagement als Affiliate

Nun zum letzten Teil meiner kleinen, offenen Serie über “Wie man im Internet Geld verdient”. Dieser Teil beschäftigt sich mit dem fortgeschrittenen Stadium: Ihr verdient bereits Geld und wollt nun mehr verdienen, dass es eben zum Leben reicht, zum guten Leben reicht oder für noch mehr. Welche Arbeit kann man abgeben?

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Tu das, worin du gut bist

Schnell stellt man fest, dass die Zeit zu knapp wird um sich um alles selbst zu kümmern. Neue Webseiten erstellen, Texte schreiben, Links aufbauen, Affiliate Programme finden, auf dem Laufenden bleiben, Buchhaltung und noch vieles mehr muss gemacht werden. Ich mache das nach einer einfachen Regel: Ich gebe die Arbeit ab, die

  1. Extern günstiger ist
  2. In der ich nicht gut bin
  3. In der andere Leute genauso gut oder besser sind als ich

Diese Sachen sind natürlich von Mensch zu Mensch verschieden. Ich bin zum Beispiel ein sehr schlechter Designer, der nicht nur keine Ahnung von CSS hat, sondern auch in Sachen Ästhetik eher eine raue Natur ist. Man kann niemals in Allem perfekt sein.

Texte

Was man oft zuerst outsourct, sind Texte für Webseiten. Sie sind vergleichsweise günstig und man findet überall Texter (Textbroker, Bloggerjobs, Abakus). Aber Vorsicht: Zahlt keine Hungerlöhne, denn ihr werdet dann auch garantiert schlechte Texte bekommen. Passt auf, dass ihr zwar SEO-optimierte Texte, allerdings ohne “Artikelverzeichnis Qualität” bekommt. Im Klartext heisst das: Die richtigen Keywords sollten enthalten sein, aber der Text sollte für den User auch ansprechend und nützlich sein. Im Zweifelsfall lieber einen unoptimierten Text als einen, der zwar das Keyword 10x enthält, dafür aber keinerlei Information bietet.

Auch wenn ihr eine gute Qualität haben wollt, sind Texte immer noch sehr günstig. Ein Mini-Projekt (10 Html-Seiten à 350 Wörter) mit Stufe 5 Textbroker-Texten kostet gerade einmal 210 €. An journalistische Fachqualität reichen diese manchmal natürlich nicht heran; so manche Tageszeitung sollte allerdings seine Texte lieber von Textbroker nehmen. ;-)

Programmier- und Designarbeiten

Coding- und Designarbeiten kann man auch ganz klar outsourcen. Auch hier gilt: Lieber etwas mehr zahlen als hinterher ein Tabellen-Design oder ein kaputtes Script zu erhalten. In diesem Bereich, ebenso wie bei Texten gibt es sehr viele Schüler und Studenten, die gute Arbeit leisten und trotzdem nicht allzuviel verlangen. Hört euch um und fragt bekannte SEOs ob sie jemanden empfehlen können. Wer mit WordPress, Typo oder Drupal arbeitet kann auch für günstiges Geld Premium-Themes kaufen. Auch das Seokratie-Theme ist ein Premium Theme, bei dem ich gegen Aufpreis die Credits (=Links) aus dem Footer nehmen durfte.

Webseiten erstellen

Es gibt auch Dienstleister, die euch Design und CMS machen und die Texte für euch einpflegen. Sofern ihr Onpage nicht hinterherarbeiten müsst und der Dienstleister trotzdem noch recht günstig ist, kann das in Ordnung sein. Meistens sind solche Angebote aber zu teuer, dafür dass man beim fertigen Design & Text eigentlich nur noch per Copy & Paste (Texte einpflegen) arbeitet.

Linkbuilding

Als relativ kleiner Affiliate kann man sich gutes Linkbuilding von extern schlichtweg nicht leisten. Unter einem saftigen monatlichen Betrag kann man keine seriöse Dienstleistung erwarten und das Geld muss ja erst einmal hereinkommen. Was man als Affiliate machen kann, ist selbst jemanden auszubilden der einem dann manche Arbeit abnimmt. Diese Ausbildung kostet natürlich Zeit und Geld, wobei man sich dann aber einer guten Qualität sicher sein kann. Problem: Man muss sein komplettes Wissen weitergeben um wirklich gute Ergebnisse zu bekommen. Irgendwann merkt derjenige dann, dass er alleine auch weitermachen kann. So hatte fast jeder größere Affiliate, den ich kenne einen “dunklen Lord” und selbst als Praktikant angefangen. Die meisten sind dann im Laufe der Zeit ihre eigenen Wege gegangen.

Ich denke, dass man Linkbuilding als Affiliate durchaus outsourcen könnte. Warum macht es dann niemand? Linkbuilding ist zunächst einmal das Teuerste an einem Affiliate Projekt. Und teuer daran ist nicht die Arbeit an sich, sondern das Know-How, das vom Dienstleister angelernt wurde. Als Online Shop Betreiber oder generell Unternehmer bezahlt man gerne für das Know-How, wenn es gut ist und man selbst fast nichts über SEO weiß. Wenn ich das Know-How aber selbst habe, warum sollte ich dann jemanden beauftragen der das genauso gut oder sogar schlechter macht als ich?

Affiliate Teams

Es gibt zwar vereinzelt auch Affiliate-Teams – hier muss aber ein unglaubliches Vertrauensverhältnis herrschen und meist sind diese Leute alle gleichberechtigt, d.h. es gibt keinen Chef sondern nur einen Verbund von zwei oder mehr Affiliates. Mehr Affiliates sind mehr Provisionen auf einem Haufen, damit auch meist Premiumkonditionen. Schließen sich zudem gute Affiliates zusammen, dann gibt es auch einen gewaltigen Wissenstransfer wenn man in der gleichen Firma sitzt.

Buchhaltung

Holt euch einen Steuerberater. Ich hasse Buchhaltung. :-)

Fazit

Größtes Problem beim Abgeben von Arbeit besteht darin, die Qualität der bisherigen Arbeit zu halten und sogar noch zu erhöhen. Fakt ist, dass man früher oder später auf Hilfe angewiesen ist und nicht mehr alles alleine machen kann. Ab einem größeren Volumen kann man natürlich auch (Teilzeit-) Mitarbeiter einstellen – diese muss man aber dann (gerade im SEO-Bereich) halten können.

Das alles ist natürlich meine eigene Meinung und ich würde gerne eure Meinung erfahren: Was kann man eurer Meinung nach outsourcen bzw. was lagert ihr aktiv aus?

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Kategorie: SEO

Tags:

Suchmaschinenoptimierung buchen

About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.

RSSComments (23)

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  1. Oliver sagt:

    Vielen Dank. Wie ich finde ein Klasse Artikel. Habe gleich einmal die automatische E-Mail Benachrichtigung genutzt und es war mir natürlich auch ein Tweet wert.

    Als Student habe ich auch nur begrenzt Zeit. Vor allem größere Projekte nehmen doch jede Menge Zeit in Anspruch. Ich überlege derzeit auch ein oder zwei Autoren für meine Blogs zu beschäftigen, da ich dort absolut nicht mehr hinterherkomme.

    Ich bin gespannt auf weitere Antworten…

    Gruß
    Olli

  2. Raffael sagt:

    Vielen Dank für die Linktipps, wie ich Blogtexter suche. Ich such schon seit ein paar Tagen und hab nichts bezahlbares gefunden. Die Tipps kamen echt genau zur rechten Zeit :)

  3. Rookie sagt:

    Klasse Artikel!
    Ich würde mich gerne als Praktikant anbieten ^^ ;)

  4. Julia sagt:

    Ja der Artikel ist sehr interessant. Schade nur, dass viele Design Templates kaufen und nicht individuell erstellen lassen. Das kostet nicht die Welt, jedenfalls ist das bei mir so und sollte es einem Wert sein, geht es doch um das Erscheinungsbild seines Produktes, Onlineshops etc. – Eine gute SEO Optimierung und gute Texte bringen nichts, wenn die Seite einfach furchtbar aussieht und Benutzerunfreundlich konzipiert wurde.

  5. Robbi sagt:

    Ich bin auch begeistert. Wirklich interessant geschrieben! Hab mich auch gerade auf den Seiten (Blogger etc.) umgesehen.. sehr interessant!

  6. fabian sagt:

    @rookie: kannst bei uns anfangen

  7. Francis sagt:

    Erst einmal Danke für den guten Artikel!
    Die Problematik kennen sicherlich viele die den Schritt von “klein” nach “etwas größer” wagen oder gewagt haben. Das Outsourcing ist sicherlich eine, manchmal auch günstige Alternative, bringt jedoch des öfteren mehr Deligationsaufwand mit sich als einem lieb ist. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Jahrespraktikanten gemacht, die werden von der Agentur gefördert, bringen im Idealfall schon Know-how mit, sind motiviert und dankbar etwas lernen zu können und können letztendlich Ihren Lebenslauf aufzupeppen. Bis man den/die richtigen gefunden hat kann zwar etwas Zeit vergehen, aber es lohnt sich.
    Unterm Strich kann ich Dir aber nur recht geben: Man muss sich um das kümmern was man am besten kann!

  8. Ideal wäre doch, einfach komplett alles outzusourcen (welch´schrecklicher denglischer Neologismus!) und nur noch die dicke Kohle einzustreichen. Spaß beiseite: wieder ein echt starker Artikel.

  9. Niklas sagt:

    Zunächst einmal auch von mir ein Dankeschön für die treffenden Artikel. Ich sehe das ähnlich, auch ich sitze im Moment an der Schwelle zwischen Geld verdienen und einer wirklich nachhaltigen Selbstständigkeit.

    Allerdings muss man als Schüler (wie ich) leider sehr viele Kompromisse in Hinblick auf das Outsourcing eingehen. Die finanziellen Mittel sind dabei nunmal zwangsläufig gering bemessen, weswegen letztendlich dann doch ein Großteil der Arbeit an einem selbst hängen bleibt. Da hilft dann nur sich Wissen & Erfahrung anzueignen.

  10. Robbie sagt:

    Hallo Julian,

    mit Deinem Bericht hast Du wirklich den Nerv getroffen! Liest sich sehr gut und vor allen Dingen ist er mal informativ. Ich verfolge Deinen Blog schon ne Weile und finde endlich mal einen Blog, bei dem man auch mal richtige Tipps mit auf den Weg bekommt ;-)

    Weiter so!

  11. Paul sagt:

    Linkbuilding kann man in gewissem Maße schon unproblematisch aussourcen denke ich, natürlich eher nicht für die besten Links, aber für etwas füllende Masse. Man muss dem Praktikanten ja nicht alles verraten ;)

  12. [...] habe ich bei Julian einen guten Beitrag über Zeitmanagement für Affiliates gefunden. Eine gute Idee und ein Ansatzpunkt ist das Outsourcing, finde ich. Also alles was nicht [...]

  13. [...] +++http://www.seokratie.de/08874/zeitmanagement-als-affiliate/ …trackback [...]

  14. Marcel sagt:

    danke für den artikel. das zeitmanagementproblem kenne ich leider zu genüge… hoffe mal dass sich das irgendwann legt, auch wenns finanziell rund läuft…

  15. Google User sagt:

    korrekt . Das ist ne gute Strategie für den Erfolg. Ich muss nichts selbermachen wenn ich günstig andere die besser sind oder erfahrener beauftragen kann.Für günstigen Contentaufbau .Das schwerste eigentlich kann ich eine Seite empfehlen mit Autoren http://www.textbroker.de

  16. max sagt:

    ein klein bischen greyhat SEO und ein Tröpfchen Verständniss für Text, DAO und Sumas und die Arbeit beschränkt sich auf ein Paar Stunden am Tag. Ohne jemand zu bezahlen.

    Und ich finde ein Affiliate sollte schon ein winziges Bischen von Code und Websitegestalltung haben um die Programme effektiv einbauen und Conversions erzeugen zu können.

    Warum kommt mir der Artikel irgendwie wie eine Parodie vor … ? :P

  17. Julian sagt:

    Hi Max,

    Ahnung sollte man davon haben wie eine Webseite konvertiert und was man mit Coden alles machen kann. Aber ernsthaft coden? Nee, zumindest ich kann das nicht.

  18. max sagt:

    Hi Julian,

    Du ich hab nicht ernsthaft coden gemeint, ich hab eben zuerst mit dem coden und designen angefangen und bin erst später zu SEO und Inhouse gekommen. Muss nicht für jeden gelten und andere haben ihr Spezialgebiet von Anfang an im SEO gehabt, da hat man kaum noch Zeit sich mit coden zu beschäftigen.

    Außerdem finde ich, man sollte es auch nicht übertreiben, in Zeiten von Millionen Free Templates :)
    Ich habe ein kleines Verständniss von Code und Design gemeint, um zumindest die Free Templates ein wenig umbauen und auf Conversions trimmen zu können. Gerade für Anfänger, die keine Designer ect. dafür beauftragen können, ist das schon wichtig, um eben an der Stelle Geld zu sparen.

    Wenn es um Affiliate geht, setze ich mich auch nicht hinsetzen und entwerfe ein Design, code es und mach mich dann erst ran was zu verdienen, obwohl das bei mir zwar recht schnell geht, aber wenn man sich da nicht so gut auskennt und alles nachgoogeln muss, denn geht das in die Zeit und Zeit ist Geld :) . Ich nehme mir meist auch Free Templates und bastel sie um, Ein neuer Header ein paar neue Elemente und schon haben wir eine fast individuelle Seite.

    Ich finde, es geht so um einiges schneller, als jemanden zu beauftragen oder alles selber zu machen.

    Erfolgreiche Woche noch :)
    Max

  19. Thomas sagt:

    SUPER informativer artikel!!! owe you big time!

    thomas

  20. [...] habe ich bei Julian einen guten Beitrag über Zeitmanagement für Affiliates gefunden. Eine gute Idee und ein Ansatzpunkt ist das Outsourcing, finde ich. Also alles was nicht [...]

  21. Bis auf die Buchhaltung (hasse ich ebenfalls) werde ich bei meinem neu anstehenden Affiliate Projekt alles selbst umsetzen, da die Kenntnisse vorhanden sind und keine zeitlichen Limits gesetzt sind ;) .

  22. [...] 4.) Baue Deine Buchhaltung aus Ok, das ist so ein Punkt, den ich nur mit Grauen empfehle: Die Abrechnungen, Vorauskalkulationen und Listenführung sind so Dinge zu denen ich nur schwer den Hintern hoch krieg. Lieber bestelle ich mehr Content und baue 5 neue Pages, bevor ich meine neu erhaltenen Rechnungen aus dem Mailpostfach abspeichere und in das Buchhaltungsprogramm eintrage. Ich habe nicht einmal ein solches Programm. Aber Zeit wird es, denn Stift und Papier oder Excel sind zwar genauso funktionabel, aber weniger effizient und machen deshalb absolut keinen Spaß. Kaufen wir uns also ein Programm für die bequeme Buchhaltung oder beauftragen wie Julian einen Buchhalter. [...]

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