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Sind reziproke Links schädlich?

Immer wieder taucht diese Frage in Blogs, Foren oder Xing-Gruppen auf. Wer darauf eine einfache Antwort haben möchte: Nein. Jetzt geht es aber noch um eine genaue Antwort: Wann sind reziproke Links schädlich und wie verlinkt man am besten reziprok?

Zunächst einmal kommt ein reziproker Link in 90 % der Fälle durch eine Linkpartnerschaft zustande. Im Idealfall verlinkt man den zukünftigen Partner bereits im Vorfeld und schreibt ihm erst danach eine E-Mail. Tentatives Verlinken (hier Original) geht natürlich auch, wem es eben gefällt. Ich persönlich verlinke einfach auf den gewünschten Partner und schreibe ihm dann eine Info-Mail. Wenn er zurücklinken will, dann macht ers – wenn nicht bleibt er trotzdem in meiner Linkliste drin (warum?).

Aber wird ein A-B-A Link bestraft? Nein.

Das kann man auch logisch begründen: Wenn meine Seite richtig schlecht ist, dann tauscht auch keiner mit mir Links – höchstens andere schlechte Seiten. Niemand geht eine Linkpartnerschaft mit porno-virus-kredit-versicherungen.ru ein. Der “normale Webmaster” verlinkt nur auf meine Seite, wenn sie

  1. Einigermaßen ehrlich ist. Das hängt nicht vom Design ab, sondern von der Seriösität. Eine “1000 Euro ohne Arbeit in 2,5 Minuten”-Seite wird bestimmt nicht einfach an Linkpartner kommen. Eine “das-ist-meine-kleine-private-Homepage”-Seite kommt dagegen besser an Links als eine professionell und kommerziell gemachte Webseite.
  2. Themenrelevant ist. Niemand verlinkt gerne reziprok auf eine Kreditseite, wenn er eine Domain über Haustiere hat.

Kurzum: Der gesunde Menschenverstand vieler Webmaster regelt die reziproke Verlinkung von selbst. Google braucht da nicht viel machen.

Wann sind reziproke Links gefährlich?

  1. Wenn man 100 .wordpress Subdomains untereinander verlinkt
  2. Wenn eine Seite nur reziproke Links hat
  3. Wenn eine Seite auf jeder Unterseite 20 reziproke Links im Footer hat

Solange man es also nicht übertreibt, ist alles in Ordnung. Zu den 20 reizproken Links auf jeder Unterseite sollte man noch sagen, dass es trotzdem einige Seiten gibt, die das recht erfolgreich praktizieren.

Erfolgsquote

Eimmal kurz aus dem Nähkästchen geplaudert ungefähre Erfolgszahlen:

  • “Verlinkst du mich bitte, ohne das ich auf dich linke”: höchstens 5-10 % Erfolgsquote
  • “Machen wir Linktausch?” höchstens 20 %
  • “Ich habe auf dich gelinkt: Wenn du willst, dann baue bitte auch meinen Link ein” bis zu 70 %

Große Seiten und Alpha-Blogger

Große Firmenseiten und Alpha-Blogger kann man in der Regel bei Verlinkungen auslassen. Man bekommt meistens nicht einmal eine Antwort. Je kleiner die Webseite ist, desto positiver meist die Antwort.  Man sollte immer realistisch bleiben und nicht das Unmögliche versuchen. Dann klappt es auch mit dem Linktausch. :-)

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Kategorie: Linkaufbau

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About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.

RSSComments (11)

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  1. holger sagt:

    Wie jetzt?

    “Machen wir Linktausch?” höchstens 20 %

    Echt so wenig? Da hatte ich eher mit 80% gerechnet. Mit dem ganzen reziproke oder nicht sehe ich schon lange weniger spektakulär als so manche leicht zur Panik neigende “Experten”. Denke auch, solange alles im Rahmen bleibt hat nicht mal Google was zu meckern.

  2. Danny sagt:

    Was “Machen wir Linktausch?” angeht, da hätte ich auch etwas mehr erwartet.
    Ich zu meinem Teil mache das eigentlich immer so in meinem Forum. Ich schreibe Webmaster von anderen GFX-Communitys an, frage, ob sie Lust auf einen Link-/Bannertausch haben, und meistens erfolgt dies dann positiv. In rund 90% der Fälle bekomme ich eine positive Antwort. Naja und erst wenn der andere Webmaster eingewilligt hat, werde ich seinen Banner/Link auch bei mir setzen. Ich schreibe es natürlich in der Mail dabei, dass ich dann sofort den Gegenlink setze.

    Grüße,
    Danny

  3. Julian sagt:

    Also bei deinem Forum ist es ja klar dass viele auf Linktausch anspringen. :-)
    Vielleicht habe ich auch nicht richtig gefragt???

  4. Danny sagt:

    :P
    “Vielleicht habe ich auch nicht richtig gefragt???” <– meinst du, wie du die Webmaster fragst?
    Bei mir sieht die Mail meistens so aus, dass ich mich in 1-2 Sätzen kurz vorstelle, danach mein Projekt vorstelle (2-3 Sätze) und danach mein Anliegen erkläre (1-2 Sätze).
    Insgesamt kommt man dabei auf gut 4-7 Sätze, jenachdem in welcher Schreiblaune ich gerade bin :D

    Vielleicht ist es ja auch einfach nur unterschiedlich zwischen “normalen” Webseiten, Blogs und Foren.
    Bei mir jedenfalls ist die Erfolgsquote wiegesagt sehr hoch.

    Grüße,
    Danny

  5. Markus sagt:

    Das man sich an den üblichen Kriterien orientiert ist wohl das wichtigste, sprich Themenbezogen, saubere Seiten (keine bad neighbourhood)……. Aber wie sieht es eigentlich aus wenn ich z.B. auf meiner Unternehmensseite meine Reverenzen abbilde und als reziproke Links anlege, diese sind ja nicht unbedingt Themenbezogen. Wie sollte man mit diesen Links umgehen?

    Gruß Markus

  6. Julian sagt:

    @ Danny: meine E-Mails sind meist viel kürzer gewesen. :-)
    @ Markus: Es sind doch deine Referenzen – dann ist das doch auch themenbezogen?

  7. Danny sagt:

    Julian, warscheinlich sahen deine Emails etwa so aus:
    “Bekomm ich n Link? Kriegst auch einen zurück!”.
    Oder? :D

  8. Julian sagt:

    Naja, ein bisschen mehr war’s schon. ;-)

  9. Markus sagt:

    Hast recht, das war jetzt ein Beispiel das man, wenn man sich mit Thematiken auseinandersetzt und viel darüber ließt, wichtige Elemente verinnerlicht aber einem nicht wirklich bewusst ist was es eigentlich bedeutet, in dem Fall Themenbezogen.

    Ich habe die ganze Zeit „Themenbezogen“ im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt der Website gesehen.

    Beispiel: Schreinerei > link auf Schreinereizubehör

    Das die Schreinerei aber einen Artikel mit dem Thema „Werkstoff Metall“ haben kann und auf eine Web-Site einer Schlosserei linken kann und einen erhält war mir so nicht bewusst.

    Danke für den Gedankenanstoß, hoff ich hab es jetzt richtig verstanden 

    Wäre vielleicht mal ein Interessantes Thema.

    Gruß Markus

  10. Dirk sagt:

    SEOs und ihre Gerüchte. Ich finde diese Panik vor (reziproken) Linktausch auch für recht überzogen. Das ist eine natürliche Quelle für Links, warum sollte so etwas dann “abgestraft” werden. Generell finde ich das Wort “abgestraft” meistens falsch platziert, Links werden höchstens nicht gewertet, aber dass sie schaden würden, halte ich für Unsinn.
    Stattdessen versuchen einige Google mit seltsamen Um-die-Ecke-Verlinkungsstrategien auszutricksen. Wenn ich Google wäre, würde ich das erst recht auffällig finden und versuchen so etwas zu erkennen (über Whois-Abfragen sollte sich in vielen Fällen ja feststellen lassen, dass bei einer Dreiecks-Verlinkung zwei Domains denselben Inhaber haben).
    Letztlich muss man einfach eine gute Mischung von Linkquellen finden und Linktausch ist eine davon. Solange man nicht mit Casino- und Porno-Seiten tauscht und alles im Rahmen bleibt, sollte das kein Problem darstellen.

  11. Rainer sagt:

    ““Machen wir Linktausch?” höchstens 20 %”

    Ich glaub das schon das stimmt. Ich beantworte solche Mails auch selten.

    Reziproken Linktausch halte ich nicht für so gefährlich wie die meisten anderen Webmaster. Es muss halt das gleiche Thema sein, dann macht es doch Sinn das man einen Linktausch macht. Aber manche haben in einer Klingelton Seite Links zu Kredite, Versicherungen, und was weiss ich noch für themenfremdes Zeugs. Zu so einer Seite, die ziemlich viel themenfremd verlinkt, würde ich nicht mal hinlinken.

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