Eingehende und ausgehende Links
11. Okt 2008
Ich gehe jetzt einmal nicht darauf ein, dass Google einerseits die Guidelines geändert hat: Ihr braucht keine Links mehr zu sammeln und andererseits in der WebmasterCentral (Googles Blog) die Linkwoche läuft und Google einiges zum Thema eingehende und ausgehende Links sagt…. das ist ein wenig paradox. Aber die Linkwoche ist wirklich sehr interessant, vor allem in Hinblick auf ausgehende Links.
Was jeder weiß
Viele Dinge in diesen Blogposts sind SEO-Grundwissen und brauchen nicht weiter erläutert zu werden. Ich gehe daher nur auf die Dinge ein, die immer wieder ignoriert und falsch gemacht werden. Niemand kann alle SEO-Methoden anwenden, aber es gibt doch welche die oft benutzt werden und andere, die von fast allen SEOs ignoriert werden (inklusive mir).
Die “Perlen” in den Blogposts
Der Blogpost Ausgehende Links: Einfach dem gesunden Menschenverstand folgen ist wohl der Interessanteste. Besonders dieser Teil
Sinnvolle ausgehende Links können eure Glaubwürdigkeit erhöhen
Sie zeigen, dass ihr Recherche betrieben habt und Fachwissen auf dem Gebiet besitzt
wird oft vollkommen ignoriert. Eine Webseite zum Thema Urlaub linkt auf Versicherungsseiten, Hardware-Seiten, Kreditseiten, Handwerksseiten und sonstigen Müll, weil es eben die “Linktauschpartner” sind. Natürlich wird von der Urlaubsseite auf keine einzige andere Urlaubsseite verlinkt – die steigen ja sonst noch im Ranking. Immer wieder hört man dann Leute jammern:
Die Seite XYZ steht in den SERPs vor mir obwohl sie überhaupt keine Backlinks hat
Dann geht man auf die Seite und sieht oft einen kleinen Nischen-Webkatalog angehängt oder gar ein selbst angelegtes Verzeichnis aller relevanten Seiten im Netz zu diesem Thema. Bei so etwas weiß ich sofort, warum eine Seite gut rankt. Meine Blogroll ist zwar auch für Besucher gemacht, aber ich weiß dass sie einen Großteil meines (sowieso nicht so dollen) Rankings ausmacht!
Follow / Nofollow
Schlechte Praxis: Nicht überwachte (besonders von Usern generierte) Links und bezahlte ausgehende Werbelinks, die nicht als solche gekennzeichnet sind, können die Glaubwürdigkeit eurer Site vermindern
“DOFOLLOW” oder FOLLOW Blogkommentare
Bisher war ich ganz froh, dass dieses Thema bei mir im Blog nicht angesprochen wurde, obwohl bei mir alle Kommentare (nicht Trackbacks!) nofollow sind. Nennt mich ruhig Geizhals, Du gibst deinen Kommentatoren ja überhaupt nichts zurück oder Schlimmeres. Ich weiß, dass fast alle SEO-Blogs ihre Kommentare auf Follow umgestellt haben, weil jeder Kommentator einen Link haben will. Warum mache ich das nicht auch?
Wer ein bisschen überlegt, der sollte feststellen dass es für mich und für andere auch (!) besser ist, wenn in einem Blogpost Links auf Sistrix, Seonauten, SEOfm, Abakus & Co. verweisen und nicht noch zusätzlich 20 Follow-Links in den Kommentaren auf so schöne Seiten wie Günstig-Versicherung-Holland-Urlaub-Gratis-Handy.info. Erstens ist es für meine eigene Seite schlecht. Zweitens ist es auch für die Seiten von Nachteil, die ich freiwillig und aus eigenem Antrieb verlinke. Wenn ich jemanden verlinke, will ich auch dass er Trust abbekommt. Das passiert nicht, wenn noch 20 andere ausgehende Links in diesem Post sind.
Jeder, der mir einen Link zu einer relevanten guten Seite mitteilen möchte, darf das gerne tun! Ich kann ebenfalls nur jedem anderen raten, ehrlich Webmaster anzuschreiben ob sie nicht über diese oder jene Seite bloggen möchten. Die meisten machen es sogar ganz ohne Gegenleistung.
Ein redaktioneller Blogpost, der nicht gekauft wurde und bei dem die Seite im Content verlinkt wurde oder ein dämlicher Kommentarspam von Holger Kreditvergleich oder Bernd Sonnensegel: Was ist wohl besser? Denkt einfach mal darüber nach!
Jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben und das eigentliche Thema noch nicht ganz abgearbeitet. Aber in Sachen “Follow Kommentare” musste ich einfach mal Dampf ablassen.
Und jetzt: Hängt mich, steinigt mich, kreuzigt mich – aber das letzte Wort in Sachen Blogkommentaren hat immer noch Google!
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Kategorie: Linkaufbau
About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.
Comments (8)
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Also ich sehe keinen Linkgeitz in nofollow-Kommentarlinks. Wenn ich kommentiere, will ich etwas sagen. Fertig! Dafür benötige ich keine Gegenleistung.
Und wenn ich mich auf andere in meinen Postings beziehe, werde Sie angelinkt. Ebenfalls fertig!
Linkgeiz ist für mich, wenn ich in meinem Posting jeden guten Verweis aus nofollow setze. Das ist wirklich unfreundlich und unangemessen.
Und ich blogge aus Spaß, will also nicht ständig Kommentarspammer löschen müssen. Dafür fehlt mir die Zeit.
Servus,
bst du gar nicht auf dem Barcamp in MUC?
….
… ich weiss schon Offtopic
Gruß Xandi
Linkgeiz und Fremdlink-Kontrolle sind zwei paar Stiefel. Blogkommentare auf nofollow zu setzen kann vor ein wenig Spam schützen. Wenn man auf der gleichen Seite Linkjuice vererben möchte, zum Beispiel an im Beitrag gesetzte Links oder an Werbepartner, dann sollte man alle anderen Vererbungen abschnüren.
Manche Blogger setzen aber inzwischen absichtlich sämtliche Links auf dofollow, weil sie den “deutschen Linkgeiz” verurteilen. Ich denke, dass dies eine Form ist, sich zu profilieren. In privaten blogs auch sicher nichts Verwerfliches.
Ein blog einer Firmenseite sollte meiner persönlichen Meinung nach allerdings mit nofollow arbeiten. Auch in den Artikeln selbst, wenn auf eine Seite verlinkt wird, die zum Beispiel als Negativbeispiel oder aus rein unterhaltenden Gründen verlinkt wird.
Grüße aus Bayern
[...] Seokratie konnte der Artikelserie doch etwas Interessantes abgewinnen. « Das Grauen hat [...]
NoFollow und DoFollow sind schon immer “Streitthemen”. Interessanterweise haben die wirklichen Kracher-SEO´s, also die die wirklich was zu sagen haben, DoFollow. Ich denke da zum Beispiel an BluehatSeo usw..
Ich habe DoFollow in meinen Kommentaren aus Gründen der Fairness. Denn Kommentare beziehen sich auf das Thema und erhöhen somit die eigene Keyword-Dichte.So hat meine Seite und der Kommentator was davon. Und mal ehrlich, welche Seite (Artikel) hat schon wirklich PR. Das sind wohl die wenigsten. Also gebe ich gern DoFollow. Natürlich wird das Ganze moderiert wenn es nur so LaLa-Kommentare wie “Toll” oder “Super Seite” sind…
Servus .. über das Thema Follow/Nofollow könnte man ja ewig diskutieren, um das Thema nochmal anzusprechen gibts dazu auch ein “kleines” Gewinnspiel in meinem Blog.
Das Thema wird sicher noch ewig diskutiert werden, wirklich effektive Tests dazu werden aber (bis auf PR-Sculpting etc) nicht gefahren.
Die Begründung, warum nofollow in Kommentaren, kann ich so nicht direkt nachvollziehen.. automatischer Spam wird doch sowieso gelöscht (spam-plugins), und die paar “bernd-sonnensegel” experten landen doch auch sehr schnell im selben Filter
Hallo Xandi,
Ich bin krank, daher bin ich nicht auf dem Barcamp.
Hi Julian, vergiss den NoFollow Quatsch. In unserer Szene (und Blogs) treiben sich eh nur die SEO / SEM Leute rum, die paar Spammer die da kommen haben eh schlechte Karten. Ich meine wer kennt sich besser mit Spam aus als wir?
Ein, zwei Plugins und Ruhe ist. Da muss ich Jens widersprechen: wer mein Zeug liest und auch Comments schreibt gehört dafür auch belohnt, ganz einfach.
Gute Besserung!