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Die größten SEO-Fehler von Online Shops

Die meisten Online Shops sind keine riesigen Unternehmen sondern oft One Man-Shows, die fast alles alleine machen müssen – vor allem SEO. Heute will ich einmal auf die größten Fehler eingehen, die man immer mal wieder findet.

Onpage

  • Ein schlechtes Design: Der Shop sieht aus wie aus dem Jahr 1996 und der Besucher weiß nicht, ob der Shop überhaupt noch liefert oder längst pleite gegangen ist. Dementsprechend verlinkt auch niemand den Shop, wenn er nicht aktuell und lebendig aussieht. Das Design ist unglaublich wichtig – nicht nur in Hinblick auf Conversionrate, sondern auch bei freiwilligen Links von aussen.
  • Unübersichtliche Kategorien: Nicht nur der Besucher findet es anstrengend, wenn die Artikel nicht ordentlich sortiert sind – auch der Googlebot mag gut strukturierte Online Shops lieber. Eine gute Menüstruktur mit aussagekräftigen Links ist sehr wichtig.
  • Falscher <Title>: Viele Shopsysteme generieren den Title standardmäßig so: <Title> Shopname – Kategoriename – Produktname </Title>. Viel besser ist <Title> Produktname – Kategoriename – Shopname </Title>, weil die Wörter, die weiter vorne im Title stehen wichtiger sind.
  • Keine oder ungenaue Produktbeschreibungen: Macht nicht nur für Besucher den Eindruck, dass der Shopbetreiber zu faul war, sein Produkt ein wenig zu beschreiben. Auch der Googlebot kann mit wenig Text wenig anfangen.
  • Keine Banner zum Verlinken: “Verlinkt uns mit diesen Bannern”. Ich kenne so einige alte Online-Shops, die sich deswegen ihren SEO sparen können. Gerade, wer gute Produkte oder eine kleine Fangemeinde hat, sollte Banner und Textlinks für seine Besucher bereitstellen.
  • Kein Blog, keine Hintergrundinfos: Wer seid ihr? Steckt hinter diesem Online Shop  ein Mensch? Die Leute lieben gute Geschichten und können sich besser mit dem Shop identifizieren, wenn sie wissen wer das Ganze betreibt. Ein Blog ist dafür super geeignet. Aber auch ein Foto des Shopbetreibers oder des gesamten Teams kann viel bewirken. Hier das beste Beispiel, das ich kenne.
  • Session-IDs & kryptische URLs: Da braucht man 2009 einfach nicht mehr viel dazu sagen – ein No-Go!
  • Kein Conversion-Tracking: Oh Gott! Baut Conversion-Tracking ein! Erst recht wenn ihr Adwords benutzt!!! Man muss wissen welche Besucher kaufen und welche nicht!
  • Schlechte Usability: Wenn ich mich nicht im Shop zurecht finde, dann kann ich ihn auch nicht per Link empfehlen.

Offpage

  • Isolation: Keinen Kontakt zu Portalen, Newsseiten, Blogs & Authorities im gleichen Themenumfeld zu haben, ist ein großer Nachteil. Wer einen Online Shop hat sollte unbedingt die bekannten Seiten in seinem Themenumfeld kontaktieren. Am einfachsten geht das mit Produktproben. ;-)
  • Keine Bekanntmachung des Shops: Schnöder Linktausch wird gemacht aber wenn man ein neues tolles Produkt hat, stellt man es nirgends vor. SEO ohne generelles Marketing ist sehr schwer! SEO ist nur EIN Teil des Marketings und nicht alles!
  • Linktausch mit Hinz&Kunz: Wer in Massen reziproke Links tauscht, der wird nie auf einen grünen Zweig kommen.
  • Keine Nebenprojekte: Allgemeine Info-Seiten zum Thema können sehr förderlich sein. Sie werden oft verlinkt – wenn sie dann auf den eigenen Shop linken, ist das eine tolle Sache.
  • Webkatalogeinträge, Artikelverzeichnisse & Social Bookmarks: Im Jahr 2009 sind das Maßnahmen, die mehr schaden als nützen. Einzige Ausnahme: Fachspezifische Branchenverzeichnisse – die gibt es aber kaum noch.
  • Nur ein Keyword im Auge: Optimiert nicht nur auf “Schuhe”, sondern auch auf “Sandalen”, “Stiefeletten”, “Hausschuhe”, “Lederstiefel” und eure ganzen Longtail-Keywords. Das ist einfacher und bringt in der Summe unter Umständen mehr Besucher.

Generell

Sollte man als Shopbetreiber weg vom 08-15 Shop und einen kreativen, liebevoll eingerichteten Shop machen. Dann bekommt man auch freiwillig viele Links. Toller Service spricht sich übrigens genauso schnell herum. Das, was man beim Shop richtig gut macht, kann man sich dann beim SEO-Budget sparen. Erst neulich habe ich einen Shop entdeckt, der einfach so toll gemacht war, dass er ohne SEO-Kenntnisse innerhalb weniger Monate für fast alle seine Keywords in den Top10 stand.

Wer einen tollen Shop hat, braucht keine große Promotion – die “Mundpropaganda” im Netz funktioniert nun einmal größtenteils über Links.

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Kategorie: SEO

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About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.

RSSComments (21)

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  1. sairung sagt:

    und wieder danke für deine guten Infos. Habe mir gleich den Tipp mit dem “wer sind wir” hinter die Ohren geschrieben und werde das in den nächsten Tagen in unserem Shop u.a. mit Foto umsetzten.

    LG
    Sai.

  2. [...] Suchmaschinenergebnissen oben steht. Im Seokratie Shop habe ich eine schönen Artikel zum Thema Die größten SEO-Fehler von Online Shops gefunden der, wie der Title schon sagt, die häufigsten Fehlern in Online Shops erläutert [...]

  3. [...] Die größten SEO-Fehler von Online Shops Die meisten Online Shops sind keine riesigen Unternehmen sondern oft One Man-Shows, die fast alles alleine machen müssen – vor allem SEO. Heute will ich einmal auf die größten Fehler eingehen, die man immer mal wieder findet. [...]

  4. Super Beitrag!

    (das ist jetzt kein Link-abgreif-Kommentar gewesen, nur fällt mir dazu nicht mehr ein, was ich sonst noch sagen könnte) ;-)

    Absolut gute Übersicht – da könnte man fast ein Cheat-Sheet draus basteln!

    Schöne Grüße,
    Sascha

  5. Paul sagt:

    Doch leider sind net alle Punkte immer so einfach, dennoch gute Zusammenstellung. ^^

  6. [...] denn es gibt noch viel mehr Schwachstellen im Online-Shopping. Auf einige recht seo-spezifische weist dieser Artikel hin. Reinlesen lohnt [...]

  7. Benjamin sagt:

    Noch größer ist der Fehler, wenn man darauf wartet, dass man wirklich irgendwann freiwillig verlinkt wird.

    Machen wir uns nichts vor. Wer verlinkt schon auf einen Shop, der keine außergewöhnliche Produkte führt. Höchstens mal evtl. ein paar Links aus Foren, aber effektiv beläuft sich das gegen 0.

    Grüße

  8. nixsti sagt:

    Hallo, danke für den Beitrag! Hab eine Frage:

    warum Social Bookmarks im Jahr 2009 mehr schaden als nützen?

  9. TechDivision sagt:

    Ich hasse den Satz inzwischen zwar – aber trotzdem und ehrlich gemeint: Vielen Dank für den interessanten Artikel.

    Gerade in der letzten Zeit steigt die Nachfrage nach Online-Shops merklich an. Leider glauben viele Shopbetreiber bzw. angehende Shopbetreiber, dass eine Standard-Shoplösung reicht um ganz schnell ganz reich zu werden.

    Deine Aufstellung enthält in meine Augen alle wesentlichen Aspekte die hier bedacht werden sollen, um den Shop zum Erfolg zu führen. Gerade das Beispiel der Team-Seite von Thinkgeek finde ich recht interessant und als Impulsgeber perfekt! Ich hoffe nur, dass nicht jeder Shopbetreiber dann diese Seite nachbaut…. :-(

  10. [...] Das Seokratie Blog zeigt sehr anschaulich die größten SEO Fehler von Online Shops. [...]

  11. baff germany sagt:

    Viele machen auch den Fehler nach einer gewissen Zeit einfach nachzugeben. Shop da, Produkte sind online, fertig. So läuft der Hase nicht ;) .

    Danach kommt die wirkliche Arbeit.
    -Usability: Navigation, Übersicht, 3-Phasen-Klick…
    -Startseite: Viele vergessen das die Startseite der Zündschüssel für den erfolgreichen Kaufprozess ist
    -SEO: hier schon Einsteigerfreundlich beschrieben
    -Marketing Aktionen wie Gutscheine, Rabatte, Umfragen…

    Die Liste könnte man beliebig fortsetzen :D
    Wichtig ist dabei die Disziplin nicht verloren geht.

    Noch wichtiger ist aber dennoch individuell zu sein, sich von den anderen abheben, keine 0815 Projekt. So macht man sich auch Freunde oder nicht ;)

    Ein wichtiger Rat noch für Anfänger: Geduld!

  12. Skylaternen sagt:

    Wo du recht hast hast du recht! lg aus hamburg wünscht himmelslichter.com

  13. Leonid Lezner sagt:

    Was hat denn schlechtes/gutes Design mit SEO zu tun? Wer empfiehlt schon einen Shop wegen des guten Aussehens (Webdesigner ausgenommen)?

    SEO-Urls sind nur aus der Sicht gut, dass man Sie als Mensch lesen kann und sie in den Suchergebnissen hervorgehoben werden. Andererseits ist für Google wichtig, dass der Pfad zu der Seite möglichst kurz ist (shop.de/bananen.html).

  14. Thorsten sagt:

    Hallo,

    die Hinweise finde ich gut und sehr bedenkenswert, habe mir auch gleich etwas vorgenommen…

    Etwas unklar ist mir allerdings der Punkt mit den Webkatalogen: Einträge sind mit Sicherheit nicht mehr so nützlich wie noch vor einigen Jahren. Allerdings ist mir nicht klar, warum diese Einträge nun schädlich sein sollten. Über einen Hinweis würde ich mich freuen.

    Oder meinten Sie, dass die Zeit hier einfach nicht sinnvoll angelegt wäre und eine Beschäftigung mit Webkatalogen daher unter dem Gesichtspunkt der Priorisierung der einzusetzenden Zeit schädlich wäre?

  15. Naturawalk sagt:

    Hallo,
    habe den Artikel mit viel Interesse gelesen. Die Umsetzung der Tipps ist, wie schon von anderen kommentiert, für ein kleines Team oft schwierig. Ich würde mich über Feedback zu den aufgeworfenen Fragen freuen.
    - Warum genau sind Webkataloge schädlich? Sollte man einen Eintrag der ausläuft nun nicht mehr verlängern? Oder nur davon absehen weiter in neue Kataloge einzutragen?

    - leider funktioniert der Link zum thinkgeek Blog Beispiel nicht. Da wir unseren Blog bald online bringen, würde ich mich über weitere Links zu gelungenen Online Shop Blogs freuen.

    - Auch unsere URLs im Shop sind lang, bestehen nich nur aus Keywords und enthalten Sonderzeichen. z.B. …bademaentel,rid,2,g.html lohnt sich der Aufwand dies zu ändern? Und wie genau geht man vor?

    - Hat jemand Erfahrung mit Produktvideos als Ergänzung zu Fotos? Ist es SEO-technisch vorteilhaft die Videos selbst zu hosten oder sollte man YouTube nutzen?

    Herzlichen Dank für hilfreiche Antworten!

  16. timon sagt:

    Hallo ich wüsste auch gerne mal warum gerade social bookmarks so schlecht sein sollen? Automatisiert gespammt ja okay, aber qualitativ gut eingesetzt nach wie vor sehr nützlich!…

  17. [...] der Kampf um Besucher ist hart, desshalb rate ich jedem Shop-Betreiber diesen sehr interessanten Artikel über die größten SEO-Fehler von Onlineshops zu lesen. [...]

  18. [...] über die größten SEO-Fehler von Online Shops – Wobei die meisten Fehler auch den Kunden verwirrend dürften. Und sie sind wirklich sehr weit [...]

  19. Hi there :-)

    ich verlängere unsere Webkatalog Einträgevon vor einem Jahr auch nicht mehr. Was nach einem Jahr automatisch abgelaufen ist, fliegt raus. Alle Webkataloge ( die meisten ) haben eh nur einen PR von 0-2 und die passende Kategorie für uns gibt es so gut wie nie, also sinnlose Links in meinen Augen…

    Liebe Grüße

    Arvid

  20. Andy sagt:

    Hallo,

    ein sehr interessanter Artikel.
    Ich glaube dass in bestimmten Produktbereichen für die Kunden eine gewisse Sicherheit der Bezahlung vorhanden sein muss.
    Wir haben ca. 50 % 40+ Käufer und diese können leider bei “kleineren” Shops die Seriösität nicht erkennen. Wer zahlt schon gern per Vorkasse wenn ich mein gegenüber nicht kenne ?!
    Ich glaube dass es daher auch sehr wichtig ist eine Sicherheit für den vermeindlichen Kunden auszustrahlen. Ob dies besser mit bekannten Shoplogos oder mit Fotos, Namen und Telefonnummer des Verkäufers funktioniert sei dahingestellt.
    Auch die These der Mundpropaganda kann ich nur bestätigen. Wenn kunden- und serviceorientiert arbeitet gewinnt schnell neue Kunden nur durch Blogs und Foren.

    Liebe Grüße,

    Andy

  21. Christoph sagt:

    Was ist eigentlich der beste Umgang mit Produkten, die im Shop nicht mehr angeboten werden?

    Aus Usability-Gesichtspunkten müsste die URL ja eigentlich auf eine Seite umleiten, die sagt: “Dieses Produkt gibt es nicht mehr im Shop und hier findest Du entweder das Nachfolgeprodukt oder andere Produkte der gleichen Kategorie oder was auch immer Dich interessieren könnte”.

    Aber wenn ich das per 301 mache bekommt diese Infoseite den gesamten Linkjuice, den ich vielleicht lieber auf eine andere Seite z.B. die Shopstartseite legen würde.

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