Das sollte ein Shopbetreiber Blog haben
13. Jul 2010
“Wir brauchen einen Blog” heisst es oft bei Shopbetreibern oder Firmen, die bereits SEO machen. Oftmals fehlen hierbei allerdings die genauen Ziele. So mancher Shopbetreiber erstellt seinen Blog bloß, um einen zu haben “weil man das heutzutage so macht”. Es gibt gute und schlechte Blogs – ich versuche mal ein paar Tipps zu geben, wie man den Blog auch für SEO effektiv nutzen kann.
1. Ziele definieren
Der Blog braucht klare Ziele und muss eine Funktion haben, sonst ist er von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ziele können sein:
- Kunden gewinnen: Ziemlich offensichtlich, aber eben auch wohl der wichtigste Grund
- Mit (Stamm-)Kunden kommunizieren: Die besten Kritiker sind die eigenen Kunden. Warum nicht einfach mal nachfragen, wie den Leuten das neue Produkt X gefällt?
- PR: Ein Ziel kann es auch sein, Verteiler (Presseleute) auf die Webseite aufmerksam zu machen. Die bringen Links, idealerweise von großen Online Medien
- Kompetenz zeigen: Wer einen guten Blog hat, hat oft auch einen guten Shop oder eine gute Dienstleistung
- Vernetzung: Sinn eines Blogs kann es auch sein, sich mit anderen (evtl. sogar der Konkurrenz) zu vernetzen und einen Dialog in der Branche zu schaffen.
- Emotionen wecken: Wenn Kunden sehen, dass hinter dem Shop Menschen stecken – dann kaufen sie eher ein. Eine bewiesene Tatsache.
2. SEO Nutzen herausziehen
Kunden gewinnen = Traffic gewinnen
Aus einigen dieser Punkte kann man auch einen Nutzen für SEO ziehen. Die simpelste Methode ist: Schreibt einen Blogpost über verwandte Suchbegriffe. Habt ihr einen Shop für Sonnenbrillen, dann schreibt über Hitze, Sonne, “normale” Brillen und alles, was um den Begriff Sonnenbrillen herum steht. Besonders interessant ist es natürlich, seiner Zielgruppe noch gute Infos zu bieten, zum Beispiel über Augenschäden durch schlechte Sonnenbrillen. Helfen kann das Google Keyword Tool oder semantische Suchmaschinen, wie z.b. http://wortschatz.uni-leipzig.de/ .
PR = Links
Es ist nicht einfach, aber durchaus möglich eine Lawine von PR auf den eigenen Shop zu lotsen. Sehr gut läuft das mit exklusiven Gewinnspielen, die eine virale Verbreitungsmethode haben. Hier reicht heute kein “einfaches” Gewinnspiel mehr. Die Idee dahinter ist es meist, die für eine hohe Verbreitung sorgt, weniger der Geldwert der Gewinne. Lasst die Leute verrückte Sachen machen um teilzunehmen – dann wird das auch sehr oft weitererzählt. Oft ist das eine Kettenreaktion: Berichtet z.B: der Spiegel Online über eine Seite, folgen bald darauf sehr viele andere Medien.
Etwas schwieriger ist es, durch einen bloßen Blogartikel Erwähnung zu finden. Aber auch das funktioniert manchmal, wobei Fachportale eher Abstand von Shop-Blogs nehmen und lieber reine Nachrichtenseiten referenzieren.
Vernetzung = Verlinkung
Man hat einen Sonnenbrillen Shop, macht jetzt einen Sonnenbrillen-Blog dazu und verlinkt dort andere Sonnenbrillen-Blogs. Hier gibt es natürlich immer noch Widerstände, weil man nicht auf die Konkurrenz (Affiliates sind ja auch oft Konkurrenten) verlinken will. Muss man auch gar nicht, denn man kann ja nach verwandten Blogs suchen: Kontaktlinsenblogs, Urlaubsblogs etc.. Die klassische reziproke Verlinkung mag Google zwar nicht, aber sie schadet nur, wenn man ausschließlich so verlinkt (und selbst dann nur im Extremfall).
Natürlich kann und sollte man auch über andere Blogs schreiben und diese mit Trackbacks auf den eigenen Blog aufmerksam machen. Hier reicht aber kein simpler Trackback mehr, sondern man sollte sich schon zu einem Thema des anderen Blogs richtig äußern und Stellung beziehen – unter Umständen auch gegen die Position des Anderen. Hier muss man natürlich aufpassen, damit man nicht negative PR auf sich zieht.
Die Grundregel lautet: Berichtest du über andere, so berichten die anderen auch über dich.

Emotionen wecken
Hat man einen wirklich guten Blog, so wird man auch freiwillig verlinkt. Andere Webmaster promoten teilweise freiwillig die Aktionen des Shopblogs – das ist unbezahlbar. Diese “Community-Leute” sind eher keine potenziellen Kunden, können sie aber heranschaffen.
Was man nicht tun sollte
Sinnlos ist es, wenn der Blog “im eigenen Brei schwimmt”. Das ist der Fall, wenn man ausschliesslich über seine tollen neuen Produkte und seinen eigenen Shop berichtet. Gähn! Das will kaum jemand lesen. Es ist natürlich nicht verboten über seinen Shop zu schreiben, aber man sollte schon in erster Linie an den User denken und nicht an Verkäufe. Auch ein “reiner” SEO-Blog ist nicht zu empfehlen: Man sollte nicht nur an den Traffic von Suchmaschinen denken, sondern auch an die potenziellen Kunden, die sich über den Shop noch zusätzlich informieren wollen.
Blogpost Beispiele
Im Folgenden ein paar Ideen für gute Blogposts:
- Teamvorstellung: Unser neuer Praktikant Heinz im Interview
- Das passiert mit deinem Produkt nach der Bestellung (Herstellung, Lager, Versand – alles mit Fotos, idealerweise mit einem Video)
- Statistiken über den Markt (Verkaufszahlen, Trends, Wer kauft ein, etc.)
- Unsere neue Kollektion / Unser neues Produkt (inkl. Gewinnspiel)
- Wir wollen eure Meinung hören (zum Produkt, zur Seite) inklusive Gewinnspiel
- Unser Produkt in Aktion: Sendet uns eure Bilder zu (und gewinnt etwas)
- Büroumzug & Firmenfeier mit vielen Bildern
- Gründungsgeschichte und Gründungsidee: Warum man tut, was man tut
Blog Beispiele
Natürlich dürfen auch einige gute Blogs dabei nicht fehlen:
- http://blog.spreadshirt.net/de/
- http://www.thinkgeek.com/blog/
- http://www.frostablog.de/
- http://misterspex.de/blog/
- http://www.smava-blog.de/
Oh und nicht vergessen: Übermorgen ist SEO-Stammtisch! http://www.seo-nomaden.de/154-stammtisch-munchen-15072010.html
Bild: Icanhascheezburger.com
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Kategorie: SEO
About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.
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Bei den Blogposting-Ideen fehlen u.a.:
- Top10-Listen: Unsere Top 10 Produkte aus der Kategorie…
- Komplementär-Produkte: Unsere Produkte passen zu (Ideal auch für Gastartikel, Linktausch)
- Do’s & Don’ts: Das sollte man auf keinen Fall mit unseren Produkten machen (gerne mit skurrilem Charakter)
etc..
Grüße
Martin
Super Artikel Julian und auch die Tipps von Martin sind wertvoll. Natürlich gibt es auch noch Dinge im OnPage-Bereich, die man beachten kann (ausgewählte, passende Artikel in der Sidebar des Blogs etc.).
[...] Seokratie: Das sollte ein Shopbetreiber Blog haben [...]
Hallo Julian, dein Artikel war mal wieder sehr gut, da man vieles vergessen hat, wie man eigentlich ein blog zu führen hat. beim Stöbern bin ich übrigens über den Hinweis von “http://yoast.com/articles/wordpress-seo/ gestolbert.
Einfach toll der Tipp. Danke
Sehr hilfreicher Artikel. Sollte sich jeder Shop Betreiber zu Herzen nehmen.
Schöner Beitrag – auch von mir noch ein paar Anregungen zu Themenwelten in Shop-Blogs:
• Jahreszeitliche, Feiertags-, Event-Bezüge
• Besondere/ungewöhnliche Anlässe, zu denen man die Produkte nutzen/verschenken kann
• Aktivitäten in der realen Welt (Triff uns auf “Messe”, Komm mit uns zu “Event”)
Viele Grüße
Thomas