Rankings: Wie viel macht Google von Hand?

6. Juni 2012  |     |  12 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

So, nur ein kurzer Post, aber ich hoffe eine gute Diskussion: Und zwar gab es gestern das Interview mit Matt Cutts zu lesen (deutsche Übersetzung bei Seo United). Das für mich Interessanteste fehlte aber bereits bei Searchengineland.

Meldungen in den Google Webmastertools sind alle per Hand gemacht!

Obacht: JEDE Meldung über „unnatürliches Links“ wird händisch gemacht, jede Penalty ist also auch manuell! Siehe diesen Screenshot, die zweite Aussage ist nicht von Barry Schwartz, sondern eben von Matt Cutss: „Yes, that is the differentiator… algo wouldn’t send out a notification“.

„Mitschrift“ von SEORoundtable

Ich bin ehrlich gesagt baff und hätte gedacht, dass diese Meldungen automatisch „vom Algorithmus“ herausgeschickt wurden. Eigentlich widerspricht so etwas der Politik des Search Quality Teams, die ja so viel wie möglich algorithmisch lösen wollen, um nicht hinter den Spammern hinterher laufen zu müssen.

Mich würden einige Dinge interessieren:

  • Wer von Euch war / ist dort und kann diese Aussagen bestätigen? Vielleicht wurde da ja nur etwas verdreht.
  • Wieso arbeitet Google plötzlich in diesen Dingen manuell?
  • Wieso steht genau dieser Teil nicht bei Searchengineland?
  • Was ist Eure Meinung?
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12 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

    • Alexander

      Ich denke so ist es richtig (Meldungen manuell verschicken), da das menschliche Auge das beste Tool ist.

    • Ich persönlich glaube, daß die insgesamt sehr viel von Hand machen. Der Algo macht nur Vorarbeit. Da leuchtet dann irgendwo ne rote Lampe und einer guckt nach, vergleich ein paar Werte, sieht sich irgendwelche Graphen an und dann gibts eine Zurückstufung, Mail oder sonstwas. So kann man die Falschdiagnosen vrringern, weil noch ein Mensch dahinter steht. Der Mensch aber hat hochentwickelte Tools, die seine Arbeit enorm vereinfachen. Das läuft dann so wie wenn man im Blog Spam mit Akismet löscht. Knopfdruck und gut.

    • Simon

      Ich denke auch, dass das so funktioniert wie Lord Lommel sagt.
      Wenn ein bestimmter Schwellwert erreicht ist, wird nachgeschaut, ob da manipuliert wurde. Vermute auch, dass das bei Spam Reports ähnlich ist: erst wenn eine gewisse Masse da ist, wird genauer nachgeschaut.

    • Würde Lord Lommel größtenteils Recht geben. Es könnte allerdings auch nur eine Übergangslösung sein um z.B.: die KI der Robots zu trainieren und somit Fehler auszuschließen. Interessant ist es aber trotzdem!

    • Alexander

      @Lord Lommel, genau so machen sie es. Dazu kann ich noch sagen, dass die Websites nicht von einem Assessor, sonder von einer Gruppe bewertet wird. Vor einiger Zeit tauchte dieses Thema auf und es gab schon in manchen Blogs Diskussionen darüber. Es ist auch bekannt geworden, dass manche Leistungen für Google andere Firmen machen, die regelmäßig neue Assessors rekrutieren. Diese Assessors bekommen auch Google-Richtlinien, nach welchen die Websites untersucht und bewertet werden. Es handelt sich dabei um eine mehrseitige Datei, in der steht z. B. was seitens der Suchmaschine als Spam bezeichnet werden darf.

    • Ich halte es auch für plausibel, dass da viel von Menschen überprüft und entschieden wird. William Ashby’s Law of Requisite Variety sagt sinngemäß aus, dass die Komplexität des steuernden System mindestens so hoch sein muss, wie die des gesteuerten Systems. Nur ein menschliches Gehirn kann es mit der Komplexität des Webs aufnehmen – meine ich.

    • Greg

      Würde das nicht sofort unterschreiben. Zumindest nicht, dass die Meldung von einem Mitarbeiter verschickt werden…Dann arbeiten die Leute da wohl in Schichtsystemen…die letzte Mail, die ich erhalten hab kam zwischen zwei und drei Uhr in der Nacht…wenn ich davon ausgehe, dass das Team in Dublin sitzt, kann ich mir das auch nicht mit der Zeitverschiebung erklären 🙂

    • Kann mich Lord Lommel nur anschließen. Dass alles von Hand eingetragen werden muss klingt eher nach einer Mischung aus Aprilscherz und technischem Stand vor 10 Jahren…

    • Hm, ich kenne auch erstaunlich „viele“ ehemalige Qulity Rater die eine zeitlang bei google arbeiteten, meist Leute die eben mehr Sprachen beherschen was ja einleuchtend ist.
      Aber ich muss ganz ehrlich sagen ich bin genauso Baff, es hat zwar mich noch meine Kunden mit so einer Meldung erwischt, doch was ich so hörte gabs die ja zu tausenden. Und das alles manuell? und natürlich von höchstqulifizierten, unterforderten Leuten ^^ like#google eben.
      Das Thema ist sehr intressant, es gab doch auch vor einiger Zeit diesen Bogen den die Quality Rater ausfüllen mussten.. der geistert doch im Web rum.

      Aber das intressante ist ja nun, wie sehen die Prozesse der manuellen Überprüfung aus?
      Wie wird subjektives Verhalten der manuellen Überprüfer weitestgehend minimiert (ganz objektiv geht nicht)?

      hmhm hm würd mich freuen wenn die Diskussion hier noch am laufen bleibt 😉
      muss leider wieder was tun..

      aber sehr intressanter Beitrag.
      seokratie ist eh einer meiner Liebelingsblogs, da Julian oft über Top Themen schreibt und dies wie ich finde sehr gekonnt!!

      Thumbs Up
      Gruß Andre

    • Diese erklärung hört sich doch mal vernünftig an. Das Gehirn meines Hundes könnte es wahrscheinlich nicht mit der Kompexität des Webs aufnehmen, aber dafür mit vielen anderen Komplexitäten !

    • „Ich persönlich glaube, daß die insgesamt sehr viel von Hand machen. Der Algo macht nur Vorarbeit.“, das glaube ich auch so. Und wenn etwas nicht hinhaut, werden sie informiert, überprüfen es und führen Maßnahmen durch.

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