Onpage Optimierung 2: Der Text
Wer mit SEO gerade erst beginnt, der macht einen großen Fehler: Während vor SEO die Texte “normal” und für den Leser geschrieben wurden, beginnt man nach dem Lesen verschiedener Einführungen damit, den Text “SEO-optimiert” zu gestalten. Was dabei manchmal herauskommt ist oft einfach nur seo-optimierter Müll.
Nix mit Keyworddichte!
Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen provokant und ist auch so nicht richtig. Aber es ist tatsächlich so, dass man gerade als Anfänger sehr stark auf die Keyword-Density achtet und dabei unlesbare Texte produziert. Ein gut geschriebener Text ist immer noch besser als einer mit 10 Wortwiederholungen. Es wird oft gesagt: Achte darauf, dass deine Keyworddichte 2-7 % erreicht.
Ich sage: Erkläre dein Keyword und schreibe über dein Keyword. Bringe alle möglichen Informationen über das Keyword. Das ist es auch, was Google will!
Wenn man über sein Keyword und für menschliche Leser schreibt, dann erreicht man automatisch eine gewisse Keyworddichte! Es ist vollkommener Quatsch, wenn man gezwungenermaßen das Wort 10x nennt und keine wertvolle Information dazu liefert. Ich persönlich achte überhaupt nicht auf die Keyworddichte. Ein paar Mal das ersehnte Keyword, zu dem man ranken will im Text nennen und dann hat sich die Sache auch schon.
Überschriften
Mit Überschriften habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Man sollte sie zwar sinnvoll einsetzen, kann aber durchaus auch übertreiben. Die beste Methode ist sicher folgende:
- H1 Überschrift
- Einleitungstext
- H2 Überschrift mit erstem Unterthema zum Hauptthema
- Erklärung des Unterthemas
- H3 Unterthema des Unterthemas
- Erklärung davon
- H2 zweites Unterthema zum Hauptthema
usw. Um hierbei einen guten Text zu liefern liegt man bestimmt bei 500 Wörtern pro Seite. Ob das Thema so viel hergibt, muss man abwägen. Notfalls macht man eben dann nur einmal H1 und zweimal H2. Die Reihenfolge ist aber sehr wichtig: Unterthemen bekommen immer eine oder zwei H-Stufen weniger als Hauptthemen (auf der einzelnen Seite). Google ist aber sehr wohl bewusst, dass viele Überschriften durch CSS verändert werden können. Hier sollte man nicht tricksen: Die H1 Überschrift muss größer und deutlicher zu erkennen sein als H2, sonst hat es keinen Sinn.
Wieviel Gewicht Überschriften heutzutage noch im Ranking bekommen, kann man nicht genau sagen. Gewertet wird es aber schon.
Auf der Seite? Neee, auf der Domain!
Google ist ja nicht blöd. Es wird immer wieder gesagt, dass eine bestimmte Unterseite eine bestimmte Keyworddichte haben sollte. Das gilt aber nicht nur für die einzelnen Seiten, sondern auch für die Domain an sich! Der Googlebot kennt ja die gesamte Domain und summiert (sehr wahrscheinlich) auch die Keywords auf der gesamten Domain. Das ist auch der Grund, warum man trotz einer sehr starken Domain bei themenfremden Keywords nicht so gut rankt, wie bei Keywords, die zum Thema der eigenen Domain passen. Deswegen sagen ja auch viele: Such dir eine Nische und werde Experte auf diesem Gebiet. Denn je öfter die Keywords auf der Domain insgesamt auftauchen, desto besser ranken die einzelnen Seiten.
Mehrwert
Wenn die Informationen auf der Webseite keinen Nutzen für den Besucher bringen, dann kann man das Projekt bereits am Anfang begraben. Vielleicht bekommt man über massiven Linkaufbau doch den einen oder anderen User. Die meisten Webseiten, die in den Top 10 stehen, sind deswegen dort, weil sie einfach die besten Webseiten zu diesem Thema sind! Natürlich kann man als SEO mit viel Aufwand auch schlechte Seiten nach oben bringen; Viel viel einfacher geht es allerdings mit guten und wertvollen Inhalten. Guter Content wird auch sehr gerne freiwillig verlinkt. Und was gibt es besseres als freiwillige Links?
Nur wenn man Mehrwert bietet und sagen kann, dass die Seite verdient auf dem ersten Platz steht, dann hat man auch ein dauerhaft erfolgreiches Projekt.
Zitat Google Webmaster-Richtlinien:
“Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Regel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie den Inhabern einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären sollen. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: “Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?”"
Natürlich kann ich das als SEO nicht zu 100% unterschreiben. Aber so sieht der Idealfall aus und es gibt heutzutage immer noch Projekte, die völlig ohne SEO und nur durch richtig guten Inhalt viel erreichen können.
Obwohl der Content nur 30 % und Links 70 % des Rankings ausmachen, sollte man eines beachten: Durch guten Content kann man sich die 70 % (freiwillige) Links sichern!
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