Onpage Optimierung 1 : Titel | Meta-Tags | Alt-Attribute
To-Do-Listen gehen ja momentan weg wie warme Semmeln. Nachdem meine 47 Tipps für SEO vor kurzem recht gut angekommen sind, will ich mich dieses Mal auf reine Onpage-Optimierung beschränken und eine kleine Serie zu diesem Thema herausbringen. Heute: Titel, Meta-Tags und Alt-Attribute.
Titel
Der Title ist zwar keine Meta-Angabe, aber ich zähle ihn trotzdem mal der Logik zuliebe dazu. Der Title sollte aus maximal 60 Zeichen bestehen. Meiner Meinung nach noch aus viel weniger: Je weniger Wörter im Title stehen, desto mehr Gewicht hat jedes Wort in Sachen SEO. Aber Vorsicht: Der Titel ist nicht nur für die Suchmaschine interessant, sondern soll ja auch zum Klicken anregen!! Es bietet sich beispielsweise “Keyword 1 | Synonym im Online Shop” an. Sehr gut passt auch “Keyword 1 | Oberbegriff für das Keyword | Domainname”. Kommas sind ein No-Go! Sie sehen mies aus und riechen nach Spam: “Keyword 1, Keyword 2, Keyword 3, Keyword 4″ begeistert weder die User in den SERPS, noch einen Qualityrater. Wenn die Wörter des Title nicht im lesbaren Text der Seite vorkommen, dann ist das übrigens auch sehr schlecht. Der Titel einer Seite sollte die Seite ja kurz zusammenfassen. Die Absprungrate ist übrigens auch sehr hoch, wenn der User auf der Seite nicht findet was er sucht. Rankingtechnisch habe ich in der letzten Zeit bemerkt, dass das Gewicht des Title sehr stark abgenommen hat. Als “wichtigstes Onpage-Kriterium” kann ich es nicht mehr bezeichnen. Man rankt im Gegenteil eher für Dinge im Fließtext als im Titel. Allerdings werden Keywords, die mit der Suchanfrage übereinstimmen fett geschrieben und fallen so in den Serps mehr auf.
Meta-Tags
Die Description sollte den Text der Seite kurz zusammenfassen und vor allem zum Klicken anregen. Ich mache die Description eigentlich nur für den User. Keywords sollen “offiziell” ja in der Description auch vorkommen. Als Rankingkriterium sehe ich die Description allerdings nur relativ am Ende an. Wenn man über Text auf dem Seiteninhalt gefunden wird, wird sowieso nicht die Description, sondern ein anderer Textausschnitt angezeigt. Sie sollte allerdings schon vorhanden sein, weil eine Seite ohne Description nicht gut aussieht und man als Suchender nicht gerne darauf klickt.
Keywords sind vollkommen egal. Ich habe neulich einmal aufgeschnappt, dass sie für Adwords nicht unerheblich sind. Für die organischen Ergebnisse kann man sich die Keywords aber wirklich sparen. Richtig schlecht ist es, wenn man die Keywords ernst nimmt und dann noch versucht pro Seite 100 verschiedene Begriffe anzugeben. Es gibt immer noch Leute (und es wird sie immer geben), die denken, dass sie so etwas erreichen. Wenn man damit etwas erreicht, dann einen Spamreport.
Alle anderen Meta-Angaben, bis auf das Robots-Tag kann man meiner Meinung nach weglassen. “Revisit” zum Beispiel richtet sich danach, wie oft die Seite aktualisiert wird und der Googlebot andere Inhalte auf der Seite findet. “Language” wird durch den Text auf der Seite und vor allem deren Backlinks automatisch erkannt. “audience” ist vollkommener Käse. “Author”, “Date” und andere kuriose Geschichten kann man ebenso vergessen. Bei allen diesen Angaben wird Spam betrieben und gelogen, dass sich die Balken biegen. Der Googlebot hat so etwas längst satt und wertet nur noch aus was er sehen kann.
Alt-Attribute
Alt-Attribute sind ein mächtiges Instrument wenn man sie klug und ordentlich einsetzt. Ein Alt-Attribut soll blinden Personen und Textbrowsern ermöglichen zu erahnen, was auf dem Bild zu sehen ist. Spammen sollte man auf keinen Fall. Aber (!) wenn ich in einem Online Shop nebeneinander fünf Pullover in verschiedenen Farben habe, dann kann ich sehr wohl ein klein wenig spammen. “Grüner Pullover”, “Roter Pullover”, “Blauer Pullover”, “Schwarzer Pullover” “Beiger Pullover” sollte man als Text eher nicht direkt nebeneinander schreiben. Aber als Alt-Attribut, das ja nur die Bilder beschreibt?? Da ist das doch gerechtfertigt, oder nicht?
Man sollte allerdings schon sehr aufpassen: In das Alt-Attribut gehört nur was man auf dem Bild sehen kann. Kommentare, Überbegriffe und der Shopname gehören woanders hin. Prinzipiell gilt: Je exakter man das Bild mit ganz wenigen Worten beschreiben kann, desto besser. Ich denke mir immer: “Was kann ich schreiben, damit ein Blinder genau weiß, was man auf dem Bild sehen kann?” Das ist nicht nur super barrierefrei, sondern auch gut für den Googlebot und damit das Ranking.
Wenn ich etwas vergessen habe oder ihr eine andere Meinung zu den obengenannten Sachen habt, gibt es wie immer die Kommentarfunktion. Morgen bzw. vielleicht auch erst am Montag oder Dienstag (wegen der Affiliate Tactixx) geht es dann weiter.
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4 Responses to Onpage Optimierung 1 : Titel | Meta-Tags | Alt-Attribute
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Sehr schicker Beitrag, gefällt mir
Allerdings halte ich persönlich den Title noch für sehr wichtig.
Keywords mache ich meistens auch ein paar rein, aber nicht für Google, sondern die anderen Suchmaschinen
Grüße,
Fireball
“revisit” kann man doch getrost weglassen. Oder gaubt jemand ernsthaft der Googlebot bei der privaten Frontpage Bastelseite von “Lieschen Müller” täglich reinschaut, nur weil das im revisit Tag so steht? Beiträge in meinen Blogs stehen teilweise in weniger als einer Stunde im Index obwohl ich revisit gar nicht verwende. Merke: Es kommt nicht auf das Tag an – wie so oft
…guter Beitrag! Allerdings würde ich nicht sagen, dass Kommata im -Tag ein generelles “NoGo” sind. Auch hier kommt es mitunter (wie so oft) auf den speziellen Einzelfall an. Natürlich KÖNNEN “riechen” Kommata nach Spam riechen – sie aber generell zu verurteilen, ist doch wohl eher ein gewagter Schritt…
Sehr detailierter Beitrag! Schliesse mich der Meinung an, das der “revisit” Tag ziemlich nutzlos ist