Monetarisierung von Internetprojekten 1
Wer ein neues Internetprojekt auf die Beine stellt, der sollte sich zuallererst Gedanken über die Monetarisierungsmöglichkeiten machen. Im Klartext: Wie kann ich Geld mit dem Projekt verdienen und wie viel kann ich damit verdienen? Und vor allem: Was sind geeignete Werbepartner, die zu meiner Zielgruppe passen?
Teil 1 : Zielgruppe und Werbepartner
Ein großer Fehler ist es beispielsweise auf einer Bildungsseite Partnerprogramme zu Krediten unterzubringen. Zwar bekommt man mit diesen Partnerprogrammen hohe Leads und Sales, aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zufällig einen Kredit über genau diese Seite abschließt, ist sehr gering. Es muss also zielgruppengerechte Werbung sein, wie es in diesem Beispiel etwa Amazon wäre oder diverse Nachrichtenportale, Weiterbildungs-Partnerprogramme und Ähnliches. Bindet man Werbung ein, die zur Zielgruppe sehr genau passt, so bekommt man eine hohe Konversionsrate. Die Besucher interessieren sich sowieso für das Thema und empfinden passende Werbung dann sogar teilweise als Mehrwert und nicht mehr als Werbung.
Wert eines Besuchers und Konversionsrate
Eine gute Richtlinie, wie viel ein Besucher generell wert ist, ist der Preis pro Klick bei Adsense. Sind die Klickpreise hoch, so ist es meist auch der Wert eines Besuchers und – leider – ist dann die Konkurrenz auch hoch. Besonders Themen, die eng mit Konsumgütern zusammenhängen, haben meist eine sehr hohe CV Rate. Man kann das Produkt beispielsweise “testen” und einen Bericht darüber schreiben. Mittels CSV-Listen bei Partnerprogrammen bringt man dann einen Textlink unterhalb des Berichts an, der zum Produkt im entsprechenden Shop weiterleitet. Nicht umsonst gibt es so viele Preisvergleiche im Internet. Der Kunde möchte noch einmal Gewissheit haben, liest einen Testbericht und bestellt idealerweise dann das gewünschte Produkt direkt über den Deeplink. So bekommt man synergetische Effekte, die weit effektiver sind, als ein plumper Werbebanner.
Wertloser Traffic?
In einem meiner Internetprojekte hatte ich zwei Wochen nach dem Start bereits rund 300 Besucher pro Tag mit durchschnittlich 8 Seitenzugriffen. Diese Besucher waren aber relativ wertlos. 300 Besucher im Kredit- oder Finanzbereich wären schätzungsweise das Zehn- oder sogar Zwanzigfache wert gewesen. Der Preis pro Klick bei Adsense bewegte sich um 5-20 Cent. Das E-Bay Partnerprogramm brachte schon ein wenig mehr, aber trotzdem nicht genug. Kurzum: Es war für mich wertloser Traffic.
Der richtige Werbepartner
Mit dem richtigen Partnerprogramm hätte ich aber sicherlich einiges meistern können. Habe ich aber nicht, sondern einfach das Projekt für sehr wenig Geld verkauft. Der neue Besitzer packte daraufhin Layer-Werbung auf jede Seite und ist heute wohl sehr zufrieden, weil er mit wenig (eigentlich gar keiner Arbeit) eine gute Monetarisierung geschafft hat. Layer-Ads sollten zwar immer die letzte Lösung sein, aber wenn es nicht anders geht, dann geht es nicht anders.
Eine kleine Liste, was man vor dem Beginn eines Projektes beachten sollte:
- Wie ist die Konkurrenzsituation?
- Wie kann ich mein Projekt ordentlich vermarkten? Was sind die Werbemöglichkeiten? Welche potenziellen Werbepartner gibt es und wie themenrelevant ist die Werbung?
- Was ist ein Besucher wert? (Trick: Ganz einfach Adwords auf das Keyword schalten und den Preis ansehen)
Konkurrenz und Chancen
Ist die Konkurrenz stark vertreten, so lässt sich im Allgemeinen viel Geld mit dem Projekt verdienen. Man braucht dann allerdings eine Menge Arbeit / Geld, um sie zu verdrängen. Der Webauftritt muss wirklich gut werden und das Projekt einen großen Mehrwert gegenüber der Konkurrenz bieten. Dass man aktive und vor allem gute Suchmaschinenoptimierung zusätzlich betreiben muss, sollte klar sein.
Ist die Konkurrenz schwach, so genügt meist wenig Aufwand. Dementsprechend niedrig sind auch die Einnahmen, aber sie sind meist leicht zu erreichen. Aber: Wer 10 Projekte hat, die jeweils 20 Euro am Tag bringen, verdient 200 Euro am Tag und hat am Ende des Monats 6000 Euro auf dem Konto (minus Steuern). Außerdem hat man dann eine enorme Risikostreuung. Wer nur ein Projekt mit starker Konkurrenz hat, der sieht nach einer Abstrafung seitens Google sehr alt aus.
Die Werbung ist ein wichtiger Faktor der Monetarisierung eines Internetprojektes. Morgen geht es dann um den zeitlichen und finanziellen Aufwand, den man einschätzen sollte bevor man loslegt.
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Sehr schöner Bericht für Einsteiger!
[...] machen muss, wenn man im internet Geld verdienen will oder seinen Blog monetarisieren will: Monetarisierung von Internetprojekten 1 Monetarisierung von Internetprojekten [...]
[...] Monetarisierung von Webprojekten: Jeder, der eine Website betreibt weiß, dass man damit Geld verdienen kann. Das Wissen über das „Wie“ ist allerdings oft Mangelware. Und so möchte ich an dieser Stelle über den ausführlichen Grundlagenartikel von Julian hinweisen, der über zwei Posts erklärt, wie man Fuß fassen kann. Der Rest ist dann in meinen Augen Erfahrung. [...]
Erst einmal ein schöner Artikel. Leider befolgen einige Leute nicht diese notwendigen Schritte zu Beginn eines Webprojektes. Die Gründe sind neben fehlenden Kenntnissen bei den Verantwortlichen Projektleitern auch der finanzielle Aspekt bei KMUs.
Ralph
Ich denke, dass viele KMUs (kleine und mittlere Unternehmen?) einfach keine Ahnung vom Internet haben. Geld wird aber teilweise schon haufenweise in die Hand genommen, nur leider unausgewogen.
Wer will denn schon 10.000 Euro in einen SEO investieren, wenn er gar nicht weiß, was so jemand macht? Prinzipiell fehlt es nicht an finanziellen Resourcen – man will sie nur nicht für “das Internet” ausgeben.
Da lässt man sich dann ein Shopsystem für 20.000 Euro programmieren, aber in Punkto Marketing kauft man sich einen “Suchmaschinen-Eintrag” für 200 Euro.
@ Julian: Mit KMU liegst Du richtig.
Die meisten wissen nicht, dass eine Website in vielen kleinen Schritten aufgebaut wird. Erst wenn alle Konzepte soweit stehen, kann man mit der technischen Realisierung loslegen. Aus eigenen Erfahrungen bei einem grossen Player vor Ort kann ich sagen, dass diese Konzepte gern umgangen werden. Sie kosten viel Geld, Ideen und Zeit, sprich man kann kein schnelles Ergebnis liefern und muss mit dem Kunden ewig lange gemeinsam Ideen ausarbeiten und besprechen. Tja.. harte Arbeit, die aber sehr viel Spass machen kann, wenn man seinen Job liebt
Ralph
[...] Monetarisierung von Internetprojekten 1 » Seokratie Monetarisierung von Internetprojekten 2 » Seokratie Kauf eines Internetprojekts 1 » Seokratie [...]
Prima Artikel für Einsteiger, die Monetarisierung eines Blog ist sicherlich nicht einfach und dauert auch deutlich länger als man sich das wünschen würde. Linkbuilding ist wohl auch kein unerheblicher Faktor dabei. Vielleicht schreibt Ihr hierzu auch noch ein paar Zeilen…
Gruß
Lars
Danke!
@Lars: Ich denke, dass es nicht nur auf das Linkbuilding drauf ankommt, sondern noch wesentlich mehr Punkte.
Da ich selbst einen Blog diesen Sommer starten will, kenne ich die Vorarbeiten leider selbst. Das Problem ist aber, wer zu viel plant, vergisst anzufangen
Ralph
Ein paar interessante Punkte.
Allerdings sollte man sich auch die Frage stellen, wie man dauerhaft eine Website monetarisieren kann. Webprojekte mit hochwertigem Content müssen mit Sicherheit nicht so stark diversifiziert (also Risikominimierung mit weiteren Projekten) werden.
[...] durch viele Vorträge und Kongresse. Interessente Abhandlung über Montetarisierung: http://www.seokratie.de/08113/monetarisierung-von-internetprojekten-1/ http://www.seokratie.de/08114/monetarisierung-von-internetprojekten-2/ Share and [...]
Sehr schöner Artikel um sich an dieses Thema heranzuwagen. Dennoch ist die Direktvermarktung meist lukrativer, jedoch für den Anfang schnell und einfach zu handeln.