Linkaufbau-Geschwindigkeit :-)

29. August 2011  |     |  18 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Letzte Woche war es in der schönsten Stadt der Welt (München) zu warm und zu sonnig um zu bloggen, deswegen komme ich erst heute dazu. Einen Teil 3 von „Welche Linkarten gibt es“ wird es nicht geben. Mir fallen nur noch „natürliche Links“ ein und dieses Thema ist so abgekaut, dass man nicht mehr darüber schreiben sollte. Und falls doch, dann werde ich es nicht schreiben, weil das unsere tägliche Arbeit ist und man heutzutage einfach nicht zu viel erzählen sollte. Einfach hier gucken: Natürliche Links. Die endgültige und praktische Arbeit ist sowieso weniger spannend, dafür bekommt man dort Wissen, das man sonst nirgends zu lesen bekommt. Die besten SEOs wissen einfach, wie man an gute Links kommt, weil sie es schon bei unzähligen Personen bei unzähligen unterschiedlichen Unternehmen versucht haben, oft gescheitert sind, oft aber dann auch nicht und deswegen wissen sie wie man vorgehen sollte.

Das ist eigentlich der Killer-Tipp zum Thema „natürliche Links“. Versucht einfach mal Links zu bekommen und macht das ein oder zwei Jahre lang. Wenn ihr dann auf einer Konferenzparty eine Stunde über Linkanfragen diskutieren könnt, dann habt ihr es begriffen. 🙂

Linkaufbau-Geschwindigkeit früher


Seit Ewigkeiten schwirrt der Pauschalsatz durch die SEO-Szene, dass man „nicht zu viele Links am Anfang“ aufbauen sollte. Diesen Filter gab es wahrscheinlich nie wirklich. Naja, genauer: Wirklich zu viele Links aufbauen können wahrscheinlich nur weniger Menschen in Deutschland – und das mit automatisierten Tools. Wenn ich mir für meinen neuen Blog an einem Tag Links von rund 8.000 Domains geholt hätte, dann wäre das früher in die Hose gegangen. Aber 100 Links im Monat? Eigentlich kein Problem. Solange es nicht immer das gleiche Keyword und die gleiche Zielseite war, konnte man daran nichts aussetzen.

Linkaufbau-Speed heute

Heute sind die Fühler von Google viel sensibler geworden.  Es reichen bereits wenige Links aus, um einer neuen Domain massive Probleme zu bereiten. Mit „wenige“ meine ich schon 20 falsche Links. Probleme gibt es, wenn

  • Die Linktexte gleich sind
  • Die Linkziele gleich sind
  • Die Backlink-Qualität schlecht ist
  • Der Linkaufbau dann wieder schnell abflacht

Gleiche Linkziele und Linktexte

Hier reichen schon 5 gleiche Links aus, um die Seite erst einmal in einen Filter für ein oder mehrere Keywords zu bringen. Ich habe eine Finanzseite und verlinke 5x auf Finanzseite.de/kredit/ mit „Kredit, 5x auf Finanzseite.de/Tagesgeld mit „Tagesgeld“ usw. und schon kann ich mich von guten Rankings verabschieden.  Google sieht sich die Gesamtbilanz an und kann dann recht gut deuten, ob man übertrieben hat. Gut ist heute: Oft kommt man auch sehr schnell wieder aus diesen Filtern heraus, wenn man das Gleichgewicht wieder herstellt.

Gegenmaßnahme: Immer Linktexte und Linkziele variieren. Besonders seit dem Panda Update guckt Google hier nochmal genauer hin.

Schlechte Link-Qualität

Ok, dann nur 20 Backlinks am Anfang, aber 20 von Social Bookmark Services? Die sind meiner Meinung nach ein „New Site Killer“, machen also neue Webprojekte gleich in der Ecke „Spam-SEO-Seiten“ bekannt und zeugen nicht von guter Herkunft. Am Anfang sollte man am besten keine Social Bookmarks oder „Müll-Links“ holen, wenn man nicht genau weiß was man tut.

Gegenmaßnahme: Immer auch gute und natürliche Links aufbauen – Am Anfang bestenfalls gar keine „Spam-Links“.

Schnell abflachender Linkaufbau

Das passiert manchmal: Die 5 Jahre alte Webseite, die bisher immer auf Platz 1 war, wird plötzlich von einer neuen Webseite verdrängt. Wer sich jetzt einfach noch einmal einen Packen Backlinks holt, der kann seine Situation durchaus noch verschlimmern. Google beobachtet sehr genau den zeitlichen Verlauf des Linkbuildings: Wer in einem Monat sehr viel macht und dann nichts mehr, der wirkt wenig vertrauenswürdig. Besonders stark wertet Google das am Anfang einer Domain. So kann man auch sicher gehen, ob eine Domain ein Hype oder ein Hit ist.

Gegenmaßnahme: Kontinuierlich Links aufbauen.

Was hilft beim Faktor Zeit?

Einige Dinge kann man noch beachten und sich zu Nutze machen.

# Trick 17: Marketingkampagnen nutzen

Wenn es eure Domain irgendwie schafft, in kurzer Zeit viele Backlinks zu bekommen (etwa durch einen TV-Beitrag, eine bahnbrechende News oder ein tolles neues Produkt), dann könnt ihr in dieser Zeit in Sachen Linkbuilding ruhig noch ein wenig mehr machen. Während solcher Zeiten haben viele Domains nämlich eine Art „Narrenfreiheit“ bei Google und die Links-pro-Zeitabschnitt Filter werden nicht mehr eingesetzt.

Reinpowern, aber dann konstant!

Wie schon erwähnt gibt es eigentlich keine Obergrenze für Links. Wichtig ist nur, dass ihr auf dem gleichen Niveau bleibt, auf dem ihr angefangen habt. Also lieber 10 neue Links pro Monat – und das jeden Monat – als 100 neue Links im ersten Monat und danach gar keine mehr.

Foto: http://icanhascheezburger.com/2011/07/04/funny-pictures-speed-ludicrous/

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18 Kommentare

  • War bei uns heute großes Thema!

    Bei „schlechte Link-Qualität“ muss ich allerdings sagen, dass wir die Erfahrung gemacht haben, dass jedes Projekt auch seine Trash-Links braucht und vor allem am Anfang niedrig-wertige Links. Startet man gleich mit eine Masse an sehr hochwertigen Links, schießt man sich eher gleich aus dem Index. Was meinst du dazu?

    Mein Tipp zu den Linkzielen -> Am besten die Seite in einer Pyramidenhierarchie aufbauen und Links in der breiten Tiefe aufbauen, parallel immer eine Hierarchie drüber mit Links beschießen und dann nach der Zeit 1-3 wirklich gute Trust-Links mit Keyword-Anchorn auf die entsprechenden Landigpages setzen – die bis dahin eine starke interne Verlinkung von unten entsprechend den Juice mitbekommen.

    In meinen Augen sehr wichtig: Wann verträgt welche Domain welche Linkpower?

  • Wahre Worte. Hatten gerade gestern wieder eine solche Diskussion. Da werd ich doch gleich mal den Link hier in FB posten. 😉

  • NoMan

    Hallo Julian,

    danke für Deinen interessanten Beitrag.

    Beim Punkt „Schlechte Link-Qualität“ bin ich allerdings nicht ganz bei Dir. Wenn 20 Links aus „schlechter Nachbarschaft“ oder auch nur „schlechter Qualität“ ausreichen, um eine Seite in die Sandbox zu schicken, wären bösen SEOs und unnetten Mitbewerbern Tür und Tor geöffnet. Denke nicht, dass sich Google über dieser Art des negativen „bombings“ so leicht manipulieren läßt.

    „Linkaufbau-Geschwindigkeit früher“
    Hat man vor 8 Jahren auf eine neue Seite einen einzigen starken PR6 gejagt, war die Domain häufig für 6-12 Monate in der Sandbox. Dafür brauchte es definitiv keine Links von 8.000 Domains.

    Gruß, NoMan

  • Julian

    @Alex, da hast du Recht, haben wir auch schon miterlebt. Allerdings ging es dann um Keyword-Links, also mit Keyword-Anchortext.
    @NoMan und @Alex: Es kommt immer darauf an, ob der Link „gut-stark“ ist oder eher „gekauft-stark“. Wer einen richtig guten und sauberen Link bekommt, der flog und fliegt auch damit nicht in die Sandbox.

  • Sehr guter Artikel.
    @Alex qualifizierter Kommentar – guter Input.

  • Vielen Dank für deinen Artikel. Wusste das zwar teilweise schon, aber durch das lesen habe ich es erst nochmal realisiert.. 🙂

  • Hi,

    schöner und ausführlicher Artikel.
    Danke,
    Christian

  • Das Problem ist der kontinuirliche Bakclinkaufbau – gerade bei vielen Projekten stellt sich dies dann doch als etwas zietintensiv heraus 🙂

  • Ich steige wie Alex in der Regel auch mit „Müll-Links“ aus WKs und Bookmarkportalen ein, bis ein Projekt ein gewisses „Grundalter“ hat.

    Zu oben: „In meinen Augen sehr wichtig: Wann verträgt welche Domain welche Linkpower?“

    Nach ca. 6 Monaten – 1 Jahr ist dann ein neues Projekt soweit, dass da auch stärkere Links draufkönnen bzw. ist die gefühlte Toleranzgrenze da durchaus höher. Zumindest ist es „fühlbar“ dass frische Domains sehr kritisch betrachtet werden. Aber die billigen Mülllinks sind doch gut um die IP-Pop schön zu erhöhen 😉

  • Hi,

    ich kann mich eigentlich nur den Vorpostern anschließen: Bei neuen Projekten starte ich immer mit einem Mix aus Webkatalogen, etwas Twitter und einigen, wenigen themenrelevaten Forenpostings.

    Bisher bin ich mit dieser Strategie im Großen und Ganzen recht gut gefahren.

    Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass ein bis zwei Hammer-BLs eine relativ neue Domain nicht gleich ins Wanken gebracht hat.

    Letztendlich zählt bei mir sehr stark der „Bauchgefühl-Faktor“.

    Gruß

  • Nanü noch ein Maxim ? Moin, der Namensvetter von oben.

    Was die Bookie-Links und WKs angeht, da würde ich nicht sagen, dass die „ganz besonders“ schädlich sind.

    denn nehmen wir an man ist ein böser Mitbewerber und hat ein schönes Submitting-Tool und beglückt dann seinen Konkurrenten mit 5000 Links aus solchen Quellen. Was würde dann passieren? -> Ich würde sagen, Nichts besonderes.

    Es darf dabei auch nichts passieren, denn so könnte man absolut jeden Konkurrenten absägen.

    Ich denke eher, dass dabei einfach eine Gewichtung zum einsatz kommt, nach der Art guter Link X wiegt 50 mal nicht so guten Link Y auf.

    Das würde bedeuten, dass auch wenn der Böse Mitbewerber mir diese 5000 Müll-Links reinhaut, ich diese mit 100 guten Links aufwiege und nichts passiert.
    Das würde auch erklären, warum man Seiten mit über 1000 gut aufgebauten Links, nicht einfach so wegballern kann, und das ist auch gut so.

  • Hallo Julian, wirklich sehr hilfreicher Artikel – vielen Dank. Ich glaube aber auch nicht, dass man das Thema „Spam-Links“ überbewerten sollte. Wenn man einen guten Artikel schreibt, der dann XX-Fach auf Twitter, Facebook, Google+ & Co. geteilt wird, erhält man doch etliche Links und wenn sich dies negativ auswirken sollte, müsste man sich doch überlegen, wie man Artikel schreibt, die keiner mag…. 🙂 Werden Backlinks aus Social Networks seitens Google eigentlich entwertet oder zählen diese auch als Backlink in Bezug auf SEO? Gruss Michael

  • hallo an alle:

    erstmal danke fuer den artikel.
    das ergebniss ist doch mal wieder:
    das beste ergebnis ist doch ein natürlicher linkaufbau, passend zur seite/inhalt!

    z.b.:
    eine seite ueber hack-programme, spiele usw. vertraegt mehr blog eintraege als eine hochwertige seite ueber plotik…

  • UppS

    Zur SB / WK usw. und dem bösen Konkurrenten mit BH Attitüden – Julian geht hier doch klar von einem Projektaufbau aus, oder deute ich „Wenn ich mir für meinen neuen Blog an einem Tag“ falsch? Und ja, wenn ich auf eine neue Seite mal eben einen Berg Dreck werfe, dann gibt´s ne Filterparty.

    Dass das bei Konkurrenzseiten nicht bzw. nur eingeschränkt funktioniert, liegt wohl einfach daran, dass echte Konkurrenten nicht innerhalb von 3 Wochen die SERPs dominieren, sondern ein längeres Wachstum und ordentlich Trust hinter sich haben und eben nicht mehr als „neu“ einzustufen sind – und dann schadet auch eine „Schmutzkampagne“ mit unsauberen Links nicht (wirklich).

    Ich glaube kaum, dass jeder alle möglichen im Bestehen inbegriffenen Konkurrenten jederzeit im Blick hat, um diese frühzeitig mit Linkspam abzuschießen – und wenn doch, dann habt ihr deutlich zuviel Zeit (oder einen Praktikanten?) für die Marktanalyse :D.

    A pros pros Filter: Der muss nicht zwingend schlecht sein, denn statt zu vermeiden reinzukommen, kann man es aus verschiedenen Gründen auch lohnend sein, dort zu landen ;).

  • Sehr interessanter Artikel.

    Ja mann muss echt aufpassen.

    Habe durch deine Tipps mal wieder was gelernt.

    Ich habe viele Aussagen über die Geschwindigkeit gelesen, und jeder sagt was anderes.

    Aber danke dir

    LG

    Martin

  • Einfach nicht überteiben, auf Themenrelevanz und unterschiedliche Linktexte achten und spammige Links weglassen, dann paßt es . 🙂

  • Meiner Meinung nach gibt es schon fast keine spammigen Links mehr. Wenn deine Seite schon einige Links hat und schon älter als ca 1 Jahr ist, kannst du draufballern was du willst. Sogar echte SPAM-Links machen dann nicht mehr viel aus. Wir haben das mit einigen Projekten getestet und bisher ist noch keines wirklich in den Rankings gefallen. Wenn ich aber eine neue Domain mit solchen Angeboten wie bei einem großen Auktionshaus annehme wie : 3.000 Backlinks inneralb von 8 Tagen, kannst du dir die Schippen und die Eimerchen für die Sandbox zurechtstellen. Du hast dann wieder jede Menge Arbeit, die schlechten Links wieder zu entfernen und du kannst das Projekt schon vergessen.

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