Postview Tracking
12. Sep 2009
Ein Merchant hat sich endlich einmal öffentlich von Postview-Tracking distanziert, was ich ihm angesichts der momentanen Situation sehr hoch anrechne. Die meisten kleinen Affiliates wissen gar nicht, was Post-View Tracking überhaupt ist. Eine kurze Erklärung.

Cookie-Dropping vs. Postview
Wenn jemand auf einen Affiliate-Link klickt, dann wird ein Cookie installiert, das einen Sale generiert, sofern es nicht zuvor überschrieben wurde. Beim Postview Tracking läuft es aber anders: Hier wird das Cookie installiert, ohne dass der User auf den Link klickt. Beim Cookie-Dropping wird das (unerlaubterweise) mithilfe eines 1×1 Frames, Pixels oder whatever gemacht. Klar kann man das einfach erkennen, auch wenn es hier unzählige neue technische Methoden zur Verschleierung gibt, von denen weder Merchants noch Netzwerke eine Ahnung haben.
Beim Postview gibt es Beschränkungen: Das Werbemittel muss eine bestimmte Größe haben, “Above the fold” der Webseite sein und es dürfen momentan maximal drei Werbemittel gleichzeitig pro Seite eingebunden sein. Aber sind wir doch einmal ehrlich: Multimerchant Banner wie dieser hier sind doch auch nichts anderes als Cookie-Dropping, nur mit Zustimmung des Netzwerkes (und eventuell sogar des Merchants). Seht euch den Banner noch einmal an (klick): Was haben wir an solch einer Position normalerweise an Klickrate? Aus Erfahrung würde ich sagen, dass es 0,3-1% sind. Hier haben wir aber eine Klickrate (Postview) von saftigen 300 % (3 Werbemittel, 100 % Klickrate).
Was ist schlecht an Postview?
Mir ist es vollkommen egal, wenn andere sich derart über den Tisch ziehen lassen. Hier geht es jedoch auch um uns kleine Affiliates: Wenn ihr einen Multi-Merchant Banner mit eurem Merchant seht, dann wird in diesem Moment mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Cookie eines anderen Affiliates vom Postview-Cookie überschrieben. Nehmen wir an, ich habe ein Fachportal zum Thema X, dann gelingt mir mit etwas Glück eine Klickrate von 10 % auf Affiliate Links. Der Postview-Affiliate kauft Traffic ein, wobei er eine Affiliate-Klickrate von 100 % hat. Nun geht der Kunde von eurem Fachportal zu irgendeiner großen Zeitung und von dort wieder auf die Merchant Seite. Obwohl ihr mit sachlichen und guten Informationen eigentlich die Kaufentscheidung ausgelöst habt, bekommt der Postview-Affiliate euren Sale. Ist das gerecht?
Vielleicht hat ja jemand von euch bereits einmal direkt von Adwords im Content-Netzwerk auf einen Merchant geleitet: Hier eine rentable Kampagne auf die Beine zu stellen ist so gut wie unmöglich. Wieso schafft es aber der Postview-Affiliate? Ganz einfach: Er kauft zum einen den Traffic superbillig (da er Massen kauft) und zweitens hat er pro Pageimpression 3 Klicks. Nur, um es mal vor Augen zu führen: Bei einem TKP von 2 € bekomme ich für 2 € also 3.000 Klicks auf einen Affiliate Link. Sorry, aber da kann sogar ein Affe eine gewinnbringende Kampagne erreichen. Der Affe braucht nur gute Beziehungen zum Netzwerk.
Wieso tut niemand was dagegen?
Ganz einfach: Weil es hier eine dicke Lobby gibt. Es herrscht eine Win-Win-Win-Win Situation.
- Der Affiliatemanager des Merchants (oder dessen Affiliate Agentur) kann seinem Chef oder Kunden endlich wachsende Affiliate-Umsätze zeigen.
- Das Netzwerk bekommt mehr Provision (da mehr Umsätze)
- Der Affiliate verdient mehr Geld
- Zu guter Letzte bekommen Müll-Seiten mit viel Traffic auch mehr Geld, weil Postview-Affiliates logischerweise mehr bezahlen können als normale TKP-Vermarkter oder Affiliates
Niemand dieser drei fühlt sich genötigt, hier etwas zu verändern. Jeder hält schön die Klappe und alles läuft unter der Hand. Seht ihr etwa bei eurem Partnernetzwerk, welche Merchants Postview erlauben? Nein, denn das bekommen nur ausgewählte Affiliates zu sehen. Den Begriff “Multi Merchant Banner” kennen enorm viele Leute. Und wie viele Ergebnisse gibt es davon? Ich sehe nur eines, bei dem es wirklich um das Thema geht. Wie hart ist das denn? Jeder hält mit einer Hand die Hand auf, mit der anderen hält er die Klappe.
Dem Merchant ist es egal, ob er Geld in eine “echte” TKP Kampagne steckt oder in Postview – das Ergebnis ist das Gleiche. Nur wer wird geschädigt? Auf den ersten Blick natürlich der ehrliche kleine Affiliate, dessen Cookies andauernd überschrieben werden.
Das Ende von Affiliate
Auf den zweiten Blick könnte Postview tatsächlich diesen gesamten Moloch an Affiliate in die Tiefe reissen. Schluss und aus mit Affiliate! Sieht man sich die Werbeetats großer Firmen an, dann merkt man dass Affiliate immer noch ein winziger Bruchteil ist. Den Großteil bekommen immer noch TKP-Vermarkter – und das will man nun durch ein derart unseriöses Geschäftsmodell ändern, indem man sagt “Postview ist ja besser als TKP”. Jeder große Marketing Manager wendet sich stattdessen mit Grauen ab und tut das gesamte Affiliate Modell als unseriös und kindisch ab.
Ein Versicherungsvertreter bekommt ja auch keine Provision wenn er nur bei den Leuten klingelt! Er bekommt sie nur, wenn er auch Versicherungen abschließt. Postview-Affiliates dagegen klingeln gleichzeitig bei 100 Wohnungen und ohne mit ihnen zu reden bekommen sie Provision. Funktioniert so ein Provisionsmodell bei Versicherungsvertretern? Nein!
Ihr werdet doch allesamt von den wirklich großen Mediaagenturen ausgelacht und richtet euch mit Postview nur selbst zu Grunde. Performance Marketing sollte auch Performance Marketing bleiben und nach Leistung, nicht nach Reichweite bezahlt werden. Ich kann nur jedem Affiliate raten: Meidet Merchants, die ihr in Postview Kampagnen seht. Jedem Merchant: Hört nicht auf euer Netzwerk oder euren Affiliate Manager! Mit Postview schadet ihr euch letzten Endes nur selbst, weil echte Affiliates dann wegen zu schlechter Conversion abspringen.
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Kategorie: In eigener Sache
About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.
Comments (25)
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Ich stimme dir absolut zu! Bis auf “Der Affiliate verdient mehr Geld”. Das trifft nämlich nur auf die Affiliates zu, die extrem reichweitenstarke Seiten haben. Der normale Affiliate verdient eher weniger weil seine 100 ehrlichen Cookies zu gutem Teil von den 100.000 PostView-Cookies überschrieben werden.
@Malte
Ich denke Julian meint auch Affiliates die extrem reichweitenstarke Seiten haben. Siehe dieser Satz: “Nun geht der Kunde von eurem Fachportal zu irgendeiner großen Zeitung und von dort wieder auf die Merchant Seite.”
@Julian
Sehr interesanter Artikel. War mir so noch nicht bewusst.
Klasse Artikel,
Wenn auch etwas zu technisch für mich, ich denke, dass es wie bei den Vermarktern auch eine Marktkonzentration bei den Affiliates und Netzwerken geben wird
Guter Artikel.
Allerdings liegt dem ein kleiner Fehler zugrunde. PostView-cookies sind nicht gleich den Klickcookies:
1. Sie haben meistens eine kürzere Gültigkeit (2-4 Tage)
2. sie überschreiben eben keine Klickcookies (kann man ja einfach testen)
Somit leidet der SEO- und/oder SEM-Affiliate nicht unter den PostView-cookies.
(Hier sind cookiedropper mal von ausgenommen, aber es geht hier ja nur um genehmigte PostView-Kampagnen)
Gruß
Lasse
1. Die Gültigkeit ist bei Tausenden von Cookies relativ egal, denke ich. Irgendeines konvertiert schon.
2. Das ist vielleicht bei einer Kampagne der Fall, bei der anderen nicht. Es geht hier auch nicht um klassisches Postview, sondern das “moderne”, von den Netzwerken ausgeübte. Und selbst wenn sie nicht überschreiben: Wozu sollte man einem View-Cookie Provision geben, die einem Klickcookie ähnelt (oder sogar noch höher ist wg. Premium Affiliate)?
Also ich bin auch ganz klar gegen Postview.
@Lasse: In der Theorie funktionieren das Prinzip mit dem Postview-Cookie und dem Klick-Cookie, aber ob das wirklich auf Dauer so sauber umgesetzt wird? Und ob in Zukunft diese Gültigkeitszeit so bleibt?
Ich meine auf irgendeiner Seite sogar gesehen zu haben, dass beim längeren Aufenthalt nochmal neue Cookies von anderen Merchants gesetzt wurden…
Ich finde es ja gut, wenn man Extreme betrachtet. Stellen wir uns einmal vor, bild.de, spiegel.de und stern.de (oder andere Seiten mit extremen Reichweiten) würden Postview machen. Da müsste man gar kein Affiliate mehr machen.
[...] Postview Tracking – So etwa 95 Prozent davon kann ich zustimmen. Meine größte Frage ist ja, ob jemand mal wirklich ernsthaft versucht hat, den Wert von Postview-Anzeigen herauszufinden … ich glaube nicht. Und wozu ist Postview überhaupt gut? Der Versuch Brand Marketing performanceorientiert abzurechnen ist doch totaler Blödsinn … muss sich aber lohnen, mittlerweile gibt es fast mehr Postview- als SEO-Buden … [...]
[...] Thema Post View Tracking finden sich unter anderem auf eisys Webmaster Blog, beim Affiliateboy und im Blog bei seokratie… updates [...]
Das Problem ist, dass die “Entscheider” in einer Firma (Marketing Director, GF) das ganze überhaupt nicht mehr verstehen und damit “unwissend” tolerieren. Gerade bei Postview wird oftmals für einen Lead Geld bezahlt, dessen Erfolg eigentlich einem anderen Medium (z.B. TV oder PR) zugeordenet werden müsste – und somit doppelt bezahlt wird.
Im Prinzip sollte man mal eine “Blacklist” der Merchants veröffentlichen, die Postview erlauben/machen. Erst wenn Companies auf der Blacklist stehen, wird vielleicht der GF oder MD hellhörig.
Hallo Julian,
danke für diesen sehr guten Artikel. Ich glaube das ganze Thema Affiliate Marketing muss sehen das es bei Kunden einen sauberen und ehrlichen Ruf beibehält. Auch für “kleine Publisher” kann es frustrierend sein gute Blogs, Portale etc. zu erstellen, um dann die Umsätze an igrendeinen “Postview” Seite weiterzugeben. Als Ergänzung zum Kommentar von @Andy – ja das ist das Problem. Zu Online Marketing gehört inzwischen eine gehörige Portion technisches Handwerk und technisches Verständnis. Deutlich mehr als bisher in allen anderen Marketingverantwortlichkeiten.
Eine Präsenz auf der Dmexco, abends dann Party, dann Online Star oder Neptun Awards alleine langt nicht.
In diesem Sinne weniger Glamour und mehr Blogs wie Julian’s lesen
So lange große seiten wie bild, ebay und co. solche werbemittel einsetzen und mittelmässige vermarkter diese bei ihren publishern auch noch forcieren (weil es aktuell an vernünftigen tkp-werbemitteln fehlt), wird diese art von werbung leider weiter existieren – und sogar noch zunehmen.
Wenn du an einem Affiliate-Netzwerk ohne derartige Möglichkeiten interessiert bist, dann kann ich dir gerne eines empfehlen.
lg
Peter
Wir wollten unser Programm bei Zanox listen (bisher nur Affilinet). Die wollten es uns zur Bedingung(!!!) einer Teilnahme machen, dass wir auch Postview akzeptieren.
Sowas von kurzfristig gedacht…
Eine Anmerkung noch zu Click- vs. View-Cookies. Das ist leider noch Theorie. Ich erinnere mich als die Netzwerke 2008 davon redeten, dass das ja bereits so sei und dann 2009 nach und nach Pressemeldungen rausbrachten, dass nun endlich performance-optimierte Module zur Verfügung stehen.
CJ hatte es sogar klip und klar in der Pressemeldung stehen “”Die neue Tracking-Lösung „CJ ViewPerformance“ (kurz CJ ViP) ermöglicht eine Differenzierung zwischen View-Cookies und Klick-Cookies.
[..]” (Quelle: http://www.marketing-boerse.de/News/details/Commission-Junction-stellt-eigene-Loesung-fuer-PostView-Tracking-vor/17773). Das war im August DIESEN Jahres!
Ergo lebten ein Jahr lang alle im Wunschtraum – die Netzwerke nahmen die Verluste der kleinen Affiliates somit wissentlich in Kauf!
Noch drastischer ist das ganze übrigens netzwerkübergreifend! Beispiel: Kunde X erhält durch Affiliate A ein Clickcookie bei einem Merchant über Affili.net. Später erhält der Kunde über Affiliate B ein Viewcookie des selben Merchants über z.B. Zanox. Um diesen Fall abzudecken benötigt man eine hochkomplexe Weiche. Erste Ansätze werden nun erstmals auf der dmexco präsentiert. Die Lösungen stammen meist von Agenturen – die logischerweise die Lösung nur ihren Kunden anbieten kann. Bis sich das verbreitet und state-of-the-art wird, werden garantiert noch Monate wenn nicht sogar Jahre vergehen!
Genau die oben genannte Thematik sorgt bei einem unserer Projekte (CashBack) für extreme Probleme. Buchungen unserer Kunden (die nachweislich ja das Kaufinteresse über uns abbilden um das Cashback zu erhalten), werden einfach storniert. Auf Nachfrage heißt es dann in 98% aller Fälle, dass eine Doppelbuchung vorliegt. Nach expliziter Prüfaufforderung unsererseites stellt sich dann immer heraus, dass die Doppelbuchung einem PV-Affiliate zu Gute kam!
Ein weitere Grund warum ich GEGEN PV bin ist die heimlichtuerei der Netzwerke! Wir wollten mal eine Liste aller PV-Merchants erfragen – das ist schier UNMÖGLICH! Einzig Tradedoubler stellte uns die Liste zur Verfügung (aber auch nur, nachdem wir ordentlich Druck gemacht haben). Affili.net, Zanox und CJ wollten die uns trotz mehrfacher Nachfragen nicht zur Verfügung stellen – jeweils mit der Ausrede, dass einzig sie entscheiden wer PV machen darf und wer nicht. Wir müssten persönlich unser Konzept inkl. Prognosen und Technik vorstellen um überhaupt erstmal die LISTE der möglichen Merchants zu erhalten! Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch anmerken, dass wir mit 14 Netzwerken zusammenarbeiten und in jedem Netzwerk Premiumpartner sind! Ergo – für kleinere Affiliates ist es definitv unmöglich etwas zu erfahren! Die Netzwerke versuchen das schlichtweg so intranparent wie möglich zu gestalten.
Julian, bitte mach die Links sichtbar im Text. Das blau auf grau ist übel.
(Ich hab mir das auch schon mal anhören müssen – im SelfHTML-Forum damals
[...] Postview-Diskussionen findet man bei PP-Blogsberg, Eisy, Seokratie und Markus Kellermann… Ähnliche Affiliate News SuperClix eröffnet Filiale in der [...]
[...] und auch “unter der Hand” habe ich durch meinen vorherigen Post so viele neue Sachen über Postview erfahren, dass einem fast schlecht werden kann. Ein riesiger [...]
Affilicrawler.de distanziert sich als kleines Affiliate Netzwerk ausdrücklich von Postview-Tracking
http://www.affilicrawler.de/?act=postview_tracking
Dem Artikel ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen.
“Postview Tracking” fußt auf Dummheit (derer, die es nicht verstehen und deshalb nicht verbieten), Habgier (zügelloses und rücksichtsloses Gewinnstreben der Agenturen um jeden Preis) und Unwissenheit (derer, die das Modell entgegen ihrer Unternehmeninteressen finanzieren).
Nur großflächige Layer und Popups, die den gesamten Seiteninhalt wie bei einem expliziten Aufruf einer Seite durch den User selbst darstellen und damit die gesamte Produkt- und Werbepalette anzeigen können, rechtfertigen den Einsatz direkter Cookies bei einem View – denn nur bei derlei Formaten ist eine Kausalität zwischen View und Sale anzunehmen. Sie fehlt dagegen gänzlich bei allen (!) sonstigen Postview-Formaten, angefangen natürlich bei den 1*1-Pixelbannern oder den “Multi-Merchant-Werbemitteln”.
Die richtige Vorgehensweise gegen diese Seuche ist Aufklärung; weniger gegenüber den Agenturen, denn diese werden sich ungern in die eigene Hand beißen. Vielmehr aber gegenüber den Verantwortlichen der Unternehmen, die für diese ineffiziente Werbung aufkommen müssen. Diejenigen, die für “nichts” bezahlen und von den Agenturen / sonstigen Verantwortlichen auf unterster Stufe leuchtende, grüne Zahlen vorgelegt bekommen.
Vielen Dank für die Aufklärung und weiter so!
Viele Grüße,
Tim
Danke für diesen Bericht, dieses Problem gibt es ja leider auch schon länger. Zum Glück ist die Gefahr für kleine Webmaster aber noch nicht so hoch, fragt sich nur wie lange noch…. :-/
Hallo.
Wie sollte das, das Ende des Aff.Marketing sein?
Wenn ich als Affiliate mit meiner seite last hop bin wird das cookie welches vorher von jemandem andern gedroppt wurde einfach überschrieben.
Ich seh nicht genau ein wieso das der Tod von Aff.Marketing sein soll?
Hi,
das Beispiel ist meiner Ansicht nach eher wenig verbreitet. Ich denke mal, dass die meisten Kunden sich einfach erst später entscheiden, wenn die Frau auch was dazu gesagt hat. Sagen wir mal jemand interessiert sich für 1&1 DSL. Er surft auf 1&1 checkt die Angebote und haut die Seite in die Favoriten. Abends quatscht er mit der Frau drüber und bestellt. Nur das Problem ist, dass er zwischenzeitlich auf 100 verschiedenen Seiten unterwegs war und wenn nur eine erneut ein 1&1 Cookie gesetzt hat, wurde die Provision “gestohlen”.
Häufig sollte das sowieso bei hochpreisigen Sachen vorkommen.
Daher sollte man meiner Ansicht nach Abstand von allen Werbepartnern halten, die dritte HTML-Codes erlauben. Also im Endeffekt gar keine Anbieter von Partnerprogrammen sind. Im Grunde wäre die Liste unendlich, wenn amn nur die auflistet, die gar keine echten Anbieter sind. Die echten sind da shcon eher überschaubar. z.B. Affili.net, Adwords/Adsense, Zanox, etc.
Langfristig gesehen wird das in jedem Fall nichts bringen. Die Advertiser werden dadurch in aller Regel nicht viel mehr verdienen als vorher, dafür aber weit aus mehr Provisionen ausschütten müssen. Es ist daher gar nicht nötig, dass die Win-Win-Win-Parteien reagieren. Der Advertiser wird das irgendwann selber rausfinden und die Einbindung in dritten Programmen untersagen.
Gruß
Dann hilft nur conversion rate auf eigener site optimieren. Oder mit Anreizsystemen und potentieller Kundenbindung arbeiten.
Es zerstört nicht einfach so das Affiliate Marketing, sondern sortiert Affiliates aus welche Ihren Job nicht gut genug machen.
Deswegen plädiere ich für eine “Ein-Affiliatenetzwerk-Postview-Freigabe” der Advertiser. Werde darüber auch bald bei seoneo.de schreiben. Denn jedes der großen Affiliate Netzwerke hat mittlerweile eine Technik um den tatsächlichen Klick Cookie härter zu gewichten, als den weichen View-Click-Cookie. Wenn man also wie oben beschrieben eine sehr gute Nischenseite hat und eine CTR von 10%, der postview Publisher aber eine harte CTR von 0%, dann ist, vorausgesetzt pv ist nur in einem Affiliatenetzwerk erlaubt und man selbst ist Publisher in diesem, dann der Klick der Nischenseite höher bewertet und wird somit vergütet. So kenne ich es auch von z.B Commission Junction.
[...] Kommentare zu diesem Thema sind bspw. in den Beiträgen auf http://www.pp-blogsberg.de und auf http://www.seokratie.de zu finden. Viele Affiliate-Experten sind unterschiedlicher Meinung und diskutieren öffentlich [...]