Postview Tracking die Zweite
16. Sep 2009
Öffentlich und auch “unter der Hand” habe ich durch meinen vorherigen Post so viele neue Sachen über Postview erfahren, dass einem fast schlecht werden kann. Ein riesiger Moloch, der langsam aber sicher an die Öffentlichkeit gelangt.

Bedingung: Postview muss akzeptiert werden
So macht es ein Netzwerk anscheinend mittlerweile für einen Merchant wohl zu Bedingung, dass Postview Tracking akzeptiert wird. Wer kein Postview erlaubt wird also nicht mehr aufgenommen. Nicht nur, dass kleine Affiliates dadurch ihrer Provisionen beraubt werden – auch ein kleiner Merchant muss plötzlich aufgrund der massiven PI-Zahlen von Postview-Affiliates massenhaft Provision zahlen.
Und das von Sales, die er teilweise selbst über Adwords oder die organische Suche zuerst eingeleitet hat! Da ich selbst auch eine Handvoll Merchants in Sachen Affiliate betreue, rate ich ihnen ab von den normalen Netzwerken und hin zum kleinen, aber sauberen Netzwerk Superclix. Das ist jetzt keine Werbung und ich kenne die Leute nicht einmal gut, aber ich finde so ein Verhalten (das Superclix ja Geld kostet!) sollte man achten.
Trotzdem lachen die meisten Affiliates und Merchants wohl über “uns”, da wir leider nur einen Zwergenaufstand zustande bringen. Ist ja auch klar: Die großen Affiliates machen ja Postview, die Agenturen und Netzwerke auch.
Gefragt sind hier die CEO’s der großen Shops. Daher mein Aufruf: Kennt ihr einen großen CEO persönlich? Dann schickt ihm bitte diesen oder einen ähnlichen Beitrag. Verlierer sind nämlich unwissende Merchants auch. Sie zahlen Postview-Provisionen teilweise auch von Traffic, den sie selbst ursprünglich über Adwords, TV oder einen anderen Kanal gewonnen haben. Jemand hat die Fernsehwerbung des Online Shops XY gesehen, war aber vorher auf einer Postview-Seite – schon ist der Sale beim Affiliate. Von den Agenturen und Netzwerken wird die Bewegung sicher nicht ausgehen und niemand ruft mal eben den CEO an und erklärt ihm das. Wir müssen den Druck also erhöhen.
Montiman erklärt
Montiman hat ein tolles Video bereitgestellt, das die momentane Situation sehr gut darstellt:
Affiliate Marketing ist immer noch super-unseriös und steckt in den Kinderschuhen, wenn da nicht endlich einmal ein einheitliches System gemacht wird. Ich habe auch von Partnerprogrammen Kenntnis, wo das Tracking überhaupt nicht funktioniert und einfach grob geschätzt wird, wie viele Sales jemand gemacht hat. Und das ist kein kleines Partnerprogramm!
Nochmal konkret
Wenn eine Wallpaper-SMS-Kostenlos-gratis-Klingeltöne-Seite Multimerchant Banner mit insgesamt sechs (!!!) Merchants pro Pageimpression und automatischer Auswechslung bei mehreren PI’s hat, dann droppt diese Seite “mal nebenbei” bei einem normalen User mit 5 PI’s rund 30 Cookies, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Das muss man sich vergegenwärtigen: Ich habe bei einer guten Affiliate Seite mit 1000 Besuchern rund 180 Klicks. Mit Postview hätte ich da 5.000 x 6 = 30.000 Klicks. Die halten zwar nur zwei Tage (großes Gegenargument der Postviewer), aber das wäre mir auch egal.
Ich bin kein neidischer Mensch und gönne jedem alles Geld der Welt, solange es ehrlich verdient wird. Aber wenn mir Geld aus der Tasche gezogen wird, dann werde ich sauer. Klar ist das ein Zwergenaufstand. Aber die Frage ist, wer ihn veranstaltet: Ehrliche Affiliates, die das gesamte Geschäftsmodell “Affiliate” den Bach heruntergehen sehen. Und warum?
Weil keiner aufhören kann die Taschen mit Geld vollzustopfen um einmal eine Minute darüber nachzudenken, dass er verbrannte Erde zurücklässt und er sich seine eigene Geschäftsgrundlage kaputt macht. Das gilt sowohl für Affiliates, wie auch für Netzwerke und Agenturen.
Ich finde, wir brauchen im Affiliate Marketing endlich einmal zukunftsfähige Konzepte und nicht so einen Müll wie er momentan veranstaltet wird. Denkt denn keiner fünf Jahre voraus?
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Kategorie: In eigener Sache
About the Author: Julian Dziki is an SEO, Online Marketer & Affiliate since 2007.
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Schön, dass mein Kommentar zu einem weiteren Post geführt!
Wir sind ein Mini-Merchant (schütten vielleicht 3-4.000 Euro im Monat aus), werden aber ["EDIT"] u.a. aus diesem Grund meiden.
Sorry Anonymous Merchant, aber ich kann trotz allem keine Namen tolerieren. Wir sind immer noch in Deutschland und eine Abmahnung ist da sehr schnell da.
Hallo Julian,
die Situation sehe ich ähnlich – ich bin mal gespannt wie bzw. ob die Netzwerke nächste Woche in Köln reagieren.
Richtig interessieren würde mich allerdings noch, für welches PP das Tracking nicht funktioniert. Das ist doch eigentlich ein starkes Stück für Affiliates – so ein Programm gilt es doch erst recht zu meiden – und wie wird das provisioniert, über die Anzahl der Views?
Hi Jan,
Darf ich nicht sagen. Die Provision wurde nach Klicks berechnet, aber man bekam Sales ausgezahlt. Da gab es dann nen Durchschnittswert: Sprich 100 Klicks = 1 Sale (in etwa) – und völlig egal ob es wirklich ein Sale war oder nicht.
Hi, Julian erstmal thx für diese prikanten Infos.
Aber
Darf ich nicht sagen. Die Provision wurde nach Klicks berechnet, aber man bekam Sales ausgezahlt. Da gab es dann nen Durchschnittswert: Sprich 100 Klicks = 1 Sale (in etwa) – und völlig egal ob es wirklich ein Sale war oder nicht.
diesen Punkt verstehe ich nicht ganz. Denn gehen wir mal von aus ich bin Merchant, und soll für Sales bezahlen die nicht vorhanden sind. Da stellt sich doch die Frage wieso die Merchant dies mitmachen. Wenn ich natürlich mehr Sales habe als man zahlen muß dann würde ich natürlich die Klappe halten und mich freuen
. Und wieso darfst du keine Namen nennen? Wenn man dies beweisen kann dann darf man auch Namen nennen.
Ich glaube hier müssen wir uns mal reinlesen. Höchstspannend das Thema. Wenn dem tatsächlich so ist, dann ist das wirklich frech. Wir sind gespannt, wie es hier weitergeht und freuen uns über weitere News.
Hallo Julian,
“Ich habe bei einer guten Affiliate Seite mit 1000 Besuchern rund 180 Klicks. Mit Postview hätte ich da 5.000 x 6 = 30.000 Klicks.”
Die Rechnung verstehe ich nicht: 1000 Besucher a 6 Banner würden bei einem View einer Seite 6000 Cookies fangen. Wenn Du die 5000 darauf beziehst, das die User auch 5 PIs machen, dann wären es aber 30K Cookies und nicht Klicks! Weil Du hättest de facto ja nur 5000 Klicks bei 1000 Usern und 5 Seiten. Oder stehe ich hier auf dem Schlauch?
Besten Grüße
Marcell
Mir ist noch immer schleierhaft, wie einem kleinen SEO-Affiliate Sales weggenommen werden können, bzw. ein Merchant doppelt bezahlen kann.
1. Beispiel:
1. Kunde klickt eine AdWords-Anzeige (Trackingcookie des Merchant wird gesetzt)
2. Kunde surft weiter zu Spiegel.de (Postview-Cookie des Merchant wird gesetzt)
3. Kunde kauft (Cookies werden ausgelesen, Trackingpixel der SEM-Kampagne dynamisch integriert und befüllt, Sale SEM zugeordnet)
4. Die Trackingweiche des Merchant erkennt anhand einer Cookiegewichtung, wem der Sale zugeordnet werden soll
2. Beispiel:
1. Kunde surft auf Affiliate-Seite und klickt auf den Netzwerklink zum Merchant (Merchantcookie von Netzwerk A wird gesetzt)
2. Kunde surft zu Spiegel.de (PV-Cookie des Merchant aus Netzwerk Z wird gesetzt)
3. Kunde kauft (Cookies werden ausgelesen, Trackingpixel von Netzwerk A dynamisch integriert und befüllt, Sale Netzwerk A zugeordnet)
4. Die Trackingweiche des Merchant erkennt wieder anhand Cookiegewichtung, wem der Sale zugeordnet werden soll
Anders sieht es natürlich bei Offline-Kampagnen aus. Sieht ein Kunde einen TV-Spot und kauft, nachdem er sich ein PV-Cookie bei Spiegel.de eingefangen hat, ist der Sale mehr als doppelt bezahlt.
Der Beitrag ist, wie leider fast immer zum Thema Postview, äußerst reißerisch geschrieben. Das Thema Postview wird anscheinend von vielen einfach nicht richtig verstanden wenn hier immer noch von Klick-Cookies die Rede ist. Kein seriöser und großer Postview-Publisher setzt Klicks, sondern View-Cookies und mit entsprechender Cookie-Weiche und guter Technologie sogar Netzwerkübergreifend. Es wird hier also niemandem etwas “weggenommen”. Das Thema Branding geht hier völlig unter – bei TV-Werbung ohne das die Brandingleistung, im Gegensatz zu Postview, getrackt werden kann, meckert komischerweise niemand. Postview-Publisher übernehmen (ähnlich wie SEO) sehr viel Risiko beim Einkauf von hochwertigem Traffic den die meisten Merchants nie selber ausgeben würden.
Keine Angst, die Merchants haben Postview schon korrekt verstanden und setzen dies entweder selber oder über die großen Agenturen sauber um. Diese Superclix-Werbung nervt mich derzeit tierisch – was bringt mir Superclix mit hunderten unrelevanten Mini-Programmen gegenüber den etablierten großen Netzwerken? Richtig, nichts.
Hallo Philipp (aus welchem Netzwerk/aus welcher Agentur ?),
off-topic: ich glaube persönlich nicht, daß es bei dieser Postview-Diskussion um die angeblich “unrelevanten Mini-Programme” von SuperClix (z.B. mit den “Mini”-Unternehmen wie Jochen Schweizer, mycare, worldticketshop, Soda-Club, aber auch diversen Nischen-Shops, die nicht jeder hat) geht, die es auch bei anderen “etablierten” Netzwerken gibt.
Bleiben wir also SACHLICH beim Thema:
Branding: Mit PV-Kampagnen wird vom PV-Anbieter automatisch zu 100% festgelegt, daß der Kunde die Werbung bewußt (!) wahrgenommen hat, dabei gibt es neben dem Mißbrauch (z.B. mit kleinen Buttons in Footern, auch bei großen Freemailern und Paid4-Seiten) auch diverse neutrale Untersuchungen, die genau das Gegenteil beweisen. Nur weil ein Kunde das PV-Banner morgens angeblich gesehen hat, und dieser nach einem Radio-Spot oder einer Postwurfsendung beim Merchant einkauft, heißt das noch lange nicht, daß die Werbeleistung über PV zustande kam. Dagegen kann man bei Klicks im Affiliate-Marketing sicher gehen, daß ein bewußtes Interesse statt fand, da ein echter Kontakt (nämlich der Klick) zustande kam.
meine Fragen an die Experten:
- Warum keine eigene Kampagne/Kanal/Domain für Postview-Tracking, der vollkommen unabhängig vom Affiliate-Marketing läuft ? (siehe z.B. Dirks Vorschlag bei pp-blogsberg.de)
- Wie stellen die Postview-Befürworter sicher, daß die Werbung (egal wie groß oder klein) definitiv bewußt gesehen wurde und der Sale/Lead durch Postview wirklich generiert wurde und nicht durch einen TV-Spot oder eine Postwurfsendung kurze Zeit danach ?
- Warum soll eine Agentur entscheiden, die SEM auch selbst betreibt und auch selbst Affiliate ist, wem die Provision zugeordnet wird ?
- Warum ist Postview nicht transparent ? (z.B. welches Partnerprogramm bietet überhaupt Postview ? Was für eine Technik wird eingesetzt ? Wo wird über Risiken aufgeklärt ? Warum wurde ohne Info der Kunden und Partner Postview einfach bei manchen Netzwerken aktiviert ?)
- Du schreibst was von “Kein seriöser und großer Postview-Publisher”, gibt es noch andere “kleinere” und “nicht so seriöse” ? – Kannst Du 100% versichern, daß bei Deinen/Euren Kampagnen alles korrekt läuft ? (Tipp: Am besten als Referenz Eure Postview-Partnerprogramme angeben, damit alle Leser dies auch neutral nachprüfen können.)
@sascha: Stimmt, so sieht die Theorie aus. Praktisch gibt es auch bei Partnerprogrammen mit dem von Dir favorisierten Parameter-Tracking große Probleme, wie viele Postings von verunsicherten Affiliate-Partnern zeigen (und wie auch unsere Betreiber/Merchants bestätigen, die alles mittracken), z.B. hier auch im Blog bei einem Cashbackportal, bei dem der Enduser sofort einkauft.
Wie man vielen Kommentaren und Blog-Postings hier und z.B. auch bei pp-blogsberg.de u.a. entnehmen kann, gibt es überall jede Menge Fragen und Probleme zu Postview…
Hi Seodeluxe,
Ja, natürlich habe ich Cookies gemeint, nicht Klicks.
Ach Markus, deine Position ist doch unabänderlich und hinlänglich bekannt. Deine Beiträge bestehen konsequent aus folgenden Inhalten
- Du hast Recht
- Postview ist schlecht und mehr oder weniger kriminell
- Superclix hat es wie vieles anderes nie gemacht
- Superclix ist das Beste Netzwerk
Hallo Marcus,
ich bin von der Agentur redvertisment, also nicht Merchant oder Netzwerk-Seite, wir vertreten die Seite der seriösen großen Postview-Publishern. Deinem off-topic gebe ich insofern recht, dass ich sicherlich kein Netzwerk oder Merchant hier “beleidigen” möchte, mir wird hier nur zu einseitig aus Seiten von Superclix berichtet. In Gesprächen mit Merchants habe ich bisher noch keinen erlebt der nach intensivem Gespräch das Thema uninteressant findet.
Zum Thema Branding: Wir haben zum Beispiel für solche Fälle das Visibility-Tracking Netzwerk- und Browserübergreifend eingeführt welches technisch sicherstellt, dass die Werbung im sichtbaren Bereich der Webseite angezeigt wird – ob dann Herr Meier beim morgendlichen Lesen seiner eMails auf GMX (nur als Beispiel) diese Werbung dann auch bewusst wahrnimmt ist so nur indirekt nachweisbar (Stichwort “Werbeblindheit). Allerdings kann ich dir versichern, dass wir sehr gute Klickraten auf unseren Banner (Multi-Merchant) haben die sich nicht von normalen TKP-Reichweitenbuchungen unterscheiden. Wie bereits erwähnt gebe ich hier gerne das Beispiel TV an welches viel undurchsichtiger ist.
Ich denke es bleibt dem Netzwerk oder dem Merchant/Agentur überlassen zu zeigen ob und wann Sie Postview einsetzen, dies ist sicherlich nicht die Schuld der Postview-Publisher. (In den meisten Fällen bringt dir dies auch nicht viel als “normaler” Affiliate, da es Closed-Groups mit maximal 10 Publishern gibt die die Freigabe bekommen – dies befürworten wir auch stark um der Kannibalisierung entgegenzuwirken).
Die Einführung des Code-of-Conduct des BVDW ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
Also bitte das Thema Postview nicht generell dauernd in ein schlechtes Licht rücken, ich bin daher sehr für diese öffentliche Diskussionen um das Thema besser verständlich zu machen.
Es gibt genügend technische Methoden um unseriöse Postview-Publishern sofort zu stoppen und diese vor allem zu erkennen und ich kann dir versichern, dass es in Deutschland keinen großen Postview-Publisher gibt der mit 1×1 Pixel im Footer oder ähnliche hier aufgeführte Dinge arbeitet, wir treten für Nachhaltigkeit und nicht für “das schnelle Geld” ein.
Hallo Philipp,
in der ganzen angeregten Diskusion geht es wirklich nicht darum Anbieter an den Pranger zu stellen die generell Post View anbieten und dies sauber handeln.
Es geht um diese Anbieter die Post View beim Kunden einfach aktivieren, die nicht kontrollieren wie die Einbindung letzendlich erfolgt und die über bestehende Partner-Programme gehen und somit mit Affiliate-Aktivitäten kolidieren können.
Warum werden Post-View Kampagnen nicht getrennt behandelt,
mit eigenem Tracking usw. ?
Zum Code of Conduct:
letzendlich handelt es sich ja dabei um Empfehlungen aber keinerlei Verpflichtungen, selbst wenn dies so wäre wer kontrolliert die Einhaltung ?
Wenn jemand wie Du hingeht und sagt okay wir machen das und haben aber sichergestellt dass es nicht zu Überschneidungen kommt aus folgenden Gründen usw. ist das genau dass Feedback und die Transparenz die gewünscht ist
und an der es zur Zeit extrem fehlt.
Warum legen die Anbieter nicht offen wie gearbeitet wird, ob es ein “default on” gibt ohne Kundeninformation, was getan wird um Überschneidungen zu vermeiden usw. – wo ist da die Transparenz?
Und ich meine damit nicht irgendwelche flachen Marketingaussagen die null tiefe haben sondern eine fundierte Erklärung.
Wer sauber arbeitet kann dies doch offen legen und aussprechen?
@simon
es geht hier bei weitem nicht um sc sondern um Transparenz
und komischerweise haben auch andere negative Erfahrungen mit PV gemacht.
Grüße
Dirk
@Dirk
der Code-of-Conduct wurde von fast allen Agenturen und Netzwerken bereits unterschrieben und in der letzten Überarbeitung deutlich verschärft. Ich kann dir versichern, dass Vermarkter, Agenturen, Netzwerke und Merchants derzeit sehr stark darauf achten, dass dieser eingehalten wird. Niemand unterschreibt diesen “Vertrag” um sich dann daran nicht zu halten- der Imageschaden wäre hier zu groß.
Was ich befürworte ist eine klarere Anzeige im Netzwerk wo Postview erlaubt ist und unter welchen Bedingungen – ich denke Tradedoubler mit Ihren iSales haben hier einen richtigen Schritt gemacht. Man muss Postview-Kampagnen mit der richtigen Technik und Cookie-Weichen nicht separat behandeln, sondern kann dies sauber getrennt betrachtet abwickeln.
Vielleicht triffst du dich auf der dmexco einfach mal mit Verantwortlichen von Netzwerken die Postview erlauben und fragst gezielt nach – ich bin mir sicher, dass du hier fundierte Antworten bekommst
netter beitrag julian!
prinzipiell finde ich einen tkp, der die medialeistung abdeckt durchaus gerechtfertigt. eine marke aufzubauen kostet nunmal geld. das ist einfach so und das ist auch in ordnung.
durch einige “methoden” wie sie oben im video beschrieben werden, ist es allerdings faktisch schon so, dass auch mit postview-tracking die tkps viel zu gering sind, um damit noch gutes geld zu verdienen. deswegen gehen immer mehr kleinere/mittelgroße portale (wo content nicht “werbung” ist) vor die hunde.
wer sich heutzutage noch die arbeit macht, ein portal aufzubauen, tut mir leid. denn wenn die tkps auf dem derzeitigen level bleiben (sie bewegen sich im mittel bereich im bereich von 20-50 cent), dann sind 1 Mio views 200-500 euro. lächerlich! tkps von 20 euro waren früher durchaus gängig – d.h. wir sind bei EINEM (!!!) prozent dieses tkps angekommen.
wir gehen deswegen inzwischen andere wege und setzen unser know-how anders ein. mein tipp an affiliates/seos: baut euch ein eigenes produkt auf und investiert eure energie dort.
wir haben es mit unserer golfmarke fore!titude gemacht. hier weiß ich wenigstens wofür ich arbeite. das ding rockt wie die sau und die arbeit macht richtig spaß. keine politische scheisse 24/7, verlässliche partner, ehrliches business. also genau das, was man im affiliatemarketing inzwischen mit der lupe suchen muss. es gibt noch einige wenige verlässiliche partner, aber viele sind es nicht mehr.
wenn ihr euch keine eigene marke zutraut, versucht ein koop mit einem shop einzugehen nach dem modell seo/sem/smo gegen eine beteiligung an dem shop. gerade kleinere shops sind dafür offen.
und dann verdient ihr DAUERHAFT an folgekäufen / weiterempfehlungen / verkauf des unternehmens etc.
also genau daran, was den eigentlichen wert von werbung ausmacht und wofür heutzutage nicht mehr gezahlt wird seitens der merchants.
durch den preisverfall haben die merchants genau das bekommen, was sie bezahlt haben: sie wollten billigbillig einkaufen und haben am ende genau diese qualität bekommen.
ich wünsche der gesamten branche viel glück – ihr werdet es brauchen!
PostView hat ein schlechtes Image, weil die großen PV-Publisher mit ihren Werbemitteln parallel zu Postview-Cookies auch reichlich Click-Cookies droppen und das von den Netzwerken offensichtlich toleriert wird. Witzigerweise sind das genau die Publisher die nun hier und in den anderen Blogs Stimmung gegen Anti-Postview machen.
Was hilft mir ein Code of Conduct, wenn sich niemand dran hält.
Kleiner Tipp für alle die es nicht glauben wollen: Für Firefox gibt es die Extension HTTP Live Headers. Damit kann sich mit Hilfe von regulärer Ausdrücken wunderbar die Click-Cookies der Netzwerke filtern und anzeigen lassen. Einfach mal installieren, ein paar bekannte Seiten mit Multimerchant-Bannern ansurfen und staunen.
[...] hat noch einen zweiten Post zum Thema Postview geschrieben: Postview Tracking die Zweite. Bei Superclix hat man sich vor 10 Tagen ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Ebenso der Montiman. [...]
Für die Ganze Problematik gibt es doch eine ganze simple Lösnug. Und zwar den Einsatz eines Tracking-Tools (z.B. http://www.dynamic-tracking.de), das ALLE Werbekanäle des Merchants trackt und beim Lead/Sale entsprechend der Einstellnug des Merchants entscheidet, welcher Einblendung bzw. welchem Klick die Provision zugeordnet werden soll.
Schöne Grüße,
Mathias
Ich frage ab sofort bei jeder Agenturanfrage, ob Postview eingesetzt wird, oder nicht – falls ja, können die sich hinten anstellen.
Was wir Affiliates brauchen, ist eine Art Gewerkschaft, damit könnte man ganz schnell Druck aufbauen – und noch ganz andere Sachen durchsetzen!
Grüße
Matthias
@m4tze
Kannst Du die reguläre Ausdrücke für die Extension HTTP Live Headers mal bereitstellen ? Täte mich doch mal sehr interessieren, wie die Cookies sich wundsam vermehren ! Gerne auch via Email.
Besten Dank.
Daniel
Jeder normale Browser zeigt dir an welche Cookies wie und wann gesetzt werden – das ist doch jetzt kein Geheimnis oder wird “irgendwas” aufdecken wo es nichts aufzudecken gibt…man man. Wer glaubt denn bitte schön immer noch an das Märchen, dass Postview-Publisher Cookies von Merchants setzen die nicht eingeblendet werden?
Ich glaube Ihr sprecht eher von normalen Affiliates (da ist es nämlich in der Tat Schwierig dies dies zu unterbinden – aber genau diese Leute ziehen über Postview her) mit kleinen Webseiten an und keine Trafficbroker?
@Daniel Mit folgender RegEx bekommts du beispielsweise nur Zanox-Klick-Cookies angezeigt
^http:\/\/ad\.zanox\.com\/ppc\/
Apropos Zanox, meine Quartals-Performance: 180.000 Views / 400 Klicks / 0 Sales. Und die Werbemittel waren im sichtbaren Bereich platziert… Die sind wohl außer Stande Sales zu tracken. *lol*
Zwei Dinge fallen bei der derzeitigen Diskussion -hier und in anderen Blogs- auf:
1) Die Gegener sind augenscheinlich primär klassische Affiliates, die durch Post View Kampagnen Ihre Einnahmen gefährdet sehen. Dass Superclix als Netzwerk sich gegen eine Vergütungsform sperrt ist komplett schleierhaft. Ob ein Zusammenhang besteht, dass offenbar eher Zanox und affilinet die PV Publisher hat, mag jeder selbst einschätzen. Zumindest hab ich den Eindruck, dass der Kollege mit dem Erklärvideo offenbar mit eigenen Projekten unter PV Konkurrenz gelitten hat. Glaubte ich dem Kommentar Thread entnehmen zu können.
2) Die gegen PV vorgebrachten Argumente sind gar keine. Primär wird vorgebracht, dass Merchants oder Agenturen unwissend seien, und klassischen Affilates die Click Cookies überschrieben werden. Das sind keine Argumente.
Fakten Check aus Sicht eines Merchants, denn der zahlt ja:(etwas verallgemeinert, aus dem was derzeit zu lesen ist)
a) Post View Cookies überschreiben Post Click Cookies. Die ehrlichen/guten/klassischen Affiliates leiden.
–> Danach kann doch ernsthaft kein einziger Merchant seine Programmstrukturen ausrichten. Es kann doch nur um eins gehen: Dass unter dem Strich mehr Return on Investment erzielt wird, als vorher. Wenn dabei einzelne Publisher weniger verdienen ist das doch kein Gegenargument für den Merchant.
Und: Wenn ich als Merchant meine guten Post Click Affiliates halten will, muss ich PV so steuern, dass auch die noch Spaß haben (z.B. kürzere PV Cookie Laufzeiten). Üblich und einfach umsetzbar.
b) Triple Banner droppen doch nur Cookies. Keine Werbewirkung.
–> Der Triple Banner ist deutlich größer als der über Jahre eingesetze 234×60 Banner. IAB Standardformat. Meist auf TKP Basis geschaltet, egal ob danach wer kauft. Mehrere Millionen Impressions auf CpL/O Basis quasi riskolos geschaltet zu bekommen, ist gerade für die Merchants attraktiv, die sonst keinen Millionen im Web invstieren können. Ein echt guter Deal. Für vegleichbare Werbeleistung wurden früher fette TKPs fällig.
Und: Viele PV Publisher schalten genauso vollformatige Single-Merchant Banner. Fällt nur nicht so auf, oder? Jeder Merchant kann zudem Triple Banner ausschließen und nur auf Vollformate setzen, wenn ihm das sonst doch zu kleinformatig ist. Auch hier aus Merchant Sicht volle Souveränität.
c) 6-fach rotierende Werbemittel und Miniformate nimmt doch kein Mensch wahr. Cookie Dropping.
–> Sehe ich persönlich auch so. Würde ich keinem Merchant empfehlen. Denoch: Einige der größten Online Werbetreibenden haben sich dafür entschieden, auch solche Formate für Affiiates freizugeben. Da sitzen keine Praktikanten die verar***t werden. Da sind einige der fittesten Online Marketer dabei, die für sich entschieden haben, dass Sichtkontakt + Kauf nach x Tagen = Provision, eine gute Gleichung für sie ist.
d) Wer weist denn nach, dass der Sichtkontakt wirklich Kaufauslöser war? Die Formate weden doch gar nicht wahrgenommen.
–> Das weist natürlich niemand nach. Übrigens wie das bei klassischer Werbung in TV, Print, Funk, Outdoor in den letzten 50 Jahren auch selten der Fall war. Die Existenzberechtigung von Werbung beruht darauf, dass die Annahme gemacht wird, dass ein (bis sieben) Sichtkontakte Werbewirkung im Kopf der Rezipienten hinterlässt. Und die möglichst zeitnah ins Autohaus, Kaufhaus, Supermarkt oder auf eine Website gehen und sich dort für das beworbene Produkt entscheiden. Diese Annahme haben mehr Studien in den letzten Jahen bestätigt als wir alle je lesen könnten. Oder glaubt ihr die Top-Werbspender der Welt versenken aus Unkenntnis über 1 Mrd. Euro im deutschen Internet (jenseits von Search und Affiliate Programmen)? Die wissen exakt was sie tun und was es bringt. Werbung WECKT Bedürfnisse. Auch nach Sichtkontakt. Google (und damit auch SEO-Affiliates) DECKT Bedürfnisse. Säen und ernten. Warum soll ich als Merchant für’s säen immer nur TKP zahlen?
Übrigens: Wer hat bislang garantiert, dass der User vor dem Affiliate Click nicht am Abend vorher einen TV Spot gesehen hat und deswegen bei euch gelandet ist. Hätte der TV Sender nicht die Provision verdient ? ,-)
In Summe wird in der Diskussion das Bild erweckt, als wenn findige PV Affiliates in Zusammenarbeit mit fiesen Agenturen und Netzwerken unwissende Merchants ausnehmen. Das ist nach meiner Erfahrung falsch. Die Merchants wissen was sie tun.
Sicher mag es Fälle geben, wo der Merchant nicht genau weiß was läuft. Empfehlung: Gutes Tracking und gute Agentur nehmen. Und ein Netzwerk, das Post View erst nach Absprache frei schaltet. Das kann man erwarten.
Ich glaube alle täten gut daran, persönliche Nachteile nicht mit grenzwertigen Online Werbemethoden gleich zu setzen. Gerade im Affiliate gibt es andere Themen wie Brand Bidding/Ad Hijacking, wirkliches Cookie Dropping (über Counter etc.), die vielmehr ein solches Bashing verdient hätten. Denn dort wird einfach betrogen. Da sehe ich die wirkliche Gefahr für’s Affiliate Marketing.
My 2 Cents.
[...] Themen dazu zusammengefasst: Julian hat noch einen zweiten Post zum Thema Postview geschrieben: Postview Tracking die Zweite. Bei Superclix hat man sich vor 10 Tagen ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Ebenso der [...]
Unabhängig davon, ob Postview nun seriös ausgewertet werden kann, bleibt immer noch die Tatsache, dass ich einen Leaderboard im Footer platzieren kann, wo ihn nur 10-20% der Besucher wahrnehmen aber 100% ein Cookie kassieren. Die Multileaderboards platzieren sogar gleich Cookies von drei verschiedenen Anbietern. Von Branding kann hier genauso wenig die Rede sein, wie von einer seriösen Auftragsvermittlung.
Der Advertiser ist doch dumm, dass er sowas mitmacht. Klar steigen die vermittelten Sales über die Netzwerke, aber mehr Kunden gewinnt er dadurch kaum bis gar nicht. Er muss sogar Provisionen für Sales zahlen, die er auch völlig ohne Advertising generiert hätte. Und das nur, weil der Kunde zufällig mal auf einer Seite war, wo ein Cookie generiert wurde.
Und dazu kommt dann noch erschwerend hinzu, dass der beratende Affiliate völlig leer ausgeht, weil er eben nich der letzte Cookie Spreader war.
Meiner Ansicht nach sollte Page View von allen Anbietern untersagt werden. Das ist nicht anderes als das Cookie-Spreading der diversen Layer-Anbieter. Die sind aus dem gleichen Grund so “erfolgreich”. Sonst würden die jetzt nicht am laufenden Band die Page View Anbieter verbieten.
Die Werbenetzwerke müssen sich besinnen und einen Sale weiterhin von einem Klick abhängig machen. Anders geht es nun mal nicht. Und das heißt Cookie setzen, wenn geklickt wurde und sonst nicht.
Dann bleiben nur noch Popup/Popunder als Forced Clicks ein Problem und die muss man eben eindämmen, in dem man soweit geht, dass ein Nutzer aktiv auf die Zielseite einwirken muss, bevor das Cookie wirklich gesetzt wird. Und das heißt z.B. ein mouseover über der Landingpage und Cookie setzen nur noch per JS.
Manche Netzwerke werden jetzt sagen, dass es sich dabei um Steinzeitmethoden handelt. Aber im Gegensatz zu den aktuellen Methoden werden diese Methoden keine Kunden vergraulen.
Ansonsten lesen wir uns in einem Jahr. Bis dahin werden die Kunden, die page view erlauben ihre Provisionen massiv runtergeschraubt haben. Werdet ihr schon sehen. Dann verlieren alle, die kein page view einsetzen und die die es nutzen, arbeiten am Limit.
Dürfte ich mal am Rande erwähnen das der Einbau eines Leaderboard mit einer TKP Kampagne am Seitenende genauso untersagt ist wie bei einer Postview Kampagne bzw die Netzwerke generell verlangen die Werbung im sichtbaren Bereich einzublenden?
Das steht so in den AGB, wer sich hieran nicht hält wird in der Regel gekündigt und das ist nicht Schuld von Postview, nicht Schuld der der Netzwerke schondern Schuld von betrügerischen Webmastern.
Das hab ich jetzt in der eile vergessen: An deinem Beispiel Marc sieht man ja im übrigen auch das Problem im Fall des Footers liegt beim Webmaster, der auf gut deutsch die Advertiser bzw das Netzwerk bescheissen will. Was also das Beispiel mit Postview zu tun hat ist mir nicht klar.
Vielleicht sollten wir mal eine Diskussion über geldgeile Webmaster und deren illegale Methoden eröffnen, ich glaube da gibt’s viel mehr Schlamm zum werfen
Ansonsten gilt, dass eine ordentliche Werbeleistung bezahlt werden will – und nicht nur auf Klickbasis oder ähnlichem.