Ein Thema, das sicher viele SEO’s, aber auch normale Webseitenbetreiber interessiert ist: Wie arbeitet ein Google Quality Rater? Obwohl der Google Algorhytmus sehr gut ist (für mich zumindest ;-) ), wird auch bei der größten Suchmaschine nicht auf Handarbeit verzichtet. Ich hab mir mal vom bösen SEO Blogger die Arbeitsanweisungen eines Quality Raters ausgeliehen und durchgelesen. 

Nein, habe ich natürlich nicht. Hätte ich es aber getan, so wäre ich über das wahrscheinlich 42 Seiten umfassende, englischsprachige Dokument nicht überrascht. Trotzdem erfährt man einiges, wie intern so gearbeitet wird. Es gibt verschiedene Kategorien, in die man eine Seite einteilen kann. So würde ich das auch machen: Wäre ich Google, so würde ich fünf verschiedene Kategorien von “Exakt” bis “Spam” verwenden und nachsehen, ob die jeweilige Seite zu dem Begriff genau passt oder nicht.

Es überrascht von daher nicht, weil die Inhalte eigentlich jedem klar sein sollten. Tippt ein Quality Rater “Apple” ein, so sollte an erster Stelle das Unternehmen Apple stehen. Steht jemand anderes da, so wird er gekickt. Tippt ein Quality Rater “Karte bayrischer Wald” in Google ein, so sollte an erster Stelle auch eine Karte des bayrischen Waldes stehen und nicht Kreditvergleich-PKV-Reisen-Webkatalog-bayrischer-Wald.de.

Im Klartext sollte man immer nach dem Prinzip “Ehrlich währt am längsten optimieren”. Wer also auf Kreditvergleich optimiert und überhaupt keinen Kreditvergleich anbietet, der wird nicht lange an der ersten Stelle stehen. Interessant fand ich besonders (hätte ich den Bericht gelesen :-) ), dass es kein “Hop” oder “Top” gibt. Eine Seite ist also nicht entweder gut oder schlecht, sondern wird in 5 verschiedene Kategorien eingeteilt. Die Arbeitsanleitung, hätte ich sie denn gelesen, ist wirklich fair zu Internetseiten. So ist eine Seite wie Apple.com für den Suchbegriff Apple als “unabdingbar” einzustufen. Eine Infoseite über Apple allgemein ist, wenn sie wirklich gut ist, auf der zweiten Stufe als “nützlich” zu kennzeichnen. Erst die dritte Stufe wäre dann “relevant”, wenn sie etwa Kommentare über Apple enthalten würde. Nr. 4 wäre “nicht relevant” und erst die fünfte wäre “vollkommen vom Thema weg”.

Was mich auch verwundern würde, wenn ich die Quality Rater Guidelines lesen würde: Eine Seite, die zwar schlechte Informationen, aber trotzdem Informationen über Apple bringt, wäre trotzdem noch relevant bzw. nützlich. Und was lernen wir daraus? Die Quality Rater sind gar nicht so schlimm und kümmern sich letztlich einfach nur um den groben Mist wie üble Spamseiten ohne Inhalt und automatisch generiertem Inhalt.

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2 Responses to Google Quality Rater Anleitung enthüllt

  1. SEOnaut sagt:

    Schön kommentiert. Für alle die, die bislang noch nichts über Google Rate wussten ist das Papier Gold wert.

  2. [...] gibt es diese Richtlinien zum Durchlesen. Bereits 2007 kamen die Guidelines an die Öffentlichkeit (wie ich damals berichtete). Seit einigen Tagen hat es eine weitere Version (vom 30. März 2011) an die Öffentlichkeit [...]

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