11 Fragen & Antworten über den Seokratie Blog

8. Mai 2015  |   ,  |  6 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Martin Mißfeldt vom TagseoBlog hat mir einige Fragen zum Thema Bloggen geschickt und ich bin einmal so frei und beantworte sie. Hintergrund ist der sogenannte „Liebster Award“, mit dem man befreundeten Blogs interessante Fragen stellen kann.

Wie lange bloggst Du schon und wie hat’s angefangen?

Ungefähr seit Mitte 2007, also knapp acht Jahre. Angefangen hat es mit dem Seokratie Blog, jedoch unter einem anderen Domainnamen. Da ich damals erst mit SEO anfing, gab es verschiedene Gründe für das Bloggen:

  • Ich wollte mich mit der Branche vernetzen, damals gab es sehr viele gute SEO Blogs
  • Ich wollte meine Meinung kund tun
  • Ich wollte meine „Theorien“ überprüfen und postete sie deswegen im Blog. Wenn man mir  zustimmte, war das eine Bestätigung. Oder man sagte „So ein Quatsch“, dann wusste ich, dass ich wahrscheinlich falsch lag.
Seokratie 2008: State of the Art Webdesign!

Seokratie im Jahr 2008: State of the Art Webdesign!

Was nervt Dich am Bloggen?

Bloggen nervt nicht, es macht mir enorm Spaß. Momentan tue ich mir mit der Themenfindung recht schwer, weil ich über viele Sachen schon geschrieben habe. Schade finde ich auch, dass es mittlerweile nur noch wenige SEO Blogs gibt und viele keine Zeit mehr zum Bloggen finden. Dabei ist gerade in unserer Branche der gegenseitige Austausch sehr wichtig.

Was war Dein größter “Blog-Erfolg”?

Aus dem Blog eine Agentur mit 22 Mitarbeitern zu machen. 🙂 Und in letzter Zeit: Dass meine Mitarbeiter jetzt auch bloggen: Felix über Onpage, Silja und Lydia über Content Marketing, Steffi über Usability und Nadine über Social Media. Das finde ich wirklich große Klasse.

Wie lange sitzt Du an einem guten Blogartikel?

In der Regel etwa drei bis vier Stunden. Dann wird jeder Blogartikel erst einmal intern in der Firma geshared und von fünf Leuten aus der Firma „auseinandergenommen“ und korrigiert. Unser Beitrag über Content Marketing Videos hat vier Leute einen ganzen Tag gekostet. Es variiert also, aber es braucht halt so lange, wie es braucht um gut zu sein.

seokratie-buero-von-vorne

Von hier aus blogge ich. Ja, ich mag Pflanzen! :)

Wie hat sich Deine Einstellung zum Bloggen gewandelt?

Früher habe ich auch einmal richtig auf den Tisch gehauen und Dinge an den Pranger gestellt, die mir nicht gefallen haben. Das lasse ich jetzt, zumindest in Hinsicht auf gezielte Personen oder Firmen. Es bringt ja doch nichts. Die Dummen sterben nicht aus. „Bloggen“ an sich gibt es ja fast nicht mehr. Deine Fragen sind eine Ausnahme, aber ansonsten gibt es kaum noch richtige Vernetzung in der Bloggerszene. Diskutiert wird eher auf Twitter, Facebook oder anderen Kanälen.

Seokratie.de würde ich auch nicht mehr als Blog bezeichnen, sondern eher als Magazin.

Siehst Du Dich als Teil der “Medienlandschaft”?

Nein. Wir haben zehn Redakteure und fünf unserer SEOs schreiben regelmäßig bei Seokratie oder Pressengers. Aber wir sind weit weg von dem, was die „klassischen“ Online Medien machen. Wir machen Content Marketing. Das hat nichts damit zu tun, in 30 Minuten den fünfzigsten Artikel über den Germanwings Absturz zu schreiben, nur damit man bei Google News wieder auf Platz 1 kommt.

Wie wichtig sind Dir die Reaktionen der Leserschaft?

Extrem wichtig. Auch wenn die Kritik negativ ist, denn dann kann man überprüfen ob sie gerechtfertigt ist und ich kann meine Meinung dann überdenken. Und ich merke auch, wie „Blog-Neulinge“ von Seokratie sich freuen, wenn jemand ihren ersten Blogpost lobt. Das motiviert unglaublich. Ohne Kommentare würde ich nicht bloggen.

Versuchst Du, die Artikel “zu lancieren” – achtest Du z.B. auf: Zeitpunkt der Veröffentlichung, Social-Media-Streuung, Seeding, etc?

Na klar, das ist sehr wichtig. Ich brauche meistens eine halbe Stunde für das Einstellen der Artikel in diverse Social Media Kanäle und in den Newsletter. Den Zeitpunkt der Veröffentlichung kann man gut mit Hootsuite steuern, aber die guten Zeiten kenne ich mittlerweile auch manuell.

Hat Bloggen überhaupt eine Zukunft?

Da ist die Frage, was „Bloggen“ überhaupt ist. Im Sinne von „privater Blog mit Meinungsbildung“ würde ich sagen, dass es da schon andere Plattformen dafür gibt und vor allem Facebook hat die Bloglandschaft ausgedünnt. Trotzdem haben noch viele ihren eigenen Blog. Firmen, Online Shops und Unternehmen fangen sogar größtenteils jetzt erst an mit dem Bloggen. Das ist natürlich eine andere „Gattung“ von Blog, aber die ist gerade sehr stark am Wachsen!

Siehst Du Dich als “Urheber”?

Wenn jemand meine Blogartikel klaut und auf seinen Blog stellt, dann schreibe ich denjenigen freundlich an und bitte ihn, sie wieder zu entfernen. Das hat bisher immer funktioniert. Sollte es das einmal nicht, dann würde ich mich durchaus als Urheber sehen, auch im rechtlichen Sinne.

Wie wichtig ist Dir eine Entlohnung Deiner Blogarbeit – und was ist eine angemessene Entlohnung?

Ich habe den Blog und auch SEO angefangen, weil es mir Spaß gemacht hat. Ich dachte mir damals „Wenn ich es jemals schaffe, damit so viel Geld zu verdienen, dass ich einigermaßen über die Runden komme, dann wäre das mein Traum.“ So wie andere Fußballprofis werden wollten, wollte ich schon immer Webseiten bauen und im Internet arbeiten. Heute habe ich nicht nur einen Blog, sondern eine tolle Agentur und darf das machen, was mir Spaß macht. Das ist eine angemessene Entlohnung. 🙂

Vielen Dank an Martin für die Zusendung der Fragen!

Meine Fragen gehen an:

Ich stelle einfach die gleichen Fragen wie Martin, ich fand sie sehr interessant:

  1. Wie lange bloggst Du schon und wie hat’s angefangen?
  2. Was nervt Dich am Bloggen?
  3. Was war Dein größter “Blog-Erfolg”?
  4. Wie lange sitzt Du an einem guten Blogartikel?
  5. Wie hat sich Deine Einstellung zum Bloggen gewandelt?
  6. Siehst Du Dich als Teil der “Medienlandschaft”?
  7. Wie wichtig sind Dir die Reaktionen der Leserschaft?
  8. Versuchst Du, die Artikel “zu lancieren” – achtest Du z.B. auf: Zeitpunkt der Veröffentlichung, Social-Media-Streuung, Seeding, etc?
  9. Hat Bloggen überhaupt eine Zukunft?
  10. Siehst Du Dich als “Urheber”?
  11. Wie wichtig ist Dir eine Entlohnung Deiner Blogarbeit – und was ist eine angemessene Entlohnung?

Die Regeln der Teilnahme am Liebster Award:

  • Verlinke den Blog-Artikel, in dem du nominiert wurdest.
  • Beantworte die 11 Fragen.
  • Nominiere selber weitere Blogs und informiere diese darüber.
  • Stelle den Nominierten 11 interessante Fragen.
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6 Kommentare

  • Seh interessanter Artikel! Motiviert einem, auch wieder einmal einen Blog Beitrag zu schreiben, Was ich jetzt direkt machen werde. Vielen Dank!

  • Alex

    Hallo. Deine erste Seite ja für die Zeit noch ziemlich gut aus.

    Ja, leider gibt es leider keine SEO-Blogs die über Test schreiben. Früher war alles anders. Heute höre ich nur noch Termfrequenz und lese Blogs, wenn es wirklich was bewegendes im Bereich SEO passiert.

    Die meisten Bloggen ja nur noch für den Traffic, so kommt es mir manchmal vor. Auch WebsiteBoosting eignet sich natürlich ganz gut um seinen Informationsfluss etwas einzuschränken und nur noch auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Es gibt noch eine Handvoll Blogs, wie von dir, Martin und paar anderen SEO`s die noch gerne darüber schreiben. Die meisten sind wahrscheinlich mit Kundenprojekten zu sehr überfüllt.

    Grüße

  • Themenvorschlag (weil du schreibst, du tust dich damit im Moment bisschen schwer):

    Es gibt ja jede Menge an Blog-Artikeln zum Thema „Reconsideration Request – wie komme ich aus einer manuellen Penalty wieder raus“.

    –> leider gibt es kaum Artikel, die sich damit beschäftigen, wie es danach weitergeht, wenn man einen RR erfolgreich gestellt hat und die Penalty wieder losgeworden ist. Welche Maßnahmen sind im Anschluss sinnvoll, um die Seite wieder neu (gut) zu positionieren.

    Thema für dich?

  • Stephan

    Hallo Julian,
    und an dieser Stelle auch ein Dankeschön für die tollen Beiträge von dir / euch! Lese hier immer gern und bin dankbar für das Wissen!

  • Sehr schön, dass Du auch zu den Leuten gehörst, die „der Blog“ sagen, und nicht „das Blog“ 🙂
    Ich gehöre auch dazu und sage auch „die E-Mail“, und nicht „das E-Mail“.

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